Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa
Sarga 55: Hanumataḥ Paścāt Tāpaḥ
Hanumāns Reue
saṃdīpyamānām vidhvastām trasta rakṣo gaṇām purīm |
avekṣya hānumāml lankām cintayāmāsa vānaraḥ ||
Die brennende, verwüstete Stadt, deren Rākṣasascharen erschreckt waren, überblickend, bedachte der Affe Hanumān Laṅkā.
Wort für Wort saṃdīpyamānām vidhvastām die brennende, verwüstete trasta rakṣo gaṇām purīm die Stadt, deren Rākṣasascharen erschreckt waren avekṣya hānumāml lankām Laṅkā überblickend, Hanumān cintayāmāsa vānaraḥ bedachte der Affe tasya abhūt sumahān trāsaḥ kutsā ca ātmani ajāyata |
lankām pradahatā karma kiṃsvit kṛtam idam mayā ||
Große Furcht befiel ihn, und Selbstverachtung erhob sich in ihm: 'Was habe ich, der ich Laṅkā verbrannte, hier für eine Tat vollbracht?'
Wort für Wort tasya abhūt sumahān trāsaḥ große Furcht befiel ihn kutsā ca ātmani ajāyata und Selbstverachtung erhob sich in ihm lankām pradahatā karma was für eine Tat, indem ich Laṅkā verbrannte kiṃsvit kṛtam idam mayā habe ich hier vollbracht dhanyāḥ te puruṣa śreṣṭha ye buddhyā kopam utthitam |
nirundhanti mahātmāno dīptam agnim iva ambhasā ||
'Gesegnet sind jene besten Männer, die hochgesinnten, welche den aufsteigenden Zorn mit Weisheit bezähmen, wie das lodernde Feuer mit Wasser.'
Wort für Wort dhanyāḥ te puruṣa śreṣṭha gesegnet sind jene besten Männer ye buddhyā kopam utthitam welche den aufsteigenden Zorn mit Weisheit nirundhanti mahātmāno bezähmen, die Hochgesinnten dīptam agnim iva ambhasā wie das lodernde Feuer mit Wasser kruddhaḥ pāpam na kuryātkaḥ kruddho hanyādgurūnapi |
kruddhaḥ paruṣayā vācā naraḥ sādhūnadhikṣipet ||
'Wer, im Zorn, würde keine Sünde begehen? Im Zorn könnte man selbst die Ehrwürdigen erschlagen; ein zorniger Mann könnte mit rauer Rede selbst die Guten schmähen.'
Wort für Wort kruddhaḥ pāpam na kuryātkaḥ wer, im Zorn, würde keine Sünde begehen kruddho hanyādgurūnapi im Zorn könnte man selbst die Ehrwürdigen erschlagen kruddhaḥ paruṣayā vācā im Zorn mit rauer Rede naraḥ sādhūnadhikṣipet könnte ein Mann die Guten schmähen vācyāvācyam prakupito na vijānāti karhicit |
nākāryamasti kruddhasya nāvācyam vidyate kvacit ||
'Der Erzürnte unterscheidet niemals zwischen Sagbarem und Unsagbarem; für den Zornigen gibt es keine Untat, kein Unsagbares gibt es irgendwo.'
Wort für Wort vācyāvācyam prakupito zwischen Sagbarem und Unsagbarem, der Erzürnte na vijānāti karhicit unterscheidet niemals nākāryamasti kruddhasya es gibt keine Untat für den Zornigen nāvācyam vidyate kvacit kein Unsagbares gibt es irgendwo yaḥ samutpatitam krodham kṣamayaiva nirasyati |
yathoragastvacam jīrṇām sa vai puruṣa ucyate ||
'Wer den aufsteigenden Zorn allein durch Geduld verwirft, wie die Schlange ihre welke Haut, der wahrlich wird Mann genannt.'
Wort für Wort yaḥ samutpatitam krodham wer den aufsteigenden Zorn kṣamayaiva nirasyati allein durch Geduld verwirft yathoragastvacam jīrṇām wie die Schlange ihre welke Haut sa vai puruṣa ucyate der wird wahrlich Mann genannt dhigastu mām sudurbhaddhim nirlajjam pāpakṛttamam |
acintayitvā tām sītāmagnidam svāmighātakam ||
'Schande über mich, den Verblendeten, den Schamlosen, den größten Übeltäter, der, ohne an jene Sītā zu denken, das Feuer entfesselte, den Vernichter seines eigenen Herrn.'
Wort für Wort dhigastu mām sudurbhaddhim Schande über mich, den Verblendeten nirlajjam pāpakṛttamam den Schamlosen, den größten Übeltäter acintayitvā tām sītām ohne an jene Sītā zu denken agnidam svāmighātakam der das Feuer entfesselte, den Vernichter des eigenen Herrn yadi dagdhā tu iyam lankā nūnam āryā api jānakī |
dagdhā tena mayā bhartuḥ hatam kāryam ajānatā ||
'Wenn dieses Laṅkā verbrannt ist, so ist gewiss auch die edle Jānakī verbrannt; von mir, dem Unwissenden, ist so die Sache meines Herrn vereitelt worden.'
Wort für Wort yadi dagdhā tu iyam lankā wenn dieses Laṅkā verbrannt ist nūnam āryā api jānakī gewiss auch die edle Jānakī dagdhā tena mayā bhartuḥ verbrannt, von mir des Herrn hatam kāryam ajānatā Sache vereitelt, von mir, dem Unwissenden yat artham ayam ārambhaḥ tat kāryam avasāditam |
mayā hi dahatā lankām na sītā parirakṣitā ||
'Wofür dieses Unternehmen begonnen wurde, jene Sache ist vereitelt; denn indem ich Laṅkā verbrannte, habe ich Sītā nicht beschützt.'
Wort für Wort yat artham ayam ārambhaḥ wofür dieses Unternehmen [begonnen] tat kāryam avasāditam jene Sache ist vereitelt mayā hi dahatā lankām denn von mir, der ich Laṅkā verbrannte na sītā parirakṣitā wurde Sītā nicht beschützt īṣat kāryam idam kāryam kṛtam āsīn na saṃśayaḥ |
tasya krodha abhibhūtena mayā mūla kṣayaḥ kṛtaḥ ||
'Diese Aufgabe war leicht zu vollbringen, ohne Zweifel war sie [beinahe] vollbracht; von mir, dem vom Zorn Überwältigten, wurde ihre Wurzel selbst vernichtet.'
Wort für Wort īṣat kāryam idam kāryam diese Aufgabe war leicht zu vollbringen kṛtam āsīn na saṃśayaḥ sie war ohne Zweifel [beinahe] vollbracht tasya krodha abhibhūtena mayā von mir, dem vom Zorn Überwältigten mūla kṣayaḥ kṛtaḥ wurde ihre Wurzel vernichtet vinaṣṭā jānakī vyaktam na hi adagdhaḥ pradṛśyate |
lankāyāḥ kaścit uddeśaḥ sarvā bhasmī kṛtā purī ||
'Zunichte ist Jānakī, offenkundig; denn kein unverbrannter Ort Laṅkās ist zu sehen – die ganze Stadt ist zu Asche gemacht.'
Wort für Wort vinaṣṭā jānakī vyaktam zunichte ist Jānakī, offenkundig na hi adagdhaḥ pradṛśyate denn kein unverbrannter ist zu sehen lankāyāḥ kaścit uddeśaḥ irgendein Ort Laṅkās sarvā bhasmī kṛtā purī die ganze Stadt ist zu Asche gemacht yadi tat vihatam kāryam mayā prajñā viparyayāt |
iha eva prāṇa samnyāso mama api hi atirocate ||
'Wenn jene Sache durch meiner Einsicht Verkehrung von mir zunichtegemacht wurde, so scheint mir sogar die Aufgabe des Lebens hier selbst das Beste.'
Wort für Wort yadi tat vihatam kāryam wenn jene Sache zunichtegemacht wurde mayā prajñā viparyayāt von mir, durch der Einsicht Verkehrung iha eva prāṇa samnyāso hier selbst die Aufgabe des Lebens mama api hi atirocate scheint mir sogar das Beste kim agnau nipatāmi adya āhosvit vaḍavā mukhe |
śarīram āho sattvānām dadmi sāgara vāsinām ||
'Soll ich mich heute ins Feuer stürzen, oder in das Maul der Unterseeischen Stute? Oder soll ich meinen Leib den im Ozean wohnenden Wesen darbringen?'
Wort für Wort kim agnau nipatāmi adya soll ich mich heute ins Feuer stürzen āhosvit vaḍavā mukhe oder in das Maul der Unterseeischen Stute śarīram āho sattvānām oder meinen Leib den Wesen dadmi sāgara vāsinām soll ich darbringen, den im Ozean wohnenden katham hi jīvatā śakyo mayā draṣṭum hari īśvaraḥ |
tau vā puruṣa śārdūlau kārya sarva sva ghātinā ||
'Denn wie könnte ich, lebend, den Herrscher der Affen wiedersehen, oder jene beiden Tiger unter den Männern – ich, der Vernichter der ganzen Sache?'
Wort für Wort katham hi jīvatā śakyo wie könnte ich, lebend mayā draṣṭum hari īśvaraḥ den Herrscher der Affen sehen tau vā puruṣa śārdūlau oder jene beiden Tiger unter den Männern kārya sarva sva ghātinā ich, der Vernichter der ganzen Sache mayā khalu tat eva idam roṣa doṣāt pradarśitam |
prathitam triṣu lokeṣu kapitam anavasthitam ||
'Von mir wahrlich wurde eben dies, durch den Fehler des Zorns, gezeigt – das in den drei Welten berühmte, unbeständige Affentum.'
Wort für Wort mayā khalu tat eva idam von mir wahrlich wurde eben dies roṣa doṣāt pradarśitam durch den Fehler des Zorns gezeigt prathitam triṣu lokeṣu das in den drei Welten berühmte kapitam anavasthitam unbeständige Affentum dhig astu rājasam bhāvam anīśam anavasthitam |
īśvareṇa api yat rāgān mayā sītā na rakṣitā ||
'Schande über die von Leidenschaft bestimmte, unbeherrschte, unbeständige Natur, durch die, obwohl ich Herr über mich war, aus Leidenschaft von mir Sītā nicht beschützt wurde.'
Wort für Wort dhig astu rājasam bhāvam Schande über die von Leidenschaft bestimmte Natur anīśam anavasthitam die unbeherrschte, unbeständige īśvareṇa api yat rāgān durch die, obwohl ich Herr war, aus Leidenschaft mayā sītā na rakṣitā wurde von mir Sītā nicht beschützt vinaṣṭāyām tu sītāyām tāv ubhau vinaśiṣyataḥ |
tayoḥ vināśe sugrīvaḥ sabandhuḥ vinaśiṣyati ||
'Ist Sītā aber zugrunde gegangen, so werden jene beiden [Brüder] zugrunde gehen; und bei ihrem Untergang wird Sugrīva samt seinen Verwandten zugrunde gehen.'
Wort für Wort vinaṣṭāyām tu sītāyām ist Sītā aber zugrunde gegangen tāv ubhau vinaśiṣyataḥ so werden jene beiden zugrunde gehen tayoḥ vināśe sugrīvaḥ bei ihrem Untergang wird Sugrīva sabandhuḥ vinaśiṣyati samt seinen Verwandten zugrunde gehen etat eva vacaḥ śrutvā bharato bhrātṛ vatsalaḥ |
dharma ātmā saha śatrughnaḥ katham śakṣyati jīvitum ||
'Wie wird, eben dieses Wort hörend, Bharata, der seinen Bruder Liebende, der Rechtschaffene, samt Śatrughna, weiterzuleben imstande sein?'
Wort für Wort etat eva vacaḥ śrutvā eben dieses Wort hörend bharato bhrātṛ vatsalaḥ Bharata, der seinen Bruder Liebende dharma ātmā saha śatrughnaḥ der Rechtschaffene samt Śatrughna katham śakṣyati jīvitum wie wird er weiterzuleben imstande sein ikṣvāku vaṃśe dharmiṣṭhe gate nāśam asaṃśayam |
bhaviṣyanti prajāḥ sarvāḥ śoka samtāpa pīḍitāḥ ||
'Wenn das über die Maßen rechtschaffene Geschlecht der Ikṣvākus ohne Zweifel dem Untergang anheimgefallen ist, werden alle Untertanen von Kummer und Pein gequält sein.'
Wort für Wort ikṣvāku vaṃśe dharmiṣṭhe das über die Maßen rechtschaffene Geschlecht der Ikṣvākus gate nāśam asaṃśayam dem Untergang anheimgefallen, ohne Zweifel bhaviṣyanti prajāḥ sarvāḥ werden alle Untertanen sein śoka samtāpa pīḍitāḥ von Kummer und Pein gequält tat aham bhāgya rahito lupta dharma artha samgrahaḥ |
roga doṣa parīta ātmā vyaktam loka vināśanaḥ ||
'So bin ich glücklos, mir ist die Zusammenfassung von Dharma und Nutzen entrissen, von der Krankheit des Fehlers erfüllten Sinnes, offenkundig der Vernichter der Welt.'
Wort für Wort tat aham bhāgya rahito so bin ich glücklos lupta dharma artha samgrahaḥ mir ist die Zusammenfassung von Dharma und Nutzen entrissen roga doṣa parīta ātmā von der Krankheit des Fehlers erfüllten Sinnes vyaktam loka vināśanaḥ offenkundig der Vernichter der Welt iti cintayataḥ tasya nimittāni upapedire |
pūram api upalabdhāni sākṣāt punaḥ acintayat ||
Während er so nachdachte, stellten sich ihm Vorzeichen ein, die er auch schon zuvor wahrgenommen hatte; wieder bedachte er sie unmittelbar.
Wort für Wort iti cintayataḥ tasya während er so nachdachte nimittāni upapedire stellten sich ihm Vorzeichen ein pūram api upalabdhāni die er auch schon zuvor wahrgenommen hatte sākṣāt punaḥ acintayat wieder bedachte er sie unmittelbar athavā cāru sarva angī rakṣitā svena tejasā |
na naśiṣyati kalyāṇī na agniḥ agnau pravartate ||
'Oder vielmehr, die an allen Gliedern Schöne, von ihrem eigenen Glanz beschützt, die Vortreffliche, wird nicht zugrunde gehen – Feuer wirkt nicht im Feuer.'
Wort für Wort athavā cāru sarva angī oder vielmehr, die an allen Gliedern Schöne rakṣitā svena tejasā von ihrem eigenen Glanz beschützt na naśiṣyati kalyāṇī wird die Vortreffliche nicht zugrunde gehen na agniḥ agnau pravartate Feuer wirkt nicht im Feuer na hi dharmāt manaḥ tasya bhāryām amita tejasaḥ |
sva cāritra abhiguptām tām spraṣṭum arhati pāvakaḥ ||
'Denn das Feuer wird es nicht wagen, die durch ihren eigenen Wandel beschützte Gattin dessen, der von unermesslichem Glanz ist, dessen Sinn nie vom Dharma weicht, zu berühren.'
Wort für Wort na hi dharmāt manaḥ tasya dessen Sinn nie vom Dharma weicht bhāryām amita tejasaḥ die Gattin dessen von unermesslichem Glanz sva cāritra abhiguptām tām sie, durch ihren eigenen Wandel beschützt spraṣṭum arhati pāvakaḥ wird das Feuer nicht wagen zu berühren nūnam rāma prabhāvena vaidehyāḥ sukṛtena ca |
yan mām dahana karmā ayam na adahadt havya vāhanaḥ ||
'Gewiss ist es durch Rāmas Macht und durch Vaidehīs gute Werke, dass dieses feuertragende Werk mich nicht verbrannt hat.'
Wort für Wort nūnam rāma prabhāvena gewiss durch Rāmas Macht vaidehyāḥ sukṛtena ca und durch Vaidehīs gute Werke yan mām dahana karmā ayam dass mich dieses feuertragende Werk na adahadt havya vāhanaḥ nicht verbrannt hat, der Opferträger trayāṇām bharata ādīnām bhrātṛṛṇām devatā ca yā |
rāmasya ca manaḥ kāntā sā katham vinaśiṣyati ||
'Sie, die Gottheit der drei Brüder, angefangen mit Bharata, und die Herzensgeliebte Rāmas – wie sollte sie zugrunde gehen?'
Wort für Wort trayāṇām bharata ādīnām der drei, angefangen mit Bharata bhrātṛṛṇām devatā ca yā der Brüder Gottheit, die rāmasya ca manaḥ kāntā und Rāmas Herzensgeliebte sā katham vinaśiṣyati wie sollte sie zugrunde gehen yat vā dahana karmā ayam sarvatra prabhuḥ avyayaḥ |
na me dahati lāngūlam katham āryām pradhakṣyati ||
'Oder auch: wenn dieses feuertragende Werk, überall Herr, unvergänglich, meinen Schweif nicht verbrennt – wie sollte es die Edle verbrennen?'
Wort für Wort yat vā dahana karmā ayam oder auch dieses feuertragende Werk sarvatra prabhuḥ avyayaḥ überall Herr, unvergänglich na me dahati lāngūlam verbrennt meinen Schweif nicht katham āryām pradhakṣyati wie sollte es die Edle verbrennen punaścācintayattatra hanumānvismitastadā |
hiraṇyanābhasya girerjalamadhye pradarśanam ||
Wieder bedachte Hanumān dort, verwundert, damals die Erscheinung des Berges Hiraṇyanābha inmitten des Wassers.
Wort für Wort punaścācintayattatra wieder bedachte er dort hanumānvismitastadā Hanumān, verwundert, damals hiraṇyanābhasya girer des Berges Hiraṇyanābha jalamadhye pradarśanam die Erscheinung inmitten des Wassers tapasā satya vākyena ananyatvāc ca bhartari |
api sā nirdahet agnim na tām agniḥ pradhakṣyati ||
'Durch ihre Askese, durch ihr wahres Wort und durch ihre Untrennbarkeit von ihrem Gatten könnte sie sogar das Feuer verbrennen – das Feuer wird sie nicht verbrennen.'
Wort für Wort tapasā satya vākyena durch Askese, durch wahres Wort ananyatvāc ca bhartari und durch Untrennbarkeit vom Gatten api sā nirdahet agnim könnte sie sogar das Feuer verbrennen na tām agniḥ pradhakṣyati das Feuer wird sie nicht verbrennen sa tathā cintayan tatra devyā dharma parigraham |
śuśrāva hanumān vākyam cāraṇānām mahātmanām ||
Während er so über die Tugendhaftigkeit der Göttin nachdachte, vernahm Hanumān dort das Wort der hochgesinnten Cāraṇas.
Wort für Wort sa tathā cintayan tatra während er so dort nachdachte devyā dharma parigraham über die Tugendhaftigkeit der Göttin śuśrāva hanumān vākyam vernahm Hanumān das Wort cāraṇānām mahātmanām der hochgesinnten Cāraṇas aho khalu kṛtam karma durviṣahyam hanūmatā |
agnim visṛjatā abhīkṣṇam bhīmam rākṣasa sadmani ||
'Ei, wahrlich vollbracht wurde eine unerträgliche Tat von Hanumān, der wiederholt furchtbares Feuer in die Wohnstätten der Rākṣasas entsandte.'
Wort für Wort aho khalu kṛtam karma ei, wahrlich vollbracht wurde eine Tat durviṣahyam hanūmatā unerträglich, von Hanumān agnim visṛjatā abhīkṣṇam der wiederholt Feuer entsandte bhīmam rākṣasa sadmani furchtbares, in die Wohnstätten der Rākṣasas prapalāyitarakṣaḥ strībāla vṛddhasamākulā |
janakolāhalādhmātā krandantīvādrikandaraiḥ ||
'[Laṅkā,] von geflohenen Rākṣasas, Frauen, Kindern und Alten erfüllt, vom Getöse der Menschen aufgewühlt, klagend gleichsam mit den Bergklüften.'
Wort für Wort prapalāyitarakṣaḥ von geflohenen Rākṣasas strībāla vṛddhasamākulā und Frauen, Kindern und Alten erfüllt janakolāhalādhmātā vom Getöse der Menschen aufgewühlt krandantīvādrikandaraiḥ klagend gleichsam mit den Bergklüften dagdhā iyam nagarī lankā sāṭṭa prākāra toraṇā |
jānakī na ca dagdhā iti vismayo adbhuta eva naḥ ||
'Verbrannt ist diese Stadt Laṅkā samt ihren Wachtürmen, Mauern und Torbögen, doch Jānakī ist nicht verbrannt – das ist uns ein wahrhaft wunderbares Erstaunen.'
Wort für Wort dagdhā iyam nagarī lankā verbrannt ist diese Stadt Laṅkā sāṭṭa prākāra toraṇā samt ihren Wachtürmen, Mauern und Torbögen jānakī na ca dagdhā iti doch Jānakī ist nicht verbrannt vismayo adbhuta eva naḥ das ist uns ein wahrhaft wunderbares Erstaunen sa nimittaiḥ ca dṛṣṭa arthaiḥ kāraṇaiḥ ca mahāguṇaiḥ |
ṛṣi vākyaiḥ ca hanumān abhavat prīta mānasaḥ ||
Durch die Vorzeichen mit ihrer offenkundigen Bedeutung, durch die bedeutsamen Gründe und durch das Wort der Seher wurde Hanumān frohen Sinnes.
Wort für Wort sa nimittaiḥ ca dṛṣṭa arthaiḥ durch die Vorzeichen mit offenkundiger Bedeutung kāraṇaiḥ ca mahāguṇaiḥ und durch die bedeutsamen Gründe ṛṣi vākyaiḥ ca hanumān und durch das Wort der Seher, Hanumān abhavat prīta mānasaḥ wurde frohen Sinnes tataḥ kapiḥ prāpta mano ratha arthaḥ |
tām akṣatām rāja sutām viditvā |
pratyakṣataḥ tām punaḥ eva dṛṣṭvā |
pratiprayāṇāya matim cakāra ||
Dann, sein Herzensziel erreicht habend, der Affe, die unversehrte Königstochter erkennend, sie noch einmal mit eigenen Augen gesehen habend, fasste er den Entschluss zur Rückkehr.
Wort für Wort tataḥ kapiḥ prāpta mano ratha arthaḥ dann, der Affe, sein Herzensziel erreicht habend tām akṣatām rāja sutām viditvā die unversehrte Königstochter erkennend pratyakṣataḥ tām punaḥ eva dṛṣṭvā sie noch einmal mit eigenen Augen gesehen habend pratiprayāṇāya matim cakāra fasste er den Entschluss zur Rückkehr
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