Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa

Sarga 56: Hanumataḥ Pratigamanam Hanumāns Rückkehr

tataḥ tu śiṃśapā mūle jānakīm paryavasthitām | abhivādya abravīt diṣṭyā paśyāmi tvām iha akṣatām ||

Dann, sie am Fuß des Śiṃśapā-Baumes verweilend, Jānakī grüßend, sprach er: 'Zum Glück sehe ich dich hier unversehrt.'

Wort für Wort
tataḥ tu śiṃśapā mūle
dann am Fuß des Śiṃśapā-Baumes
jānakīm paryavasthitām
Jānakī, die verweilende
abhivādya abravīt
grüßend sprach er
diṣṭyā paśyāmi tvām iha akṣatām
zum Glück sehe ich dich hier unversehrt

tataḥ tam prasthitam sītā vīkṣamāṇā punaḥ punaḥ | bhartṛ sneha anvitam vākyam hanūmantam abhāṣata ||

Dann, ihn, den zum Aufbruch Bereiten, immer wieder betrachtend, sprach Sītā zu Hanumān ein von Liebe zu ihrem Gatten erfülltes Wort.

Wort für Wort
tataḥ tam prasthitam sītā
dann ihn, den zum Aufbruch Bereiten, Sītā
vīkṣamāṇā punaḥ punaḥ
immer wieder betrachtend
bhartṛ sneha anvitam vākyam
ein von Liebe zum Gatten erfülltes Wort
hanūmantam abhāṣata
sprach sie zu Hanumān

kāmam asya tvam eva ekaḥ kāryasya parisādhane | paryāptaḥ para vīraghna yaśasyaḥ te bala udayaḥ ||

'Zwar bist du allein wohl imstande, diese Aufgabe zu vollenden, o Bezwinger feindlicher Helden; ruhmvoll ist das Erwachen deiner Kraft.'

Wort für Wort
kāmam asya tvam eva ekaḥ
zwar du allein
kāryasya parisādhane paryāptaḥ
bist imstande, diese Aufgabe zu vollenden
para vīraghna
o Bezwinger feindlicher Helden
yaśasyaḥ te bala udayaḥ
ruhmvoll ist das Erwachen deiner Kraft

śaraistuḥ samkulām kṛtvā lankām para bala ardanaḥ | mām nayet yadi kākutsthaḥ tasya tat sādṛśam bhavet ||

'Doch wenn der Nachkomme des Kakutstha, der Bezwinger feindlicher Heere, Laṅkā mit Pfeilen überflutend, mich hinwegführte, so wäre das ihm angemessen.'

Wort für Wort
śaraistuḥ samkulām kṛtvā
mit Pfeilen überflutet machend
lankām para bala ardanaḥ
Laṅkā, der Bezwinger feindlicher Heere
mām nayet yadi kākutsthaḥ
wenn der Kakutstha-Sohn mich hinwegführte
tasya tat sādṛśam bhavet
so wäre das ihm angemessen

tat yathā tasya vikrāntam anurūpam mahātmanaḥ | bhavati āhava śūrasya tattvam eva upapādaya ||

'Bewirke also, dass die Tapferkeit jenes Hochgesinnten, des im Kampf Heldenhaften, ihm angemessen zutage trete – genau so.'

Wort für Wort
tat yathā tasya vikrāntam
so, dass seine Tapferkeit
anurūpam mahātmanaḥ
dem Hochgesinnten angemessen sei
bhavati āhava śūrasya
dem im Kampf Heldenhaften
tattvam eva upapādaya
bewirke genau dies

tat artha upahitam vākyam praśritam hetu samhitam | niśamya hanumān tasyā vākyam uttaram abravīt ||

Nachdem er jenes zweckdienliche, ehrerbietige, gründereiche Wort vernommen hatte, sprach Hanumān eine Erwiderung auf ihr Wort.

Wort für Wort
tat artha upahitam vākyam
jenes zweckdienliche Wort
praśritam hetu samhitam
ehrerbietige, gründereiche
niśamya hanumān
vernehmend, Hanumān
tasyā vākyam uttaram abravīt
sprach eine Erwiderung auf ihr Wort

kṣipram eṣyati kākutstho hari ṛkṣa pravaraiḥ vṛtaḥ | yaḥ te yudhi vijitya arīn śokam vyapanayiṣyati ||

'Bald wird der Nachkomme des Kakutstha kommen, umgeben von den Besten der Affen und Bären, der, deine Feinde im Kampf besiegend, deinen Kummer vertreiben wird.'

Wort für Wort
kṣipram eṣyati kākutstho
bald wird der Kakutstha-Sohn kommen
hari ṛkṣa pravaraiḥ vṛtaḥ
umgeben von den Besten der Affen und Bären
yaḥ te yudhi vijitya arīn
der, deine Feinde im Kampf besiegend
śokam vyapanayiṣyati
deinen Kummer vertreiben wird

evam āśvāsya vaidehīm hanūmān mārut ātmajaḥ | gamanāya matim kṛtvā vaidehīm abhyavādayat ||

So die Vaidehī tröstend, fasste Hanumān, der Sohn des Windes, den Entschluss zum Aufbruch und grüßte die Vaidehī.

Wort für Wort
evam āśvāsya vaidehīm
so die Vaidehī tröstend
hanūmān mārut ātmajaḥ
Hanumān, der Sohn des Windes
gamanāya matim kṛtvā
den Entschluss zum Aufbruch fassend
vaidehīm abhyavādayat
grüßte er die Vaidehī

tataḥ sa kapi śārdūlaḥ svāmi saṃdarśana utsukaḥ | āruroha giri śreṣṭham ariṣṭam ari mardanaḥ ||

Dann bestieg jener Tiger unter den Affen, begierig, seinen Herrn wiederzusehen, der Feindezermalmer, den besten der Berge, den Ariṣṭa.

Wort für Wort
tataḥ sa kapi śārdūlaḥ
dann jener Tiger unter den Affen
svāmi saṃdarśana utsukaḥ
begierig, seinen Herrn wiederzusehen
āruroha giri śreṣṭham
bestieg den besten der Berge
ariṣṭam ari mardanaḥ
den Ariṣṭa, der Feindezermalmer

tunga padmaka juṣṭābhiḥ nīlābhiḥ vana rājibhiḥ | sottarīyamivāmbhodaiḥ śṛmgāntaravilambibhiḥ ||

[den Berg,] mit dunklen Waldreihen von hohen Padmaka-Bäumen bestanden, gleichsam mit einem Übergewand aus Wolken bekleidet, die zwischen den Gipfeln herabhingen.

Wort für Wort
tunga padmaka juṣṭābhiḥ
mit hohen Padmaka-Bäumen bestanden
nīlābhiḥ vana rājibhiḥ
mit dunklen Waldreihen
sottarīyamivāmbhodaiḥ
gleichsam mit einem Übergewand aus Wolken
śṛmgāntaravilambibhiḥ
die zwischen den Gipfeln herabhingen

bodhyamānamiva prītyā divākarakaraiḥ śubhaiḥ | unmiṣantimivoddhūtairlocanairiva dhātubhiḥ ||

[den Berg, der] gleichsam liebevoll von den lichten Strahlen der Sonne geweckt wurde, gleichsam die Augen öffnend mit seinen aufblitzenden Mineraladern wie mit Augen.

Wort für Wort
bodhyamānamiva prītyā
gleichsam liebevoll geweckt
divākarakaraiḥ śubhaiḥ
von den lichten Strahlen der Sonne
unmiṣantimivoddhūtaiḥ
gleichsam die Augen öffnend, mit aufblitzenden
locanairiva dhātubhiḥ
Mineraladern wie mit Augen

toyaughanisvanairmandraiḥ prādhītamiva parvatam | pragītamiva vispaṣṭairnānāprasravaṇasvnai ||

[den Berg,] der durch das dumpfe Rauschen der Wasserfluten gleichsam ein Lehrbuch rezitierte, der durch die deutlichen Klänge der vielfältigen Quellen gleichsam ein Lied sang.

Wort für Wort
toyaughanisvanairmandraiḥ
durch das dumpfe Rauschen der Wasserfluten
prādhītamiva parvatam
den Berg, gleichsam ein Lehrbuch rezitierend
pragītamiva vispaṣṭaiḥ
gleichsam ein Lied singend, mit deutlichen
nānāprasravaṇasvnai
Klängen der vielfältigen Quellen

devadārubhiratyuccairūrdhvabāhumiva sthitam | prapātajalanirghoṣaiḥ prākṛṣṭamiva sarvataḥ ||

[den Berg,] der mit seinen überaus hohen Devadāru-Bäumen gleichsam die Arme emporgereckt hielt, der durch das Getöse der herabstürzenden Wasser überall gleichsam angezogen wurde.

Wort für Wort
devadārubhiratyuccair
mit überaus hohen Devadāru-Bäumen
ūrdhvabāhumiva sthitam
gleichsam die Arme emporgereckt haltend
prapātajalanirghoṣaiḥ
durch das Getöse der herabstürzenden Wasser
prākṛṣṭamiva sarvataḥ
überall gleichsam angezogen

vepamānamiva śyāmaiḥ kampamānaiḥ śaradvanaiḥ | veṇubhirmārutoddhūtaiḥ kūjantamiva kīcakaiḥ ||

[den Berg,] der mit seinen dunklen, bebenden Herbstwäldern gleichsam erzitterte, der mit seinen vom Wind bewegten Bambusrohren und Schilfhalmen gleichsam gurrte.

Wort für Wort
vepamānamiva śyāmaiḥ
gleichsam erzitternd, mit dunklen
kampamānaiḥ śaradvanaiḥ
bebenden Herbstwäldern
veṇubhirmārutoddhūtaiḥ
mit vom Wind bewegten Bambusrohren
kūjantamiva kīcakaiḥ
gleichsam gurrend, mit den Schilfhalmen

niḥśvasantamivāmarṣādghorairāśīviṣottamaiḥ | vīhārakṛtagambhīrairdhyāyantamiva gahvaraiḥ ||

[den Berg,] der mit seinen schrecklichen, giftigsten Schlangen gleichsam vor Unmut seufzte, der mit seinen von Höhlenspiel vertieften Schluchten gleichsam in Meditation versunken war.

Wort für Wort
niḥśvasantamivāmarṣāt
gleichsam vor Unmut seufzend
ghorairāśīviṣottamaiḥ
mit den schrecklichen, giftigsten Schlangen
vīhārakṛtagambhīraiḥ
mit von Höhlenspiel vertieften
dhyāyantamiva gahvaraiḥ
gleichsam meditierend, mit den Schluchten

meghapādanibhaiḥ pādaiḥ prakrāntamiva sarvataḥ | jṛmbhamāṇamivākāśe śikharairabhrāmālibhiḥ ||

[den Berg,] der mit seinen den Wolkensäulen gleichenden Ausläufern überallhin gleichsam ausschritt, der mit seinen wolkenkranzumgebenen Gipfeln gleichsam in den Himmel gähnte.

Wort für Wort
meghapādanibhaiḥ pādaiḥ
mit den Wolkensäulen gleichenden Ausläufern
prakrāntamiva sarvataḥ
überallhin gleichsam ausschreitend
jṛmbhamāṇamivākāśe
gleichsam in den Himmel gähnend
śikharairabhrāmālibhiḥ
mit den wolkenkranzumgebenen Gipfeln

kūṭaiśca bahudhā kīrṇai śobhitam bahukandaraiḥ | sāla tāla aśva karṇaiḥ ca vaṃśaiḥ ca bahubhiḥ vṛtam ||

Mit vielfach verstreuten Gipfeln geschmückt, mit vielen Schluchten, umgeben von Sāla-, Tāla- und Aśvakarṇa-Bäumen und von vielen Bambusrohren.

Wort für Wort
kūṭaiśca bahudhā kīrṇai
und mit vielfach verstreuten Gipfeln
śobhitam bahukandaraiḥ
geschmückt, mit vielen Schluchten
sāla tāla aśva karṇaiḥ ca
und mit Sāla-, Tāla- und Aśvakarṇa-Bäumen
vaṃśaiḥ ca bahubhiḥ vṛtam
und von vielen Bambusrohren umgeben

latāvitānairvitataiḥ pṣpavadbhiralamkṛtam | nānāmṛgagaṇākīrṇam dhātuniṣyandabhūṣitam ||

Mit ausgebreiteten, blütenreichen Lianendächern geschmückt, von vielerlei Tierscharen erfüllt, mit fließenden Mineraladern geziert.

Wort für Wort
latāvitānairvitataiḥ
mit ausgebreiteten Lianendächern
pṣpavadbhiralamkṛtam
blütenreichen, geschmückt
nānāmṛgagaṇākīrṇam
von vielerlei Tierscharen erfüllt
dhātuniṣyandabhūṣitam
mit fließenden Mineraladern geziert

bahuprasravaṇopetam śilāsaṃcayasamkaṭam | maharṣiyakṣagandharvakinnaroragasevitam ||

Mit vielen Quellen versehen, von Felsanhäufungen eng bestanden, von großen Sehern, Yakṣas, Gandharvas, Kinnaras und Schlangen aufgesucht.

Wort für Wort
bahuprasravaṇopetam
mit vielen Quellen versehen
śilāsaṃcayasamkaṭam
von Felsanhäufungen eng bestanden
maharṣiyakṣagandharva
von großen Sehern, Yakṣas, Gandharvas
kinnaroragasevitam
Kinnaras und Schlangen aufgesucht

latāpādapasamghātam simhādhyuṣitakandaram | vyāgrasamghasamākīrṇam svādumūlaphaladrumam ||

Mit einer Fülle von Lianen und Bäumen, mit von Löwen bewohnten Schluchten, von Tigerscharen erfüllt, mit Bäumen voll süßer Wurzeln und Früchte.

Wort für Wort
latāpādapasamghātam
mit einer Fülle von Lianen und Bäumen
simhādhyuṣitakandaram
mit von Löwen bewohnten Schluchten
vyāgrasamghasamākīrṇam
von Tigerscharen erfüllt
svādumūlaphaladrumam
mit Bäumen voll süßer Wurzeln und Früchte

tam āruroha hanumān parvatam pavanātmajaḥ | rāma darśana śīghreṇa praharṣeṇa abhicoditaḥ ||

Jenen Berg bestieg Hanumān, der Sohn des Windes, von der eiligen Freude, Rāma wiederzusehen, angetrieben.

Wort für Wort
tam āruroha hanumān
jenen bestieg Hanumān
parvatam pavanātmajaḥ
den Berg, der Sohn des Windes
rāma darśana śīghreṇa
von der eiligen [Freude], Rāma wiederzusehen
praharṣeṇa abhicoditaḥ
von der Freude angetrieben

tena pāda tala ākrāntā ramyeṣu giri sānuṣu | saghoṣāḥ samaśīryanta śilāḥ cūrṇī kṛtāḥ tataḥ ||

Von der Sohle seines Fußes auf den lieblichen Bergterrassen getreten, zerbrachen die Felsen mit lautem Getöse und wurden zu Staub zermahlen.

Wort für Wort
tena pāda tala ākrāntā
von seiner Fußsohle getreten
ramyeṣu giri sānuṣu
auf den lieblichen Bergterrassen
saghoṣāḥ samaśīryanta śilāḥ
zerbrachen die Felsen mit lautem Getöse
cūrṇī kṛtāḥ tataḥ
wurden dann zu Staub zermahlen

sa tam āruhya śaila indram vyavardhata mahākapiḥ | dakṣiṇāt uttaram pāram prārthayaml lavaṇa ambhasaḥ ||

Er, jenen Herrscher der Berge besteigend, wuchs der große Affe an, das nördliche Ufer der salzigen Flut vom Süden her erstrebend.

Wort für Wort
sa tam āruhya śaila indram
er, jenen Herrscher der Berge besteigend
vyavardhata mahākapiḥ
wuchs der große Affe an
dakṣiṇāt uttaram pāram
vom Süden das nördliche Ufer
prārthayaml lavaṇa ambhasaḥ
erstrebend, der salzigen Flut

adhiruhya tato vīraḥ parvatam pavana ātmajaḥ | dadarśa sāgaram bhīmam mīna uraga niṣevitam ||

Dann, den Berg erstiegen habend, erblickte der Held, der Sohn des Windes, den furchtbaren Ozean, von Fischen und Schlangen bewohnt.

Wort für Wort
adhiruhya tato vīraḥ
dann, erstiegen habend, der Held
parvatam pavana ātmajaḥ
den Berg, der Sohn des Windes
dadarśa sāgaram bhīmam
erblickte den furchtbaren Ozean
mīna uraga niṣevitam
von Fischen und Schlangen bewohnt

sa māruta iva ākāśam mārutasya ātma sambhavaḥ | prapede hari śārdūlo dakṣiṇāt uttarām diśam ||

Er, wie der Sturmwind selbst, der Sohn des Windes, jener Tiger unter den Affen, begab sich vom Süden zur nördlichen Richtung, in den Himmel.

Wort für Wort
sa māruta iva ākāśam
er, wie der Sturmwind, in den Himmel
mārutasya ātma sambhavaḥ
der Sohn des Windes
prapede hari śārdūlo
begab sich der Tiger unter den Affen
dakṣiṇāt uttarām diśam
vom Süden zur nördlichen Richtung

sa tadā pīḍitaḥ tena kapinā parvata uttamaḥ | rarāsa saha taiḥ bhūtaiḥ prāviśat vasudhā talam ||

Er, damals von jenem Affen bedrängt, der höchste der Berge, brüllte samt jenen Lebewesen auf und sank in die Erde ein.

Wort für Wort
sa tadā pīḍitaḥ tena kapinā
er, damals von jenem Affen bedrängt
parvata uttamaḥ
der höchste der Berge
rarāsa saha taiḥ bhūtaiḥ
brüllte samt jenen Lebewesen auf
prāviśat vasudhā talam
und sank in die Erde ein

kampamānaiḥ ca śikharaiḥ patadbhiḥ api ca drumaiḥ | tasya ūru vegān mathitāḥ pādapāḥ puṣpa śālinaḥ ||

Mit seinen erbebenden Gipfeln und auch mit den herabstürzenden Bäumen; von der Wucht seiner Schenkel wurden die blütenreichen Bäume zerwühlt.

Wort für Wort
kampamānaiḥ ca śikharaiḥ
und mit erbebenden Gipfeln
patadbhiḥ api ca drumaiḥ
und auch mit herabstürzenden Bäumen
tasya ūru vegān mathitāḥ
von der Wucht seiner Schenkel zerwühlt
pādapāḥ puṣpa śālinaḥ
die blütenreichen Bäume

nipetuḥ bhū tale rugṇāḥ śakra āyudha hatā iva | kandara udara saṃsthānām pīḍitānām mahāojasām ||

Sie fielen zerbrochen zu Boden, wie von Indras Waffe getroffen; der in den Höhlungen der Schluchten wohnenden, gewaltmächtigen, bedrängten [Löwen].

Wort für Wort
nipetuḥ bhū tale rugṇāḥ
sie fielen zerbrochen zu Boden
śakra āyudha hatā iva
wie von Indras Waffe getroffen
kandara udara saṃsthānām
der in den Höhlungen der Schluchten wohnenden
pīḍitānām mahāojasām
der bedrängten, gewaltmächtigen

simhānām ninado bhīmo nabho bhindan sa śuśruve | trasta vyāaviddha vasanā vyākulī kṛta bhūṣaṇā ||

Das furchtbare Gebrüll der Löwen, den Himmel durchdringend, wurde vernommen; erschreckt, ihre Kleider verworfen, ihren Schmuck verwirrt –

Wort für Wort
simhānām ninado bhīmo
das furchtbare Gebrüll der Löwen
nabho bhindan sa śuśruve
den Himmel durchdringend, wurde vernommen
trasta vyāaviddha vasanā
erschreckt, ihre Kleider verworfen
vyākulī kṛta bhūṣaṇā
ihren Schmuck verwirrt

vidyādharyaḥ samutpetuḥ sahasā dharaṇī dharāt | atipramāṇā balino dīpta jihvā mahāviṣāḥ ||

– die Vidyādharī-Frauen sprangen plötzlich von dem Bergträger empor; die übermäßig großen, kraftvollen, mit lodernden Zungen, hochgiftigen [Schlangen] –

Wort für Wort
vidyādharyaḥ samutpetuḥ
die Vidyādharī-Frauen sprangen empor
sahasā dharaṇī dharāt
plötzlich von dem Bergträger
atipramāṇā balino
die übermäßig großen, kraftvollen
dīpta jihvā mahāviṣāḥ
mit lodernden Zungen, hochgiftig

nipīḍita śiro grīvā vyaveṣṭanta mahāhayaḥ | kinnara uraga gandharva yakṣa vidyā dharāḥ tathā ||

– mit bedrängtem Kopf und Hals wanden sich die großen [Schlangen]; ebenso die Kinnaras, Schlangen, Gandharvas, Yakṣas und Vidyādharas –

Wort für Wort
nipīḍita śiro grīvā
mit bedrängtem Kopf und Hals
vyaveṣṭanta mahāhayaḥ
wanden sich die großen [Schlangen]
kinnara uraga gandharva
die Kinnaras, Schlangen, Gandharvas
yakṣa vidyā dharāḥ tathā
Yakṣas und Vidyādharas ebenso

pīḍitam tam naga varam tyaktvā gaganam āsthitāḥ | sa ca bhūmi dharaḥ śrīmān balinā tena pīḍitaḥ ||

– verließen jenen bedrängten besten der Berge und stiegen in den Himmel; und jener glanzvolle Bergträger, von jenem Starken bedrängt –

Wort für Wort
pīḍitam tam naga varam
jenen bedrängten besten der Berge
tyaktvā gaganam āsthitāḥ
verlassend, stiegen sie in den Himmel
sa ca bhūmi dharaḥ śrīmān
und jener glanzvolle Bergträger
balinā tena pīḍitaḥ
von jenem Starken bedrängt

savṛkṣa śikhara udagrāḥ praviveśa rasā talam | daśa yojana vistāraḥ triṃśat yojanam ucchritaḥ ||

– mit seinen Baum- und Gipfelspitzen sank er in die Unterwelt hinab; zehn Yojanas breit, dreißig Yojanas hoch war er.

Wort für Wort
savṛkṣa śikhara udagrāḥ
mit seinen Baum- und Gipfelspitzen
praviveśa rasā talam
sank er in die Unterwelt hinab
daśa yojana vistāraḥ
zehn Yojanas breit
triṃśat yojanam ucchritaḥ
dreißig Yojanas hoch

dharaṇyām samatām yātaḥ sa babhūva dharā dharaḥ | sa lilaṅghuyirbhīmam salīlam lavaṇārṇavam || kallolāsphālavelāntamutpapāta nabho hariḥ |

– mit der Erde gleich eben wurde er, jener Bergträger. Er, im Begriff, den furchtbaren, wogenden Salzozean spielend zu überspringen, sprang der Affe an dessen wellenumtostem Ufer empor in den Himmel.

Wort für Wort
dharaṇyām samatām yātaḥ
mit der Erde gleich eben wurde
sa babhūva dharā dharaḥ
jener Bergträger
sa lilaṅghuyirbhīmam salīlam
er, im Begriff, den furchtbaren, spielend
lavaṇārṇavam
den Salzozean zu überspringen
kallolāsphālavelāntam
an dessen wellenumtostem Ufer
utpapāta nabho hariḥ
sprang der Affe empor in den Himmel

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