tataḥ tu rakṣaḥ adhipatiḥ mahātmā |
hanūmatā akṣe nihate kumāre |
manaḥ samādhāya sa deva kalpam |
samādideśa indrajitam sa roṣaḥ ||
Da, als der Prinz Akṣa von Hanumān erschlagen war, sammelte der hochgesinnte Herrscher der Rākṣasas seinen Geist und befahl, zornerfüllt, dem gottgleichen Indrajit.
Wort für Wort
tataḥ tu rakṣaḥ adhipatiḥ mahātmā
da der hochgesinnte Herrscher der Rākṣasas
hanūmatā akṣe nihate kumāre
als der Prinz Akṣa von Hanumān erschlagen war
manaḥ samādhāya sa deva kalpam
seinen Geist sammelnd, er, dem Gott gleich (Indrajit)
tvam astravit śastravidām variṣṭhaḥ |
sura asurāṇām api śoka dātā |
sureṣu sa indreṣu ca dṛṣṭa karmā |
pitāmaha ārādhana saṃcita astraḥ ||
'Du bist waffenkundig, der Beste der Waffenkundigen, ein Kummerbringer selbst für Götter und Asuras; unter den Göttern samt Indra sind deine Taten bekannt; deine Waffen hast du durch die Verehrung des Großvaters (Brahmā) erworben.'
Wort für Wort
tvam astravit śastravidām variṣṭhaḥ
du bist waffenkundig, der Beste der Waffenkundigen
sura asurāṇām api śoka dātā
ein Kummerbringer selbst für Götter und Asuras
sureṣu sa indreṣu ca dṛṣṭa karmā
unter den Göttern samt Indra sind deine Taten bekannt
pitāmaha ārādhana saṃcita astraḥ
deine Waffen durch Verehrung des Großvaters erworben
tava astra balam āsādya sa surāḥ sa marud gaṇāḥ |
na śekuḥ samare sthātum sura īśvara samāśritāḥ ||
'Der Macht deiner Waffen begegnend, vermochten die Götter samt der Schar der Maruts, obwohl sie beim Herrn der Götter Zuflucht suchten, im Kampf nicht standzuhalten.'
na kaścit triṣu lokeṣu samyuge na gata śramaḥ |
bhuja vīrya abhiguptaḥ ca tapasā ca abhirakṣitaḥ |
deśa kāla vibhāga jñaḥ tvam eva mati sattamaḥ ||
'Keiner in den drei Welten bleibt im Kampf gegen dich unerschöpft; du bist durch die Kraft deiner eigenen Arme geschützt und durch Askese bewahrt; du allein, der Beste an Weisheit, kennst die rechte Unterscheidung von Ort und Zeit.'
Wort für Wort
na kaścit triṣu lokeṣu samyuge na gata śramaḥ
keiner in den drei Welten bleibt im Kampf unerschöpft
bhuja vīrya abhiguptaḥ ca
durch die Kraft der Arme geschützt
tapasā ca abhirakṣitaḥ
und durch Askese bewahrt
deśa kāla vibhāga jñaḥ tvam eva mati sattamaḥ
du allein, der Beste an Weisheit, kennst Ort und Zeit
na te asti aśakyam samareṣu karmaṇā |
na te asti akāryam mati pūrva mantraṇe |
na saḥ asti kaścit triṣu samgraheṣu vai |
na veda yaḥ te astra balam balam ca te ||
'Nichts ist dir unmöglich zu tun im Kampf; nichts ist dir unerreichbar, wenn du mit Weisheit vorausberatschlagst; keiner in den drei Welten gibt es, der deine Waffenmacht und deine Kraft nicht kennte.'
Wort für Wort
na te asti aśakyam samareṣu karmaṇā
nichts ist dir unmöglich zu tun im Kampf
na te asti akāryam mati pūrva mantraṇe
nichts ist dir unerreichbar bei weiser Vorberatung
na saḥ asti kaścit triṣu samgraheṣu vai
keiner gibt es fürwahr in den drei Bereichen
na veda yaḥ te astra balam balam ca te
der deine Waffenmacht und deine Kraft nicht kennte
mama anurūpam tapasaḥ balam ca te |
parākramaḥ ca astra balam ca samyuge |
na tvām samāsādya raṇa avamarde |
manaḥ śramam gacchati niścita artham ||
'Deine aus Askese geborene Kraft, deine Tapferkeit und deine Waffenmacht im Kampf ziemen mir wohl; wenn ich dich in der Zermalmung der Schlacht bedenke, gerät mein Geist, sobald entschlossen, in keine Bedrängnis.'
Wort für Wort
mama anurūpam tapasaḥ balam ca te
deine aus Askese geborene Kraft ziemt mir
parākramaḥ ca astra balam ca samyuge
deine Tapferkeit und Waffenmacht im Kampf
na tvām samāsādya raṇa avamarde
dich in der Zermalmung der Schlacht bedenkend, nicht
manaḥ śramam gacchati niścita artham
gerät mein Geist, sobald entschlossen, in Bedrängnis
nihatāḥ kimkarāḥ sarve jambumālī ca rākṣasaḥ |
amātya putrāḥ vīrāḥ ca panca senā agra yāyinaḥ |
balāni su samṛddhāni sa aśva nāga rathāni ca ||
'Erschlagen sind alle Kiṃkaras, und der Rākṣasa Jambumālī; die tapferen Söhne der Minister, fünf Heerführer, und die wohlausgestatteten Truppen mit Pferden, Elefanten und Wagen.'
Wort für Wort
nihatāḥ kimkarāḥ sarve jambumālī ca rākṣasaḥ
erschlagen alle Kiṃkaras und der Rākṣasa Jambumālī
amātya putrāḥ vīrāḥ ca panca senā agra yāyinaḥ
die tapferen Ministersöhne, fünf Heerführer
balāni su samṛddhāni sa aśva nāga rathāni ca
die wohlausgestatteten Truppen mit Pferden, Elefanten, Wagen
idam hi dṛṣṭvā matiman mahat balam |
kapeḥ prabhāvam ca parākramam ca |
tvam ātmanaḥ ca api samīkṣya sāram |
kuruṣva vegam sva bala anurūpam ||
'Da du dies gesehen hast, o Weiser, die gewaltige Kraft, die Macht und Tapferkeit des Affen, und auch deine eigene Stärke bedacht hast, entfalte eine deiner Kraft angemessene Wucht.'
Wort für Wort
idam hi dṛṣṭvā matiman mahat balam
dies gesehen habend, o Weiser, die gewaltige Kraft
'Damit die Zermalmung der Kräfte, wenn du nahe bist, so vonstattengeht, dass mit deinem Weggehen der Feind besänftigt und still wird – so, deine eigene und die fremde Kraft bedenkend, beginne dein Werk, o Bester der Waffenkundigen.'
Wort für Wort
bala avamardaḥ tvayi samnikṛṣṭe
die Zermalmung der Kräfte, wenn du nahe bist
yathā gate śāmyati śānta śatrau
damit mit deinem Weggehen der Feind besänftigt und still wird
na vīra senā gaṇāḥ śobhante |
na vajram ādāya viśāla sāram |
na mārutasya asya gateḥ pramāṇam |
na ca agni kalpaḥ karaṇena hantum ||
'Nicht Scharen von Heldenheeren können dir gleichkommen; nicht der Vajra, selbst mit seiner gewaltigen Kraft ergriffen; nicht das Maß der Geschwindigkeit des Windes selbst; und nicht einer, dem Feuer gleich, vermag dich mit gewöhnlichen Mitteln zu bezwingen.'
Wort für Wort
na vīra senā gaṇāḥ śobhante
nicht Scharen von Heldenheeren gleichen dir
na vajram ādāya viśāla sāram
nicht der Vajra, ergriffen mit gewaltiger Kraft
na mārutasya asya gateḥ pramāṇam
nicht das Maß der Geschwindigkeit des Windes
na ca agni kalpaḥ karaṇena hantum
und nicht der dem Feuer Gleiche vermag mit Mitteln zu bezwingen
tam evam artham prasamīkṣya samyak |
sva karma sāmyāt hi samāhita ātmā |
smaran ca divyam dhanuṣaḥ astra vīryam |
vraja akṣatam karma samārabhasva ||
'Diesen Sachverhalt so recht bedenkend, mit gesammeltem Geist durch die Übereinstimmung mit deinem eigenen Werk, und die göttliche Kraft deines Bogens und deiner Waffen erinnernd – gehe, und beginne dein Werk unversehrt.'
Wort für Wort
tam evam artham prasamīkṣya samyak
diesen Sachverhalt so recht bedenkend
sva karma sāmyāt hi samāhita ātmā
mit gesammeltem Geist durch Übereinstimmung mit eigenem Werk
smaran ca divyam dhanuṣaḥ astra vīryam
und die göttliche Kraft von Bogen und Waffen erinnernd
na khalu iyam matiḥ śreṣṭhā yat tvām sampreṣayāmi aham |
iyam ca rāja dharmāṇām kṣatriyasya matiḥ matā ||
'Es ist wahrlich nicht der beste Entschluss, dass ich dich aussende; doch dies gilt als der einem Kṣatriya geziemende Entschluss unter den Pflichten der Könige.'
Nachdem er das Wort seines Vaters gehört hatte, umschritt der Sohn des Rākṣasa, von unerschrockenem Gemüt, seinen Herrn respektvoll, der Held, dessen Geist zum Kampf entschlossen war.
Er, Indrajit, Indra gleich, bestieg den Wagen, bespannt mit vier wilden Tieren von der Geschwindigkeit des Vogelkönigs (Garuḍa) gleich, mit weißen, scharfen Reißzähnen, von ungehindertem Lauf.
Wort für Wort
sa pakṣi rāja upama tulya vegaiḥ
mit dem Vogelkönig an Geschwindigkeit vergleichbar
vyālaiḥ caturbhiḥ sita tīkṣṇa damṣṭraiḥ
mit vier wilden Tieren, weiß, mit scharfen Reißzähnen
Er, der Wagenlenker, der Beste der Bogenschützen, waffenkundig, der Vorzüglichste der Waffenkundigen, fuhr eilends mit dem Wagen dorthin, wo Hanumān war.
Wort für Wort
sa rathī dhanvinām śreṣṭhaḥ
er, der Wagenlenker, der Beste der Bogenschützen
śastra jñaḥ astravidām varaḥ
waffenkundig, der Vorzüglichste der Waffenkundigen
Als er, von Kampfesfreude erfüllt, mit dem Bogen in der Hand zum Kampf hinauszog, wurden alle Himmelsrichtungen trübe, und die wilden Tiere schrien auf mancherlei Weise furchtbar.
Wort für Wort
tasmin tataḥ samyati jāta harṣe
als er da, von Kampfesfreude erfüllt
raṇāya nirgacchati cāpa pāṇau
zum Kampf hinauszog, den Bogen in der Hand
diśaḥ ca sarvāḥ kaluṣā babhūvuḥ
wurden alle Himmelsrichtungen trübe
mṛgāḥ ca raudrā bahudhā vineduḥ
und die wilden Tiere schrien auf mancherlei Weise furchtbar
samāgatāḥ tatra tu nāga yakṣāḥ |
maharṣayaḥ cakra carāḥ ca siddhāḥ |
nabhaḥ samāvṛtya ca pakṣi samghāḥ |
vineduḥ uccaiḥ parama prahṛṣṭāḥ ||
Dort versammelten sich Nāgas und Yakṣas, große Seher, die auf der Himmelsbahn Wandelnden und Siddhas; und Vogelscharen, den Himmel verhüllend, schrien laut auf, überaus erfreut.
tataḥ sametau ati tīkṣṇa vegau |
mahābalau tau raṇa nirviśaṅkau |
kapiḥ ca rakṣaḥ adhipateḥ tanūjaḥ |
sura asura indrau iva baddha vairau ||
Da trafen sie zusammen, von überaus scharfer Geschwindigkeit, jene beiden Gewaltigen, im Kampf furchtlos – der Affe und der Sohn des Rākṣasa-Herrschers – wie der Herrscher der Götter und der Herrscher der Asuras, in Feindschaft verbunden.
Wort für Wort
tataḥ sametau ati tīkṣṇa vegau
da trafen sie zusammen, von überaus scharfer Geschwindigkeit
mahābalau tau raṇa nirviśaṅkau
jene beiden Gewaltigen, im Kampf furchtlos
kapiḥ ca rakṣaḥ adhipateḥ tanūjaḥ
der Affe und der Sohn des Rākṣasa-Herrschers
sura asura indrau iva baddha vairau
wie der Herrscher der Götter und der Asuras, in Feindschaft verbunden
Er, gewachsen, der Unermessliche, wehrte den heftigen Ansturm der Pfeile jenes tapferen, im Kampf geachteten, bogenbewehrten großen Wagenkämpfers ab und zog auf dem Pfade seines Vaters (des Windes) dahin.
Wort für Wort
sa tasya vīrasya mahāratahasya
er, jenes tapferen, großen Wagenkämpfers
dhanuṣmataḥ samyati sammatasya
bogenbewehrt, im Kampf geachtet
śara pravegam vyahanat pravṛddhaḥ
wehrte den heftigen Ansturm der Pfeile ab, gewachsen
cacāra mārge pituḥ aprameyaḥ
zog auf dem Pfade seines Vaters dahin, der Unermessliche
Da entließ der Held, der Töter feindlicher Helden, lange, scharfspitzige Pfeile, wohlbefiedert, mit bunten goldenen Kerben, mit tiefem Klang, von der Wucht eines niederfahrenden Donnerkeils.
Wort für Wort
tataḥ śarān āyata tīkṣṇa śalyān
da lange, scharfspitzige Pfeile
su patriṇaḥ kāñcana citra puṅkhān
wohlbefiedert, mit bunten goldenen Kerben
mumoca vīraḥ para vīra hantā
entließ der Held, der Töter feindlicher Helden
gambhīra nādān vajra nipāta vegān
mit tiefem Klang, von der Wucht eines niederfahrenden Donnerkeils
tataḥ sa tat syandana niḥsvanam ca |
mṛdaṅga bherī paṭaha svanam ca |
vikṛṣyamāṇasya ca kārmukasya |
niśamya ghoṣam punaḥ utpapāta ||
Da, das Rasseln jenes Wagens und den Klang von Trommeln, Pauken und Kriegstrommeln, und das Geräusch des erneut gespannten Bogens vernehmend, sprang er wieder auf.
Wort für Wort
tataḥ sa tat syandana niḥsvanam ca
da, das Rasseln jenes Wagens
mṛdaṅga bherī paṭaha svanam ca
und den Klang von Trommeln, Pauken, Kriegstrommeln
hanumataḥ veda na rākṣasaḥ antaram |
na mārutiḥ tasya mahātmanaḥ antaram |
parasparam nirviṣahau babhūvatuḥ |
sametau tau deva samāna vikramau ||
Der Rākṣasa kannte Hanumāns Schwachstelle nicht, noch kannte der Sohn des Windgottes die Schwachstelle jenes Hochgesinnten; einander unüberwindlich, blieben jene beiden, gottgleich an Kraft, im Gefecht vereint.
Wort für Wort
hanumataḥ veda na rākṣasaḥ antaram
der Rākṣasa kannte Hanumāns Schwachstelle nicht
na mārutiḥ tasya mahātmanaḥ antaram
noch kannte der Sohn des Windgottes dessen Schwachstelle
tataḥ tu lakṣye sa vihanyamāne |
śareṣv amogheṣu ca saṃpatatsu |
jagāma cintām mahatīm mahātmā |
samādhi samyoga samāhita ātmā ||
Da, als das Ziel nicht getroffen wurde und die unfehlbaren Pfeile vergeblich niedergingen, verfiel der Hochgesinnte in tiefes Nachdenken, seinen Geist durch versenkte Sammlung gefestigt.
Wort für Wort
tataḥ tu lakṣye sa vihanyamāne
da, als das Ziel nicht getroffen wurde
śareṣv amogheṣu ca saṃpatatsu
und die unfehlbaren Pfeile vergeblich niedergingen
Da fasste der Sohn des Rākṣasa-Königs einen Entschluss gegenüber jenem Ersten der Affenhelden, dessen Unbezwingbarkeit erkennend, wie er ihn wohl bändigen könnte, um ihn zu unterwerfen.
Wort für Wort
tataḥ matim rākṣasa rāja sūnuḥ
da fasste der Sohn des Rākṣasa-Königs einen Entschluss
Da er erkannte: 'Dieser ist unbezwingbar', band Indrajit, der Starkarmige, kundig des wahren Wesens der Waffen, den Sohn des Windgottes mit jenem Geschoss.
Wort für Wort
avadhyaḥ ayam iti jñātvā
da er erkannte: dieser ist unbezwingbar
tam astreṇa astra tattvavit
ihn mit jenem Geschoss, kundig des wahren Wesens der Waffen
tataḥ atha buddhvā sa tat astra bandham |
prabhoḥ prabhāvāt vigata ātma vegaḥ |
pitāmaha anugraham ātmanaḥ ca |
vicintayāmāsa hari pravīraḥ ||
Da, jene Fesselung durch das Geschoss erkennend, seiner eigenen Kraft durch die Macht des Herrn dieses Geschosses beraubt, gedachte der beste Held der Affen der ihm gewährten Gunst des Großvaters.
Wort für Wort
tataḥ atha buddhvā sa tat astra bandham
da, jene Fesselung durch das Geschoss erkennend
prabhoḥ prabhāvāt vigata ātma vegaḥ
seiner eigenen Kraft durch die Macht des Herrn beraubt
Da gedachte Hanumān des Geschenks des Großvaters, dass das mit den Sprüchen des Selbstentstandenen beschworene Brahmā-Geschoss ihn nur einmal binden könne.
na me astra bandhasya ca śaktiḥ asti |
vimokṣaṇe loka guroḥ prabhāvāt |
iti eva matvā vihitaḥ astra bandhaḥ |
mayā ātma yoneḥ anuvartitavyaḥ ||
'Ich habe keine Macht, mich aus der Fesselung des Geschosses zu befreien, durch die Kraft des Lehrers der Welt' – so denkend, muss ich die vom Selbstentstandenen verfügte Fesselung befolgen.
Wort für Wort
na me astra bandhasya ca śaktiḥ asti
ich habe keine Macht, aus der Fesselung des Geschosses
vimokṣaṇe loka guroḥ prabhāvāt
mich zu befreien, durch die Kraft des Lehrers der Welt
iti eva matvā vihitaḥ astra bandhaḥ
so denkend, die verfügte Fesselung des Geschosses
mayā ātma yoneḥ anuvartitavyaḥ
muss von mir, die des Selbstentstandenen, befolgt werden
sa vīryam astrasya kapiḥ vicārya |
pitāmaha anugraham ātmanaḥ ca |
vimokṣa śaktim paricintayitvā |
pitāmaha ājñām anuvartate sma ||
Der Affe, die Kraft des Geschosses bedenkend und die ihm gewährte Gunst des Großvaters, und die Möglichkeit der Befreiung erwägend, fügte sich dem Gebot des Großvaters.
grahaṇe ca api rakṣobhiḥ mahat me guṇa darśanam |
rākṣasa indreṇa samvādaḥ tasmāt gṛhṇantu mām pare ||
'Auch im Ergriffenwerden durch die Rākṣasas liegt ein großer Vorteil für mich, nämlich eine Begegnung mit dem Herrscher der Rākṣasas; darum mögen die Feinde mich ergreifen.'
Er, der Töter feindlicher Helden, in seinem Entschluss gefestigt, handelnd nach reiflicher Überlegung, sein Sträuben einstellend, ließ sich von den Feinden, die gewaltsam herankamen, ergreifen, und brüllte auf, während er von ihnen bedroht wurde.
Wort für Wort
sa niścita arthaḥ para vīra hantā
er, der Töter feindlicher Helden, in seinem Entschluss gefestigt
samīkṣya kārī vinivṛtta ceṣṭaḥ
handelnd nach Überlegung, sein Sträuben einstellend
paraiḥ prasahya abhigataiḥ nigṛhya
von den Feinden, die gewaltsam herankamen, ergriffen
sa rocayāmāsa paraiḥ ca bandhanam |
dṛśya vīraiḥ abhinigraham ca |
kautūhalāt mām yadi rākṣasa indraḥ |
draṣṭum vyavasyet iti niścita arthaḥ ||
Er, in seinem Entschluss gefestigt, hieß die Fesselung durch die Feinde und seine Ergreifung durch die Helden gut, in dem Gedanken: 'Vielleicht wird der Herrscher der Rākṣasas aus Neugier beschließen, mich zu sehen.'
Wort für Wort
sa rocayāmāsa paraiḥ ca bandhanam
er hieß die Fesselung durch die Feinde gut
dṛśya vīraiḥ abhinigraham ca
und seine Ergreifung durch die Helden
kautūhalāt mām yadi rākṣasa indraḥ
in dem Gedanken: vielleicht wird der Herrscher der Rākṣasas mich
draṣṭum vyavasyet iti niścita arthaḥ
zu sehen beschließen, so, in seinem Entschluss gefestigt
sa baddhaḥ tena valkena vimuktaḥ astreṇa vīryavān |
astra bandhaḥ sa ca anyam hi na bandham anuvartate ||
Er, gebunden durch jenen Bastfaden, wurde von dem Geschoss befreit, der Kraftvolle; denn die Fesselung durch das Geschoss besteht nicht zugleich mit einer anderen Fesselung.
Wort für Wort
sa baddhaḥ tena valkena
er, gebunden durch jenen Bastfaden
vimuktaḥ astreṇa vīryavān
wurde von dem Geschoss befreit, der Kraftvolle
astra bandhaḥ sa ca anyam hi
denn die Fesselung durch das Geschoss zusammen mit einer anderen
atha indrajit tu druma cīra baddham |
vicārya vīraḥ kapi sattamam tam |
vimuktam astreṇa jagāma cintām |
na anyena baddhaḥ hi anuvartate astram ||
Da bemerkte der Held Indrajit, dass jener beste der Affen, mit Baumrindenstreifen gebunden, vom Geschoss befreit war, und geriet in Nachdenken: 'Denn wer durch anderes gebunden ist, an dem wirkt das Geschoss nicht mehr fort.'
Wort für Wort
atha indrajit tu druma cīra baddham
da der Held Indrajit, mit Baumrindenstreifen gebunden
vicārya vīraḥ kapi sattamam tam
betrachtend jenen besten der Affen
vimuktam astreṇa jagāma cintām
vom Geschoss befreit, geriet in Nachdenken
na anyena baddhaḥ hi anuvartate astram
denn an dem durch anderes Gebundenen wirkt das Geschoss nicht fort
aho mahat karma kṛtam nirarthakam |
na rākṣasaiḥ mantra gatiḥ vimṛṣṭā |
punaḥ ca mantre vihate astram anyat |
pravartate saṃśayitāḥ sma sarve ||
'Ach, eine große Tat wurde vergeblich vollbracht! Die Rākṣasas haben den Verlauf der Beratung nicht bedacht; und wenn die Beschwörung einmal versagt hat, wirkt kein anderes Geschoss mehr' – so gerieten wir alle in Zweifel.
Wort für Wort
aho mahat karma kṛtam nirarthakam
ach, eine große Tat wurde vergeblich vollbracht
na rākṣasaiḥ mantra gatiḥ vimṛṣṭā
die Rākṣasas haben den Verlauf der Beratung nicht bedacht
punaḥ ca mantre vihate astram anyat
und wenn die Beschwörung versagt hat, ein anderes Geschoss
atha indrajit tam prasamīkṣya muktam |
astreṇa baddham druma cīra sūtraiḥ |
vyadarśayat tatra mahābalam tam |
hari pravīram sagaṇāya rājñe ||
Da, ihn betrachtend, vom Geschoss befreit, doch mit Baumrindenschnüren gebunden, präsentierte Indrajit dort jenen gewaltigen, besten Helden der Affen dem König samt dessen Gefolge.
Wort für Wort
atha indrajit tam prasamīkṣya muktam
da Indrajit ihn betrachtend, befreit
astreṇa baddham druma cīra sūtraiḥ
vom Geschoss, doch mit Baumrindenschnüren gebunden
kaḥ ayam kasya kutaḥ vā atra kim kāryam kaḥ vyapāśrayaḥ |
iti rākṣasa vīrāṇām tatra samjajñire kathāḥ ||
'Wer ist dieser, wessen ist er, und woher kommt er hierher, was ist sein Auftrag, wer ist seine Zuflucht?' – solche Reden entstanden dort unter den Rākṣasa-Helden.
Wort für Wort
kaḥ ayam kasya kutaḥ vā atra
wer ist dieser, wessen, von woher hierher
kim kāryam kaḥ vyapāśrayaḥ
was ist sein Auftrag, wer ist seine Zuflucht
iti rākṣasa vīrāṇām tatra samjajñire kathāḥ
solche Reden entstanden dort unter den Rākṣasa-Helden
atītya mārgam sahasā mahātmā |
sa tatra rakṣaḥ adhipa pāda mūle |
dadarśa rājñaḥ paricāra vṛddhān |
gṛham mahā ratna vibhūṣitam ca ||
Rasch den Weg durchmessend, sah der Hochgesinnte dort zu Füßen des Rākṣasa-Herrschers die betagten Diener des Königs und den mit großen Juwelen geschmückten Palast.
sa roṣa samvartita tāmra dṛṣṭiḥ |
daśānanaḥ tam kapim anvavekṣya |
atha upaviṣṭān kula śīla vṛddhān |
samādiśat tam prati mantri mukhyān ||
Er, der Zehnköpfige, dessen kupferroter Blick sich vor Zorn zusammenzog, jenen Affen betrachtend, befahl dann den dort sitzenden, an Herkunft und Charakter betagten obersten Ministern, ihn zu befragen.
Wort für Wort
sa roṣa samvartita tāmra dṛṣṭiḥ
er, dessen kupferroter Blick sich vor Zorn zusammenzog
daśānanaḥ tam kapim anvavekṣya
der Zehnköpfige, jenen Affen betrachtend
atha upaviṣṭān kula śīla vṛddhān
dann den dort sitzenden, an Herkunft und Charakter betagten
yathā kramam taiḥ sa kapiḥ vipṛṣṭaḥ |
kārya artham arthasya ca mūlam ādau |
nivedayāmāsa hari īśvarasya |
dūtaḥ sakāśāt aham āgataḥ asmi ||
Von ihnen der Reihe nach befragt, verkündete der Affe zuerst den Zweck seiner Sendung und den Grund der Angelegenheit: 'Ich bin als Bote von der Seite des Herrschers der Affen gekommen.'
Wort für Wort
yathā kramam taiḥ sa kapiḥ vipṛṣṭaḥ
von ihnen der Reihe nach befragt, der Affe
kārya artham arthasya ca mūlam ādau
zuerst den Zweck der Sendung und den Grund der Sache