Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa

Sarga 48: Hanumat Bandhanam Hanumāns Fesselung

tataḥ tu rakṣaḥ adhipatiḥ mahātmā | hanūmatā akṣe nihate kumāre | manaḥ samādhāya sa deva kalpam | samādideśa indrajitam sa roṣaḥ ||

Da, als der Prinz Akṣa von Hanumān erschlagen war, sammelte der hochgesinnte Herrscher der Rākṣasas seinen Geist und befahl, zornerfüllt, dem gottgleichen Indrajit.

Wort für Wort
tataḥ tu rakṣaḥ adhipatiḥ mahātmā
da der hochgesinnte Herrscher der Rākṣasas
hanūmatā akṣe nihate kumāre
als der Prinz Akṣa von Hanumān erschlagen war
manaḥ samādhāya sa deva kalpam
seinen Geist sammelnd, er, dem Gott gleich (Indrajit)
samādideśa indrajitam sa roṣaḥ
befahl er dem Indrajit, zornerfüllt

tvam astravit śastravidām variṣṭhaḥ | sura asurāṇām api śoka dātā | sureṣu sa indreṣu ca dṛṣṭa karmā | pitāmaha ārādhana saṃcita astraḥ ||

'Du bist waffenkundig, der Beste der Waffenkundigen, ein Kummerbringer selbst für Götter und Asuras; unter den Göttern samt Indra sind deine Taten bekannt; deine Waffen hast du durch die Verehrung des Großvaters (Brahmā) erworben.'

Wort für Wort
tvam astravit śastravidām variṣṭhaḥ
du bist waffenkundig, der Beste der Waffenkundigen
sura asurāṇām api śoka dātā
ein Kummerbringer selbst für Götter und Asuras
sureṣu sa indreṣu ca dṛṣṭa karmā
unter den Göttern samt Indra sind deine Taten bekannt
pitāmaha ārādhana saṃcita astraḥ
deine Waffen durch Verehrung des Großvaters erworben

tava astra balam āsādya sa surāḥ sa marud gaṇāḥ | na śekuḥ samare sthātum sura īśvara samāśritāḥ ||

'Der Macht deiner Waffen begegnend, vermochten die Götter samt der Schar der Maruts, obwohl sie beim Herrn der Götter Zuflucht suchten, im Kampf nicht standzuhalten.'

Wort für Wort
tava astra balam āsādya
der Macht deiner Waffen begegnend
sa surāḥ sa marud gaṇāḥ
die Götter samt der Schar der Maruts
na śekuḥ samare sthātum
vermochten im Kampf nicht standzuhalten
sura īśvara samāśritāḥ
obwohl sie beim Herrn der Götter Zuflucht suchten

na kaścit triṣu lokeṣu samyuge na gata śramaḥ | bhuja vīrya abhiguptaḥ ca tapasā ca abhirakṣitaḥ | deśa kāla vibhāga jñaḥ tvam eva mati sattamaḥ ||

'Keiner in den drei Welten bleibt im Kampf gegen dich unerschöpft; du bist durch die Kraft deiner eigenen Arme geschützt und durch Askese bewahrt; du allein, der Beste an Weisheit, kennst die rechte Unterscheidung von Ort und Zeit.'

Wort für Wort
na kaścit triṣu lokeṣu samyuge na gata śramaḥ
keiner in den drei Welten bleibt im Kampf unerschöpft
bhuja vīrya abhiguptaḥ ca
durch die Kraft der Arme geschützt
tapasā ca abhirakṣitaḥ
und durch Askese bewahrt
deśa kāla vibhāga jñaḥ tvam eva mati sattamaḥ
du allein, der Beste an Weisheit, kennst Ort und Zeit

na te asti aśakyam samareṣu karmaṇā | na te asti akāryam mati pūrva mantraṇe | na saḥ asti kaścit triṣu samgraheṣu vai | na veda yaḥ te astra balam balam ca te ||

'Nichts ist dir unmöglich zu tun im Kampf; nichts ist dir unerreichbar, wenn du mit Weisheit vorausberatschlagst; keiner in den drei Welten gibt es, der deine Waffenmacht und deine Kraft nicht kennte.'

Wort für Wort
na te asti aśakyam samareṣu karmaṇā
nichts ist dir unmöglich zu tun im Kampf
na te asti akāryam mati pūrva mantraṇe
nichts ist dir unerreichbar bei weiser Vorberatung
na saḥ asti kaścit triṣu samgraheṣu vai
keiner gibt es fürwahr in den drei Bereichen
na veda yaḥ te astra balam balam ca te
der deine Waffenmacht und deine Kraft nicht kennte

mama anurūpam tapasaḥ balam ca te | parākramaḥ ca astra balam ca samyuge | na tvām samāsādya raṇa avamarde | manaḥ śramam gacchati niścita artham ||

'Deine aus Askese geborene Kraft, deine Tapferkeit und deine Waffenmacht im Kampf ziemen mir wohl; wenn ich dich in der Zermalmung der Schlacht bedenke, gerät mein Geist, sobald entschlossen, in keine Bedrängnis.'

Wort für Wort
mama anurūpam tapasaḥ balam ca te
deine aus Askese geborene Kraft ziemt mir
parākramaḥ ca astra balam ca samyuge
deine Tapferkeit und Waffenmacht im Kampf
na tvām samāsādya raṇa avamarde
dich in der Zermalmung der Schlacht bedenkend, nicht
manaḥ śramam gacchati niścita artham
gerät mein Geist, sobald entschlossen, in Bedrängnis

nihatāḥ kimkarāḥ sarve jambumālī ca rākṣasaḥ | amātya putrāḥ vīrāḥ ca panca senā agra yāyinaḥ | balāni su samṛddhāni sa aśva nāga rathāni ca ||

'Erschlagen sind alle Kiṃkaras, und der Rākṣasa Jambumālī; die tapferen Söhne der Minister, fünf Heerführer, und die wohlausgestatteten Truppen mit Pferden, Elefanten und Wagen.'

Wort für Wort
nihatāḥ kimkarāḥ sarve jambumālī ca rākṣasaḥ
erschlagen alle Kiṃkaras und der Rākṣasa Jambumālī
amātya putrāḥ vīrāḥ ca panca senā agra yāyinaḥ
die tapferen Ministersöhne, fünf Heerführer
balāni su samṛddhāni sa aśva nāga rathāni ca
die wohlausgestatteten Truppen mit Pferden, Elefanten, Wagen

saha udaraḥ te dayitaḥ kumāraḥ akṣaḥ ca sūditaḥ | na hi teṣu eva me sāraḥ yaḥ tvayi ari niṣūdana ||

'Dein leiblicher, geliebter Bruder, der Prinz Akṣa, wurde getötet; nicht in ihnen liegt meine wahre Kraft, sondern in dir, o Feindebezwinger.'

Wort für Wort
saha udaraḥ te dayitaḥ kumāraḥ akṣaḥ ca sūditaḥ
dein leiblicher geliebter Bruder, der Prinz Akṣa, wurde getötet
na hi teṣu eva me sāraḥ
nicht in ihnen liegt meine wahre Kraft
yaḥ tvayi ari niṣūdana
sondern in dir, o Feindebezwinger

idam hi dṛṣṭvā matiman mahat balam | kapeḥ prabhāvam ca parākramam ca | tvam ātmanaḥ ca api samīkṣya sāram | kuruṣva vegam sva bala anurūpam ||

'Da du dies gesehen hast, o Weiser, die gewaltige Kraft, die Macht und Tapferkeit des Affen, und auch deine eigene Stärke bedacht hast, entfalte eine deiner Kraft angemessene Wucht.'

Wort für Wort
idam hi dṛṣṭvā matiman mahat balam
dies gesehen habend, o Weiser, die gewaltige Kraft
kapeḥ prabhāvam ca parākramam ca
die Macht und Tapferkeit des Affen
tvam ātmanaḥ ca api samīkṣya sāram
und auch deine eigene Stärke bedacht
kuruṣva vegam sva bala anurūpam
entfalte eine deiner Kraft angemessene Wucht

bala avamardaḥ tvayi samnikṛṣṭe | yathā gate śāmyati śānta śatrau | tathā samīkṣya ātma balam param ca | samārabhasva astravidām variṣṭha ||

'Damit die Zermalmung der Kräfte, wenn du nahe bist, so vonstattengeht, dass mit deinem Weggehen der Feind besänftigt und still wird – so, deine eigene und die fremde Kraft bedenkend, beginne dein Werk, o Bester der Waffenkundigen.'

Wort für Wort
bala avamardaḥ tvayi samnikṛṣṭe
die Zermalmung der Kräfte, wenn du nahe bist
yathā gate śāmyati śānta śatrau
damit mit deinem Weggehen der Feind besänftigt und still wird
tathā samīkṣya ātma balam param ca
so, eigene und fremde Kraft bedenkend
samārabhasva astravidām variṣṭha
beginne dein Werk, o Bester der Waffenkundigen

na vīra senā gaṇāḥ śobhante | na vajram ādāya viśāla sāram | na mārutasya asya gateḥ pramāṇam | na ca agni kalpaḥ karaṇena hantum ||

'Nicht Scharen von Heldenheeren können dir gleichkommen; nicht der Vajra, selbst mit seiner gewaltigen Kraft ergriffen; nicht das Maß der Geschwindigkeit des Windes selbst; und nicht einer, dem Feuer gleich, vermag dich mit gewöhnlichen Mitteln zu bezwingen.'

Wort für Wort
na vīra senā gaṇāḥ śobhante
nicht Scharen von Heldenheeren gleichen dir
na vajram ādāya viśāla sāram
nicht der Vajra, ergriffen mit gewaltiger Kraft
na mārutasya asya gateḥ pramāṇam
nicht das Maß der Geschwindigkeit des Windes
na ca agni kalpaḥ karaṇena hantum
und nicht der dem Feuer Gleiche vermag mit Mitteln zu bezwingen

tam evam artham prasamīkṣya samyak | sva karma sāmyāt hi samāhita ātmā | smaran ca divyam dhanuṣaḥ astra vīryam | vraja akṣatam karma samārabhasva ||

'Diesen Sachverhalt so recht bedenkend, mit gesammeltem Geist durch die Übereinstimmung mit deinem eigenen Werk, und die göttliche Kraft deines Bogens und deiner Waffen erinnernd – gehe, und beginne dein Werk unversehrt.'

Wort für Wort
tam evam artham prasamīkṣya samyak
diesen Sachverhalt so recht bedenkend
sva karma sāmyāt hi samāhita ātmā
mit gesammeltem Geist durch Übereinstimmung mit eigenem Werk
smaran ca divyam dhanuṣaḥ astra vīryam
und die göttliche Kraft von Bogen und Waffen erinnernd
vraja akṣatam karma samārabhasva
gehe, beginne dein Werk unversehrt

na khalu iyam matiḥ śreṣṭhā yat tvām sampreṣayāmi aham | iyam ca rāja dharmāṇām kṣatriyasya matiḥ matā ||

'Es ist wahrlich nicht der beste Entschluss, dass ich dich aussende; doch dies gilt als der einem Kṣatriya geziemende Entschluss unter den Pflichten der Könige.'

Wort für Wort
na khalu iyam matiḥ śreṣṭhā
es ist wahrlich nicht der beste Entschluss
yat tvām sampreṣayāmi aham
dass ich dich aussende
iyam ca rāja dharmāṇām
doch dies unter den Pflichten der Könige
kṣatriyasya matiḥ matā
gilt als der einem Kṣatriya geziemende Entschluss

nānā śastreṣu samgrāme vaiśāradyam ari ṃdam | avaśyam eva boddhavyam kāmyaḥ ca vijayo raṇe ||

'Die Gewandtheit in mancherlei Waffen im Kampf, o Feindebezwinger, muss gewiss erprobt werden; und der Sieg im Krieg ist erstrebenswert.'

Wort für Wort
nānā śastreṣu samgrāme vaiśāradyam ari ṃdam
die Gewandtheit in mancherlei Waffen im Kampf, o Feindebezwinger
avaśyam eva boddhavyam
muss gewiss erprobt werden
kāmyaḥ ca vijayo raṇe
und der Sieg im Krieg ist erstrebenswert

tataḥ pituḥ tat vacanam niśamya | pradakṣiṇam rakṣaḥ suta prabhāvaḥ | cakāra bhartāram adīna sattvaḥ | raṇāya vīraḥ pratipanna buddhiḥ ||

Nachdem er das Wort seines Vaters gehört hatte, umschritt der Sohn des Rākṣasa, von unerschrockenem Gemüt, seinen Herrn respektvoll, der Held, dessen Geist zum Kampf entschlossen war.

Wort für Wort
tataḥ pituḥ tat vacanam niśamya
nachdem er das Wort seines Vaters gehört hatte
pradakṣiṇam rakṣaḥ suta prabhāvaḥ
umschritt der Sohn des Rākṣasa respektvoll
cakāra bhartāram adīna sattvaḥ
tat es dem Herrn, von unerschrockenem Gemüt
raṇāya vīraḥ pratipanna buddhiḥ
der Held, dessen Geist zum Kampf entschlossen war

tataḥ saiḥ sva gaṇaiḥ iṣṭaiḥ indrajit pratipūjitaḥ | yuddha uddhataḥ kṛta utsāhaḥ samgrāmam pratyapadyata ||

Da, von seinen geliebten eigenen Scharen geehrt, begab sich Indrajit, zum Kampf erhoben, voll Eifer, in die Schlacht.

Wort für Wort
tataḥ saiḥ sva gaṇaiḥ iṣṭaiḥ indrajit pratipūjitaḥ
da, von seinen geliebten eigenen Scharen geehrt, Indrajit
yuddha uddhataḥ kṛta utsāhaḥ
zum Kampf erhoben, voll Eifer
samgrāmam pratyapadyata
begab sich in die Schlacht

śrīmān padma palāśa akṣaḥ rākṣasa adhipateḥ sutaḥ | nirjagāma mahātejāḥ samudra iva parvasu ||

Der glanzvolle, mit Augen wie Lotosblätter, der Sohn des Rākṣasa-Herrschers, von großem Glanz, zog aus, wie das Meer bei Vollmond.

Wort für Wort
śrīmān padma palāśa akṣaḥ
der glanzvolle, mit Augen wie Lotosblätter
rākṣasa adhipateḥ sutaḥ
der Sohn des Rākṣasa-Herrschers
nirjagāma mahātejāḥ
zog aus, von großem Glanz
samudra iva parvasu
wie das Meer bei Vollmond

sa pakṣi rāja upama tulya vegaiḥ | vyālaiḥ caturbhiḥ sita tīkṣṇa damṣṭraiḥ | ratham samāyuktam asamga vegam | samāruroha indrajit indra kalpaḥ ||

Er, Indrajit, Indra gleich, bestieg den Wagen, bespannt mit vier wilden Tieren von der Geschwindigkeit des Vogelkönigs (Garuḍa) gleich, mit weißen, scharfen Reißzähnen, von ungehindertem Lauf.

Wort für Wort
sa pakṣi rāja upama tulya vegaiḥ
mit dem Vogelkönig an Geschwindigkeit vergleichbar
vyālaiḥ caturbhiḥ sita tīkṣṇa damṣṭraiḥ
mit vier wilden Tieren, weiß, mit scharfen Reißzähnen
ratham samāyuktam asamga vegam
den Wagen, bespannt, von ungehindertem Lauf
samāruroha indrajit indra kalpaḥ
bestieg Indrajit, Indra gleich

sa rathī dhanvinām śreṣṭhaḥ śastra jñaḥ astravidām varaḥ | rathena abhiyayau kṣipram hanumān yatra saḥ abhavat ||

Er, der Wagenlenker, der Beste der Bogenschützen, waffenkundig, der Vorzüglichste der Waffenkundigen, fuhr eilends mit dem Wagen dorthin, wo Hanumān war.

Wort für Wort
sa rathī dhanvinām śreṣṭhaḥ
er, der Wagenlenker, der Beste der Bogenschützen
śastra jñaḥ astravidām varaḥ
waffenkundig, der Vorzüglichste der Waffenkundigen
rathena abhiyayau kṣipram
fuhr eilends mit dem Wagen
hanumān yatra saḥ abhavat
dorthin, wo Hanumān war

sa tasya ratha nirghoṣam jyā svanam kārmukasya ca | niśamya hari vīraḥ asau samprahṛṣṭataraḥ abhavat ||

Als er das Dröhnen seines Wagens und das Schwirren der Bogensehne hörte, wurde jener Held der Affen noch freudiger erregt.

Wort für Wort
sa tasya ratha nirghoṣam
das Dröhnen seines Wagens
jyā svanam kārmukasya ca
und das Schwirren der Bogensehne
niśamya hari vīraḥ asau
hörend, jener Held der Affen
samprahṛṣṭataraḥ abhavat
wurde noch freudiger erregt

su mahat cāpam ādāya śita śalyān ca sāyakān | hanumantam abhipretya jagāma raṇa paṇḍitaḥ ||

Seinen sehr großen Bogen und scharf gespitzte Pfeile ergreifend, ging der im Kampf Erfahrene, auf Hanumān zielend, vorwärts.

Wort für Wort
su mahat cāpam ādāya
seinen sehr großen Bogen ergreifend
śita śalyān ca sāyakān
und scharf gespitzte Pfeile
hanumantam abhipretya
auf Hanumān zielend
jagāma raṇa paṇḍitaḥ
ging der im Kampf Erfahrene vorwärts

tasmin tataḥ samyati jāta harṣe | raṇāya nirgacchati cāpa pāṇau | diśaḥ ca sarvāḥ kaluṣā babhūvuḥ | mṛgāḥ ca raudrā bahudhā vineduḥ ||

Als er, von Kampfesfreude erfüllt, mit dem Bogen in der Hand zum Kampf hinauszog, wurden alle Himmelsrichtungen trübe, und die wilden Tiere schrien auf mancherlei Weise furchtbar.

Wort für Wort
tasmin tataḥ samyati jāta harṣe
als er da, von Kampfesfreude erfüllt
raṇāya nirgacchati cāpa pāṇau
zum Kampf hinauszog, den Bogen in der Hand
diśaḥ ca sarvāḥ kaluṣā babhūvuḥ
wurden alle Himmelsrichtungen trübe
mṛgāḥ ca raudrā bahudhā vineduḥ
und die wilden Tiere schrien auf mancherlei Weise furchtbar

samāgatāḥ tatra tu nāga yakṣāḥ | maharṣayaḥ cakra carāḥ ca siddhāḥ | nabhaḥ samāvṛtya ca pakṣi samghāḥ | vineduḥ uccaiḥ parama prahṛṣṭāḥ ||

Dort versammelten sich Nāgas und Yakṣas, große Seher, die auf der Himmelsbahn Wandelnden und Siddhas; und Vogelscharen, den Himmel verhüllend, schrien laut auf, überaus erfreut.

Wort für Wort
samāgatāḥ tatra tu nāga yakṣāḥ
dort versammelten sich Nāgas und Yakṣas
maharṣayaḥ cakra carāḥ ca siddhāḥ
große Seher, Himmelsbahn-Wandelnde und Siddhas
nabhaḥ samāvṛtya ca pakṣi samghāḥ
und Vogelscharen, den Himmel verhüllend
vineduḥ uccaiḥ parama prahṛṣṭāḥ
schrien laut auf, überaus erfreut

āyāntam saratham dṛṣṭvā tūrṇam indrajitam kapiḥ | vinanāda mahānādam vyavardhata ca vegavān ||

Als der Affe Indrajit rasch mit seinem Wagen herankommen sah, stieß er ein gewaltiges Gebrüll aus und wuchs, voller Geschwindigkeit, noch weiter.

Wort für Wort
āyāntam saratham dṛṣṭvā
als er ihn mit dem Wagen herankommen sah
tūrṇam indrajitam kapiḥ
rasch, Indrajit, der Affe
vinanāda mahānādam
stieß ein gewaltiges Gebrüll aus
vyavardhata ca vegavān
und wuchs, voller Geschwindigkeit

indrajit tu ratham divyam āsthitaḥ citra kārmukaḥ | dhanuḥ viṣphārayāmāsa taḍit ūrjita nissvanam ||

Indrajit aber, auf seinem göttlichen Wagen stehend, mit seinem wunderbaren Bogen, spannte den Bogen mit einem Klang, gewaltig wie der Blitz.

Wort für Wort
indrajit tu ratham divyam āsthitaḥ
Indrajit aber, auf seinem göttlichen Wagen stehend
citra kārmukaḥ
mit wunderbarem Bogen
dhanuḥ viṣphārayāmāsa
spannte den Bogen
taḍit ūrjita nissvanam
mit einem Klang, gewaltig wie der Blitz

tataḥ sametau ati tīkṣṇa vegau | mahābalau tau raṇa nirviśaṅkau | kapiḥ ca rakṣaḥ adhipateḥ tanūjaḥ | sura asura indrau iva baddha vairau ||

Da trafen sie zusammen, von überaus scharfer Geschwindigkeit, jene beiden Gewaltigen, im Kampf furchtlos – der Affe und der Sohn des Rākṣasa-Herrschers – wie der Herrscher der Götter und der Herrscher der Asuras, in Feindschaft verbunden.

Wort für Wort
tataḥ sametau ati tīkṣṇa vegau
da trafen sie zusammen, von überaus scharfer Geschwindigkeit
mahābalau tau raṇa nirviśaṅkau
jene beiden Gewaltigen, im Kampf furchtlos
kapiḥ ca rakṣaḥ adhipateḥ tanūjaḥ
der Affe und der Sohn des Rākṣasa-Herrschers
sura asura indrau iva baddha vairau
wie der Herrscher der Götter und der Asuras, in Feindschaft verbunden

sa tasya vīrasya mahāratahasya | dhanuṣmataḥ samyati sammatasya | śara pravegam vyahanat pravṛddhaḥ | cacāra mārge pituḥ aprameyaḥ ||

Er, gewachsen, der Unermessliche, wehrte den heftigen Ansturm der Pfeile jenes tapferen, im Kampf geachteten, bogenbewehrten großen Wagenkämpfers ab und zog auf dem Pfade seines Vaters (des Windes) dahin.

Wort für Wort
sa tasya vīrasya mahāratahasya
er, jenes tapferen, großen Wagenkämpfers
dhanuṣmataḥ samyati sammatasya
bogenbewehrt, im Kampf geachtet
śara pravegam vyahanat pravṛddhaḥ
wehrte den heftigen Ansturm der Pfeile ab, gewachsen
cacāra mārge pituḥ aprameyaḥ
zog auf dem Pfade seines Vaters dahin, der Unermessliche

tataḥ śarān āyata tīkṣṇa śalyān | su patriṇaḥ kāñcana citra puṅkhān | mumoca vīraḥ para vīra hantā | gambhīra nādān vajra nipāta vegān ||

Da entließ der Held, der Töter feindlicher Helden, lange, scharfspitzige Pfeile, wohlbefiedert, mit bunten goldenen Kerben, mit tiefem Klang, von der Wucht eines niederfahrenden Donnerkeils.

Wort für Wort
tataḥ śarān āyata tīkṣṇa śalyān
da lange, scharfspitzige Pfeile
su patriṇaḥ kāñcana citra puṅkhān
wohlbefiedert, mit bunten goldenen Kerben
mumoca vīraḥ para vīra hantā
entließ der Held, der Töter feindlicher Helden
gambhīra nādān vajra nipāta vegān
mit tiefem Klang, von der Wucht eines niederfahrenden Donnerkeils

tataḥ sa tat syandana niḥsvanam ca | mṛdaṅga bherī paṭaha svanam ca | vikṛṣyamāṇasya ca kārmukasya | niśamya ghoṣam punaḥ utpapāta ||

Da, das Rasseln jenes Wagens und den Klang von Trommeln, Pauken und Kriegstrommeln, und das Geräusch des erneut gespannten Bogens vernehmend, sprang er wieder auf.

Wort für Wort
tataḥ sa tat syandana niḥsvanam ca
da, das Rasseln jenes Wagens
mṛdaṅga bherī paṭaha svanam ca
und den Klang von Trommeln, Pauken, Kriegstrommeln
vikṛṣyamāṇasya ca kārmukasya
und des erneut gespannten Bogens
niśamya ghoṣam punaḥ utpapāta
das Geräusch vernehmend, sprang er wieder auf

śarāṇām antareṣu āśu vyavartata mahākapiḥ | hariḥ tasya abhilakṣyasya moghayan lakṣya samgraham ||

Zwischen den Pfeilen wandte sich der große Affe rasch hin und her, das Zielerfassen dessen, der ihn ins Visier nahm, zunichtemachend.

Wort für Wort
śarāṇām antareṣu āśu vyavartata mahākapiḥ
zwischen den Pfeilen wandte sich der große Affe rasch
hariḥ tasya abhilakṣyasya
der Affe, dessen, der ihn ins Visier nahm
moghayan lakṣya samgraham
das Zielerfassen zunichtemachend

śarāṇām agrataḥ tasya punaḥ samabhivartata | prasārya hastau hanumān utpapāta anila ātmajaḥ ||

Vor die Pfeilspitzen jenes trat er wieder; die Hände ausstreckend, sprang Hanumān, der Sohn des Windgottes, empor.

Wort für Wort
śarāṇām agrataḥ tasya punaḥ samabhivartata
vor die Pfeilspitzen jenes trat er wieder
prasārya hastau hanumān
die Hände ausstreckend, Hanumān
utpapāta anila ātmajaḥ
sprang der Sohn des Windgottes empor

tau ubhau vega sampannau raṇa karma viśāradau | sarva bhūta manaḥ grāhi cakratuḥ yuddham uttamam ||

Jene beiden, von Geschwindigkeit erfüllt, kampfeserfahren, führten einen erhabenen Kampf, der die Herzen aller Wesen fesselte.

Wort für Wort
tau ubhau vega sampannau
jene beiden, von Geschwindigkeit erfüllt
raṇa karma viśāradau
kampfeserfahren
sarva bhūta manaḥ grāhi
der die Herzen aller Wesen fesselte
cakratuḥ yuddham uttamam
führten einen erhabenen Kampf

hanumataḥ veda na rākṣasaḥ antaram | na mārutiḥ tasya mahātmanaḥ antaram | parasparam nirviṣahau babhūvatuḥ | sametau tau deva samāna vikramau ||

Der Rākṣasa kannte Hanumāns Schwachstelle nicht, noch kannte der Sohn des Windgottes die Schwachstelle jenes Hochgesinnten; einander unüberwindlich, blieben jene beiden, gottgleich an Kraft, im Gefecht vereint.

Wort für Wort
hanumataḥ veda na rākṣasaḥ antaram
der Rākṣasa kannte Hanumāns Schwachstelle nicht
na mārutiḥ tasya mahātmanaḥ antaram
noch kannte der Sohn des Windgottes dessen Schwachstelle
parasparam nirviṣahau babhūvatuḥ
einander unüberwindlich blieben sie
sametau tau deva samāna vikramau
jene beiden vereint, gottgleich an Kraft

tataḥ tu lakṣye sa vihanyamāne | śareṣv amogheṣu ca saṃpatatsu | jagāma cintām mahatīm mahātmā | samādhi samyoga samāhita ātmā ||

Da, als das Ziel nicht getroffen wurde und die unfehlbaren Pfeile vergeblich niedergingen, verfiel der Hochgesinnte in tiefes Nachdenken, seinen Geist durch versenkte Sammlung gefestigt.

Wort für Wort
tataḥ tu lakṣye sa vihanyamāne
da, als das Ziel nicht getroffen wurde
śareṣv amogheṣu ca saṃpatatsu
und die unfehlbaren Pfeile vergeblich niedergingen
jagāma cintām mahatīm mahātmā
verfiel der Hochgesinnte in tiefes Nachdenken
samādhi samyoga samāhita ātmā
seinen Geist durch versenkte Sammlung gefestigt

tataḥ matim rākṣasa rāja sūnuḥ | cakāra tasmin hari vīra mukhye | avadhyatām tasya kapeḥ samīkṣya | katham nigacchet iti nigraha artham ||

Da fasste der Sohn des Rākṣasa-Königs einen Entschluss gegenüber jenem Ersten der Affenhelden, dessen Unbezwingbarkeit erkennend, wie er ihn wohl bändigen könnte, um ihn zu unterwerfen.

Wort für Wort
tataḥ matim rākṣasa rāja sūnuḥ
da fasste der Sohn des Rākṣasa-Königs einen Entschluss
cakāra tasmin hari vīra mukhye
gegenüber jenem Ersten der Affenhelden
avadhyatām tasya kapeḥ samīkṣya
dessen Unbezwingbarkeit erkennend
katham nigacchet iti nigraha artham
wie er ihn bändigen könnte, um ihn zu unterwerfen

tataḥ paitāmaham vīraḥ saḥ astram astravidām varaḥ | saṃdadhe su mahā tejāḥ tam hari pravaram prati ||

Da legte jener Held, der Vorzüglichste der Waffenkundigen, von überaus großem Glanz, das Geschoss des Großvaters gegen jenen besten der Affen an.

Wort für Wort
tataḥ paitāmaham vīraḥ saḥ astram
da jener Held das Geschoss des Großvaters
astravidām varaḥ
der Vorzüglichste der Waffenkundigen
saṃdadhe su mahā tejāḥ
legte an, von überaus großem Glanz
tam hari pravaram prati
gegen jenen besten der Affen

avadhyaḥ ayam iti jñātvā tam astreṇa astra tattvavit | nijagrāha mahābāhuḥ māruta ātmajam indrajit ||

Da er erkannte: 'Dieser ist unbezwingbar', band Indrajit, der Starkarmige, kundig des wahren Wesens der Waffen, den Sohn des Windgottes mit jenem Geschoss.

Wort für Wort
avadhyaḥ ayam iti jñātvā
da er erkannte: dieser ist unbezwingbar
tam astreṇa astra tattvavit
ihn mit jenem Geschoss, kundig des wahren Wesens der Waffen
nijagrāha mahābāhuḥ
band, der Starkarmige
māruta ātmajam indrajit
den Sohn des Windgottes, Indrajit

tena baddhaḥ tataḥ astreṇa rākṣasena sa vānaraḥ | abhavat nirviceṣṭaḥ ca papāta sa mahītale ||

Von jenem Geschoss des Rākṣasa gebunden, wurde der Affe regungslos und fiel zu Boden.

Wort für Wort
tena baddhaḥ tataḥ astreṇa rākṣasena
von jenem Geschoss des Rākṣasa gebunden
sa vānaraḥ abhavat nirviceṣṭaḥ ca
wurde der Affe regungslos
papāta sa mahītale
und fiel zu Boden

tataḥ atha buddhvā sa tat astra bandham | prabhoḥ prabhāvāt vigata ātma vegaḥ | pitāmaha anugraham ātmanaḥ ca | vicintayāmāsa hari pravīraḥ ||

Da, jene Fesselung durch das Geschoss erkennend, seiner eigenen Kraft durch die Macht des Herrn dieses Geschosses beraubt, gedachte der beste Held der Affen der ihm gewährten Gunst des Großvaters.

Wort für Wort
tataḥ atha buddhvā sa tat astra bandham
da, jene Fesselung durch das Geschoss erkennend
prabhoḥ prabhāvāt vigata ātma vegaḥ
seiner eigenen Kraft durch die Macht des Herrn beraubt
pitāmaha anugraham ātmanaḥ ca
der ihm gewährten Gunst des Großvaters
vicintayāmāsa hari pravīraḥ
gedachte der beste Held der Affen

tataḥ svāyambhuvaiḥ mantraiḥ brahma astram abhimantritam | hanumān cintayāmāsa vara dānam pitāmahāt ||

Da gedachte Hanumān des Geschenks des Großvaters, dass das mit den Sprüchen des Selbstentstandenen beschworene Brahmā-Geschoss ihn nur einmal binden könne.

Wort für Wort
tataḥ svāyambhuvaiḥ mantraiḥ
da mit den Sprüchen des Selbstentstandenen
brahma astram abhimantritam
das Brahmā-Geschoss beschworen
hanumān cintayāmāsa
Hanumān gedachte
vara dānam pitāmahāt
des Geschenks des Großvaters

na me astra bandhasya ca śaktiḥ asti | vimokṣaṇe loka guroḥ prabhāvāt | iti eva matvā vihitaḥ astra bandhaḥ | mayā ātma yoneḥ anuvartitavyaḥ ||

'Ich habe keine Macht, mich aus der Fesselung des Geschosses zu befreien, durch die Kraft des Lehrers der Welt' – so denkend, muss ich die vom Selbstentstandenen verfügte Fesselung befolgen.

Wort für Wort
na me astra bandhasya ca śaktiḥ asti
ich habe keine Macht, aus der Fesselung des Geschosses
vimokṣaṇe loka guroḥ prabhāvāt
mich zu befreien, durch die Kraft des Lehrers der Welt
iti eva matvā vihitaḥ astra bandhaḥ
so denkend, die verfügte Fesselung des Geschosses
mayā ātma yoneḥ anuvartitavyaḥ
muss von mir, die des Selbstentstandenen, befolgt werden

sa vīryam astrasya kapiḥ vicārya | pitāmaha anugraham ātmanaḥ ca | vimokṣa śaktim paricintayitvā | pitāmaha ājñām anuvartate sma ||

Der Affe, die Kraft des Geschosses bedenkend und die ihm gewährte Gunst des Großvaters, und die Möglichkeit der Befreiung erwägend, fügte sich dem Gebot des Großvaters.

Wort für Wort
sa vīryam astrasya kapiḥ vicārya
der Affe, die Kraft des Geschosses bedenkend
pitāmaha anugraham ātmanaḥ ca
und die ihm gewährte Gunst des Großvaters
vimokṣa śaktim paricintayitvā
die Möglichkeit der Befreiung erwägend
pitāmaha ājñām anuvartate sma
fügte er sich dem Gebot des Großvaters

astreṇa api hi baddhasya bhayam mama na jāyate | pitāmaha mahā indrābhyām rakṣitasya anilena ca ||

'Selbst als von diesem Geschoss Gebundener entsteht in mir keine Furcht, da ich vom Großvater, von großem Indra und vom Wind beschützt werde.'

Wort für Wort
astreṇa api hi baddhasya
selbst als von diesem Geschoss Gebundener
bhayam mama na jāyate
entsteht in mir keine Furcht
pitāmaha mahā indrābhyām
vom Großvater und großem Indra
rakṣitasya anilena ca
und vom Wind beschützt

grahaṇe ca api rakṣobhiḥ mahat me guṇa darśanam | rākṣasa indreṇa samvādaḥ tasmāt gṛhṇantu mām pare ||

'Auch im Ergriffenwerden durch die Rākṣasas liegt ein großer Vorteil für mich, nämlich eine Begegnung mit dem Herrscher der Rākṣasas; darum mögen die Feinde mich ergreifen.'

Wort für Wort
grahaṇe ca api rakṣobhiḥ
auch im Ergriffenwerden durch die Rākṣasas
mahat me guṇa darśanam
liegt ein großer Vorteil für mich
rākṣasa indreṇa samvādaḥ
eine Begegnung mit dem Herrscher der Rākṣasas
tasmāt gṛhṇantu mām pare
darum mögen mich die Feinde ergreifen

sa niścita arthaḥ para vīra hantā | samīkṣya kārī vinivṛtta ceṣṭaḥ | paraiḥ prasahya abhigataiḥ nigṛhya | nanāda taiḥ taiḥ paribhartsyamānaḥ ||

Er, der Töter feindlicher Helden, in seinem Entschluss gefestigt, handelnd nach reiflicher Überlegung, sein Sträuben einstellend, ließ sich von den Feinden, die gewaltsam herankamen, ergreifen, und brüllte auf, während er von ihnen bedroht wurde.

Wort für Wort
sa niścita arthaḥ para vīra hantā
er, der Töter feindlicher Helden, in seinem Entschluss gefestigt
samīkṣya kārī vinivṛtta ceṣṭaḥ
handelnd nach Überlegung, sein Sträuben einstellend
paraiḥ prasahya abhigataiḥ nigṛhya
von den Feinden, die gewaltsam herankamen, ergriffen
nanāda taiḥ taiḥ paribhartsyamānaḥ
brüllte auf, während er von ihnen bedroht wurde

tataḥ tam rākṣasāḥ dṛṣṭvā nirviceṣṭam ari ṃdamam | babandhuḥ śaṇa valkaiḥ ca druma cīraiḥ ca samhataiḥ ||

Da banden die Rākṣasas jenen regungslosen Feindebezwinger mit Hanfstricken und dicht verwobenen Streifen von Baumrinde.

Wort für Wort
tataḥ tam rākṣasāḥ dṛṣṭvā nirviceṣṭam ari ṃdamam
da jenen regungslosen Feindebezwinger sehend, die Rākṣasas
babandhuḥ śaṇa valkaiḥ ca
banden ihn mit Hanfstricken
druma cīraiḥ ca samhataiḥ
und dicht verwobenen Streifen von Baumrinde

sa rocayāmāsa paraiḥ ca bandhanam | dṛśya vīraiḥ abhinigraham ca | kautūhalāt mām yadi rākṣasa indraḥ | draṣṭum vyavasyet iti niścita arthaḥ ||

Er, in seinem Entschluss gefestigt, hieß die Fesselung durch die Feinde und seine Ergreifung durch die Helden gut, in dem Gedanken: 'Vielleicht wird der Herrscher der Rākṣasas aus Neugier beschließen, mich zu sehen.'

Wort für Wort
sa rocayāmāsa paraiḥ ca bandhanam
er hieß die Fesselung durch die Feinde gut
dṛśya vīraiḥ abhinigraham ca
und seine Ergreifung durch die Helden
kautūhalāt mām yadi rākṣasa indraḥ
in dem Gedanken: vielleicht wird der Herrscher der Rākṣasas mich
draṣṭum vyavasyet iti niścita arthaḥ
zu sehen beschließen, so, in seinem Entschluss gefestigt

sa baddhaḥ tena valkena vimuktaḥ astreṇa vīryavān | astra bandhaḥ sa ca anyam hi na bandham anuvartate ||

Er, gebunden durch jenen Bastfaden, wurde von dem Geschoss befreit, der Kraftvolle; denn die Fesselung durch das Geschoss besteht nicht zugleich mit einer anderen Fesselung.

Wort für Wort
sa baddhaḥ tena valkena
er, gebunden durch jenen Bastfaden
vimuktaḥ astreṇa vīryavān
wurde von dem Geschoss befreit, der Kraftvolle
astra bandhaḥ sa ca anyam hi
denn die Fesselung durch das Geschoss zusammen mit einer anderen
na bandham anuvartate
besteht nicht fort

atha indrajit tu druma cīra baddham | vicārya vīraḥ kapi sattamam tam | vimuktam astreṇa jagāma cintām | na anyena baddhaḥ hi anuvartate astram ||

Da bemerkte der Held Indrajit, dass jener beste der Affen, mit Baumrindenstreifen gebunden, vom Geschoss befreit war, und geriet in Nachdenken: 'Denn wer durch anderes gebunden ist, an dem wirkt das Geschoss nicht mehr fort.'

Wort für Wort
atha indrajit tu druma cīra baddham
da der Held Indrajit, mit Baumrindenstreifen gebunden
vicārya vīraḥ kapi sattamam tam
betrachtend jenen besten der Affen
vimuktam astreṇa jagāma cintām
vom Geschoss befreit, geriet in Nachdenken
na anyena baddhaḥ hi anuvartate astram
denn an dem durch anderes Gebundenen wirkt das Geschoss nicht fort

aho mahat karma kṛtam nirarthakam | na rākṣasaiḥ mantra gatiḥ vimṛṣṭā | punaḥ ca mantre vihate astram anyat | pravartate saṃśayitāḥ sma sarve ||

'Ach, eine große Tat wurde vergeblich vollbracht! Die Rākṣasas haben den Verlauf der Beratung nicht bedacht; und wenn die Beschwörung einmal versagt hat, wirkt kein anderes Geschoss mehr' – so gerieten wir alle in Zweifel.

Wort für Wort
aho mahat karma kṛtam nirarthakam
ach, eine große Tat wurde vergeblich vollbracht
na rākṣasaiḥ mantra gatiḥ vimṛṣṭā
die Rākṣasas haben den Verlauf der Beratung nicht bedacht
punaḥ ca mantre vihate astram anyat
und wenn die Beschwörung versagt hat, ein anderes Geschoss
pravartate saṃśayitāḥ sma sarve
wirkt nicht mehr; so gerieten wir alle in Zweifel

astreṇa hanumān muktaḥ na ātmānam avabudhyata | kṛṣyamāṇaḥ tu rakṣobhiḥ taiḥ ca bandhaiḥ nipīḍitaḥ ||

Hanumān, vom Geschoss befreit, gab sich nicht als solcher zu erkennen; von den Rākṣasas fortgeschleift und von jenen Fesseln bedrängt.

Wort für Wort
astreṇa hanumān muktaḥ
Hanumān, vom Geschoss befreit
na ātmānam avabudhyata
gab sich nicht als solcher zu erkennen
kṛṣyamāṇaḥ tu rakṣobhiḥ
von den Rākṣasas fortgeschleift
taiḥ ca bandhaiḥ nipīḍitaḥ
und von jenen Fesseln bedrängt

hanyamānaḥ tataḥ krūraiḥ rākṣasaiḥ kāṣṭha muṣṭibhiḥ | samīpe rākṣasa indrasya prākṛṣyata sa vānaraḥ ||

Von den grausamen Rākṣasas mit Stöcken und Fäusten geschlagen, wurde der Affe in die Nähe des Herrschers der Rākṣasas geschleift.

Wort für Wort
hanyamānaḥ tataḥ krūraiḥ rākṣasaiḥ
geschlagen da von den grausamen Rākṣasas
kāṣṭha muṣṭibhiḥ
mit Stöcken und Fäusten
samīpe rākṣasa indrasya prākṛṣyata sa vānaraḥ
wurde der Affe in die Nähe des Herrschers der Rākṣasas geschleift

atha indrajit tam prasamīkṣya muktam | astreṇa baddham druma cīra sūtraiḥ | vyadarśayat tatra mahābalam tam | hari pravīram sagaṇāya rājñe ||

Da, ihn betrachtend, vom Geschoss befreit, doch mit Baumrindenschnüren gebunden, präsentierte Indrajit dort jenen gewaltigen, besten Helden der Affen dem König samt dessen Gefolge.

Wort für Wort
atha indrajit tam prasamīkṣya muktam
da Indrajit ihn betrachtend, befreit
astreṇa baddham druma cīra sūtraiḥ
vom Geschoss, doch mit Baumrindenschnüren gebunden
vyadarśayat tatra mahābalam tam
präsentierte dort jenen gewaltigen
hari pravīram sagaṇāya rājñe
besten Helden der Affen dem König samt Gefolge

tam mattam iva mātaṅgam baddham kapi vara uttamam | rākṣasāḥ rākṣasa indrāya rāvaṇāya nyavedayan ||

Die Rākṣasas übergaben jenen, gebunden wie einen brünstigen Elefanten, den vortrefflichsten der Affen, Rāvaṇa, dem Herrscher der Rākṣasas.

Wort für Wort
tam mattam iva mātaṅgam baddham
jenen, gebunden wie einen brünstigen Elefanten
kapi vara uttamam
den vortrefflichsten der Affen
rākṣasāḥ rākṣasa indrāya rāvaṇāya nyavedayan
übergaben die Rākṣasas Rāvaṇa, dem Herrscher der Rākṣasas

kaḥ ayam kasya kutaḥ vā atra kim kāryam kaḥ vyapāśrayaḥ | iti rākṣasa vīrāṇām tatra samjajñire kathāḥ ||

'Wer ist dieser, wessen ist er, und woher kommt er hierher, was ist sein Auftrag, wer ist seine Zuflucht?' – solche Reden entstanden dort unter den Rākṣasa-Helden.

Wort für Wort
kaḥ ayam kasya kutaḥ vā atra
wer ist dieser, wessen, von woher hierher
kim kāryam kaḥ vyapāśrayaḥ
was ist sein Auftrag, wer ist seine Zuflucht
iti rākṣasa vīrāṇām tatra samjajñire kathāḥ
solche Reden entstanden dort unter den Rākṣasa-Helden

hanyatām dahyatām vā api bhakṣyatām iti ca apare | rākṣasāḥ tatra samkruddhāḥ parasparam atha abruvan ||

'Man erschlage ihn, man verbrenne ihn, oder man verspeise ihn!' – so sprachen die anderen zornentbrannten Rākṣasas dort miteinander.

Wort für Wort
hanyatām dahyatām vā api bhakṣyatām
man erschlage ihn, verbrenne ihn, oder verspeise ihn
iti ca apare rākṣasāḥ tatra samkruddhāḥ
so die anderen zornentbrannten Rākṣasas dort
parasparam atha abruvan
sprachen miteinander

atītya mārgam sahasā mahātmā | sa tatra rakṣaḥ adhipa pāda mūle | dadarśa rājñaḥ paricāra vṛddhān | gṛham mahā ratna vibhūṣitam ca ||

Rasch den Weg durchmessend, sah der Hochgesinnte dort zu Füßen des Rākṣasa-Herrschers die betagten Diener des Königs und den mit großen Juwelen geschmückten Palast.

Wort für Wort
atītya mārgam sahasā mahātmā
rasch den Weg durchmessend, der Hochgesinnte
sa tatra rakṣaḥ adhipa pāda mūle
dort zu Füßen des Rākṣasa-Herrschers
dadarśa rājñaḥ paricāra vṛddhān
sah die betagten Diener des Königs
gṛham mahā ratna vibhūṣitam ca
und den mit großen Juwelen geschmückten Palast

sa dadarśa mahātejāḥ rāvaṇaḥ kapi sattamam | rakṣobhiḥ vikṛta ākāraiḥ kṛṣyamāṇam itastataḥ ||

Der glanzvolle Rāvaṇa erblickte jenen besten der Affen, von den missgestalteten Rākṣasas hin und her geschleift.

Wort für Wort
sa dadarśa mahātejāḥ rāvaṇaḥ
der glanzvolle Rāvaṇa erblickte
kapi sattamam
jenen besten der Affen
rakṣobhiḥ vikṛta ākāraiḥ
von den missgestalteten Rākṣasas
kṛṣyamāṇam itastataḥ
hin und her geschleift

rākṣasa adhipatim ca api dadarśa kapi sattamaḥ | tejaḥ bala samāyuktam tapantam iva bhāskaram ||

Und auch der beste der Affen erblickte den Herrscher der Rākṣasas, ausgestattet mit Glanz und Kraft, wie die brennende Sonne.

Wort für Wort
rākṣasa adhipatim ca api dadarśa kapi sattamaḥ
und auch der beste der Affen erblickte den Herrscher der Rākṣasas
tejaḥ bala samāyuktam
ausgestattet mit Glanz und Kraft
tapantam iva bhāskaram
wie die brennende Sonne

sa roṣa samvartita tāmra dṛṣṭiḥ | daśānanaḥ tam kapim anvavekṣya | atha upaviṣṭān kula śīla vṛddhān | samādiśat tam prati mantri mukhyān ||

Er, der Zehnköpfige, dessen kupferroter Blick sich vor Zorn zusammenzog, jenen Affen betrachtend, befahl dann den dort sitzenden, an Herkunft und Charakter betagten obersten Ministern, ihn zu befragen.

Wort für Wort
sa roṣa samvartita tāmra dṛṣṭiḥ
er, dessen kupferroter Blick sich vor Zorn zusammenzog
daśānanaḥ tam kapim anvavekṣya
der Zehnköpfige, jenen Affen betrachtend
atha upaviṣṭān kula śīla vṛddhān
dann den dort sitzenden, an Herkunft und Charakter betagten
samādiśat tam prati mantri mukhyān
befahl er den obersten Ministern, ihn betreffend

yathā kramam taiḥ sa kapiḥ vipṛṣṭaḥ | kārya artham arthasya ca mūlam ādau | nivedayāmāsa hari īśvarasya | dūtaḥ sakāśāt aham āgataḥ asmi ||

Von ihnen der Reihe nach befragt, verkündete der Affe zuerst den Zweck seiner Sendung und den Grund der Angelegenheit: 'Ich bin als Bote von der Seite des Herrschers der Affen gekommen.'

Wort für Wort
yathā kramam taiḥ sa kapiḥ vipṛṣṭaḥ
von ihnen der Reihe nach befragt, der Affe
kārya artham arthasya ca mūlam ādau
zuerst den Zweck der Sendung und den Grund der Sache
nivedayāmāsa hari īśvarasya
verkündete er, des Herrschers der Affen
dūtaḥ sakāśāt aham āgataḥ asmi
als Bote bin ich von seiner Seite gekommen

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