Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa
Sarga 44: Jambumālī Vadhaḥ
Die Erschlagung Jambumālīs
saṃdiṣṭo rākṣasa indreṇa prahastasya suto balī |
jambu mālī mahādamṣṭro nirjagāma dhanuḥ dharaḥ ||
Vom Herrscher der Rākṣasas beauftragt, zog der kraftvolle Sohn Prahastas, Jambumālī, mit gewaltigen Reißzähnen, den Bogen tragend, aus.
Wort für Wort saṃdiṣṭo rākṣasa indreṇa vom Herrscher der Rākṣasas beauftragt prahastasya suto balī der kraftvolle Sohn Prahastas jambu mālī mahādamṣṭro Jambumālī, mit gewaltigen Reißzähnen nirjagāma dhanuḥ dharaḥ zog aus, den Bogen tragend rakta mālya ambara dharaḥ sragvī rucira kuṇḍalaḥ |
mahān vivṛtta nayanaḥ caṇḍaḥ samara durjayaḥ ||
Rote Kränze und Gewänder tragend, bekränzt, mit glänzenden Ohrringen, gewaltig, mit rollenden Augen, wild, im Kampf schwer zu besiegen.
Wort für Wort rakta mālya ambara dharaḥ rote Kränze und Gewänder tragend sragvī rucira kuṇḍalaḥ bekränzt, mit glänzenden Ohrringen mahān vivṛtta nayanaḥ gewaltig, mit rollenden Augen caṇḍaḥ samara durjayaḥ wild, im Kampf schwer zu besiegen dhanuḥ śakra dhanuḥ prakhyam mahat rucira sāyakam |
visphārayāṇo vegena vajra aśani sama svanam ||
Er spannte mit Wucht seinen Bogen, dem Regenbogen Indras gleich, gewaltig, mit glänzenden Pfeilen, dessen Klang dem Donnerkeil und Blitz glich.
Wort für Wort dhanuḥ śakra dhanuḥ prakhyam den Bogen, dem Regenbogen Indras gleich mahat rucira sāyakam gewaltig, mit glänzenden Pfeilen visphārayāṇo vegena mit Wucht spannend vajra aśani sama svanam dessen Klang dem Donnerkeil und Blitz glich tasya visphāra ghoṣeṇa dhanuṣo mahatā diśaḥ |
pradiśaḥ ca nabhaḥ caiva sahasā samapūryata ||
Durch den gewaltigen Schall seines gespannten Bogens wurden plötzlich die Himmelsrichtungen, die Zwischenrichtungen und der Himmel selbst erfüllt.
Wort für Wort tasya visphāra ghoṣeṇa dhanuṣo mahatā durch den gewaltigen Schall seines gespannten Bogens diśaḥ pradiśaḥ ca die Himmelsrichtungen und Zwischenrichtungen nabhaḥ caiva sahasā samapūryata und der Himmel selbst wurden plötzlich erfüllt rathena khara yuktena tam āgatam udīkṣya saḥ |
hanūmān vega sampanno jaharṣa ca nanāda ca ||
Als er ihn kommen sah, auf einem mit Eseln bespannten Wagen, freute sich Hanumān, von großer Geschwindigkeit, und brüllte auf.
Wort für Wort rathena khara yuktena auf einem mit Eseln bespannten Wagen tam āgatam udīkṣya saḥ als er ihn kommen sah hanūmān vega sampanno Hanumān, von großer Geschwindigkeit jaharṣa ca nanāda ca freute sich und brüllte auf tam toraṇa viṭankastham hanūmantam mahākapim |
jambu mālī mahābāhuḥ vivyādha niśitaiḥ śaraiḥ ||
Den auf dem Torbogengiebel stehenden Hanumān, den großen Affen, durchbohrte der starkarmige Jambumālī mit scharfen Pfeilen.
Wort für Wort tam toraṇa viṭankastham den auf dem Torbogengiebel stehenden hanūmantam mahākapim Hanumān, den großen Affen jambu mālī mahābāhuḥ der starkarmige Jambumālī vivyādha niśitaiḥ śaraiḥ durchbohrte mit scharfen Pfeilen ardha candreṇa vadane śirasi ekena karṇinā |
bāhvoḥ vivyādha nārācaiḥ daśabhiḥ tam kapi īśvaram ||
Mit einem Halbmondpfeil traf er das Gesicht, mit einem einzigen Widerhakenpfeil das Haupt; und mit zehn Eisenpfeilen durchbohrte er den Herrn der Affen an den Armen.
Wort für Wort ardha candreṇa vadane mit einem Halbmondpfeil das Gesicht śirasi ekena karṇinā mit einem einzigen Widerhakenpfeil das Haupt bāhvoḥ vivyādha nārācaiḥ daśabhiḥ durchbohrte die Arme mit zehn Eisenpfeilen tam kapi īśvaram jenen Herrn der Affen tasya tat śuśubhe tāmram śareṇa abhihatam mukham |
śaradi iva ambujam phullam viddham bhāskara raśminā ||
Sein vom Pfeil getroffenes, kupferrotes Gesicht erstrahlte wie eine im Herbst blühende Lotosblume, von einem Sonnenstrahl durchbohrt.
Wort für Wort tasya tat śuśubhe tāmram sein kupferrotes strahlte śareṇa abhihatam mukham vom Pfeil getroffenes Gesicht śaradi iva ambujam phullam wie eine im Herbst blühende Lotosblume viddham bhāskara raśminā durchbohrt von einem Sonnenstrahl tattasya raktam raktena rañjitam śuśubhe mukham |
yathākāśe mahāpadmaṃ siktaṃ candanabindubhiḥ ||
Sein von Blut gerötetes Gesicht erstrahlte, wie ein großer Lotos am Himmel, benetzt von Sandeltropfen.
Wort für Wort tattasya raktam raktena rañjitam sein von Blut gerötetes śuśubhe mukham Gesicht erstrahlte yathākāśe mahāpadmaṃ wie ein großer Lotos am Himmel siktaṃ candanabindubhiḥ benetzt von Sandeltropfen cukopa bāṇa abhihato rākṣasasya mahākapiḥ |
tataḥ pārśve ativipulām dadarśa mahatīm śilām ||
Vom Pfeil des Rākṣasa getroffen, geriet der große Affe in Zorn; da erblickte er zur Seite einen überaus gewaltigen, großen Felsblock.
Wort für Wort cukopa bāṇa abhihato geriet in Zorn, vom Pfeil getroffen rākṣasasya mahākapiḥ der große Affe, vom Rākṣasa tataḥ pārśve ativipulām da zur Seite einen überaus gewaltigen dadarśa mahatīm śilām erblickte er einen großen Felsblock tarasā tām samutpāṭya cikṣepa balavat balī |
tām śaraiḥ daśabhiḥ kruddhaḥ tāḍayāmāsa rākṣasaḥ ||
Mit Wucht riss er ihn heraus, der Kraftvolle, und schleuderte ihn kraftvoll; der zornige Rākṣasa zerschmetterte ihn mit zehn Pfeilen.
Wort für Wort tarasā tām samutpāṭya mit Wucht ihn herausreißend cikṣepa balavat balī schleuderte kraftvoll, der Kraftvolle tām śaraiḥ daśabhiḥ kruddhaḥ ihn mit zehn Pfeilen, der Zornige tāḍayāmāsa rākṣasaḥ zerschmetterte der Rākṣasa vipannam karma tat dṛṣṭvā hanūmān caṇḍa vikramaḥ |
sālam vipulam utpāṭya bhrāmayāmāsa vīryavān ||
Als Hanumān, von wildem Mut, sah, dass jenes Werk misslungen war, riss er einen mächtigen Sāla-Baum heraus und schwang ihn, der Kraftvolle.
Wort für Wort vipannam karma tat dṛṣṭvā als er sah, dass jenes Werk misslungen war hanūmān caṇḍa vikramaḥ Hanumān, von wildem Mut sālam vipulam utpāṭya einen mächtigen Sāla-Baum herausreißend bhrāmayāmāsa vīryavān schwang ihn, der Kraftvolle bhrāmayantam kapim dṛṣṭvā sāla vṛkṣam mahābalam |
cikṣepa subahūn bāṇān jambu mālī mahābalaḥ ||
Als er den Affen sah, wie er den mächtigen Sāla-Baum schwang, schleuderte der gewaltige Jambumālī zahlreiche Pfeile.
Wort für Wort bhrāmayantam kapim dṛṣṭvā als er den Affen sah, wie er schwang sāla vṛkṣam mahābalam den mächtigen Sāla-Baum cikṣepa subahūn bāṇān schleuderte zahlreiche Pfeile jambu mālī mahābalaḥ der gewaltige Jambumālī sālam caturbhiḥ ciccheda vānaram pancabhiḥ bhuje |
urasi ekena bāṇena daśabhiḥ tu stana antare ||
Mit vier Pfeilen zerschmetterte er den Sāla-Baum, mit fünf traf er den Affen am Arm, mit einem Pfeil an der Brust, und mit zehn zwischen den Brüsten.
Wort für Wort sālam caturbhiḥ ciccheda mit vier zerschmetterte er den Sāla-Baum vānaram pancabhiḥ bhuje den Affen mit fünf am Arm urasi ekena bāṇena mit einem Pfeil an der Brust daśabhiḥ tu stana antare und mit zehn zwischen den Brüsten sa śaraiḥ pūrita tanuḥ krodhena mahatā vṛtaḥ |
tam eva parigham gṛhya bhrāmayāmāsa vegitaḥ ||
Er, dessen Leib von Pfeilen übersät war, von gewaltigem Zorn erfüllt, ergriff jene Torstange und schwang sie mit Wucht.
Wort für Wort sa śaraiḥ pūrita tanuḥ er, dessen Leib von Pfeilen übersät war krodhena mahatā vṛtaḥ von gewaltigem Zorn erfüllt tam eva parigham gṛhya jene Torstange ergreifend bhrāmayāmāsa vegitaḥ schwang sie mit Wucht ativego ativegena bhrāmayitvā bala utkaṭaḥ |
parigham pātayāmāsa jambu māleḥ mahāurasi ||
Von überaus großer Geschwindigkeit, sie mit überaus großer Wucht schwingend, der an Kraft Übermächtige, ließ er die Torstange auf Jambumālīs mächtige Brust niedersausen.
Wort für Wort ativego ativegena bhrāmayitvā von überaus großer Geschwindigkeit, mit überaus großer Wucht schwingend bala utkaṭaḥ der an Kraft Übermächtige parigham pātayāmāsa ließ die Torstange niedersausen jambu māleḥ mahāurasi auf Jambumālīs mächtige Brust tasya caiva śiro na asti na bāhū na ca jānunī |
na dhanuḥ na ratho na aśvāḥ tatra adṛśyanta na iṣavaḥ ||
Und von ihm waren weder Haupt noch Arme noch Knie mehr zu sehen; weder Bogen, noch Wagen, noch Pferde, noch Pfeile waren dort mehr zu erblicken.
Wort für Wort tasya caiva śiro na asti und von ihm war kein Haupt mehr da na bāhū na ca jānunī keine Arme, keine Knie na dhanuḥ na ratho na aśvāḥ kein Bogen, kein Wagen, keine Pferde tatra adṛśyanta na iṣavaḥ waren dort zu sehen, keine Pfeile sa hataḥ tarasā tena jambu mālī mahārathaḥ |
papāta nihato bhūmau cūrṇita anga vibhūṣaṇaḥ ||
Er, Jambumālī, der große Wagenkämpfer, mit Wucht von jenem erschlagen, fiel getötet zu Boden, seine Glieder und sein Schmuck zermalmt.
Wort für Wort sa hataḥ tarasā tena er, mit Wucht von jenem erschlagen jambu mālī mahārathaḥ Jambumālī, der große Wagenkämpfer papāta nihato bhūmau fiel getötet zu Boden cūrṇita anga vibhūṣaṇaḥ seine Glieder und sein Schmuck zermalmt jambu mālim ca nihatam kimkarān ca mahābalān |
cukrodha rāvaṇaḥ śrutvā kopa samrakta locanaḥ ||
Als er hörte, dass Jambumālī und die gewaltigen Kiṃkaras erschlagen waren, geriet Rāvaṇa in Zorn, seine Augen vor Wut gerötet.
Wort für Wort jambu mālim ca nihatam dass Jambumālī erschlagen war kimkarān ca mahābalān und die gewaltigen Kiṃkaras cukrodha rāvaṇaḥ śrutvā geriet Rāvaṇa in Zorn, als er es hörte kopa samrakta locanaḥ seine Augen vor Wut gerötet sa roṣa samvartita tāmra locanaḥ |
prahasta putre nihate mahābale |
amātya putrān ativīrya vikramān |
samādideśa āśu niśā cara īśvaraḥ ||
Er, dessen kupferrote Augen sich vor Zorn zusammenzogen, als der gewaltige Sohn Prahastas erschlagen war, befahl der Herrscher der Nachtwandler eilends den Söhnen seiner Minister, von überaus großer Tapferkeit und Kraft.
Wort für Wort sa roṣa samvartita tāmra locanaḥ er, dessen kupferrote Augen sich vor Zorn zusammenzogen prahasta putre nihate mahābale als der gewaltige Sohn Prahastas erschlagen war amātya putrān ativīrya vikramān den Söhnen der Minister, von überaus großer Tapferkeit samādideśa āśu niśā cara īśvaraḥ befahl eilends der Herrscher der Nachtwandler
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