'Der Garten ist bereits zerstört, die vortrefflichen Rākṣasas sind erschlagen, ein Teil des Heeres ist vernichtet – es bleibt die Zerstörung der Festung.'
– hier dem Safran gleich, so erglänzten die Flammenspitzen des Feuers; von dem schnellen, hochgesinnten Affen Hanumān wurde die Stadt Laṅkā verbrannt, wie einst von Rudra die Tripura.
Dann erhob sich auf dem Berggipfel der Stadt Laṅkā das Feuer von furchtbarer Gewalt, seinen Flammenkranz ausbreitend, entflammt, von dem schnellen Hanumān entsandt.
Dem Feuer des Weltuntergangs an Wucht gleich, mit dem Wind vereint, wuchs das den Himmel berührende Feuer, rauchlos strahlend, an die Häuser geheftet, seine Flamme durch das Fett der Rākṣasaleiber genährt.
Wort für Wort
yugāntakālānalatulyavegaḥ
dem Feuer des Weltuntergangs an Wucht gleich
samāruto.agnirvavṛdhe divaspṛk
mit dem Wind vereint wuchs das den Himmel berührende Feuer
vidhūmaraśmirbhavaneṣu sakto
rauchlos strahlend, an die Häuser geheftet
rakṣaḥ śarīrājyasamarpitārciḥ
seine Flamme durch das Fett der Rākṣasaleiber genährt
Zehn Millionen Sonnen gleich an Glanz, ganz Laṅkā umschließend, verweilend, gleichsam mit vielen, dem Donnerkeil entsprungenen Getösen das Weltenei zersprengend, erstrahlte das große Feuer.
Wort für Wort
ādityakoṭīsadṛśaḥ sutejā
zehn Millionen Sonnen gleich an Glanz
laṅkām samastām parivārya tiṣṭhan
ganz Laṅkā umschließend, verweilend
śabdairanekairaśaniprarūḍai
mit vielen, dem Donnerkeil entsprungenen Getösen
rbhindannivāṇḍam prababhau mahāgniḥ
gleichsam das Weltenei zersprengend, erstrahlte das große Feuer
Dort, vom Himmel her, erschien das überaus angewachsene Feuer, mit rauhem Glanz, seine Spitzen den Kiṃśuka-Blüten gleich, und die Wolken, von erlöschendem Rauch durchzogenen Reihen, erglänzten blauer Lotusblüte gleich.
Wort für Wort
tatrāmbarādagniratipravṛddho
dort, vom Himmel her, das überaus angewachsene Feuer
rūkṣaprabhaḥ kiṃśukapuṣpacūḍāḥ
mit rauhem Glanz, seine Spitzen den Kiṃśuka-Blüten gleich
nirvāṇadhūmākularājayaśca
und die von erlöschendem Rauch durchzogenen Reihen
'Ist dies der Blitzeträger, der große Indra, der Herrscher der Götter? Oder leibhaftig Yama, oder Varuṇa, oder der Windgott? Rudra, Agni, Sūrya, Kubera oder Soma? Kein Affe ist dies – die Zeit selbst ist es!'
Wort für Wort
vajrī mahendrastridaśeśvaro vā
ist dies der Blitzeträger, der große Indra, der Herrscher der Götter
sākṣādyamo vā varuṇo.anilo vā
oder leibhaftig Yama, oder Varuṇa, oder der Windgott
'Ist dies etwa des Brahmā, des Großvaters aller, des Schöpfers aller, des Vierantlitzigen, hierher gekommene, Affengestalt tragende Macht, die Rākṣasas vernichtend?'
'Oder ist es Viṣṇus höchster Glanz, der, zur Vernichtung der Rākṣasas, Affengestalt annehmend, der Unendliche, Unmanifeste, Unbegreifliche, der Eine, jetzt durch seine eigene Māyā gekommen ist?'
Wort für Wort
kim vaiṣṇavam vā kapirūpametya
oder ist es Viṣṇus, das Affengestalt annehmende
rakṣovināśāya param sutejaḥ
zur Vernichtung der Rākṣasas, höchster Glanz
anantamavyaktamacintyamekam
der Unendliche, Unmanifeste, Unbegreifliche, der Eine
So sprachen die vielen vornehmen Rākṣasascharen, die sich dort versammelt hatten, als sie plötzlich die Stadt, samt ihren Lebewesen, ihren Häusern und Bäumen verbrannt sahen.
Wort für Wort
ityevamūcurbahavo viśiṣṭā
so sprachen die vielen vornehmen
rakṣogaṇāstatra sametya sarve
Rākṣasascharen, die sich dort alle versammelt hatten
Dann klagte Laṅkā, plötzlich verbrannt, samt ihren Rākṣasas, Rossen und Wagen, Elefanten, samt den Vogelscharen, Wildtieren und Bäumen, elend, mit tumultartigem Getöse.
'Ach Vater! Ach Söhnchen! Geliebter! Freund! Ach Leben, voller Genuss, so gesegnet!' – so riefen die Rākṣasas vielfach, und es erhob sich ein schreckliches, überaus furchtbares Getöse.
Wort für Wort
hā tāta hā putraka
ach Vater, ach Söhnchen
kānta mitra hā jīvitam
Geliebter, Freund, ach Leben
bhogayutam supuṇyam
voller Genuss, so gesegnet
rakṣobhirevam bahudhā bruvadbhiḥ
von den Rākṣasas so vielfach gerufen
śabdaḥ kṛto ghoraravaḥ subhīmaḥ
erhob sich ein schreckliches, überaus furchtbares Getöse
Von den Flammen des Feuers umhüllt, ihrer Helden beraubt, ihre Krieger in die Flucht geschlagen, von Hanumāns zornerfüllter Kraft überwältigt, wurde Laṅkā wie von einem Fluch getroffen.
Wort für Wort
hutāśanajvālasamāvṛtā sā
von den Flammen des Feuers umhüllt, sie
hatapravīrā parivṛttayodhā
ihrer Helden beraubt, ihre Krieger in die Flucht geschlagen
Er, Hanumān von großem Stolz, erblickte Laṅkā, deren Rākṣasas verwirrt, erschrocken und niedergeschlagen waren, gezeichnet vom hellauflodernden Feuer, wie die Erde, vom Zorn des Selbstentstandenen getroffen.
Wort für Wort
sa sambhrāmatrastaviṣaṇṇarākṣasāṃ
er, [Laṅkā] deren Rākṣasas verwirrt, erschrocken, niedergeschlagen
samujjvalajjvālahutāśanāṅkitām
gezeichnet vom hellauflodernden Feuer
dadarśa laṅkām hanumān mahāmānāḥ
erblickte Laṅkā, Hanumān von großem Stolz
svayambhūkopopahatāmivāvanim
wie die Erde, vom Zorn des Selbstentstandenen getroffen
bhamktvā vanam pādaparatnasamkulam |
hatvā tu rakṣāṃsi mahānti samyuge |
dagdhvā purīm tām gṛharatnamālinīm |
tasthau hanūmān pavanātmajaḥ kapiḥ ||
Nachdem er den mit vortrefflichen Bäumen bestandenen Garten zerstört, die großen Rākṣasas im Kampf erschlagen und jene Stadt mit ihrem Kranz von Prunkhäusern verbrannt hatte, verweilte Hanumān, der Affe, der Sohn des Windes.
Wort für Wort
bhamktvā vanam pādaparatnasamkulam
den mit vortrefflichen Bäumen bestandenen Garten zerstörend
hatvā tu rakṣāṃsi mahānti samyuge
die großen Rākṣasas im Kampf erschlagend
dagdhvā purīm tām gṛharatnamālinīm
jene Stadt mit dem Kranz von Prunkhäusern verbrennend
Auf dem bunten Gipfelplateau des Trikūṭa stehend, der Löwe unter den Affenkönigen, mit seinem entflammten, einen Flammenkranz bildenden Schweif, erstrahlte er wie die Sonne mit ihrem Strahlenkranz.
Wort für Wort
trikūṭaśṛṅgāgratale vicitre
auf dem bunten Gipfelplateau des Trikūṭa
pratiṣṭhito vānararājasimhaḥ
stehend, der Löwe unter den Affenkönigen
pradīptalāṅgūlakṛtārcimālī
mit entflammtem, einen Flammenkranz bildenden Schweif
sa rākṣasāṃstān subahūṃśca hatvā |
vanam ca bhamktvā bahūpādapam tat |
visṛjya rakṣobhavaneṣu cāgnim |
jagāma rāmam manasā mahātmā ||
Er, nachdem er jene sehr zahlreichen Rākṣasas erschlagen, jenen baumreichen Garten zerstört und das Feuer in die Häuser der Rākṣasas entsandt hatte, wandte sich der Hochgesinnte in Gedanken zu Rāma.
Wort für Wort
sa rākṣasāṃstān subahūṃśca hatvā
er, jene sehr zahlreichen Rākṣasas erschlagend
vanam ca bhamktvā bahūpādapam tat
und jenen baumreichen Garten zerstörend
visṛjya rakṣobhavaneṣu cāgnim
und das Feuer in die Häuser der Rākṣasas entsendend
Dann priesen alle Götterscharen jenen ersten der Affenhelden, den Gewaltigen, dem Sturmwind an Geschwindigkeit gleich, den Weisen, den Sohn des Windes, den Vortrefflichsten.
Wort für Wort
tatastu tam vānavīramukhyam
dann jenen ersten der Affenhelden
mahābalam mārutatulyavegam
den Gewaltigen, dem Sturmwind an Geschwindigkeit gleich
mahāmatim vāyusutam variṣṭham
den Weisen, den Sohn des Windes, den Vortrefflichsten
Und alle Götter und die ersten der Weisen, die Gandharvas, Vidyādharas, Nāgas und Yakṣas, alle die großen Wesen dort, gelangten zu höchster, unvergleichlicher Freude.