Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa

Sarga 54: Lankā Dahana Varṇanam Beschreibung der Verbrennung Laṅkās

vīkṣamāṇaḥ tato lankām kapiḥ kṛta mano rathaḥ | vardhamāna samutsāhaḥ kārya śeṣam acintayat ||

Dann, Laṅkā überblickend, der Affe mit dem gefassten Herzenswunsch, wachsenden Eifers, bedachte er den Rest der Aufgabe.

Wort für Wort
vīkṣamāṇaḥ tato lankām
dann Laṅkā überblickend
kapiḥ kṛta mano rathaḥ
der Affe mit dem gefassten Herzenswunsch
vardhamāna samutsāhaḥ
wachsenden Eifers
kārya śeṣam acintayat
bedachte er den Rest der Aufgabe

kim nu khalv aviśiṣṭam me kartavyam iha sāmpratam | yat eṣām rakṣasām bhūyaḥ samtāpa jananam bhavet ||

'Was bleibt mir denn jetzt hier noch zu tun übrig, das diesen Rākṣasas noch größere Pein bereiten würde?'

Wort für Wort
kim nu khalv aviśiṣṭam me
was bleibt mir denn übrig
kartavyam iha sāmpratam
hier jetzt zu tun
yat eṣām rakṣasām bhūyaḥ
was diesen Rākṣasas noch mehr
samtāpa jananam bhavet
Pein hervorbringend sein könnte

vanam tāvat pramathitam prakṛṣṭā rākṣasā hatāḥ | bala eka deśaḥ kṣapitaḥ śeṣam durga vināśanam ||

'Der Garten ist bereits zerstört, die vortrefflichen Rākṣasas sind erschlagen, ein Teil des Heeres ist vernichtet – es bleibt die Zerstörung der Festung.'

Wort für Wort
vanam tāvat pramathitam
der Garten ist bereits zerstört
prakṛṣṭā rākṣasā hatāḥ
die vortrefflichen Rākṣasas sind erschlagen
bala eka deśaḥ kṣapitaḥ
ein Teil des Heeres ist vernichtet
śeṣam durga vināśanam
es bleibt die Zerstörung der Festung

durge vināśite karma bhavet sukha pariśramam | alpa yatnena kārye asmin mama syāt saphalaḥ śramaḥ ||

'Ist die Festung vernichtet, wäre das Werk mit leichter Mühe [vollbracht]; mit geringem Aufwand würde bei dieser Aufgabe meine Mühe fruchtbar werden.'

Wort für Wort
durge vināśite
ist die Festung vernichtet
karma bhavet sukha pariśramam
wäre das Werk von leichter Mühe
alpa yatnena kārye asmin
mit geringem Aufwand bei dieser Aufgabe
mama syāt saphalaḥ śramaḥ
würde meine Mühe fruchtbar werden

yo hi ayam mama lāngūle dīpyate havya vāhanaḥ | asya samtarpaṇam nyāyyam kartum ebhiḥ gṛha uttamaiḥ ||

'Dieser Opferträger nämlich, der an meinem Schweife brennt – ihm gebührt es, mit diesen trefflichen Häusern seine Sättigung zu bereiten.'

Wort für Wort
yo hi ayam mama lāngūle
dieser, der an meinem Schweif
dīpyate havya vāhanaḥ
brennt, der Opferträger
asya samtarpaṇam nyāyyam
ihm gebührt die Sättigung
kartum ebhiḥ gṛha uttamaiḥ
zu bereiten mit diesen trefflichen Häusern

tataḥ pradīpta lāngūlaḥ savidyut iva toyadaḥ | bhavana agreṣu lankāyā vicacāra mahākapiḥ ||

Dann, mit entflammtem Schweif, einer blitzdurchzuckten Wolke gleich, durchstreifte der große Affe die Häuserdächer Laṅkās.

Wort für Wort
tataḥ pradīpta lāngūlaḥ
dann, mit entflammtem Schweif
savidyut iva toyadaḥ
einer blitzdurchzuckten Wolke gleich
bhavana agreṣu lankāyā
über den Häuserdächern Laṅkās
vicacāra mahākapiḥ
durchstreifte der große Affe

gṛhādgṛham rākṣasānāmudyānāni ca vānaraḥ | vīkṣamāṇo hyasamtrastaḥ prāsādāṃśca cacāra saḥ ||

Von Haus zu Haus der Rākṣasas und durch die Gärten, umherblickend, furchtlos, durchzog der Affe auch die Paläste.

Wort für Wort
gṛhādgṛham rākṣasānām
von Haus zu Haus der Rākṣasas
udyānāni ca vānaraḥ
und die Gärten, der Affe
vīkṣamāṇo hyasamtrastaḥ
umherblickend, furchtlos
prāsādāṃśca cacāra saḥ
durchzog er auch die Paläste

avaplutya mahāvegaḥ prahastasya niveśanam | agnim tatra sa nikṣipya śvasanena samo balī ||

Mit gewaltiger Wucht in Prahastas Wohnstatt hinabspringend, warf er dort das Feuer hinein, der an Kraft dem Sturmwind gleiche.

Wort für Wort
avaplutya mahāvegaḥ
mit gewaltiger Wucht hinabspringend
prahastasya niveśanam
in Prahastas Wohnstatt
agnim tatra sa nikṣipya
das Feuer dort hineinwerfend
śvasanena samo balī
der an Kraft dem Sturmwind gleiche

tato.anyatpupluve veśma mahāpārśvasya vīryavān | mumoca hanumān agnim kāla anala śikhā upamam ||

Dann sprang der Tatkräftige zu einem anderen Haus, dem des Mahāpārśva; Hanumān entließ das Feuer, der Flamme des Weltuntergangs gleich.

Wort für Wort
tato.anyatpupluve veśma
dann sprang er zu einem anderen Haus
mahāpārśvasya vīryavān
dem des Mahāpārśva, der Tatkräftige
mumoca hanumān agnim
Hanumān entließ das Feuer
kāla anala śikhā upamam
der Flamme des Weltuntergangs gleich

vajradaṃṣṭra sya ca tadā pupluve sa mahākapiḥ | śukasya ca mahātejāḥ sāraṇasya ca dhīmataḥ ||

Dann sprang der große Affe zu dem des Vajradaṃṣṭra, und der Gewaltige zu dem des Śuka und des weisen Sāraṇa.

Wort für Wort
vajradaṃṣṭra sya ca tadā
und dann zu dem des Vajradaṃṣṭra
pupluve sa mahākapiḥ
sprang der große Affe
śukasya ca mahātejāḥ
und zu dem des Śuka, der Gewaltige
sāraṇasya ca dhīmataḥ
und zu dem des weisen Sāraṇa

tathā cendrajito veśma dadāha hariyūthapaḥ | jambumāleḥ sumāleśca dadāha bhavanam tataḥ ||

Ebenso verbrannte der Führer der Affenschar das Haus Indrajits; dann verbrannte er das Haus des Jambumālī und des Sumālī.

Wort für Wort
tathā cendrajito veśma
ebenso das Haus Indrajits
dadāha hariyūthapaḥ
verbrannte der Führer der Affenschar
jambumāleḥ sumāleśca
des Jambumālī und des Sumālī
dadāha bhavanam tataḥ
verbrannte er dann das Haus

raśmiketośca bhavanam sūryaśatrostathaiva ca | hrasvakarṇasya daṃṣṭrasya romaśasya ca rakṣasaḥ ||

[Er verbrannte] das Haus des Raśmiketu und ebenso das des Sūryaśatru, das des Hrasvakarṇa, des Daṃṣṭra und des Rākṣasa Romaśa.

Wort für Wort
raśmiketośca bhavanam
und das Haus des Raśmiketu
sūryaśatrostathaiva ca
und ebenso das des Sūryaśatru
hrasvakarṇasya daṃṣṭrasya
des Hrasvakarṇa, des Daṃṣṭra
romaśasya ca rakṣasaḥ
und des Rākṣasa Romaśa

yuddhonmattasya mattasya dhvajagrīvasya rakṣasaḥ | vidyujjihvasya ghorasya tathā hastimukhasya ca ||

[Das Haus] des Yuddhonmatta, des Matta, des Rākṣasa Dhvajagrīva, des schrecklichen Vidyujjihva und ebenso des Hastimukha.

Wort für Wort
yuddhonmattasya mattasya
des Yuddhonmatta, des Matta
dhvajagrīvasya rakṣasaḥ
des Rākṣasa Dhvajagrīva
vidyujjihvasya ghorasya
des schrecklichen Vidyujjihva
tathā hastimukhasya ca
und ebenso des Hastimukha

karāldasya piśācasya śoṇitākṣasya caiva hi | kumbhakarṇasya bhavanam makarākṣasya caiva hi ||

[Das Haus] des Karāla, des Piśāca Śoṇitākṣa, und ebenso das Haus des Kumbhakarṇa und des Makarākṣa.

Wort für Wort
karāldasya piśācasya
des Karāla, des Piśāca
śoṇitākṣasya caiva hi
und auch des Śoṇitākṣa
kumbhakarṇasya bhavanam
das Haus des Kumbhakarṇa
makarākṣasya caiva hi
und auch des Makarākṣa

yajñaśatrośca bhavanam brahmaśatrostathaiva ca | narāntakasya kumbhasya nikumbhasya durātmanaḥ ||

[Das Haus] des Yajñaśatru und ebenso das des Brahmaśatru, des Narāntaka, des Kumbha und des bösgesinnten Nikumbha.

Wort für Wort
yajñaśatrośca bhavanam
und das Haus des Yajñaśatru
brahmaśatrostathaiva ca
und ebenso das des Brahmaśatru
narāntakasya kumbhasya
des Narāntaka, des Kumbha
nikumbhasya durātmanaḥ
und des bösgesinnten Nikumbha

varjayitvā mahātejā vibhīṣaṇagṛham prati | kramamāṇaḥ krameṇaiva dadāha haripuṅgavaḥ ||

Nur das Haus Vibhīṣaṇas aussparend, verbrannte der Gewaltige, der Stier unter den Affen, Schritt für Schritt fortschreitend, alle übrigen.

Wort für Wort
varjayitvā mahātejā
aussparend, der Gewaltige
vibhīṣaṇagṛham prati
in Bezug auf Vibhīṣaṇas Haus
kramamāṇaḥ krameṇaiva
Schritt für Schritt fortschreitend
dadāha haripuṅgavaḥ
verbrannte der Stier unter den Affen

teṣu teṣu mahārheṣu bhavaneṣu mahāyaśāḥ | gṛheṣvṛddhimatāmṛddhim dadāha sa mahākapiḥ ||

In jenen und jenen kostbaren Häusern verbrannte der ruhmreiche große Affe den Reichtum der Reichen.

Wort für Wort
teṣu teṣu mahārheṣu
in jenen und jenen kostbaren
bhavaneṣu mahāyaśāḥ
Häusern, der Ruhmreiche
gṛheṣvṛddhimatāmṛddhim
in den Häusern der Reichen den Reichtum
dadāha sa mahākapiḥ
verbrannte der große Affe

sarveṣām samatikramya rākṣasendrasya vīryavān | āsasādātha lakṣmīvān rāvaṇasya niveśanam ||

Nachdem er sie alle durchschritten hatte, gelangte der Kraftvolle, der Glanzvolle, zur Wohnstatt Rāvaṇas, des Herrschers der Rākṣasas.

Wort für Wort
sarveṣām samatikramya
sie alle durchschreitend
rākṣasendrasya vīryavān
der Kraftvolle, des Herrschers der Rākṣasas
āsasādātha lakṣmīvān
gelangte dann der Glanzvolle
rāvaṇasya niveśanam
zur Wohnstatt Rāvaṇas

tatastasmin gṛhe mukhye nānāratnavibhūṣite | merumandarasaṃkāśe sarvamaṅgaldaśobhite ||

Dann, in jenem vornehmsten Haus, mit vielerlei Juwelen geschmückt, dem Meru und Mandara gleich, mit allen Glückszeichen geziert –

Wort für Wort
tatastasmin gṛhe mukhye
dann in jenem vornehmsten Haus
nānāratnavibhūṣite
mit vielerlei Juwelen geschmückt
merumandarasaṃkāśe
dem Meru und Mandara gleich
sarvamaṅgaldaśobhite
mit allen Glückszeichen geziert

pradīptamagnimutsṛjya lāṅgūlāgre pratiṣṭhitam | nanāda hanumān vīro yugāntajalado yathā ||

– das entflammte, an der Schweifspitze eingerichtete Feuer entlassend, brüllte der Held Hanumān, wie die Wolke am Weltenende.

Wort für Wort
pradīptamagnimutsṛjya
das entflammte Feuer entlassend
lāṅgūlāgre pratiṣṭhitam
an der Schweifspitze eingerichtet
nanāda hanumān vīro
brüllte der Held Hanumān
yugāntajalado yathā
wie die Wolke am Weltenende

śvasanena ca samyogāt ativego mahābalaḥ | kāla agniḥ iva jajvāla prāvardhata huta aśanaḥ ||

Durch die Vereinigung mit dem Sturmwind über die Maßen schnell und gewaltig, loderte das Feuer wie das Weltuntergangsfeuer und wuchs mächtig an.

Wort für Wort
śvasanena ca samyogāt
durch die Vereinigung mit dem Sturmwind
ativego mahābalaḥ
über die Maßen schnell und gewaltig
kāla agniḥ iva jajvāla
loderte es wie das Weltuntergangsfeuer
prāvardhata huta aśanaḥ
das Feuer wuchs mächtig an

pradīptam agnim pavanaḥ teṣu veśmasu cārayat | abhūcchvasanasamyogādativego hutāśanaḥ ||

Der Wind ließ das entflammte Feuer durch jene Häuser ziehen; durch die Vereinigung mit dem Sturmwind wurde das Feuer über die Maßen schnell.

Wort für Wort
pradīptam agnim pavanaḥ
das entflammte Feuer, der Wind
teṣu veśmasu cārayat
ließ er durch jene Häuser ziehen
abhūcchvasanasamyogāt
durch die Vereinigung mit dem Sturmwind
ativego hutāśanaḥ
wurde das Feuer über die Maßen schnell

tāni kāncana jālāni muktā maṇimayāni ca | bhavanāni avaśīryanta ratnavanti mahānti ca ||

Jene mit goldenen Gittern, mit Perlen und Juwelen versehenen, großen, edelsteinreichen Häuser stürzten ein.

Wort für Wort
tāni kāncana jālāni
jene mit goldenen Gittern
muktā maṇimayāni ca
und mit Perlen und Juwelen versehenen
bhavanāni avaśīryanta
die Häuser stürzten ein
ratnavanti mahānti ca
die edelsteinreichen, großen

samjajñe tumulaḥ śabdo rākṣasānām pradhāvatām | svagRihasya paritrāṇe bhagnotsāhorjiaśriyām ||

Es erhob sich ein tumultartiges Getöse der umherlaufenden Rākṣasas, deren Eifer, Kraft und Glanz beim Retten ihres eigenen Hauses gebrochen war.

Wort für Wort
samjajñe tumulaḥ śabdo
es erhob sich ein tumultartiges Getöse
rākṣasānām pradhāvatām
der umherlaufenden Rākṣasas
svagRihasya paritrāṇe
beim Retten des eigenen Hauses
bhagnotsāhorjiaśriyām
deren Eifer, Kraft und Glanz gebrochen war

krandantyaḥ sahasā petuḥ stanaṃdhayadharāḥ striyaḥ ||

Klagend stürzten plötzlich die Frauen, ihre Säuglinge tragend, hervor.

Wort für Wort
krandantyaḥ sahasā petuḥ
klagend stürzten sie plötzlich hervor
stanaṃdhayadharāḥ striyaḥ
die Frauen, ihre Säuglinge tragend

kāściragniparītebhyo harmyebhyo muktamūrdhajāḥ | patantyo rejire.abhrebhyaḥ saudāminya ivāmbarāt ||

Manche, mit gelöstem Haar, aus den vom Feuer umschlossenen Prunkgebäuden herabstürzend, erglänzten wie Blitze, die aus den Wolken vom Himmel fallen.

Wort für Wort
kāściragniparītebhyo
manche, aus den vom Feuer umschlossenen
harmyebhyo muktamūrdhajāḥ
Prunkgebäuden, mit gelöstem Haar
patantyo rejire.abhrebhyaḥ
herabstürzend erglänzten sie, aus den Wolken
saudāminya ivāmbarāt
wie Blitze vom Himmel

vajra vidruma vaidūrya muktā rajata samhitān | vicitrān bhavanāt dhātūn syandamānān dadarśa saḥ ||

Er sah, wie aus den Häusern bunte Metalle flossen, aus Diamant, Koralle, Beryll, Perle und Silber zusammengefügt.

Wort für Wort
vajra vidruma vaidūrya
aus Diamant, Koralle, Beryll
muktā rajata samhitān
Perle und Silber zusammengefügt
vicitrān bhavanāt dhātūn
bunte Metalle aus den Häusern
syandamānān dadarśa saḥ
fließend sah er

na agniḥ tṛpyati kāṣṭhānām tṛṇānām ca yathā tathā | hanūmān rākṣasa indrāṇām vadhe kiṃcin na tṛpyati ||

So wie das Feuer sich an Holz und Gras nicht sättigt, so sättigte sich Hanumān an der Tötung der Rākṣasafürsten keineswegs.

Wort für Wort
na agniḥ tṛpyati kāṣṭhānām
das Feuer sättigt sich nicht an Holz
tṛṇānām ca yathā tathā
und Gras, so wie
hanūmān rākṣasa indrāṇām
Hanumān an den Rākṣasafürsten
vadhe kiṃcin na tṛpyati
sättigte sich an der Tötung keineswegs

kvacitkiṃśukasamkāśāḥ kvacicchālmalisannibhāḥ ||

Hier den Kiṃśuka-Blüten gleich, dort den Śālmali-Blüten ähnlich –

Wort für Wort
kvacitkiṃśukasamkāśāḥ
hier den Kiṃśuka-Blüten gleich
kvacicchālmalisannibhāḥ
dort den Śālmali-Blüten ähnlich

kvacitkuṅkumasamkāśāḥ śikhā vahneścakāśire | hanūmatā vegavatā vānareṇa mahātmanā | laṅkāpuram pradagdham tadrudreṇa tripuram yathā ||

– hier dem Safran gleich, so erglänzten die Flammenspitzen des Feuers; von dem schnellen, hochgesinnten Affen Hanumān wurde die Stadt Laṅkā verbrannt, wie einst von Rudra die Tripura.

Wort für Wort
kvacitkuṅkumasamkāśāḥ
hier dem Safran gleich
śikhā vahneścakāśire
erglänzten die Flammenspitzen des Feuers
hanūmatā vegavatā
von dem schnellen Hanumān
vānareṇa mahātmanā
dem hochgesinnten Affen
laṅkāpuram pradagdham
die Stadt Laṅkā wurde verbrannt
tadrudreṇa tripuram yathā
wie einst von Rudra die Tripura

tatastu laṅkāpuraparvatāgre | smutthito bhīmaparākramo.agniḥ | prasārya cūḍāvalayam pradīpto | hanūmatā vegavatā visṛṣṭaḥ ||

Dann erhob sich auf dem Berggipfel der Stadt Laṅkā das Feuer von furchtbarer Gewalt, seinen Flammenkranz ausbreitend, entflammt, von dem schnellen Hanumān entsandt.

Wort für Wort
tatastu laṅkāpuraparvatāgre
dann auf dem Berggipfel der Stadt Laṅkā
smutthito bhīmaparākramo.agniḥ
erhob sich das Feuer von furchtbarer Gewalt
prasārya cūḍāvalayam pradīpto
seinen Flammenkranz ausbreitend, entflammt
hanūmatā vegavatā visṛṣṭaḥ
von dem schnellen Hanumān entsandt

yugāntakālānalatulyavegaḥ | samāruto.agnirvavṛdhe divaspṛk | vidhūmaraśmirbhavaneṣu sakto | rakṣaḥ śarīrājyasamarpitārciḥ ||

Dem Feuer des Weltuntergangs an Wucht gleich, mit dem Wind vereint, wuchs das den Himmel berührende Feuer, rauchlos strahlend, an die Häuser geheftet, seine Flamme durch das Fett der Rākṣasaleiber genährt.

Wort für Wort
yugāntakālānalatulyavegaḥ
dem Feuer des Weltuntergangs an Wucht gleich
samāruto.agnirvavṛdhe divaspṛk
mit dem Wind vereint wuchs das den Himmel berührende Feuer
vidhūmaraśmirbhavaneṣu sakto
rauchlos strahlend, an die Häuser geheftet
rakṣaḥ śarīrājyasamarpitārciḥ
seine Flamme durch das Fett der Rākṣasaleiber genährt

ādityakoṭīsadṛśaḥ sutejā | laṅkām samastām parivārya tiṣṭhan | śabdairanekairaśaniprarūḍai | rbhindannivāṇḍam prababhau mahāgniḥ ||

Zehn Millionen Sonnen gleich an Glanz, ganz Laṅkā umschließend, verweilend, gleichsam mit vielen, dem Donnerkeil entsprungenen Getösen das Weltenei zersprengend, erstrahlte das große Feuer.

Wort für Wort
ādityakoṭīsadṛśaḥ sutejā
zehn Millionen Sonnen gleich an Glanz
laṅkām samastām parivārya tiṣṭhan
ganz Laṅkā umschließend, verweilend
śabdairanekairaśaniprarūḍai
mit vielen, dem Donnerkeil entsprungenen Getösen
rbhindannivāṇḍam prababhau mahāgniḥ
gleichsam das Weltenei zersprengend, erstrahlte das große Feuer

tatrāmbarādagniratipravṛddho | rūkṣaprabhaḥ kiṃśukapuṣpacūḍāḥ | nirvāṇadhūmākularājayaśca | nīlotpalābhāḥ pracakāśire.abhrāḥ ||

Dort, vom Himmel her, erschien das überaus angewachsene Feuer, mit rauhem Glanz, seine Spitzen den Kiṃśuka-Blüten gleich, und die Wolken, von erlöschendem Rauch durchzogenen Reihen, erglänzten blauer Lotusblüte gleich.

Wort für Wort
tatrāmbarādagniratipravṛddho
dort, vom Himmel her, das überaus angewachsene Feuer
rūkṣaprabhaḥ kiṃśukapuṣpacūḍāḥ
mit rauhem Glanz, seine Spitzen den Kiṃśuka-Blüten gleich
nirvāṇadhūmākularājayaśca
und die von erlöschendem Rauch durchzogenen Reihen
nīlotpalābhāḥ pracakāśire.abhrāḥ
erglänzten die Wolken blauer Lotusblüte gleich

vajrī mahendrastridaśeśvaro vā | sākṣādyamo vā varuṇo.anilo vā | rudrognirarko dhanadaśca somo | na vānaro.ayam svayameva kālaḥ ||

'Ist dies der Blitzeträger, der große Indra, der Herrscher der Götter? Oder leibhaftig Yama, oder Varuṇa, oder der Windgott? Rudra, Agni, Sūrya, Kubera oder Soma? Kein Affe ist dies – die Zeit selbst ist es!'

Wort für Wort
vajrī mahendrastridaśeśvaro vā
ist dies der Blitzeträger, der große Indra, der Herrscher der Götter
sākṣādyamo vā varuṇo.anilo vā
oder leibhaftig Yama, oder Varuṇa, oder der Windgott
rudrognirarko dhanadaśca somo
Rudra, Agni, Sūrya, Kubera oder Soma
na vānaro.ayam svayameva kālaḥ
kein Affe ist dies, die Zeit selbst ist es

kim brahmaṇa sarvapitāmahasya | sarvasya dhātuścaturānanasya | ihāgato vānararūpadhārī | rakṣopasamhārakaraḥ pratāpaḥ ||

'Ist dies etwa des Brahmā, des Großvaters aller, des Schöpfers aller, des Vierantlitzigen, hierher gekommene, Affengestalt tragende Macht, die Rākṣasas vernichtend?'

Wort für Wort
kim brahmaṇa sarvapitāmahasya
ist dies des Brahmā, des Großvaters aller
sarvasya dhātuścaturānanasya
des Schöpfers aller, des Vierantlitzigen
ihāgato vānararūpadhārī
hierher gekommene, Affengestalt tragende
rakṣopasamhārakaraḥ pratāpaḥ
die Rākṣasas vernichtende Macht

kim vaiṣṇavam vā kapirūpametya | rakṣovināśāya param sutejaḥ | anantamavyaktamacintyamekam | svamāyayā sāmpratamāgatam vā ||

'Oder ist es Viṣṇus höchster Glanz, der, zur Vernichtung der Rākṣasas, Affengestalt annehmend, der Unendliche, Unmanifeste, Unbegreifliche, der Eine, jetzt durch seine eigene Māyā gekommen ist?'

Wort für Wort
kim vaiṣṇavam vā kapirūpametya
oder ist es Viṣṇus, das Affengestalt annehmende
rakṣovināśāya param sutejaḥ
zur Vernichtung der Rākṣasas, höchster Glanz
anantamavyaktamacintyamekam
der Unendliche, Unmanifeste, Unbegreifliche, der Eine
svamāyayā sāmpratamāgatam vā
jetzt durch seine eigene Māyā gekommen

ityevamūcurbahavo viśiṣṭā | rakṣogaṇāstatra sametya sarve | saprāṇisamghāṃ sagṛhām savṛkṣām | dagdhām purīm tām sahasā samīkṣya ||

So sprachen die vielen vornehmen Rākṣasascharen, die sich dort versammelt hatten, als sie plötzlich die Stadt, samt ihren Lebewesen, ihren Häusern und Bäumen verbrannt sahen.

Wort für Wort
ityevamūcurbahavo viśiṣṭā
so sprachen die vielen vornehmen
rakṣogaṇāstatra sametya sarve
Rākṣasascharen, die sich dort alle versammelt hatten
saprāṇisamghāṃ sagṛhām savṛkṣām
samt ihren Lebewesen, Häusern und Bäumen
dagdhām purīm tām sahasā samīkṣya
als sie plötzlich die verbrannte Stadt sahen

tatastu laṅkā sahasā pradagdhā | sarākṣasā sāśvarathā sanāgā | sapakṣisamghā samṛgā savṛkṣā | ruroda dīnā tumulam saśabdam ||

Dann klagte Laṅkā, plötzlich verbrannt, samt ihren Rākṣasas, Rossen und Wagen, Elefanten, samt den Vogelscharen, Wildtieren und Bäumen, elend, mit tumultartigem Getöse.

Wort für Wort
tatastu laṅkā sahasā pradagdhā
dann Laṅkā, plötzlich verbrannt
sarākṣasā sāśvarathā sanāgā
samt Rākṣasas, Rossen, Wagen, Elefanten
sapakṣisamghā samṛgā savṛkṣā
samt Vogelscharen, Wildtieren und Bäumen
ruroda dīnā tumulam saśabdam
klagte elend mit tumultartigem Getöse

hā tāta hā putraka kānta mitra | hā jīvitam bhogayutam supuṇyam | rakṣobhirevam bahudhā bruvadbhiḥ | śabdaḥ kṛto ghoraravaḥ subhīmaḥ ||

'Ach Vater! Ach Söhnchen! Geliebter! Freund! Ach Leben, voller Genuss, so gesegnet!' – so riefen die Rākṣasas vielfach, und es erhob sich ein schreckliches, überaus furchtbares Getöse.

Wort für Wort
hā tāta hā putraka
ach Vater, ach Söhnchen
kānta mitra hā jīvitam
Geliebter, Freund, ach Leben
bhogayutam supuṇyam
voller Genuss, so gesegnet
rakṣobhirevam bahudhā bruvadbhiḥ
von den Rākṣasas so vielfach gerufen
śabdaḥ kṛto ghoraravaḥ subhīmaḥ
erhob sich ein schreckliches, überaus furchtbares Getöse

hutāśanajvālasamāvṛtā sā | hatapravīrā parivṛttayodhā | hanūmataḥ krodhabalābhibhūtā | babhūva śāpopahatea laṅkā ||

Von den Flammen des Feuers umhüllt, ihrer Helden beraubt, ihre Krieger in die Flucht geschlagen, von Hanumāns zornerfüllter Kraft überwältigt, wurde Laṅkā wie von einem Fluch getroffen.

Wort für Wort
hutāśanajvālasamāvṛtā sā
von den Flammen des Feuers umhüllt, sie
hatapravīrā parivṛttayodhā
ihrer Helden beraubt, ihre Krieger in die Flucht geschlagen
hanūmataḥ krodhabalābhibhūtā
von Hanumāns zornerfüllter Kraft überwältigt
babhūva śāpopahatea laṅkā
wurde Laṅkā wie von einem Fluch getroffen

sa sambhrāmatrastaviṣaṇṇarākṣasāṃ | samujjvalajjvālahutāśanāṅkitām | dadarśa laṅkām hanumān mahāmānāḥ | svayambhūkopopahatāmivāvanim ||

Er, Hanumān von großem Stolz, erblickte Laṅkā, deren Rākṣasas verwirrt, erschrocken und niedergeschlagen waren, gezeichnet vom hellauflodernden Feuer, wie die Erde, vom Zorn des Selbstentstandenen getroffen.

Wort für Wort
sa sambhrāmatrastaviṣaṇṇarākṣasāṃ
er, [Laṅkā] deren Rākṣasas verwirrt, erschrocken, niedergeschlagen
samujjvalajjvālahutāśanāṅkitām
gezeichnet vom hellauflodernden Feuer
dadarśa laṅkām hanumān mahāmānāḥ
erblickte Laṅkā, Hanumān von großem Stolz
svayambhūkopopahatāmivāvanim
wie die Erde, vom Zorn des Selbstentstandenen getroffen

bhamktvā vanam pādaparatnasamkulam | hatvā tu rakṣāṃsi mahānti samyuge | dagdhvā purīm tām gṛharatnamālinīm | tasthau hanūmān pavanātmajaḥ kapiḥ ||

Nachdem er den mit vortrefflichen Bäumen bestandenen Garten zerstört, die großen Rākṣasas im Kampf erschlagen und jene Stadt mit ihrem Kranz von Prunkhäusern verbrannt hatte, verweilte Hanumān, der Affe, der Sohn des Windes.

Wort für Wort
bhamktvā vanam pādaparatnasamkulam
den mit vortrefflichen Bäumen bestandenen Garten zerstörend
hatvā tu rakṣāṃsi mahānti samyuge
die großen Rākṣasas im Kampf erschlagend
dagdhvā purīm tām gṛharatnamālinīm
jene Stadt mit dem Kranz von Prunkhäusern verbrennend
tasthau hanūmān pavanātmajaḥ kapiḥ
verweilte Hanumān, der Affe, der Sohn des Windes

trikūṭaśṛṅgāgratale vicitre | pratiṣṭhito vānararājasimhaḥ | pradīptalāṅgūlakṛtārcimālī | vyarājatāditya ivāṃśumālī ||

Auf dem bunten Gipfelplateau des Trikūṭa stehend, der Löwe unter den Affenkönigen, mit seinem entflammten, einen Flammenkranz bildenden Schweif, erstrahlte er wie die Sonne mit ihrem Strahlenkranz.

Wort für Wort
trikūṭaśṛṅgāgratale vicitre
auf dem bunten Gipfelplateau des Trikūṭa
pratiṣṭhito vānararājasimhaḥ
stehend, der Löwe unter den Affenkönigen
pradīptalāṅgūlakṛtārcimālī
mit entflammtem, einen Flammenkranz bildenden Schweif
vyarājatāditya ivāṃśumālī
erstrahlte er wie die Sonne mit dem Strahlenkranz

sa rākṣasāṃstān subahūṃśca hatvā | vanam ca bhamktvā bahūpādapam tat | visṛjya rakṣobhavaneṣu cāgnim | jagāma rāmam manasā mahātmā ||

Er, nachdem er jene sehr zahlreichen Rākṣasas erschlagen, jenen baumreichen Garten zerstört und das Feuer in die Häuser der Rākṣasas entsandt hatte, wandte sich der Hochgesinnte in Gedanken zu Rāma.

Wort für Wort
sa rākṣasāṃstān subahūṃśca hatvā
er, jene sehr zahlreichen Rākṣasas erschlagend
vanam ca bhamktvā bahūpādapam tat
und jenen baumreichen Garten zerstörend
visṛjya rakṣobhavaneṣu cāgnim
und das Feuer in die Häuser der Rākṣasas entsendend
jagāma rāmam manasā mahātmā
wandte sich der Hochgesinnte in Gedanken zu Rāma

tatastu tam vānavīramukhyam | mahābalam mārutatulyavegam | mahāmatim vāyusutam variṣṭham | pratuṣṭavurdevagaṇāśca sarve ||

Dann priesen alle Götterscharen jenen ersten der Affenhelden, den Gewaltigen, dem Sturmwind an Geschwindigkeit gleich, den Weisen, den Sohn des Windes, den Vortrefflichsten.

Wort für Wort
tatastu tam vānavīramukhyam
dann jenen ersten der Affenhelden
mahābalam mārutatulyavegam
den Gewaltigen, dem Sturmwind an Geschwindigkeit gleich
mahāmatim vāyusutam variṣṭham
den Weisen, den Sohn des Windes, den Vortrefflichsten
pratuṣṭavurdevagaṇāśca sarve
priesen alle Götterscharen

bhamktvā vanam mahātejā hatvā rakṣāṃsi samyuge | dagdhvā laṅkāpurīm ramyām rarāja sa mahākapiḥ ||

Nachdem er den Garten zerstört, im Kampf die Rākṣasas erschlagen und die liebliche Stadt Laṅkā verbrannt hatte, erstrahlte der gewaltige große Affe.

Wort für Wort
bhamktvā vanam mahātejā
den Garten zerstörend, der Gewaltige
hatvā rakṣāṃsi samyuge
im Kampf die Rākṣasas erschlagend
dagdhvā laṅkāpurīm ramyām
die liebliche Stadt Laṅkā verbrennend
rarāja sa mahākapiḥ
erstrahlte der große Affe

tatra devāḥ sagandharvāḥ siddhāśca paramarṣyaḥ | dṛṣṭvā laṅkām pradgdhām tām vismayam paramam gatāḥ ||

Dort gerieten die Götter samt den Gandharvas, die Siddhas und die höchsten Weisen, als sie jenes verbrannte Laṅkā sahen, in höchstes Erstaunen.

Wort für Wort
tatra devāḥ sagandharvāḥ
dort die Götter samt den Gandharvas
siddhāśca paramarṣyaḥ
die Siddhas und die höchsten Weisen
dṛṣṭvā laṅkām pradgdhām tām
jenes verbrannte Laṅkā sehend
vismayam paramam gatāḥ
gerieten in höchstes Erstaunen

tam dṛṣṭvā vānaraśreṣṭham hanumantam mahākapim | kālāgniriti saṃcintya sarvabhūtāni tatrasuḥ ||

Jenen besten der Affen, den großen Affen Hanumān erblickend, hielten ihn alle Wesen für das Feuer des Weltuntergangs und erschraken.

Wort für Wort
tam dṛṣṭvā vānaraśreṣṭham
jenen besten der Affen erblickend
hanumantam mahākapim
den großen Affen Hanumān
kālāgniriti saṃcintya
für das Feuer des Weltuntergangs haltend
sarvabhūtāni tatrasuḥ
erschraken alle Wesen

devāśca sarve munipuṅgavāśca | gandharvavidyādharanāgayakṣāḥ | bhūtāni sarvāṇi mahānti tatra | jagmuḥ parām prītimatulyarūpām ||

Und alle Götter und die ersten der Weisen, die Gandharvas, Vidyādharas, Nāgas und Yakṣas, alle die großen Wesen dort, gelangten zu höchster, unvergleichlicher Freude.

Wort für Wort
devāśca sarve munipuṅgavāśca
und alle Götter und die ersten der Weisen
gandharvavidyādharanāgayakṣāḥ
die Gandharvas, Vidyādharas, Nāgas und Yakṣas
bhūtāni sarvāṇi mahānti tatra
alle die großen Wesen dort
jagmuḥ parām prītimatulyarūpām
gelangten zu höchster, unvergleichlicher Freude

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