'Durch Askese könnte er die Welten verbrennen, oder auch im Zorn verbrennen – jener Rāvaṇa, der Herrscher der Rākṣasas, an Macht über alle Wesen erhaben.'
tasya tām spṛśato gātram tapasā na vināśitam |
na tadagniśikhā kuryātsaṃspṛṣṭā pāṇinā satī ||
janakasya sutā kuryādyatkrodhakaluṣīkṛtā |
'Doch als er ihren Körper berührte, wurde er nicht durch ihre Askese vernichtet; nicht einmal eine Feuerzunge, von ihrer Hand berührt, würde tun, was die Tugendhafte, die Tochter Janakas, von Zorn getrübt, tun würde.'
Wort für Wort
tasya tām spṛśato gātram
als er ihren Körper berührte
tapasā na vināśitam
wurde er nicht durch Askese vernichtet
na tadagniśikhā kuryātsaṃspṛṣṭā pāṇinā satī
nicht einmal eine von ihrer Hand berührte Feuerzunge, die Tugendhafte, würde tun
janakasya sutā kuryādyatkrodhakaluṣīkṛtā
was die Tochter Janakas, von Zorn getrübt, tun würde
jāmbavatpramukhān sarvānanujñāpya mahāharīn ||
asminnevam gate kārye bhavatām ca nivedite |
nyāyyam sma saha vaidehyā draṣṭum tau pārthivātmajau ||
'Nachdem ich von allen großen Affen, angeführt von Jāmbavān, die Erlaubnis erhalten, und da nun diese Aufgabe so weit gediehen und euch berichtet ist, wäre es angemessen, samt der Vaidehī jene beiden Königssöhne zu sehen.'
Wort für Wort
jāmbavatpramukhān sarvānanujñāpya mahāharīn
von allen großen Affen, angeführt von Jāmbavān, die Erlaubnis erhaltend
brahmamaindram ca raudram ca vāyavyam vāruṇam tathā |
yadi śakrajoto.a straṇi durnirīkṣāṇi samyuge ||
tānyaham vidhaṣyāmi haniṣyāmi ca rāvaṇam |
'Das Brahmā-, das Indra-, das Rudra-, das Vāyu-, und ebenso das Varuṇa-Geschoss, und wenn selbst die von Indra entlassenen Waffen im Kampf unerträglich anzuschauen wären – auch diese werde ich abwehren und Rāvaṇa erschlagen.'
Wort für Wort
brahmamaindram ca raudram ca
das Brahmā-, das Indra-, das Rudra-Geschoss
vāyavyam vāruṇam tathā
das Vāyu- und ebenso das Varuṇa-Geschoss
yadi śakrajoto.a straṇi durnirīkṣāṇi samyuge
wenn die von Indra entlassenen Waffen im Kampf unerträglich anzuschauen wären
bhavatāmabhyanujñāto vikramo me ruṇaddhi tam ||
mayātulā visṛṣṭā hi śailavṛṣṭirnirantarā |
devānapi raṇe hanyātkim punastānniśācarān ||
'Von euch gebilligt, hält meine Tapferkeit ihn in Schach; denn ein von mir entfesselter, unaufhörlicher Bergregen könnte selbst die Götter im Kampf erschlagen – wie viel mehr jene Nachtwandler.'
sāgaro.apyatiyādvelām mandaraḥ pracaledapi |
na jāmbavantam samare kampayedarivāhinī ||
'Selbst der Ozean könnte über sein Ufer hinaustreten, selbst der Mandara-Berg könnte wanken – doch das Heer der Feinde könnte Jāmbavān im Kampf nicht erschüttern.'
Wort für Wort
sāgaro.apyatiyādvelām
selbst der Ozean könnte über sein Ufer hinaustreten
'„Es siege der überaus gewaltige Rāma, und Lakṣmaṇa, der Gewaltige; es siege König Sugrīva, vom Rāghava beschützt! Ich bin der Diener des Königs von Kosala, aus dem Wind entsprungen, Hanumān“ – so wurde mein Name überall von mir verkündet.'
'Inmitten des Aśoka-Hains des bösgesinnten Rāvaṇa, unter dem Śiṃśapā-Baum, weilt die Tugendhafte kläglich; von Rākṣasīs umringt, von Kummer und Pein abgemagert, wie eine von Wolkenstreifen umhüllte, glanzlose Mondsichel – die Vaidehī, den mit seiner Macht Übermütigen, Rāvaṇa, nicht beachtend.'
pati vratā ca suśroṇī avaṣṭabdhā ca jānakī ||
anuraktā hi vaidehī rāmam sarva ātmanā śubhā |
ananya cittā rāme ca paulomī iva puram dare ||
'Ihrem Gatten treu ergeben, die Schönhüftige, standhaft, ist Jānakī; die Vaidehī, mit ganzem Herzen an Rāma hängend, die Reine, ihre Gedanken einzig auf Rāma gerichtet, wie Paulomī auf den Städtezerstörer.'
tat eka vāsaḥ samvītā rajo dhvastā tathaiva ca |
śoka samtāpa dīna angī sītā bhartṛ hite ratā ||
'Mit ein und demselben Gewand bekleidet, und ebenso von Staub bedeckt, ihre Glieder von Kummer und Pein niedergeschlagen, ist Sītā, dem Wohl ihres Gatten ergeben.'
'Sie, immer wieder inmitten der Rākṣasīs bedroht, von den entstellten Rākṣasīs, wurde von mir im Garten gesehen, die junge Frau, mit dem einen Haarzopf, elend, ganz dem Gedanken an ihren Gatten hingegeben, auf dem Boden liegend, ihre Glieder entfärbt wie eine Lotosblüte zur Winterzeit, von Rāvaṇa abgewandten Sinnes, zum Sterben entschlossen.'
'Endlich wurde die Rehäugige zum Vertrauen gebracht; dann wurde sie von mir angesprochen und ihr die ganze Sachlage dargelegt, und, von Rāmas Bündnis mit Sugrīva hörend, gelangte sie zur Freude.'
niyataḥ samudācāro bhaktiḥ bhartari ca uttamā |
yan na hanti daśagrīvam sa mahātmā kṛtāgasam ||
'Gefestigt ist ihr Betragen, und höchste ist ihre Hingabe an den Gatten – dass jener Hochgesinnte den Zehnköpfigen, obwohl er sich vergangen hat, nicht tötet, liegt allein an ihm.'
'Rāma wird nur der auslösende Anlass für dessen Tod sein; sie, von Natur aus schlankgliedrig, ist durch die Trennung von ihm abgemagert, wie die dem nur einmal Übenden entschwindende Wissenschaft dünn geworden.'
Wort für Wort
nimitta mātram rāmaḥ tu
Rāma wird nur der Anlass sein
vadhe tasya bhaviṣyati
für dessen Tod
sā prakṛtyaiva tanvaṅgī
sie, von Natur aus schlankgliedrig
tadviyogāccha karśitā
durch die Trennung von ihm abgemagert
pratipatpāaṭhaśīlasya vidyeva tanutām gatā
wie die dem nur einmal Übenden entschwindende Wissenschaft dünn geworden