Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa

Sarga 57: Hanumataḥ Sammelanam Die Wiedervereinigung mit Hanumān

sacandra kumudam ramyam sārka kāraṇḍavam śubham | tiṣya śravaṇa kadambam abhra śaivala śādvalam ||

[Jenen Himmelsozean,] lieblich mit dem Mond als Wasserlilie, herrlich mit der Sonne als Kāraṇḍava-Ente, mit den Sternbildern Tiṣya und Śravaṇa als Blütenbüschel, mit den Wolken als Algen und Wasserpflanzen.

Wort für Wort
sacandra kumudam ramyam
lieblich mit dem Mond als Wasserlilie
sārka kāraṇḍavam śubham
herrlich mit der Sonne als Kāraṇḍava-Ente
tiṣya śravaṇa kadambam
mit Tiṣya und Śravaṇa als Blütenbüschel
abhra śaivala śādvalam
mit den Wolken als Algen und Wasserpflanzen

punarvasu mahāmīnam lohita anga mahāgraham | airāvata mahādvīpam svātī haṃsa viloḍitam ||

– mit Punarvasu als großem Fisch, mit Mars als großem Krokodil, mit Airāvata als großer Insel, von Svāti als Schwan aufgewühlt.

Wort für Wort
punarvasu mahāmīnam
mit Punarvasu als großem Fisch
lohita anga mahāgraham
mit Mars als großem Krokodil
airāvata mahādvīpam
mit Airāvata als großer Insel
svātī haṃsa viloḍitam
von Svāti als Schwan aufgewühlt

vāta samghāta jāta ūrmim candra aṃśu śiśira ambumat | bhujamga yakṣa gandharva prabuddha kamala utpalam ||

– mit Wogen, die aus dem Zusammenstoß der Winde entstanden, mit kühlem Wasser aus Mondstrahlen, mit von Schlangen, Yakṣas und Gandharvas erschlossenen Lotos- und Wasserlilienblüten.

Wort für Wort
vāta samghāta jāta ūrmim
mit Wogen, die aus dem Zusammenstoß der Winde entstanden
candra aṃśu śiśira ambumat
mit kühlem Wasser aus Mondstrahlen
bhujamga yakṣa gandharva
von Schlangen, Yakṣas und Gandharvas
prabuddha kamala utpalam
erschlossenen Lotos- und Wasserlilienblüten

hanumān mārutagatirmahānauriva sāgaram | apāramapariśrāntaḥ pupluve gaganārṇavam ||

Hanumān, in der Bewegung dem Sturmwind gleich, wie ein großes Schiff den Ozean, durchflog unermüdlich den uferlosen Himmelsozean.

Wort für Wort
hanumān mārutagatir
Hanumān, in der Bewegung dem Sturmwind gleich
mahānauriva sāgaram
wie ein großes Schiff den Ozean
apāramapariśrāntaḥ
den uferlosen, unermüdlich
pupluve gaganārṇavam
durchflog er den Himmelsozean

grāsamāna iva ākāśam tārā adhipam iva ālikhan | harann iva sanakṣatram gaganam sārka maṇḍalam ||

Gleichsam den Himmel verschlingend, gleichsam den Mond streifend, gleichsam den sternbesetzten Himmel samt der Sonnenscheibe hinwegraffend –

Wort für Wort
grāsamāna iva ākāśam
gleichsam den Himmel verschlingend
tārā adhipam iva ālikhan
gleichsam den Mond streifend
harann iva sanakṣatram
gleichsam hinwegraffend, den sternbesetzten
gaganam sārka maṇḍalam
Himmel samt der Sonnenscheibe

mārutasya ālayam śrīmān kapiḥ vyoma caro mahān | hanūmān megha jālāni vikarṣann iva gacchati ||

– der glanzvolle, große himmelswandelnde Affe Hanumān, die Wohnstatt des Windes, zog gleichsam die Wolkenmassen hinter sich her, dahinziehend.

Wort für Wort
mārutasya ālayam
die Wohnstatt des Windes
śrīmān kapiḥ vyoma caro mahān
der glanzvolle, große himmelswandelnde Affe
hanūmān megha jālāni
Hanumān, die Wolkenmassen
vikarṣann iva gacchati
gleichsam hinter sich herziehend, zog er dahin

pāṇḍura aruṇa varṇāni nīla mānjiṣṭhakāni ca | harita aruṇa varṇāni mahāabhrāṇi cakāśire ||

Weißliche, rötliche, dunkelblaue und krapprote, grünlich-rötliche große Wolken erglänzten.

Wort für Wort
pāṇḍura aruṇa varṇāni
weißliche, rötliche
nīla mānjiṣṭhakāni ca
und dunkelblaue, krapprote
harita aruṇa varṇāni
grünlich-rötliche
mahāabhrāṇi cakāśire
große Wolken erglänzten

praviśann abhra jālāni niṣkraman ca punaḥ punaḥ | pracchannaḥ ca prakāśaḥ ca candramā iva lakṣyate ||

In die Wolkenmassen eintretend und wieder heraustretend, immer wieder, erschien er verdeckt und sichtbar, dem Mond gleich.

Wort für Wort
praviśann abhra jālāni
in die Wolkenmassen eintretend
niṣkraman ca punaḥ punaḥ
und wieder heraustretend, immer wieder
pracchannaḥ ca prakāśaḥ ca
verdeckt und sichtbar
candramā iva lakṣyate
erschien er dem Mond gleich

vividhābhrāghanāsannagocaro dhavaldāmbaraḥ | dṛśyādṛśyatanurvīrastadā candrayate.embare ||

Der Held, dessen Weg nahe an den vielfältigen, dichten Wolken lag, weißgekleidet, dessen Leib sichtbar und unsichtbar war, glich damals dem Mond am Himmel.

Wort für Wort
vividhābhrāghanāsannagocaro
dessen Weg nahe an den vielfältigen, dichten Wolken lag
dhavaldāmbaraḥ
weißgekleidet
dṛśyādṛśyatanurvīras
der Held, dessen Leib sichtbar und unsichtbar war
tadā candrayate.embare
glich damals dem Mond am Himmel

tārkṣyāyamāṇo gagane babhāse vāyunandanaḥ | dārayanmeghabṛndāni niṣpataṃśca punaḥ punaḥ ||

Dem Garuḍa gleichend, erstrahlte der Sohn des Windes am Himmel, die Wolkenmassen durchbrechend und immer wieder hervorschießend.

Wort für Wort
tārkṣyāyamāṇo gagane
dem Garuḍa gleichend, am Himmel
babhāse vāyunandanaḥ
erstrahlte der Sohn des Windes
dārayanmeghabṛndāni
die Wolkenmassen durchbrechend
niṣpataṃśca punaḥ punaḥ
und immer wieder hervorschießend

nadan nādena mahatā megha svana mahāsvanaḥ | pravarān rākṣasān hatvā nāma viśrāvya cātmanaḥ ||

Mit gewaltigem Getöse brüllend, an Klang dem Donner der Wolken gleich, nachdem er die vortrefflichsten Rākṣasas erschlagen und seinen eigenen Namen verkündet hatte,

Wort für Wort
nadan nādena mahatā
mit gewaltigem Getöse brüllend
megha svana mahāsvanaḥ
an Klang dem Donner der Wolken gleich
pravarān rākṣasān hatvā
die vortrefflichsten Rākṣasas erschlagend
nāma viśrāvya cātmanaḥ
und seinen eigenen Namen verkündend

ākulām nagatīm kṛtvā vyathayitvā ca rāvaṇam | ardayitvā balam ghoram vaidehīmabhivādya ca || ājagāma mahātejāḥ punaḥ madhyena sāgaram |

– nachdem er die Stadt in Aufruhr versetzt, Rāvaṇa gequält, das furchtbare Heer bedrängt und die Vaidehī gegrüßt hatte, kehrte der Gewaltige nun mitten über den Ozean zurück.

Wort für Wort
ākulām nagatīm kṛtvā
die Stadt in Aufruhr versetzend
vyathayitvā ca rāvaṇam
und Rāvaṇa quälend
ardayitvā balam ghoram
das furchtbare Heer bedrängend
vaidehīmabhivādya ca
und die Vaidehī grüßend
ājagāma mahātejāḥ
kehrte der Gewaltige zurück
punaḥ madhyena sāgaram
wieder mitten über den Ozean

parvata indram sunābham ca samupaspṛśya vīryavān | jyā mukta iva nārāco mahāvego abhyupāgataḥ ||

Nachdem er den Herrscher der Berge, den Sunābha, kurz berührt hatte, näherte sich der Tatkräftige mit gewaltiger Geschwindigkeit, einem von der Sehne gelösten Pfeil gleich.

Wort für Wort
parvata indram sunābham ca
den Herrscher der Berge, den Sunābha
samupaspṛśya vīryavān
kurz berührend, der Tatkräftige
jyā mukta iva nārāco
einem von der Sehne gelösten Pfeil gleich
mahāvego abhyupāgataḥ
näherte er sich mit gewaltiger Geschwindigkeit

sa kiṃcit anusamprāptaḥ samālokya mahāgirim | mahāindra megha samkāśam nanāda hari pumgavaḥ ||

Er, ein wenig herangekommen, den großen, Indras Wolke gleichenden Berg erblickend, brüllte der Stier unter den Affen auf.

Wort für Wort
sa kiṃcit anusamprāptaḥ
er, ein wenig herangekommen
samālokya mahāgirim
den großen Berg erblickend
mahāindra megha samkāśam
Indras Wolke gleichend
nanāda hari pumgavaḥ
brüllte der Stier unter den Affen auf

sa pūrayāmāsa kapirdiśo daśa samantataḥ | nadannadeva mahatā meghasvanamahāsvanaḥ ||

Der Affe erfüllte die zehn Himmelsrichtungen ringsum, mit gewaltiger Stimme brüllend, an Klang dem Donner der Wolken gleich.

Wort für Wort
sa pūrayāmāsa kapirdiśo daśa
der Affe erfüllte die zehn Himmelsrichtungen
samantataḥ
ringsum
nadannadeva mahatā
mit gewaltiger Stimme brüllend
meghasvanamahāsvanaḥ
an Klang dem Donner der Wolken gleich

sa tam deśamanuprāptaḥ suhṛddarśanalālasaḥ | nanāda hariśārdūlo lāṅgūlam cāpyakampayat ||

Er, jenes Land erreichend, begierig, seine Freunde zu sehen, brüllte der Tiger unter den Affen auf und schlug auch mit seinem Schweif.

Wort für Wort
sa tam deśamanuprāptaḥ
er, jenes Land erreichend
suhṛddarśanalālasaḥ
begierig, seine Freunde zu sehen
nanāda hariśārdūlo
brüllte der Tiger unter den Affen auf
lāṅgūlam cāpyakampayat
und schlug auch mit seinem Schweif

tasya nānadyamānasya suparṇacarite pathi | phalatīvāsya ghoṣeṇa gaganam sārkamaṇḍalam |

Während er auf dem von Garuḍa durchflogenen Pfad so brüllte, schien der Himmel samt der Sonnenscheibe von seinem Getöse gleichsam zu bersten.

Wort für Wort
tasya nānadyamānasya
während er so brüllte
suparṇacarite pathi
auf dem von Garuḍa durchflogenen Pfad
phalatīvāsya ghoṣeṇa
von seinem Getöse schien gleichsam zu bersten
gaganam sārkamaṇḍalam
der Himmel samt der Sonnenscheibe

ye tu tatrottare tīre samudrasya mahābalāḥ | pūrvam samviṣṭhitāḥ śūrā vāyuputradidṛkṣavaḥ ||

Doch jene gewaltigen, tapferen [Affen], die zuvor am nördlichen Ufer des Ozeans aufgestellt waren, begierig, den Sohn des Windes zu sehen –

Wort für Wort
ye tu tatrottare tīre
die aber am nördlichen Ufer
samudrasya mahābalāḥ
des Ozeans, die gewaltigen
pūrvam samviṣṭhitāḥ śūrā
zuvor aufgestellten Tapferen
vāyuputradidṛkṣavaḥ
begierig, den Sohn des Windes zu sehen

mahato vātanunnasya toyadasyeva garjitam | śuśruvuste tadā ghoṣamūruvegam hanūmataḥ ||

– vernahmen damals das Getöse Hanumāns, von gewaltiger Wucht, wie das Grollen einer vom Sturm getriebenen großen Wolke.

Wort für Wort
mahato vātanunnasya
einer großen, vom Sturm getriebenen
toyadasyeva garjitam
Wolke Grollen gleich
śuśruvuste tadā ghoṣam
vernahmen sie damals das Getöse
ūruvegam hanūmataḥ
von gewaltiger Wucht, Hanumāns

te dīnamanasaḥ sarve śuśruvuḥ kānanaukasaḥ | vānarendrasya nirghoṣam parjanyaninadopamam ||

Sie alle, niedergeschlagenen Sinnes, die Waldbewohner, vernahmen das Getöse des Affenfürsten, dem Grollen der Regenwolke gleich.

Wort für Wort
te dīnamanasaḥ sarve
sie alle, niedergeschlagenen Sinnes
śuśruvuḥ kānanaukasaḥ
vernahmen die Waldbewohner
vānarendrasya nirghoṣam
das Getöse des Affenfürsten
parjanyaninadopamam
dem Grollen der Regenwolke gleich

niśamya nadato nādam vānarāḥ te samantataḥ | babhūvuḥ utsukāḥ sarve suhṛt darśana kānkṣiṇaḥ ||

Als sie das Brüllen des Rufenden vernahmen, wurden jene Affen ringsum alle begierig, verlangend, ihren Freund zu sehen.

Wort für Wort
niśamya nadato nādam
das Brüllen des Rufenden vernehmend
vānarāḥ te samantataḥ
jene Affen ringsum
babhūvuḥ utsukāḥ sarve
wurden alle begierig
suhṛt darśana kānkṣiṇaḥ
verlangend, den Freund zu sehen

jāmbavān sa hari śreṣṭhaḥ prīti samhṛṣṭa mānasaḥ | upāmantrya harīn sarvān idam vacanam abravīt |

Jāmbavān, jener beste der Affen, von Freude erregten Sinnes, alle Affen anredend, sprach dieses Wort:

Wort für Wort
jāmbavān sa hari śreṣṭhaḥ
Jāmbavān, jener beste der Affen
prīti samhṛṣṭa mānasaḥ
von Freude erregten Sinnes
upāmantrya harīn sarvān
alle Affen anredend
idam vacanam abravīt
sprach er dieses Wort

sarvathā kṛta kāryo asau hanūmān na atra saṃśayaḥ | na hi asya akṛta kāryasya nāda evam vidho bhavet |

'Auf jeden Fall hat jener Hanumān seine Aufgabe vollbracht, kein Zweifel besteht daran; denn wäre seine Aufgabe unvollbracht, so wäre sein Ruf nicht von solcher Art.'

Wort für Wort
sarvathā kṛta kāryo asau
auf jeden Fall hat jener seine Aufgabe vollbracht
hanūmān na atra saṃśayaḥ
Hanumān, kein Zweifel besteht daran
na hi asya akṛta kāryasya
denn wäre seine Aufgabe unvollbracht
nāda evam vidho bhavet
so wäre sein Ruf nicht von solcher Art

tasyā bāhu ūru vegam ca ninādam ca mahātmanaḥ | niśamya harayo hṛṣṭāḥ samutpetuḥ tataḥ tataḥ ||

Die Wucht seiner Arme und Schenkel und das Getöse des Hochgesinnten vernehmend, sprangen die Affen erfreut von überallher empor.

Wort für Wort
tasyā bāhu ūru vegam ca
die Wucht seiner Arme und Schenkel
ninādam ca mahātmanaḥ
und das Getöse des Hochgesinnten
niśamya harayo hṛṣṭāḥ
vernehmend, sprangen die Affen erfreut
samutpetuḥ tataḥ tataḥ
von überallher empor

te naga agrān naga agrāṇi śikharāt śikharāṇi ca | prahṛṣṭāḥ samapadyanta hanūmantam didṛkṣavaḥ ||

Sie sprangen hocherfreut von Baumwipfel zu Baumwipfel, von Gipfel zu Gipfel, begierig, Hanumān zu sehen.

Wort für Wort
te naga agrān naga agrāṇi
sie von Baumwipfel zu Baumwipfel
śikharāt śikharāṇi ca
und von Gipfel zu Gipfel
prahṛṣṭāḥ samapadyanta
sprangen hocherfreut
hanūmantam didṛkṣavaḥ
begierig, Hanumān zu sehen

te prītāḥ pādapa agreṣu gṛhya śākhāḥ supuṣpitāḥ | vāsāṃsi iva prakāśāni samāvidhyanta vānarāḥ ||

Erfreut ergriffen die Affen auf den Baumwipfeln die reichblühenden Zweige und schwenkten sie wie leuchtende Gewänder.

Wort für Wort
te prītāḥ pādapa agreṣu
erfreut, auf den Baumwipfeln
gṛhya śākhāḥ supuṣpitāḥ
die reichblühenden Zweige ergreifend
vāsāṃsi iva prakāśāni
wie leuchtende Gewänder
samāvidhyanta vānarāḥ
schwenkten die Affen sie

girigahvarasamlīno yathā garjati mārutaḥ | evam jagarja balavān hanumānmārutātamajaḥ ||

Wie der in einer Bergschlucht eingeschlossene Sturmwind brüllt, so brüllte der gewaltige Hanumān, der Sohn des Windes.

Wort für Wort
girigahvarasamlīno
in einer Bergschlucht eingeschlossen
yathā garjati mārutaḥ
wie der Sturmwind brüllt
evam jagarja balavān
so brüllte der Gewaltige
hanumānmārutātamajaḥ
Hanumān, der Sohn des Windes

tam abhra ghana saṃkāśam āpatantam mahākapim | dṛṣṭvā te vānarāḥ sarve tasthuḥ prānjalayaḥ tadā ||

Jenen, einer dichten Wolke gleichenden, heranstürmenden großen Affen erblickend, standen alle jene Affen damals mit gefalteten Händen da.

Wort für Wort
tam abhra ghana saṃkāśam
jenen, einer dichten Wolke gleichenden
āpatantam mahākapim
heranstürmenden großen Affen
dṛṣṭvā te vānarāḥ sarve
erblickend, alle jene Affen
tasthuḥ prānjalayaḥ tadā
standen damals mit gefalteten Händen da

tataḥ tu vegavān tasya gireḥ giri nibhaḥ kapiḥ | nipapāta mahāindrasya śikhare pādapa ākule ||

Dann fiel der schnelle, bergesgleiche Affe auf den mit Bäumen bestandenen Gipfel jenes Berges Mahendra herab.

Wort für Wort
tataḥ tu vegavān
dann der schnelle
tasya gireḥ giri nibhaḥ kapiḥ
der jenem Berg gleiche Affe
nipapāta mahāindrasya śikhare
fiel auf den Gipfel des Mahendra
pādapa ākule
der mit Bäumen bestandene

harṣeṇāpūryamāṇo.asau ramye parvatanirghare | cinnapakṣa ivākāśātpapāta dharaṇīdharaḥ ||

Von Freude erfüllt, fiel er auf der lieblichen Bergquelle nieder, wie ein Bergträger mit abgeschnittenen Flügeln vom Himmel.

Wort für Wort
harṣeṇāpūryamāṇo.asau
er, von Freude erfüllt
ramye parvatanirghare
auf der lieblichen Bergquelle
cinnapakṣa ivākāśāt
wie mit abgeschnittenen Flügeln vom Himmel
papāta dharaṇīdharaḥ
fiel er, ein Bergträger

tataḥ te prīta manasaḥ sarve vānara pumgavāḥ | hanūmantam mahātmānam parivārya upatasthire ||

Dann umringten alle jene Stiere unter den Affen, frohen Sinnes, den hochgesinnten Hanumān und traten vor ihn hin.

Wort für Wort
tataḥ te prīta manasaḥ
dann sie, frohen Sinnes
sarve vānara pumgavāḥ
alle Stiere unter den Affen
hanūmantam mahātmānam
den hochgesinnten Hanumān
parivārya upatasthire
umringend traten sie vor ihn hin

parivārya ca te sarve parām prītim upāgatāḥ |

Und ihn umringend, gelangten sie alle zu höchster Freude.

Wort für Wort
parivārya ca te sarve
und ihn umringend, sie alle
parām prītim upāgatāḥ
gelangten zu höchster Freude

prahṛṣṭa vadanāḥ sarve tam arogam upāgatam | upāyanāni ca ādāya mūlāni ca phalāni ca || pratyarcayan hari śreṣṭham harayo māruta ātmajam |

Mit hocherfreuten Gesichtern, Geschenke, Wurzeln und Früchte darbringend, ehrten die Affen alle jenen unversehrt Zurückgekehrten, den besten der Affen, den Sohn des Windes.

Wort für Wort
prahṛṣṭa vadanāḥ sarve
alle mit hocherfreuten Gesichtern
tam arogam upāgatam
ihn, den unversehrt Zurückgekehrten
upāyanāni ca ādāya
Geschenke darbringend
mūlāni ca phalāni ca
und Wurzeln und Früchte
pratyarcayan hari śreṣṭham
ehrten den besten der Affen
harayo māruta ātmajam
die Affen den Sohn des Windes

hanūmān tu gurūn vṛddhān jāmbavat pramukhān tadā | kumāram angadam caiva so avandata mahākapiḥ ||

Hanumān aber verneigte sich damals vor den ehrwürdigen Alten, angeführt von Jāmbavān, und vor dem Prinzen Angada, der große Affe.

Wort für Wort
hanūmān tu gurūn vṛddhān
Hanumān aber vor den ehrwürdigen Alten
jāmbavat pramukhān tadā
angeführt von Jāmbavān, damals
kumāram angadam caiva
und vor dem Prinzen Angada
so avandata mahākapiḥ
verneigte sich der große Affe

sa tābhyām pūjitaḥ pūjyaḥ kapibhiḥ ca prasāditaḥ | dṛṣṭā devī iti vikrāntaḥ saṃkṣepeṇa nyavedayat ||

Er, von jenen beiden geehrt, der Ehrwürdige, und von den Affen freundlich begrüßt, verkündete der Tapfere in Kürze: 'Die Göttin ist gesehen.'

Wort für Wort
sa tābhyām pūjitaḥ pūjyaḥ
er, von jenen beiden geehrt, der Ehrwürdige
kapibhiḥ ca prasāditaḥ
und von den Affen freundlich begrüßt
dṛṣṭā devī iti vikrāntaḥ
'die Göttin ist gesehen', der Tapfere
saṃkṣepeṇa nyavedayat
verkündete in Kürze

niṣasāda ca hastena gṛhītvā vālinaḥ sutam | ramaṇīye vana uddeśe mahāindrasya gireḥ tadā ||

Und er setzte sich, den Sohn Vālins bei der Hand ergreifend, an jenem lieblichen Waldplatz des Berges Mahendra nieder.

Wort für Wort
niṣasāda ca hastena
und er setzte sich, bei der Hand
gṛhītvā vālinaḥ sutam
den Sohn Vālins ergreifend
ramaṇīye vana uddeśe
an dem lieblichen Waldplatz
mahāindrasya gireḥ tadā
des Berges Mahendra, damals

hanūmān abravīdt hṛṣṭaḥ tadā tān vānara ṛṣabhān | aśoka vanikā saṃsthā dṛṣṭā sā janaka ātmajā ||

Hanumān sprach damals erfreut zu jenen Stieren unter den Affen: 'Im Aśoka-Hain weilend wurde jene Tochter Janakas von mir gesehen.'

Wort für Wort
hanūmān abravīdt hṛṣṭaḥ
Hanumān sprach erfreut
tadā tān vānara ṛṣabhān
damals zu jenen Stieren unter den Affen
aśoka vanikā saṃsthā
im Aśoka-Hain weilend
dṛṣṭā sā janaka ātmajā
wurde jene Tochter Janakas gesehen

rakṣyamāṇā sughorābhī rākṣasībhiḥ aninditā | eka veṇī dharā bālā rāma darśana lālasā ||

'Bewacht von überaus schrecklichen Rākṣasīs, die Untadelige, das junge Weib mit dem einen Haarzopf, verlangend, Rāma wiederzusehen.'

Wort für Wort
rakṣyamāṇā sughorābhī
bewacht von überaus schrecklichen
rākṣasībhiḥ aninditā
Rākṣasīs, die Untadelige
eka veṇī dharā bālā
das junge Weib mit dem einen Haarzopf
rāma darśana lālasā
verlangend, Rāma wiederzusehen

upavāsa pariśrāntā malinā jaṭilā kṛśā |

'Vom Fasten erschöpft, unrein, mit verfilztem Haar, abgemagert.'

Wort für Wort
upavāsa pariśrāntā
vom Fasten erschöpft
malinā jaṭilā kṛśā
unrein, mit verfilztem Haar, abgemagert

tato dṛṣṭā iti vacanam mahāartham amṛta upamam | niśamya māruteḥ sarve muditā vānarā bhavan ||

Dann, das bedeutsame, dem Nektar gleichende Wort 'Sie ist gesehen' vom Sohn des Windes vernehmend, wurden alle Affen froh.

Wort für Wort
tato dṛṣṭā iti vacanam
dann das Wort 'sie ist gesehen'
mahāartham amṛta upamam
bedeutsam, dem Nektar gleichend
niśamya māruteḥ sarve
vom Sohn des Windes vernehmend, alle
muditā vānarā bhavan
wurden die Affen froh

kṣveḍanti anye nadanti anye garjanti anye mahābalāḥ | cakruḥ kila kilām anye pratigarjanti ca apare ||

Manche schrien auf, manche brüllten, manche, die Gewaltigen, tosten, manche machten Freudenlärm, und andere brüllten zurück.

Wort für Wort
kṣveḍanti anye nadanti anye
manche schrien auf, manche brüllten
garjanti anye mahābalāḥ
manche, die Gewaltigen, tosten
cakruḥ kila kilām anye
manche machten Freudenlärm
pratigarjanti ca apare
und andere brüllten zurück

kecit ucchrita lāngūlāḥ prahṛṣṭāḥ kapi kunjarāḥ | ancita āyata dīrghāṇi lāngūlāni pravivyadhuḥ ||

Manche, die Elefanten unter den Affen, hocherfreut, mit erhobenen Schweifen, schwangen ihre gekrümmten, langen, ausgestreckten Schweife.

Wort für Wort
kecit ucchrita lāngūlāḥ
manche mit erhobenen Schweifen
prahṛṣṭāḥ kapi kunjarāḥ
hocherfreut, die Elefanten unter den Affen
ancita āyata dīrghāṇi
gekrümmte, ausgestreckte, lange
lāngūlāni pravivyadhuḥ
Schweife schwangen sie

apare tu hanūmantam vānarā vāraṇa upamam | āplutya giri śṛngebhyaḥ saṃspṛśanti sma harṣitāḥ ||

Andere Affen aber, von den Berggipfeln herabspringend, berührten freudig Hanumān, der einem Elefanten gleicht.

Wort für Wort
apare tu hanūmantam
andere aber Hanumān
vānarā vāraṇa upamam
die Affen, der einem Elefanten gleicht
āplutya giri śṛngebhyaḥ
von den Berggipfeln herabspringend
saṃspṛśanti sma harṣitāḥ
berührten sie freudig

ukta vākyam hanūmantam angadaḥ tu tadā abravīt | sarveṣām hari vīrāṇām madhye vācam anuttamām ||

Zu Hanumān, dem so Angesprochenen, sprach dann Angada, inmitten aller Affenhelden, ein unübertreffliches Wort:

Wort für Wort
ukta vākyam hanūmantam
zu Hanumān, dem Angesprochenen
angadaḥ tu tadā abravīt
sprach dann Angada
sarveṣām hari vīrāṇām madhye
inmitten aller Affenhelden
vācam anuttamām
ein unübertreffliches Wort

sattve vīrye na te kaścit samo vānara vidyate | yat avaplutya vistīrṇam sāgaram punaḥ āgataḥ ||

'An Wesenskraft und Heldenmut ist dir kein Affe gleich, der du den weiten Ozean überspringend wieder zurückgekehrt bist.'

Wort für Wort
sattve vīrye na te kaścit
an Wesenskraft und Heldenmut ist dir keiner
samo vānara vidyate
gleich, o Affe, vorhanden
yat avaplutya vistīrṇam sāgaram
da du den weiten Ozean überspringend
punaḥ āgataḥ
wieder zurückgekehrt bist

aho svāmini te bhaktiraho vīryamaho dhṛtiḥ | diṣṭyā dṛṣṭā tvayā devī rāma patnī yaśasvinī || diṣṭyā tyakṣyati kākutsthaḥ śokam sītā viyogajam |

'Ei, deine Treue zu deinem Herrn! Ei, deine Tapferkeit! Ei, deine Standhaftigkeit! Zum Glück wurde von dir die Göttin gesehen, die ruhmreiche Gattin Rāmas; zum Glück wird der Kakutstha-Sohn den aus Sītās Trennung entstandenen Kummer ablegen.'

Wort für Wort
aho svāmini te bhaktir
ei, deine Treue zu deinem Herrn
aho vīryamaho dhṛtiḥ
ei, deine Tapferkeit, ei, deine Standhaftigkeit
diṣṭyā dṛṣṭā tvayā devī
zum Glück wurde von dir die Göttin gesehen
rāma patnī yaśasvinī
die ruhmreiche Gattin Rāmas
diṣṭyā tyakṣyati kākutsthaḥ
zum Glück wird der Kakutstha-Sohn ablegen
śokam sītā viyogajam
den aus Sītās Trennung entstandenen Kummer

tato angadam hanūmantam jāmbavantam ca vānarāḥ | parivārya pramuditā bhejire vipulāḥ śilāḥ ||

Dann umringten die Affen, hocherfreut, Angada, Hanumān und Jāmbavān und ließen sich auf den weiten Felsen nieder.

Wort für Wort
tato angadam hanūmantam
dann Angada, Hanumān
jāmbavantam ca vānarāḥ
und Jāmbavān, die Affen
parivārya pramuditā
umringend, hocherfreut
bhejire vipulāḥ śilāḥ
ließen sich auf den weiten Felsen nieder

śrotu kāmāḥ samudrasya langhanam vānara uttamāḥ | darśanam ca api lankāyāḥ sītāyā rāvaṇasya ca ||

Begierig zu hören von der Überquerung des Ozeans, jene besten Affen, und auch vom Anblick Laṅkās, Sītās und Rāvaṇas –

Wort für Wort
śrotu kāmāḥ samudrasya langhanam
begierig zu hören von der Überquerung des Ozeans
vānara uttamāḥ
jene besten Affen
darśanam ca api lankāyāḥ
und auch vom Anblick Laṅkās
sītāyā rāvaṇasya ca
Sītās und Rāvaṇas

tasthuḥ prānjalayaḥ sarve hanūmat vadana unmukhāḥ |

– standen sie alle mit gefalteten Händen da, ihre Gesichter Hanumāns Antlitz zugewandt.

Wort für Wort
tasthuḥ prānjalayaḥ sarve
sie alle standen mit gefalteten Händen da
hanūmat vadana unmukhāḥ
ihre Gesichter Hanumāns Antlitz zugewandt

tasthau tatra angadaḥ śrīmān vānaraiḥ bahubhiḥ vṛtaḥ | upāsyamāno vibudhaiḥ divi deva patiḥ yathā ||

Dort verweilte der glanzvolle Angada, von vielen Affen umgeben, verehrt, wie der Herr der Götter im Himmel, von den Weisen verehrt.

Wort für Wort
tasthau tatra angadaḥ śrīmān
dort verweilte der glanzvolle Angada
vānaraiḥ bahubhiḥ vṛtaḥ
von vielen Affen umgeben
upāsyamāno vibudhaiḥ
verehrt von den Weisen
divi deva patiḥ yathā
wie der Herr der Götter im Himmel

hanūmatā kīrtimatā yaśasvinā | tathā angadena angada baddha bāhunā | mudā tadā adhyāsitam unnatam mahan | mahī dhara agram jvalitam śriyā abhavat ||

Von dem ruhmreichen, ruhmvollen Hanumān und ebenso von Angada, dessen Arme mit dem Armreif geschmückt waren, damals voll Freude bestiegen, erstrahlte der erhabene, große Berggipfel in Glanz.

Wort für Wort
hanūmatā kīrtimatā yaśasvinā
von dem ruhmreichen, ruhmvollen Hanumān
tathā angadena
und ebenso von Angada
angada baddha bāhunā
dessen Arme mit dem Armreif geschmückt
mudā tadā adhyāsitam
damals voll Freude bestiegen
unnatam mahan mahī dhara agram
der erhabene, große Berggipfel
jvalitam śriyā abhavat
erstrahlte in Glanz

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