Dann wurde ich von der Göttin nochmals mit bestürzter Rede angesprochen, aus Zuneigung zu dir, o Tiger unter den Männern, und aus Freundschaft überlegend:
'„So auf vielerlei Weise soll Rāma, der Sohn des Daśaratha, von dir angesprochen werden, damit er mich rasch erlange, nachdem er Rāvaṇa im Kampf getötet hat.“'
'„Der aus deinem Nichterscheinen entstehende Kummer würde mich, die schon von Leid überwältigte, unglückliche, dem Leid Verfallene, noch weiter quälen.“'
balaiḥ samagraiḥ yadi mām hatvā rāvaṇam āhave |
vijayī svām purīm rāmo nayet tat syāt yaśaḥ karam ||
'„Wenn aber Rāma, siegreich, mit all seinen Streitkräften, nachdem er Rāvaṇa im Kampf getötet hat, mich in seine eigene Stadt führte, das wäre ruhmbringend.“'
yathā aham tasya vīrasya vanāt upadhinā hṛtā |
rakṣasā tat bhayāt eva tathā na arhati rāghavaḥ ||
'„So wie ich, jenes Helden Frau, durch List aus dem Wald von dem Rākṣasa geraubt wurde, gerade aus Furcht - so geziemt es dem Nachkommen Raghus nicht, gleichermaßen zu handeln.“'
balaiḥ tu samkulām kṛtvā lankām para bala ardanaḥ |
mām nayet yadi kākutsthaḥ tat tasya sadṛśam bhavet ||
'„Wenn aber der Nachkomme des Kakutstha, der Vernichter feindlicher Heere, Laṅkā mit seinen Streitkräften überflutet und mich dann fortführt, das wäre seiner würdig.“'
'„O Göttin, Sugrīva, der Herr der Heere der Affen und Bären, der Vorzüglichste unter den Springern, mit Tapferkeit begabt, hat um deinetwillen einen festen Entschluss gefasst.“'
Wort für Wort
devi hari ṛkṣa sainyānām
o Göttin, der Heere der Affen und Bären
īśvaraḥ plavatām varaḥ
der Herr, der Vorzüglichste unter den Springern
sugrīvaḥ sattva sampannaḥ
Sugrīva, mit Tapferkeit begabt
tava arthe kṛta niścayaḥ
hat um deinetwillen einen festen Entschluss gefasst
aham tāvat iha prāptaḥ kim punaḥ te mahābalāḥ |
na hi prakṛṣṭāḥ preṣyante preṣyante hi itare janāḥ ||
'„Ich zumindest bin hierher gelangt - wieviel mehr erst jene gewaltig Starken; denn nicht werden die Vorzüglichsten entsandt, entsandt werden vielmehr die Übrigen.“'
mama pṛṣṭha gatau tau ca candra sūryāv iva uditau |
tvat sakāśam mahābhāge nṛ simhāv āgamiṣyataḥ ||
'„Und jene beiden, auf meinem Rücken reitend, wie aufgegangene Mond und Sonne, werden zu dir gelangen, o Hochglückselige, die beiden Löwen unter den Männern.“'
Wort für Wort
mama pṛṣṭha gatau tau ca
und jene beiden auf meinem Rücken
candra sūryāv iva uditau
wie aufgegangene Mond und Sonne
tvat sakāśam mahābhāge
zu dir, o Hochglückselige
nṛ simhāv āgamiṣyataḥ
werden die beiden Löwen unter den Männern gelangen
'„Bald wirst du die heldenhaften Affen erblicken, mit Krallen und Zähnen bewaffnet, an Kraft Löwen und Tigern gleich, an Glanz dem Herrn der Affen ähnlich, versammelt.“'
nivṛtta vana vāsam ca tvayā sārdham arim damam |
abhiṣiktam ayodhyāyām kṣipram drakṣyasi rāghavam ||
'„Bald wirst du den Nachkommen Raghus erblicken, den Bezwinger der Feinde, von seinem Waldaufenthalt zurückgekehrt, zusammen mit dir, in Ayodhyā gesalbt.“'
tato mayā vāgbhiḥ adīna bhāṣiṇī |
śivābhiḥ iṣṭābhiḥ abhiprasāditā |
jagāma śāntim mama maithila ātmajā |
tava api śokena tathā abhipīḍitā ||
Da wurde, von mir mit heilsamen, willkommenen Worten besänftigt, sie, die nicht kläglich Redende, die Tochter des Königs von Mithilā, zur Ruhe geführt, obgleich auch sie von deinem Kummer so bedrängt war.
Wort für Wort
tato mayā vāgbhiḥ
da von mir mit Worten
adīna bhāṣiṇī
sie, die nicht kläglich Redende
śivābhiḥ iṣṭābhiḥ abhiprasāditā
mit heilsamen, willkommenen besänftigt
jagāma śāntim mama maithila ātmajā
gelangte zur Ruhe, die Tochter des Königs von Mithilā