na sāma rakṣahsu guṇāya kalpate |
na danam artha upaciteṣu vartate |
na bheda sādhyā bala darpitā janāḥ |
parākramaḥ tu eṣa mama iha rocate ||
Milde nützt bei den Rākṣasas nichts; Geschenke wirken nicht bei denen, die an Reichtum überfüllt sind; durch Zwietracht sind vor Kraft übermütige Leute nicht zu gewinnen – Tapferkeit allein gefällt mir hier.
Wort für Wort
na sāma rakṣahsu guṇāya kalpate
Milde nützt bei den Rākṣasas nicht
na danam artha upaciteṣu vartate
Geschenke wirken nicht bei den an Reichtum Überfüllten
na bheda sādhyā bala darpitā janāḥ
durch Zwietracht sind vor Kraft übermütige Leute nicht zu gewinnen
na ca asya kāryasya parākramāt ṛte |
viniścayaḥ kaścit iha upapadyate |
hṛta pravīrāḥ tu raṇe hi rākṣasāḥ |
kathaṃcit īyuḥ yat iha adya mārdavam ||
Und ohne Tapferkeit gibt es für diese Aufgabe hier keinen sicheren Ausgang; nur wenn den Rākṣasas ihre Helden im Kampf entrissen werden, mögen sie auf irgendeine Weise heute hier Milde zeigen.
Wort für Wort
na ca asya kāryasya parākramāt ṛte
und ohne Tapferkeit für diese Aufgabe
viniścayaḥ kaścit iha upapadyate
gibt es hier keinen sicheren Ausgang
hṛta pravīrāḥ tu raṇe hi rākṣasāḥ
nur wenn den Rākṣasas die Helden im Kampf entrissen werden
kārye karmaṇi nirdiṣṭaḥ yo bahūni api sādhayet |
pūrva kārya virodhena sa kāryam kartum arhati ||
Wer, mit einer Aufgabe betraut, noch viele weitere vollbringen kann, ohne der ursprünglichen Aufgabe zu widersprechen, der ist würdig, die Aufgabe zu erfüllen.
na hi ekaḥ sādhako hetuḥ svalpasya api iha karmaṇaḥ |
yo hi artham bahudhā veda sa samartho artha sādhane ||
Denn ein einziger Grund reicht nicht aus, selbst um eine kleine Aufgabe zu vollbringen; wer aber den Zweck auf vielerlei Weise erkennt, der ist fähig, den Zweck zu erreichen.
iha eva tāvat kṛta niścayo hi aham |
yadi vrajeyam plavaga īśvara ālayam |
para ātma sammarda viśeṣa tattvavit |
tataḥ kṛtam syān mama bhartṛ śāsanam ||
Hier zunächst, so bin ich fest entschlossen: wenn ich zur Wohnstatt des Affenfürsten zurückkehrte, kundig der Besonderheiten im Vergleich der eigenen und der fremden Kräfte, dann wäre der Befehl meines Herrn erfüllt.
Wort für Wort
iha eva tāvat kṛta niścayo hi aham
hier zunächst bin ich fest entschlossen
yadi vrajeyam plavaga īśvara ālayam
wenn ich zur Wohnstatt des Affenfürsten ginge
para ātma sammarda viśeṣa tattvavit
kundig der Besonderheiten im Vergleich eigener und fremder Kraft
katham nu khalv adya bhavet sukha āgatam |
prasahya yuddham mama rākṣasaiḥ saha |
tathaiva khalv ātma balam ca sāravat |
samānayen mām ca raṇe daśa ānanaḥ ||
Wie könnte es heute leicht geschehen, dass ich mit den Rākṣasas gewaltsam kämpfe, und dass ebenso der Zehnköpfige seine eigene Kraft und Stärke gegen mich in der Schlacht zusammenbringt?
Wort für Wort
katham nu khalv adya bhavet sukha āgatam
wie könnte es heute leicht geschehen
prasahya yuddham mama rākṣasaiḥ saha
dass ich mit den Rākṣasas gewaltsam kämpfe
tathaiva khalv ātma balam ca sāravat
und ebenso seine eigene starke Kraft
samānayen mām ca raṇe daśa ānanaḥ
der Zehnköpfige gegen mich in der Schlacht zusammenbringt
tataḥ samāsādya raṇe daśānanaṃ |
samantrivargam sabalaprayāyinam |
hṛdi sthitam tasya matam balaṃ ca vai |
sukhena mattvā.ahamitaḥ punarvraje ||
Dann, nachdem ich in der Schlacht dem Zehnköpfigen begegnet bin, samt seinem Ministerrat und dem heranrückenden Heer, und seine im Herzen verborgene Absicht und seine Kraft erkannt habe, will ich beruhigt von hier zurückkehren.
Wort für Wort
tataḥ samāsādya raṇe daśānanaṃ
dann, dem Zehnköpfigen in der Schlacht begegnend
samantrivargam sabalaprayāyinam
samt Ministerrat und heranrückendem Heer
hṛdi sthitam tasya matam balaṃ ca vai
und seine im Herzen verborgene Absicht und Kraft fürwahr
sukhena mattvā ahamitaḥ punarvraje
erkannt habend will ich beruhigt von hier zurückkehren
tato mahat sāśva mahāratha dvipam |
balam samāneṣv api rākṣasa adhipaḥ |
triśūla kāla āyasa paṭṭiśa āyudham |
tato mahat yuddham idam bhaviṣyati ||
Dann wird der Herrscher der Rākṣasas ein großes Heer aus Pferden, großen Wagen und Elefanten heranführen, bewaffnet mit Dreizack, schwarzem Eisen und Streitäxten; dann wird dieser große Kampf entstehen.
Wort für Wort
tato mahat sāśva mahāratha dvipam
dann ein großes Heer aus Pferden, Wagen und Elefanten
balam samāneṣv api rākṣasa adhipaḥ
wird der Herrscher der Rākṣasas heranführen
triśūla kāla āyasa paṭṭiśa āyudham
bewaffnet mit Dreizack, schwarzem Eisen, Streitäxten
Ich aber, von unbehinderter Kraft, werde jenen von Rāvaṇa entsandten Heeren, den von wildem Mut Erfüllten, im Kampf begegnen, sie vernichten, und froh zur Wohnstatt des Affenfürsten zurückkehren.
Wort für Wort
aham tu taiḥ samyati caṇḍa vikramaiḥ
ich aber jenen im Kampf, von wildem Mut
sametya rakṣobhiḥ asamga vikramaḥ
begegnend den Rākṣasas, von unbehinderter Kraft
nihatya tat rāvaṇa coditam balam
nachdem ich das von Rāvaṇa entsandte Heer vernichtet habe
sukham gamiṣyāmi kapi īśvara ālayam
werde ich froh zur Wohnstatt des Affenfürsten gehen
Vom Geschrei mancherlei Vögel, mit zerstörten Wasserbecken, mit kupferrot verfärbten, erschöpften Fluren, ward der Garten mit ermatteten Bäumen und Schlingpflanzen bedeckt.
latā gṛhaiḥ citra gṛhaiḥ ca nāśitaiḥ |
mahāuragaiḥ vyāla mṛgaiḥ ca nirdhutaiḥ |
śilā gṛhaiḥ unmathitaiḥ tathā gṛhaiḥ |
pranaṣṭa rūpam tat abhūn mahat vanam ||
Mit zerstörten Lauben aus Schlingpflanzen und bunten Häuschen, mit vertriebenen großen Schlangen und wilden Tieren, mit zerwühlten Felsenhäusern und anderen Bauten, verlor jener große Garten seine Gestalt.
Wort für Wort
latā gṛhaiḥ citra gṛhaiḥ ca nāśitaiḥ
mit zerstörten Schlingpflanzenlauben und bunten Häuschen
mahā uragaiḥ vyāla mṛgaiḥ ca nirdhutaiḥ
mit vertriebenen großen Schlangen und wilden Tieren
Verstört, ihrer Aśoka-Rankenpracht beraubt, ward die Waldflur zu einer Flur voll rankender Trauer – so erging es dem Lustgarten des Zehnköpfigen durch die Kraft des Affen.
Nachdem er dem Herrn der Welt diese große Kränkung seines hochgesinnten Sinnes zugefügt hatte, ergriff der Affe, allein kampfbereit gegen die Vielen von großer Kraft, in Glanz erstrahlend, das Torbogen-Gebäude als Zuflucht.
Wort für Wort
sa tasya kṛtvā jagatī pateḥ mahat
er, nachdem er dem Herrn der Welt eine große getan hatte
mahat vyalīkam manaso mahātmanaḥ
eine große Kränkung seines hochgesinnten Sinnes
yuyutsuḥ eko bahubhiḥ mahābalaiḥ
allein kampfbereit gegen die Vielen von großer Kraft
śriyā jvalan toraṇam āśritaḥ kapiḥ
in Glanz erstrahlend nahm der Affe das Torbogen-Gebäude zur Zuflucht