Kapitel 47: badarapācanatīrthamāhātmyam
Das Tīrtha Badarapācana: Srucāvatīs Askese, Indras Prüfung und die Segnung der Arundhatī
Rāma (Balarāma) besucht auf seiner Pilgerfahrt das Tīrtha Badarapācana. Erzählt wird die Askese der Srucāvatī, Tochter des Bharadvāja, die Indra zum Gatten gewinnen will, sowie die Geschichte der Arundhatī und der sieben Weisen, die das Tīrtha heiligt; am Ende beantwortet Vaiśaṃpāyana Janamejayas Frage nach Srucāvatīs Herkunft.
Vaiśaṃpāyana sprach: Darauf ging Rāma zum vortrefflichen Tīrtha Badarapācana, dessen Geschichte von Asketen und Vollendeten [erzählt wird], wo die Jungfrau [weilte], die an ihrem Gelübde festhielt.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.)
tatas tīrthavaraṃ rāmaḥ
darauf zum vortrefflichen Tīrtha Rāma (Akk./Nom.)
yayau badarapācanam
ging [zum] Badarapācana (3.Sg.Perf./Akk.)
tapasvisiddhacaritam
von Asketen und Vollendeten bewohnt/besungen, deren Wandel [dort geschah] (Kompositum, Akk.)
yatra kanyā dhṛtavratā
wo eine Jungfrau, das Gelübde tragend/haltend (Nom.Sg.f.)
Der Herr, der Oberste der Dreißig [Götter], kam zu ihrer Einsiedelei, nachdem er die Gestalt des hochgesinnten Brahmanen-Sehers Vasiṣṭha angenommen hatte.
Wort für Wort
ājagāma āśramaṃ tasyāḥ
kam zu ihrer Einsiedelei (3.Sg.Perf./Akk./Gen.)
tridaśādhipatiḥ prabhuḥ
der Oberherr der Dreißig, der Herr (Nom.)
āsthāya rūpam
angenommen habend eine Gestalt (Abs./Akk.)
viprarṣeḥ vasiṣṭhasya mahātmanaḥ
des Brahmanen-Sehers Vasiṣṭha, des Hochgesinnten (Gen.)
sarvam adya yathāśakti tava dāsyāmi suvrata; śakrabhaktyā tu te pāṇiṃ na dāsyāmi kathaṃ cana
„Alles will ich dir heute nach Kräften geben, du der schöne Gelübde Übender; doch meine Hand werde ich dir aus Hingabe an Śakra auf keine Weise geben.“
Wort für Wort
sarvam adya yathāśakti
alles heute nach Kraft/Vermögen (Akk./Adv.)
tava dāsyāmi suvrata
dir werde ich geben, o du mit guten Gelübden (Gen.-Dat./1.Sg.Fut./Vok.)
śakrabhaktyā tu
aber aus Hingabe an Śakra (Instr.)
te pāṇiṃ na dāsyāmi
dir die Hand nicht werde ich geben (Dat./Akk./1.Sg.Fut.)
ugraṃ tapaś carasi vai viditā me 'si suvrate; yadartham ayam ārambhas tava kalyāṇi hṛdgataḥ
„Strenge Askese übst du wahrlich; du bist mir bekannt, o Schönfromme. Wozu dieses Unternehmen dir ins Herz gekommen ist, o Glückliche, [das weiß ich].“
Wort für Wort
ugraṃ tapaś carasi vai
strenge Askese übst du wahrlich (Akk./2.Sg.Präs.)
viditā me 'si suvrate
bekannt mir bist du, o Gutgelobende (Part.Pass./Gen.-Dat./Vok.)
yadartham ayam ārambhaḥ
wozu dieses Unternehmen (Adv./Nom.)
tava kalyāṇi hṛdgataḥ
dein, o Glückliche, ins Herz gegangen (Gen./Vok./Part.Pass.)
pacasvaitāni subhage badarāṇi śubhavrate; pacety uktvā sa bhagavāñ jagāma balasūdanaḥ
„Koche diese Jujubenfrüchte, o Schöne, du schönes Gelübde Haltende.“ Nachdem er „Koche!“ gesagt hatte, ging der Erhabene, der Vernichter des Bala, fort.
āmantrya tāṃ tu kalyāṇīṃ tato japyaṃ jajāpa saḥ; avidūre tatas tasmād āśramāt tīrtha uttame
Nachdem er sie, die Glückliche, verabschiedet hatte, murmelte er darauf ein Gebet, nicht weit von der Einsiedelei entfernt, an einem vortrefflichen Tīrtha.
Wort für Wort
āmantrya tāṃ tu kalyāṇīm
verabschiedet habend sie, die Glückliche (Abs./Akk.f.)
tato japyaṃ jajāpa saḥ
darauf ein Murmelgebet murmelte er (Akk./3.Sg.Perf./Nom.)
avidūre tatas tasmāt
nicht fern von dort/davon (Lok./Adv./Abl.)
āśramāt tīrtha uttame
von der Einsiedelei, an einem vortrefflichen Tīrtha (Abl./Lok.)
Der Vers wird in Einheit 19 fortgesetzt; dazwischen steht die Sternpassage 18.
Da setzte sie, o König, gesammelt, schweigend, frei von Ermüdung, ganz hingegeben, in Reinheit gekleidet, [die Früchte] aufs Feuer; sie kochte, o Tiger unter den Königen, die Jujubenfrüchte, die große Gelübde Haltende.
na vaimanasyaṃ tasyāstu mukhabhedo 'tha vābhavat; śarīram agninādīpya jalamadhyeva harṣitā; tac cāsyā vacanaṃ nityam avartad dhṛdi bhārata; sarvathā badarāṇy eva paktavyānīti kanyakā; sā tan manasi kṛtvaiva maharṣer vacanaṃ śubhā; apacad badarāṇy eva na cāpacyanta bhārata; tasyāstu caraṇau vahnir dadāha bhagavān svayam; na ca tasyā manoduḥkhaṃ svalpam apy abhavat tadā
Weder Missmut zeigte sich an ihr noch eine Veränderung ihrer Miene; sie entzündete ihren Leib am Feuer und war froh wie mitten im Wasser. Und dieses sein Wort blieb ihr stets im Herzen gegenwärtig, o Bhārata: „Auf jeden Fall müssen die Jujubenfrüchte gekocht werden.“ So [dachte] die Jungfrau. Die Schöne nahm das Wort des großen Sehers in ihr Sinnen auf und kochte eben die Jujubenfrüchte, doch sie wurden nicht gar, o Bhārata. Ihre beiden Füße aber verbrannte das Feuer, der Erhabene selbst; und doch entstand ihr damals nicht einmal ein wenig seelischer Schmerz.
Wort für Wort
na vaimanasyaṃ tasyāḥ
nicht Missmut an ihr (Nom./Gen.)
mukhabhedo 'tha vābhavat
noch Veränderung der Miene entstand (Nom./Impf.)
śarīram agninādīpya jalamadhyeva harṣitā
den Leib durch Feuer entzündet, wie mitten im Wasser erfreut (Akk./Instr./Abs./Nom.f.)
tac cāsyā vacanaṃ nityam avartad dhṛdi
und dieses ihr Wort blieb stets im Herzen (Nom./Gen./Adv./Impf./Lok.)
sarvathā badarāṇy eva paktavyānīti kanyakā
auf jeden Fall Jujuben nur zu kochen, so [dachte] die Jungfrau (Adv./Gerundiv/Nom.f.)
sā tan manasi kṛtvaiva maharṣer vacanaṃ śubhā
sie, dies im Sinn gefasst habend, das Wort des Sehers, die Schöne (Abs./Lok.)
apacad badarāṇy eva na cāpacyanta bhārata
kochte nur Jujuben, sie wurden nicht gar (Impf./Impf.Pass./Vok.)
tasyāstu caraṇau vahnir dadāha bhagavān svayam
ihre Füße verbrannte Feuer, der Erhabene selbst (Akk.Du./Nom./3.Sg.Perf.)
na ca tasyā manoduḥkhaṃ svalpam apy abhavat tadā
und nicht ihr Seelenschmerz auch nur wenig entstand damals (Nom./Impf.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (*0286); „bhagavān“ für Agni ist ungewöhnlich, aber grammatisch eindeutig.
idaṃ ca te tīrthavaraṃ sthiraṃ loke bhaviṣyati; sarvapāpāpahaṃ subhru nāmnā badarapācanam; vikhyātaṃ triṣu lokeṣu brahmarṣibhir abhiplutam
„Und dieses vortreffliche Tīrtha von dir wird in der Welt beständig sein, den Sünden wehrend, o Schönbrauige, mit dem Namen Badarapācana, berühmt in den drei Welten, von Brahmanen-Sehern besucht [und gebadet].“
Wort für Wort
idaṃ ca te tīrthavaram
und dieses dein vortreffliches Tīrtha (Nom./Gen./Nom.n.)
sthiraṃ loke bhaviṣyati
beständig in der Welt wird sein (Nom./Lok./Fut.)
sarvapāpāpahaṃ subhru
alle Sünden vertreibend, o Schönbrauige (Nom.n./Vok.)
nāmnā badarapācanam
mit Namen Badarapācana (Instr./Nom.)
vikhyātaṃ triṣu lokeṣu
berühmt in den drei Welten (Part.Pass./Lok.Pl.)
brahmarṣibhir abhiplutam
von Brahmanen-Sehern aufgesucht/überströmt (Instr.Pl./Part.Pass.)
te kṛtvā cāśramaṃ tatra nyavasanta tapasvinaḥ; arundhaty api kalyāṇī taponityābhavat tadā
Nachdem sie dort eine Einsiedelei errichtet hatten, ließen sich die Asketen nieder; auch die glückverheißende Arundhatī war damals beständig der Askese hingegeben.
Wort für Wort
te kṛtvā ca āśramaṃ tatra
sie, nachdem sie eine Einsiedelei dort errichtet hatten (Nom.Pl.m., Abs.Ger.)
nyavasanta tapasvinaḥ
ließen sich nieder, die Asketen (3.Pl.Impf.Med./Nom.Pl.)
arundhatī api kalyāṇī
auch Arundhatī, die Glückverheißende (Nom.Sg.f.)
tapo-nityā abhavat tadā
der Askese beständig ergeben war da (Kompositum, Nom.Sg.f.; 3.Sg.Impf.)
Da antwortete ihr, die Anmutige, jenem Brahmanen: „Der Speisevorrat ist aufgezehrt, Brahmane; iss hier Jujubenfrüchte.“ Darauf sprach Mahādeva: „Koche diese, du Gelübdetreue.“
Wort für Wort
pratyuvāca tataḥ sā taṃ brāhmaṇam
antwortete darauf sie ihm, dem Brahmanen (3.Sg.Perf.; Akk.Sg.)
cāru-darśanā
die Anmutig-Anzusehende (Nom.Sg.f., Kompositum)
kṣīṇaḥ anna-saṃcayaḥ vipra
aufgezehrt der Speisevorrat, Brahmane (Part.Perf.Pass./Nom.Sg.; Vok.Sg.)
badarāṇi iha bhakṣaya
Jujubenfrüchte hier iss (Akk.Pl.n.; Imp.2.Sg.Kaus./Sg.)
sābravīt pṛthutāmrākṣī devaṃ saptarṣisaṃsadi; bhagavān yadi me prītas tīrthaṃ syād idam uttamam; siddhadevarṣidayitaṃ nāmnā badarapācanam
Da sprach sie mit breiten, rötlichen Augen zu dem Gott in der Versammlung der Sieben Seher: „Wenn du, Erhabener, mit mir zufrieden bist, so soll dies hier ein vortreffliches Tīrtha sein, den Siddhas, Göttern und Sehern lieb, mit Namen ‚Jujubenkochstätte‘ (Badarapācana).“
Wort für Wort
sā abravīt pṛthu-tāmra-akṣī
sie sprach, breit- und rotäugig (3.Sg.Impf.; Nom.Sg.f., Kompositum)
devaṃ sapta-ṛṣi-saṃsadi
zum Gott in der Versammlung der Sieben Seher (Akk.Sg.; Lok.Sg.f.)
bhagavan yadi me prītaḥ
Erhabener, wenn mir zugetan (Vok.; Dat./Gen.Sg.; Nom.Sg.m.)
„Wer, Gott der Götter, hier drei Nächte rein verweilt, soll durch Fasten den Lohn von zwölf Jahren erlangen.“ „So sei es“, sprach Hara zu ihr und ging da zum Himmel.
Wort für Wort
tathā asmin deva-deva-īśa
ebenso in diesem, Herr der Götter der Götter (Lok.Sg.n.; Vok.Sg.)
tri-rātram uṣitaḥ śuciḥ
drei Nächte verweilt habend, rein (Akk.Sg.n.; Part.Perf.Pass., Nom.Sg.m.)
prāpnuyāt upavāsena phalam
möge erlangen durch Fasten den Lohn (Opt.3.Sg.; Instr.Sg.)
dvādaśa-vārṣikam
den zwölfjährigen (Akk.Sg.n.)
evam astu iti tām ca uktvā
„so sei es“, und zu ihr gesagt habend (Imp.3.Sg.; Abs.Ger.)
haraḥ yātaḥ tadā divam
Hara ging da zum Himmel (Nom.Sg.m., Part.Perf.Pass.; Akk.Sg.m.)
**** **** pratyuvāca tapasvinīm; saptarṣibhiḥ stuto devas
[Lücke] sprach zur Asketin; [der Gott, von den Sieben Sehern gepriesen] [?]
Wort für Wort
**** ****
[Lücke im Text]
pratyuvāca tapasvinīm
antwortete/sprach zur Asketin (3.Sg.Perf.; Akk.Sg.f.)
sapta-ṛṣibhiḥ stutaḥ devaḥ
von den Sieben Sehern gepriesen, der Gott (Instr.Pl.; Part.Perf.Pass., Nom.Sg.m.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile der kritischen Ausgabe mit Textlücke (****); der Satzzusammenhang ist nicht herstellbar, der Schluss „devas“ wohl zu devaḥ (Nom.) im Sinne des gepriesenen Gottes zu ergänzen.
yas tv ekāṃ rajanīṃ tīrthe vatsyate susamāhitaḥ; sa snātvā prāpsyate lokān dehanyāsāc ca durlabhān
„Wer aber eine Nacht an diesem Tīrtha wohlgesammelt verweilen wird, der wird, nach dem Bad, Welten erlangen, die sonst schwer erreichbar sind, und zwar durch das Ablegen des Leibes.“
Wort für Wort
yaḥ tu ekāṃ rajanīṃ tīrthe
wer aber eine Nacht am Tīrtha (Nom.; Akk.Sg.f.; Lok.Sg.n.)
vatsyate su-samāhitaḥ
verweilen wird, wohlgesammelt (3.Sg.Fut.Med.; Nom.Sg.m.)
saḥ snātvā prāpsyate lokān
der, nachdem er gebadet hat, wird erlangen Welten (Abs.Ger.; 3.Sg.Fut.Med.; Akk.Pl.)
deha-nyāsāt ca durlabhān
und durch das Ablegen des Leibes, schwer erreichbare (Abl.Sg.m.; Akk.Pl.m.)
utsṛjya tu śubhaṃ dehaṃ jagāmendrasya bhāryatām; tapasogreṇa sā labdhvā tena reme sahācyuta
Sie aber legte den schönen Leib ab und ging ein in die Stellung von Indras Gattin; durch die grimme Askese erlangte sie ihn und erfreute sich mit dem Unerschütterlichen.
Wort für Wort
utsṛjya tu śubhaṃ deham
abgelegt habend aber den schönen Leib (Abs.Ger.; Akk.Sg.m.)
jagāma indrasya bhāryatām
ging zu Indras Gattinnenschaft (3.Sg.Perf.; Gen.; Akk.Sg.f.)
tapasā ugreṇa sā labdhvā
durch grimme Askese sie, erlangt habend (Instr.; Nom.Sg.f.; Abs.Ger.)
tena reme saha acyuta
mit ihm erfreute sie sich, [mit dem] Unerschütterlichen (Instr.; 3.Sg.Perf.Med.; Adv.; Akk./Kompos.)
„sahācyuta“ hier als „saha + acyuta“ (Beiname Indras) verstanden [?]; alternativ Vokativ „Unfallener“ an Janamejaya.
janamejaya uvāca; kā tasyā bhagavan mātā kva saṃvṛddhā ca śobhanā; śrotum icchāmy ahaṃ brahman paraṃ kautūhalaṃ hi me
Janamejaya sprach: „Wer war ihre Mutter, Erhabener, und wo wuchs die Schöne heran? Das möchte ich hören, Brahmane; denn meine Neugier ist überaus groß.“
Wort für Wort
janamejayaḥ uvāca
Janamejaya sprach (Nom.; 3.Sg.Perf.)
kā tasyāḥ bhagavan mātā
wer war ihre Mutter, Erhabener (Nom.Sg.f.; Gen.; Vok.)
kva saṃvṛddhā ca śobhanā
und wo wuchs sie heran, die Schöne (Part.Perf.Pass. Nom.Sg.f.)
śrotum icchāmi aham brahman
hören will ich, Brahmane (Inf.; 1.Sg.Präs.; Vok.)
param kautūhalam hi me
überaus große Neugier ja mir (Nom.Sg.n.; Dat./Gen.)
tasyās tu jātakarmādi kṛtvā sarvaṃ tapodhanaḥ; nāma cāsyāḥ sa kṛtavān bhāradvājo mahāmuniḥ
Nachdem er, dessen Reichtum die Askese war, für sie alles vollzogen hatte, beginnend mit der Geburtsweihe, gab ihr der große Weise Bhāradvāja auch den Namen:
Wort für Wort
tasyāḥ tu jāta-karma-ādi
für sie aber die Geburtsweihe und das Weitere (Gen.Sg.f.; Akk.Sg.n.)
kṛtvā sarvam tapaḥ-dhanaḥ
alles vollzogen habend, der Askese-Reiche (Abs.Ger.; Nom.Sg.m.)
nāma ca asyāḥ saḥ kṛtavān
und den Namen für sie gab (machte) er (Akk.Sg.n.; Gen.Sg.f.; Part.Perf.Akt.)
srucāvatīti dharmātmā tadarṣigaṇasaṃsadi; sa ca tām āśrame nyasya jagāma himavadvanam
„Srucāvatī“ — [so nannte sie] der dharmagesinnte [Weise] in der Versammlung der Seherscharen; und er ließ sie in der Einsiedelei zurück und ging in den Wald des Himavat.
Wort für Wort
srucāvatī iti dharma-ātmā
„Srucāvatī“ so, der Dharma-gesinnte (Nom.Sg.f.; Nom.Sg.m.)
tad-ṛṣi-gaṇa-saṃsadi
in der Versammlung der Seherscharen dort (Lok.Sg.f.)
saḥ ca tām āśrame nyasya
und er ließ sie in der Einsiedelei zurück (Abs.Ger.; Akk.Sg.f.; Lok.)
jagāma himavat-vanam
ging in den Wald des Himavat (3.Sg.Perf.; Akk.Sg.n.)
Der Name „srucāvatī“ ist Objekt zu kṛtavān aus dem vorigen Vers; „srucā“ = Opferlöffel (sruc) + vatī.
Dort ebenfalls badete der Großmächtige und schenkte den großen Brahmanen Reichtümer; dann zog der Erste der Vṛṣṇi, mit gesammeltem Geist, damals zum Tīrtha des Śakra.
Wort für Wort
tatra api upaspṛśya mahā-anubhāvaḥ
auch dort, nachdem er das rituelle Bad genommen hatte, der Großmächtige (Abs.Ger.; Nom.Sg.m.)
vasūni dattvā ca
und Reichtümer gegeben habend (Akk.Pl.n.; Abs.Ger.)
mahā-dvijebhyaḥ
den großen Brahmanen (Dat.Pl.)
jagāma tīrtham su-samāhita-ātmā
ging zum Tīrtha, mit wohlgesammeltem Geist (3.Sg.Perf.; Akk.; Nom.Sg.m.)
śakrasya vṛṣṇi-pravaraḥ tadānīm
des Śakra, der Beste der Vṛṣṇi, damals (Gen.; Nom.Sg.m.)
Subjekt ist Balarāma (Rāma), der Vṛṣṇi-Held aus 047.001.