Kapitel 14: ṛgvede 6.14 · agnā yo martyo duvo dhiyaṃ jujoṣa dhītibhiḥ
Agni, der Wissende, Helfer und Schützer vor Feinden
Fünf Verse im Anaphora-Stil 'Agni ...' (Verse 2, 4, 5) und ein Schlussvers mit Bitte um Überwindung der Nöte. In 6.14.6 ist der Saṃhitā-Text der Quelle abgeschnitten; übersetzt nach dem Padapāṭha. Einzelne Stellen (bhasat in Vers 1, apsām in Vers 4) sind unsicher.
agnā yo martyo duvo dhiyaṃ jujoṣa dhītibhiḥ / bhasan nuṣa pra pūrvya iṣaṃ vurītāvase
Der Sterbliche, der bei Agni den Dienst und die Andacht mit Gedanken gern hat, / der wird nun als Erster hervor(treten) [?; bhasat unklar]; er möge sich Stärkung zum Beistand wählen.
Denn auf verschiedene Weise, Agni, streiten um Hilfe die Herren, um Reichtümer [?]; / die Āyu-Leute, den Dasyu niederwerfend, mit (ihren) Geboten den Gebotslosen zu bezwingen suchend.
Agni gibt einen Helden, der im Ansturm standhält, [der] Herr der Guten [Anm.: apsām unklar; evtl. 'der Wasser', dann Held im Wasserkampf]; / vor dessen Kraft die Feinde zittern, beim Anblick aus Furcht.
Agni schützt mit Wissen den Sterblichen vor Schmähern, der Gott; / der Überwältigende, dessen Reichtum unbehindert ist, in den Wettkämpfen unbehindert.
achā no mitramaho ... [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: accha naḥ mitra-mahaḥ deva devān agne vocaḥ su-matim rodasyoḥ vīhi svastim su-kṣitim divaḥ nṝn dviṣaḥ aṃhāṃsi duḥ-itā tarema tā tarema tava avasā tarema]
Zu uns, du Freundesgroßer [Anm.: mitra-maha: groß durch Freundschaft/Bund; unsicher], Gott, sprich, Agni, zu den Göttern das Wohlwollen von Himmel und Erde; / verschaffe [?] Wohlsein, gute Wohnstatt, dem Himmel die Männer [?]: Feinde, Bedrängnisse, Nöte mögen wir überwinden; diese mögen wir überwinden, mit deiner Hilfe mögen wir überwinden. [Anm.: SA der Quelle abgeschnitten.]