Preislied auf Uṣas, die Morgenröte: ihr Aufleuchten, ihre rötlichen Rinder, ihr Vertreiben des Dunkels und die Bitte um Reichtum. Der Saṃhitā-Text von Vers 6 fehlt in der Quelle; dort wurde nur der Padapāṭha übersetzt.
Empor zur Pracht haben sich die Morgenröten leuchtend erhoben, wie die Wogen der Wasser glänzend; / sie macht alle Wege gut gangbar; die Gabenreiche, Freigebige ist [nun] da.
bhadrā dadṛkṣa urviyā vi bhāsyut te śocirbhānavo dyāmapaptan / āvirvakṣaḥ kṛṇuṣe śumbhamānoṣo devi rocamānāmahobhiḥ
Schön bist du gesehen worden, weit strahlst du auf; empor sind deine Flammen, deine Strahlen zum Himmel geflogen. / Offen machst du die Brust, dich schmückend, Uṣas, du Göttin, leuchtend mit Glanzfülle.
Es fahren dich die rötlichen, leuchtenden Rinder, die Glückliche, sich weit Ausbreitende; / sie treibt die Feinde weg wie ein Schütze, sie drängt das Dunkel zurück wie ein schneller Fahrer.
sugota te supathā parvateṣvavāte apastarasi svabhāno / sā na ā vaha pṛthuyāmannṛṣve rayiṃ divo duhitariṣayadhyai
Gut gangbar sind dir auch die Pfade in den Bergen; in der windlosen [Weite] durchmisst du die Wasser, Selbstleuchtende. / Solche bring uns her, Weitfahrende, Erhabene, Tochter des Himmels, damit wir Reichtum begehren.
Bring das her, was du mit deinen Stieren, windlos, Uṣas, als Bestes nach Gefallen fährst. / Du, Tochter des Himmels, die du als Göttin beim früheren Anruf gütig und sehenswert warst.
ut te vayaś ... [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: ut te vayaḥ cit vasateḥ apaptan naraḥ ca ye pitu-bhājaḥ vi-uṣṭau amā sate vahasi bhūri vāmam uṣaḥ devi dāśuṣe martyāya]
Empor sind bei deinem Erscheinen auch die Vögel von ihrem Nest geflogen und die Männer, die ihre Nahrung suchen, beim Aufleuchten. / Dem, der zu Hause sitzt, bringst du viel Gutes, Uṣas, Göttin, dem darbringenden Sterblichen.