Kapitel 41: ṛgvede 6.41 · aheḷamāna upa yāhi yajñaṃ tubhyaṃ pavanta indavaḥ sutāsaḥ
Einladung an Indra zum Soma
Fünf Verse: Indra wird zum Somatrank gerufen; die gepressten Tropfen sind bereitet, der Adhvaryu ist zugegen. Schwierig ist 2c/d (kākut, ‚Gaumen‘) und titirvaḥ in Vers 4.
Ohne Groll komm zur Verehrungs-Weihehandlung; / für dich läutern sich die gepressten Tropfen. / Wie Kühe zu ihrem eigenen Heim, Keulenträger, / komm her, Indra, als Erster der Verehrungswürdigen.
yā te kākut sukṛtā yā variṣṭhā yayā śaśvat pibasi madhva ūrmim / tayā pāhi pra te adhvaryurasthāt saṃ te vajrovartatāmindra gavyuḥ
Dein Gaumen [?], der wohlgetane, der weiteste, / mit dem du stets die Woge des Süßen trinkst – / mit diesem trink; vor dich ist der Adhvaryu hingetreten. / Zu dir hin soll sich die Keule wenden, Indra, rinderbegehrend. [Anm.: kākut = ‚Gaumen(wölbung)‘ nach dem Zusammenhang des Trinkens, unsicher; gavyuḥ bezieht sich auf die Keule.]
Dieser Tropfen, der Stier, der Allgestaltige, / ist dem stierstarken Indra bereitet worden: der Soma. / Trink ihn, Falbenlenker, Standhafter, Gewaltiger, / über den du seit alters gebietest, der deine Speise ist.
Gepresster Soma ist besser als nicht gepresster, Indra; / dieser ist vorzüglicher für den Wahrnehmenden zum Kampfvergnügen [?]. / Diese Weihehandlung, [du,] der du sie durchmessen hast [?], besuche; / mit ihm füll dir alle Kräfte auf. [Anm.: raṇa = ‚Freude‘ oder ‚Kampf‘; titirvaḥ von √tṝ, Konstruktion unsicher.]
hvayāmasi tvendra yāhyarvāṃ araṃ te somastanve bhavāti / śatakrato mādayasvā suteṣu prāsmānava pṛtanāsu pra vikṣu
Wir rufen dich, Indra: komm hierher! / Genug sei der Soma für deinen Leib. / Hundertkräftiger, berausche dich an den Gepressten; / fördere uns in den Kämpfen, fördere uns in den Stämmen.