Kapitel 40: ṛgvede 6.40 · indra piba tubhyaṃ suto madāyāva sya harī vi mucā sakhāyā
Einladung an Indra zum Somatrank
Einladung an Indra, den gepressten Soma zu trinken, mit den Falben zu kommen und die Weihehandlung zu stärken; am Schluss Bitte, von jedem Aufenthaltsort her mit den Marut zu kommen.
Indra, trink! Für dich ist [der Soma] zum Rausch ausgepresst. Löse aus die beiden Falben, deine Gefährten. Und stimm an [und] setz dich nieder in der Schar; dann gib der Weihehandlung [und] dem Preisenden Lebenskraft.
asya piba yasya jajñāna indra madāya kratve apibo virapśin / tamu te gāvo nara āpo adririnduṃ samahyan pītaye samasmai
Von diesem trink, von dem du, geboren, Indra, zum Rausch [und] zur Kraft getrunken hast, Erhabener [?]. Ihn haben dir Rinder, Männer, Wasser, Stein, den Tropfen, zum Trinken zusammengebracht, alle zusammen für ihn [?]. [Anm.: PP verderbt (jajñanaḥ, ndra); Sinn klar.]
Bei entzündetem Feuer, bei gepresstem Soma, Indra, sollen dich die Falben, die besten Fahrer, herbeifahren. Mit auf dich gerichtetem Sinn rufe ich eindringlich, Indra: Komm her zu unserem großen Wohlergehen.
ā yāhi śaśvaduśatā yayāthendra mahā manasā somapeyam / upa brahmāṇi śṛṇava imā no 'thā te yajñastanve vayo dhāt
Komm her! Immer wieder bist du mit verlangendem, großem Sinn zum Somatrunk gekommen, Indra. Höre diese unsere Sprüche; dann soll die Weihehandlung deinem Leib Lebenskraft geben.
yadindra divi pārye yad ṛdhag yad vā sve sadane yatra vāsi / ato no yajñamavase niyutvān sajoṣāḥ pāhi girvaṇo marudbhiḥ
Ob du, Indra, im Himmel, im entscheidenden [Raum] [?], ob für dich abgesondert, ob in deinem eigenen Sitz oder wo immer du bist: von dort schütze [oder: trink] unsere Weihehandlung zur Hilfe, Gespannherr, einträchtig, Liedfreund, mit den Marut. [Anm.: pāhi von √pā „schützen“ oder „trinken“; beide Lesarten möglich.]