Kapitel 30: ṛgvede 6.30 · bhūya id vāvṛdhe vīryāyaneko ajuryo dayate vasūni
Indras Größe und kosmische Taten
Preis von Indras alles überragender Macht: Er stützt die Welt, öffnet den Strömen den Weg, tötet die Schlange, sprengt den Berg und erzeugt Sonne, Himmel und Morgenröte.
bhūya id vāvṛdhe vīryāyaneko ajuryo dayate vasūni / pra ririce diva indraḥ pṛthivyā ardhamidasya prati rodasī ubhe
Noch mehr ist er zur Heldenkraft gewachsen; er allein, unalternd, teilt die Güter zu. Indra überragt Himmel und Erde; nur eine Hälfte von ihm [entsprechen] beide Welten.
Da meine ich: Groß ist seine Herrenmacht, [die Dinge], die er hält; niemand mindert sie. Tag für Tag ist die Sonne sehenswert geworden; die Wohnstätten hat der Wohlgesinnte weit auseinandergesetzt.
adyā cin nū cit tadapo nadīnāṃ yadābhyo arado gātumindra / ni parvatā admasado na sedustvayā dṛḷhāni sukrato rajāṃsi
Heute wie jetzt [gilt] dies als Werk der Ströme [?], dass du ihnen den Weg furchtest, Indra. Die Berge ließen sich nicht wie Tischgäste nieder; durch dich sind die Räume befestigt, o Wohlmeinender.
satyamit tan na tvāvānanyo astīndra devo na martyo jyāyān / ahannahiṃ pariśayānamarṇo 'vāsṛjo apo achā samudram
Wahrhaftig ist dies: Kein anderer, dir gleich, ist, Indra, weder Gott noch Sterblicher, der größer wäre. Du erschlugst die Schlange, die die Fluten umlagerte; du ließest die Wasser hinab, dem Meer entgegen.
Du [hast] die Wasser, die Türen, die nach allen Seiten [offenen], aufgebrochen, Indra; das Feste des Berges brachst du. Du wurdest König der Welt und der Menschenstämme, zugleich Sonne, Himmel und Morgenröte erzeugend. [Anm.: Satzbau des ersten Halbverses locker; Verb arujaḥ gilt für alle Objekte.]