Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Virāṭaparva

Kapitel 21: Kīcakavadhaparva (9) Kīcakas Tod

Der Höhepunkt der Kīcaka-Episode: Bhīma weist Draupadī an, Kīcaka für die Nacht in die leere Tanzhalle zu bestellen. Kīcaka, der Draupadī am nächsten Morgen erneut bedrängt, geht auf den vermeintlichen Handel ein; Draupadī vereinbart mit ihm ein nächtliches Treffen und berichtet Bhīma davon. Bhīma legt sich in der Dunkelheit auf das Lager; der ahnungslose Kīcaka, der Draupadī zu finden glaubt, findet stattdessen den Tod. Ein erbitterter Ringkampf endet damit, dass Bhīma Kīcaka buchstäblich zu einem Fleischklumpen zermalmt. Draupadī verkündet den herbeieilenden Wächtern, ihre (fiktiven) Gandharva-Gatten hätten den Frevler getötet - die Wächter finden nur eine derart entstellte Leiche, dass sie Kopf, Hände und Füße nicht mehr zuordnen können.

bhīmasena uvāca tathā bhadre kariṣyāmi yathā tvaṃ bhīru bhāṣase adya taṃ sūdayiṣyāmi kīcakaṃ sahabāndhavam

Bhīmasena sprach: ‚So werde ich es tun, Gute, wie du es sagst, Furchtsame; noch heute werde ich diesen Kīcaka samt seinen Verwandten vernichten.

Wort für Wort
bhīmasena uvāca tathā bhadre kariṣyāmi yathā tvaṃ bhīru bhāṣase adya taṃ sūdayiṣyāmi kīcakaṃ sahabāndhavam
Bhīmasena sprach: ‚So werde ich es tun, Gute, wie du es sagst, Furchtsame; noch heute werde ich diesen Kīcaka samt seinen Verwandten vernichten.

asyāḥ pradoṣe śarvaryāḥ kuruṣvānena saṃgamam duḥkhaṃ śokaṃ ca nirdhūya yājñaseni śucismite

In der Abenddämmerung dieser Nacht verabrede ein Treffen mit ihm, nachdem du Kummer und Trauer abgeschüttelt hast, Yājñasenī, Lieblich-Lächelnde.

Wort für Wort
asyāḥ pradoṣe śarvaryāḥ kuruṣvānena saṃgamam duḥkhaṃ śokaṃ ca nirdhūya yājñaseni śucismite
In der Abenddämmerung dieser Nacht verabrede ein Treffen mit ihm, nachdem du Kummer und Trauer abgeschüttelt hast, Yājñasenī, Lieblich-Lächelnde.

yaiṣā nartanaśālā vai matsyarājena kāritā divātra kanyā nṛtyanti rātrau yānti yathāgṛham

Jene Tanzhalle, die vom Matsya-König errichtet wurde, wo tagsüber die Mädchen tanzen und nachts jede in ihr eigenes Haus geht -

Wort für Wort
yaiṣā nartanaśālā vai matsyarājena kāritā divātra kanyā nṛtyanti rātrau yānti yathāgṛham
Jene Tanzhalle, die vom Matsya-König errichtet wurde, wo tagsüber die Mädchen tanzen und nachts jede in ihr eigenes Haus geht -

tatrāsti śayanaṃ bhīru dṛḍhāṅgaṃ supratiṣṭhitam tatrāsya darśayiṣyāmi pūrvapretān pitāmahān

dort gibt es ein Lager, Furchtsame, fest gefügt und wohlaufgestellt; dort werde ich ihm seine längst verstorbenen Ahnen zeigen.

Wort für Wort
tatrāsti śayanaṃ bhīru dṛḍhāṅgaṃ supratiṣṭhitam tatrāsya darśayiṣyāmi pūrvapretān pitāmahān
dort gibt es ein Lager, Furchtsame, fest gefügt und wohlaufgestellt; dort werde ich ihm seine längst verstorbenen Ahnen zeigen.

yathā ca tvāṃ na paśyeyuḥ kurvāṇāṃ tena saṃvidam kuryās tathā tvaṃ kalyāṇi yathā saṃnihito bhavet

Und richte es so ein, Gütige, dass niemand sieht, wie du diese Verabredung mit ihm triffst - so, dass er sich dort einfindet.‘

Wort für Wort
yathā ca tvāṃ na paśyeyuḥ kurvāṇāṃ tena saṃvidam kuryās tathā tvaṃ kalyāṇi yathā saṃnihito bhavet
Und richte es so ein, Gütige, dass niemand sieht, wie du diese Verabredung mit ihm triffst - so, dass er sich dort einfindet.‘

vaiśaṃpāyana uvāca tathā tau kathayitvā tu bāṣpam utsṛjya duḥkhitau rātriśeṣaṃ tad atyugraṃ dhārayām āsatur hṛdā

Vaiśampāyana sprach: Nachdem sie so gesprochen hatten, verbrachten die beiden, Tränen vergießend, bekümmert, den Rest jener überaus schrecklichen Nacht, sie im Herzen ertragend.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tathā tau kathayitvā tu bāṣpam utsṛjya duḥkhitau rātriśeṣaṃ tad atyugraṃ dhārayām āsatur hṛdā
Vaiśampāyana sprach: Nachdem sie so gesprochen hatten, verbrachten die beiden, Tränen vergießend, bekümmert, den Rest jener überaus schrecklichen Nacht, sie im Herzen ertragend.

tasyāṃ rātryāṃ vyatītāyāṃ prātar utthāya kīcakaḥ gatvā rājakulāyaiva draupadīm idam abravīt

Als jene Nacht vergangen war, stand Kīcaka am Morgen auf, ging zum Königshaus und sprach zu Draupadī Folgendes:

Wort für Wort
tasyāṃ rātryāṃ vyatītāyāṃ prātar utthāya kīcakaḥ gatvā rājakulāyaiva draupadīm idam abravīt
Als jene Nacht vergangen war, stand Kīcaka am Morgen auf, ging zum Königshaus und sprach zu Draupadī Folgendes:

sabhāyāṃ paśyato rājñaḥ pātayitvā padāhanam na caivālabhathās trāṇam abhipannā balīyasā

‚Obwohl ich dich in der Versammlung vor den Augen des Königs mit dem Fuß zu Boden schlug, fandest du keinen Schutz, überwältigt von einem Stärkeren.

Wort für Wort
sabhāyāṃ paśyato rājñaḥ pātayitvā padāhanam na caivālabhathās trāṇam abhipannā balīyasā
‚Obwohl ich dich in der Versammlung vor den Augen des Königs mit dem Fuß zu Boden schlug, fandest du keinen Schutz, überwältigt von einem Stärkeren.

pravādena hi matsyānāṃ rājā nāmnāyam ucyate aham eva hi matsyānāṃ rājā vai vāhinīpatiḥ

Denn nur dem Gerücht nach wird jener König der Matsyas genannt; ich selbst bin in Wahrheit der König der Matsyas, der Herr des Heeres.

Wort für Wort
pravādena hi matsyānāṃ rājā nāmnāyam ucyate aham eva hi matsyānāṃ rājā vai vāhinīpatiḥ
Denn nur dem Gerücht nach wird jener König der Matsyas genannt; ich selbst bin in Wahrheit der König der Matsyas, der Herr des Heeres.

sā sukhaṃ pratipadyasva dāso bhīru bhavāmi te ahnāya tava suśroṇi śataṃ niṣkān dadāmy aham

Nimm also das Glück an; ich werde dein Sklave sein, Furchtsame; noch heute gebe ich dir hundert Goldstücke, du Schönhüftige.

Wort für Wort
sā sukhaṃ pratipadyasva dāso bhīru bhavāmi te ahnāya tava suśroṇi śataṃ niṣkān dadāmy aham
Nimm also das Glück an; ich werde dein Sklave sein, Furchtsame; noch heute gebe ich dir hundert Goldstücke, du Schönhüftige.

dāsīśataṃ ca te dadyāṃ dāsānām api cāparam rathaṃ cāśvatarīyuktam astu nau bhīru saṃgamaḥ

Und hundert Dienerinnen will ich dir geben, dazu noch Diener, und einen mit Maultieren bespannten Wagen; lass uns vereint sein, Furchtsame.‘

Wort für Wort
dāsīśataṃ ca te dadyāṃ dāsānām api cāparam rathaṃ cāśvatarīyuktam astu nau bhīru saṃgamaḥ
Und hundert Dienerinnen will ich dir geben, dazu noch Diener, und einen mit Maultieren bespannten Wagen; lass uns vereint sein, Furchtsame.‘

draupady uvāca ekaṃ me samayaṃ tv adya pratipadyasva kīcaka na tvāṃ sakhā vā bhrātā vā jānīyāt saṃgataṃ mayā

Draupadī sprach: ‚Nimm heute eine einzige Bedingung von mir an, Kīcaka: Kein Freund und kein Bruder von dir soll wissen, dass du mit mir zusammengekommen bist.

Wort für Wort
draupady uvāca ekaṃ me samayaṃ tv adya pratipadyasva kīcaka na tvāṃ sakhā vā bhrātā vā jānīyāt saṃgataṃ mayā
Draupadī sprach: ‚Nimm heute eine einzige Bedingung von mir an, Kīcaka: Kein Freund und kein Bruder von dir soll wissen, dass du mit mir zusammengekommen bist.

avabodhād dhi bhītāsmi gandharvāṇāṃ yaśasvinām evaṃ me pratijānīhi tato 'haṃ vaśagā tava

Denn ich fürchte mich davor, dass die ruhmreichen Gandharven es erfahren; verspreche mir dies, dann werde ich dir gefügig sein.‘

Wort für Wort
avabodhād dhi bhītāsmi gandharvāṇāṃ yaśasvinām evaṃ me pratijānīhi tato 'haṃ vaśagā tava
Denn ich fürchte mich davor, dass die ruhmreichen Gandharven es erfahren; verspreche mir dies, dann werde ich dir gefügig sein.‘

kīcaka uvāca evam etat kariṣyāmi yathā suśroṇi bhāṣase eko bhadre gamiṣyāmi śūnyam āvasathaṃ tava

Kīcaka sprach: ‚So werde ich es tun, wie du es sagst, Schönhüftige; allein, Gute, werde ich zu deiner leeren Wohnstatt kommen,

Wort für Wort
kīcaka uvāca evam etat kariṣyāmi yathā suśroṇi bhāṣase eko bhadre gamiṣyāmi śūnyam āvasathaṃ tava
Kīcaka sprach: ‚So werde ich es tun, wie du es sagst, Schönhüftige; allein, Gute, werde ich zu deiner leeren Wohnstatt kommen,

samāgamārthaṃ rambhoru tvayā madanamohitaḥ yathā tvāṃ nāvabhotsyanti gandharvāḥ sūryavarcasaḥ

um mit dir zusammenzukommen, du mit den Schenkeln wie Bananenstauden, von Liebesverlangen nach dir betört - so, dass die sonnenglänzenden Gandharven es nicht bemerken.‘

Wort für Wort
samāgamārthaṃ rambhoru tvayā madanamohitaḥ yathā tvāṃ nāvabhotsyanti gandharvāḥ sūryavarcasaḥ
um mit dir zusammenzukommen, du mit den Schenkeln wie Bananenstauden, von Liebesverlangen nach dir betört - so, dass die sonnenglänzenden Gandharven es nicht bemerken.‘

draupady uvāca yad idaṃ nartanāgāraṃ matsyarājena kāritam divātra kanyā nṛtyanti rātrau yānti yathāgṛham

Draupadī sprach: ‚Jene Tanzhalle, die vom Matsya-König errichtet wurde, wo tagsüber die Mädchen tanzen und nachts jede in ihr eigenes Haus geht -

Wort für Wort
draupady uvāca yad idaṃ nartanāgāraṃ matsyarājena kāritam divātra kanyā nṛtyanti rātrau yānti yathāgṛham
Draupadī sprach: ‚Jene Tanzhalle, die vom Matsya-König errichtet wurde, wo tagsüber die Mädchen tanzen und nachts jede in ihr eigenes Haus geht -

tamisre tatra gacchethā gandharvās tan na jānate tatra doṣaḥ parihṛto bhaviṣyati na saṃśayaḥ

dorthin sollst du im Dunkeln kommen; die Gandharven kennen diesen Ort nicht; dort wird jeder Makel vermieden werden, ohne Zweifel.‘

Wort für Wort
tamisre tatra gacchethā gandharvās tan na jānate tatra doṣaḥ parihṛto bhaviṣyati na saṃśayaḥ
dorthin sollst du im Dunkeln kommen; die Gandharven kennen diesen Ort nicht; dort wird jeder Makel vermieden werden, ohne Zweifel.‘

vaiśaṃpāyana uvāca tam arthaṃ pratijalpantyāḥ kṛṣṇāyāḥ kīcakena ha divasārdhaṃ samabhavan māsenaiva samaṃ nṛpa

Vaiśampāyana sprach: Während Kṛṣṇā diese Sache mit Kīcaka besprach, verging ein halber Tag, o König, als wäre er einem ganzen Monat gleich.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tam arthaṃ pratijalpantyāḥ kṛṣṇāyāḥ kīcakena ha divasārdhaṃ samabhavan māsenaiva samaṃ nṛpa
Vaiśampāyana sprach: Während Kṛṣṇā diese Sache mit Kīcaka besprach, verging ein halber Tag, o König, als wäre er einem ganzen Monat gleich.

kīcako 'tha gṛhaṃ gatvā bhṛśaṃ harṣapariplutaḥ sairandhrīrūpiṇaṃ mūḍho mṛtyuṃ taṃ nāvabuddhavān

Kīcaka aber ging nach Hause, überströmt von Freude; der Tor erkannte nicht, dass dies der Tod selbst war, der die Gestalt der Sairandhrī angenommen hatte.

Wort für Wort
kīcako 'tha gṛhaṃ gatvā bhṛśaṃ harṣapariplutaḥ sairandhrīrūpiṇaṃ mūḍho mṛtyuṃ taṃ nāvabuddhavān
Kīcaka aber ging nach Hause, überströmt von Freude; der Tor erkannte nicht, dass dies der Tod selbst war, der die Gestalt der Sairandhrī angenommen hatte.

gandhābharaṇamālyeṣu vyāsaktaḥ sa viśeṣataḥ alaṃcakāra so ''tmānaṃ satvaraḥ kāmamohitaḥ

Besonders eifrig mit Duftstoffen, Schmuck und Kränzen beschäftigt, schmückte er sich hastig, von Begierde betört.

Wort für Wort
gandhābharaṇamālyeṣu vyāsaktaḥ sa viśeṣataḥ alaṃcakāra so ''tmānaṃ satvaraḥ kāmamohitaḥ
Besonders eifrig mit Duftstoffen, Schmuck und Kränzen beschäftigt, schmückte er sich hastig, von Begierde betört.

tasya tat kurvataḥ karma kālo dīrgha ivābhavat anucintayataś cāpi tām evāyatalocanām

Ihm, der diese Verrichtung ausführte, erschien die Zeit lang, während er immerzu an sie, die Langäugige, dachte.

Wort für Wort
tasya tat kurvataḥ karma kālo dīrgha ivābhavat anucintayataś cāpi tām evāyatalocanām
Ihm, der diese Verrichtung ausführte, erschien die Zeit lang, während er immerzu an sie, die Langäugige, dachte.

āsīd abhyadhikā cāsya śrīḥ śriyaṃ pramumukṣataḥ nirvāṇakāle dīpasya vartīm iva didhakṣataḥ

Sein Glanz wurde noch größer, gerade als er ihn zu verlieren im Begriff war - wie der Docht einer Lampe im Augenblick des Erlöschens noch einmal heller aufleuchten will.

Wort für Wort
āsīd abhyadhikā cāsya śrīḥ śriyaṃ pramumukṣataḥ nirvāṇakāle dīpasya vartīm iva didhakṣataḥ
Sein Glanz wurde noch größer, gerade als er ihn zu verlieren im Begriff war - wie der Docht einer Lampe im Augenblick des Erlöschens noch einmal heller aufleuchten will.

kṛtasaṃpratyayas tatra kīcakaḥ kāmamohitaḥ nājānād divasaṃ yāntaṃ cintayānaḥ samāgamam

Kīcaka, voller Zuversicht, von Begierde betört, bemerkte nicht, wie der Tag verging, da er nur an das bevorstehende Treffen dachte.

Wort für Wort
kṛtasaṃpratyayas tatra kīcakaḥ kāmamohitaḥ nājānād divasaṃ yāntaṃ cintayānaḥ samāgamam
Kīcaka, voller Zuversicht, von Begierde betört, bemerkte nicht, wie der Tag verging, da er nur an das bevorstehende Treffen dachte.

tatas tu draupadī gatvā tadā bhīmaṃ mahānase upātiṣṭhata kalyāṇī kauravyaṃ patim antikāt

Draupadī aber ging darauf in die Küche und trat, die Gütige, nahe an ihren Kaurava-Gatten Bhīma heran.

Wort für Wort
tatas tu draupadī gatvā tadā bhīmaṃ mahānase upātiṣṭhata kalyāṇī kauravyaṃ patim antikāt
Draupadī aber ging darauf in die Küche und trat, die Gütige, nahe an ihren Kaurava-Gatten Bhīma heran.

tam uvāca sukeśāntā kīcakasya mayā kṛtaḥ saṃgamo nartanāgāre yathāvocaḥ paraṃtapa

Sie, die Schönhaarige, sprach zu ihm: ‚Ein Treffen mit Kīcaka ist von mir in der Tanzhalle verabredet worden, ganz wie du gesagt hast, du Bezwinger der Feinde.

Wort für Wort
tam uvāca sukeśāntā kīcakasya mayā kṛtaḥ saṃgamo nartanāgāre yathāvocaḥ paraṃtapa
Sie, die Schönhaarige, sprach zu ihm: ‚Ein Treffen mit Kīcaka ist von mir in der Tanzhalle verabredet worden, ganz wie du gesagt hast, du Bezwinger der Feinde.

śūnyaṃ sa nartanāgāram āgamiṣyati kīcakaḥ eko niśi mahābāho kīcakaṃ taṃ niṣūdaya

Kīcaka wird allein bei Nacht zur leeren Tanzhalle kommen, du Großarmiger; töte diesen Kīcaka.

Wort für Wort
śūnyaṃ sa nartanāgāram āgamiṣyati kīcakaḥ eko niśi mahābāho kīcakaṃ taṃ niṣūdaya
Kīcaka wird allein bei Nacht zur leeren Tanzhalle kommen, du Großarmiger; töte diesen Kīcaka.

taṃ sūtaputraṃ kaunteya kīcakaṃ madadarpitam gatvā tvaṃ nartanāgāraṃ nirjīvaṃ kuru pāṇḍava

Geh zur Tanzhalle, Sohn der Kuntī, Pāṇḍava, und mache diesen von Stolz verblendeten Sūta-Sohn Kīcaka leblos.

Wort für Wort
taṃ sūtaputraṃ kaunteya kīcakaṃ madadarpitam gatvā tvaṃ nartanāgāraṃ nirjīvaṃ kuru pāṇḍava
Geh zur Tanzhalle, Sohn der Kuntī, Pāṇḍava, und mache diesen von Stolz verblendeten Sūta-Sohn Kīcaka leblos.

darpāc ca sūtaputro 'sau gandharvān avamanyate taṃ tvaṃ praharatāṃ śreṣṭha naḍaṃ nāga ivoddhara

Aus Stolz verachtet dieser Sūta-Sohn die Gandharven; reiß ihn aus, du Bester der Kämpfer, wie ein Elefant ein Schilfrohr ausreißt.

Wort für Wort
darpāc ca sūtaputro 'sau gandharvān avamanyate taṃ tvaṃ praharatāṃ śreṣṭha naḍaṃ nāga ivoddhara
Aus Stolz verachtet dieser Sūta-Sohn die Gandharven; reiß ihn aus, du Bester der Kämpfer, wie ein Elefant ein Schilfrohr ausreißt.

aśru duḥkhābhibhūtāyā mama mārjasva bhārata ātmanaś caiva bhadraṃ te kuru mānaṃ kulasya ca

Wisch die Tränen ab von mir, die ich vom Leid überwältigt bin, o Bhārata; tu es zu deinem eigenen Heil und zur Ehre unserer Familie.‘

Wort für Wort
aśru duḥkhābhibhūtāyā mama mārjasva bhārata ātmanaś caiva bhadraṃ te kuru mānaṃ kulasya ca
Wisch die Tränen ab von mir, die ich vom Leid überwältigt bin, o Bhārata; tu es zu deinem eigenen Heil und zur Ehre unserer Familie.‘

bhīmasena uvāca svāgataṃ te varārohe yan mā vedayase priyam na hy asya kaṃ cid icchāmi sahāyaṃ varavarṇini

Bhīmasena sprach: ‚Willkommen sind mir deine Worte, du Schönhüftige, da du mir diese frohe Nachricht bringst; für diese Aufgabe wünsche ich mir keinerlei Gehilfen, du Schönfarbige.

Wort für Wort
bhīmasena uvāca svāgataṃ te varārohe yan mā vedayase priyam na hy asya kaṃ cid icchāmi sahāyaṃ varavarṇini
Bhīmasena sprach: ‚Willkommen sind mir deine Worte, du Schönhüftige, da du mir diese frohe Nachricht bringst; für diese Aufgabe wünsche ich mir keinerlei Gehilfen, du Schönfarbige.

yā me prītis tvayākhyātā kīcakasya samāgame hatvā hiḍimbaṃ sā prītir mamāsīd varavarṇini

Die Freude, die du mir eben angekündigt hast bei der Aussicht auf das Treffen mit Kīcaka - eben diese Freude war meine, als ich Hiḍimba erschlug, du Schönfarbige.

Wort für Wort
yā me prītis tvayākhyātā kīcakasya samāgame hatvā hiḍimbaṃ sā prītir mamāsīd varavarṇini
Die Freude, die du mir eben angekündigt hast bei der Aussicht auf das Treffen mit Kīcaka - eben diese Freude war meine, als ich Hiḍimba erschlug, du Schönfarbige.

satyaṃ bhrātṝṃś ca dharmaṃ ca puraskṛtya bravīmi te kīcakaṃ nihaniṣyāmi vṛtraṃ devapatir yathā

Bei der Wahrheit, bei meinen Brüdern und bei der Rechtschaffenheit sage ich dir: Ich werde Kīcaka erschlagen, wie der Herr der Götter einst Vṛtra erschlug.

Wort für Wort
satyaṃ bhrātṝṃś ca dharmaṃ ca puraskṛtya bravīmi te kīcakaṃ nihaniṣyāmi vṛtraṃ devapatir yathā
Bei der Wahrheit, bei meinen Brüdern und bei der Rechtschaffenheit sage ich dir: Ich werde Kīcaka erschlagen, wie der Herr der Götter einst Vṛtra erschlug.

taṃ gahvare prakāśe vā pothayiṣyāmi kīcakam atha ced avabhotsyanti haṃsye matsyān api dhruvam

Diesen Kīcaka werde ich zerschmettern, sei es im Verborgenen oder öffentlich; und sollten sie es bemerken, werde ich gewiss auch die Matsyas erschlagen.

Wort für Wort
taṃ gahvare prakāśe vā pothayiṣyāmi kīcakam atha ced avabhotsyanti haṃsye matsyān api dhruvam
Diesen Kīcaka werde ich zerschmettern, sei es im Verborgenen oder öffentlich; und sollten sie es bemerken, werde ich gewiss auch die Matsyas erschlagen.

tato duryodhanaṃ hatvā pratipatsye vasuṃdharām kāmaṃ matsyam upāstāṃ hi kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ

Danach werde ich Duryodhana erschlagen und die Erde in Besitz nehmen; mag der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, dem Matsya-König einstweilen dienen, wie es ihm beliebt.‘

Wort für Wort
tato duryodhanaṃ hatvā pratipatsye vasuṃdharām kāmaṃ matsyam upāstāṃ hi kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ
Danach werde ich Duryodhana erschlagen und die Erde in Besitz nehmen; mag der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, dem Matsya-König einstweilen dienen, wie es ihm beliebt.‘

draupady uvāca yathā na saṃtyajethās tvaṃ satyaṃ vai matkṛte vibho nigūḍhas tvaṃ tathā vīra kīcakaṃ vinipātaya

Draupadī sprach: ‚Damit du meinetwegen nicht von der Wahrheit abweichst, o Mächtiger - bringe Kīcaka zu Fall, Held, während du verborgen bleibst.‘

Wort für Wort
draupady uvāca yathā na saṃtyajethās tvaṃ satyaṃ vai matkṛte vibho nigūḍhas tvaṃ tathā vīra kīcakaṃ vinipātaya
Draupadī sprach: ‚Damit du meinetwegen nicht von der Wahrheit abweichst, o Mächtiger - bringe Kīcaka zu Fall, Held, während du verborgen bleibst.‘

bhīmasena uvāca evam etat kariṣyāmi yathā tvaṃ bhīru bhāṣase adṛśyamānas tasyādya tamasvinyām anindite

Bhīmasena sprach: ‚So werde ich es tun, wie du es sagst, Furchtsame; unsichtbar für ihn, heute, in der Dunkelheit, du Makellose,

Wort für Wort
bhīmasena uvāca evam etat kariṣyāmi yathā tvaṃ bhīru bhāṣase adṛśyamānas tasyādya tamasvinyām anindite
Bhīmasena sprach: ‚So werde ich es tun, wie du es sagst, Furchtsame; unsichtbar für ihn, heute, in der Dunkelheit, du Makellose,

nāgo bilvam ivākramya pothayiṣyāmy ahaṃ śiraḥ alabhyām icchatas tasya kīcakasya durātmanaḥ

werde ich, wie ein Elefant eine Bilva-Frucht zertritt, den Kopf jenes bösartigen Kīcaka zermalmen, der begehrt, was ihm nicht zusteht.‘

Wort für Wort
nāgo bilvam ivākramya pothayiṣyāmy ahaṃ śiraḥ alabhyām icchatas tasya kīcakasya durātmanaḥ
werde ich, wie ein Elefant eine Bilva-Frucht zertritt, den Kopf jenes bösartigen Kīcaka zermalmen, der begehrt, was ihm nicht zusteht.‘

vaiśaṃpāyana uvāca bhīmo 'tha prathamaṃ gatvā rātrau channa upāviśat mṛgaṃ harir ivādṛśyaḥ pratyākāṅkṣat sa kīcakam

Vaiśampāyana sprach: Bhīma ging nun als Erster dorthin und setzte sich bei Nacht verborgen nieder, unsichtbar wie ein Löwe, der auf ein Wild lauert; er wartete auf Kīcaka.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca bhīmo 'tha prathamaṃ gatvā rātrau channa upāviśat mṛgaṃ harir ivādṛśyaḥ pratyākāṅkṣat sa kīcakam
Vaiśampāyana sprach: Bhīma ging nun als Erster dorthin und setzte sich bei Nacht verborgen nieder, unsichtbar wie ein Löwe, der auf ein Wild lauert; er wartete auf Kīcaka.

kīcakaś cāpy alaṃkṛtya yathākāmam upāvrajat tāṃ velāṃ nartanāgāre pāñcālīsaṃgamāśayā

Auch Kīcaka, nach Herzenslust geschmückt, kam zu jener Stunde zur Tanzhalle, in der Hoffnung auf ein Treffen mit der Pāñcālī.

Wort für Wort
kīcakaś cāpy alaṃkṛtya yathākāmam upāvrajat tāṃ velāṃ nartanāgāre pāñcālīsaṃgamāśayā
Auch Kīcaka, nach Herzenslust geschmückt, kam zu jener Stunde zur Tanzhalle, in der Hoffnung auf ein Treffen mit der Pāñcālī.

manyamānaḥ sa saṃketam āgāraṃ prāviśac ca tam praviśya ca sa tad veśma tamasā saṃvṛtaṃ mahat

An das verabredete Treffen denkend, betrat er das Haus; und nachdem er jenes große, von Dunkelheit verhüllte Gebäude betreten hatte,

Wort für Wort
manyamānaḥ sa saṃketam āgāraṃ prāviśac ca tam praviśya ca sa tad veśma tamasā saṃvṛtaṃ mahat
An das verabredete Treffen denkend, betrat er das Haus; und nachdem er jenes große, von Dunkelheit verhüllte Gebäude betreten hatte,

pūrvāgataṃ tatas tatra bhīmam apratimaujasam ekāntam āsthitaṃ cainam āsasāda sudurmatiḥ

stieß der Übelgesinnte dort auf Bhīma von unvergleichlicher Kraft, der schon zuvor angekommen und abseits stehen geblieben war.

Wort für Wort
pūrvāgataṃ tatas tatra bhīmam apratimaujasam ekāntam āsthitaṃ cainam āsasāda sudurmatiḥ
stieß der Übelgesinnte dort auf Bhīma von unvergleichlicher Kraft, der schon zuvor angekommen und abseits stehen geblieben war.

śayānaṃ śayane tatra mṛtyuṃ sūtaḥ parāmṛśat jājvalyamānaṃ kopena kṛṣṇādharṣaṇajena ha

Der Sūta-Sohn berührte dort, auf dem Lager liegend, den Tod selbst, der vor Zorn über die Kṛṣṇā zugefügte Schmach loderte.

Wort für Wort
śayānaṃ śayane tatra mṛtyuṃ sūtaḥ parāmṛśat jājvalyamānaṃ kopena kṛṣṇādharṣaṇajena ha
Der Sūta-Sohn berührte dort, auf dem Lager liegend, den Tod selbst, der vor Zorn über die Kṛṣṇā zugefügte Schmach loderte.

upasaṃgamya caivainaṃ kīcakaḥ kāmamohitaḥ harṣonmathitacittātmā smayamāno 'bhyabhāṣata

Und sich ihm nähernd, sprach Kīcaka, von Begierde betört, sein Herz und Sinn von Freude aufgewühlt, lächelnd zu ihm:

Wort für Wort
upasaṃgamya caivainaṃ kīcakaḥ kāmamohitaḥ harṣonmathitacittātmā smayamāno 'bhyabhāṣata
Und sich ihm nähernd, sprach Kīcaka, von Begierde betört, sein Herz und Sinn von Freude aufgewühlt, lächelnd zu ihm:

prāpitaṃ te mayā vittaṃ bahurūpam anantakam tat sarvaṃ tvāṃ samuddiśya sahasā samupāgataḥ

‚Reichtum vielerlei Art, ohne Ende, habe ich dir mitgebracht; nur um deinetwillen bin ich mit all dem eilends hierhergekommen.

Wort für Wort
prāpitaṃ te mayā vittaṃ bahurūpam anantakam tat sarvaṃ tvāṃ samuddiśya sahasā samupāgataḥ
‚Reichtum vielerlei Art, ohne Ende, habe ich dir mitgebracht; nur um deinetwillen bin ich mit all dem eilends hierhergekommen.

nākasmān māṃ praśaṃsanti sadā gṛhagatāḥ striyaḥ suvāsā darśanīyaś ca nānyo 'sti tvādṛśaḥ pumān

Nicht ohne Grund preisen mich die Frauen im Haus stets; wohlriechend und ansehnlich bin ich - keinen anderen Mann gibt es wie mich für dich.‘

Wort für Wort
nākasmān māṃ praśaṃsanti sadā gṛhagatāḥ striyaḥ suvāsā darśanīyaś ca nānyo 'sti tvādṛśaḥ pumān
Nicht ohne Grund preisen mich die Frauen im Haus stets; wohlriechend und ansehnlich bin ich - keinen anderen Mann gibt es wie mich für dich.‘

bhīmasena uvāca diṣṭyā tvaṃ darśanīyo 'si diṣṭyātmānaṃ praśaṃsasi īdṛśas tu tvayā sparśaḥ spṛṣṭapūrvo na karhi cit

Bhīmasena sprach: ‚Zu deinem Glück bist du ansehnlich, zu deinem Glück lobst du dich selbst. Doch eine solche Berührung, wie diese hier, hast du noch nie zuvor erfahren.‘

Wort für Wort
bhīmasena uvāca diṣṭyā tvaṃ darśanīyo 'si diṣṭyātmānaṃ praśaṃsasi īdṛśas tu tvayā sparśaḥ spṛṣṭapūrvo na karhi cit
Bhīmasena sprach: ‚Zu deinem Glück bist du ansehnlich, zu deinem Glück lobst du dich selbst. Doch eine solche Berührung, wie diese hier, hast du noch nie zuvor erfahren.‘

vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā taṃ mahābāhur bhīmo bhīmaparākramaḥ samutpatya ca kaunteyaḥ prahasya ca narādhamam bhīmo jagrāha keśeṣu mālyavatsu sugandhiṣu

Vaiśampāyana sprach: So zu ihm sprechend, sprang der großarmige Bhīma, furchtbar an Kraft, der Sohn der Kuntī, auf, und, über den niedrigsten der Männer lachend, packte Bhīma ihn an seinem bekränzten, wohlduftenden Haar.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā taṃ mahābāhur bhīmo bhīmaparākramaḥ samutpatya ca kaunteyaḥ prahasya ca narādhamam bhīmo jagrāha keśeṣu mālyavatsu sugandhiṣu
Vaiśampāyana sprach: So zu ihm sprechend, sprang der großarmige Bhīma, furchtbar an Kraft, der Sohn der Kuntī, auf, und, über den niedrigsten der Männer lachend, packte Bhīma ihn an seinem bekränzten, wohlduftenden Haar.

sa keśeṣu parāmṛṣṭo balena balināṃ varaḥ ākṣipya keśān vegena bāhvor jagrāha pāṇḍavam

Er, an den Haaren gepackt, der Stärkste unter den Starken, riss mit Wucht seine Haare los und packte den Pāṇḍava an den Armen.

Wort für Wort
sa keśeṣu parāmṛṣṭo balena balināṃ varaḥ ākṣipya keśān vegena bāhvor jagrāha pāṇḍavam
Er, an den Haaren gepackt, der Stärkste unter den Starken, riss mit Wucht seine Haare los und packte den Pāṇḍava an den Armen.

bāhuyuddhaṃ tayor āsīt kruddhayor narasiṃhayoḥ vasante vāśitāhetor balavadgajayor iva

Ein Ringkampf mit bloßen Armen entstand zwischen den beiden zornentbrannten Männerlöwen, wie zwischen zwei mächtigen Elefanten im Frühling um eine brünstige Elefantenkuh.

Wort für Wort
bāhuyuddhaṃ tayor āsīt kruddhayor narasiṃhayoḥ vasante vāśitāhetor balavadgajayor iva
Ein Ringkampf mit bloßen Armen entstand zwischen den beiden zornentbrannten Männerlöwen, wie zwischen zwei mächtigen Elefanten im Frühling um eine brünstige Elefantenkuh.

īṣad āgalitaṃ cāpi krodhāc calapadaṃ sthitam kīcako balavān bhīmaṃ jānubhyām ākṣipad bhuvi

Kīcaka, der Starke, mit leicht gelockertem Stand, den Boden vor Zorn unter unsicherem Tritt, warf Bhīma mit seinen Knien zu Boden.

Wort für Wort
īṣad āgalitaṃ cāpi krodhāc calapadaṃ sthitam kīcako balavān bhīmaṃ jānubhyām ākṣipad bhuvi
Kīcaka, der Starke, mit leicht gelockertem Stand, den Boden vor Zorn unter unsicherem Tritt, warf Bhīma mit seinen Knien zu Boden.

pātito bhuvi bhīmas tu kīcakena balīyasā utpapātātha vegena daṇḍāhata ivoragaḥ

Bhīma aber, von dem noch stärkeren Kīcaka zu Boden geworfen, sprang sogleich mit Schwung wieder auf, wie eine mit einem Stock geschlagene Schlange.

Wort für Wort
pātito bhuvi bhīmas tu kīcakena balīyasā utpapātātha vegena daṇḍāhata ivoragaḥ
Bhīma aber, von dem noch stärkeren Kīcaka zu Boden geworfen, sprang sogleich mit Schwung wieder auf, wie eine mit einem Stock geschlagene Schlange.

spardhayā ca balonmattau tāv ubhau sūtapāṇḍavau niśīthe paryakarṣetāṃ balinau niśi nirjane

Von Wetteifer und Kraftrausch erfüllt, rangen die beiden, der Sūta-Sohn und der Pāṇḍava, beide gewaltig, um Mitternacht in der einsamen Nacht miteinander.

Wort für Wort
spardhayā ca balonmattau tāv ubhau sūtapāṇḍavau niśīthe paryakarṣetāṃ balinau niśi nirjane
Von Wetteifer und Kraftrausch erfüllt, rangen die beiden, der Sūta-Sohn und der Pāṇḍava, beide gewaltig, um Mitternacht in der einsamen Nacht miteinander.

tatas tad bhavanaśreṣṭhaṃ prākampata muhur muhuḥ balavac cāpi saṃkruddhāv anyonyaṃ tāv agarjatām

Da erbebte jenes prächtige Gebäude immer wieder heftig, und die beiden, aufs Äußerste erzürnt, brüllten einander an.

Wort für Wort
tatas tad bhavanaśreṣṭhaṃ prākampata muhur muhuḥ balavac cāpi saṃkruddhāv anyonyaṃ tāv agarjatām
Da erbebte jenes prächtige Gebäude immer wieder heftig, und die beiden, aufs Äußerste erzürnt, brüllten einander an.

talābhyāṃ tu sa bhīmena vakṣasy abhihato balī kīcako roṣasaṃtaptaḥ padān na calitaḥ padam

Kīcaka, der Starke, von Bhīma mit den flachen Händen an der Brust getroffen, von Zorn erhitzt, wich keinen Schritt von der Stelle.

Wort für Wort
talābhyāṃ tu sa bhīmena vakṣasy abhihato balī kīcako roṣasaṃtaptaḥ padān na calitaḥ padam
Kīcaka, der Starke, von Bhīma mit den flachen Händen an der Brust getroffen, von Zorn erhitzt, wich keinen Schritt von der Stelle.

muhūrtaṃ tu sa taṃ vegaṃ sahitvā bhuvi duḥsaham balād ahīyata tadā sūto bhīmabalārditaḥ

Doch nachdem er diesen kaum erträglichen Ansturm einen Augenblick standhaft ausgehalten hatte, begann der Sūta-Sohn, von Bhīmas Kraft bedrängt, an Kraft zu verlieren.

Wort für Wort
muhūrtaṃ tu sa taṃ vegaṃ sahitvā bhuvi duḥsaham balād ahīyata tadā sūto bhīmabalārditaḥ
Doch nachdem er diesen kaum erträglichen Ansturm einen Augenblick standhaft ausgehalten hatte, begann der Sūta-Sohn, von Bhīmas Kraft bedrängt, an Kraft zu verlieren.

taṃ hīyamānaṃ vijñāya bhīmaseno mahābalaḥ vakṣasy ānīya vegena mamanthainaṃ vicetasam

Als der gewaltige Bhīmasena bemerkte, dass er nachließ, zog er ihn mit Wucht an seine Brust und zermalmte ihn, bis er die Besinnung verlor.

Wort für Wort
taṃ hīyamānaṃ vijñāya bhīmaseno mahābalaḥ vakṣasy ānīya vegena mamanthainaṃ vicetasam
Als der gewaltige Bhīmasena bemerkte, dass er nachließ, zog er ihn mit Wucht an seine Brust und zermalmte ihn, bis er die Besinnung verlor.

krodhāviṣṭo viniḥśvasya punaś cainaṃ vṛkodaraḥ jagrāha jayatāṃ śreṣṭhaḥ keśeṣv eva tadā bhṛśam

Von Zorn erfüllt, schwer aufseufzend, packte Vṛkodara, der Erste unter den Siegreichen, ihn dann von Neuem heftig bei den Haaren.

Wort für Wort
krodhāviṣṭo viniḥśvasya punaś cainaṃ vṛkodaraḥ jagrāha jayatāṃ śreṣṭhaḥ keśeṣv eva tadā bhṛśam
Von Zorn erfüllt, schwer aufseufzend, packte Vṛkodara, der Erste unter den Siegreichen, ihn dann von Neuem heftig bei den Haaren.

gṛhītvā kīcakaṃ bhīmo virurāva mahābalaḥ śārdūlaḥ piśitākāṅkṣī gṛhītveva mahāmṛgam

Nachdem er Kīcaka gepackt hatte, brüllte der gewaltige Bhīma laut auf, wie ein nach Fleisch gieriger Tiger, der ein großes Wildtier gepackt hat.

Wort für Wort
gṛhītvā kīcakaṃ bhīmo virurāva mahābalaḥ śārdūlaḥ piśitākāṅkṣī gṛhītveva mahāmṛgam
Nachdem er Kīcaka gepackt hatte, brüllte der gewaltige Bhīma laut auf, wie ein nach Fleisch gieriger Tiger, der ein großes Wildtier gepackt hat.

tasya pādau ca pāṇī ca śiro grīvāṃ ca sarvaśaḥ kāye praveśayām āsa paśor iva pinākadhṛk

Dessen Füße, Hände, Kopf und Hals stauchte er allesamt in seinen Rumpf hinein, wie der Träger des Pināka-Bogens es mit einem Opfertier tut.

Wort für Wort
tasya pādau ca pāṇī ca śiro grīvāṃ ca sarvaśaḥ kāye praveśayām āsa paśor iva pinākadhṛk
Dessen Füße, Hände, Kopf und Hals stauchte er allesamt in seinen Rumpf hinein, wie der Träger des Pināka-Bogens es mit einem Opfertier tut.

taṃ saṃmathitasarvāṅgaṃ māṃsapiṇḍopamaṃ kṛtam kṛṣṇāyai darśayām āsa bhīmaseno mahābalaḥ

Ihn, dessen sämtliche Glieder zermalmt und der zu einem Fleischklumpen geworden war, zeigte der gewaltige Bhīmasena der Kṛṣṇā.

Wort für Wort
taṃ saṃmathitasarvāṅgaṃ māṃsapiṇḍopamaṃ kṛtam kṛṣṇāyai darśayām āsa bhīmaseno mahābalaḥ
Ihn, dessen sämtliche Glieder zermalmt und der zu einem Fleischklumpen geworden war, zeigte der gewaltige Bhīmasena der Kṛṣṇā.

uvāca ca mahātejā draupadīṃ pāṇḍunandanaḥ paśyainam ehi pāñcāli kāmuko 'yaṃ yathā kṛtaḥ

Und der überaus glanzvolle Sohn Pāṇḍus sprach zu Draupadī: ‚Sieh ihn dir an, komm, Pāñcālī - sieh, was aus diesem Lüsternen geworden ist.‘

Wort für Wort
uvāca ca mahātejā draupadīṃ pāṇḍunandanaḥ paśyainam ehi pāñcāli kāmuko 'yaṃ yathā kṛtaḥ
Und der überaus glanzvolle Sohn Pāṇḍus sprach zu Draupadī: ‚Sieh ihn dir an, komm, Pāñcālī - sieh, was aus diesem Lüsternen geworden ist.‘

tathā sa kīcakaṃ hatvā gatvā roṣasya vai śamam āmantrya draupadīṃ kṛṣṇāṃ kṣipram āyān mahānasam

Nachdem er so Kīcaka erschlagen hatte und sein Zorn sich gelegt hatte, nahm er Abschied von Kṛṣṇā Draupadī und kehrte rasch in die Küche zurück.

Wort für Wort
tathā sa kīcakaṃ hatvā gatvā roṣasya vai śamam āmantrya draupadīṃ kṛṣṇāṃ kṣipram āyān mahānasam
Nachdem er so Kīcaka erschlagen hatte und sein Zorn sich gelegt hatte, nahm er Abschied von Kṛṣṇā Draupadī und kehrte rasch in die Küche zurück.

kīcakaṃ ghātayitvā tu draupadī yoṣitāṃ varā prahṛṣṭā gatasaṃtāpā sabhāpālān uvāca ha

Nachdem Kīcaka getötet worden war, sprach Draupadī, die Beste der Frauen, hocherfreut, von ihrem Leid befreit, zu den Wächtern der Halle:

Wort für Wort
kīcakaṃ ghātayitvā tu draupadī yoṣitāṃ varā prahṛṣṭā gatasaṃtāpā sabhāpālān uvāca ha
Nachdem Kīcaka getötet worden war, sprach Draupadī, die Beste der Frauen, hocherfreut, von ihrem Leid befreit, zu den Wächtern der Halle:

kīcako 'yaṃ hataḥ śete gandharvaiḥ patibhir mama parastrīkāmasaṃmattaḥ samāgacchata paśyata

‚Hier liegt Kīcaka erschlagen, von meinen Gandharva-Gatten getötet, er, der von Begierde nach der Frau eines anderen berauscht war - kommt herbei und seht selbst!‘

Wort für Wort
kīcako 'yaṃ hataḥ śete gandharvaiḥ patibhir mama parastrīkāmasaṃmattaḥ samāgacchata paśyata
‚Hier liegt Kīcaka erschlagen, von meinen Gandharva-Gatten getötet, er, der von Begierde nach der Frau eines anderen berauscht war - kommt herbei und seht selbst!‘

tac chrutvā bhāṣitaṃ tasyā nartanāgārarakṣiṇaḥ sahasaiva samājagmur ādāyolkāḥ sahasraśaḥ

Als sie ihre Worte hörten, kamen die Wächter der Tanzhalle sogleich zusammen und brachten Fackeln zu Tausenden mit.

Wort für Wort
tac chrutvā bhāṣitaṃ tasyā nartanāgārarakṣiṇaḥ sahasaiva samājagmur ādāyolkāḥ sahasraśaḥ
Als sie ihre Worte hörten, kamen die Wächter der Tanzhalle sogleich zusammen und brachten Fackeln zu Tausenden mit.

tato gatvātha tad veśma kīcakaṃ vinipātitam gatāsuṃ dadṛśur bhūmau rudhireṇa samukṣitam

Dann gingen sie zu jenem Haus und sahen Kīcaka zu Boden gestreckt, leblos, am Boden liegend, mit Blut übergossen.

Wort für Wort
tato gatvātha tad veśma kīcakaṃ vinipātitam gatāsuṃ dadṛśur bhūmau rudhireṇa samukṣitam
Dann gingen sie zu jenem Haus und sahen Kīcaka zu Boden gestreckt, leblos, am Boden liegend, mit Blut übergossen.

kvāsya grīvā kva caraṇau kva pāṇī kva śiras tathā iti sma taṃ parīkṣante gandharveṇa hataṃ tadā

‚Wo ist sein Hals? Wo sind seine Füße? Wo seine Hände? Und wo sein Kopf?‘ So musterten sie ihn, den ein Gandharva erschlagen hatte.

Wort für Wort
kvāsya grīvā kva caraṇau kva pāṇī kva śiras tathā iti sma taṃ parīkṣante gandharveṇa hataṃ tadā
‚Wo ist sein Hals? Wo sind seine Füße? Wo seine Hände? Und wo sein Kopf?‘ So musterten sie ihn, den ein Gandharva erschlagen hatte.

Dieses Kapitel in der Leseansicht