Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Virāṭaparva

Kapitel 22: Kīcakavadhaparva (10) Der Tod der Upakīcakas

Kīcakas Verwandte, die Upakīcakas, wollen die Sairandhrī für seinen Tod büßen lassen und beschließen, sie zusammen mit ihm auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen; Virāṭa gibt widerwillig seine Erlaubnis. Als sie Draupadī zum Leichenfeld schleppen, ruft sie laut nach ihren fünf 'Gandharva-Gatten' bei den in Kapitel 5 eingeführten Decknamen. Bhīma hört sie, entreißt einen riesigen Baum der Stadtmauer und erschlägt hundertfünf Upakīcakas, während einige wenige fliehen. Er beruhigt Draupadī, schickt sie in die Stadt zurück und kehrt selbst auf einem Umweg zur Küche zurück - zum sprachlosen Erstaunen der herbeigeeilten Menge.

vaiśaṃpāyana uvāca tasmin kāle samāgamya sarve tatrāsya bāndhavāḥ ruruduḥ kīcakaṃ dṛṣṭvā parivārya samantataḥ

Vaiśampāyana sprach: Zu jener Zeit versammelten sich alle seine Verwandten dort, und, Kīcaka umringend, weinten sie, als sie ihn sahen.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tasmin kāle samāgamya sarve tatrāsya bāndhavāḥ ruruduḥ kīcakaṃ dṛṣṭvā parivārya samantataḥ
Vaiśampāyana sprach: Zu jener Zeit versammelten sich alle seine Verwandten dort, und, Kīcaka umringend, weinten sie, als sie ihn sahen.

sarve saṃhṛṣṭaromāṇaḥ saṃtrastāḥ prekṣya kīcakam tathā sarvāṅgasaṃbhugnaṃ kūrmaṃ sthala ivoddhṛtam

Alle mit gesträubtem Haar, entsetzt, als sie Kīcaka so sahen, mit allen Gliedern ineinandergestaucht, wie eine auf trockenes Land gezogene Schildkröte,

Wort für Wort
sarve saṃhṛṣṭaromāṇaḥ saṃtrastāḥ prekṣya kīcakam tathā sarvāṅgasaṃbhugnaṃ kūrmaṃ sthala ivoddhṛtam
Alle mit gesträubtem Haar, entsetzt, als sie Kīcaka so sahen, mit allen Gliedern ineinandergestaucht, wie eine auf trockenes Land gezogene Schildkröte,

pothitaṃ bhīmasenena tam indreṇeva dānavam saṃskārayitum icchanto bahir netuṃ pracakramuḥ

von Bhīmasena zermalmt wie ein Dānava von Indra - da sie die Bestattungsriten vollziehen wollten, machten sie sich daran, ihn nach draußen zu tragen.

Wort für Wort
pothitaṃ bhīmasenena tam indreṇeva dānavam saṃskārayitum icchanto bahir netuṃ pracakramuḥ
von Bhīmasena zermalmt wie ein Dānava von Indra - da sie die Bestattungsriten vollziehen wollten, machten sie sich daran, ihn nach draußen zu tragen.

dadṛśus te tataḥ kṛṣṇāṃ sūtaputrāḥ samāgatāḥ adūrād anavadyāṅgīṃ stambham āliṅgya tiṣṭhatīm

Da erblickten die versammelten Söhne des Sūta Kṛṣṇā, die Makellose, nicht weit entfernt, wie sie eine Säule umklammert hielt.

Wort für Wort
dadṛśus te tataḥ kṛṣṇāṃ sūtaputrāḥ samāgatāḥ adūrād anavadyāṅgīṃ stambham āliṅgya tiṣṭhatīm
Da erblickten die versammelten Söhne des Sūta Kṛṣṇā, die Makellose, nicht weit entfernt, wie sie eine Säule umklammert hielt.

samaveteṣu sūteṣu tān uvācopakīcakaḥ hanyatāṃ śīghram asatī yatkṛte kīcako hataḥ

Unter den versammelten Sūtas sprach Upakīcaka zu ihnen: ‚Diese Schändliche, um derentwillen Kīcaka erschlagen wurde, soll sogleich getötet werden.

Wort für Wort
samaveteṣu sūteṣu tān uvācopakīcakaḥ hanyatāṃ śīghram asatī yatkṛte kīcako hataḥ
Unter den versammelten Sūtas sprach Upakīcaka zu ihnen: ‚Diese Schändliche, um derentwillen Kīcaka erschlagen wurde, soll sogleich getötet werden.

atha vā neha hantavyā dahyatāṃ kāminā saha mṛtasyāpi priyaṃ kāryaṃ sūtaputrasya sarvathā

Oder vielmehr, sie soll hier nicht getötet werden - sie soll zusammen mit ihrem Geliebten verbrannt werden; auch dem Toten muss in jedem Fall der Wunsch des Sūta-Sohnes erfüllt werden.‘

Wort für Wort
atha vā neha hantavyā dahyatāṃ kāminā saha mṛtasyāpi priyaṃ kāryaṃ sūtaputrasya sarvathā
Oder vielmehr, sie soll hier nicht getötet werden - sie soll zusammen mit ihrem Geliebten verbrannt werden; auch dem Toten muss in jedem Fall der Wunsch des Sūta-Sohnes erfüllt werden.‘

tato virāṭam ūcus te kīcako 'syāḥ kṛte hataḥ sahādyānena dahyeta tadanujñātum arhasi

Dann sprachen sie zu Virāṭa: ‚Kīcaka wurde ihretwegen erschlagen; sie soll heute zusammen mit ihm verbrannt werden - dazu solltest du deine Erlaubnis geben.‘

Wort für Wort
tato virāṭam ūcus te kīcako 'syāḥ kṛte hataḥ sahādyānena dahyeta tadanujñātum arhasi
Dann sprachen sie zu Virāṭa: ‚Kīcaka wurde ihretwegen erschlagen; sie soll heute zusammen mit ihm verbrannt werden - dazu solltest du deine Erlaubnis geben.‘

parākramaṃ tu sūtānāṃ matvā rājānvamodata sairandhryāḥ sūtaputreṇa saha dāhaṃ viśāṃ pate

Doch in Anbetracht der Macht der Sūtas willigte der König in die Verbrennung der Sairandhrī zusammen mit dem Sūta-Sohn ein, o Herrscher der Menschen.

Wort für Wort
parākramaṃ tu sūtānāṃ matvā rājānvamodata sairandhryāḥ sūtaputreṇa saha dāhaṃ viśāṃ pate
Doch in Anbetracht der Macht der Sūtas willigte der König in die Verbrennung der Sairandhrī zusammen mit dem Sūta-Sohn ein, o Herrscher der Menschen.

tāṃ samāsādya vitrastāṃ kṛṣṇāṃ kamalalocanām momuhyamānāṃ te tatra jagṛhuḥ kīcakā bhṛśam

Die entsetzte, lotusäugige Kṛṣṇā, die dem Ohnmächtigwerden nahe war, ergriffen die Kīcakas dort und hielten sie fest umklammert.

Wort für Wort
tāṃ samāsādya vitrastāṃ kṛṣṇāṃ kamalalocanām momuhyamānāṃ te tatra jagṛhuḥ kīcakā bhṛśam
Die entsetzte, lotusäugige Kṛṣṇā, die dem Ohnmächtigwerden nahe war, ergriffen die Kīcakas dort und hielten sie fest umklammert.

tatas tu tāṃ samāropya nibadhya ca sumadhyamām jagmur udyamya te sarve śmaśānam abhitas tadā

Dann hoben sie die Schlankhüftige empor, banden sie fest und trugen sie alle gemeinsam zum Leichenfeld.

Wort für Wort
tatas tu tāṃ samāropya nibadhya ca sumadhyamām jagmur udyamya te sarve śmaśānam abhitas tadā
Dann hoben sie die Schlankhüftige empor, banden sie fest und trugen sie alle gemeinsam zum Leichenfeld.

hriyamāṇā tu sā rājan sūtaputrair aninditā prākrośan nātham icchantī kṛṣṇā nāthavatī satī

Während sie so von den Söhnen des Sūta fortgetragen wurde, o König, schrie die makellose Kṛṣṇā, obwohl sie in Wahrheit Beschützer hatte, nach einem Beschützer.

Wort für Wort
hriyamāṇā tu sā rājan sūtaputrair aninditā prākrośan nātham icchantī kṛṣṇā nāthavatī satī
Während sie so von den Söhnen des Sūta fortgetragen wurde, o König, schrie die makellose Kṛṣṇā, obwohl sie in Wahrheit Beschützer hatte, nach einem Beschützer.

draupady uvāca jayo jayanto vijayo jayatseno jayadbalaḥ te me vācaṃ vijānantu sūtaputrā nayanti mām

Draupadī sprach: ‚Jaya, Jayanta, Vijaya, Jayatsena, Jayadbala - mögen sie meine Stimme erkennen! Die Söhne des Sūta tragen mich fort!

Wort für Wort
draupady uvāca jayo jayanto vijayo jayatseno jayadbalaḥ te me vācaṃ vijānantu sūtaputrā nayanti mām
Draupadī sprach: ‚Jaya, Jayanta, Vijaya, Jayatsena, Jayadbala - mögen sie meine Stimme erkennen! Die Söhne des Sūta tragen mich fort!

Die hier gerufenen Namen sind dieselben fünf Decknamen der Pāṇḍavas (Yudhiṣṭhira, Bhīma, Arjuna, Nakula, Sahadeva), die in Kapitel 5 als 'Gandharva-Ehemänner'-Tarnung eingeführt wurden - zu unterscheiden vom gleichnamigen Urtitel 'Jaya' des Gesamtwerks.

yeṣāṃ jyātalanirghoṣo visphūrjitam ivāśaneḥ vyaśrūyata mahāyuddhe bhīmaghoṣas tarasvinām

Sie, deren Bogensehnenklang, wie das Krachen eines Donnerkeils, furchterregend, in großen Schlachten zu hören war, die Geschwinden -

Wort für Wort
yeṣāṃ jyātalanirghoṣo visphūrjitam ivāśaneḥ vyaśrūyata mahāyuddhe bhīmaghoṣas tarasvinām
Sie, deren Bogensehnenklang, wie das Krachen eines Donnerkeils, furchterregend, in großen Schlachten zu hören war, die Geschwinden -

rathaghoṣaś ca balavān gandharvāṇāṃ yaśasvinām te me vācaṃ vijānantu sūtaputrā nayanti mām

und das gewaltige Rasseln der Wagen der ruhmreichen Gandharven - mögen sie meine Stimme erkennen! Die Söhne des Sūta tragen mich fort!‘

Wort für Wort
rathaghoṣaś ca balavān gandharvāṇāṃ yaśasvinām te me vācaṃ vijānantu sūtaputrā nayanti mām
und das gewaltige Rasseln der Wagen der ruhmreichen Gandharven - mögen sie meine Stimme erkennen! Die Söhne des Sūta tragen mich fort!‘

vaiśaṃpāyana uvāca tasyās tāḥ kṛpaṇā vācaḥ kṛṣṇāyāḥ paridevitāḥ śrutvaivābhyapatad bhīmaḥ śayanād avicārayan

Vaiśampāyana sprach: Kaum hatte er diese klagenden, kläglichen Worte Kṛṣṇās gehört, sprang Bhīma, ohne zu zögern, von seinem Lager auf.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tasyās tāḥ kṛpaṇā vācaḥ kṛṣṇāyāḥ paridevitāḥ śrutvaivābhyapatad bhīmaḥ śayanād avicārayan
Vaiśampāyana sprach: Kaum hatte er diese klagenden, kläglichen Worte Kṛṣṇās gehört, sprang Bhīma, ohne zu zögern, von seinem Lager auf.

bhīmasena uvāca ahaṃ śṛṇomi te vācaṃ tvayā sairandhri bhāṣitām tasmāt te sūtaputrebhyo na bhayaṃ bhīru vidyate

Bhīmasena sprach: ‚Ich höre deine Stimme, Sairandhrī, die von dir gesprochenen Worte; darum brauchst du die Söhne des Sūta nicht zu fürchten, Furchtsame.‘

Wort für Wort
bhīmasena uvāca ahaṃ śṛṇomi te vācaṃ tvayā sairandhri bhāṣitām tasmāt te sūtaputrebhyo na bhayaṃ bhīru vidyate
Bhīmasena sprach: ‚Ich höre deine Stimme, Sairandhrī, die von dir gesprochenen Worte; darum brauchst du die Söhne des Sūta nicht zu fürchten, Furchtsame.‘

vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā sa mahābāhur vijajṛmbhe jighāṃsayā tataḥ sa vyāyataṃ kṛtvā veṣaṃ viparivartya ca advāreṇābhyavaskandya nirjagāma bahis tadā

Vaiśampāyana sprach: So sprechend, reckte sich der Großarmige, von Tötungsverlangen erfüllt; dann, nachdem er sein Gewand gestrafft und gewendet hatte, sprang er, nicht durch die Tür, sondern über die Wand, und trat so nach draußen.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā sa mahābāhur vijajṛmbhe jighāṃsayā tataḥ sa vyāyataṃ kṛtvā veṣaṃ viparivartya ca advāreṇābhyavaskandya nirjagāma bahis tadā
Vaiśampāyana sprach: So sprechend, reckte sich der Großarmige, von Tötungsverlangen erfüllt; dann, nachdem er sein Gewand gestrafft und gewendet hatte, sprang er, nicht durch die Tür, sondern über die Wand, und trat so nach draußen.

sa bhīmasenaḥ prākārād ārujya tarasā drumam śmaśānābhimukhaḥ prāyād yatra te kīcakā gatāḥ

Bhīmasena, mit Wucht einen Baum aus der Umfriedung reißend, eilte, dem Leichenfeld zugewandt, dorthin, wohin jene Kīcakas gegangen waren.

Wort für Wort
sa bhīmasenaḥ prākārād ārujya tarasā drumam śmaśānābhimukhaḥ prāyād yatra te kīcakā gatāḥ
Bhīmasena, mit Wucht einen Baum aus der Umfriedung reißend, eilte, dem Leichenfeld zugewandt, dorthin, wohin jene Kīcakas gegangen waren.

sa taṃ vṛkṣaṃ daśavyāmaṃ saskandhaviṭapaṃ balī pragṛhyābhyadravat sūtān daṇḍapāṇir ivāntakaḥ

Er, der Starke, jenen zehn Klafter hohen Baum samt Stamm und Ästen packend, stürmte auf die Sūtas los wie der Tod mit dem Stab in der Hand.

Wort für Wort
sa taṃ vṛkṣaṃ daśavyāmaṃ saskandhaviṭapaṃ balī pragṛhyābhyadravat sūtān daṇḍapāṇir ivāntakaḥ
Er, der Starke, jenen zehn Klafter hohen Baum samt Stamm und Ästen packend, stürmte auf die Sūtas los wie der Tod mit dem Stab in der Hand.

ūruvegena tasyātha nyagrodhāśvatthakiṃśukāḥ bhūmau nipatitā vṛkṣāḥ saṃghaśas tatra śerate

Von der Wucht seiner Schenkel fielen Banyan-, Feigen- und Kiṃśuka-Bäume zu Boden und lagen dort in Haufen.

Wort für Wort
ūruvegena tasyātha nyagrodhāśvatthakiṃśukāḥ bhūmau nipatitā vṛkṣāḥ saṃghaśas tatra śerate
Von der Wucht seiner Schenkel fielen Banyan-, Feigen- und Kiṃśuka-Bäume zu Boden und lagen dort in Haufen.

taṃ siṃham iva saṃkruddhaṃ dṛṣṭvā gandharvam āgatam vitresuḥ sarvataḥ sūtā viṣādabhayakampitāḥ

Als sie ihn sahen, zornentbrannt wie einen Löwen, als Gandharva herankommend, erzitterten die Sūtas überall, von Verzweiflung und Furcht geschüttelt.

Wort für Wort
taṃ siṃham iva saṃkruddhaṃ dṛṣṭvā gandharvam āgatam vitresuḥ sarvataḥ sūtā viṣādabhayakampitāḥ
Als sie ihn sahen, zornentbrannt wie einen Löwen, als Gandharva herankommend, erzitterten die Sūtas überall, von Verzweiflung und Furcht geschüttelt.

tam antakam ivāyāntaṃ gandharvaṃ prekṣya te tadā didhakṣantas tadā jyeṣṭhaṃ bhrātaraṃ hy upakīcakāḥ parasparam athocus te viṣādabhayakampitāḥ

Als sie jenen Gandharva, der wie der Tod selbst herankam, erblickten - sie, die Upakīcakas, die gerade ihren ältesten Bruder verbrennen wollten -, sprachen sie, von Verzweiflung und Furcht geschüttelt, zueinander:

Wort für Wort
tam antakam ivāyāntaṃ gandharvaṃ prekṣya te tadā didhakṣantas tadā jyeṣṭhaṃ bhrātaraṃ hy upakīcakāḥ parasparam athocus te viṣādabhayakampitāḥ
Als sie jenen Gandharva, der wie der Tod selbst herankam, erblickten - sie, die Upakīcakas, die gerade ihren ältesten Bruder verbrennen wollten -, sprachen sie, von Verzweiflung und Furcht geschüttelt, zueinander:

gandharvo balavān eti kruddha udyamya pādapam sairandhrī mucyatāṃ śīghraṃ mahan no bhayam āgatam

‚Ein mächtiger Gandharva kommt, zornentbrannt, einen Baum schwingend; die Sairandhrī soll sogleich freigelassen werden - großes Unheil ist über uns gekommen!‘

Wort für Wort
gandharvo balavān eti kruddha udyamya pādapam sairandhrī mucyatāṃ śīghraṃ mahan no bhayam āgatam
‚Ein mächtiger Gandharva kommt, zornentbrannt, einen Baum schwingend; die Sairandhrī soll sogleich freigelassen werden - großes Unheil ist über uns gekommen!‘

te tu dṛṣṭvā tam āviddhaṃ bhīmasenena pādapam vimucya draupadīṃ tatra prādravan nagaraṃ prati

Doch als sie den von Bhīmasena geschleuderten Baum sahen, ließen sie Draupadī dort los und flohen zur Stadt.

Wort für Wort
te tu dṛṣṭvā tam āviddhaṃ bhīmasenena pādapam vimucya draupadīṃ tatra prādravan nagaraṃ prati
Doch als sie den von Bhīmasena geschleuderten Baum sahen, ließen sie Draupadī dort los und flohen zur Stadt.

dravatas tāṃs tu saṃprekṣya sa vajrī dānavān iva śataṃ pañcādhikaṃ bhīmaḥ prāhiṇod yamasādanam

Doch als er sie fliehen sah, schickte Bhīma, wie der Träger des Donnerkeils die Dānavas, hundertfünf von ihnen in die Behausung Yamas.

Wort für Wort
dravatas tāṃs tu saṃprekṣya sa vajrī dānavān iva śataṃ pañcādhikaṃ bhīmaḥ prāhiṇod yamasādanam
Doch als er sie fliehen sah, schickte Bhīma, wie der Träger des Donnerkeils die Dānavas, hundertfünf von ihnen in die Behausung Yamas.

tata āśvāsayat kṛṣṇāṃ pravimucya viśāṃ pate uvāca ca mahābāhuḥ pāñcālīṃ tatra draupadīm aśrupūrṇamukhīṃ dīnāṃ durdharṣaḥ sa vṛkodaraḥ

Dann, nachdem er sie befreit hatte, tröstete er Kṛṣṇā, o Herrscher der Menschen; und der unbezwingbare Vṛkodara sprach dort zur Pāñcālī Draupadī, deren Gesicht von Tränen überströmt und die ganz elend war:

Wort für Wort
tata āśvāsayat kṛṣṇāṃ pravimucya viśāṃ pate uvāca ca mahābāhuḥ pāñcālīṃ tatra draupadīm aśrupūrṇamukhīṃ dīnāṃ durdharṣaḥ sa vṛkodaraḥ
Dann, nachdem er sie befreit hatte, tröstete er Kṛṣṇā, o Herrscher der Menschen; und der unbezwingbare Vṛkodara sprach dort zur Pāñcālī Draupadī, deren Gesicht von Tränen überströmt und die ganz elend war:

evaṃ te bhīru vadhyante ye tvāṃ kliśyanty anāgasam praihi tvaṃ nagaraṃ kṛṣṇe na bhayaṃ vidyate tava anyenāhaṃ gamiṣyāmi virāṭasya mahānasam

‚So werden diejenigen getötet, Furchtsame, die dich, die Unschuldige, quälen. Geh nun zur Stadt, Kṛṣṇā; es gibt für dich keine Furcht mehr. Ich werde auf einem anderen Weg zu Virāṭas Küche zurückkehren.‘

Wort für Wort
evaṃ te bhīru vadhyante ye tvāṃ kliśyanty anāgasam praihi tvaṃ nagaraṃ kṛṣṇe na bhayaṃ vidyate tava anyenāhaṃ gamiṣyāmi virāṭasya mahānasam
‚So werden diejenigen getötet, Furchtsame, die dich, die Unschuldige, quälen. Geh nun zur Stadt, Kṛṣṇā; es gibt für dich keine Furcht mehr. Ich werde auf einem anderen Weg zu Virāṭas Küche zurückkehren.‘

pañcādhikaṃ śataṃ tac ca nihataṃ tatra bhārata mahāvanam iva chinnaṃ śiśye vigalitadrumam

Und jene hundertfünf, dort erschlagen, o Bhārata, lagen da wie ein gefällter großer Wald mit umgestürzten Bäumen.

Wort für Wort
pañcādhikaṃ śataṃ tac ca nihataṃ tatra bhārata mahāvanam iva chinnaṃ śiśye vigalitadrumam
Und jene hundertfünf, dort erschlagen, o Bhārata, lagen da wie ein gefällter großer Wald mit umgestürzten Bäumen.

evaṃ te nihatā rājañ śataṃ pañca ca kīcakāḥ sa ca senāpatiḥ pūrvam ity etat sūtaṣaṭśatam

So wurden, o König, jene hundertfünf Kīcakas erschlagen, samt ihrem zuvor [getöteten] Heerführer - [?] dies ergibt insgesamt sechshundert Sūtas.

Wort für Wort
evaṃ te nihatā rājañ śataṃ pañca ca kīcakāḥ sa ca senāpatiḥ pūrvam ity etat sūtaṣaṭśatam
So wurden, o König, jene hundertfünf Kīcakas erschlagen, samt ihrem zuvor [getöteten] Heerführer - [?] dies ergibt insgesamt sechshundert Sūtas.

Die Zahlangabe 'sechshundert' (ṣaṭśatam) im Sanskrit-Urtext steht in offensichtlichem Widerspruch zur zuvor genannten Zahl von hundertfünf Upakīcakas plus dem einen Kīcaka (zusammen 106); es dürfte sich um eine Verderbnis oder eine hyperbolische Rundung im überlieferten Text handeln, die hier transparent stehen gelassen wird.

tad dṛṣṭvā mahad āścaryaṃ narā nāryaś ca saṃgatāḥ vismayaṃ paramaṃ gatvā nocuḥ kiṃ cana bhārata

Als sie dieses gewaltige Wunder sahen, verstummten die versammelten Männer und Frauen, von höchstem Erstaunen ergriffen, und sagten gar nichts, o Bhārata.

Wort für Wort
tad dṛṣṭvā mahad āścaryaṃ narā nāryaś ca saṃgatāḥ vismayaṃ paramaṃ gatvā nocuḥ kiṃ cana bhārata
Als sie dieses gewaltige Wunder sahen, verstummten die versammelten Männer und Frauen, von höchstem Erstaunen ergriffen, und sagten gar nichts, o Bhārata.

Dieses Kapitel in der Leseansicht