Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Virāṭaparva

Kapitel 40: Go-harana-parva (17) Arjuna spannt den Gāṇḍīva

Uttara bietet sich als Wagenlenker an; Arjuna beruhigt ihn und beschreibt in kunstvollen Bildern den Wagen als schützende Festung. Uttara, noch immer verwundert über Bṛhannaḍās wahre Natur, fragt, wie ein so heldenhaft gebauter Mann zum Eunuchen werden konnte - Arjuna erklärt kurz sein einjähriges Keuschheitsgelübde. Beruhigt und begeistert lobt Uttara die vier Pferde des Gespanns, indem er sie mit Kṛṣṇas berühmten Rossen vergleicht. Schließlich legt Arjuna Lederschützer an, bindet sein Haar und lässt die Sehne des Gāṇḍīva mit einem gewaltigen, donnerähnlichen Knall erschallen, der Erde und Himmel erzittern lässt und die Kurus mit Schrecken erfüllt.

uttara uvāca āsthāya vipulaṃ vīra rathaṃ sārathinā mayā katamaṃ yāsyase 'nīkam ukto yāsyāmy ahaṃ tvayā

Uttara sprach: ‚Nachdem du, o Held, den geräumigen Wagen bestiegen hast, mit mir als Wagenlenker - zu welchem Heeresteil willst du fahren? Von dir angewiesen, werde ich dorthin fahren.‘

Wort für Wort
uttara uvāca āsthāya vipulaṃ vīra rathaṃ sārathinā mayā katamaṃ yāsyase 'nīkam ukto yāsyāmy ahaṃ tvayā
Uttara sprach: ‚Nachdem du, o Held, den geräumigen Wagen bestiegen hast, mit mir als Wagenlenker - zu welchem Heeresteil willst du fahren? Von dir angewiesen, werde ich dorthin fahren.‘

arjuna uvāca prīto 'smi puruṣavyāghra na bhayaṃ vidyate tava sarvān nudāmi te śatrūn raṇe raṇaviśārada

Arjuna sprach: ‚Ich bin erfreut, du Tiger unter den Männern; du brauchst keine Furcht zu haben. Ich werde alle deine Feinde in der Schlacht vertreiben, du Schlachterfahrener.

Wort für Wort
arjuna uvāca prīto 'smi puruṣavyāghra na bhayaṃ vidyate tava sarvān nudāmi te śatrūn raṇe raṇaviśārada
Arjuna sprach: ‚Ich bin erfreut, du Tiger unter den Männern; du brauchst keine Furcht zu haben. Ich werde alle deine Feinde in der Schlacht vertreiben, du Schlachterfahrener.

svastho bhava mahābuddhe paśya māṃ śatrubhiḥ saha yudhyamānaṃ vimarde 'smin kurvāṇaṃ bhairavaṃ mahat

Sei unbesorgt, du Weiser; sieh mich mit den Feinden kämpfen, wie ich in diesem Gemetzel Furchtbares, Gewaltiges vollbringe.

Wort für Wort
svastho bhava mahābuddhe paśya māṃ śatrubhiḥ saha yudhyamānaṃ vimarde 'smin kurvāṇaṃ bhairavaṃ mahat
Sei unbesorgt, du Weiser; sieh mich mit den Feinden kämpfen, wie ich in diesem Gemetzel Furchtbares, Gewaltiges vollbringe.

etān sarvān upāsaṅgān kṣipraṃ badhnīhi me rathe etaṃ cāhara nistriṃśaṃ jātarūpapariṣkṛtam ahaṃ vai kurubhir yotsyāmy avajeṣyāmi te paśūn

Binde mir rasch alle diese Köcher an den Wagen, und bring mir dieses goldgeschmückte Schwert; ich werde mit den Kurus kämpfen und dir die Rinder zurückerobern.

Wort für Wort
etān sarvān upāsaṅgān kṣipraṃ badhnīhi me rathe etaṃ cāhara nistriṃśaṃ jātarūpapariṣkṛtam ahaṃ vai kurubhir yotsyāmy avajeṣyāmi te paśūn
Binde mir rasch alle diese Köcher an den Wagen, und bring mir dieses goldgeschmückte Schwert; ich werde mit den Kurus kämpfen und dir die Rinder zurückerobern.

saṃkalpapakṣavikṣepaṃ bāhuprākāratoraṇam tridaṇḍatūṇasaṃbādham anekadhvajasaṃkulam

Dieser Wagen, dessen Flügel sich schon durch bloßen Willen ausbreiten [?], mit meinen Armen als Mauer und Torbogen, mit den drei Köcherstäben dicht besetzt, mit vielen Bannern überfüllt,

Wort für Wort
saṃkalpapakṣavikṣepaṃ bāhuprākāratoraṇam tridaṇḍatūṇasaṃbādham anekadhvajasaṃkulam
Dieser Wagen, dessen Flügel sich schon durch bloßen Willen ausbreiten [?], mit meinen Armen als Mauer und Torbogen, mit den drei Köcherstäben dicht besetzt, mit vielen Bannern überfüllt,

'saṃkalpapakṣavikṣepam' ist eine schwer eindeutig aufzulösende Bildwendung; der genaue Sinn (etwa: die 'Flügel' des Wagens, die sich allein durch Willenskraft ausbreiten) bleibt unsicher.

jyākṣepaṇaṃ krodhakṛtaṃ nemīninadadundubhi nagaraṃ te mayā guptaṃ rathopasthaṃ bhaviṣyati

mit dem im Zorn vollführten Schnellen der Bogensehne, mit dem kriegstrommelgleichen Dröhnen der Radfelgen - diese von mir beschützte Stadt wird dir so sicher wie der Wagenboden selbst sein.

Wort für Wort
jyākṣepaṇaṃ krodhakṛtaṃ nemīninadadundubhi nagaraṃ te mayā guptaṃ rathopasthaṃ bhaviṣyati
mit dem im Zorn vollführten Schnellen der Bogensehne, mit dem kriegstrommelgleichen Dröhnen der Radfelgen - diese von mir beschützte Stadt wird dir so sicher wie der Wagenboden selbst sein.

adhiṣṭhito mayā saṃkhye ratho gāṇḍīvadhanvanā ajeyaḥ śatrusainyānāṃ vairāṭe vyetu te bhayam

Der von mir, dem Gāṇḍīva-Bogenträger, in der Schlacht bestiegene Wagen ist für die feindlichen Heere unbesiegbar; Sohn Virāṭas, möge deine Furcht schwinden.‘

Wort für Wort
adhiṣṭhito mayā saṃkhye ratho gāṇḍīvadhanvanā ajeyaḥ śatrusainyānāṃ vairāṭe vyetu te bhayam
Der von mir, dem Gāṇḍīva-Bogenträger, in der Schlacht bestiegene Wagen ist für die feindlichen Heere unbesiegbar; Sohn Virāṭas, möge deine Furcht schwinden.‘

uttara uvāca bibhemi nāham eteṣāṃ jānāmi tvāṃ sthiraṃ yudhi keśavenāpi saṃgrāme sākṣād indreṇa vā samam

Uttara sprach: ‚Ich fürchte diese nicht; ich weiß, dass du standhaft bist im Kampf, sogar Keśava gleich, oder Indra selbst im Kampf.

Wort für Wort
uttara uvāca bibhemi nāham eteṣāṃ jānāmi tvāṃ sthiraṃ yudhi keśavenāpi saṃgrāme sākṣād indreṇa vā samam
Uttara sprach: ‚Ich fürchte diese nicht; ich weiß, dass du standhaft bist im Kampf, sogar Keśava gleich, oder Indra selbst im Kampf.

idaṃ tu cintayann eva parimuhyāmi kevalam niścayaṃ cāpi durmedhā na gacchāmi kathaṃ cana

Doch wenn ich hierüber nachdenke, gerate ich einfach in Verwirrung; und, dumm wie ich bin, komme ich zu keiner Gewissheit.

Wort für Wort
idaṃ tu cintayann eva parimuhyāmi kevalam niścayaṃ cāpi durmedhā na gacchāmi kathaṃ cana
Doch wenn ich hierüber nachdenke, gerate ich einfach in Verwirrung; und, dumm wie ich bin, komme ich zu keiner Gewissheit.

evaṃ vīrāṅgarūpasya lakṣaṇair ucitasya ca kena karmavipākena klībatvam idam āgatam

Wie ist es, dass du, mit den Gliedern und Merkmalen eines Helden ausgestattet, durch welche Reifung früherer Taten zu diesem Eunuchentum gekommen bist?

Wort für Wort
evaṃ vīrāṅgarūpasya lakṣaṇair ucitasya ca kena karmavipākena klībatvam idam āgatam
Wie ist es, dass du, mit den Gliedern und Merkmalen eines Helden ausgestattet, durch welche Reifung früherer Taten zu diesem Eunuchentum gekommen bist?

manye tvāṃ klībaveṣeṇa carantaṃ śūlapāṇinam gandharvarājapratimaṃ devaṃ vāpi śatakratum

Ich halte dich, der du in Eunuchentracht umhergehst, für den Dreizackträger, oder dem König der Gandharvas gleich, oder für den Gott mit den hundert Opfern.‘

Wort für Wort
manye tvāṃ klībaveṣeṇa carantaṃ śūlapāṇinam gandharvarājapratimaṃ devaṃ vāpi śatakratum
Ich halte dich, der du in Eunuchentracht umhergehst, für den Dreizackträger, oder dem König der Gandharvas gleich, oder für den Gott mit den hundert Opfern.‘

arjuna uvāca bhrātur niyogāj jyeṣṭhasya saṃvatsaram idaṃ vratam carāmi brahmacaryaṃ vai satyam etad bravīmi te

Arjuna sprach: ‚Auf Geheiß meines ältesten Bruders befolge ich dieses Gelübde für ein Jahr; wahrhaftig, ich übe Enthaltsamkeit - das sage ich dir in Wahrheit.

Wort für Wort
arjuna uvāca bhrātur niyogāj jyeṣṭhasya saṃvatsaram idaṃ vratam carāmi brahmacaryaṃ vai satyam etad bravīmi te
Arjuna sprach: ‚Auf Geheiß meines ältesten Bruders befolge ich dieses Gelübde für ein Jahr; wahrhaftig, ich übe Enthaltsamkeit - das sage ich dir in Wahrheit.

nāsmi klībo mahābāho paravān dharmasaṃyutaḥ samāptavratam uttīrṇaṃ viddhi māṃ tvaṃ nṛpātmaja

Ich bin kein Eunuch, Starkarmiger, nur einem anderen Willen unterworfen, an die Pflicht gebunden; wisse, dass ich mein Gelübde vollendet habe und daraus hervorgegangen bin, du Königssohn.‘

Wort für Wort
nāsmi klībo mahābāho paravān dharmasaṃyutaḥ samāptavratam uttīrṇaṃ viddhi māṃ tvaṃ nṛpātmaja
Ich bin kein Eunuch, Starkarmiger, nur einem anderen Willen unterworfen, an die Pflicht gebunden; wisse, dass ich mein Gelübde vollendet habe und daraus hervorgegangen bin, du Königssohn.‘

uttara uvāca paramo 'nugraho me 'dya yat pratarko na me vṛthā na hīdṛśāḥ klībarūpā bhavantīha narottamāḥ

Uttara sprach: ‚Höchste Gunst ist mir heute zuteil geworden, dass meine Vermutung nicht vergeblich war; denn solche besten der Männer nehmen nicht wirklich die Gestalt von Eunuchen an.

Wort für Wort
uttara uvāca paramo 'nugraho me 'dya yat pratarko na me vṛthā na hīdṛśāḥ klībarūpā bhavantīha narottamāḥ
Uttara sprach: ‚Höchste Gunst ist mir heute zuteil geworden, dass meine Vermutung nicht vergeblich war; denn solche besten der Männer nehmen nicht wirklich die Gestalt von Eunuchen an.

sahāyavān asmi raṇe yudhyeyam amarair api sādhvasaṃ tat pranaṣṭaṃ me kiṃ karomi bravīhi me

Ich habe nun einen Gefährten in der Schlacht, mit dem ich sogar gegen die Unsterblichen kämpfen könnte; jene Furcht ist von mir gewichen. Was soll ich tun? Sage es mir.

Wort für Wort
sahāyavān asmi raṇe yudhyeyam amarair api sādhvasaṃ tat pranaṣṭaṃ me kiṃ karomi bravīhi me
Ich habe nun einen Gefährten in der Schlacht, mit dem ich sogar gegen die Unsterblichen kämpfen könnte; jene Furcht ist von mir gewichen. Was soll ich tun? Sage es mir.

ahaṃ te saṃgrahīṣyāmi hayāñ śatrurathārujaḥ śikṣito hy asmi sārathye tīrthataḥ puruṣarṣabha

Ich werde für dich die Pferde lenken, du Zerbrecher feindlicher Wagen; ich bin nämlich im Wagenlenken von rechtmäßiger Quelle unterwiesen worden, du Stier unter den Männern.

Wort für Wort
ahaṃ te saṃgrahīṣyāmi hayāñ śatrurathārujaḥ śikṣito hy asmi sārathye tīrthataḥ puruṣarṣabha
Ich werde für dich die Pferde lenken, du Zerbrecher feindlicher Wagen; ich bin nämlich im Wagenlenken von rechtmäßiger Quelle unterwiesen worden, du Stier unter den Männern.

dāruko vāsudevasya yathā śakrasya mātaliḥ tathā māṃ viddhi sārathye śikṣitaṃ narapuṃgava

Wie Dāruka der Wagenlenker des Vāsudeva ist, oder Mātali der des Śakra, so wisse, dass ich im Wagenlenken unterwiesen bin, du Stier unter den Männern.

Wort für Wort
dāruko vāsudevasya yathā śakrasya mātaliḥ tathā māṃ viddhi sārathye śikṣitaṃ narapuṃgava
Wie Dāruka der Wagenlenker des Vāsudeva ist, oder Mātali der des Śakra, so wisse, dass ich im Wagenlenken unterwiesen bin, du Stier unter den Männern.

Dāruka = Kṛṣṇas Wagenlenker; Mātali = Indras Wagenlenker.

yasya yāte na paśyanti bhūmau prāptaṃ padaṃ padam dakṣiṇaṃ yo dhuraṃ yuktaḥ sugrīvasadṛśo hayaḥ

Sieh das Pferd, dessen Hufabdruck man, wenn es dahinzieht, kaum Schritt für Schritt den Boden berühren sieht, das rechts am Joch gespannt ist, dem Sugrīva gleich.

Wort für Wort
yasya yāte na paśyanti bhūmau prāptaṃ padaṃ padam dakṣiṇaṃ yo dhuraṃ yuktaḥ sugrīvasadṛśo hayaḥ
Sieh das Pferd, dessen Hufabdruck man, wenn es dahinzieht, kaum Schritt für Schritt den Boden berühren sieht, das rechts am Joch gespannt ist, dem Sugrīva gleich.

yo 'yaṃ dhuraṃ dhuryavaro vāmaṃ vahati śobhanaḥ taṃ manye meghapuṣpasya javena sadṛśaṃ hayam

Dieses vortreffliche Zugpferd, das schön das linke Joch trägt - ich halte es für an Schnelligkeit dem Meghapuṣpa gleich.

Wort für Wort
yo 'yaṃ dhuraṃ dhuryavaro vāmaṃ vahati śobhanaḥ taṃ manye meghapuṣpasya javena sadṛśaṃ hayam
Dieses vortreffliche Zugpferd, das schön das linke Joch trägt - ich halte es für an Schnelligkeit dem Meghapuṣpa gleich.

yo 'yaṃ kāñcanasaṃnāhaḥ pārṣṇiṃ vahati śobhanaḥ vāmaṃ sainyasya manye taṃ javena balavattaram

Dieses goldbeschirrte, schöne Pferd, das die linke Hinterposition trägt - ich halte es für an Schnelligkeit noch kraftvoller als Sainya.

Wort für Wort
yo 'yaṃ kāñcanasaṃnāhaḥ pārṣṇiṃ vahati śobhanaḥ vāmaṃ sainyasya manye taṃ javena balavattaram
Dieses goldbeschirrte, schöne Pferd, das die linke Hinterposition trägt - ich halte es für an Schnelligkeit noch kraftvoller als Sainya.

yo 'yaṃ vahati te pārṣṇiṃ dakṣiṇām añcitodyataḥ balāhakād api mataḥ sa jave vīryavattaraḥ

Und dieses, das deine rechte Hinterposition trägt, aufmerksam bereit - es gilt als noch kraftvoller an Schnelligkeit als Balāhaka.

Wort für Wort
yo 'yaṃ vahati te pārṣṇiṃ dakṣiṇām añcitodyataḥ balāhakād api mataḥ sa jave vīryavattaraḥ
Und dieses, das deine rechte Hinterposition trägt, aufmerksam bereit - es gilt als noch kraftvoller an Schnelligkeit als Balāhaka.

Sugrīva, Meghapuṣpa, Sainya und Balāhaka sind die vier berühmten Rosse Kṛṣṇas; Uttara vergleicht Arjunas eigene Pferde rühmend mit ihnen, ohne dass es sich um dieselben Tiere handelt.

tvām evāyaṃ ratho voḍhuṃ saṃgrāme 'rhati dhanvinam tvaṃ cemaṃ ratham āsthāya yoddhum arho mato mama

Dieser Wagen ist würdig, nur dich, den Bogenschützen, in der Schlacht zu tragen; und du bist würdig, auf diesem Wagen zu kämpfen - so denke ich.‘

Wort für Wort
tvām evāyaṃ ratho voḍhuṃ saṃgrāme 'rhati dhanvinam tvaṃ cemaṃ ratham āsthāya yoddhum arho mato mama
Dieser Wagen ist würdig, nur dich, den Bogenschützen, in der Schlacht zu tragen; und du bist würdig, auf diesem Wagen zu kämpfen - so denke ich.‘

vaiśaṃpāyana uvāca tato nirmucya bāhubhyāṃ valayāni sa vīryavān citre dundubhisaṃnāde pratyamuñcat tale śubhe

Vaiśampāyana sprach: Da löste jener Kraftvolle die Armreifen von seinen Armen und legte sich, bei buntem Kriegstrommelklang, die schönen Lederschützer an.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tato nirmucya bāhubhyāṃ valayāni sa vīryavān citre dundubhisaṃnāde pratyamuñcat tale śubhe
Vaiśampāyana sprach: Da löste jener Kraftvolle die Armreifen von seinen Armen und legte sich, bei buntem Kriegstrommelklang, die schönen Lederschützer an.

kṛṣṇān bhaṅgīmataḥ keśāñ śvetenodgrathya vāsasā adhijyaṃ tarasā kṛtvā gāṇḍīvaṃ vyākṣipad dhanuḥ

Nachdem er sein dunkles, gewelltes Haar mit einem weißen Tuch zusammengebunden und rasch die Sehne des Gāṇḍīva gespannt hatte, ließ er den Bogen erdröhnen.

Wort für Wort
kṛṣṇān bhaṅgīmataḥ keśāñ śvetenodgrathya vāsasā adhijyaṃ tarasā kṛtvā gāṇḍīvaṃ vyākṣipad dhanuḥ
Nachdem er sein dunkles, gewelltes Haar mit einem weißen Tuch zusammengebunden und rasch die Sehne des Gāṇḍīva gespannt hatte, ließ er den Bogen erdröhnen.

tasya vikṣipyamāṇasya dhanuṣo 'bhūn mahāsvanaḥ yathā śailasya mahataḥ śailenaivābhijaghnuṣaḥ

Von jenem Bogen, als er gezupft wurde, erscholl ein gewaltiger Klang, wie wenn ein großer Fels von einem anderen Fels getroffen wird.

Wort für Wort
tasya vikṣipyamāṇasya dhanuṣo 'bhūn mahāsvanaḥ yathā śailasya mahataḥ śailenaivābhijaghnuṣaḥ
Von jenem Bogen, als er gezupft wurde, erscholl ein gewaltiger Klang, wie wenn ein großer Fels von einem anderen Fels getroffen wird.

sanirghātābhavad bhūmir dikṣu vāyur vavau bhṛśam bhrāntadvijaṃ khaṃ tadāsīt prakampitamahādrumam

Die Erde erbebte mit Donnergetöse, in allen Richtungen wehte heftig der Wind; der Himmel war da voll umherirrender Vögel, die großen Bäume erzitterten.

Wort für Wort
sanirghātābhavad bhūmir dikṣu vāyur vavau bhṛśam bhrāntadvijaṃ khaṃ tadāsīt prakampitamahādrumam
Die Erde erbebte mit Donnergetöse, in allen Richtungen wehte heftig der Wind; der Himmel war da voll umherirrender Vögel, die großen Bäume erzitterten.

taṃ śabdaṃ kuravo 'jānan visphoṭam aśaner iva yad arjuno dhanuḥśreṣṭhaṃ bāhubhyām ākṣipad rathe

Jenen Laut, den Arjuna hervorbrachte, als er den vortrefflichsten der Bögen mit seinen Armen auf dem Wagen erschallen ließ, erkannten die Kurus als dem Donnerschlag eines Blitzes gleich.

Wort für Wort
taṃ śabdaṃ kuravo 'jānan visphoṭam aśaner iva yad arjuno dhanuḥśreṣṭhaṃ bāhubhyām ākṣipad rathe
Jenen Laut, den Arjuna hervorbrachte, als er den vortrefflichsten der Bögen mit seinen Armen auf dem Wagen erschallen ließ, erkannten die Kurus als dem Donnerschlag eines Blitzes gleich.

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