Kapitel 54: Go-harana-parva (31)
Der Zweikampf mit Aśvatthāman
Arjuna kämpft nun gegen den herangestürmten Aśvatthāman; ein gewaltiges, den Himmel verdunkelndes Pfeilduell entbrennt. Aśvatthāman durchtrennt einmal Arjunas Bogensehne, doch dank seiner unerschöpflichen göttlichen Köcher bleibt Arjuna überlegen, während Aśvatthāmans Pfeilvorrat zur Neige geht. Als Karṇa erneut seinen Bogen erschallen lässt, wendet sich Arjunas Zorn sofort gegen ihn; er lässt von Aśvatthāman ab und stürmt auf Karṇa zu, um ihn zum Zweikampf zu fordern.
Vaiśampāyana sprach: Den wie mit Windesgeschwindigkeit heranstürmenden Aśvatthāman empfing der Pārtha mit einem großen Pfeilnetz, wie eine regnende Wolke.
Vaiśampāyana sprach: Den wie mit Windesgeschwindigkeit heranstürmenden Aśvatthāman empfing der Pārtha mit einem großen Pfeilnetz, wie eine regnende Wolke.
Zwischen ihnen beiden entstand eine gewaltige Begegnung, den Göttern und Dämonen gleich, während sie Pfeilnetze abschossen, wie zwischen Vṛtra und Vāsava.
Zwischen ihnen beiden entstand eine gewaltige Begegnung, den Göttern und Dämonen gleich, während sie Pfeilnetze abschossen, wie zwischen Vṛtra und Vāsava.
tato drauṇir mahāvīryaḥ pārthasya vicariṣyataḥ vivaraṃ sūkṣmam ālokya jyāṃ ciccheda kṣureṇa ha tad asyāpūjayan devāḥ karma dṛṣṭvātimānuṣam
Da erblickte der Sohn Droṇas, von großer Tapferkeit, eine winzige Lücke des sich bewegenden Pārtha und zerschnitt dessen Bogensehne mit einem Rasierpfeil; die Götter priesen diese übermenschliche Tat, als sie sie sahen.
Wort für Wort
tato drauṇir mahāvīryaḥ pārthasya vicariṣyataḥ vivaraṃ sūkṣmam ālokya jyāṃ ciccheda kṣureṇa ha tad asyāpūjayan devāḥ karma dṛṣṭvātimānuṣam
Da erblickte der Sohn Droṇas, von großer Tapferkeit, eine winzige Lücke des sich bewegenden Pārtha und zerschnitt dessen Bogensehne mit einem Rasierpfeil; die Götter priesen diese übermenschliche Tat, als sie sie sahen.
Da durchbohrte der Sohn Droṇas den Stier unter den Männern, den Pārtha - der bereits acht Bögen gewechselt hatte [?] -, von neuem mit reihergefiederten Pfeilen am Herzen.
Da durchbohrte der Sohn Droṇas den Stier unter den Männern, den Pārtha - der bereits acht Bögen gewechselt hatte [?] -, von neuem mit reihergefiederten Pfeilen am Herzen.
Die genaue syntaktische Zuordnung von 'acht Bögen' bleibt unsicher; vermutlich bezieht sich dies auf Arjunas raschen Bogenwechsel nach dem Zerschneiden seiner Sehne.
tato 'rdhacandram āvṛtya tena pārthaḥ samāgamat vāraṇeneva mattena matto vāraṇayūthapaḥ
Da wandte sich der Pārtha mit einem Halbmondpfeil ihm zu und traf mit ihm zusammen, wie ein brünstiger Elefantenfürst mit einem anderen brünstigen Elefanten.
Wort für Wort
tato 'rdhacandram āvṛtya tena pārthaḥ samāgamat vāraṇeneva mattena matto vāraṇayūthapaḥ
Da wandte sich der Pārtha mit einem Halbmondpfeil ihm zu und traf mit ihm zusammen, wie ein brünstiger Elefantenfürst mit einem anderen brünstigen Elefanten.