Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Virāṭaparva

Kapitel 23: Kīcakavadhaparva (11) Virāṭas Furcht vor den Gandharven; Draupadīs Bitte um Aufschub

Die überlebenden Sūtas berichten Virāṭa vom Gemetzel und warnen ihn, die Anwesenheit der schönen Sairandhrī werde wegen der Begierde der Männer und der Macht ihrer angeblichen Gandharva-Beschützer die ganze Stadt gefährden. Virāṭa ordnet die Bestattung der Kīcakas an und lässt Draupadī durch Sudeṣṇā bitten, die Stadt zu verlassen. Auf dem Rückweg begegnet Draupadī den tanzenden Königstöchtern und Arjuna in seiner Verkleidung als Bṛhannaḍā, mit dem sie ein doppelbödiges Wortgefecht führt, in dem er sein eigenes verborgenes Leid andeutet. Vor Sudeṣṇā bittet Draupadī schließlich nur um einen Aufschub von dreizehn Tagen - der Rest des vereinbarten Exiljahres -, bevor ihre Gandharva-Gatten sie abholen würden.

vaiśaṃpāyana uvāca te dṛṣṭvā nihatān sūtān rājñe gatvā nyavedayan gandharvair nihatā rājan sūtaputrāḥ paraḥśatāḥ

Vaiśampāyana sprach: Als sie die erschlagenen Sūtas gesehen hatten, gingen sie zum König und meldeten ihm: ‚Von Gandharven wurden mehr als hundert Söhne des Sūta erschlagen, o König.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca te dṛṣṭvā nihatān sūtān rājñe gatvā nyavedayan gandharvair nihatā rājan sūtaputrāḥ paraḥśatāḥ
Vaiśampāyana sprach: Als sie die erschlagenen Sūtas gesehen hatten, gingen sie zum König und meldeten ihm: ‚Von Gandharven wurden mehr als hundert Söhne des Sūta erschlagen, o König.

yathā vajreṇa vai dīrṇaṃ parvatasya mahac chiraḥ vinikīrṇaṃ pradṛśyeta tathā sūtā mahītale

Wie der große, von einem Donnerkeil gespaltene Gipfel eines Berges zerstreut daliegt, so liegen die Sūtas auf dem Erdboden.

Wort für Wort
yathā vajreṇa vai dīrṇaṃ parvatasya mahac chiraḥ vinikīrṇaṃ pradṛśyeta tathā sūtā mahītale
Wie der große, von einem Donnerkeil gespaltene Gipfel eines Berges zerstreut daliegt, so liegen die Sūtas auf dem Erdboden.

sairandhrī ca vimuktāsau punar āyāti te gṛham sarvaṃ saṃśayitaṃ rājan nagaraṃ te bhaviṣyati

Und die Sairandhrī, befreit, kehrt eben jetzt in dein Haus zurück; deine ganze Stadt, o König, wird dadurch in Gefahr geraten.

Wort für Wort
sairandhrī ca vimuktāsau punar āyāti te gṛham sarvaṃ saṃśayitaṃ rājan nagaraṃ te bhaviṣyati
Und die Sairandhrī, befreit, kehrt eben jetzt in dein Haus zurück; deine ganze Stadt, o König, wird dadurch in Gefahr geraten.

tathārūpā hi sairandhrī gandharvāś ca mahābalāḥ puṃsām iṣṭaś ca viṣayo maithunāya na saṃśayaḥ

Denn die Sairandhrī ist von solcher Schönheit, und die Gandharven sind gewaltig stark; sie ist ohne Zweifel ein für Männer begehrtes Ziel der Vereinigung.

Wort für Wort
tathārūpā hi sairandhrī gandharvāś ca mahābalāḥ puṃsām iṣṭaś ca viṣayo maithunāya na saṃśayaḥ
Denn die Sairandhrī ist von solcher Schönheit, und die Gandharven sind gewaltig stark; sie ist ohne Zweifel ein für Männer begehrtes Ziel der Vereinigung.

yathā sairandhriveṣeṇa na te rājann idaṃ puram vināśam eti vai kṣipraṃ tathā nītir vidhīyatām

Es soll eine solche Politik verfolgt werden, o König, dass diese deine Stadt nicht wegen der Anwesenheit der Sairandhrī rasch zugrunde geht.‘

Wort für Wort
yathā sairandhriveṣeṇa na te rājann idaṃ puram vināśam eti vai kṣipraṃ tathā nītir vidhīyatām
Es soll eine solche Politik verfolgt werden, o König, dass diese deine Stadt nicht wegen der Anwesenheit der Sairandhrī rasch zugrunde geht.‘

teṣāṃ tad vacanaṃ śrutvā virāṭo vāhinīpatiḥ abravīt kriyatām eṣāṃ sūtānāṃ paramakriyā

Als er ihre Worte gehört hatte, sprach Virāṭa, der Heerführer: ‚Es sollen für diese Sūtas die höchsten Bestattungsriten vollzogen werden.

Wort für Wort
teṣāṃ tad vacanaṃ śrutvā virāṭo vāhinīpatiḥ abravīt kriyatām eṣāṃ sūtānāṃ paramakriyā
Als er ihre Worte gehört hatte, sprach Virāṭa, der Heerführer: ‚Es sollen für diese Sūtas die höchsten Bestattungsriten vollzogen werden.

ekasminn eva te sarve susamiddhe hutāśane dahyantāṃ kīcakāḥ śīghraṃ ratnair gandhaiś ca sarvaśaḥ

Alle Kīcakas sollen zusammen auf einem einzigen, wohlentfachten Feuer rasch verbrannt werden, mit Juwelen und Duftstoffen jeder Art.‘

Wort für Wort
ekasminn eva te sarve susamiddhe hutāśane dahyantāṃ kīcakāḥ śīghraṃ ratnair gandhaiś ca sarvaśaḥ
Alle Kīcakas sollen zusammen auf einem einzigen, wohlentfachten Feuer rasch verbrannt werden, mit Juwelen und Duftstoffen jeder Art.‘

sudeṣṇāṃ cābravīd rājā mahiṣīṃ jātasādhvasaḥ sairandhrīm āgatāṃ brūyā mamaiva vacanād idam

Und der König, von Furcht ergriffen, sprach zu seiner Gemahlin Sudeṣṇā: ‚Wenn die Sairandhrī zurückkommt, sage ihr in meinem eigenen Namen Folgendes:

Wort für Wort
sudeṣṇāṃ cābravīd rājā mahiṣīṃ jātasādhvasaḥ sairandhrīm āgatāṃ brūyā mamaiva vacanād idam
Und der König, von Furcht ergriffen, sprach zu seiner Gemahlin Sudeṣṇā: ‚Wenn die Sairandhrī zurückkommt, sage ihr in meinem eigenen Namen Folgendes:

gaccha sairandhri bhadraṃ te yathākāmaṃ carābale bibheti rājā suśroṇi gandharvebhyaḥ parābhavāt

„Geh, Sairandhrī - möge es dir wohl ergehen -, wandere umher, wohin es dir beliebt, du Starke; der König fürchtet eine Niederlage durch die Gandharven, du Schönhüftige.

Wort für Wort
gaccha sairandhri bhadraṃ te yathākāmaṃ carābale bibheti rājā suśroṇi gandharvebhyaḥ parābhavāt
„Geh, Sairandhrī - möge es dir wohl ergehen -, wandere umher, wohin es dir beliebt, du Starke; der König fürchtet eine Niederlage durch die Gandharven, du Schönhüftige.

na hi tām utsahe vaktuṃ svayaṃ gandharvarakṣitām striyas tv adoṣās tāṃ vaktum atas tvāṃ prabravīmy aham

Ich selbst wage es nicht, mit ihr zu sprechen, da sie von Gandharven beschützt wird; doch Frauen trifft keine Schuld, mit ihr zu sprechen - darum trage ich es dir auf.“‘

Wort für Wort
na hi tām utsahe vaktuṃ svayaṃ gandharvarakṣitām striyas tv adoṣās tāṃ vaktum atas tvāṃ prabravīmy aham
Ich selbst wage es nicht, mit ihr zu sprechen, da sie von Gandharven beschützt wird; doch Frauen trifft keine Schuld, mit ihr zu sprechen - darum trage ich es dir auf.“‘

Innerhalb von Virāṭas Anweisung an Sudeṣṇā (Verse 8-10) ist der eigentliche, an die Sairandhrī zu übermittelnde Wortlaut (Verse 9-10) durch die zweite Anführungsebene (Guillemets) als eingebettetes Zitat innerhalb der Rede des Königs kenntlich gemacht.

atha muktā bhayāt kṛṣṇā sūtaputrān nirasya ca mokṣitā bhīmasenena jagāma nagaraṃ prati

Dann, von der Furcht befreit, nachdem sie den Söhnen des Sūta entkommen war, ging Kṛṣṇā, von Bhīmasena gerettet, zur Stadt.

Wort für Wort
atha muktā bhayāt kṛṣṇā sūtaputrān nirasya ca mokṣitā bhīmasenena jagāma nagaraṃ prati
Dann, von der Furcht befreit, nachdem sie den Söhnen des Sūta entkommen war, ging Kṛṣṇā, von Bhīmasena gerettet, zur Stadt.

trāsiteva mṛgī bālā śārdūlena manasvinī gātrāṇi vāsasī caiva prakṣālya salilena sā

Wie eine von einem Tiger erschreckte junge Hirschkuh, hochgesinnt, wusch sie sich Glieder und Gewänder mit Wasser.

Wort für Wort
trāsiteva mṛgī bālā śārdūlena manasvinī gātrāṇi vāsasī caiva prakṣālya salilena sā
Wie eine von einem Tiger erschreckte junge Hirschkuh, hochgesinnt, wusch sie sich Glieder und Gewänder mit Wasser.

tāṃ dṛṣṭvā puruṣā rājan prādravanta diśo daśa gandharvāṇāṃ bhayatrastāḥ ke cid dṛṣṭīr nyamīlayan

Als die Männer sie sahen, o König, flohen sie in die zehn Himmelsrichtungen, von Furcht vor den Gandharven geschüttelt; manche schlossen die Augen.

Wort für Wort
tāṃ dṛṣṭvā puruṣā rājan prādravanta diśo daśa gandharvāṇāṃ bhayatrastāḥ ke cid dṛṣṭīr nyamīlayan
Als die Männer sie sahen, o König, flohen sie in die zehn Himmelsrichtungen, von Furcht vor den Gandharven geschüttelt; manche schlossen die Augen.

tato mahānasadvāri bhīmasenam avasthitam dadarśa rājan pāñcālī yathā mattaṃ mahādvipam

Da sah die Pāñcālī, o König, Bhīmasena am Tor der Küche stehen, wie einen brünstigen großen Elefanten.

Wort für Wort
tato mahānasadvāri bhīmasenam avasthitam dadarśa rājan pāñcālī yathā mattaṃ mahādvipam
Da sah die Pāñcālī, o König, Bhīmasena am Tor der Küche stehen, wie einen brünstigen großen Elefanten.

taṃ vismayantī śanakaiḥ saṃjñābhir idam abravīt gandharvarājāya namo yenāsmi parimocitā

Ihn bewundernd, sagte sie ihm dies leise, durch Zeichen: ‚Verehrung dem König der Gandharven, durch den ich befreit worden bin.‘

Wort für Wort
taṃ vismayantī śanakaiḥ saṃjñābhir idam abravīt gandharvarājāya namo yenāsmi parimocitā
Ihn bewundernd, sagte sie ihm dies leise, durch Zeichen: ‚Verehrung dem König der Gandharven, durch den ich befreit worden bin.‘

bhīmasena uvāca ye yasyā vicarantīha puruṣā vaśavartinaḥ tasyās te vacanaṃ śrutvā anṛṇā vicaranty uta

Bhīmasena sprach: ‚Jene Männer, die hier, ihrem Willen ergeben, für jemanden wirken - sie erfüllen, sobald sie deren Wort gehört haben, ihre Schuld und gehen weiter ihres Weges.‘

Wort für Wort
bhīmasena uvāca ye yasyā vicarantīha puruṣā vaśavartinaḥ tasyās te vacanaṃ śrutvā anṛṇā vicaranty uta
Bhīmasena sprach: ‚Jene Männer, die hier, ihrem Willen ergeben, für jemanden wirken - sie erfüllen, sobald sie deren Wort gehört haben, ihre Schuld und gehen weiter ihres Weges.‘

vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ sā nartanāgāre dhanaṃjayam apaśyata rājñaḥ kanyā virāṭasya nartayānaṃ mahābhujam

Vaiśampāyana sprach: Dann sah sie in der Tanzhalle Dhanaṃjaya, den Großarmigen, wie er die Töchter des Königs Virāṭa im Tanz unterwies.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ sā nartanāgāre dhanaṃjayam apaśyata rājñaḥ kanyā virāṭasya nartayānaṃ mahābhujam
Vaiśampāyana sprach: Dann sah sie in der Tanzhalle Dhanaṃjaya, den Großarmigen, wie er die Töchter des Königs Virāṭa im Tanz unterwies.

tatas tā nartanāgārād viniṣkramya sahārjunāḥ kanyā dadṛśur āyāntīṃ kṛṣṇāṃ kliṣṭām anāgasam

Dann sahen jene Mädchen, die mit Arjuna aus der Tanzhalle traten, Kṛṣṇā herankommen, gequält, obwohl schuldlos.

Wort für Wort
tatas tā nartanāgārād viniṣkramya sahārjunāḥ kanyā dadṛśur āyāntīṃ kṛṣṇāṃ kliṣṭām anāgasam
Dann sahen jene Mädchen, die mit Arjuna aus der Tanzhalle traten, Kṛṣṇā herankommen, gequält, obwohl schuldlos.

kanyā ūcuḥ diṣṭyā sairandhri muktāsi diṣṭyāsi punarāgatā diṣṭyā vinihatāḥ sūtā ye tvāṃ kliśyanty anāgasam

Die Mädchen sprachen: ‚Zum Glück bist du frei, Sairandhrī; zum Glück bist du zurückgekehrt; zum Glück sind jene Sūtas erschlagen, die dich, die Schuldlose, quälten.‘

Wort für Wort
kanyā ūcuḥ diṣṭyā sairandhri muktāsi diṣṭyāsi punarāgatā diṣṭyā vinihatāḥ sūtā ye tvāṃ kliśyanty anāgasam
Die Mädchen sprachen: ‚Zum Glück bist du frei, Sairandhrī; zum Glück bist du zurückgekehrt; zum Glück sind jene Sūtas erschlagen, die dich, die Schuldlose, quälten.‘

bṛhannaḍovāca kathaṃ sairandhri muktāsi kathaṃ pāpāś ca te hatāḥ icchāmi vai tava śrotuṃ sarvam eva yathātatham

Bṛhannaḍā sprach: ‚Wie bist du frei geworden, Sairandhrī? Wie wurden jene Bösewichte getötet? Ich möchte von dir alles genau so hören, wie es sich zugetragen hat.‘

Wort für Wort
bṛhannaḍovāca kathaṃ sairandhri muktāsi kathaṃ pāpāś ca te hatāḥ icchāmi vai tava śrotuṃ sarvam eva yathātatham
Bṛhannaḍā sprach: ‚Wie bist du frei geworden, Sairandhrī? Wie wurden jene Bösewichte getötet? Ich möchte von dir alles genau so hören, wie es sich zugetragen hat.‘

sairandhry uvāca bṛhannaḍe kiṃ nu tava sairandhryā kāryam adya vai yā tvaṃ vasasi kalyāṇi sadā kanyāpure sukham

Die Sairandhrī sprach: ‚Bṛhannaḍā, was geht dich heute die Angelegenheit der Sairandhrī an, da du, Gütige, doch stets glücklich im Gemach der Mädchen lebst?

Wort für Wort
sairandhry uvāca bṛhannaḍe kiṃ nu tava sairandhryā kāryam adya vai yā tvaṃ vasasi kalyāṇi sadā kanyāpure sukham
Die Sairandhrī sprach: ‚Bṛhannaḍā, was geht dich heute die Angelegenheit der Sairandhrī an, da du, Gütige, doch stets glücklich im Gemach der Mädchen lebst?

na hi duḥkhaṃ samāpnoṣi sairandhrī yad upāśnute tena māṃ duḥkhitām evaṃ pṛcchase prahasann iva

Du erfährst ja nicht das Leid, das die Sairandhrī erleidet; deshalb fragst du mich, die Leidende, auf diese Weise, wie im Scherz.‘

Wort für Wort
na hi duḥkhaṃ samāpnoṣi sairandhrī yad upāśnute tena māṃ duḥkhitām evaṃ pṛcchase prahasann iva
Du erfährst ja nicht das Leid, das die Sairandhrī erleidet; deshalb fragst du mich, die Leidende, auf diese Weise, wie im Scherz.‘

bṛhannaḍovāca bṛhannaḍāpi kalyāṇi duḥkham āpnoty anuttamam tiryagyonigatā bāle na cainām avabudhyase

Bṛhannaḍā sprach: ‚Auch Bṛhannaḍā, du Gütige, erleidet höchstes Leid - in eine tierhafte Daseinsform gefallen; doch du, Mädchen, begreifst dies nicht.‘

Wort für Wort
bṛhannaḍovāca bṛhannaḍāpi kalyāṇi duḥkham āpnoty anuttamam tiryagyonigatā bāle na cainām avabudhyase
Bṛhannaḍā sprach: ‚Auch Bṛhannaḍā, du Gütige, erleidet höchstes Leid - in eine tierhafte Daseinsform gefallen; doch du, Mädchen, begreifst dies nicht.‘

Arjuna deutet hier verhüllt sein eigenes Leiden in der erniedrigenden Verkleidung als Tanzlehrer an, ohne sich zu erkennen zu geben.

vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ sahaiva kanyābhir draupadī rājaveśma tat praviveśa sudeṣṇāyāḥ samīpam apalāyinī

Vaiśampāyana sprach: Dann betrat Draupadī, zusammen mit den Mädchen, ohne zu fliehen, jenes Königshaus, zu Sudeṣṇā hin.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ sahaiva kanyābhir draupadī rājaveśma tat praviveśa sudeṣṇāyāḥ samīpam apalāyinī
Vaiśampāyana sprach: Dann betrat Draupadī, zusammen mit den Mädchen, ohne zu fliehen, jenes Königshaus, zu Sudeṣṇā hin.

tām abravīd rājaputrī virāṭavacanād idam sairandhri gamyatāṃ śīghraṃ yatra kāmayase gatim

Die Königin sprach zu ihr, nach Virāṭas Worten, dies: ‚Sairandhrī, geh rasch, wohin es dich zu gehen verlangt.

Wort für Wort
tām abravīd rājaputrī virāṭavacanād idam sairandhri gamyatāṃ śīghraṃ yatra kāmayase gatim
Die Königin sprach zu ihr, nach Virāṭas Worten, dies: ‚Sairandhrī, geh rasch, wohin es dich zu gehen verlangt.

rājā bibheti bhadraṃ te gandharvebhyaḥ parābhavāt tvaṃ cāpi taruṇī subhru rūpeṇāpratimā bhuvi

Der König fürchtet eine Niederlage durch die Gandharven, möge es dir wohl ergehen; und du bist zudem jung, schönbrauig, an Schönheit auf Erden unvergleichlich.‘

Wort für Wort
rājā bibheti bhadraṃ te gandharvebhyaḥ parābhavāt tvaṃ cāpi taruṇī subhru rūpeṇāpratimā bhuvi
Der König fürchtet eine Niederlage durch die Gandharven, möge es dir wohl ergehen; und du bist zudem jung, schönbrauig, an Schönheit auf Erden unvergleichlich.‘

sairandhry uvāca trayodaśāhamātraṃ me rājā kṣamatu bhāmini kṛtakṛtyā bhaviṣyanti gandharvās te na saṃśayaḥ

Die Sairandhrī sprach: ‚Nur noch dreizehn Tage möge der König mich ertragen, du Leidenschaftliche; die Gandharven werden dann ihr Ziel erreicht haben, ohne Zweifel.

Wort für Wort
sairandhry uvāca trayodaśāhamātraṃ me rājā kṣamatu bhāmini kṛtakṛtyā bhaviṣyanti gandharvās te na saṃśayaḥ
Die Sairandhrī sprach: ‚Nur noch dreizehn Tage möge der König mich ertragen, du Leidenschaftliche; die Gandharven werden dann ihr Ziel erreicht haben, ohne Zweifel.

tato māṃ te 'paneṣyanti kariṣyanti ca te priyam dhruvaṃ ca śreyasā rājā yokṣyate saha bāndhavaiḥ

Dann werden sie mich fortholen und dem König zu Gefallen handeln; und gewiss wird der König samt seinen Verwandten mit Wohlergehen vereint sein.‘

Wort für Wort
tato māṃ te 'paneṣyanti kariṣyanti ca te priyam dhruvaṃ ca śreyasā rājā yokṣyate saha bāndhavaiḥ
Dann werden sie mich fortholen und dem König zu Gefallen handeln; und gewiss wird der König samt seinen Verwandten mit Wohlergehen vereint sein.‘

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