Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Virāṭaparva

Kapitel 67: Go-harana-parva (44) / Virāṭaparva-Schluss Die Hochzeit von Abhimanyu und Uttarā

Virāṭa bietet Arjuna seine Tochter Uttarā zur Frau an; Arjuna lehnt für sich selbst ab, da er als ihr Tanzlehrer ein Jahr eng mit ihr im Frauengemach gelebt hat, und bittet stattdessen um sie als Gattin für seinen Sohn Abhimanyu. Virāṭa stimmt freudig zu. Nach Ablauf des dreizehnten Jahres versammeln sich die Pāṇḍavas mit ihren Verbündeten in Upaplavya; Kṛṣṇa, Balarāma und zahlreiche Vṛṣṇi-, Andhaka- und Bhoja-Fürsten sowie die Könige von Kāśi, Śaibya und Pāñcāla (Drupada mit Dhṛṣṭadyumna, Śikhaṇḍin und den Söhnen Draupadīs) treffen mit großen Heeren ein. Die Hochzeit zwischen Abhimanyu und Uttarā wird mit großem Fest, reichen Gaben und Feierlichkeiten vollzogen - der Schlusspunkt des Virāṭaparva.

virāṭa uvāca kimarthaṃ pāṇḍavaśreṣṭha bhāryāṃ duhitaraṃ mama pratigrahītuṃ nemāṃ tvaṃ mayā dattām ihecchasi

Virāṭa sprach: ‚Warum, bester der Pāṇḍavas, willst du diese meine Tochter nicht als Gattin annehmen, die ich dir hier gebe?‘

Wort für Wort
virāṭa uvāca kimarthaṃ pāṇḍavaśreṣṭha bhāryāṃ duhitaraṃ mama pratigrahītuṃ nemāṃ tvaṃ mayā dattām ihecchasi
Virāṭa sprach: ‚Warum, bester der Pāṇḍavas, willst du diese meine Tochter nicht als Gattin annehmen, die ich dir hier gebe?‘

arjuna uvāca antaḥpure 'ham uṣitaḥ sadā paśyan sutāṃ tava rahasyaṃ ca prakāśaṃ ca viśvastā pitṛvan mayi

Arjuna sprach: ‚Ich habe stets im Frauengemach gewohnt, deine Tochter sehend, im Verborgenen wie in der Öffentlichkeit; sie vertraute mir wie einem Vater.

Wort für Wort
arjuna uvāca antaḥpure 'ham uṣitaḥ sadā paśyan sutāṃ tava rahasyaṃ ca prakāśaṃ ca viśvastā pitṛvan mayi
Arjuna sprach: ‚Ich habe stets im Frauengemach gewohnt, deine Tochter sehend, im Verborgenen wie in der Öffentlichkeit; sie vertraute mir wie einem Vater.

priyo bahumataś cāhaṃ nartako gītakovidaḥ ācāryavac ca māṃ nityaṃ manyate duhitā tava

Ich war ihr lieb und hochgeschätzt als Tänzer, kundig im Gesang; und deine Tochter betrachtet mich stets wie einen Lehrer.

Wort für Wort
priyo bahumataś cāhaṃ nartako gītakovidaḥ ācāryavac ca māṃ nityaṃ manyate duhitā tava
Ich war ihr lieb und hochgeschätzt als Tänzer, kundig im Gesang; und deine Tochter betrachtet mich stets wie einen Lehrer.

vayaḥsthayā tayā rājan saha saṃvatsaroṣitaḥ atiśaṅkā bhavet sthāne tava lokasya cābhibho

Da ich, o König, ein Jahr lang mit ihr, die im heiratsfähigen Alter steht, zusammen gewohnt habe, wäre ein übermäßiger Argwohn der Leute begründet, o Herrscher.

Wort für Wort
vayaḥsthayā tayā rājan saha saṃvatsaroṣitaḥ atiśaṅkā bhavet sthāne tava lokasya cābhibho
Da ich, o König, ein Jahr lang mit ihr, die im heiratsfähigen Alter steht, zusammen gewohnt habe, wäre ein übermäßiger Argwohn der Leute begründet, o Herrscher.

tasmān nimantraye tvāhaṃ duhituḥ pṛthivīpate śuddho jitendriyo dāntas tasyāḥ śuddhiḥ kṛtā mayā

Deshalb bitte ich dich, o Erdenherrscher, um deine Tochter für meinen Sohn - rein, meine Sinne beherrschend, gezähmt; ihre Reinheit ist von mir bezeugt.

Wort für Wort
tasmān nimantraye tvāhaṃ duhituḥ pṛthivīpate śuddho jitendriyo dāntas tasyāḥ śuddhiḥ kṛtā mayā
Deshalb bitte ich dich, o Erdenherrscher, um deine Tochter für meinen Sohn - rein, meine Sinne beherrschend, gezähmt; ihre Reinheit ist von mir bezeugt.

snuṣāyā duhitur vāpi putre cātmani vā punaḥ atra śaṅkāṃ na paśyāmi tena śuddhir bhaviṣyati

Bei einer Schwiegertochter oder einer Tochter, einem Sohn oder bei sich selbst sehe ich hierin keinen Argwohn; dadurch wird die Reinheit erwiesen sein.

Wort für Wort
snuṣāyā duhitur vāpi putre cātmani vā punaḥ atra śaṅkāṃ na paśyāmi tena śuddhir bhaviṣyati
Bei einer Schwiegertochter oder einer Tochter, einem Sohn oder bei sich selbst sehe ich hierin keinen Argwohn; dadurch wird die Reinheit erwiesen sein.

abhiṣaṅgād ahaṃ bhīto mithyācārāt paraṃtapa snuṣārtham uttarāṃ rājan pratigṛhṇāmi te sutām

Aus Furcht vor übler Nachrede und falschem Verdacht, o Bezwinger der Feinde, nehme ich, o König, deine Tochter Uttarā als Schwiegertochter an.

Wort für Wort
abhiṣaṅgād ahaṃ bhīto mithyācārāt paraṃtapa snuṣārtham uttarāṃ rājan pratigṛhṇāmi te sutām
Aus Furcht vor übler Nachrede und falschem Verdacht, o Bezwinger der Feinde, nehme ich, o König, deine Tochter Uttarā als Schwiegertochter an.

svasrīyo vāsudevasya sākṣād devaśiśur yathā dayitaś cakrahastasya bāla evāstrakovidaḥ

Mein Sohn ist der Schwestersohn des Vāsudeva, wie ein leibhaftiges Götterkind, der Liebling des Diskusträgers, schon als Knabe kundig in der Waffenkunst.

Wort für Wort
svasrīyo vāsudevasya sākṣād devaśiśur yathā dayitaś cakrahastasya bāla evāstrakovidaḥ
Mein Sohn ist der Schwestersohn des Vāsudeva, wie ein leibhaftiges Götterkind, der Liebling des Diskusträgers, schon als Knabe kundig in der Waffenkunst.

abhimanyur mahābāhuḥ putro mama viśāṃ pate jāmātā tava yukto vai bhartā ca duhitus tava

Abhimanyu, der Großarmige, mein Sohn, o Herr der Untertanen, ist ein passender Schwiegersohn für dich und ein geeigneter Gatte für deine Tochter.‘

Wort für Wort
abhimanyur mahābāhuḥ putro mama viśāṃ pate jāmātā tava yukto vai bhartā ca duhitus tava
Abhimanyu, der Großarmige, mein Sohn, o Herr der Untertanen, ist ein passender Schwiegersohn für dich und ein geeigneter Gatte für deine Tochter.‘

virāṭa uvāca upapannaṃ kuruśreṣṭhe kuntīputre dhanaṃjaye ya evaṃ dharmanityaś ca jātajñānaś ca pāṇḍavaḥ

Virāṭa sprach: ‚Es ist angemessen bei dem Besten der Kurus, dem Sohn der Kuntī, Dhanaṃjaya, der, ein Pāṇḍava, so beständig dem Dharma zugetan und von rechter Geburt und Wissen ist.

Wort für Wort
virāṭa uvāca upapannaṃ kuruśreṣṭhe kuntīputre dhanaṃjaye ya evaṃ dharmanityaś ca jātajñānaś ca pāṇḍavaḥ
Virāṭa sprach: ‚Es ist angemessen bei dem Besten der Kurus, dem Sohn der Kuntī, Dhanaṃjaya, der, ein Pāṇḍava, so beständig dem Dharma zugetan und von rechter Geburt und Wissen ist.

yatkṛtyaṃ manyase pārtha kriyatāṃ tadanantaram sarve kāmāḥ samṛddhā me saṃbandhī yasya me 'rjunaḥ

Was du für richtig hältst, Pārtha, das soll sogleich geschehen; alle meine Wünsche sind erfüllt, da Arjuna mein Verwandter ist.‘

Wort für Wort
yatkṛtyaṃ manyase pārtha kriyatāṃ tadanantaram sarve kāmāḥ samṛddhā me saṃbandhī yasya me 'rjunaḥ
Was du für richtig hältst, Pārtha, das soll sogleich geschehen; alle meine Wünsche sind erfüllt, da Arjuna mein Verwandter ist.‘

vaiśaṃpāyana uvāca evaṃ bruvati rājendre kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ anvajānāt sa saṃyogaṃ samaye matsyapārthayoḥ

Vaiśampāyana sprach: Als der Herrscherfürst so sprach, stimmte der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, jener Verbindung zwischen den Matsyas und den Pārthas zur rechten Zeit zu.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca evaṃ bruvati rājendre kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ anvajānāt sa saṃyogaṃ samaye matsyapārthayoḥ
Vaiśampāyana sprach: Als der Herrscherfürst so sprach, stimmte der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, jener Verbindung zwischen den Matsyas und den Pārthas zur rechten Zeit zu.

tato mitreṣu sarveṣu vāsudeve ca bhārata preṣayām āsa kaunteyo virāṭaś ca mahīpatiḥ

Danach sandten der Sohn der Kuntī und der Landesherrscher Virāṭa, o Bhārata, Boten zu allen Freunden und zu Vāsudeva.

Wort für Wort
tato mitreṣu sarveṣu vāsudeve ca bhārata preṣayām āsa kaunteyo virāṭaś ca mahīpatiḥ
Danach sandten der Sohn der Kuntī und der Landesherrscher Virāṭa, o Bhārata, Boten zu allen Freunden und zu Vāsudeva.

tatas trayodaśe varṣe nivṛtte pañca pāṇḍavāḥ upaplavye virāṭasya samapadyanta sarvaśaḥ

Danach, als das dreizehnte Jahr verstrichen war, versammelten sich die fünf Pāṇḍavas alle in Upaplavya, der Stadt Virāṭas.

Wort für Wort
tatas trayodaśe varṣe nivṛtte pañca pāṇḍavāḥ upaplavye virāṭasya samapadyanta sarvaśaḥ
Danach, als das dreizehnte Jahr verstrichen war, versammelten sich die fünf Pāṇḍavas alle in Upaplavya, der Stadt Virāṭas.

tasmin vasaṃś ca bībhatsur ānināya janārdanam ānartebhyo 'pi dāśārhān abhimanyuṃ ca pāṇḍavaḥ

Und während er dort weilte, ließ Bībhatsu Janārdana mitsamt den Dāśārhas aus dem Land der Ānartas kommen, und ebenso Abhimanyu.

Wort für Wort
tasmin vasaṃś ca bībhatsur ānināya janārdanam ānartebhyo 'pi dāśārhān abhimanyuṃ ca pāṇḍavaḥ
Und während er dort weilte, ließ Bībhatsu Janārdana mitsamt den Dāśārhas aus dem Land der Ānartas kommen, und ebenso Abhimanyu.

kāśirājaś ca śaibyaś ca prīyamāṇau yudhiṣṭhire akṣauhiṇībhyāṃ sahitāv āgatau pṛthivīpate

Der König von Kāśi und der König der Śaibyas, beide Yudhiṣṭhira zugetan, kamen, jeder mit einem Akṣauhiṇī-Heer, o Erdenherrscher.

Wort für Wort
kāśirājaś ca śaibyaś ca prīyamāṇau yudhiṣṭhire akṣauhiṇībhyāṃ sahitāv āgatau pṛthivīpate
Der König von Kāśi und der König der Śaibyas, beide Yudhiṣṭhira zugetan, kamen, jeder mit einem Akṣauhiṇī-Heer, o Erdenherrscher.

akṣauhiṇyā ca tejasvī yajñaseno mahābalaḥ draupadyāś ca sutā vīrāḥ śikhaṇḍī cāparājitaḥ

Und mit einem Akṣauhiṇī-Heer kam der glanzvolle, mächtige Yajñasena, und die heldenhaften Söhne Draupadīs, und der unbesiegte Śikhaṇḍin.

Wort für Wort
akṣauhiṇyā ca tejasvī yajñaseno mahābalaḥ draupadyāś ca sutā vīrāḥ śikhaṇḍī cāparājitaḥ
Und mit einem Akṣauhiṇī-Heer kam der glanzvolle, mächtige Yajñasena, und die heldenhaften Söhne Draupadīs, und der unbesiegte Śikhaṇḍin.

dhṛṣṭadyumnaś ca durdharṣaḥ sarvaśastrabhṛtāṃ varaḥ samastākṣauhiṇīpālā yajvāno bhūridakṣiṇāḥ sarve śastrāstrasaṃpannāḥ sarve śūrās tanutyajaḥ

Und Dhṛṣṭadyumna, der Unangreifbare, der Beste aller Waffenträger - alle Anführer ganzer Akṣauhiṇī-Heere, Opferherren mit reichen Priestergaben, alle mit Waffen und Astras ausgestattet, alle Helden, bereit, ihr Leben hinzugeben.

Wort für Wort
dhṛṣṭadyumnaś ca durdharṣaḥ sarvaśastrabhṛtāṃ varaḥ samastākṣauhiṇīpālā yajvāno bhūridakṣiṇāḥ sarve śastrāstrasaṃpannāḥ sarve śūrās tanutyajaḥ
Und Dhṛṣṭadyumna, der Unangreifbare, der Beste aller Waffenträger - alle Anführer ganzer Akṣauhiṇī-Heere, Opferherren mit reichen Priestergaben, alle mit Waffen und Astras ausgestattet, alle Helden, bereit, ihr Leben hinzugeben.

tān āgatān abhiprekṣya matsyo dharmabhṛtāṃ varaḥ prīto 'bhavad duhitaraṃ dattvā tām abhimanyave

Als er jene Angekommenen erblickte, war der Matsya-König, der Beste der Rechtschaffenen, erfreut, nachdem er seine Tochter dem Abhimanyu gegeben hatte.

Wort für Wort
tān āgatān abhiprekṣya matsyo dharmabhṛtāṃ varaḥ prīto 'bhavad duhitaraṃ dattvā tām abhimanyave
Als er jene Angekommenen erblickte, war der Matsya-König, der Beste der Rechtschaffenen, erfreut, nachdem er seine Tochter dem Abhimanyu gegeben hatte.

tataḥ pratyupayāteṣu pārthiveṣu tatas tataḥ tatrāgamad vāsudevo vanamālī halāyudhaḥ kṛtavarmā ca hārdikyo yuyudhānaś ca sātyakiḥ

Danach, als die Fürsten von da und dort herangekommen waren, kam dort auch Vāsudeva, der Waldkranzträger, und der Pflugbewaffnete, und Kṛtavarman, der Sohn des Hṛdika, und Yuyudhāna Sātyaki.

Wort für Wort
tataḥ pratyupayāteṣu pārthiveṣu tatas tataḥ tatrāgamad vāsudevo vanamālī halāyudhaḥ kṛtavarmā ca hārdikyo yuyudhānaś ca sātyakiḥ
Danach, als die Fürsten von da und dort herangekommen waren, kam dort auch Vāsudeva, der Waldkranzträger, und der Pflugbewaffnete, und Kṛtavarman, der Sohn des Hṛdika, und Yuyudhāna Sātyaki.

'Vanamālī' ('Waldkranzträger') und 'Halāyudha' ('der Pflugbewaffnete') sind Beinamen Kṛṣṇas bzw. Balarāmas; 'Hārdikya' ('Sohn des Hṛdika') ist Kṛtavarmans Patronymikon; 'Yuyudhāna' ist Sātyakis Eigenname.

anādhṛṣṭis tathākrūraḥ sāmbo niśaṭha eva ca abhimanyum upādāya saha mātrā paraṃtapāḥ

Und Anādhṛṣṭi, ebenso Akrūra, Sāmba und Niśaṭha, die Feindebezwinger, kamen, Abhimanyu mit seiner Mutter geleitend.

Wort für Wort
anādhṛṣṭis tathākrūraḥ sāmbo niśaṭha eva ca abhimanyum upādāya saha mātrā paraṃtapāḥ
Und Anādhṛṣṭi, ebenso Akrūra, Sāmba und Niśaṭha, die Feindebezwinger, kamen, Abhimanyu mit seiner Mutter geleitend.

indrasenādayaś caiva rathais taiḥ susamāhitaiḥ āyayuḥ sahitāḥ sarve parisaṃvatsaroṣitāḥ

Und Indrasena und andere kamen auf jenen wohlausgerüsteten Wagen, alle zusammen, nach einem ganzen Jahr der Trennung.

Wort für Wort
indrasenādayaś caiva rathais taiḥ susamāhitaiḥ āyayuḥ sahitāḥ sarve parisaṃvatsaroṣitāḥ
Und Indrasena und andere kamen auf jenen wohlausgerüsteten Wagen, alle zusammen, nach einem ganzen Jahr der Trennung.

daśa nāgasahasrāṇi hayānāṃ ca śatāyutam rathānām arbudaṃ pūrṇaṃ nikharvaṃ ca padātinām

Zehntausend Elefanten, hunderttausendmal zehn Pferde, ein volles Arbuda an Wagen und ein Nikharva an Fußvolk [begleiteten sie].

Wort für Wort
daśa nāgasahasrāṇi hayānāṃ ca śatāyutam rathānām arbudaṃ pūrṇaṃ nikharvaṃ ca padātinām
Zehntausend Elefanten, hunderttausendmal zehn Pferde, ein volles Arbuda an Wagen und ein Nikharva an Fußvolk [begleiteten sie].

'Arbuda' und 'Nikharva' sind traditionelle epische Zahlbegriffe für außerordentlich große Mengen (etwa hundert Millionen bzw. zehn Milliarden); die Zahlen sind als dichterische Hyperbel zu verstehen, nicht als wörtliche Truppenstärke.

vṛṣṇyandhakāś ca bahavo bhojāś ca paramaujasaḥ anvayur vṛṣṇiśārdūlaṃ vāsudevaṃ mahādyutim

Und viele Vṛṣṇis und Andhakas, und die überaus mächtigen Bhojas, folgten dem Tiger der Vṛṣṇis, dem glanzvollen Vāsudeva.

Wort für Wort
vṛṣṇyandhakāś ca bahavo bhojāś ca paramaujasaḥ anvayur vṛṣṇiśārdūlaṃ vāsudevaṃ mahādyutim
Und viele Vṛṣṇis und Andhakas, und die überaus mächtigen Bhojas, folgten dem Tiger der Vṛṣṇis, dem glanzvollen Vāsudeva.

pāribarhaṃ dadau kṛṣṇaḥ pāṇḍavānāṃ mahātmanām striyo ratnāni vāsāṃsi pṛthak pṛthag anekaśaḥ tato vivāho vidhivad vavṛte matsyapārthayoḥ

Kṛṣṇa gab den hochherzigen Pāṇḍavas als Brautgabe Dienerinnen, Juwelen und Gewänder, ein jedes für sich, in vielfacher Zahl; danach fand die Hochzeit zwischen den Matsyas und den Pārthas vorschriftsmäßig statt.

Wort für Wort
pāribarhaṃ dadau kṛṣṇaḥ pāṇḍavānāṃ mahātmanām striyo ratnāni vāsāṃsi pṛthak pṛthag anekaśaḥ tato vivāho vidhivad vavṛte matsyapārthayoḥ
Kṛṣṇa gab den hochherzigen Pāṇḍavas als Brautgabe Dienerinnen, Juwelen und Gewänder, ein jedes für sich, in vielfacher Zahl; danach fand die Hochzeit zwischen den Matsyas und den Pārthas vorschriftsmäßig statt.

tataḥ śaṅkhāś ca bheryaś ca gomukhāḍambarās tathā pārthaiḥ saṃyujyamānasya nedur matsyasya veśmani

Da erdröhnten Muschelhörner, Kriegstrommeln, Gomukha- und Āḍambara-Trommeln im Haus des Matsya-Königs, während er sich mit den Pārthas verband.

Wort für Wort
tataḥ śaṅkhāś ca bheryaś ca gomukhāḍambarās tathā pārthaiḥ saṃyujyamānasya nedur matsyasya veśmani
Da erdröhnten Muschelhörner, Kriegstrommeln, Gomukha- und Āḍambara-Trommeln im Haus des Matsya-Königs, während er sich mit den Pārthas verband.

uccāvacān mṛgāñ jaghnur medhyāṃś ca śataśaḥ paśūn surāmaireyapānāni prabhūtāny abhyahārayan

Man erlegte mancherlei Wild und opferwürdige Tiere zu Hunderten, und man brachte reichlich Surā- und Maireya-Getränke herbei.

Wort für Wort
uccāvacān mṛgāñ jaghnur medhyāṃś ca śataśaḥ paśūn surāmaireyapānāni prabhūtāny abhyahārayan
Man erlegte mancherlei Wild und opferwürdige Tiere zu Hunderten, und man brachte reichlich Surā- und Maireya-Getränke herbei.

gāyanākhyānaśīlāś ca naṭā vaitālikās tathā stuvantas tān upātiṣṭhan sūtāś ca saha māgadhaiḥ

Sänger und Erzähler von Legenden, Schauspieler und Barden, sowie Hofsänger zusammen mit Preisrednern, warteten ihnen lobpreisend auf.

Wort für Wort
gāyanākhyānaśīlāś ca naṭā vaitālikās tathā stuvantas tān upātiṣṭhan sūtāś ca saha māgadhaiḥ
Sänger und Erzähler von Legenden, Schauspieler und Barden, sowie Hofsänger zusammen mit Preisrednern, warteten ihnen lobpreisend auf.

sudeṣṇāṃ ca puraskṛtya matsyānāṃ ca varastriyaḥ ājagmuś cārusarvāṅgyaḥ sumṛṣṭamaṇikuṇḍalāḥ

Mit Sudeṣṇā an der Spitze kamen die edlen Frauen der Matsyas, an allen Gliedern schön, mit blitzend geputzten Juwelenohrringen.

Wort für Wort
sudeṣṇāṃ ca puraskṛtya matsyānāṃ ca varastriyaḥ ājagmuś cārusarvāṅgyaḥ sumṛṣṭamaṇikuṇḍalāḥ
Mit Sudeṣṇā an der Spitze kamen die edlen Frauen der Matsyas, an allen Gliedern schön, mit blitzend geputzten Juwelenohrringen.

varṇopapannās tā nāryo rūpavatyaḥ svalaṃkṛtāḥ sarvāś cābhyabhavat kṛṣṇā rūpeṇa yaśasā śriyā

Jene Frauen, von edler Hautfarbe, schön, wohlgeschmückt - doch alle übertraf Kṛṣṇā an Schönheit, Ruhm und Glanz.

Wort für Wort
varṇopapannās tā nāryo rūpavatyaḥ svalaṃkṛtāḥ sarvāś cābhyabhavat kṛṣṇā rūpeṇa yaśasā śriyā
Jene Frauen, von edler Hautfarbe, schön, wohlgeschmückt - doch alle übertraf Kṛṣṇā an Schönheit, Ruhm und Glanz.

parivāryottarāṃ tās tu rājaputrīm alaṃkṛtām sutām iva mahendrasya puraskṛtyopatasthire

Sie umringten Uttarā, die geschmückte Königstochter, und geleiteten sie, wie die Tochter des großen Indra, an ihre Spitze stellend.

Wort für Wort
parivāryottarāṃ tās tu rājaputrīm alaṃkṛtām sutām iva mahendrasya puraskṛtyopatasthire
Sie umringten Uttarā, die geschmückte Königstochter, und geleiteten sie, wie die Tochter des großen Indra, an ihre Spitze stellend.

tāṃ pratyagṛhṇāt kaunteyaḥ sutasyārthe dhanaṃjayaḥ saubhadrasyānavadyāṅgīṃ virāṭatanayāṃ tadā

Der Sohn der Kuntī, Dhanaṃjaya, nahm sie da für seinen Sohn, den Sohn der Subhadrā, an - die makellos gestaltete Tochter Virāṭas.

Wort für Wort
tāṃ pratyagṛhṇāt kaunteyaḥ sutasyārthe dhanaṃjayaḥ saubhadrasyānavadyāṅgīṃ virāṭatanayāṃ tadā
Der Sohn der Kuntī, Dhanaṃjaya, nahm sie da für seinen Sohn, den Sohn der Subhadrā, an - die makellos gestaltete Tochter Virāṭas.

tatrātiṣṭhan mahārājo rūpam indrasya dhārayan snuṣāṃ tāṃ pratijagrāha kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ

Dort stand der Großkönig, die Gestalt Indras tragend; der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, empfing jene als Schwiegertochter.

Wort für Wort
tatrātiṣṭhan mahārājo rūpam indrasya dhārayan snuṣāṃ tāṃ pratijagrāha kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ
Dort stand der Großkönig, die Gestalt Indras tragend; der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, empfing jene als Schwiegertochter.

pratigṛhya ca tāṃ pārthaḥ puraskṛtya janārdanam vivāhaṃ kārayām āsa saubhadrasya mahātmanaḥ

Und nachdem der Pārtha sie angenommen hatte, ließ er, Janārdana an die Spitze stellend, die Hochzeit des hochherzigen Sohnes der Subhadrā vollziehen.

Wort für Wort
pratigṛhya ca tāṃ pārthaḥ puraskṛtya janārdanam vivāhaṃ kārayām āsa saubhadrasya mahātmanaḥ
Und nachdem der Pārtha sie angenommen hatte, ließ er, Janārdana an die Spitze stellend, die Hochzeit des hochherzigen Sohnes der Subhadrā vollziehen.

tasmai sapta sahasrāṇi hayānāṃ vātaraṃhasām dve ca nāgaśate mukhye prādād bahu dhanaṃ tadā

Ihm gab Virāṭa siebentausend windschnelle Pferde und zweihundert erlesene Elefanten, und viel Reichtum dazu.

Wort für Wort
tasmai sapta sahasrāṇi hayānāṃ vātaraṃhasām dve ca nāgaśate mukhye prādād bahu dhanaṃ tadā
Ihm gab Virāṭa siebentausend windschnelle Pferde und zweihundert erlesene Elefanten, und viel Reichtum dazu.

kṛte vivāhe tu tadā dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ brāhmaṇebhyo dadau vittaṃ yad upāharad acyutaḥ

Als die Hochzeit vollzogen war, gab da der Sohn des Dharma, Yudhiṣṭhira, den Brahmanen jenen Reichtum, den der Unfehlbare herbeigebracht hatte.

Wort für Wort
kṛte vivāhe tu tadā dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ brāhmaṇebhyo dadau vittaṃ yad upāharad acyutaḥ
Als die Hochzeit vollzogen war, gab da der Sohn des Dharma, Yudhiṣṭhira, den Brahmanen jenen Reichtum, den der Unfehlbare herbeigebracht hatte.

gosahasrāṇi ratnāni vastrāṇi vividhāni ca bhūṣaṇāni ca mukhyāni yānāni śayanāni ca

Tausende von Rindern, Juwelen, mancherlei Gewänder, erlesenen Schmuck, Fahrzeuge und Betten.

Wort für Wort
gosahasrāṇi ratnāni vastrāṇi vividhāni ca bhūṣaṇāni ca mukhyāni yānāni śayanāni ca
Tausende von Rindern, Juwelen, mancherlei Gewänder, erlesenen Schmuck, Fahrzeuge und Betten.

tan mahotsavasaṃkāśaṃ hṛṣṭapuṣṭajanāvṛtam nagaraṃ matsyarājasya śuśubhe bharatarṣabha

Jene Stadt des Matsya-Königs, einem großen Fest gleich, von frohen und wohlgenährten Menschen erfüllt, erstrahlte, o Stier der Bharatas.

Wort für Wort
tan mahotsavasaṃkāśaṃ hṛṣṭapuṣṭajanāvṛtam nagaraṃ matsyarājasya śuśubhe bharatarṣabha
Jene Stadt des Matsya-Königs, einem großen Fest gleich, von frohen und wohlgenährten Menschen erfüllt, erstrahlte, o Stier der Bharatas.

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