Kapitel 67: Go-harana-parva (44) / Virāṭaparva-Schluss
Die Hochzeit von Abhimanyu und Uttarā
Virāṭa bietet Arjuna seine Tochter Uttarā zur Frau an; Arjuna lehnt für sich selbst ab, da er als ihr Tanzlehrer ein Jahr eng mit ihr im Frauengemach gelebt hat, und bittet stattdessen um sie als Gattin für seinen Sohn Abhimanyu. Virāṭa stimmt freudig zu. Nach Ablauf des dreizehnten Jahres versammeln sich die Pāṇḍavas mit ihren Verbündeten in Upaplavya; Kṛṣṇa, Balarāma und zahlreiche Vṛṣṇi-, Andhaka- und Bhoja-Fürsten sowie die Könige von Kāśi, Śaibya und Pāñcāla (Drupada mit Dhṛṣṭadyumna, Śikhaṇḍin und den Söhnen Draupadīs) treffen mit großen Heeren ein. Die Hochzeit zwischen Abhimanyu und Uttarā wird mit großem Fest, reichen Gaben und Feierlichkeiten vollzogen - der Schlusspunkt des Virāṭaparva.
arjuna uvāca antaḥpure 'ham uṣitaḥ sadā paśyan sutāṃ tava rahasyaṃ ca prakāśaṃ ca viśvastā pitṛvan mayi
Arjuna sprach: ‚Ich habe stets im Frauengemach gewohnt, deine Tochter sehend, im Verborgenen wie in der Öffentlichkeit; sie vertraute mir wie einem Vater.
Wort für Wort
arjuna uvāca antaḥpure 'ham uṣitaḥ sadā paśyan sutāṃ tava rahasyaṃ ca prakāśaṃ ca viśvastā pitṛvan mayi
Arjuna sprach: ‚Ich habe stets im Frauengemach gewohnt, deine Tochter sehend, im Verborgenen wie in der Öffentlichkeit; sie vertraute mir wie einem Vater.
Da ich, o König, ein Jahr lang mit ihr, die im heiratsfähigen Alter steht, zusammen gewohnt habe, wäre ein übermäßiger Argwohn der Leute begründet, o Herrscher.
Da ich, o König, ein Jahr lang mit ihr, die im heiratsfähigen Alter steht, zusammen gewohnt habe, wäre ein übermäßiger Argwohn der Leute begründet, o Herrscher.
Deshalb bitte ich dich, o Erdenherrscher, um deine Tochter für meinen Sohn - rein, meine Sinne beherrschend, gezähmt; ihre Reinheit ist von mir bezeugt.
Deshalb bitte ich dich, o Erdenherrscher, um deine Tochter für meinen Sohn - rein, meine Sinne beherrschend, gezähmt; ihre Reinheit ist von mir bezeugt.
snuṣāyā duhitur vāpi putre cātmani vā punaḥ atra śaṅkāṃ na paśyāmi tena śuddhir bhaviṣyati
Bei einer Schwiegertochter oder einer Tochter, einem Sohn oder bei sich selbst sehe ich hierin keinen Argwohn; dadurch wird die Reinheit erwiesen sein.
Wort für Wort
snuṣāyā duhitur vāpi putre cātmani vā punaḥ atra śaṅkāṃ na paśyāmi tena śuddhir bhaviṣyati
Bei einer Schwiegertochter oder einer Tochter, einem Sohn oder bei sich selbst sehe ich hierin keinen Argwohn; dadurch wird die Reinheit erwiesen sein.
Mein Sohn ist der Schwestersohn des Vāsudeva, wie ein leibhaftiges Götterkind, der Liebling des Diskusträgers, schon als Knabe kundig in der Waffenkunst.
Mein Sohn ist der Schwestersohn des Vāsudeva, wie ein leibhaftiges Götterkind, der Liebling des Diskusträgers, schon als Knabe kundig in der Waffenkunst.
virāṭa uvāca upapannaṃ kuruśreṣṭhe kuntīputre dhanaṃjaye ya evaṃ dharmanityaś ca jātajñānaś ca pāṇḍavaḥ
Virāṭa sprach: ‚Es ist angemessen bei dem Besten der Kurus, dem Sohn der Kuntī, Dhanaṃjaya, der, ein Pāṇḍava, so beständig dem Dharma zugetan und von rechter Geburt und Wissen ist.
Wort für Wort
virāṭa uvāca upapannaṃ kuruśreṣṭhe kuntīputre dhanaṃjaye ya evaṃ dharmanityaś ca jātajñānaś ca pāṇḍavaḥ
Virāṭa sprach: ‚Es ist angemessen bei dem Besten der Kurus, dem Sohn der Kuntī, Dhanaṃjaya, der, ein Pāṇḍava, so beständig dem Dharma zugetan und von rechter Geburt und Wissen ist.
Vaiśampāyana sprach: Als der Herrscherfürst so sprach, stimmte der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, jener Verbindung zwischen den Matsyas und den Pārthas zur rechten Zeit zu.
Vaiśampāyana sprach: Als der Herrscherfürst so sprach, stimmte der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, jener Verbindung zwischen den Matsyas und den Pārthas zur rechten Zeit zu.
Und Dhṛṣṭadyumna, der Unangreifbare, der Beste aller Waffenträger - alle Anführer ganzer Akṣauhiṇī-Heere, Opferherren mit reichen Priestergaben, alle mit Waffen und Astras ausgestattet, alle Helden, bereit, ihr Leben hinzugeben.
Und Dhṛṣṭadyumna, der Unangreifbare, der Beste aller Waffenträger - alle Anführer ganzer Akṣauhiṇī-Heere, Opferherren mit reichen Priestergaben, alle mit Waffen und Astras ausgestattet, alle Helden, bereit, ihr Leben hinzugeben.
Als er jene Angekommenen erblickte, war der Matsya-König, der Beste der Rechtschaffenen, erfreut, nachdem er seine Tochter dem Abhimanyu gegeben hatte.
Als er jene Angekommenen erblickte, war der Matsya-König, der Beste der Rechtschaffenen, erfreut, nachdem er seine Tochter dem Abhimanyu gegeben hatte.
tataḥ pratyupayāteṣu pārthiveṣu tatas tataḥ tatrāgamad vāsudevo vanamālī halāyudhaḥ kṛtavarmā ca hārdikyo yuyudhānaś ca sātyakiḥ
Danach, als die Fürsten von da und dort herangekommen waren, kam dort auch Vāsudeva, der Waldkranzträger, und der Pflugbewaffnete, und Kṛtavarman, der Sohn des Hṛdika, und Yuyudhāna Sātyaki.
Wort für Wort
tataḥ pratyupayāteṣu pārthiveṣu tatas tataḥ tatrāgamad vāsudevo vanamālī halāyudhaḥ kṛtavarmā ca hārdikyo yuyudhānaś ca sātyakiḥ
Danach, als die Fürsten von da und dort herangekommen waren, kam dort auch Vāsudeva, der Waldkranzträger, und der Pflugbewaffnete, und Kṛtavarman, der Sohn des Hṛdika, und Yuyudhāna Sātyaki.
'Vanamālī' ('Waldkranzträger') und 'Halāyudha' ('der Pflugbewaffnete') sind Beinamen Kṛṣṇas bzw. Balarāmas; 'Hārdikya' ('Sohn des Hṛdika') ist Kṛtavarmans Patronymikon; 'Yuyudhāna' ist Sātyakis Eigenname.
daśa nāgasahasrāṇi hayānāṃ ca śatāyutam rathānām arbudaṃ pūrṇaṃ nikharvaṃ ca padātinām
Zehntausend Elefanten, hunderttausendmal zehn Pferde, ein volles Arbuda an Wagen und ein Nikharva an Fußvolk [begleiteten sie].
Wort für Wort
daśa nāgasahasrāṇi hayānāṃ ca śatāyutam rathānām arbudaṃ pūrṇaṃ nikharvaṃ ca padātinām
Zehntausend Elefanten, hunderttausendmal zehn Pferde, ein volles Arbuda an Wagen und ein Nikharva an Fußvolk [begleiteten sie].
'Arbuda' und 'Nikharva' sind traditionelle epische Zahlbegriffe für außerordentlich große Mengen (etwa hundert Millionen bzw. zehn Milliarden); die Zahlen sind als dichterische Hyperbel zu verstehen, nicht als wörtliche Truppenstärke.
Kṛṣṇa gab den hochherzigen Pāṇḍavas als Brautgabe Dienerinnen, Juwelen und Gewänder, ein jedes für sich, in vielfacher Zahl; danach fand die Hochzeit zwischen den Matsyas und den Pārthas vorschriftsmäßig statt.
Kṛṣṇa gab den hochherzigen Pāṇḍavas als Brautgabe Dienerinnen, Juwelen und Gewänder, ein jedes für sich, in vielfacher Zahl; danach fand die Hochzeit zwischen den Matsyas und den Pārthas vorschriftsmäßig statt.