Kapitel 62: Go-harana-parva (39)
Die Rückkehr zur Stadt
Nach dem Sieg über die Kurus sammelt Arjuna die Rinderherden Virāṭas; versprengte, hungrige und durstige Kuru-Soldaten nähern sich furchtsam und bittend, doch Arjuna beruhigt sie und verschont sie. Arjuna weist Uttara an, die Rückkehr zur Stadt vorzubereiten und den Sieg als Uttaras eigenen ausrufen zu lassen, um die Tarnung der Pāṇḍavas zu wahren; Uttara gibt den Boten entsprechend Anweisung.
Vaiśampāyana sprach: Da, nachdem er die Kurus in der Schlacht besiegt hatte, brachte der Stieräugige Virāṭas großen Reichtum, die Rinderherden, zusammen.
Vaiśampāyana sprach: Da, nachdem er die Kurus in der Schlacht besiegt hatte, brachte der Stieräugige Virāṭas großen Reichtum, die Rinderherden, zusammen.
vor Furcht erschreckten Sinnes; sie kamen von da und dort zusammen, mit aufgelöstem Haar waren sie zu sehen, wie sie da mit gefalteten Händen dastanden.
vor Furcht erschreckten Sinnes; sie kamen von da und dort zusammen, mit aufgelöstem Haar waren sie zu sehen, wie sie da mit gefalteten Händen dastanden.
kṣutpipāsāpariśrāntā videśasthā vicetasaḥ ūcuḥ praṇamya saṃbhrāntāḥ pārtha kiṃ karavāma te
Von Hunger und Durst erschöpft, in der Fremde weilend, verwirrten Sinnes, verneigten sie sich bestürzt und sprachen: ‚Pārtha, was sollen wir für dich tun?‘
Wort für Wort
kṣutpipāsāpariśrāntā videśasthā vicetasaḥ ūcuḥ praṇamya saṃbhrāntāḥ pārtha kiṃ karavāma te
Von Hunger und Durst erschöpft, in der Fremde weilend, verwirrten Sinnes, verneigten sie sich bestürzt und sprachen: ‚Pārtha, was sollen wir für dich tun?‘
arjuna uvāca svasti vrajata bhadraṃ vo na bhetavyaṃ kathaṃ cana nāham ārtāñ jighāṃsāmi bhṛśam āśvāsayāmi vaḥ
Arjuna sprach: ‚Wohlergehen sei euch, geht in Frieden, Glück sei mit euch; ihr müsst euch in keiner Weise fürchten. Ich will keine Bedrängten töten; ich beruhige euch nachdrücklich.‘
Wort für Wort
arjuna uvāca svasti vrajata bhadraṃ vo na bhetavyaṃ kathaṃ cana nāham ārtāñ jighāṃsāmi bhṛśam āśvāsayāmi vaḥ
Arjuna sprach: ‚Wohlergehen sei euch, geht in Frieden, Glück sei mit euch; ihr müsst euch in keiner Weise fürchten. Ich will keine Bedrängten töten; ich beruhige euch nachdrücklich.‘
vaiśaṃpāyana uvāca tasya tām abhayāṃ vācaṃ śrutvā yodhāḥ samāgatāḥ āyuḥkīrtiyaśodābhis tam āśirbhir anandayan
Vaiśampāyana sprach: Als sie jenes Wort der Furchtlosigkeit von ihm gehört hatten, erfreuten die versammelten Krieger ihn mit Segenswünschen, die ihm langes Leben, Ruhm und Ehre verhießen.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tasya tām abhayāṃ vācaṃ śrutvā yodhāḥ samāgatāḥ āyuḥkīrtiyaśodābhis tam āśirbhir anandayan
Vaiśampāyana sprach: Als sie jenes Wort der Furchtlosigkeit von ihm gehört hatten, erfreuten die versammelten Krieger ihn mit Segenswünschen, die ihm langes Leben, Ruhm und Ehre verhießen.
gacchantu tvaritāś caiva gopālāḥ preṣitās tvayā nagare priyam ākhyātuṃ ghoṣayantu ca te jayam
Lass die Hirten eilends von dir entsandt werden, um in der Stadt die frohe Botschaft zu verkünden, und lass sie deinen Sieg ausrufen.‘
Wort für Wort
gacchantu tvaritāś caiva gopālāḥ preṣitās tvayā nagare priyam ākhyātuṃ ghoṣayantu ca te jayam
Lass die Hirten eilends von dir entsandt werden, um in der Stadt die frohe Botschaft zu verkünden, und lass sie deinen Sieg ausrufen.‘
Arjuna überträgt Uttara bewusst den Ruhm des Sieges, um die Tarnung der Pāṇḍavas bis zum offiziellen Ende ihres Inkognito-Jahres zu wahren; dies bereitet Uttaras spätere prahlerische Erzählung am Hof Virāṭas vor.