Kapitel 41: Go-harana-parva (18)
Arjunas Muschelhorn und Droṇas Deutung
Arjuna verlässt den Śamī-Baum, lässt durch Agnis Gunst sein göttliches Affen-Banner erscheinen und bläst sein Muschelhorn mit solcher Wucht, dass die Zugpferde in die Knie sinken und Uttara vor Schreck zusammensackt. Arjuna tröstet ihn und bläst die Muschel ein zweites Mal, wodurch die Erde erbebt. Droṇa erkennt an Wagen-, Muschel- und Bogenklang unzweifelhaft Arjuna und deutet den Kauravas eine ganze Reihe schlechter Vorzeichen (erloschene Waffen, scheuende Pferde, unheilvolle Tier- und Vogelzeichen) als Ankündigung der bevorstehenden Niederlage.
Vaiśampāyana sprach: Nachdem er Uttara zum Wagenlenker gemacht, den Śamī-Baum rechts umschritten und alle Waffen aufgenommen hatte, brach Dhanaṃjaya darauf auf.
Vaiśampāyana sprach: Nachdem er Uttara zum Wagenlenker gemacht, den Śamī-Baum rechts umschritten und alle Waffen aufgenommen hatte, brach Dhanaṃjaya darauf auf.
Nachdem er am Wagen die göttliche Zauberkraft angewandt hatte, die von Viśvakarman gestaltet war, ließ er ein goldenes Banner mit Löwenschwanz und Affenzeichen erscheinen,
Nachdem er am Wagen die göttliche Zauberkraft angewandt hatte, die von Viśvakarman gestaltet war, ließ er ein goldenes Banner mit Löwenschwanz und Affenzeichen erscheinen,
Dies ist Arjunas berühmtes 'Affen-Banner' (Kapidhvaja), ein göttliches Geschenk, das seine wahre Kraft nur bei Bedarf entfaltet.
Der große Wagenkämpfer Bībhatsu, der Sohn der Kuntī, der mit den weißen Rossen, bestieg den mit Fähnchen, bunten Zieraten und Köchern versehenen Wagen,
Der große Wagenkämpfer Bībhatsu, der Sohn der Kuntī, der mit den weißen Rossen, bestieg den mit Fähnchen, bunten Zieraten und Köchern versehenen Wagen,
‚Fürchte dich nicht, du Erster der Königssöhne, du bist ein Kṣatriya, Feindebezwinger; wie kannst du, Tiger unter den Männern, inmitten der Feinde verzagen?
‚Fürchte dich nicht, du Erster der Königssöhne, du bist ein Kṣatriya, Feindebezwinger; wie kannst du, Tiger unter den Männern, inmitten der Feinde verzagen?
naivaṃvidhaḥ śaṅkhaśabdaḥ purā jātu mayā śrutaḥ dhvajasya cāpi rūpaṃ me dṛṣṭapūrvaṃ na hīdṛśam dhanuṣaś caiva nirghoṣaḥ śrutapūrvo na me kva cit
doch einen solchen Muschelklang habe ich nie zuvor gehört; auch die Gestalt dieses Banners habe ich zuvor nie so gesehen, und den Donner dieses Bogens habe ich nirgends zuvor gehört.
Wort für Wort
naivaṃvidhaḥ śaṅkhaśabdaḥ purā jātu mayā śrutaḥ dhvajasya cāpi rūpaṃ me dṛṣṭapūrvaṃ na hīdṛśam dhanuṣaś caiva nirghoṣaḥ śrutapūrvo na me kva cit
doch einen solchen Muschelklang habe ich nie zuvor gehört; auch die Gestalt dieses Banners habe ich zuvor nie so gesehen, und den Donner dieses Bogens habe ich nirgends zuvor gehört.
vyākulāś ca diśaḥ sarvā hṛdayaṃ vyathatīva me dhvajena pihitāḥ sarvā diśo na pratibhānti me gāṇḍīvasya ca śabdena karṇau me badhirīkṛtau
Alle Himmelsrichtungen sind mir verwirrt, mein Herz scheint zu schmerzen; alle Richtungen sind vom Banner verdeckt, sie erscheinen mir nicht mehr klar; und vom Klang des Gāṇḍīva sind mir die Ohren betäubt.‘
Wort für Wort
vyākulāś ca diśaḥ sarvā hṛdayaṃ vyathatīva me dhvajena pihitāḥ sarvā diśo na pratibhānti me gāṇḍīvasya ca śabdena karṇau me badhirīkṛtau
Alle Himmelsrichtungen sind mir verwirrt, mein Herz scheint zu schmerzen; alle Richtungen sind vom Banner verdeckt, sie erscheinen mir nicht mehr klar; und vom Klang des Gāṇḍīva sind mir die Ohren betäubt.‘
Arjuna sprach: ‚Halte den Wagen an einer abgelegenen Stelle an, stemme dich mit den Füßen fest, und halte die Zügel straff - ich werde die Muschel noch einmal blasen.‘
Arjuna sprach: ‚Halte den Wagen an einer abgelegenen Stelle an, stemme dich mit den Füßen fest, und halte die Zügel straff - ich werde die Muschel noch einmal blasen.‘
praty ādityaṃ ca naḥ sarve mṛgā ghorapravādinaḥ dhvajeṣu ca nilīyante vāyasās tan na śobhanam śakunāś cāpasavyā no vedayanti mahad bhayam
Alle Wildtiere schreien uns furchtbar entgegen, gegen die Sonne gewandt; und Krähen setzen sich auf unsere Banner - das ist kein gutes Zeichen; und die von links her fliegenden Vögel künden uns große Gefahr an.
Wort für Wort
praty ādityaṃ ca naḥ sarve mṛgā ghorapravādinaḥ dhvajeṣu ca nilīyante vāyasās tan na śobhanam śakunāś cāpasavyā no vedayanti mahad bhayam
Alle Wildtiere schreien uns furchtbar entgegen, gegen die Sonne gewandt; und Krähen setzen sich auf unsere Banner - das ist kein gutes Zeichen; und die von links her fliegenden Vögel künden uns große Gefahr an.
Dieser Schakal läuft heulend mitten durchs Heer, unversehrt hervorgekommen, und kündet große Gefahr an; ich bemerke, wie sich eure Haare an den Poren sträuben.
Dieser Schakal läuft heulend mitten durchs Heer, unversehrt hervorgekommen, und kündet große Gefahr an; ich bemerke, wie sich eure Haare an den Poren sträuben.
parābhūtā ca vaḥ senā na kaś cid yoddhum icchati vivarṇamukhabhūyiṣṭhāḥ sarve yodhā vicetasaḥ gāḥ saṃprasthāpya tiṣṭhāmo vyūḍhānīkāḥ prahāriṇaḥ
Euer Heer ist bereits besiegt, niemand will noch kämpfen; die meisten Krieger sind bleich im Gesicht, alle wie von Sinnen. Lasst uns die Rinder vorausschicken und selbst, in Schlachtordnung aufgestellt, kampfbereit stehenbleiben.‘
Wort für Wort
parābhūtā ca vaḥ senā na kaś cid yoddhum icchati vivarṇamukhabhūyiṣṭhāḥ sarve yodhā vicetasaḥ gāḥ saṃprasthāpya tiṣṭhāmo vyūḍhānīkāḥ prahāriṇaḥ
Euer Heer ist bereits besiegt, niemand will noch kämpfen; die meisten Krieger sind bleich im Gesicht, alle wie von Sinnen. Lasst uns die Rinder vorausschicken und selbst, in Schlachtordnung aufgestellt, kampfbereit stehenbleiben.‘