Kapitel 32: Go-harana-parva (9)
Virāṭas Befreiung und sein Dankesangebot
Suśarman nimmt Virāṭa im Kampfgetümmel gefangen. Auf Yudhiṣṭhiras Geheiß eilt Bhīma zu dessen Rettung; Yudhiṣṭhira hält ihn jedoch davon ab, einen Baum als Waffe zu benutzen, da dies seine wahre Identität verraten würde, und weist ihn an, eine gewöhnliche Waffe zu wählen. Die vier verkleideten Pāṇḍavas schlagen die Trigartas vernichtend, Bhīma ergreift Suśarman selbst, und Virāṭa wird befreit. Aus Dankbarkeit bietet Virāṭa den Brüdern Reichtum, seine Tochter und sogar sein Königreich an - Yudhiṣṭhira nimmt die Geste dankbar, aber bescheiden an und schickt Boten voraus, um den Sieg in der Stadt zu verkünden.
vaiśaṃpāyana uvāca tamasābhiplute loke rajasā caiva bhārata vyatiṣṭhan vai muhūrtaṃ tu vyūḍhānīkāḥ prahāriṇaḥ
Vaiśampāyana sprach: Als die Welt von Dunkelheit und Staub überflutet war, o Bhārata, hielten die in Schlachtordnung aufgestellten, kampfbereiten Heere für einen Augenblick inne.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tamasābhiplute loke rajasā caiva bhārata vyatiṣṭhan vai muhūrtaṃ tu vyūḍhānīkāḥ prahāriṇaḥ
Vaiśampāyana sprach: Als die Welt von Dunkelheit und Staub überflutet war, o Bhārata, hielten die in Schlachtordnung aufgestellten, kampfbereiten Heere für einen Augenblick inne.
tato rathābhyāṃ praskandya bhrātarau kṣatriyarṣabhau gadāpāṇī susaṃrabdhau samabhyadravatāṃ hayān
Dann sprangen die beiden Brüder, Stiere unter den Kṣatriyas, von ihren Wagen, die Keule in der Hand, aufs Äußerste erzürnt, und stürmten auf die Pferde los.
Wort für Wort
tato rathābhyāṃ praskandya bhrātarau kṣatriyarṣabhau gadāpāṇī susaṃrabdhau samabhyadravatāṃ hayān
Dann sprangen die beiden Brüder, Stiere unter den Kṣatriyas, von ihren Wagen, die Keule in der Hand, aufs Äußerste erzürnt, und stürmten auf die Pferde los.
balaṃ tu matsyasya balena rājā sarvaṃ trigartādhipatiḥ suśarmā pramathya jitvā ca prasahya matsyaṃ virāṭam ojasvinam abhyadhāvat
Der König, der Herr der Trigartas, Suśarman, zermalmte und besiegte mit seiner Streitmacht das gesamte Heer der Matsyas, und stürmte dann mit Gewalt auf den mächtigen Virāṭa selbst los.
Wort für Wort
balaṃ tu matsyasya balena rājā sarvaṃ trigartādhipatiḥ suśarmā pramathya jitvā ca prasahya matsyaṃ virāṭam ojasvinam abhyadhāvat
Der König, der Herr der Trigartas, Suśarman, zermalmte und besiegte mit seiner Streitmacht das gesamte Heer der Matsyas, und stürmte dann mit Gewalt auf den mächtigen Virāṭa selbst los.
Während sie in Schrecken versetzt wurden, sprach Yudhiṣṭhira, der Sohn der Kuntī, zu dem großarmigen Bhīmasena, dem Bezwinger der Feinde: ‚Der Matsya-König ist von dem Trigarta Suśarman ergriffen worden; befreie ihn, Großarmiger - er soll nicht in die Gewalt der Feinde geraten.
Während sie in Schrecken versetzt wurden, sprach Yudhiṣṭhira, der Sohn der Kuntī, zu dem großarmigen Bhīmasena, dem Bezwinger der Feinde: ‚Der Matsya-König ist von dem Trigarta Suśarman ergriffen worden; befreie ihn, Großarmiger - er soll nicht in die Gewalt der Feinde geraten.
Wir alle haben hier glücklich gelebt, wohlversorgt mit allem, was wir uns wünschen konnten; Bhīmasena, durch dich soll die Schuld für diesen Aufenthalt beglichen werden.
Wir alle haben hier glücklich gelebt, wohlversorgt mit allem, was wir uns wünschen konnten; Bhīmasena, durch dich soll die Schuld für diesen Aufenthalt beglichen werden.
Wir alle haben hier glücklich gelebt, wohlversorgt mit allem, was wir uns wünschen konnten; Bhīmasena, durch dich soll die Schuld für diesen Aufenthalt beglichen werden.‘
Wir alle haben hier glücklich gelebt, wohlversorgt mit allem, was wir uns wünschen konnten; Bhīmasena, durch dich soll die Schuld für diesen Aufenthalt beglichen werden.‘
suskandho 'yaṃ mahāvṛkṣo gadārūpa iva sthitaḥ enam eva samārujya drāvayiṣyāmi śātravān
Dieser große Baum, wohlgestaltet an Ästen, steht da wie eine Keule geformt; eben diesen will ich ausreißen und damit die Feinde in die Flucht schlagen.‘
Wort für Wort
suskandho 'yaṃ mahāvṛkṣo gadārūpa iva sthitaḥ enam eva samārujya drāvayiṣyāmi śātravān
Dieser große Baum, wohlgestaltet an Ästen, steht da wie eine Keule geformt; eben diesen will ich ausreißen und damit die Feinde in die Flucht schlagen.‘
Begehe keine Unbesonnenheit, Bhīma; lass diesen Baum stehen. Die Leute sollen dich nicht, wenn du mit einem Baum übermenschliche Taten vollbringst, erkennen und sagen: 'Das ist Bhīma', o Bhārata.
Begehe keine Unbesonnenheit, Bhīma; lass diesen Baum stehen. Die Leute sollen dich nicht, wenn du mit einem Baum übermenschliche Taten vollbringst, erkennen und sagen: 'Das ist Bhīma', o Bhārata.
Der eingebettete, kurze wörtliche Ausruf der Leute ('Das ist Bhīma') wird hier direkt wiedergegeben, da er knapp und nicht selbst weiter verschachtelt ist.
yamau ca cakrarakṣau te bhavitārau mahābalau vyūhataḥ samare tāta matsyarājaṃ parīpsataḥ
Und die Zwillinge sollen die gewaltigen Hüter deiner Wagenräder sein, mein Sohn, während du in der Schlacht vorrückst, um den Matsya-König zurückzuholen.‘
Wort für Wort
yamau ca cakrarakṣau te bhavitārau mahābalau vyūhataḥ samare tāta matsyarājaṃ parīpsataḥ
Und die Zwillinge sollen die gewaltigen Hüter deiner Wagenräder sein, mein Sohn, während du in der Schlacht vorrückst, um den Matsya-König zurückzuholen.‘
Dort erschlug Yudhiṣṭhira, der Sohn der Kuntī, tausend; Bhīma schickte siebenhundert Krieger ins Jenseits; und auch Nakula sandte siebenhundert mit seinen Pfeilen dorthin.
Dort erschlug Yudhiṣṭhira, der Sohn der Kuntī, tausend; Bhīma schickte siebenhundert Krieger ins Jenseits; und auch Nakula sandte siebenhundert mit seinen Pfeilen dorthin.
Dreihundert Helden erschlug der glanzvolle Sahadeva, der Stier unter den Männern, auf Yudhiṣṭhiras Geheiß, nachdem er jenes gewaltige Heer der Trigartas durchbrochen hatte, du Stier unter den Männern.
Dreihundert Helden erschlug der glanzvolle Sahadeva, der Stier unter den Männern, auf Yudhiṣṭhiras Geheiß, nachdem er jenes gewaltige Heer der Trigartas durchbrochen hatte, du Stier unter den Männern.
tato virāṭaḥ praskandya rathād atha suśarmaṇaḥ gadām asya parāmṛśya tam evājaghnivān balī sa cacāra gadāpāṇir vṛddho 'pi taruṇo yathā
Da sprang Virāṭa von Suśarmans Wagen herab, ergriff dessen Keule und schlug ihn damit, der Mächtige; er, obwohl alt, bewegte sich mit der Keule in der Hand wie ein junger Mann.
Wort für Wort
tato virāṭaḥ praskandya rathād atha suśarmaṇaḥ gadām asya parāmṛśya tam evājaghnivān balī sa cacāra gadāpāṇir vṛddho 'pi taruṇo yathā
Da sprang Virāṭa von Suśarmans Wagen herab, ergriff dessen Keule und schlug ihn damit, der Mächtige; er, obwohl alt, bewegte sich mit der Keule in der Hand wie ein junger Mann.
Bhīma aber, furchterregend anzusehen, mit Ohrringen geschmückt, sprang von seinem Wagen und ergriff den König der Trigartas, wie ein Löwe ein kleines Tier ergreift.
Bhīma aber, furchterregend anzusehen, mit Ohrringen geschmückt, sprang von seinem Wagen und ergriff den König der Trigartas, wie ein Löwe ein kleines Tier ergreift.
verbrachten sie, mit der Kraft ihrer eigenen Arme ausgestattet, von Scham zurückgehalten, ihrer Gelübde eingedenk, jene Nacht glücklich mitten auf dem Schlachtfeld.
verbrachten sie, mit der Kraft ihrer eigenen Arme ausgestattet, von Scham zurückgehalten, ihrer Gelübde eingedenk, jene Nacht glücklich mitten auf dem Schlachtfeld.
athābravīt prītamanā matsyarājo yudhiṣṭhiram punar eva mahābāhur virāṭo rājasattamaḥ ehi tvām abhiṣekṣyāmi matsyarājo 'stu no bhavān
Dann sprach der Matsya-König, erfreuten Sinnes, der großarmige Virāṭa, der Beste der Könige, erneut zu Yudhiṣṭhira: ‚Komm, ich werde dich salben; du sollst unser König der Matsyas werden.
Wort für Wort
athābravīt prītamanā matsyarājo yudhiṣṭhiram punar eva mahābāhur virāṭo rājasattamaḥ ehi tvām abhiṣekṣyāmi matsyarājo 'stu no bhavān
Dann sprach der Matsya-König, erfreuten Sinnes, der großarmige Virāṭa, der Beste der Könige, erneut zu Yudhiṣṭhira: ‚Komm, ich werde dich salben; du sollst unser König der Matsyas werden.
ānṛśaṃsyaparo nityaṃ susukhaḥ satataṃ bhava gacchantu dūtās tvaritaṃ nagaraṃ tava pārthiva suhṛdāṃ priyam ākhyātuṃ ghoṣayantu ca te jayam
Bleibe stets dem Mitgefühl zugetan und beständig glücklich, o König; Boten sollen rasch in deine Stadt eilen, um deinen Freunden diese erfreuliche Nachricht zu überbringen, und sollen deinen Sieg verkünden.‘
Wort für Wort
ānṛśaṃsyaparo nityaṃ susukhaḥ satataṃ bhava gacchantu dūtās tvaritaṃ nagaraṃ tava pārthiva suhṛdāṃ priyam ākhyātuṃ ghoṣayantu ca te jayam
Bleibe stets dem Mitgefühl zugetan und beständig glücklich, o König; Boten sollen rasch in deine Stadt eilen, um deinen Freunden diese erfreuliche Nachricht zu überbringen, und sollen deinen Sieg verkünden.‘