Kapitel 66: Go-harana-parva (43)
Die Enthüllung der Pāṇḍavas
Virāṭa erkundigt sich, wer unter seinen verkleideten Hausgenossen die einzelnen Pāṇḍavas gewesen seien; Arjuna löst nacheinander die Identitäten Bhīmas (Ballava), Nakulas, Sahadevas, Draupadīs (Sairandhrī) und schließlich seine eigene auf. Uttara bestätigt Arjunas Heldentaten. Virāṭa bittet reumütig um Verzeihung für seine frühere Respektlosigkeit, übergibt sein Königreich und bietet Uttarā Arjuna zur Frau an. Arjuna nimmt sie jedoch als Schwiegertochter für seinen Sohn an, nicht als eigene Gemahlin, da er ihr als früherer Tanzlehrer väterlich verbunden ist - womit die Vermählung Uttarās mit Abhimanyu vorbereitet wird.
Virāṭa sprach: ‚Wenn dieser König der Kauravya, der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira ist, welcher von euch ist sein Bruder Arjuna, und welcher der starke Bhīma?
Virāṭa sprach: ‚Wenn dieser König der Kauravya, der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira ist, welcher von euch ist sein Bruder Arjuna, und welcher der starke Bhīma?
Arjuna sprach: ‚Jener, der als Ballava spricht, dein Koch, o Herrscher der Menschen, dieser ist Bhīma, der Großarmige, von furchtbarer Wucht und Tapferkeit.
Arjuna sprach: ‚Jener, der als Ballava spricht, dein Koch, o Herrscher der Menschen, dieser ist Bhīma, der Großarmige, von furchtbarer Wucht und Tapferkeit.
yaś cāsīd aśvabandhas te nakulo 'yaṃ paraṃtapaḥ gosaṃkhyaḥ sahadevaś ca mādrīputrau mahārathau
Und der dein Pferdeknecht war, dieser ist Nakula, der Bezwinger der Feinde; und der Rinderzähler ist Sahadeva - die beiden Söhne der Mādrī, große Wagenkämpfer.
Wort für Wort
yaś cāsīd aśvabandhas te nakulo 'yaṃ paraṃtapaḥ gosaṃkhyaḥ sahadevaś ca mādrīputrau mahārathau
Und der dein Pferdeknecht war, dieser ist Nakula, der Bezwinger der Feinde; und der Rinderzähler ist Sahadeva - die beiden Söhne der Mādrī, große Wagenkämpfer.
Diese, mit Augen wie Lotusblätter, schlank in der Taille, lieblich lächelnd - die Sairandhrī ist Draupadī, o König, um derentwillen die Kīcakas erschlagen wurden.
Diese, mit Augen wie Lotusblätter, schlank in der Taille, lieblich lächelnd - die Sairandhrī ist Draupadī, o König, um derentwillen die Kīcakas erschlagen wurden.
Ich, Großkönig, bin Arjuna, wie es nun deutlich zu deinen Ohren gelangt ist - der jüngere Bruder Bhīmas, der Pārtha, doch älter als die beiden Zwillinge.
Ich, Großkönig, bin Arjuna, wie es nun deutlich zu deinen Ohren gelangt ist - der jüngere Bruder Bhīmas, der Pārtha, doch älter als die beiden Zwillinge.
‚Dieser ist es, der inmitten der Feinde, wie ein Löwe unter Rehen, durch die Scharen der Wagen zog und ihre besten Krieger, einen nach dem anderen, erschlug.
‚Dieser ist es, der inmitten der Feinde, wie ein Löwe unter Rehen, durch die Scharen der Wagen zog und ihre besten Krieger, einen nach dem anderen, erschlug.
Von ihm durchbohrt, wurde der große, mit goldenen Gurten geschmückte Elefant mit einem einzigen Pfeil getötet und sank im Kampf mit seinen Stoßzähnen zu Boden.
Von ihm durchbohrt, wurde der große, mit goldenen Gurten geschmückte Elefant mit einem einzigen Pfeil getötet und sank im Kampf mit seinen Stoßzähnen zu Boden.
uttara uvāca arcyāḥ pūjyāś ca mānyāś ca prāptakālaṃ ca me matam pūjyantāṃ pūjanārhāś ca mahābhāgāś ca pāṇḍavāḥ
Uttara sprach: ‚Verehrungswürdig, ehrwürdig und achtungswert sind sie; auch ich halte es für an der Zeit. Die Pāṇḍavas, die der Ehrung würdig und hochgesegnet sind, sollen geehrt werden.‘
Wort für Wort
uttara uvāca arcyāḥ pūjyāś ca mānyāś ca prāptakālaṃ ca me matam pūjyantāṃ pūjanārhāś ca mahābhāgāś ca pāṇḍavāḥ
Uttara sprach: ‚Verehrungswürdig, ehrwürdig und achtungswert sind sie; auch ich halte es für an der Zeit. Die Pāṇḍavas, die der Ehrung würdig und hochgesegnet sind, sollen geehrt werden.‘
virāṭa uvāca ahaṃ khalv api saṃgrāme śatrūṇāṃ vaśam āgataḥ mokṣito bhīmasenena gāvaś ca vijitās tathā
Virāṭa sprach: ‚Auch ich war ja im Kampf in die Gewalt der Feinde geraten und wurde von Bhīmasena befreit, und ebenso wurden die Rinder zurückgewonnen.
Wort für Wort
virāṭa uvāca ahaṃ khalv api saṃgrāme śatrūṇāṃ vaśam āgataḥ mokṣito bhīmasenena gāvaś ca vijitās tathā
Virāṭa sprach: ‚Auch ich war ja im Kampf in die Gewalt der Feinde geraten und wurde von Bhīmasena befreit, und ebenso wurden die Rinder zurückgewonnen.
eteṣāṃ bāhuvīryeṇa yad asmākaṃ jayo mṛdhe vayaṃ sarve sahāmātyāḥ kuntīputraṃ yudhiṣṭhiram prasādayāmo bhadraṃ te sānujaṃ pāṇḍavarṣabham
Durch die Kraft ihrer Arme kam unser Sieg im Kampf zustande; wir alle, mit unseren Ministern, wollen den Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, den Stier der Pāṇḍavas, samt seinen jüngeren Brüdern, zufriedenstellen - Heil dir!
Wort für Wort
eteṣāṃ bāhuvīryeṇa yad asmākaṃ jayo mṛdhe vayaṃ sarve sahāmātyāḥ kuntīputraṃ yudhiṣṭhiram prasādayāmo bhadraṃ te sānujaṃ pāṇḍavarṣabham
Durch die Kraft ihrer Arme kam unser Sieg im Kampf zustande; wir alle, mit unseren Ministern, wollen den Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, den Stier der Pāṇḍavas, samt seinen jüngeren Brüdern, zufriedenstellen - Heil dir!
yad asmābhir ajānadbhiḥ kiṃ cid ukto narādhipaḥ kṣantum arhati tat sarvaṃ dharmātmā hy eṣa pāṇḍavaḥ
Was immer von uns, in Unwissenheit, gegenüber dem Herrscher der Menschen gesagt wurde, das möge er alles verzeihen - denn dieser Pāṇḍava ist von rechtschaffener Seele.‘
Wort für Wort
yad asmābhir ajānadbhiḥ kiṃ cid ukto narādhipaḥ kṣantum arhati tat sarvaṃ dharmātmā hy eṣa pāṇḍavaḥ
Was immer von uns, in Unwissenheit, gegenüber dem Herrscher der Menschen gesagt wurde, das möge er alles verzeihen - denn dieser Pāṇḍava ist von rechtschaffener Seele.‘
vaiśaṃpāyana uvāca tato virāṭaḥ paramābhituṣṭaḥ; sametya rājñā samayaṃ cakāra rājyaṃ ca sarvaṃ visasarja tasmai; sadaṇḍakośaṃ sapuraṃ mahātmā
Vaiśampāyana sprach: Da schloss Virāṭa, höchst erfreut, mit dem König ein Abkommen und übergab ihm, der Hochherzige, sein ganzes Königreich samt Strafgewalt, Schatzkammer und Stadt.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tato virāṭaḥ paramābhituṣṭaḥ; sametya rājñā samayaṃ cakāra rājyaṃ ca sarvaṃ visasarja tasmai; sadaṇḍakośaṃ sapuraṃ mahātmā
Vaiśampāyana sprach: Da schloss Virāṭa, höchst erfreut, mit dem König ein Abkommen und übergab ihm, der Hochherzige, sein ganzes Königreich samt Strafgewalt, Schatzkammer und Stadt.
‚Ich nehme, o König, deine Tochter als Schwiegertochter an; wohl passend ist ja diese Verbindung zwischen uns, den Besten der Matsyas und Bhāratas.‘
Arjuna lehnt die Heirat mit Uttarā für sich selbst ab, da er ihr durch das gemeinsame Jahr am Hof, in dem er ihr Tanzlehrer war, wie ein Vater/Verwandter nahesteht; stattdessen nimmt er sie 'als Schwiegertochter' an - sie soll seinen Sohn Abhimanyu heiraten.