Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Araṇyakāṇḍa

Sarga 26: Dūṣaṇa Vadhaḥ Der Tod Dūṣaṇas und die Vernichtung des Rākṣasa-Heeres

dūṣaṇaḥ tu svakam sainyam hanyamānam vilokya ca | saṃdideśa mahābāhuḥ bhīma vegān niśācarān || 3-26-1

Dūṣaṇa aber, als er sein eigenes Heer erschlagen sah, befahl der Starkarmige den Nachtwandlern von furchtbarer Wucht,

Wort für Wort
dūṣaṇaḥ tu svakam sainyam
Dūṣaṇa aber sein eigenes Heer
hanyamānam vilokya ca
erschlagen werden sehend
saṃdideśa mahābāhuḥ
befahl der Starkarmige
bhīma vegān niśācarān
den Nachtwandlern von furchtbarer Wucht

te śūlaiḥ paṭṭiśaiḥ kadagaiḥ śilā varaṣaiḥ drumaiḥ | śara varṣaiḥ vicchhinnam vavarṣuḥ tam samantataḥ || 3-26-2

sie überschütteten ihn, der von Pfeilregen zerschnitten war, ringsum mit Speeren, Lanzen, Schwertern, Felsregen und Bäumen.

Wort für Wort
te śūlaiḥ paṭṭiśaiḥ kadagaiḥ
sie mit Speeren, Lanzen, Schwertern
śilā varaṣaiḥ drumaiḥ
mit Felsregen und Bäumen
śara varṣaiḥ vicchhinnam
den vom Pfeilregen Zerschnittenen
vavarṣuḥ tam samantataḥ
überschütteten ihn ringsum

tat drumāṇām śilānām ca varṣam prāṇa haram mahat | pratijagrāha dharmātmā rāghavaḥ tīkṣṇa sāyakaiḥ || 3-26-3

Jenen gewaltigen, lebensraubenden Regen von Bäumen und Felsen fing der gerechte Rāghava mit scharfen Pfeilen ab.

Wort für Wort
tat drumāṇām śilānām ca
jenen der Bäume und Felsen
varṣam prāṇa haram mahat
gewaltigen, lebensraubenden Regen
pratijagrāha dharmātmā
fing der Gerechte auf
rāghavaḥ tīkṣṇa sāyakaiḥ
Rāghava, mit scharfen Pfeilen

pratigṛhya ca tad varṣam nimīlita iva ṛṣabhaḥ | rāmaḥ krodham param lebhe vadha artham sarva rakṣasām || 3-26-4

Nachdem er jenen Regen aufgefangen hatte, wie ein Stier, der die Augen halb schließt, geriet Rāma in höchsten Zorn, um alle Rākṣasas zu vernichten.

Wort für Wort
pratigṛhya ca tad varṣam
und jenen Regen auffangend
nimīlita iva ṛṣabhaḥ
wie ein die Augen schließender Stier
rāmaḥ krodham param lebhe
geriet Rāma in höchsten Zorn
vadha artham sarva rakṣasām
um alle Rākṣasas zu vernichten

tataḥ krodha samāviṣṭaḥ pradīpta iva tejasā | śaraiḥ abhyakirat sainyam sarvataḥ saha dūṣaṇam || 3-26-5

Da, vom Zorn erfüllt, wie von Glanz entflammt, überschüttete er das Heer samt Dūṣaṇa von allen Seiten mit Pfeilen.

Wort für Wort
tataḥ krodha samāviṣṭaḥ
da, vom Zorn erfüllt
pradīpta iva tejasā
wie von Glanz entflammt
śaraiḥ abhyakirat sainyam
überschüttete mit Pfeilen das Heer
sarvataḥ saha dūṣaṇam
von allen Seiten, samt Dūṣaṇa

tataḥ senā patiḥ kruddho dūṣaṇaḥ śatru dūṣaṇaḥ | śaraiḥ aśani kalpaiḥ tam rāghavam samavārayat || 3-26-6

Da hielt der zornige Heerführer Dūṣaṇa, der Feinde-Verderber, jenen Rāghava mit blitzgleichen Pfeilen auf.

Wort für Wort
tataḥ senā patiḥ kruddho
da der zornige Heerführer
dūṣaṇaḥ śatru dūṣaṇaḥ
Dūṣaṇa, der Feinde-Verderber
śaraiḥ aśani kalpaiḥ tam
mit blitzgleichen Pfeilen ihn
rāghavam samavārayat
hielt Rāghava auf

tato rāmaḥ saṃkruddhaḥ kṣureṇa asya mahat dhanuḥ | cicchheda samare vīraḥ caturbhiḥ caturo hayān || 3-26-7

Da zerschnitt der zornentbrannte Held Rāma mit einem Rasiermesserpfeil dessen großen Bogen und mit vier weiteren die vier Rosse.

Wort für Wort
tato rāmaḥ saṃkruddhaḥ
da Rāma, zornentbrannt
kṣureṇa asya mahat dhanuḥ
mit einem Rasiermesserpfeil dessen großen Bogen
cicchheda samare vīraḥ
zerschnitt der Held im Kampf
caturbhiḥ caturo hayān
und mit vier weiteren die vier Rosse

hatvā ca aśvān śaraiḥ tīkṣṇaiḥ artha candreṇa sārathe | śiro jahāra tad rakṣaḥ tribhir vivyādha vakṣasi || 3-26-8

Nachdem er die Rosse mit scharfen Pfeilen getötet hatte, schlug er mit einem halbmondförmigen Pfeil dem Wagenlenker das Haupt ab, und mit drei Pfeilen durchbohrte er jenen Rākṣasa an der Brust.

Wort für Wort
hatvā ca aśvān śaraiḥ tīkṣṇaiḥ
und die Rosse mit scharfen Pfeilen tötend
artha candreṇa sārathe
mit einem Halbmondpfeil, dem Wagenlenker
śiro jahāra tad rakṣaḥ
schlug er das Haupt ab, jenem Rākṣasa
tribhir vivyādha vakṣasi
durchbohrte ihn mit drei Pfeilen an der Brust

sa cchhinna dhanvā viratho hata aśvo hata sārathiḥ | jagrāha giri śṛṃga ābham parigham roma harṣaṇam || 3-26-9

Ohne Bogen, ohne Wagen, der Rosse und des Wagenlenkers beraubt, ergriff er eine bergspitzenähnliche, haarsträubende eiserne Stange,

Wort für Wort
sa cchhinna dhanvā viratho
er, des Bogens beraubt, ohne Wagen
hata aśvo hata sārathiḥ
der Rosse beraubt, des Wagenlenkers beraubt
jagrāha giri śṛṃga ābham
ergriff die bergspitzenähnliche
parigham roma harṣaṇam
eiserne Stange, haarsträubend

veṣṭitam kāṃcanaiḥ paṭṭaiḥ deva sainya abhimardanam | āyasaiḥ śaṃkubhiḥ tīkṣṇaiḥ kīrṇam para vasā ukṣitām || 3-26-10

umwickelt mit goldenen Bändern, die schon Götterheere zermalmt hatte, übersät mit scharfen eisernen Spitzen, mit dem Fett der Feinde benetzt,

Wort für Wort
veṣṭitam kāṃcanaiḥ paṭṭaiḥ
umwickelt mit goldenen Bändern
deva sainya abhimardanam
die Götterheere zermalmt hatte
āyasaiḥ śaṃkubhiḥ tīkṣṇaiḥ
mit scharfen eisernen Spitzen
kīrṇam para vasā ukṣitām
übersät, mit dem Fett der Feinde benetzt

vajra aśani sama sparśam para gopura dāraṇam || 3-26-11

dem Blitz und dem Donnerkeil an Wucht gleich, die Stadttore der Feinde zerschmetternd.

Wort für Wort
vajra aśani sama sparśam
dem Blitz und Donnerkeil an Wucht gleich
para gopura dāraṇam
die Stadttore der Feinde zerschmetternd

tam mahā uraga saṃkāśam pragṛhya parigham raṇe | dūṣaṇo abhyapatat rāmam krūra karmā niśācaraḥ || 3-26-12

Jene, einer großen Schlange gleiche eiserne Stange im Kampf ergreifend, stürmte Dūṣaṇa, der grausam handelnde Nachtwandler, auf Rāma zu.

Wort für Wort
tam mahā uraga saṃkāśam
jene, einer großen Schlange gleiche
pragṛhya parigham raṇe
eiserne Stange im Kampf ergreifend
dūṣaṇo abhyapatat rāmam
stürmte Dūṣaṇa auf Rāma zu
krūra karmā niśācaraḥ
der grausam handelnde Nachtwandler

tasya abhipatamānasya dūṣaṇasya sa rāghavaḥ | dvābhyām śarābhyām cicchheda sa hasta ābharaṇau bhujau || 3-26-13

Dem heranstürmenden Dūṣaṇa zerschnitt Rāghava mit zwei Pfeilen dessen beide mit Schmuck versehenen Arme.

Wort für Wort
tasya abhipatamānasya dūṣaṇasya
dem heranstürmenden Dūṣaṇa
sa rāghavaḥ
er, Rāghava
dvābhyām śarābhyām cicchheda
zerschnitt mit zwei Pfeilen
sa hasta ābharaṇau bhujau
dessen beide mit Schmuck versehenen Arme

bhraṣṭaḥ tasya mahākāyaḥ papāta raṇa mūrdhani | parighaḥ chhinna hastasya śakra dhvaja iva agrataḥ || 3-26-14

Die riesige eiserne Stange fiel dem, dessen Hände abgeschlagen waren, aus der Hand und stürzte an der Spitze des Schlachtfelds nieder wie Indras Banner.

Wort für Wort
bhraṣṭaḥ tasya mahākāyaḥ
entglitten, jene riesige
papāta raṇa mūrdhani
fiel an der Spitze des Schlachtfelds
parighaḥ chhinna hastasya
die eiserne Stange, dem der Hände Beraubten
śakra dhvaja iva agrataḥ
wie Indras Banner voraus

karābhyām ca vikīrṇābhyām papāta bhuvi dūṣaṇaḥ | viṣāṇābhyām viśīrṇābhyām manasvī iva mahāgajaḥ || 3-26-15

Mit beiden abgetrennten Händen stürzte Dūṣaṇa zu Boden, wie ein stolzer großer Elefant mit beiden abgebrochenen Stoßzähnen.

Wort für Wort
karābhyām ca vikīrṇābhyām
und mit beiden abgetrennten Händen
papāta bhuvi dūṣaṇaḥ
stürzte Dūṣaṇa zu Boden
viṣāṇābhyām viśīrṇābhyām
mit beiden abgebrochenen Stoßzähnen
manasvī iva mahāgajaḥ
wie ein stolzer großer Elefant

dṛṣṭvā tam patitam bhūmau dūṣaṇam nihatam raṇe | sādhu sādhu iti kākutstham sarva bhūtāni apūjayan || 3-26-16

Als sie jenen Dūṣaṇa im Kampf erschlagen zu Boden gefallen sahen, priesen alle Wesen den Kākutstha mit dem Ruf: „Wohl getan, wohl getan!“

Wort für Wort
dṛṣṭvā tam patitam bhūmau
ihn zu Boden gefallen sehend
dūṣaṇam nihatam raṇe
Dūṣaṇa, im Kampf erschlagen
sādhu sādhu iti kākutstham
‚Wohl getan, wohl getan!‘ den Kākutstha
sarva bhūtāni apūjayan
priesen alle Wesen

etasmin antare kruddhāḥ trayaḥ senā agra yāyinaḥ | saṃhatya abhyadravan rāmam mṛtyu pāśa avapāśitāḥ || 3-26-17

In diesem Augenblick stürmten drei zornige, an der Spitze des Heeres marschierende Rākṣasas, schon von der Schlinge des Todes umstrickt, vereint auf Rāma zu:

Wort für Wort
etasmin antare kruddhāḥ
in diesem Augenblick, zornig
trayaḥ senā agra yāyinaḥ
drei, an der Spitze des Heeres Marschierende
saṃhatya abhyadravan rāmam
vereint stürmten sie auf Rāma zu
mṛtyu pāśa avapāśitāḥ
schon von der Todesschlinge umstrickt

mahākapālaḥ sthūlākṣaḥ pramāthī ca mahābalaḥ | mahākapālo vipulam śūlam udyamya rākṣasaḥ || 3-26-18

Mahākapāla, Sthūlākṣa und der überaus starke Pramāthin. Mahākapāla, der Rākṣasa, seinen gewaltigen Speer erhebend,

Wort für Wort
mahākapālaḥ sthūlākṣaḥ
Mahākapāla, Sthūlākṣa
pramāthī ca mahābalaḥ
und der überaus starke Pramāthin
mahākapālo vipulam śūlam
Mahākapāla den gewaltigen Speer
udyamya rākṣasaḥ
erhebend, der Rākṣasa

sthūlākṣaḥ paṭṭiśam gṛhya pramāthī ca paraśvadham | dṛṣṭvā eva āpatataḥ tām tu rāghavaḥ sāyakaiḥ śitaiḥ || 3-26-19

Sthūlākṣa, seine Lanze ergreifend, und Pramāthin seine Axt – als Rāghava sie herangestürmt sah, empfing er sie mit scharfen Pfeilen,

Wort für Wort
sthūlākṣaḥ paṭṭiśam gṛhya
Sthūlākṣa, die Lanze ergreifend
pramāthī ca paraśvadham
und Pramāthin die Axt
dṛṣṭvā eva āpatataḥ tām tu
sie herangestürmt sehend
rāghavaḥ sāyakaiḥ śitaiḥ
Rāghava, mit scharfen Pfeilen

tīkṣṇa agraiḥ pratijagrāha saṃprāptān atithīn iva | mahākapālasya śiraḥ cicchheda raghunaṃdanaḥ || 3-26-20

mit scharfen Spitzen, wie man angekommene Gäste empfängt. Mahākapālas Haupt schlug der Freudenbringer der Raghus ab;

Wort für Wort
tīkṣṇa agraiḥ pratijagrāha
mit scharfen Spitzen empfing er sie
saṃprāptān atithīn iva
wie angekommene Gäste
mahākapālasya śiraḥ
Mahākapālas Haupt
cicchheda raghunaṃdanaḥ
schlug der Freudenbringer der Raghus ab

asaṃkhyeyaiḥ tu bāṇa oghaiḥ pramamātha pramāthinam | sthūlākṣasya akṣiṇī sthūle pūrayāmāsa sāyakaiḥ || 3-26-21

mit einer unzählbaren Flut von Pfeilen zermalmte er Pramāthin; Sthūlākṣas beide Augen füllte er mit dicken Pfeilen.

Wort für Wort
asaṃkhyeyaiḥ tu bāṇa oghaiḥ
mit einer unzählbaren Flut von Pfeilen
pramamātha pramāthinam
zermalmte er Pramāthin
sthūlākṣasya akṣiṇī sthūle
Sthūlākṣas beide großen Augen
pūrayāmāsa sāyakaiḥ
füllte er mit Pfeilen

sa papāta hato bhūmau viṭapī iva mahādrumaḥ | dūṣaṇasya anugān paṃca sahasrān kupitaḥ kṣaṇāt || 3-26-22

Erschlagen stürzte er zu Boden wie ein großer, entwurzelter Baum. Dūṣaṇas fünftausend Gefolgsleute erschlug der Erzürnte im Nu,

Wort für Wort
sa papāta hato bhūmau
er stürzte erschlagen zu Boden
viṭapī iva mahādrumaḥ
wie ein großer entwurzelter Baum
dūṣaṇasya anugān paṃca sahasrān
Dūṣaṇas fünftausend Gefolgsleute
kupitaḥ kṣaṇāt
der Erzürnte, im Nu

hatvā tu paṃca sahasrān anayat yama sadanam | dūṣaṇam nihatam śrutvā tasya ca eva padānugān || 3-26-23

fünftausend erschlagend, schickte er sie in die Wohnstatt des Yama. Als er hörte, dass Dūṣaṇa und dessen Gefolgsleute erschlagen waren,

Wort für Wort
hatvā tu paṃca sahasrān
fünftausend erschlagend
anayat yama sadanam
schickte er sie in Yamas Wohnstatt
dūṣaṇam nihatam śrutvā
hörend, dass Dūṣaṇa erschlagen war
tasya ca eva padānugān
und dessen Gefolgsleute

vyādideśa kharaḥ kruddho sena adhyakṣān mahābalān | ayam vinihataḥ saṃkhye dūṣaṇaḥ sa padānugāḥ || 3-26-24

befahl der zornige Khara seinen mächtigen Heerführern: „Dieser Dūṣaṇa ist im Kampf erschlagen, samt seinem Gefolge –

Wort für Wort
vyādideśa kharaḥ kruddho
befahl der zornige Khara
sena adhyakṣān mahābalān
den mächtigen Heerführern
ayam vinihataḥ saṃkhye
dieser ist im Kampf erschlagen
dūṣaṇaḥ sa padānugāḥ
Dūṣaṇa, samt seinem Gefolge

mahatyā senayā sārdham yuddhvā rāmam kumānuṣam | śastraiḥ nānā vidha akāraiḥ hanadhvam sarva rākṣasāḥ || 3-26-25

kämpft mit dem großen Heer zusammen gegen diesen unwürdigen Menschen Rāma – erschlagt ihn mit mannigfach geformten Waffen, alle Rākṣasas!“

Wort für Wort
mahatyā senayā sārdham
mit dem großen Heer zusammen
yuddhvā rāmam kumānuṣam
kämpfend gegen den nichtswürdigen Menschen Rāma
śastraiḥ nānā vidha akāraiḥ
mit mannigfach geformten Waffen
hanadhvam sarva rākṣasāḥ
erschlagt ihn, alle Rākṣasas

evam uktvā kharaḥ kruddho rāmam eva abhi dudruve | śyenagāmī pṛthugrīvo yajñaśatrur vihaṃgamaḥ || 3-26-26

So sprechend, stürmte der zornige Khara selbst auf Rāma zu; Śyenagāmin, Pṛthugrīva, Yajñaśatru, Vihaṃgama,

Wort für Wort
evam uktvā kharaḥ kruddho
so sprechend, der zornige Khara
rāmam eva abhi dudruve
stürmte selbst auf Rāma zu
śyenagāmī pṛthugrīvo
Śyenagāmin, Pṛthugrīva
yajñaśatrur vihaṃgamaḥ
Yajñaśatru, Vihaṃgama

durjayaḥ karavīrākṣaḥ paruṣaḥ kālakārmukaḥ | hemamālī mahāmālī sarpasyo rudhirāśanaḥ || 3-26-27

Durjaya, Karavīrākṣa, Paruṣa, Kālakārmuka, Hemamālin, Mahāmālin, Sarpāsya, Rudhirāśana –

Wort für Wort
durjayaḥ karavīrākṣaḥ
Durjaya, Karavīrākṣa
paruṣaḥ kālakārmukaḥ
Paruṣa, Kālakārmuka
hemamālī mahāmālī
Hemamālin, Mahāmālin
sarpasyo rudhirāśanaḥ
Sarpāsya, Rudhirāśana

dvādaśa ete mahāvīryā bala adhyakṣāḥ sa sainikāḥ | ramam eva abhyadhāvaṃta visṛjaṃtaḥ śarottamān || 3-26-28

diese zwölf hochgewaltigen Heerführer stürmten samt ihren Soldaten auf Rāma zu, vorzügliche Pfeile abschießend.

Wort für Wort
dvādaśa ete mahāvīryā
diese zwölf hochgewaltigen
bala adhyakṣāḥ sa sainikāḥ
Heerführer, samt ihren Soldaten
ramam eva abhyadhāvaṃta
stürmten auf Rāma zu
visṛjaṃtaḥ śarottamān
vorzügliche Pfeile abschießend

tataḥ pāvaka saṃkāśaiḥ hema vajra vibhūṣitaiḥ | jaghana śeṣam tejasvī tasya sainyasya sāyakaiḥ || 3-26-29

Da vernichtete der Glanzvolle mit feuergleichen, mit Gold und Diamanten geschmückten Pfeilen den Rest jenes Heeres.

Wort für Wort
tataḥ pāvaka saṃkāśaiḥ
da mit feuergleichen
hema vajra vibhūṣitaiḥ
mit Gold und Diamanten geschmückten
jaghana śeṣam tejasvī
vernichtete den Rest, der Glanzvolle
tasya sainyasya sāyakaiḥ
jenes Heeres, mit Pfeilen

te rukma puṃkhā viśikhāḥ sa dhūmā iva pāvakāḥ | nijaghnuḥ tāni rakṣāṃsi vajrā iva mahādrumān || 3-26-30

Jene goldbefiederten Pfeile, dem rauchenden Feuer gleich, erschlugen jene Rākṣasas wie Blitze große Bäume.

Wort für Wort
te rukma puṃkhā viśikhāḥ
jene goldbefiederten Pfeile
sa dhūmā iva pāvakāḥ
dem rauchenden Feuer gleich
nijaghnuḥ tāni rakṣāṃsi
erschlugen jene Rākṣasas
vajrā iva mahādrumān
wie Blitze große Bäume

rakṣasām tu śatam rāmaḥ śatena ekena karṇinā | sahasram tu sahasreṇa jaghāna raṇa mūrdhani || 3-26-31

Hundert Rākṣasas erschlug Rāma mit einem einzigen widerhakigen Pfeil, tausend mit einem [Pfeil für] tausend, an der Spitze des Schlachtfelds.

Wort für Wort
rakṣasām tu śatam rāmaḥ
hundert Rākṣasas aber Rāma
śatena ekena karṇinā
mit einem einzigen widerhakigen [Pfeil]
sahasram tu sahasreṇa
tausend aber mit einem für tausend
jaghāna raṇa mūrdhani
erschlug er an der Spitze des Schlachtfelds

taiḥ bhinna varma ābharaṇāḥ chhinna bhinna śara āsanāḥ | nipetuḥ śoṇita ādigdhā dharaṇyām rajanīcarāḥ || 3-26-32

Von ihnen an Panzer und Schmuck durchbohrt, ihrer Bögen zerschnitten und durchbohrt beraubt, stürzten die Nachtwandler, mit Blut bedeckt, zu Boden.

Wort für Wort
taiḥ bhinna varma ābharaṇāḥ
von ihnen an Panzer und Schmuck durchbohrt
chhinna bhinna śara āsanāḥ
der zerschnittenen, durchbohrten Bögen beraubt
nipetuḥ śoṇita ādigdhā
stürzten, mit Blut bedeckt
dharaṇyām rajanīcarāḥ
zu Boden, die Nachtwandler

taiḥ mukta keśaiḥ samare patitaiḥ śoṇita ukṣitaiḥ | vistīrṇā vasudhā kṛtsnā mahāvediḥ kuśaiḥ iva || 3-26-33

Mit ihnen, den im Kampf mit aufgelöstem Haar Gefallenen, mit Blut Benetzten, war die weite Erde ganz bedeckt, wie ein großer Opferaltar mit Kuśa-Gras.

Wort für Wort
taiḥ mukta keśaiḥ samare
mit ihnen, mit aufgelöstem Haar, im Kampf
patitaiḥ śoṇita ukṣitaiḥ
Gefallenen, mit Blut Benetzten
vistīrṇā vasudhā kṛtsnā
war die weite Erde ganz [bedeckt]
mahāvediḥ kuśaiḥ iva
wie ein großer Opferaltar mit Kuśa-Gras

tat kṣaṇe tu mahā ghoram vanam nihata rākṣasam | babhūva niraya prakhyam māṃsa śoṇita kardamam || 3-26-34

In diesem Augenblick wurde der höchst schreckliche, von erschlagenen Rākṣasas bedeckte Wald der Hölle gleich, ein Schlamm aus Fleisch und Blut.

Wort für Wort
tat kṣaṇe tu mahā ghoram
in diesem Augenblick, höchst schrecklich
vanam nihata rākṣasam
der Wald, von erschlagenen Rākṣasas [bedeckt]
babhūva niraya prakhyam
wurde der Hölle gleich
māṃsa śoṇita kardamam
ein Schlamm aus Fleisch und Blut

caturdaśa sahasrāṇi rakṣasām bhīma karmaṇām | hatāni ekena rāmeṇa mānuṣeṇa padātinā || 3-26-35

Vierzehntausend Rākṣasas von furchtbarem Tun wurden von dem einen Rāma erschlagen, einem Menschen, zu Fuß kämpfend.

Wort für Wort
caturdaśa sahasrāṇi
vierzehntausend
rakṣasām bhīma karmaṇām
Rākṣasas von furchtbarem Tun
hatāni ekena rāmeṇa
erschlagen von dem einen Rāma
mānuṣeṇa padātinā
einem Menschen, zu Fuß kämpfend

tasya sainyasya sarvasya kharaḥ śeṣo mahārathaḥ | rākṣasaḥ triśirāḥ caiva rāmaḥ ca ripusūdanaḥ || 3-26-36

Von jenem ganzen Heer blieben nur Khara, der große Wagenkämpfer, und der Rākṣasa Triśiras übrig, und Rāma, der Feindevernichter,

Wort für Wort
tasya sainyasya sarvasya
von jenem ganzen Heer
kharaḥ śeṣo mahārathaḥ
blieb Khara übrig, der große Wagenkämpfer
rākṣasaḥ triśirāḥ caiva
und der Rākṣasa Triśiras
rāmaḥ ca ripusūdanaḥ
und Rāma, der Feindevernichter

śeṣā hatā mahāvīryā rākṣasā raṇa mūrdhani | ghorā durviṣahāḥ sarve lakṣmaṇasya agrajena || 3-26-37

die übrigen hochgewaltigen, furchtbaren, unerträglichen Rākṣasas alle wurden von Lakṣmaṇas älterem Bruder an der Spitze des Schlachtfelds erschlagen.

Wort für Wort
śeṣā hatā mahāvīryā
die übrigen hochgewaltigen wurden erschlagen
rākṣasā raṇa mūrdhani
die Rākṣasas an der Spitze des Schlachtfelds
ghorā durviṣahāḥ sarve
furchtbar, unerträglich, alle
lakṣmaṇasya agrajena
von Lakṣmaṇas älterem Bruder

tataḥ tu tad bhīma balam mahā āhave samīkṣya rāmeṇa hatam balīyasā | rathena rāmam mahatā kharaḥ tataḥ samāsasāda indra iva udyata aśaniḥ || 3-26-38

Als er jenes furchtbare Heer im großen Kampf von dem gewaltigen Rāma erschlagen sah, näherte sich Khara darauf Rāma mit seinem großen Wagen, wie Indra mit erhobenem Donnerkeil.

Wort für Wort
tataḥ tu tad bhīma balam
dann jenes furchtbare Heer
mahā āhave samīkṣya
im großen Kampf erblickend
rāmeṇa hatam balīyasā
von dem gewaltigen Rāma erschlagen
rathena rāmam mahatā
mit seinem großen Wagen, zu Rāma
kharaḥ tataḥ samāsasāda
näherte sich Khara darauf
indra iva udyata aśaniḥ
wie Indra mit erhobenem Donnerkeil

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