yathā saṃśaptakaiḥ sārdham arjunasyābhavad raṇaḥ / sūtaputrasya pāñcālaiḥ kathaṃ yuddhaṃ pravartitam / aśvatthāmnas tu yad yuddham arjunasya ca saṃjaya / anyeṣāṃ ca madīyānāṃ pāṇḍavais tad bravīhi me
„Wie sich Arjunas Kampf mit den Saṃśaptakas zutrug, wie der Kampf des Sūta-Sohnes mit den Pāñcālas entfacht wurde, und welchen Kampf Aśvatthāman mit Arjuna führte, o Saṃjaya, und auch den Kampf der übrigen der Meinigen mit den Pāṇḍavas – das berichte mir.“
Wort für Wort
yathā
wie (Part.)
saṃśaptakaiḥ sārdham
mit den Saṃśaptakas (Instr.+Postp.)
arjunasya
Arjunas (Gen.)
abhavat raṇaḥ
war der Kampf (Impf.+Nom.)
sūtaputrasya
des Sūta-Sohnes (Gen., Karṇa)
pāñcālaiḥ
mit den Pāñcālas (Instr.)
kathaṃ yuddham pravartitam
wie der Kampf entfacht wurde (Adv.+Nom.)
aśvatthāmnaḥ tu yat yuddham
welcher Kampf Aśvatthāmans aber (Gen.+Nom.)
arjunasya ca saṃjaya
und Arjunas, o Saṃjaya (Gen.+Vok.)
anyeṣām ca madīyānām
und der übrigen der Meinigen (Gen.)
pāṇḍavaiḥ
mit den Pāṇḍavas (Instr.)
tat bravīhi me
das berichte mir (Akk.+Imp.+Dat.)
[Anm.: Die Sprecherkennzeichnung „dhṛtarāṣṭra uvāca“ (Dhṛtarāṣṭra sprach) wurde ausgelassen. Zwei Halbverse des textkritischen Apparats (001b*0091_01, 001b*0092_01) wurden in diese Frage eingefügt.]
Der Pārtha, in die einem Ozean gleichende Schar der Saṃśaptakas eindringend, der Feindevernichter, brachte sie in Aufruhr, wie ein gewaltiger Sturmwind den Ozean.
Dhanaṃjaya streute, nachdem er mit scharfen Bhalla-Pfeilen den Helden die Häupter abgeschlagen hatte – mit vollmondgleichen Gesichtern, mit ihren eigenen Augen, Brauen und Zähnen –, rasch die Erde damit, wie mit stängellosen Lotusblüten.
Die wohlgerundeten, langen, kräftigen, mit Sandel und Aloe geschmückten, mit Waffen und Rüstung versehenen, fünfköpfigen Schlangen gleichenden Arme der Feinde zerschnitt Arjuna im Kampf mit Rasiermesser-Pfeilen.
Die Zugtiere, die besten der Zugtiere, die Wagenlenker, die Banner und Bögen, die Pfeile, die Hände und Unterarme zerschnitt der Pāṇḍava wiederholt mit Bhalla-Pfeilen.
Jenem tapferen Helden stürmten sie brüllend entgegen wie um eine Kuh erzürnte Stiere, die mit dumpfem Gebrüll anrennen; ihn, der sie niederschlug, schlugen sie mit Pfeilen zurück, wie Stiere mit ihren Hörnern.
Wagen mit zerbrochenen Dreifach-Deichseln, Rädern und Achsen, mit erschlagenen Kämpfern, Pferden und Wagenlenkern, mit zertrümmerten Waffen und Köchern, umgestürzten Bannern –
Wort für Wort
chinnatriveṇucakrākṣān
mit zerbrochenen Dreifach-Deichseln, Rädern, Achsen (Akk.)
hatayodhāśvasārathīn
mit erschlagenen Kämpfern, Pferden, Wagenlenkern (Akk.)
So schlug Arjuna die Wagen in Stücke, wie der Sturmwind große Wolkenmassen, und vollbrachte, die Feinde in Staunen versetzend, ein sehenswertes, ihre Furcht mehrendes Werk, gleich dem von tausend großen Wagenkämpfern.
Wort für Wort
rathān
die Wagen (Akk.)
viśakalīkurvan
in Stücke schlagend (Ptz.)
mahābhrāṇi iva mārutaḥ
wie der Sturmwind große Wolkenmassen (Akk.+Part.+Nom.)
Die Scharen der Siddhas und Götterweisen und auch die Cāraṇas priesen ihn; die göttlichen Pauken erdröhnten, und Blumenregen fielen herab; und über den Häuptern Keśavas und Arjunas erklang eine körperlose Stimme:
„Die beiden Helden, die stets den Glanz, die Leuchtkraft, die Kraft und den Schimmer von Mond, Sonne, Wind und Feuer tragen, das sind diese beiden, Keśava und Arjuna,
wie Brahmā und Śiva unbesiegbar, die beiden Helden, die auf einem Wagen stehen, die besten aller Wesen, die beiden Helden, Nara und Nārāyaṇa in einem.“
Wort für Wort
brahmeśānau iva ajayyau
wie Brahmā und Śiva unbesiegbar (Nom. Dual+Part.)
vīrau ekarathe sthitau
die Helden, die auf einem Wagen stehen (Nom. Dual)
„Wenn du mich, o Held, als einen würdigen, angekommenen Gast betrachtest, so gewähre mir heute mit deinem ganzen Wesen die Gastfreundschaft des Kampfes.“
saṃśaptakāś ca me vadhyā drauṇir āhvayate ca mām / yad atrānantaraṃ prāptaṃ praśādhi tvaṃ mahābhuja / ātithyakarmābhyutthāya dīyatāṃ yadi manyase
„Die Saṃśaptakas sind von mir zu töten, und Droṇis Sohn fordert mich heraus; was hier als Nächstes ansteht, das befiehl du, Starkarmiger – wenn du es für richtig hältst, so möge ich mich erheben und ihm den Liebesdienst der Gastfreundschaft erweisen.“
Wort für Wort
saṃśaptakāḥ ca me vadhyāḥ
die Saṃśaptakas sind von mir zu töten (Nom.)
drauṇiḥ āhvayate ca mām
und Droṇis Sohn fordert mich heraus (Nom.+Präs.+Akk.)
yat atra ānantaram prāptam
was hier als Nächstes ansteht (Nom.)
praśādhi tvam
befiehl du (Imp.+Nom.)
mahābhuja
o Starkarmiger (Vok.)
ātithyakarma abhyutthāya
aufstehend zum Liebesdienst der Gastfreundschaft (Akk.+Abs.)
dīyatām
möge erwiesen werden (Opt. Pass.)
yadi manyase
wenn du es für richtig hältst (Konj.+Präs.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (021d*0093_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
denn dies ist die Zeit für Gefolgsleute, die Nahrung ihres Herrn abzuzahlen; fein ist der Streit der Brahmanen, grob sind Sieg und Niederlage der Kṣatriyas.
yāṃ na saṃkṣamase mohād divyāṃ pārthasya satkriyām / tām āptum icchan yudhyasva sthiro bhūtvādya pāṇḍavam
Jene göttliche Ehrenbezeigung des Pārtha, die du aus Verblendung nicht erträgst – wenn du sie erlangen willst, so kämpfe, standhaft bleibend, heute gegen den Pāṇḍava.“
Wort für Wort
yām na saṃkṣamase
die du nicht erträgst (Akk.+Präs.)
mohāt
aus Verblendung (Abl.)
divyām pārthasya satkriyām
die göttliche Ehrenbezeigung des Pārtha (Akk.+Gen.)
Nachdem er Keśava und den Pāṇḍava mit einem gewaltigen Pfeilnetz durchbohrt hatte, brüllte Droṇis Sohn freudig auf, mit der Stimme einer gewaltigen Wolkenmasse.
Wort für Wort
śarajālena mahatā
mit einem gewaltigen Pfeilnetz (Instr.)
viddhvā
durchbohrt habend (Abs.)
keśavapāṇḍavau
Keśava und den Pāṇḍava (Akk. Dual)
nanāda
brüllte auf (Perf.)
muditaḥ
freudig (Nom.)
drauṇiḥ
Droṇis Sohn (Nom.)
mahāmeghaughanisvanaḥ
mit der Stimme einer gewaltigen Wolkenmasse (Nom.)
vadhaprāptau manyate nau praveśya śaraveśmani / eṣo 'sya hanmi saṃkalpaṃ śikṣayā ca balena ca
er glaubt, uns dem Tode nahegebracht zu haben, indem er uns in ein Pfeilhaus eingeschlossen hat; nun will ich seinen Vorsatz durch Geschicklichkeit und Kraft zunichtemachen.“
So gesprochen habend, zerschnitt er mit Bhalla-Pfeilen von gebogenen Gelenken dessen buntes Bogen, das Banner, den Wagen, den Speer und die prächtige Keule.
Wort für Wort
evam uktvā
so gesprochen habend (Abs.)
asya
dessen (Gen.)
ciccheda
zerschnitt (Perf.)
bhallaiḥ saṃnataparvabhiḥ
mit Bhalla-Pfeilen von gebogenen Gelenken (Instr.)
dhanuḥ citram
das bunte Bogen (Akk.)
patākām ca
und das Banner (Akk.)
ratham
den Wagen (Akk.)
śaktim
den Speer (Akk.)
gadām śubhām
die prächtige Keule (Akk.)
[Anm.: Zwei Halbverse des textkritischen Apparats (034d*0094_01, 034d*0094_02) wurden in diese Einheit eingefügt.]
Darauf durchbohrte der Pāṇḍava abermals die Saṃśaptakas samt ihren Pferden, Wagenlenkern, Wagen und Elefanten, die Scharen der Bannerträger und Fußsoldaten, mit furchtbaren Pfeilen.
Wort für Wort
tataḥ
darauf (Adv.)
saṃśaptakān bhūyaḥ
die Saṃśaptakas abermals (Akk.+Adv.)
sāśvasūtarathadvipān
samt Pferden, Wagenlenkern, Wagen, Elefanten (Akk.)
dhvajapattigaṇān
die Scharen der Bannerträger und Fußsoldaten (Akk.)
Wagen, gandharvastadtgleich gestaltet, regelgerecht ausgerüstet, mit gezähmten, schnellen, wohlgelenkten Rossen, von im Kampf trunkenen Kriegern bestiegen – diese zerschlug er mit Pfeilen in Stücke und überschüttete die Feinde damit; jene sonnengleichen Pfeile fielen nach allen Himmelsrichtungen; und geschmückte Reiter und Fußsoldaten erschlug Dhanañjaya ebenso.
Wort für Wort
gandharvanagarākārān
gandharvastadtgleich gestaltet (Akk.)
vidhivat kalpitān rathān
regelgerecht ausgerüstete Wagen (Akk.)
vinītajavanāni uktān
mit gezähmten, schnellen, wohlgelenkten (Pferden) (Akk.)
āsthitān yuddhadurmadān
von im Kampf trunkenen (Kriegern) bestiegen (Akk.)
śaraiḥ viśakalīkurvan
mit Pfeilen in Stücke schlagend (Instr.+Ptz.)
amitrān abhyavīvṛṣat
überschüttete die Feinde (Akk.+Impf.)
te śarāḥ sūryasaṃkāśāḥ
jene sonnengleichen Pfeile (Nom.)
patantaḥ sarvatodiśam
nach allen Himmelsrichtungen fallend (Ptz.+Adv.)
alaṃkṛtān aśvasādīn
geschmückte Reiter (Akk.)
pattīn ca ahan
und Fußsoldaten erschlug (Akk.+Impf.)
dhanaṃjayaḥ
Dhanaṃjaya (Nom.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (042b*0095_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
Der erzürnte Sohn des Lehrers vermochte, kampfbegierig, nicht gegen ihn samt seinem Wagenlenker mit raschen Pfeilen zu kämpfen; der Pārtha durchschnitt jene mittendrin.
Da verließ der Pāṇḍava die Saṃśaptakas und wandte sich gegen Droṇis Sohn, wie ein Spender einen unwürdigen Bittsteller verlässt und sich dem würdigen Bedürftigen zuwendet; die Saṃśaptakas blieben stehen, o König, als sie den Kampf der beiden Hochgesinnten sahen.
Wort für Wort
atha
da (Adv.)
saṃśaptakān tyaktvā
die Saṃśaptakas verlassend (Akk.+Abs.)
pāṇḍavaḥ
der Pāṇḍava (Nom.)
drauṇim abhyayāt
wandte sich gegen Droṇis Sohn (Akk.+Impf.)
apāṅkteyam iva tyaktvā
wie einen Unwürdigen verlassend (Akk.+Part.+Abs.)
dātā
ein Spender (Nom.)
pāṅkteyam arthinam
den würdigen Bedürftigen (Akk.)
sthitāḥ saṃśaptakāḥ
die Saṃśaptakas blieben stehen (Nom.+Perf.)
rājan
o König (Vok.)
dṛṣṭvā yuddham mahātmanoḥ
den Kampf der beiden Hochgesinnten gesehen habend (Abs.+Akk.+Gen.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (047d*0096_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
Da entstand ein Kampf zwischen den beiden, glanzgleich Śukra und Aṅgiras, wie der Kampf zwischen dem Planeten Śukra und Aṅgiras rings um ein Sternbild am Himmel.
Wort für Wort
tataḥ
da (Adv.)
samabhavat yuddham
entstand ein Kampf (Impf.+Nom.)
śukrāṅgirasavarcasoḥ
der beiden, glanzgleich Śukra und Aṅgiras (Gen. Dual)
tato 'vidhyad bhruvor madhye nārācenārjuno bhṛśam / sa tena vibabhau drauṇir ūrdhvaraśmir yathā raviḥ
Da traf Arjuna ihn heftig zwischen den Augenbrauen mit einem Nārāca-Pfeil; davon erstrahlte Droṇis Sohn wie die Sonne mit aufwärts gerichteten Strahlen.
Wort für Wort
tataḥ
da (Adv.)
avidhyat
traf (Impf.)
bhruvoḥ madhye
zwischen den Augenbrauen (Gen. Dual+Lok.)
nārācena
mit einem Nārāca-Pfeil (Instr.)
arjunaḥ bhṛśam
Arjuna heftig (Nom.+Adv.)
saḥ tena vibabhau
davon erstrahlte er (Nom.+Instr.+Perf.)
drauṇiḥ
Droṇis Sohn (Nom.)
ūrdhvaraśmiḥ yathā raviḥ
wie die Sonne mit aufwärts gerichteten Strahlen (Nom.+Part.+Nom.)
Da wurden die beiden Kṛṣṇas, von Aśvatthāman mit Hunderten von Pfeilen heftig bedrängt, gleich zwei mit Strahlennetzen bedeckten Weltuntergangs-Sonnen.
Wort für Wort
atha kṛṣṇau
da die beiden Kṛṣṇas (Adv.+Nom. Dual)
śaraśataiḥ
mit Hunderten von Pfeilen (Instr.)
aśvatthāmnā arditau bhṛśam
von Aśvatthāman heftig bedrängt (Instr.+Nom. Dual+Adv.)
saraśmijālanikarau
mit Strahlennetzen bedeckt (Nom. Dual)
yugāntārkau iva āsatuḥ
wie zwei Weltuntergangs-Sonnen waren (Nom. Dual+Part.+Perf.)
Da entsandte Arjuna, von Vāsudeva beschützt, eine Waffe mit allseitigem Pfeilstrom und traf den Sohn Droṇis mit Pfeilen, dem Blitz, dem Feuer und dem Stab des Vaivasvata gleich.
Wort für Wort
tataḥ
da (Adv.)
arjunaḥ
Arjuna (Nom.)
sarvatodhāram astram
eine Waffe mit allseitigem Pfeilstrom (Akk.)
avāsṛjat
entsandte (Impf.)
vāsudevābhiguptaḥ
von Vāsudeva beschützt (Nom.)
drauṇāyanim ca abhyahanat
und traf den Sohn Droṇis (Akk.+Impf.)
pṛṣatkaiḥ
mit Pfeilen (Instr.)
vajrāgnivaivasvatadaṇḍakalpaiḥ
dem Blitz, Feuer und Stab des Vaivasvata (Yama) gleich (Instr.)
sa keśavaṃ cārjunaṃ cātitejā vivyādha marmasv atiraudrakarmā / bāṇaiḥ sumuktair atitīvravegair yair āhato mṛtyur api vyatheta
Er, von übergroßem Glanz, von überaus grausamem Werk, traf Keśava und Arjuna an den wunden Stellen mit wohlentsandten, überaus heftig schnellen Pfeilen, von denen getroffen selbst der Tod erschauern würde.
Wort für Wort
saḥ
er (Nom., Aśvatthāman)
keśavam ca arjunam ca
Keśava und Arjuna (Akk.)
atitejāḥ
von übergroßem Glanz (Nom.)
vivyādha marmasu
traf an den wunden Stellen (Perf.+Lok.)
atiraudrakarmā
von überaus grausamem Werk (Nom.)
bāṇaiḥ sumuktaiḥ atitīvravegaiḥ
mit wohlentsandten, überaus heftig schnellen Pfeilen (Instr.)
Arjuna wehrte die sich mühenden Pfeile Droṇis Sohnes mit doppelt so vielen wohlbefiederten ab; ihn, den einzelnen Helden samt Pferden, Wagenlenker und Banner, umgehend, griff er das Heer der Saṃśaptakas an.
Wort für Wort
drauṇeḥ iṣūn
die Pfeile Droṇis Sohnes (Gen.+Akk.)
arjunaḥ saṃnivārya
Arjuna abwehrend (Nom.+Abs.)
vyāyacchataḥ
sich mühend (Gen. Ptz.)
tat dviguṇaiḥ supuṅkhaiḥ
mit doppelt so vielen wohlbefiederten (Instr.)
tam sāśvasūtadhvajam ekavīram
ihn, den einzelnen Helden samt Pferden, Wagenlenker, Banner (Akk.)
Bögen, Pfeile, Köcher, Bogensehnen, Hände, Arme und die in der Hand gehaltene Waffe, Schirme, Banner, Pferde, ihre Gewänder, Blumengirlanden und Schmuckstücke –
Schilde, Rüstungen, Wünsche und alles Liebe, und auch die Häupter – all dies zerschnitt der Pārtha den Feinden, die standhielten und sich nicht abwandten, mit entsandten Pfeilen.
sukalpitāḥ syandanavājināgāḥ samāsthitāḥ kṛtayatnair nṛvīraiḥ / pārtheritair bāṇagaṇair nirastās tair eva sārdhaṃ nṛvarair nipetuḥ
Wohlgerüstete Wagen, Rosse und Elefanten, von eifrigen Männerhelden bestiegen, wurden von den durch den Pārtha entsandten Pfeilscharen niedergestreckt und fielen zusammen mit eben jenen besten der Männer.
Wort für Wort
sukalpitāḥ
wohlgerüstet (Nom.)
syandanavājināgāḥ
Wagen, Rosse, Elefanten (Nom.)
samāsthitāḥ kṛtayatnaiḥ nṛvīraiḥ
von eifrigen Männerhelden bestiegen (Nom.+Instr.)
pārtheritaiḥ bāṇagaṇaiḥ
von den durch den Pārtha entsandten Pfeilscharen (Instr.)
Menschenhäupter, gleich Lotus, Sonne und Vollmond an Angesicht, prächtig mit Diademen, Girlanden und Kronen, verletzt von Bhalla-, Halbmond- und Rasiermesser-Pfeilen, fielen unaufhörlich zur Erde.
Wort für Wort
padmārkapūrṇendusamānanāni
gleich Lotus, Sonne, Vollmond an Angesicht (Nom.)
kirīṭamālāmukuṭotkaṭāni
prächtig mit Diademen, Girlanden, Kronen (Nom.)
bhallārdhacandrakṣurahiṃsitāni
verletzt von Bhalla-, Halbmond- und Rasiermesser-Pfeilen (Nom.)
Da stürmten die Helden der Kaliṅgas, Vaṅgas, Aṅgas und Niṣādas, auf Elefanten, dem Elefanten des Götterherrn gleich, von Stolz und übermäßigem Zorn gegen die Götterfeinde erfüllt, mordbegierig gegen den Pāṇḍava an.
Wort für Wort
atha dvipaiḥ
da auf Elefanten (Adv.+Instr.)
devapatidvipābhaiḥ
dem Elefanten des Götterherrn gleich (Instr.)
devāridarpolbaṇamanyudarpaiḥ
von Stolz und übermäßigem Zorn gegen die Götterfeinde erfüllt (Instr.)
kaliṅgavaṅgāṅganiṣādavīrāḥ
die Helden der Kaliṅgas, Vaṅgas, Aṅgas, Niṣādas (Nom.)
Deren Elefanten zerschnitt der Pārtha an Panzern, wunden Stellen, Rüsseln und Lenkern; da fielen Banner und Standarten herab, wie vom Blitz getroffene Berggipfel.
Wort für Wort
teṣām dvipānām
deren Elefanten (Gen.)
vicakarta pārthaḥ
zerschnitt der Pārtha (Perf.+Nom.)
varmāṇi marmāṇi
Panzer, wunde Stellen (Akk.)
karān niyantṝn
Rüssel, Lenker (Akk.)
dhvajāḥ patākāḥ ca
Banner und Standarten (Nom.)
tataḥ prapetuḥ
fielen da herab (Adv.+Perf.)
vajrāhatāni iva gireḥ śirāṃsi
wie vom Blitz getroffene Berggipfel (Nom.+Part.+Gen.+Nom.)
Als jene zerschmettert waren, bedeckte der Diademträger den Sohn des Lehrers mit Pfeilen von der Farbe der jungen Sonne, wie der Windgott mit gewaltigen Wolkenmassen die aufgehende Sonne bedeckt.
Wort für Wort
teṣu prarugṇeṣu
als jene zerschmettert waren (Lok.)
guroḥ tanūjam
den Sohn des Lehrers (Gen.+Akk.)
bāṇaiḥ navasūryavarṇaiḥ
mit Pfeilen von der Farbe der jungen Sonne (Instr.)
kirīṭī
der Diademträger (Nom., Arjuna)
pracchādayām āsa
bedeckte (Perf.)
mahābhrajālaiḥ
mit gewaltigen Wolkenmassen (Instr.)
vāyuḥ samudyuktam iva aṃśumantam
wie der Wind die aufgehende Sonne (Nom.+Akk.+Part.+Akk.)
tato 'rjuneṣūn iṣubhir nirasya drauṇiḥ śarair arjunavāsudevau / pracchādayitva divi candrasūryau nanāda so 'mbhoda ivātapānte
Da wehrte Droṇis Sohn Arjunas Pfeile mit eigenen Pfeilen ab und bedeckte Arjuna und Vāsudeva mit Pfeilen, wie Mond und Sonne am Himmel, und brüllte auf, wie eine Wolke am Ende der Hitzeperiode.
Wort für Wort
tataḥ
da (Adv.)
arjuneṣūn iṣubhiḥ nirasya
Arjunas Pfeile mit eigenen Pfeilen abwehrend (Akk.+Instr.+Abs.)
drauṇiḥ
Droṇis Sohn (Nom.)
śaraiḥ arjunavāsudevau
mit Pfeilen Arjuna und Vāsudeva (Instr.+Akk. Dual)
pracchādayitva
bedeckt habend (Abs.)
divi candrasūryau
wie Mond und Sonne am Himmel (Lok.+Akk. Dual)
nanāda
brüllte auf (Perf.)
saḥ ambhodaḥ iva ātapānte
wie eine Wolke am Ende der Hitzeperiode (Nom.+Part.+Lok.)
tam arjunas tāṃś ca punas tvadīyān abhyarditas tair avikṛttaśastraiḥ / bāṇāndhakāraṃ sahasaiva kṛtvā vivyādha sarvān iṣubhiḥ supuṅkhaiḥ
Arjuna, von jenen unerschöpflichen Waffen bedrängt, erzeugte plötzlich eine Pfeildunkelheit und durchbohrte ihn und auch die Deinigen alle mit wohlbefiederten Pfeilen.
nāpy ādadat saṃdadhan naiva muñcan bāṇān raṇe 'dṛśyata savyasācī / hatāṃś ca nāgāṃs turagān padātīn saṃsyūtadehān dadṛśū rathāṃś ca
Weder beim Nehmen noch beim Auflegen noch beim Abschießen der Pfeile war der Linkshändige im Kampf zu sehen; man sah nur erschlagene Elefanten, Pferde, Fußsoldaten und Wagen mit durchbohrten Leibern.
Nachdem Droṇis Sohn zehn vorzügliche Nārāca-Pfeile rasch aufgelegt hatte, schoss er sie, eilend, wie einen einzigen ab; von ihnen trafen fünf Arjuna, und fünf, wohlentsandt, durchbohrten Acyuta.
tair āhatau sarvamanuṣyamukhyāv asṛkkṣarantau dhanadendrakalpau / samāptavidyena yathābhibhūtau hatau svid etau kim u menire 'nye
Von ihnen getroffen, blutend, die beiden ersten unter allen Menschen, gleich Kubera und Indra – wie von einem in der Wissenschaft Vollendeten bezwungen, glaubten die anderen wohl, dass diese beiden erschlagen seien.
Wort für Wort
taiḥ āhatau
von ihnen getroffen (Instr.+Nom. Dual)
sarvamanuṣyamukhyau
die beiden ersten unter allen Menschen (Nom. Dual)
asṛkkṣarantau
blutend (Nom. Dual)
dhanadendrakalpau
gleich Kubera und Indra (Nom. Dual)
samāptavidyena
von einem in der Wissenschaft Vollendeten (Instr.)
yathā abhibhūtau
wie bezwungen (Part.+Nom. Dual)
hatau svit
ob wohl erschlagen (Nom. Dual+Part.)
etau kim u menire anye
glaubten wohl die anderen von diesen beiden (Nom. Dual+Part.+Perf.+Nom.)
Da sprach der Herr der Daśārhas zu Arjuna: „Bist du unachtsam? Töte diesen Kämpfer! Denn er würde, vernachlässigt, Schaden anrichten, schmerzlich wie eine unbehandelte Krankheit.“
Wort für Wort
atha arjunam prāha
da sprach zu Arjuna (Adv.+Akk.+Perf.)
daśārhanāthaḥ
der Herr der Daśārhas (Nom., Kṛṣṇa)
pramādyase kim
bist du unachtsam? (Präs.+Part.)
jahi yodham etam
töte diesen Kämpfer (Imp.+Akk.)
kuryāt hi doṣam
denn er würde Schaden anrichten (Opt.+Partikel+Akk.)
Die beiden vorzüglichen, mit Sandelpaste bestrichenen Arme, die Brust, das Haupt und auch die beiden unvergleichlichen Schenkel – erzürnt, durchbohrte er Droṇis Sohn im Kampf mit vom Gāṇḍīva-Bogen entsandten, gefiederten Pfeilen.
Wort für Wort
bhujau varau
die beiden vorzüglichen Arme (Akk. Dual)
candanasāradigdhau
mit Sandelpaste bestrichen (Akk. Dual)
vakṣaḥ śiraḥ
die Brust, das Haupt (Akk.)
atha apratimau tathā ūrū
und auch die beiden unvergleichlichen Schenkel (Adv.+Akk. Dual)
gāṇḍīvamuktaiḥ vikarṇaiḥ
mit vom Gāṇḍīva entsandten, gefiederten Pfeilen (Instr.)
kupitaḥ
erzürnt (Nom.)
drauṇim śaraiḥ saṃyati nirbibheda
durchbohrte Droṇis Sohn im Kampf mit Pfeilen (Akk.+Instr.+Lok.+Perf.)
[Anm.: Vier Halbverse des textkritischen Apparats (068b*0097_01 bis 04) wurden in diese Einheit eingefügt.]
Da wandte sich der Beste der Aṅgiras-Nachkommen, besonnen, nicht mehr um und suchte nicht mehr den Kampf mit dem Pārtha, nachdem er wohlüberlegt hatte, wissend, dass der Sieg gewiss beim Vṛṣṇi-Helden und bei Dhanañjaya lag.
Wort für Wort
āvṛtya
sich umwendend (Abs.)
na īyeṣa punaḥ tu yuddham
suchte nicht mehr den Kampf (Negation+Perf.+Adv.+Akk.)
pārthena sārdham
mit dem Pārtha (Instr.+Postp.)
matimān vimṛśya
besonnen, überlegt habend (Nom.+Abs.)
jānan jayam niyatam
wissend, dass der Sieg gewiss (Ptz.+Akk.)
vṛṣṇivīre dhanaṃjaye ca
beim Vṛṣṇi-Helden und bei Dhanañjaya (Lok.)
aṅgirasām variṣṭhaḥ
der Beste der Aṅgiras-Nachkommen (Gen.+Nom., Aśvatthāman)
viveśa karṇasya balaṃ tarasvī bhagnotsāhaḥ kṣīṇabāṇāstrayogaḥ / niyamya tu hayān drauṇiḥ samāśvasya ca māriṣa rathāśvanarasaṃbādhaṃ karṇasya prāviśad balam
Der Schnellkräftige, mit gebrochenem Mut, mit erschöpftem Pfeil- und Waffenvorrat, zog in Karṇas Heer ein; nachdem Droṇis Sohn die Pferde gezügelt und sich beruhigt hatte, o Ehrwürdiger, zog er in Karṇas von Wagen, Pferden und Männern gedrängtes Heer ein.
Wort für Wort
viveśa
zog ein (Perf.)
karṇasya balam
Karṇas Heer (Gen.+Akk.)
tarasvī
der Schnellkräftige (Nom.)
bhagnotsāhaḥ
mit gebrochenem Mut (Nom.)
kṣīṇabāṇāstrayogaḥ
mit erschöpftem Pfeil- und Waffenvorrat (Nom.)
niyamya tu hayān
die Pferde gezügelt habend (Abs.+Akk.)
drauṇiḥ
Droṇis Sohn (Nom.)
samāśvasya ca
und sich beruhigt habend (Abs.)
māriṣa
o Ehrwürdiger (Vok.)
rathāśvanarasaṃbādham
von Wagen, Pferden und Männern gedrängt (Akk.)
karṇasya prāviśat balam
zog in Karṇas Heer ein (Gen.+Impf.+Akk.)
[Anm.: Vier Halbverse des textkritischen Apparats (069d*0099_01/02, 069d*0100_01/02) wurden in diese Einheit eingefügt; sie wiederholen inhaltlich den Rückzug Aśvatthāmans in Karṇas Heer.]
Als Aśvatthāman, dessen Leib sich widersetzte, von den Pferden aus der Schlacht fortgetragen worden war, wie eine Krankheit durch Zaubersprüche, Kräuter, Behandlungen und Opfergaben aus dem Körper vertrieben wird,
Wort für Wort
pratīpakāye tu
dessen Leib sich widersetzte, aber (Lok.+Partikel)
raṇāt
aus der Schlacht (Abl.)
aśvatthāmni hṛte hayaiḥ
als Aśvatthāman von den Pferden fortgetragen worden war (Lok.+Lok.+Instr.)
mantrauṣadhikriyādānaiḥ
durch Zaubersprüche, Kräuter, Behandlungen, Opfergaben (Instr.)