satyasenaḥ satyakīrtir mitradevaḥ śrutaṃjayaḥ / sauśrutiś citrasenaś ca mitravarmā ca bhārata / suśarmā ca sudharmā ca suvarmā caiva bhārata
Satyasena, Satyakīrti, Mitradeva, Śrutañjaya, Sauśruti und Citrasena, und Mitravarman, o Bhārata; Suśarman und Sudharmā, und auch Suvarman, o Bhārata,
Wort für Wort
satyasenaḥ satyakīrtiḥ
Satyasena, Satyakīrti (Nom.+Nom.)
mitradevaḥ śrutaṃjayaḥ
Mitradeva, Śrutañjaya (Nom.+Nom.)
sauśrutiḥ citrasenaḥ ca
Sauśruti und Citrasena (Nom.+Nom.+Adv.)
mitravarmā ca bhārata
und Mitravarman, o Bhārata (Nom.+Adv.+Vok.)
suśarmā ca sudharmā ca
und Suśarman und Sudharmā (Nom.+Adv.+Nom.+Adv.)
suvarmā ca eva bhārata
und auch Suvarman, o Bhārata (Nom.+Adv.+Part.+Vok.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (003d*0148_01) wurde als Fortsetzung der Namensaufzählung in diese Einheit eingefügt. Mehrere dieser Namen sind Namensvetter bereits bekannter Gestalten: Dieser Citrasena ist von den beiden bereits im Glossar unterschiedenen Trägern dieses Namens (Sohn Dhṛtarāṣṭras; Fürst aus Karṇaparva Kap.10) zu unterscheiden; dieser Sudharmā ist nicht die gleichnamige Versammlungshalle der Vṛṣṇis in Dvārakā, sondern hier ein Personenname; und dieser Suvarman ist von dem bereits im Glossar verzeichneten, in Droṇaparva Kap.102 gefallenen Sohn Dhṛtarāṣṭras zu unterscheiden.]
- der König der Trigartas, im Kampf von seinen Brüdern umringt, und ebenso von seinen Söhnen, den großen Bogenschützen, den Trägern mancherlei Waffen im Kampf.
Wort für Wort
trigartarājaḥ samare
der König der Trigartas, im Kampf (Nom.+Lok.)
bhrātṛbhiḥ parivāritaḥ
von den Brüdern umringt (Instr.+Nom.)
putraiḥ ca eva maheṣvāsaiḥ
und ebenso von den Söhnen, den großen Bogenschützen (Instr.+Adv.+Part.+Instr.)
nānāśastradharaiḥ yudhi
den Trägern mancherlei Waffen, im Kampf (Instr.+Lok.)
satyasenas tribhir bāṇair vivyādha yudhi pāṇḍavam / mitradevas triṣaṣṭyā ca candradevaś ca saptabhiḥ
Satyasena durchbohrte mit drei Pfeilen den Pāṇḍava im Kampf, Mitradeva mit dreiundsechzig, und Candradeva mit sieben.
Wort für Wort
satyasenaḥ tribhiḥ bāṇaiḥ
Satyasena mit drei Pfeilen (Nom.+Instr.+Instr.)
vivyādha yudhi pāṇḍavam
durchbohrte im Kampf den Pāṇḍava (Perf.+Lok.+Akk.)
mitradevaḥ triṣaṣṭyā ca
Mitradeva mit dreiundsechzig, und (Nom.+Instr.+Adv.)
candradevaḥ ca saptabhiḥ
und Candradeva mit sieben (Nom.+Adv.+Instr.)
[Anm.: Dieser Candradeva, ein Trigarta-Krieger, ist von dem gleichnamigen, im Droṇaparva (Kap.22) gegen Droṇa kämpfenden Sohn des Samudrasena zu unterscheiden.]
Mitravarman durchbohrte ihn mit dreiundsiebzig, und Sauśruti mit fünf, Śatruñjaya mit zwanzig, und Suśarman mit neun Pfeilen. Er, von vielen im Kampf durchbohrt, durchbohrte jene Könige zurück: Sauśruti traf er mit sieben, Satyasena mit drei Pfeilen; Sauśruti mit fünfundzwanzig, Candradeva ebenso mit acht; Śatruñjaya mit zwanzig, Candradeva ebenso wieder mit acht; Mitradeva mit hundert, Śrutasena mit drei Pfeilen; mit neun Mitravarman, Suśarman ebenso mit acht; Suvarman im Kampf mit hundert, und Suśarman mit fünf; und wiederum Suśarman, Suvarman ebenso mit acht.
Wort für Wort
mitravarmā trisaptatyā
Mitravarman mit dreiundsiebzig (Nom.+Instr.)
sauśrutiḥ ca api pañcabhiḥ
und Sauśruti auch mit fünf (Nom.+Adv.+Part.+Instr.)
śatruṃjayaḥ ca viṃśatyā
und Śatruñjaya mit zwanzig (Nom.+Adv.+Instr.)
suśarmā navabhiḥ śaraiḥ
Suśarman mit neun Pfeilen (Nom.+Instr.+Instr.)
sa viddhaḥ bahubhiḥ saṃkhye
er, durchbohrt von vielen, im Kampf (Nom.+Nom.+Instr.+Lok.)
prativivyādha tān nṛpān
durchbohrte jene Könige zurück (Perf.+Akk.+Akk.)
sauśrutim saptabhiḥ viddhvā
Sauśruti mit sieben durchbohrt habend (Akk.+Instr.+Abs.)
satyasenam tribhiḥ śaraiḥ
Satyasena mit drei Pfeilen (Akk.+Instr.+Instr.)
sauśrutim pañcaviṃśatyā
Sauśruti mit fünfundzwanzig (Akk.+Instr.)
candradevam tathā aṣṭabhiḥ
Candradeva ebenso mit acht (Akk.+Adv.+Instr.)
mitradevam śatena eva
Mitradeva mit hundert eben (Akk.+Instr.+Part.)
śrutasenam tribhiḥ śaraiḥ
Śrutasena mit drei Pfeilen (Akk.+Instr.+Instr.)
suvarmāṇam śatena ājau
Suvarman mit hundert im Kampf (Akk.+Instr.+Lok.)
[Anm.: Dieser Abschnitt (Vers 009 mit dem textkritischen Apparat 009d*0149_01 bis 009d*0155_02) enthält eine mehrfach wiederholte, teils widersprüchliche Aufzählung von Pfeiltreffern gegen dieselben Namen (Sauśruti, Candradeva und Suśarman erscheinen je zweifach mit unterschiedlichen Pfeilzahlen) - vermutlich eine Dopplung in der Textüberlieferung. Alle Werte wurden wie im Quelltext vorgefunden übersetzt. Der hier genannte Śrutasena, ein Trigarta-Krieger, ist zudem von dem gleichnamigen Sohn Sahadevas und Draupadīs, einem der fünf Upapāṇḍavas, zu unterscheiden.]
śatruṃjayaṃ ca rājānaṃ hatvā tatra śilāśitaiḥ / sauśruteḥ saśirastrāṇaṃ śiraḥ kāyād apāharat / tvaritaś candradevaṃ ca śarair ninye yamakṣayam
Und König Śatruñjaya dort mit steingeschärften Pfeilen getötet habend, entfernte er Sauśrutis behelmtes Haupt vom Leib; und eilig geleitete er auch Candradeva mit Pfeilen zum Reich Yamas.
Wort für Wort
śatruṃjayam ca rājānam
und König Śatruñjaya (Akk.+Adv.+Akk.)
hatvā tatra śilāśitaiḥ
getötet habend dort mit steingeschärften (Pfeilen) (Abs.+Adv.+Instr.)
sauśruteḥ saśirastrāṇam śiraḥ
Sauśrutis behelmtes Haupt (Gen.+Akk.+Akk.)
kāyāt apāharat
entfernte er vom Leib (Abl.+Impf.)
tvaritaḥ candradevam ca
und eilig Candradeva (Nom.+Akk.+Adv.)
śaraiḥ ninye yamakṣayam
geleitete er mit Pfeilen zum Reich Yamas (Instr.+Perf.+Akk.)
Als Pārtha Dhanañjaya (Arjuna) Vāsudevas verwundeten Leib sah, ergriff ihn heftiger Zorn, und er sprach zu Kṛṣṇa: „Treibe die Pferde, o Starkarmiger, Herr, gegen Satyasena, bis ich ihn mit scharfen Pfeilen zur Wohnstatt Yamas geleite.“ Da trieb jener die Pferde gegen Satyasenas Wagen. Dann ergriff der Held, kundig der göttlichen Waffen, der zornerfüllte Dhanañjaya, der Ruhmreiche, wieder die Peitsche und die Zügel und lenkte jene Pferde gegen Satyasenas Wagen.
und sprach dies zu Kṛṣṇa (Akk.+Adv.+Akk.+Perf.+Part.)
prāpaya aśvān mahābāho
treibe die Pferde, o Starkarmiger (Imp.+Akk.+Vok.)
satyasenam prati prabho
gegen Satyasena, Herr (Akk.+Adv.+Vok.)
yāvat enam śaraiḥ tīkṣṇaiḥ
bis ich ihn mit scharfen Pfeilen (Adv.+Akk.+Instr.+Instr.)
nayāmi yamasādanam
geleite zur Wohnstatt Yamas (Präs.+Akk.)
tataḥ saṃcodayām āsa
da trieb er an (Adv.+Perf.)
atha divyāstravit śūraḥ
da der Held, kundig der göttlichen Waffen (Adv.+Nom.+Nom.)
jātamanyuḥ dhanaṃjayaḥ
der zornerfüllte Dhanañjaya (Nom.+Nom.)
sa pratodam punar gṛhya
er, die Peitsche wieder ergriffen habend (Nom.+Akk.+Adv.+Abs.)
raśmīn ca eva mahāyaśāḥ
und auch die Zügel, der Ruhmreiche (Akk.+Adv.+Part.+Nom.)
vāhayām āsa tān aśvān
lenkte jene Pferde (Perf.+Akk.+Akk.)
satyasenaratham prati
gegen Satyasenas Wagen (Akk.+Adv.)
[Anm.: Fünf Halbverse des textkritischen Apparats (014d*0156_01 bis 014d*0159_01) wurden mit Vers 015 zu dieser Einheit verbunden, da sie einen zusammenhängenden Handlungsablauf schildern; die zweifache Formulierung des Wagenlenkens (zunächst 'trieb jener die Pferde', dann 'ergriff wieder die Peitsche und die Zügel') folgt dem Quelltext.]
Aber als Pārtha Dhanañjaya, der Starkkräftige, Viṣvaksena (Kṛṣṇa) verwundet sah, durchbohrte er Satyasena mit scharfen Pfeilen und schlug ihm dann mit sehr scharfen Pfeilen das große, mit Ohrringen geschmückte Haupt vom Leib, inmitten der Truppen.
Ihn getötet habend, griff er mit scharfen Pfeilen Mitravarman an, und mit einem scharfen, kalbzahnförmigen Pfeil auch dessen Wagenlenker, o Verehrungswürdiger.
Wort für Wort
tam nihatya śitaiḥ bāṇaiḥ
ihn getötet habend, mit scharfen Pfeilen (Akk.+Abs.+Instr.+Instr.)
mitravarmāṇam ākṣipat
griff er Mitravarman an (Akk.+Impf.)
vatsadantena tīkṣṇena
mit einem scharfen, kalbzahnförmigen (Pfeil) (Instr.+Instr.)
sārathim ca asya māriṣa
und dessen Wagenlenker, o Verehrungswürdiger (Akk.+Adv.+Gen.+Vok.)
Da durchtrennte der Ruhmreiche mit einem silberbefiederten Rasierpfeil das Haupt des hochbeseelten Königs Mitradeva; und zornentbrannt traf der Ruhmreiche Suśarman am Schlüsselbein mit einem sehr scharfen, wohlgeschossenen eisernen Pfeil.
Wort für Wort
tataḥ rajatapuṅkhena
da mit dem silberbefiederten (Adv.+Instr.)
rājñaḥ śīrṣam mahātmanaḥ
des hochbeseelten Königs Haupt (Gen.+Akk.+Gen.)
mitradevasya ciccheda
Mitradevas durchtrennte er (Gen.+Perf.)
kṣurapreṇa mahāyaśāḥ
mit dem Rasierpfeil, der Ruhmreiche (Instr.+Nom.)
suśarmāṇam ca saṃkruddhaḥ
und Suśarman, zornentbrannt (Akk.+Adv.+Nom.)
jatrudeśe samārdayat
traf er am Schlüsselbein (Lok.+Impf.)
nārācena sutīkṣṇena
mit dem sehr scharfen eisernen Pfeil (Instr.+Instr.)
sumuktena mahāyaśāḥ
dem wohlgeschossenen, der Ruhmreiche (Instr.+Nom.)
Von ihnen aber bedrängt, manifestierte der Siegreiche (Jiṣṇu/Arjuna), von Indra-gleicher Tapferkeit, der unermesslich Beseelte, der große Wagenkämpfer, die Aindra-Waffe; da erschienen Tausende von Pfeilen, o Herrscher der Menschen, aus dem Bogen des Sohnes des Pāṇḍu, des Pārtha von unermesslicher Glut.
Wort für Wort
abhyarditaḥ tu taiḥ jiṣṇuḥ
bedrängt aber von ihnen, der Siegreiche (Nom.+Adv.+Instr.+Nom.)
śakratulyaparākramaḥ
von Indra-gleicher Tapferkeit (Nom.)
aindram astram ameyātmā
die Aindra-Waffe, der unermesslich Beseelte (Akk.+Akk.+Nom.)
prāduścakre mahārathaḥ
manifestierte der große Wagenkämpfer (Perf.+Nom.)
tataḥ śarasahasrāṇi
da Tausende von Pfeilen (Adv.+Nom.)
prādurāsan viśām pate
erschienen, o Herrscher der Menschen (Impf.+Gen.+Vok.)
dhvajānāṃ chidyamānānāṃ kārmukāṇāṃ ca saṃyuge / rathānāṃ sapatākānāṃ tūṇīrāṇāṃ śaraiḥ saha / akṣāṇām atha yoktrāṇāṃ cakrāṇāṃ raśmibhiḥ saha / kūbarāṇāṃ varūthānāṃ pṛṣatkānāṃ ca saṃyuge / aśmanāṃ patatāṃ caiva prāsānām ṛṣṭibhiḥ saha / gadānāṃ parighāṇāṃ ca śaktīnāṃ tomaraiḥ saha / śataghnīnāṃ sacakrāṇāṃ bhujānām ūrubhiḥ saha / kaṇṭhasūtrāṅgadānāṃ ca keyūrāṇāṃ ca māriṣa / hārāṇām atha niṣkāṇāṃ tanutrāṇāṃ ca bhārata / chatrāṇāṃ vyajanānāṃ ca śirasāṃ mukuṭaiḥ saha / aśrūyata mahāñ śabdas tatra tatra viśāṃ pate
Von den im Kampf zerschnittenen Bannern und Bögen, von den Wagen samt Standarten und den Köchern samt Pfeilen, von den Achsen und Riemen, den Rädern samt Zügeln, von den Deichseln, den Radschützern und den Pfeilspitzen im Kampf, von den fallenden Steinen und den Wurfspießen samt Lanzen, von den Keulen und eisernen Stangen, den Speeren samt Lanzen, von den Geschützen samt Rädern, den Armen samt Schenkeln, den Halsketten, Armreifen und Oberarmspangen, o Verehrungswürdiger, von den Halsschmucken, den Goldplättchen und Rüstungsteilen, o Bhārata, von den Schirmen und Fächern, den Häuptern samt Kronen - überall dort erscholl ein gewaltiger Laut, o Herrscher der Menschen.
Wort für Wort
dhvajānām chidyamānānām
der zerschnittenen Banner (Gen.+Gen.)
kārmukāṇām ca saṃyuge
und der Bögen, im Kampf (Gen.+Adv.+Lok.)
rathānām sapatākānām
der Wagen samt Standarten (Gen.+Gen.)
tūṇīrāṇām śaraiḥ saha
der Köcher samt Pfeilen (Gen.+Instr.+Adv.)
akṣāṇām atha yoktrāṇām
der Achsen und der Riemen (Gen.+Adv.+Gen.)
cakrāṇām raśmibhiḥ saha
der Räder samt Zügeln (Gen.+Instr.+Adv.)
kūbarāṇām varūthānām
der Deichseln, der Radschützer (Gen.+Gen.)
pṛṣatkānām ca saṃyuge
und der Pfeilspitzen, im Kampf (Gen.+Adv.+Lok.)
gadānām parighāṇām ca
der Keulen und eisernen Stangen (Gen.+Gen.+Adv.)
śaktīnām tomaraiḥ saha
der Speere samt Lanzen (Gen.+Instr.+Adv.)
hārāṇām atha niṣkāṇām
der Halsschmucke und der Goldplättchen (Gen.+Adv.+Gen.)
chatrāṇām vyajanānām ca
der Schirme und der Fächer (Gen.+Gen.+Adv.)
śirasām mukuṭaiḥ saha
der Häupter samt Kronen (Gen.+Instr.+Adv.)
aśrūyata mahān śabdaḥ
erscholl ein gewaltiger Laut (Impf.+Nom.+Nom.)
tatra tatra viśām pate
überall dort, o Herrscher der Menschen (Adv.+Adv.+Gen.+Vok.)
[Anm.: Die Verse 023-027 wurden als ein einziger, grammatisch zusammenhängender Satz (Genitivkette mit dem abschließenden Verb 'aśrūyata') zu dieser Einheit verbunden.]
susragvīṇi suvāsāṃsi candanenokṣitāni ca / śarīrāṇi vyadṛśyanta hatānāṃ ca mahītale / gandharvanagarākāraṃ ghoram āyodhanaṃ tadā
Schön bekränzt, schön bekleidet und mit Sandel besprengt waren die Leiber der Erschlagenen auf der Erde zu sehen; das furchtbare Schlachtfeld hatte da das Aussehen einer Gandharva-Stadt (einer Trugstadt).
nihatai rājaputraiś ca kṣatriyaiś ca mahābalaiḥ / arjunena mahārāja tatra tatra mahāraṇe / hastibhiḥ patitaiś caiva turagaiś cābhavan mahī / agamyamārgā samare viśīrṇair iva parvataiḥ
Durch die von Arjuna dort und da im großen Kampf erschlagenen Königssöhne und mächtigen Kṣatriyas, o Großkönig, und durch die gefallenen Elefanten und Pferde wurde die Erde im Kampf unwegsam, wie mit verstreuten Bergen.
Wort für Wort
nihataiḥ rājaputraiḥ ca
durch die erschlagenen Königssöhne und (Instr.+Instr.+Adv.)
kṣatriyaiḥ ca mahābalaiḥ
und die mächtigen Kṣatriyas (Instr.+Adv.+Instr.)
arjunena mahārāja
durch Arjuna, o Großkönig (Instr.+Vok.)
tatra tatra mahāraṇe
dort und da, im großen Kampf (Adv.+Adv.+Lok.)
hastibhiḥ patitaiḥ ca eva
und ebenso durch die gefallenen Elefanten (Instr.+Instr.+Adv.+Part.)
turagaiḥ ca abhavat mahī
und durch die Pferde wurde die Erde (Instr.+Adv.+Impf.+Nom.)
agamyamārgā samare
unwegsam, im Kampf (Nom.+Lok.)
viśīrṇaiḥ iva parvataiḥ
wie mit verstreuten Bergen (Instr.+Part.+Instr.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (030b*0162_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
Und es gab keinen Weg für die Räder des hochbeseelten Pāṇḍava, der die Feinde mit Breitpfeilen erschlug, und die unermessliche große Menge an Elefanten und Pferden.
Wort für Wort
na āsīt cakrapathaḥ ca eva
und es gab keinen Weg für die Räder (Neg.+Impf.+Nom.+Adv.+Part.)
pāṇḍavasya mahātmanaḥ
des hochbeseelten Pāṇḍava (Gen.+Gen.)
nighnataḥ śātravān bhallaiḥ
der die Feinde mit Breitpfeilen erschlug (Gen.+Akk.+Instr.)
hastyaśvam ca amitam mahat
und die unermessliche große Menge an Elefanten und Pferden (Akk.+Adv.+Akk.+Akk.)
Bis zur Nabe sanken die Wagenräder ein, o Verehrungswürdiger; da geriet, o König, das Wagenrad dessen, der im Kampf umherzog, in jenem Blutschlamm ins Stocken, o Herrscher der Menschen.
Wort für Wort
ā tumbāt avasīdanti
bis zur Nabe sinken sie ein (Adv.+Abl.+Präs.)
rathacakrāṇi māriṣa
die Wagenräder, o Verehrungswürdiger (Nom.+Vok.)
āsāditaḥ tataḥ rājan
geriet ins Stocken da, o König (Nom.+Adv.+Vok.)
rathacakram viśām pate
das Wagenrad, o Herrscher der Menschen (Nom.+Gen.+Vok.)
raṇe vicarataḥ tasya
im Kampf, dessen, der umherzog (Lok.+Gen.+Gen.)
tasmin lohitakardame
in jenem Blutschlamm (Lok.+Lok.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (032b*0163_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
Die einsinkenden Räder zogen die Pferde heftig weiter, von großer Erschöpfung ergriffen, sie, die an Geschwindigkeit dem Geist und dem Wind gleichkamen.
Wort für Wort
sīdamānāni cakrāṇi
die einsinkenden Räder (Akk.+Akk.)
samūhuḥ turagāḥ bhṛśam
zogen die Pferde heftig weiter (Impf.+Nom.+Adv.)
śrameṇa mahatā yuktāḥ
von großer Erschöpfung ergriffen (Instr.+Instr.+Nom.)
manomārutaraṃhasaḥ
die an Geschwindigkeit dem Geist und dem Wind gleichkamen (Nom.)
Da schleuderte König Yudhiṣṭhira gold-befiederte Pfeile - [Lücke: der textkritische Apparat ist an dieser Stelle fragmentarisch überliefert; erkennbar ist noch, dass jemand furchtlos empfing] - von höchster Eile erfüllt - dreizehn steingeschärfte Pfeile gegen Duryodhana.
Wort für Wort
tataḥ yudhiṣṭhiraḥ rājā
da König Yudhiṣṭhira (Adv.+Nom.+Nom.)
hemapuṅkhān śilīmukhān
goldbefiederte Pfeile (Akk.+Akk.)
pratyagṛhṇāt abhītavat
empfing furchtlos (Impf.+Nom.)
tvarayā parayā yuktaḥ
von höchster Eile erfüllt (Instr.+Instr.+Nom.)
duryodhanāya cikṣepa
gegen Duryodhana schleuderte er (Dat.+Perf.)
trayodaśa śilāśitān
dreizehn steingeschärfte (Pfeile) (Akk.+Akk.)
[Anm.: Der textkritische Apparat an dieser Stelle (039a*0164_01 und 039a*0164_02) ist im Quelltext fragmentarisch überliefert (markiert durch '**** ****'); die Lücke wurde in der Übersetzung entsprechend kenntlich gemacht.]
Und mit dem sechsten das Banner des Königs, und mit dem siebten den Bogen, mit dem achten ebenso das Schwert ließ er zu Boden fallen; und mit fünf Pfeilen traf der Dharmakönig auch den König selbst heftig.
Wort für Wort
ṣaṣṭhena ca dhvajam rājñaḥ
und mit dem sechsten das Banner des Königs (Instr.+Adv.+Akk.+Gen.)
saptamena ca kārmukam
und mit dem siebten den Bogen (Instr.+Adv.+Akk.)
aṣṭamena tathā khaḍgam
mit dem achten ebenso das Schwert (Instr.+Adv.+Akk.)
pātayām āsa bhūtale
ließ er zu Boden fallen (Perf.+Lok.)
pañcabhiḥ nṛpatim ca api
und mit fünf auch den König (Instr.+Akk.+Adv.+Part.)
taṃ tu kṛcchragataṃ dṛṣṭvā karṇadrauṇikṛpādayaḥ / abhyavartanta sahitāḥ parīpsanto narādhipam
Als sie ihn aber in solcher Bedrängnis sahen, eilten Karṇa, der Sohn Droṇas (Aśvatthāman), Kṛpa und andere gemeinsam herbei, um den Herrscher der Menschen zu retten.
Wort für Wort
tam tu kṛcchragatam dṛṣṭvā
ihn aber, in Bedrängnis geraten, gesehen habend (Akk.+Adv.+Akk.+Abs.)
karṇadrauṇikṛpādayaḥ
Karṇa, der Sohn Droṇas, Kṛpa und andere (Nom.)
abhyavartanta sahitāḥ
eilten sie gemeinsam herbei (Impf.+Nom.)
parīpsantaḥ narādhipam
um den Herrscher der Menschen zu retten (Part.+Akk.)
atha tūryasahasrāṇi prāvādyanta mahāmṛdhe / kṣveḍāḥ kilakilāśabdāḥ prādurāsan mahīpate / yad abhyagacchan samare pāñcālāḥ kauravaiḥ saha / te śūrāḥ samare sarve prākṣīyanta tatas tataḥ
Da erklangen tausende Trompeten im großen Kampf, Kriegsschreie und Getöse erhoben sich, o Herr der Erde, als die Pāñcālas mit den Kauravas im Kampf zusammentrafen; jene Helden alle schwanden dort im Kampf dahin, da und dort.
Wort für Wort
atha tūryasahasrāṇi
da Tausende von Trompeten (Adv.+Nom.)
prāvādyanta mahāmṛdhe
erklangen im großen Kampf (Impf.+Lok.)
kṣveḍāḥ kilakilāśabdāḥ
Kriegsschreie, Getöse (Nom.+Nom.)
prādurāsan mahīpate
erhoben sich, o Herr der Erde (Impf.+Vok.)
yat abhyagacchan samare
als sie zusammentrafen im Kampf (Adv.+Impf.+Lok.)
pāñcālāḥ kauravaiḥ saha
die Pāñcālas mit den Kauravas (Nom.+Instr.+Adv.)
te śūrāḥ samare sarve
jene Helden alle im Kampf (Nom.+Nom.+Lok.+Nom.)
prākṣīyanta tatas tataḥ
schwanden dahin, da und dort (Impf.+Adv.+Adv.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (045f*0165_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
dvaṃdvāny āsan mahārāja prekṣaṇīyāni saṃyuge / tāvakānāṃ pareṣāṃ ca citrāṇi ca gurūṇi ca / vismāpanāny acintyāni śastravanty uttamāni ca / te śūrāḥ samare sarve citraṃ laghu ca suṣṭhu ca
Es gab sehenswerte Zweikämpfe im Kampf, o Großkönig, der Deinigen und der Gegner, wunderbare und gewichtige, erstaunliche, unvorstellbare, waffenreiche und vorzügliche; jene Helden alle kämpften im Kampf kunstvoll, leicht und trefflich.
Wort für Wort
dvaṃdvāni āsan mahārāja
es gab Zweikämpfe, o Großkönig (Nom.+Impf.+Vok.)
prekṣaṇīyāni saṃyuge
sehenswerte, im Kampf (Nom.+Lok.)
tāvakānām pareṣām ca
der Deinigen und der Gegner (Gen.+Gen.+Adv.)
citrāṇi ca gurūṇi ca
wunderbare und gewichtige (Nom.+Adv.+Nom.+Adv.)
vismāpanāni acintyāni
erstaunliche, unvorstellbare (Nom.+Nom.)
śastravanti uttamāni ca
waffenreiche und vorzügliche (Nom.+Nom.+Adv.)
te śūrāḥ samare sarve
jene Helden alle im Kampf (Nom.+Nom.+Lok.+Nom.)
citram laghu ca suṣṭhu ca
kunstvoll, leicht und trefflich (Adv.+Adv.+Adv.+Adv.+Adv.)
[Anm.: Die Halbverse des textkritischen Apparats (047b*0166_01 und 047d*0167_01) wurden in diese Einheit eingefügt.]
ayudhyanta mahāvegāḥ parasparavadhaiṣiṇaḥ / anyonyaṃ samare jaghnur yodhavratam anuṣṭhitāḥ / na hi te samaraṃ cakruḥ pṛṣṭhato vai kathaṃ cana
Sie kämpften mit großer Wucht, danach trachtend, einander zu töten; sie schlugen einander im Kampf, dem Kriegergelübde folgend; denn niemals kämpften sie von hinten.
Wort für Wort
ayudhyanta mahāvegāḥ
sie kämpften mit großer Wucht (Impf.+Nom.)
parasparavadhaiṣiṇaḥ
danach trachtend, einander zu töten (Nom.)
anyonyam samare jaghnuḥ
sie schlugen einander im Kampf (Akk.+Lok.+Perf.)
yodhavratam anuṣṭhitāḥ
dem Kriegergelübde folgend (Akk.+Nom.)
na hi te samaram cakruḥ
denn niemals führten sie den Kampf (Neg.+Part.+Nom.+Akk.+Perf.)
nāgā hayān samāsādya vikṣipanto bahūn atha / drāvayām āsur atyugrās tatra tatra tadā tadā / hayārohāś ca bahavaḥ parivārya gajottamān / talaśabdaravāṃś cakruḥ saṃpatantas tatas tataḥ / dhāvamānāṃs tatas tāṃs tu dravamāṇān mahāgajān / pārśvataḥ pṛṣṭhataś caiva nijaghnur hayasādinaḥ
Die Elefanten, an die Pferde herankommend und viele davon schleudernd, trieben sie, die überaus wilden, dort und da, dann und dann, in die Flucht. Und viele Reiter, die großen Elefanten umringend, erzeugten Klatschlaute mit den Handflächen, von dort und da heranstürzend; jene laufenden, fliehenden großen Elefanten aber schlugen die Reiter von der Seite und von hinten.
Wort für Wort
nāgāḥ hayān samāsādya
die Elefanten, an die Pferde herangekommen (Nom.+Akk.+Abs.)
vikṣipantaḥ bahūn atha
viele schleudernd, da (Part.+Akk.+Adv.)
drāvayām āsuḥ atyugrāḥ
trieben in die Flucht, die überaus wilden (Perf.+Nom.)
tatra tatra tadā tadā
dort und da, dann und dann (Adv.+Adv.+Adv.+Adv.)
hayārohāḥ ca bahavaḥ
und viele Reiter (Nom.+Adv.+Nom.)
parivārya gajottamān
die großen Elefanten umringt habend (Abs.+Akk.)
talaśabdaravān cakruḥ
erzeugten Klatschlaute (Akk.+Perf.)
saṃpatantaḥ tatas tataḥ
von dort und da heranstürzend (Part.+Adv.+Adv.)
dhāvamānān tatas tān tu
jene laufenden aber (Akk.+Adv.+Akk.+Adv.)
dravamāṇān mahāgajān
die fliehenden großen Elefanten (Akk.+Akk.)
pārśvataḥ pṛṣṭhataḥ ca eva
von der Seite und ebenso von hinten (Adv.+Adv.+Adv.+Part.)
nijaghnuḥ hayasādinaḥ
schlugen sie die Reiter (Perf.+Akk.)
[Anm.: Vier Halbverse des textkritischen Apparats (051d*0168_01 bis 04) wurden in diese Einheit eingefügt.]
Und viele Pferde in die Flucht geschlagen habend, o König, schlugen die kraftstrotzenden Elefanten manche mit den Stoßzähnen, und manche zermalmten sie heftig.
Wort für Wort
vidrāvya ca bahūn aśvān
und viele Pferde in die Flucht geschlagen habend (Abs.+Adv.+Akk.+Akk.)
nāgāḥ rājan balotkaṭāḥ
die Elefanten, o König, kraftstrotzend (Nom.+Vok.+Nom.)
viṣāṇaiḥ ca apare jaghnuḥ
und manche schlugen mit den Stoßzähnen (Instr.+Adv.+Nom.+Perf.)
mamṛduḥ ca apare bhṛśam
und manche zermalmten heftig (Perf.+Adv.+Nom.+Adv.)
Und Pferde samt ihren Reitern durchbohrten sie mit den Stoßzähnen im Kampf; andere schleuderten sie mit Wucht fort, nachdem sie, die überaus starken, sie gepackt hatten.
Wort für Wort
sāśvārohān ca turagān
und Pferde samt Reitern (Akk.+Adv.+Akk.)
viṣāṇaiḥ bibhiduḥ raṇe
durchbohrten sie mit den Stoßzähnen im Kampf (Instr.+Perf.+Lok.)
aparān cikṣipuḥ vegāt
andere schleuderten sie mit Wucht fort (Akk.+Perf.+Abl.)
pragṛhya atibalāḥ tathā
gepackt habend, die überaus starken, ebenso (Abs.+Nom.+Adv.)
Von den Fußsoldaten an ihren Schwachstellen von allen Seiten getroffen, stießen die Elefanten einen furchtbaren Schmerzensschrei aus und liefen in die zehn Richtungen davon.
Wort für Wort
pādātaiḥ āhatāḥ nāgāḥ
von den Fußsoldaten getroffen, die Elefanten (Instr.+Nom.+Nom.)
vivareṣu samantataḥ
an den Schwachstellen, von allen Seiten (Lok.+Adv.)
cakruḥ ārtasvaram ghoram
stießen einen furchtbaren Schmerzensschrei aus (Perf.+Akk.+Akk.)
vyadravanta diśaḥ daśa
liefen in die zehn Richtungen davon (Impf.+Akk.+Akk.)
padātīnāṃ tu sahasā pradrutānāṃ mahāmṛdhe / utsṛjyābharaṇaṃ tūrṇam avaplutya raṇājire / nimittaṃ manyamānās tu pariṇamya mahāgajāḥ / jagṛhur bibhiduś caiva citrāṇy ābharaṇāni ca / tāṃs tu tatra prasaktān vai parivārya padātayaḥ / hastyārohān nijaghnus te mahāvegā balotkaṭāḥ / apare hastibhir hastaiḥ khaṃ vikṣiptā mahāmṛdhe / nipatanto viṣāṇāgrair bhṛśaṃ viddhāḥ suśikṣitaiḥ / apare sahasā gṛhya viṣāṇair eva sūditāḥ / senāntaraṃ samāsādya ke cit tatra mahāgajaiḥ / kṣuṇṇagātrā mahārāja vikṣipya ca punaḥ punaḥ / apare vyajanānīva vibhrāmya nihatā mṛdhe / puraḥsarāś ca nāgānām apareṣāṃ viśāṃ pate / śarīrāṇy atividdhāni tatra tatra raṇājire
Als die Fußsoldaten, die plötzlich im großen Kampf davonliefen, ihren Schmuck rasch abgeworfen hatten und aus dem Kampffeld geflohen waren, hielten die großen Elefanten dies für ein Ziel, wandten sich um und ergriffen und zerrissen die bunten Schmuckstücke. Die Fußsoldaten aber, die jene solcherart damit beschäftigten Elefanten umringten, erschlugen deren Reiter, sie, die überaus schnellen und kraftstrotzenden. Andere wurden von den Elefanten mit den Rüsseln in die Luft geschleudert im großen Kampf und, herabfallend, von den wohlgeübten Stoßzahnspitzen schwer verwundet. Andere wurden, plötzlich gepackt, eben mit den Stoßzähnen getötet. Manche, die mitten ins Heer geraten waren, wurden dort von den großen Elefanten, o Großkönig, mit zerquetschten Gliedern immer wieder umhergeschleudert; andere wurden, wie Fächer herumgewirbelt, im Kampf getötet; und die Leiber der Vorkämpfer anderer Elefanten, o Herrscher der Menschen, waren dort und da auf dem Kampffeld gänzlich durchbohrt.
Wort für Wort
padātīnām tu sahasā
der Fußsoldaten aber, plötzlich (Gen.+Adv.+Adv.)
pradrutānām mahāmṛdhe
der davonlaufenden, im großen Kampf (Gen.+Lok.)
utsṛjya ābharaṇam tūrṇam
den Schmuck rasch abgeworfen habend (Abs.+Akk.+Akk.)
avaplutya raṇājire
geflohen aus dem Kampffeld (Abs.+Lok.)
nimittam manyamānāḥ tu
dies für ein Ziel haltend aber (Akk.+Part.+Nom.+Adv.)
pariṇamya mahāgajāḥ
sich umgewandt habend, die großen Elefanten (Abs.+Nom.)
jagṛhuḥ bibhiduḥ ca eva
ergriffen und zerrissen ebenso (Perf.+Perf.+Adv.+Part.)
citrāṇi ābharaṇāni ca
die bunten Schmuckstücke (Akk.+Akk.+Adv.)
tān tu tatra prasaktān
jene aber, dort damit beschäftigten (Akk.+Adv.+Adv.+Akk.)
parivārya padātayaḥ
umringt habend, die Fußsoldaten (Abs.+Nom.)
hastyārohān nijaghnuḥ te
erschlugen sie die Elefantenreiter (Akk.+Perf.+Nom.)
mahāvegāḥ balotkaṭāḥ
die überaus schnellen, kraftstrotzenden (Nom.+Nom.)
apare hastibhiḥ hastaiḥ
andere von den Elefanten mit den Rüsseln (Nom.+Instr.+Instr.)
khaṃ vikṣiptāḥ mahāmṛdhe
in die Luft geschleudert, im großen Kampf (Akk.+Nom.+Lok.)
nipatantaḥ viṣāṇāgraiḥ
herabfallend, von den Stoßzahnspitzen (Part.+Instr.)
bhṛśam viddhāḥ suśikṣitaiḥ
schwer verwundet, von den wohlgeübten (Adv.+Nom.+Instr.)
apare sahasā gṛhya
andere, plötzlich gepackt (Nom.+Adv.+Abs.)
viṣāṇaiḥ eva sūditāḥ
eben mit den Stoßzähnen getötet (Instr.+Part.+Nom.)
senāntaram samāsādya
mitten ins Heer geraten (Akk.+Abs.)
ke cit tatra mahāgajaiḥ
manche dort, von den großen Elefanten (Nom.+Adv.+Adv.+Instr.)
kṣuṇṇagātrā mahārāja
mit zerquetschten Gliedern, o Großkönig (Nom.+Vok.)
vikṣipya ca punaḥ punaḥ
immer wieder umhergeschleudert (Abs.+Adv.+Adv.+Adv.)
apare vyajanāni iva
andere, wie Fächer (Nom.+Akk.+Part.)
vibhrāmya nihatā mṛdhe
herumgewirbelt, getötet im Kampf (Abs.+Nom.+Lok.)
puraḥsarāḥ ca nāgānām
und die Vorkämpfer der Elefanten (Nom.+Adv.+Gen.)
apareṣām viśām pate
anderer, o Herrscher der Menschen (Gen.+Gen.+Vok.)
śarīrāṇi atividdhāni
die Leiber, gänzlich durchbohrt (Nom.+Nom.)
tatra tatra raṇājire
dort und da auf dem Kampffeld (Adv.+Adv.+Lok.)
[Anm.: Zehn Halbverse des textkritischen Apparats (056d*0169_01 bis 10) wurden mit den Versen 055-056 zu einer Einheit verbunden, da sie eine zusammenhängende, grammatisch verknüpfte Schilderung des Elefantengemetzels bilden.]
nigṛhya ca gadāḥ ke cit pārśvasthair bhṛśadāruṇaiḥ / nāgāś ca śataśo rājan nirbhinnā bhūmim āviśan / rathāśvasādibhis tatra saṃbhinnā nyapatan bhuvi
Und manche, von den überaus furchtbaren, an ihrer Seite Stehenden mit Keulen getroffen - und die Elefanten, zu Hunderten, o König, durchbohrt, sanken zu Boden; von Wagenkämpfern, Reitern und Pferden dort zerhackt, fielen sie zu Boden.
Wort für Wort
nigṛhya ca gadāḥ ke cit
und manche, mit Keulen getroffen (Abs.+Adv.+Instr.+Nom.+Part.)
pārśvasthaiḥ bhṛśadāruṇaiḥ
von den überaus furchtbaren, an der Seite Stehenden (Instr.+Instr.)
nāgāḥ ca śataśaḥ rājan
und die Elefanten, zu Hunderten, o König (Nom.+Adv.+Adv.+Vok.)
nirbhinnāḥ bhūmim āviśan
durchbohrt, sanken zu Boden (Nom.+Akk.+Impf.)
rathāśvasādibhiḥ tatra
von Wagenkämpfern, Reitern und Pferden, dort (Instr.+Adv.)
saṃbhinnāḥ nyapatan bhuvi
zerhackt, fielen sie zu Boden (Nom.+Impf.+Lok.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (058b*0170_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
sarathaṃ sādinaṃ tatra apare tu mahāgajāḥ / bhūmāv amṛdnan vegena savarmāṇaṃ patākinam / tathā sāvaraṇān kāṃś cit tatra tatra viśāṃ pate
Dort aber zermalmten andere große Elefanten mit Wucht den Wagenkämpfer samt Wagen, den gerüsteten, banner-tragenden, zu Boden; ebenso manche mitsamt ihrer Deckung, dort und da, o Herrscher der Menschen.
Wort für Wort
saratham sādinam tatra
den Reiter samt Wagen, dort (Akk.+Akk.+Adv.)
apare tu mahāgajāḥ
aber andere große Elefanten (Nom.+Adv.+Nom.)
bhūmau amṛdnan vegena
zermalmten zu Boden mit Wucht (Lok.+Impf.+Instr.)
savarmāṇam patākinam
den gerüsteten, banner-tragenden (Akk.+Akk.)
tathā sāvaraṇān kān cit
ebenso manche mitsamt ihrer Deckung (Adv.+Akk.+Akk.+Part.)
tatra tatra viśām pate
dort und da, o Herrscher der Menschen (Adv.+Adv.+Gen.+Vok.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (059d*0171_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
rathaṃ nāgāḥ samāsādya dhuri gṛhya ca māriṣa / vyākṣipan sahasā tatra ghorarūpe mahāmṛdhe
Die Elefanten, an den Wagen herankommend und ihn am Joch packend, o Verehrungswürdiger, schleuderten ihn dort plötzlich fort, in jenem furchtbar gestalteten großen Kampf.
Wort für Wort
ratham nāgāḥ samāsādya
die Elefanten, an den Wagen herangekommen (Akk.+Nom.+Abs.)
dhuri gṛhya ca māriṣa
und am Joch gepackt habend, o Verehrungswürdiger (Lok.+Abs.+Adv.+Vok.)
vyākṣipan sahasā tatra
schleuderten sie plötzlich dort fort (Impf.+Adv.+Adv.)
ghorarūpe mahāmṛdhe
in jenem furchtbar gestalteten großen Kampf (Lok.+Lok.)
Und auch von eisernen Pfeilen getroffen, stürzte ein großer Elefant nieder, wie der von Indras Donnerkeil zerschmetterte Gipfel eines Berges auf die Erde.
Wort für Wort
nārācaiḥ nihataḥ ca api
und auch von eisernen Pfeilen getroffen (Instr.+Nom.+Adv.+Part.)
nipapāta mahāgajaḥ
stürzte nieder der große Elefant (Perf.+Nom.)
parvatasya iva śikharam
wie der Gipfel eines Berges (Gen.+Part.+Akk.)
vajrabhagnam mahītale
vom Donnerkeil zerschmettert, auf die Erde (Akk.+Lok.)
Krieger, auf Krieger treffend, schlugen einander im Kampf mit den Fäusten; einander an den Haaren packend, zerschnitten und durchbohrten sie sich gegenseitig.
Wort für Wort
yodhāḥ yodhān samāsādya
Krieger, auf Krieger getroffen (Nom.+Akk.+Abs.)
muṣṭibhiḥ vyahanan yudhi
schlugen mit den Fäusten im Kampf (Instr.+Impf.+Lok.)
keśeṣu anyonyam ākṣipya
einander an den Haaren gepackt habend (Lok.+Akk.+Abs.)
cicchiduḥ bibhiduḥ saha
zerschnitten und durchbohrten sie zugleich (Perf.+Perf.+Adv.)
udyamya ca bhujāv anyo nikṣipya ca mahītale / padā coraḥ samākramya sphurato vyahanac chiraḥ
Und der eine, die Arme erhoben und den Gegner zu Boden geworfen habend, trat ihn mit dem Fuß nieder wie ein Dieb und schlug dem sich Windenden das Haupt ab.
Wort für Wort
udyamya ca bhujau anyaḥ
und der eine, die beiden Arme erhoben habend (Abs.+Adv.+Akk.+Nom.)
nikṣipya ca mahītale
und zu Boden geworfen habend (Abs.+Adv.+Lok.)
padā coraḥ samākramya
mit dem Fuß, wie ein Dieb, niedergetreten habend (Instr.+Nom.+Abs.)
sphurataḥ vyahanat śiraḥ
schlug dem sich Windenden das Haupt ab (Gen.+Impf.+Akk.)
Ein anderer, o Großkönig, trat da mit den Füßen auf den Toten; und ein weiterer, o König, riss dem Fallenden mit dem Schwert das Haupt ab; und ebenso versenkte ein anderer dem noch Lebenden die Waffe im Leib.
Wort für Wort
mṛtam anyaḥ mahārāja
auf den Toten, ein anderer, o Großkönig (Akk.+Nom.+Vok.)
padbhyām tāḍitavān tadā
trat er da mit den Füßen (Instr.+Nom.+Adv.)
patataḥ ca aparaḥ rājan
und ein weiterer, o König, dem Fallenden (Gen.+Adv.+Nom.+Vok.)
vijahāra asinā śiraḥ
riss mit dem Schwert das Haupt ab (Perf.+Instr.+Akk.)
jīvataḥ ca tathā eva anyaḥ
und ebenso ein anderer, dem Lebenden (Gen.+Adv.+Adv.+Part.+Nom.)
śastram kāye nyamajjayat
versenkte die Waffe im Leib (Akk.+Lok.+Impf.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (064b*0172_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
Und während einer mit einem anderen im Kampf verwickelt war, raubte ihm unbemerkt ein weiterer im Kampf mit mancherlei Waffen auf vielfache Weise das Leben.
Wort für Wort
samāsaktasya ca anyena
und dessen, der mit einem anderen verwickelt war (Gen.+Adv.+Instr.)
avijñātaḥ tathā aparaḥ
unbemerkt, ein weiterer, ebenso (Nom.+Adv.+Nom.)
jahāra samare prāṇān
raubte im Kampf das Leben (Perf.+Lok.+Akk.)
nānāśastraiḥ anekadhā
mit mancherlei Waffen, auf vielfache Weise (Instr.+Adv.)
naiva sve na pare rājan vijñāyante śarāturāḥ / yoddhavyam iti yudhyante rājāno jayagṛddhinaḥ
Weder die Eigenen noch die Feinde, o König, waren, von Pfeilen geplagt, mehr zu erkennen; nach dem Grundsatz 'es muss gekämpft werden' kämpften die nach Sieg gierenden Könige weiter.
Wort für Wort
na eva sve na pare rājan
weder die Eigenen noch die Feinde, o König (Neg.+Part.+Nom.+Neg.+Nom.+Vok.)
vijñāyante śarāturāḥ
waren zu erkennen, von Pfeilen geplagt (Präs.+Nom.)
yoddhavyam iti yudhyante
nach 'es muss gekämpft werden' kämpften sie (Nom.+Part.+Präs.)
Die Eigenen erschlugen die eigenen Leute, o Großkönig, und ebenso die ihnen begegnenden Feinde; durch die Helden beider Heere entstand große Verwirrung.
Wort für Wort
svān sve jaghnuḥ mahārāja
die Eigenen erschlugen die Eigenen, o Großkönig (Akk.+Nom.+Perf.+Vok.)
parān ca eva samāgatān
und ebenso die begegnenden Feinde (Akk.+Adv.+Part.+Akk.)
rathair bhagnair mahārāja vāraṇaiś ca nipātitaiḥ / hayaiś ca patitais tatra naraiś ca vinipātitaiḥ / agamyarūpā pṛthivī māṃsaśoṇitakardamā / kṣaṇenāsīn mahārāja kṣatajaughapravartinī / śūrāṇāṃ harṣajananī bhīrūṇāṃ bhayavardhinī
Durch die zerbrochenen Wagen, o Großkönig, und die niedergestreckten Elefanten, durch die dort gefallenen Pferde und die niedergeworfenen Männer wurde die Erde binnen eines Augenblicks unbegehbar, ein Schlamm aus Fleisch und Blut, o Großkönig, von Strömen von Blut durchflossen - den Helden Freude bereitend, den Feiglingen die Furcht mehrend.
Wort für Wort
rathaiḥ bhagnaiḥ mahārāja
durch die zerbrochenen Wagen, o Großkönig (Instr.+Instr.+Vok.)
vāraṇaiḥ ca nipātitaiḥ
und die niedergestreckten Elefanten (Instr.+Adv.+Instr.)
hayaiḥ ca patitaiḥ tatra
und durch die dort gefallenen Pferde (Instr.+Adv.+Instr.+Adv.)
naraiḥ ca vinipātitaiḥ
und die niedergeworfenen Männer (Instr.+Adv.+Instr.)
agamyarūpā pṛthivī
die unbegehbare Erde (Nom.+Nom.)
māṃsaśoṇitakardamā
ein Schlamm aus Fleisch und Blut (Nom.)
kṣaṇena āsīt mahārāja
wurde binnen eines Augenblicks, o Großkönig (Instr.+Impf.+Vok.)
kṣatajaughapravartinī
von Strömen von Blut durchflossen (Nom.)
śūrāṇām harṣajananī
den Helden Freude bereitend (Gen.+Nom.)
bhīrūṇām bhayavardhinī
den Feiglingen die Furcht mehrend (Gen.+Nom.)
[Anm.: Der Halbvers des textkritischen Apparats (073d*0173_01) wurde in diese Einheit eingefügt; die Verse 072-073 wurden als ein grammatisch zusammenhängender Satz verbunden.]