Saṃjaya sprach: Da sprach abermals der von unermesslicher Seele, Keśava, zu Arjuna, der fest entschlossen und ganz auf die Tötung Karṇas ausgerichtet war.
Wort für Wort
saṃjayaḥ uvāca
Saṃjaya sprach (Nom. / 3.Sg.Perf.)
tataḥ punaḥ ameyātmā keśavaḥ arjunam abravīt
da sprach abermals der von unermesslicher Seele, Keśava, zu Arjuna (Adv. / Adv. / Nom. / Nom. / Akk. / 3.Sg.Impf.)
kṛtasaṃkalpam āyastam vadhe karṇasya sarvaśaḥ
der fest entschlossen und ganz auf die Tötung Karṇas ausgerichtet war (Akk. / Akk. / Lok. / Gen. / Adv.)
adya saptadaśāhāni vartamānasya bhārata / vināśasyātighorasya naravāraṇavājinām / bhūtvā hi vipulā senā tāvakānāṃ paraiḥ saha / anyonyaṃ samare prāpya kiṃciccheṣā viśāṃ pate / bhūtvā hi kauravāḥ pārtha prabhūtagajavājinaḥ / tvāṃ vai śatruṃ samāsādya vinaṣṭā raṇamūrdhani
„Heute, Bhārata, am siebzehnten Tag des höchst furchtbaren Verderbens von Menschen, Elefanten und Pferden, das andauert; denn dein gewaltiges Heer, das mit dem der Feinde in der Schlacht zusammengetroffen ist, ist nur zu einem geringen Rest geworden, o Herr der Menschen; und die Kauravas, Pārtha, obwohl sie reichlich Elefanten und Pferde besaßen, wurden, da sie dich als Feind trafen, an der Spitze der Schlacht vernichtet.“
Wort für Wort
adya saptadaśāhāni vartamānasya bhārata
heute, Bhārata, am siebzehnten Tag, der andauert (Adv. / Akk.Pl. / Gen. / Vok.)
vināśasya atighorasya naravāraṇavājinām
des höchst furchtbaren Verderbens von Menschen, Elefanten und Pferden (Gen. / Gen. / Gen.Pl.)
bhūtvā hi vipulā senā tāvakānām paraiḥ saha
denn dein gewaltiges Heer, das mit dem der Feinde [zusammentraf] (Ger. / Partikel / Nom. / Nom. / Gen.Pl. / Instr. / Postp.)
anyonyam samare prāpya kiṃcicchesā viśām pate
einander in der Schlacht begegnend, ist nur zu einem geringen Rest geworden, o Herr der Menschen (Akk. / Lok. / Ger. / Nom. / Gen.Pl. / Vok.)
bhūtvā hi kauravāḥ pārtha prabhūtagajavājinaḥ
und die Kauravas, Pārtha, obwohl sie reichlich Elefanten und Pferde besaßen (Ger. / Partikel / Nom.Pl. / Vok. / Nom.Pl.)
tvām vai śatrum samāsādya vinaṣṭāḥ raṇamūrdhani
wurden, da sie dich als Feind trafen, an der Spitze der Schlacht vernichtet (Akk. / Partikel / Akk. / Ger. / Nom.Pl. / Lok.)
ete ca sarve pāñcālāḥ sṛñjayāś ca sahānvayāḥ / tvāṃ samāsādya durdharṣaṃ pāṇḍavāś ca vyavasthitāḥ / pāñcālaiḥ pāṇḍavair matsyaiḥ kārūṣaiś cedikekayaiḥ / māgadhaiḥ pārijātaiś ca dākṣiṇātyaiś ca keralaiḥ / tvayā guptair amitraghna kṛtaḥ śatrugaṇakṣayaḥ
„Und alle diese Pāñcālas, und die Sṛñjayas mit ihren Angehörigen, und die Pāṇḍavas stehen fest, nachdem sie dich, den schwer Anzugreifenden, getroffen haben. Durch die Pāñcālas, Pāṇḍavas, Matsyas, Kārūṣas, Cedis und Kekayas, die Māgadhas, Pārijātas, Südländer und Keralas, von dir beschützt, Feindevernichter, wurde die Vernichtung der Feindesschar bewirkt.“
Wort für Wort
ete ca sarve pāñcālāḥ sṛñjayāḥ ca sahānvayāḥ
und alle diese Pāñcālas, und die Sṛñjayas mit ihren Angehörigen (Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl.)
tvām samāsādya durdharṣam pāṇḍavāḥ ca vyavasthitāḥ
stehen die Pāṇḍavas fest, nachdem sie dich, den schwer Anzugreifenden, getroffen haben (Akk. / Ger. / Akk. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl.)
„Denn wer wäre fähig, im Kampf die versammelten Kauravas zu besiegen, Lieber, außer den Pāṇḍava-Großkriegern, von dir beschützt, in der Schlacht? Denn du bist fähig, im Kampf die drei Welten samt Göttern, Dämonen und Menschen zu besiegen, wären sie alle zugleich gegen dich aufgeboten – wie viel mehr dann das Heer der Kauravas!“
Wort für Wort
kaḥ hi śaktaḥ raṇe jetum kauravān tāta saṃgatān
denn wer wäre fähig, im Kampf die versammelten Kauravas zu besiegen, Lieber (Nom. / Partikel / Nom. / Lok. / Inf. / Akk. / Vok. / Akk.)
anyatra pāṇḍavān yuddhe tvayā guptān mahārathān
außer den Pāṇḍava-Großkriegern, von dir beschützt, in der Schlacht (Adv. / Akk. / Lok. / Instr. / Akk. / Akk.)
tvam hi śaktaḥ raṇe jetum sasurāsuramānuṣān
denn du bist fähig, im Kampf [die Welten] samt Göttern, Dämonen und Menschen zu besiegen (Nom. / Partikel / Nom. / Lok. / Inf. / Akk.)
trīn lokān samam udyuktān kim punaḥ kauravam balam
die drei Welten, wären sie alle zugleich aufgeboten – wie viel mehr das Heer der Kauravas (Akk. / Akk. / Adv. / Akk. / Partikel / Adv. / Akk. / Akk.)
bhagadattaṃ hi rājānaṃ ko 'nyaḥ śaktas tvayā vinā / jetuṃ puruṣaśārdūla yo 'pi syād vāsavopamaḥ / tathemāṃ vipulāṃ senāṃ guptāṃ pārtha tvayānagha / na śekuḥ pārthivāḥ sarve cakṣurbhir abhivīkṣitum
„Denn wer außer dir, Tiger unter den Männern, wäre fähig, König Bhagadatta zu besiegen, wäre er auch dem Vāsava gleich? Ebenso vermochten alle Könige nicht, dieses gewaltige, von dir beschützte Heer, Pārtha, Schuldloser, auch nur mit ihren Augen zu erblicken.“
Wort für Wort
bhagadattam hi rājānam kaḥ anyaḥ śaktaḥ tvayā vinā
denn wer außer dir wäre fähig, König Bhagadatta [zu besiegen] (Akk. / Partikel / Akk. / Nom. / Nom. / Nom. / Instr. / Postp.)
jetum puruṣaśārdūla yaḥ api syāt vāsavopamaḥ
Tiger unter den Männern, wäre er auch dem Vāsava gleich (Inf. / Vok. / Nom. / Partikel / 3.Sg.Opt. / Nom.)
tathaiva satataṃ pārtha rakṣitābhyāṃ tvayā raṇe / hatvā tu balaniṣpiṣṭau bhīṣmadroṇau mahāraṇe / dhṛṣṭadyumnaśikhaṇḍibhyāṃ bhīṣmadroṇau nipātitau / ko hi śakto raṇe pārtha pāñcālānāṃ mahārathau / bhīṣmadroṇau yudhā jetuṃ śakratulyaparākramau
„Ebenso, Pārtha, immer beschützt in der Schlacht durch dich – nachdem ihre Kraft im großen Kampf gebrochen war, wurden Bhīṣma und Droṇa von Dhṛṣṭadyumna und Śikhaṇḍin gefällt. Denn wer unter den Großkriegern der Pāñcālas wäre fähig gewesen, Pārtha, Bhīṣma und Droṇa, deren Kraft der des Śakra glich, im Kampf zu besiegen?“
Wort für Wort
tathā eva satatam pārtha rakṣitābhyām tvayā raṇe
ebenso, Pārtha, immer beschützt in der Schlacht durch dich (Adv. / Partikel / Adv. / Vok. / Instr.Dual / Instr. / Lok.)
hatvā tu balaniṣpiṣṭau bhīṣmadroṇau mahāraṇe
nachdem ihre Kraft im großen Kampf gebrochen war, [wurden] Bhīṣma und Droṇa (Ger. / Partikel / Nom.Dual / Nom.Dual / Lok.)
dhṛṣṭadyumnaśikhaṇḍibhyām bhīṣmadroṇau nipātitau
von Dhṛṣṭadyumna und Śikhaṇḍin gefällt (Instr.Dual / Nom.Dual / Nom.Dual)
kaḥ hi śaktaḥ raṇe pārtha pāñcālānām mahārathau
denn wer unter den Großkriegern der Pāñcālas wäre fähig gewesen, Pārtha (Nom. / Partikel / Nom. / Lok. / Vok. / Gen.Pl. / Akk.Dual)
bhīṣmadroṇau yudhā jetum śakratulyaparākramau
Bhīṣma und Droṇa, deren Kraft der des Śakra glich, im Kampf zu besiegen (Akk.Dual / Instr. / Inf. / Akk.Dual)
ko hi śāṃtanavaṃ saṃkhye droṇaṃ vaikartanaṃ kṛpam / drauṇiṃ ca saumadattiṃ ca kṛtavarmāṇam eva ca / saindhavaṃ madrarājaṃ ca rājānaṃ ca suyodhanam / vīrān kṛtāstrān samare sarvān evānuvartinaḥ / akṣauhiṇīpatīn ugrān saṃrabdhān yuddhadurmadān / tvām ṛte puruṣavyāghra jetuṃ śaktaḥ pumān iha
„Denn wer, im Kampf – den Sohn des Śāṃtanu, Droṇa, den Vaikartana, Kṛpa, den Drauṇi, den Sohn Somadattas, Kṛtavarman, den Fürsten der Sindhus, den König der Madras und König Suyodhana, all diese Helden, waffenkundig im Kampf, samt ihren Anhängern, die furchtbaren, erzürnten Herren der Heeresabteilungen, kampftrunken – wer, außer dir, Tiger unter den Männern, wäre hier ein Mann, der fähig wäre, sie zu besiegen?“
Wort für Wort
kaḥ hi śāṃtanavam saṃkhye droṇam vaikartanam kṛpam
denn wer, im Kampf, den Sohn des Śāṃtanu, Droṇa, den Vaikartana, Kṛpa (Nom. / Partikel / Akk. / Lok. / Akk. / Akk. / Akk.)
drauṇim ca saumadattim ca kṛtavarmāṇam eva ca
den Drauṇi, den Sohn Somadattas, und Kṛtavarman (Akk. / Konj. / Akk. / Konj. / Akk. / Partikel / Konj.)
saindhavam madrarājam ca rājānam ca suyodhanam
den Fürsten der Sindhus, den König der Madras, und König Suyodhana (Akk. / Akk. / Konj. / Akk. / Konj. / Akk.)
vīrān kṛtāstrān samare sarvān eva anuvartinaḥ
all diese Helden, waffenkundig im Kampf, samt ihren Anhängern (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Lok. / Akk.Pl. / Partikel / Akk.Pl.)
akṣauhiṇīpatīn ugrān saṃrabdhān yuddhadurmadān
die furchtbaren, erzürnten Herren der Heeresabteilungen, kampftrunken (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl.)
tvām ṛte puruṣavyāghra jetum śaktaḥ pumān iha
wer, außer dir, Tiger unter den Männern, wäre hier ein Mann, der fähig wäre, sie zu besiegen (Akk. / Präp. / Vok. / Inf. / Nom. / Nom. / Adv.)
śreṇyaś ca bahulāḥ kṣīṇāḥ pradīrṇāśvarathadvipāḥ / nānājanapadāś cogrāḥ kṣatriyāṇām amarṣiṇām / govāsadāsamīyānāṃ vasātīnāṃ ca bhārata / nānādeśasamutthāś ca nānādeśasamudbhavāḥ / tvāṃ samāsādya bībhatso hatā nāgāś ca saṃyuge / vrātyānāṃ vāṭadhānānāṃ bhojānāṃ cāpi māninām
„Und die vielen Truppenscharen, erschöpft, ihre Pferde, Wagen und Elefanten zersplittert, aus verschiedenen Ländern, die grimmigen Scharen zorniger Kṣatriyas – der Govāsas, Dāsamīyas und Vasātis, Bhārata, aus verschiedenen Ländern entsprungen und stammend – wurden, nachdem sie dich getroffen hatten, Bībhatsu, im Kampf erschlagen, samt Elefanten, den Truppen der Vrātyas, Vāṭadhānas und der stolzen Bhojas.“
Wort für Wort
śreṇyaḥ ca bahulāḥ kṣīṇāḥ pradīrṇāśvarathadvipāḥ
und die vielen Truppenscharen, erschöpft, ihre Pferde, Wagen und Elefanten zersplittert (Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
nānājanapadāḥ ca ugrāḥ kṣatriyāṇām amarṣiṇām
aus verschiedenen Ländern, die grimmigen Scharen zorniger Kṣatriyas (Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Gen.Pl. / Gen.Pl.)
govāsadāsamīyānām vasātīnām ca bhārata
der Govāsas, Dāsamīyas und Vasātis, Bhārata (Gen.Pl. / Gen.Pl. / Konj. / Vok.)
nānādeśasamutthāḥ ca nānādeśasamudbhavāḥ
aus verschiedenen Ländern entsprungen und stammend (Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl.)
tvām samāsādya bībhatso hatāḥ nāgāḥ ca saṃyuge
wurden, nachdem sie dich getroffen hatten, Bībhatsu, im Kampf erschlagen, samt Elefanten (Akk. / Ger. / Vok. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Lok.)
vrātyānām vāṭadhānānām bhojānām ca api māninām
den Truppen der Vrātyas, Vāṭadhānas und der stolzen Bhojas (Gen.Pl. / Gen.Pl. / Gen.Pl. / Konj. / Partikel / Gen.Pl.)
„Und der mächtige, erhobene Heerhaufen von Brahmanen und Kṣatriyas, Bhārata, ging, nachdem er dich getroffen hatte, in den Tod, samt Pferden, Wagen und Elefanten.“
Wort für Wort
udīrṇāḥ ca mahāsenā brahmakṣatrasya bhārata
und der mächtige, erhobene Heerhaufen von Brahmanen und Kṣatriyas, Bhārata (Nom.Pl. / Konj. / Nom. / Gen. / Vok.)
tvām samāsādya nidhanam gatāḥ sāśvarathadvipāḥ
ging, nachdem er dich getroffen hatte, in den Tod, samt Pferden, Wagen und Elefanten (Akk. / Ger. / Akk. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
ugrāś ca krūrakarmāṇas tukhārā yavanāḥ khaśāḥ / dārvābhisārā daradāḥ śakā ramaṭhataṅgaṇāḥ / andhrakāś ca pulindāś ca kirātāś cogravikramāḥ / mlecchāś ca pārvatīyāś ca sāgarānūpavāsinaḥ / saṃrambhiṇo yuddhaśauṇḍā balino dṛbdhapāṇayaḥ / ete suyodhanasyārthe saṃrabdhāḥ kurubhiḥ saha / na śakyā yudhi nirjetuṃ tvad anyena paraṃtapa
„Die grimmigen, grausam handelnden Tukhāras, Yavanas, Khaśas, Dārvābhisāras, Daradas, Śakas, Ramaṭhas und Taṅgaṇas; die Andhrakas, Pulindas und die von furchtbarer Kraft, die Kirātas; die Mlecchas, die Bergbewohner und die an der Meeresküste Wohnenden; die erzürnten, kampfgierigen, mächtigen mit fest zupackenden Händen – diese, um Suyodhanas willen erzürnt, zusammen mit den Kurus, können im Kampf von niemand außer dir besiegt werden, Bezwinger der Feinde.“
dhārtarāṣṭram udagraṃ hi vyūḍhaṃ dṛṣṭvā mahābalam / yasya tvaṃ na bhaves trātā pratīyāt ko nu mānavaḥ / tat sāgaram ivoddhūtaṃ rajasā saṃvṛtaṃ balam / vidārya pāṇḍavaiḥ kruddhais tvayā guptair hataṃ vibho
„Denn sähe man das hochragende, aufgestellte, mächtige Heer des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, welchem Menschen könnte man wohl trauen, dass er dich nicht als Beschützer bräuchte? Jenes wie ein Ozean aufgewühlte, von Staub verhüllte Heer wurde, zerrissen, von den erzürnten Pāṇḍavas, durch dich beschützt, vernichtet, mächtiger Herr.“
Wort für Wort
dhārtarāṣṭram udagram hi vyūḍham dṛṣṭvā mahābalam
denn sähe man das hochragende, aufgestellte, mächtige Heer des Sohnes Dhṛtarāṣṭras (Akk. / Akk. / Partikel / Akk. / Ger. / Akk.)
yasya tvam na bhaveḥ trātā pratīyāt kaḥ nu mānavaḥ
welchem Menschen könnte man wohl trauen, dass er dich nicht als Beschützer bräuchte (Gen. / Nom. / Neg. / 2.Sg.Opt. / Nom. / 3.Sg.Opt. / Nom. / Partikel / Nom.)
tat sāgaram iva uddhūtam rajasā saṃvṛtam balam
jenes wie ein Ozean aufgewühlte, von Staub verhüllte Heer (Nom. / Akk. / Partikel / Nom. / Instr. / Nom. / Nom.)
„Jayatsena, der mächtige Herrscher der Māgadhas, wurde vor sieben Tagen von Abhimanyu im Kampf erschlagen. Dann erschlug Bhīma mit seiner Keule zehntausend Elefanten furchtbarer Taten, das Gefolge jenes Königs.“
Wort für Wort
māgadhānām adhipatiḥ jayatsenaḥ mahābalaḥ
Jayatsena, der mächtige Herrscher der Māgadhas (Gen.Pl. / Nom. / Nom. / Nom.)
adya sapta eva ca ahāni hataḥ saṃkhye abhimanyunā
wurde vor sieben Tagen von Abhimanyu im Kampf erschlagen (Adv. / Nom. / Partikel / Konj. / Nom.Pl. / Nom. / Lok. / Instr.)
tato 'nye 'pi hatā nāgā rathāś ca śataśo balāt / tad evaṃ samare tāta vartamāne mahābhaye / bhīmasenaṃ samāsādya tvāṃ ca pāṇḍava kauravāḥ / savājirathanāgāś ca mṛtyulokam ito gatāḥ / tathā senāmukhe tatra nihate pārtha pāṇḍavaiḥ / bhīṣmaḥ prāsṛjad ugrāṇi śaravarṣāṇi māriṣa
„Dann wurden auch andere Elefanten und Wagen zu Hunderten mit Gewalt erschlagen. So gerieten, während dieser große Schrecken in der Schlacht andauerte, Lieber, die Kauravas, nachdem sie auf Bhīmasena und dich getroffen waren, Pāṇḍava, von hier in die Welt des Todes, samt ihren Pferden, Wagen und Elefanten. Und ebenso, als dort die Vorhut des Heeres von den Pāṇḍavas niedergestreckt war, Pārtha, entfesselte Bhīṣma furchtbare Pfeilregen, Verehrter.“
Wort für Wort
tataḥ anye api hatāḥ nāgāḥ rathāḥ ca śataśaḥ balāt
dann wurden auch andere Elefanten und Wagen zu Hunderten mit Gewalt erschlagen (Adv. / Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Adv. / Abl.)
tat evam samare tāta vartamāne mahābhaye
so, während dieser große Schrecken in der Schlacht andauerte, Lieber (Nom. / Adv. / Lok. / Vok. / Lok.Abs. / Lok.)
bhīmasenam samāsādya tvām ca pāṇḍava kauravāḥ
gerieten die Kauravas, nachdem sie auf Bhīmasena und dich getroffen waren, Pāṇḍava (Akk. / Ger. / Akk. / Konj. / Vok. / Nom.Pl.)
savājirathanāgāḥ ca mṛtyulokam itaḥ gatāḥ
von hier in die Welt des Todes, samt ihren Pferden, Wagen und Elefanten (Nom.Pl. / Konj. / Akk. / Adv. / Nom.Pl.)
tathā senāmukhe tatra nihate pārtha pāṇḍavaiḥ
und ebenso, als dort die Vorhut des Heeres von den Pāṇḍavas niedergestreckt war, Pārtha (Adv. / Lok. / Adv. / Lok.Abs. / Vok. / Instr.Pl.)
„Er, mit Pfeilen die Cedis, Kāśis, Pāñcālas, Karūṣas, Matsyas und Kekayas bedeckend, führte sie, hart in der Waffenkunst, in den Tod. Von den Pfeilen, die seinem Bogen entfuhren, die Leiber der Feinde durchbohrend, wurde der Himmel voll, goldgefiedert, geradeflügig. Mit einem einzigen Griff seiner Hand konnte er tausend Wagen erschlagen; nachdem er hunderttausend versammelte Menschen und Elefanten, mächtige, erschlagen hatte; nachdem er zehntausend erschlagen hatte, legte er die Rüstung von seinem eigenen Leib ab – dies war das Gelübde des Sohnes der Gaṅgā: nachdem er verschiedene Könige erschlagen hatte, legte er die Waffen im Kampf nieder. Von diesem Helden, dem Mächtigen, wurden zehntausendfach Pfeile entsandt.“
Wort für Wort
saḥ cedikāśipāñcālān karūṣān matsyakekayān
er, die Cedis, Kāśis, Pāñcālas, Karūṣas, Matsyas und Kekayas (Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl.)
śaraiḥ pracchādya nidhanam anayat paruṣāstravit
mit Pfeilen bedeckend, führte er sie in den Tod, hart in der Waffenkunst (Instr.Pl. / Ger. / Akk. / 3.Sg.Impf. / Nom.)
tasya ca apacyutaiḥ bāṇaiḥ paradehavidāraṇaiḥ
von den Pfeilen, die seinem Bogen entfuhren, die Leiber der Feinde durchbohrend (Gen. / Konj. / Instr.Pl. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
pūrṇam ākāśam abhavat rukmapuṅkhaiḥ ajihmagaiḥ
wurde der Himmel voll, goldgefiedert, geradeflügig (Nom. / Nom. / 3.Sg.Impf. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
hanyāt rathasahasrāṇi ekena eva tu muṣṭinā
mit einem einzigen Griff seiner Hand konnte er tausend Wagen erschlagen (3.Sg.Opt. / Akk.Pl. / Instr. / Partikel / Partikel / Instr.)
lakṣam naradvipān hatvā sametān saḥ mahābalān
nachdem er hunderttausend versammelte Menschen und Elefanten, mächtige, erschlagen hatte (Akk. / Akk.Pl. / Ger. / Akk.Pl. / Nom. / Akk.Pl.)
hatvā daśasahasrāṇi saṃnāham svaśarīrataḥ
nachdem er zehntausend erschlagen hatte, legte er die Rüstung von seinem eigenen Leib ab (Ger. / Akk.Pl. / Akk. / Abl.)
protsārayati gāṃgeyaḥ iti tasya abhavat vratam
dies war das Gelübde des Sohnes der Gaṅgā (3.Sg.Präs. / Nom. / Partikel / Gen. / 3.Sg.Impf. / Nom.)
nihatya nānānṛpatīn āyudhāni āhave tyajet
nachdem er verschiedene Könige erschlagen hatte, legte er die Waffen im Kampf nieder (Ger. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Lok. / 3.Sg.Opt.)
tena śūreṇa balinā muktāḥ tu ayutaśaḥ śarāḥ
von diesem Helden, dem Mächtigen, wurden zehntausendfach Pfeile entsandt (Instr. / Instr. / Instr. / Nom.Pl. / Partikel / Adv. / Nom.Pl.)
Der Ausdruck 'gatyā daśamyā' aus dem folgenden Vers bezieht sich vermutlich auf eine der zehn traditionellen Schießtechniken der Bogenkunst; hier noch nicht relevant, aber zur Vorbereitung des nächsten Verses vermerkt.
gatyā daśamyā te gatvā jaghnur vājirathadvipān / hitvā nava gatīr duṣṭāḥ sa bāṇān vyāyato 'mucat / dināni daśa bhīṣmeṇa nighnatā tāvakaṃ balam / śūnyāḥ kṛtā rathopasthā hatāś ca gajavājinaḥ / daśame 'hani saṃprāpte kṛtvā ghoraṃ parākramam
„Auf dem zehnten Weg der Bogenkunst vorgehend erschlugen sie Pferde, Wagen und Elefanten; die neun anderen, fehlerhaften Wege aufgebend, entließ er, den Bogen spannend, seine Pfeile. Zehn Tage lang, während Bhīṣma dein Heer niedermähte, wurden die Wagensitze leer gemacht, und Elefanten und Pferde erschlagen. Als der zehnte Tag anbrach, nachdem er furchtbare Kampfkraft entfaltet hatte...“
Wort für Wort
gatyā daśamyā te gatvā jaghnuḥ vājirathadvipān
auf dem zehnten Weg vorgehend erschlugen sie Pferde, Wagen und Elefanten (Instr. / Instr. / Nom.Pl. / Ger. / 3.Pl.Perf. / Akk.Pl.)
hitvā nava gatīḥ duṣṭāḥ saḥ bāṇān vyāyataḥ amucat
die neun anderen, fehlerhaften Wege aufgebend, entließ er, den Bogen spannend, seine Pfeile (Ger. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Nom. / Akk.Pl. / Nom. / 3.Sg.Impf.)
dināni daśa bhīṣmeṇa nighnatā tāvakam balam
zehn Tage lang, während Bhīṣma dein Heer niedermähte (Akk.Pl. / Akk. / Instr. / Instr.Part. / Akk. / Akk.)
śūnyāḥ kṛtāḥ rathopasthāḥ hatāḥ ca gajavājinaḥ
wurden die Wagensitze leer gemacht, und Elefanten und Pferde erschlagen (Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl.)
daśame ahani saṃprāpte kṛtvā ghoram parākramam
als der zehnte Tag anbrach, nachdem er furchtbare Kampfkraft entfaltet hatte (Lok. / Lok. / Lok.Abs. / Ger. / Akk. / Akk.)
Der Ausdruck 'gatyā daśamyā' (wörtl. 'auf dem zehnten Gang/Weg') bezieht sich vermutlich auf eine der zehn traditionellen Schießtechniken/-haltungen der Bogenkunst (daśavidhā gatayaḥ); die genaue technische Bedeutung ist unsicher.
„Nachdem er im Kampf seine Gestalt gezeigt hatte, Rudra und Upendra gleich, drang er in die Reihen der Pāṇḍavas ein und zerschlug sie; die erdbeherrschenden Könige – Cedis, Pāñcālas, Kekayas – niederschlagend, verbrannte er das Pāṇḍava-Heer, das von Menschen, Pferden und Elefanten wimmelte. So, den hilflos versinkenden Suyodhana wie aus einem Boot emporheben wollend, im Kampf umherziehend wie die brennende Sonne – tausende mal Millionen Fußsoldaten mit den besten Waffen in Händen – vermochten die Sṛñjayas nicht, ihn anzuschauen, noch die anderen Könige.“
Wort für Wort
darśayitvā ātmanaḥ rūpam rudropendrasamam yudhi
nachdem er im Kampf seine Gestalt gezeigt hatte, Rudra und Upendra gleich (Ger. / Gen. / Akk. / Akk. / Lok.)
pāṇḍavānām anīkāni pravigāhya vyaśātayat
drang er in die Reihen der Pāṇḍavas ein und zerschlug sie (Gen.Pl. / Akk.Pl. / Ger. / 3.Sg.Impf.)
vicarantaṃ tathā taṃ tu saṃgrāme jitakāśinam / sarvodyogena sahasā pāṇḍavāḥ samupādravan / sa tu vidrāvya samare pāṇḍavān sṛñjayān api / eka eva raṇe bhīṣma ekavīratvam āgataḥ / taṃ śikhaṇḍī samāsādya tvayā gupto mahāratham / jaghāna puruṣavyāghraṃ śaraiḥ saṃnataparvabhiḥ / mṛtyur jāto 'vadhīd bhīṣmaṃ śaraughaiḥ pātayan rathāt
„Als er so, siegesgewiss erscheinend, auf dem Schlachtfeld umherzog, griffen ihn die Pāṇḍavas plötzlich mit voller Kraft an. Er aber, nachdem er im Kampf die Pāṇḍavas und auch die Sṛñjayas in die Flucht geschlagen hatte, Bhīṣma, stand allein in der Schlacht, zum alleinigen Helden geworden. Ihn traf Śikhaṇḍin, der von dir beschützte Großkrieger, und erschlug den Tiger unter den Männern mit glattgliedrigen Pfeilen; der Tod selbst, Gestalt angenommen, tötete Bhīṣma, ihn mit Pfeilfluten vom Wagen werfend.“
Wort für Wort
vicarantam tathā tam tu saṃgrāme jitakāśinam
als er so, siegesgewiss erscheinend, auf dem Schlachtfeld umherzog (Akk.Part. / Adv. / Akk. / Partikel / Lok. / Akk.)
sarvodyogena sahasā pāṇḍavāḥ samupādravan
griffen ihn die Pāṇḍavas plötzlich mit voller Kraft an (Instr. / Adv. / Nom.Pl. / 3.Pl.Impf.)
saḥ tu vidrāvya samare pāṇḍavān sṛñjayān api
er aber, nachdem er im Kampf die Pāṇḍavas und auch die Sṛñjayas in die Flucht geschlagen hatte (Nom. / Partikel / Ger. / Lok. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Partikel)
ekaḥ eva raṇe bhīṣma ekavīratvam āgataḥ
Bhīṣma, stand allein in der Schlacht, zum alleinigen Helden geworden (Nom. / Partikel / Lok. / Vok. / Akk. / Nom.)
tam śikhaṇḍī samāsādya tvayā guptaḥ mahāratham
ihn traf Śikhaṇḍin, der von dir beschützte Großkrieger (Akk. / Nom. / Ger. / Instr. / Nom. / Akk.)
jaghāna puruṣavyāghram śaraiḥ saṃnataparvabhiḥ
und erschlug den Tiger unter den Männern mit glattgliedrigen Pfeilen (3.Sg.Perf. / Akk. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
„So liegt dieser Großvater gefallen auf einem Bett aus Pfeilen, dich getroffen habend, Tiger unter den Männern, so wie ein Geier eine Krähe überwältigt.“
Wort für Wort
saḥ eṣaḥ patitaḥ śete śaratalpe pitāmahaḥ
so liegt dieser Großvater gefallen auf einem Bett aus Pfeilen (Nom. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Präs. / Lok. / Nom.)
„Droṇa, fünf Tage lang, der Furchtbare, nachdem er die Feindesheere zerstreut hatte, eine Schlachtordnung im großen Krieg gebildet und Großkrieger gefällt hatte; der Großkrieger, nachdem er Jayadratha in der Schlacht Schutz gewährt hatte, dem Antaka gleich, die ganze furchtbare Nacht hindurch kämpfend, verbrannte er die Menschen. Erst vor zwei Tagen ist der heldenhafte, machtvolle Sohn des Bharadvāja, nachdem er auf Dhṛṣṭadyumna getroffen war, zum höchsten Gang gegangen.“
Wort für Wort
droṇaḥ pañca dināni ugraḥ vidhamya ripuvāhinīḥ
Droṇa, fünf Tage lang, der Furchtbare, nachdem er die Feindesheere zerstreut hatte (Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Nom. / Ger. / Akk.Pl.)
kṛtvā vyūham mahāyuddhe pātayitvā mahārathān
eine Schlachtordnung im großen Krieg gebildet und Großkrieger gefällt hatte (Ger. / Akk. / Lok. / Ger. / Akk.Pl.)
jayadrathasya samare kṛtvā rakṣām mahārathaḥ
der Großkrieger, nachdem er Jayadratha in der Schlacht Schutz gewährt hatte (Gen. / Lok. / Ger. / Akk. / Nom.)
antakapratimaḥ ca ugrām rātrim yuddhvā adahat prajāḥ
dem Antaka gleich, die ganze furchtbare Nacht hindurch kämpfend, verbrannte er die Menschen (Nom. / Konj. / Akk. / Akk. / Ger. / 3.Sg.Impf. / Akk.Pl.)
adya iti dve dine vīraḥ bhāradvājaḥ pratāpavān
erst vor zwei Tagen ist der heldenhafte, machtvolle Sohn des Bharadvāja (Adv. / Partikel / Akk.Dual / Akk.Dual / Nom. / Nom. / Nom.)
dhṛṣṭadyumnam samāsādya saḥ gataḥ paramām gatim
nachdem er auf Dhṛṣṭadyumna getroffen war, zum höchsten Gang gegangen (Akk. / Ger. / Nom. / Nom. / Akk. / Akk.)
yadi caiva parān yuddhe sūtaputramukhān rathān / nāvārayiṣyaḥ saṃgrāme na sma droṇo vyanaṅkṣyata / bhavatā tu balaṃ sarvaṃ dhārtarāṣṭrasya vāritam / tato droṇo hato yuddhe pārṣatena dhanaṃjaya / ka ivānyo raṇe kuryāt tvad anyaḥ kṣatriyo yudhi / kaś ca śakto raṇe kartuṃ tvad anyaḥ puruṣabruvaḥ
„Und hättest du nicht die feindlichen Wagen, angeführt vom Sohn des Wagenlenkers, im Kampf zurückgehalten, wäre Droṇa in der Schlacht nicht vernichtet worden. Doch von dir wurde das ganze Heer des Sohnes Dhṛtarāṣṭras zurückgehalten; darauf wurde Droṇa im Kampf vom Sohn des Pṛṣata erschlagen, Dhanañjaya. Welcher andere Kṣatriya könnte im Kampf wohl dergleichen vollbringen außer dir? Und wer wäre fähig, dies im Kampf zu tun, außer dir – wer sonst nennt sich Mann?“
Wort für Wort
yadi ca eva parān yuddhe sūtaputramukhān rathān
und hättest du die feindlichen Wagen, angeführt vom Sohn des Wagenlenkers, im Kampf (Konj. / Konj. / Partikel / Akk.Pl. / Lok. / Akk.Pl. / Akk.Pl.)
na avārayiṣyaḥ saṃgrāme na sma droṇaḥ vyanaṅkṣyata
nicht zurückgehalten, wäre Droṇa in der Schlacht nicht vernichtet worden (Neg. / 2.Sg.Kond. / Lok. / Neg. / Partikel / Nom. / 3.Sg.Kond.)
bhavatā tu balam sarvam dhārtarāṣṭrasya vāritam
doch von dir wurde das ganze Heer des Sohnes Dhṛtarāṣṭras zurückgehalten (Instr. / Partikel / Nom. / Nom. / Gen. / Nom.)
tataḥ droṇaḥ hataḥ yuddhe pārṣatena dhanaṃjaya
darauf wurde Droṇa im Kampf vom Sohn des Pṛṣata erschlagen, Dhanañjaya (Adv. / Nom. / Nom. / Lok. / Instr. / Vok.)
yādṛśaṃ te kṛtaṃ pārtha jayadrathavadhaṃ prati / nivārya senāṃ mahatīṃ hatvā śūrāṃś ca pārthivān / nihataḥ saindhavo rājā tvayāstrabalatejasā / āścaryaṃ sindhurājasya vadhaṃ jānanti pārthivāḥ / anāścaryaṃ hi tat tvattas tvaṃ hi pārtha mahārathaḥ
„Solches hast du vollbracht, Pārtha, hinsichtlich der Tötung Jayadrathas: nachdem du ein großes Heer zurückgehalten und heldenhafte Könige erschlagen hattest, wurde der König der Sindhus durch die Kraft und den Glanz deiner Waffen getötet. Die Könige halten die Tötung des Königs der Sindhus für ein Wunder; doch von dir aus ist dies kein Wunder, denn du, Pārtha, bist ein Großkrieger.“
Wort für Wort
yādṛśam te kṛtam pārtha jayadrathavadham prati
solches hast du vollbracht, Pārtha, hinsichtlich der Tötung Jayadrathas (Akk. / Gen. / Nom. / Vok. / Akk. / Postp.)
nivārya senām mahatīm hatvā śūrān ca pārthivān
nachdem du ein großes Heer zurückgehalten und heldenhafte Könige erschlagen hattest (Ger. / Akk. / Akk. / Ger. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl.)
nihataḥ saindhavaḥ rājā tvayā astrabalatejasā
wurde der König der Sindhus durch die Kraft und den Glanz deiner Waffen getötet (Nom. / Nom. / Nom. / Instr. / Instr.)
āścaryam sindhurājasya vadham jānanti pārthivāḥ
die Könige halten die Tötung des Königs der Sindhus für ein Wunder (Akk. / Gen. / Akk. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl.)
anāścaryam hi tat tvattaḥ tvam hi pārtha mahārathaḥ
doch von dir aus ist dies kein Wunder, denn du, Pārtha, bist ein Großkrieger (Nom. / Partikel / Nom. / Abl. / Nom. / Partikel / Vok. / Nom.)
tvāṃ hi prāpya raṇe kṣatram ekāhād iti bhārata / tapyamānam asaṃyuktaṃ na bhaved iti me matiḥ / seyaṃ pārtha camūr ghorā dhārtarāṣṭrasya saṃyuge / hatā sasarvavīrā hi bhīṣmadroṇau yadā hatau
„Denn hat man dich im Kampf nur einen einzigen Tag lang erfahren, Bhārata, so bleibt kein Kṣatriya unberührt und unbedrängt zurück – dies ist meine Ansicht. Diese furchtbare Heerschar des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, Pārtha, ist im Kampf vernichtet worden, samt all ihren Helden, sobald Bhīṣma und Droṇa erschlagen waren.“
Wort für Wort
tvām hi prāpya raṇe kṣatram ekāhāt iti bhārata
denn hat man dich im Kampf nur einen einzigen Tag lang erfahren, Bhārata (Akk. / Partikel / Ger. / Lok. / Nom. / Abl. / Partikel / Vok.)
tapyamānam asaṃyuktam na bhavet iti me matiḥ
so bleibt kein Kṣatriya unberührt und unbedrängt zurück – dies ist meine Ansicht (Akk. / Akk. / Neg. / 3.Sg.Opt. / Partikel / Gen. / Nom.)
„Heute, ihrer besten Krieger beraubt, ihre Pferde, Männer und Elefanten erschlagen, erscheint das Heer der Bhāratas wie der Himmel, der Sonne, Mond und Sterne entbehrt. Denn dieses Heer wurde im Kampf, Pārtha, durch furchtbare Kampfkraft vernichtet – wie einst das Heer der Asuras durch die Kampfkraft Śakras.“
Wort für Wort
śīrṇapravarayodha adya hatavājinaradvipā
heute, ihrer besten Krieger beraubt, ihre Pferde, Männer und Elefanten erschlagen (Nom. / Adv. / Nom.)
hīnā sūryendunakṣatraiḥ dyauḥ iva ābhāti bhāratī
erscheint das Heer der Bhāratas wie der Himmel, der Sonne, Mond und Sterne entbehrt (Nom. / Instr.Pl. / Nom. / Partikel / 3.Sg.Präs. / Nom.)
vidhvastā hi raṇe pārtha sena iyam bhīmavikramāt
denn dieses Heer wurde im Kampf, Pārtha, durch furchtbare Kampfkraft vernichtet (Nom. / Partikel / Lok. / Vok. / Nom. / Nom. / Abl.)
āsurī iva purā senā śakrasya iva parākramaiḥ
wie einst das Heer der Asuras durch die Kampfkraft Śakras (Nom. / Partikel / Adv. / Nom. / Gen. / Partikel / Instr.Pl.)
„Von ihnen sind, nach der Vernichtung, nur noch fünf Großkrieger übrig: Aśvatthāman, Kṛtavarman, Karṇa, der Herr der Madras, und Kṛpa. Diese fünf Großkrieger, nachdem du sie heute erschlagen hast, Tiger unter den Männern, gib, mit toten Feinden, die Erde, mit ihren Inseln und Städten, dem König. Den Sohn Droṇas, Kṛpa, Śalya, den Bhoja und ebenso den Sohn des Adhiratha – nachdem du diese heldenhaften Großkrieger erschlagen hast, Tiger unter den Männern, möge Pārtha, von unermesslicher Kraft und Herrlichkeit, heute die Erde erlangen, samt Himmel, Wasser und Unterwelt, mit ihren Bergen und großen Wäldern.“
Wort für Wort
teṣām hatāvaśiṣṭāḥ tu pañca santi mahārathāḥ
von ihnen sind, nach der Vernichtung, nur noch fünf Großkrieger übrig (Gen.Pl. / Nom.Pl. / Partikel / Nom. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl.)
aśvatthāmā kṛtavarmā karṇaḥ madrādhipaḥ kṛpaḥ
Aśvatthāman, Kṛtavarman, Karṇa, der Herr der Madras, und Kṛpa (Nom. / Nom. / Nom. / Nom. / Nom.)
tān tvam adya naravyāghra hatvā pañca mahārathān
diese fünf Großkrieger, nachdem du sie heute erschlagen hast, Tiger unter den Männern (Akk.Pl. / Nom. / Adv. / Vok. / Ger. / Akk. / Akk.Pl.)
hatāmitraḥ prayaccha urvīm rājñaḥ sadvīpapattanām
gib, mit toten Feinden, die Erde, mit ihren Inseln und Städten, dem König (Nom. / Imp. / Akk. / Dat. / Akk.)
droṇaputram kṛpam śalyam bhojam ādhirathim tathā
den Sohn Droṇas, Kṛpa, Śalya, den Bhoja und ebenso den Sohn des Adhiratha (Akk. / Akk. / Akk. / Akk. / Akk. / Adv.)
etān tu vai naravyāghra hatvā vīrān mahārathān
nachdem du diese heldenhaften Großkrieger erschlagen hast, Tiger unter den Männern (Akk.Pl. / Partikel / Partikel / Vok. / Ger. / Akk.Pl. / Akk.Pl.)
sākāśajalapātālām saparvatamahāvanām
samt Himmel, Wasser und Unterwelt, mit ihren Bergen und großen Wäldern (Akk. / Akk.)
prāpnotu amitavīryaśrīḥ adya pārthaḥ vasuṃdharām
möge Pārtha, von unermesslicher Kraft und Herrlichkeit, heute die Erde erlangen (3.Sg.Imp. / Nom. / Adv. / Nom. / Akk.)
„Nachdem du sie erschlagen hast, wie einst Viṣṇu die Daityas und Dānavas erschlug, gib die Erde dem König, so wie Hari sie dem Śakra gab. Heute mögen die Pāñcālas sich freuen, wenn die Feinde von dir erschlagen sind, so wie die Götter sich freuten, als die Nachkommen Danus von Viṣṇu erschlagen wurden.“
Wort für Wort
etām purā viṣṇuḥ iva hatvā daiteyadānavān
nachdem du sie erschlagen hast, wie einst Viṣṇu die Daityas und Dānavas erschlug (Akk. / Adv. / Nom. / Partikel / Ger. / Akk.Pl.)
prayaccha medinīm rājñe śakrāya iva yathā hariḥ
gib die Erde dem König, so wie Hari sie dem Śakra gab (Imp. / Akk. / Dat. / Dat. / Partikel / Konj. / Nom.)
adya modantu pāñcālāḥ nihateṣu ariṣu tvayā
heute mögen die Pāñcālas sich freuen, wenn die Feinde von dir erschlagen sind (Adv. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Lok.Pl. / Lok.Pl. / Instr.)
viṣṇunā nihateṣu eva dānaveyeṣu devatāḥ
so wie die Götter sich freuten, als die Nachkommen Danus von Viṣṇu erschlagen wurden (Instr. / Lok.Pl. / Partikel / Lok.Pl. / Nom.Pl.)
„Oder wenn du, Bester der Zweifüßler, aus Ehrerbietung gegenüber deinem Lehrer Droṇa, Mitleid mit Aśvatthāman hegst, und mit Kṛpa aus Achtung vor dem Lehrer; oder wenn du, deine über alle Maßen geschätzten Brüder und Verwandten ehrend, Kṛtavarman, sollte er dir begegnen, nicht zum Reich Yamas führen willst; und wenn du, Lotusäugiger, aus Mitleid nicht den Bruder deiner Mutter, Śalya, den Herrn des Madra-Volkes, töten willst, sollte er dir begegnen –“
Wort für Wort
yadi vā dvipadām śreṣṭha droṇam mānayataḥ gurum
oder wenn du, Bester der Zweifüßler, aus Ehrerbietung gegenüber deinem Lehrer Droṇa (Konj. / Konj. / Gen.Pl. / Vok. / Akk. / Gen.Part. / Akk.)
aśvatthāmni kṛpā te asti kṛpe ca ācāryagauravāt
Mitleid mit Aśvatthāman hegst, und mit Kṛpa aus Achtung vor dem Lehrer (Lok. / Nom. / Gen. / 3.Sg.Präs. / Lok. / Konj. / Abl.)
atyantopacitān vā tvam mānayan bhrātṛbāndhavān
oder wenn du, deine über alle Maßen geschätzten Brüder und Verwandten ehrend (Akk.Pl. / Konj. / Nom. / Nom.Part. / Akk.Pl.)
kṛtavarmāṇam āsādya na neṣyasi yamakṣayam
Kṛtavarman, sollte er dir begegnen, nicht zum Reich Yamas führen willst (Akk. / Ger. / Neg. / 2.Sg.Fut. / Akk.)
bhrātaram mātuḥ āsādya śalyam madrajanādhipam
und den Bruder deiner Mutter, Śalya, den Herrn des Madra-Volkes (Akk. / Gen. / Ger. / Akk. / Akk.)
yadi tvam aravindākṣa dayāvān na jighāṃsasi
wenn du, Lotusäugiger, aus Mitleid nicht töten willst, sollte er dir begegnen (Konj. / Nom. / Vok. / Nom. / Neg. / 2.Sg.Präs.Des.)
Die Apparatuszeile *0766 (yuddhvā yāmy adya tau pārtha saṃrabdhāv ātatāyinau) ist inhaltlich unklar und unterbricht den Satzzusammenhang der Aufzählung (Mitleid gegenüber Aśvatthāman, Kṛpa, Kṛtavarman, Śalya); sie wurde hier ausgelassen, statt den Sinn durch eine unsichere Deutung zu verfälschen.
„...so [töte] wenigstens diesen von übler Absicht, niederträchtigen, beständig gegen die Pāṇḍavas gerichteten Karṇa – erschlage ihn heute rasch mit scharfen Pfeilen, Bester der Männer! Dies wäre eine wohlgetane Tat von dir; nichts daran ist unangemessen. Auch wir wissen das wohl; darin liegt keinerlei Schuld.“
Wort für Wort
imam pāpamatim kṣudram atyantam pāṇḍavān prati
diesen von übler Absicht, niederträchtigen, beständig gegen die Pāṇḍavas gerichteten (Akk. / Akk. / Akk. / Akk. / Akk. / Postp.)
karṇam adya naraśreṣṭha jahi āśu niśitaiḥ śaraiḥ
erschlage Karṇa heute rasch mit scharfen Pfeilen, Bester der Männer (Akk. / Adv. / Vok. / Imp. / Adv. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
etat te sukṛtam karma na atra kiṃcit na yujyate
dies wäre eine wohlgetane Tat von dir; nichts daran ist unangemessen (Nom. / Gen. / Nom. / Nom. / Neg. / Adv. / Nom. / Neg. / 3.Sg.Präs.)
vayam api atra jānīmaḥ na atra doṣaḥ asti kaścana
auch wir wissen das wohl; darin liegt keinerlei Schuld (Nom. / Partikel / Adv. / 1.Pl.Präs. / Neg. / Adv. / Nom. / 3.Sg.Präs. / Nom.)
dahane yat saputrāyā niśi mātus tavānagha / dyūtārthe yac ca yuṣmāsu prāvartata suyodhanaḥ / tatra sarvatra duṣṭātmā karṇo mūlam ihārjuna / karṇād dhi manyate trāṇaṃ nityam eva suyodhanaḥ / tato mām api saṃrabdho nigrahītuṃ pracakrame / vyanāśeya ca yuṣmāsu acarmitaḥ suyodhanaḥ
„Bei dem Versuch, deine Mutter samt ihren Söhnen in der Nacht zu verbrennen, Schuldloser, und bei dem, was Suyodhana gegen euch wegen des Würfelspiels unternahm – in all dem ist der bösgesinnte Karṇa die Wurzel, hier, Arjuna. Denn Suyodhana glaubt stets, durch Karṇa Schutz zu haben. Darauf machte er sich, auch gegen mich erzürnt, daran, mich gefangen zu nehmen; und Suyodhana hätte euch alle ins Verderben gestürzt, ungeschützt wie er war.“
Wort für Wort
dahane yat saputrāyāḥ niśi mātuḥ tava anagha
bei dem Versuch, deine Mutter samt ihren Söhnen in der Nacht zu verbrennen, Schuldloser (Lok. / Nom. / Gen. / Lok. / Gen. / Vok.)
dyūtārthe yat ca yuṣmāsu prāvartata suyodhanaḥ
und bei dem, was Suyodhana gegen euch wegen des Würfelspiels unternahm (Lok. / Nom. / Konj. / Lok. / 3.Sg.Impf. / Nom.)
tatra sarvatra duṣṭātmā karṇaḥ mūlam iha arjuna
in all dem ist der bösgesinnte Karṇa die Wurzel, hier, Arjuna (Adv. / Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / Adv. / Vok.)
karṇāt hi manyate trāṇam nityam eva suyodhanaḥ
denn Suyodhana glaubt stets, durch Karṇa Schutz zu haben (Abl. / Partikel / 3.Sg.Präs. / Akk. / Adv. / Partikel / Nom.)
tataḥ mām api saṃrabdhaḥ nigrahītum pracakrame
darauf machte er sich, auch gegen mich erzürnt, daran, mich gefangen zu nehmen (Adv. / Akk. / Partikel / Nom. / Inf. / 3.Sg.Perf.)
vyanāśeya ca yuṣmāsu suyodhanaḥ
und Suyodhana hätte euch alle ins Verderben gestürzt (3.Sg.Opt. / Konj. / Lok. / Nom.)
Der Ausdruck 'acarmitaḥ' im letzten Halbvers ist im Quelltext selbst mit '(sic)' als unsicher markiert; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Deutung ('ungeschützt, schutzlos').
„Fest ist die Überzeugung des Herrschers, des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, Ehrenspender: 'Karṇa wird alle Pārthas im Kampf besiegen' – daran besteht kein Zweifel. Auf Karṇa vertrauend, Sohn der Kuntī, erschien dem Sohn Dhṛtarāṣṭras der Streit mit dir wünschenswert, selbst obwohl er deine Kraft kannte. Denn Karṇa sagt stets: 'Ich werde im großen Kampf die versammelten Pārthas samt Vāsudeva und dem König besiegen.'“
Wort für Wort
sthirā buddhiḥ narendrasya dhārtarāṣṭrasya mānada
fest ist die Überzeugung des Herrschers, des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, Ehrenspender (Nom. / Nom. / Gen. / Gen. / Vok.)
karṇaḥ pārthān raṇe sarvān vijeṣyati na saṃśayaḥ
Karṇa wird alle Pārthas im Kampf besiegen – daran besteht kein Zweifel (Nom. / Akk.Pl. / Lok. / Akk.Pl. / 3.Sg.Fut. / Neg. / Nom.)
karṇam āśritya kaunteya dhārtarāṣṭreṇa vigrahaḥ
auf Karṇa vertrauend, Sohn der Kuntī, [erschien] dem Sohn Dhṛtarāṣṭras der Streit (Akk. / Ger. / Vok. / Instr. / Nom.)
rocitaḥ bhavatā sārdham jānatā api balam tava
mit dir wünschenswert, selbst obwohl er deine Kraft kannte (Nom. / Instr. / Postp. / Instr.Part. / Partikel / Akk. / Gen.)
karṇaḥ hi bhāṣate nityam aham pārthān samāgatān
denn Karṇa sagt stets: ich werde die versammelten Pārthas [besiegen] (Nom. / Partikel / 3.Sg.Präs. / Adv. / Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl.)
vāsudevam sarājānam vijeṣyāmi mahāraṇe
samt Vāsudeva und dem König im großen Kampf besiegen (Akk. / Akk. / 1.Sg.Fut. / Lok.)
protsāhayan durātmānaṃ dhārtarāṣṭraṃ sudurmatiḥ / samitau garjate karṇas tam adya jahi bhārata / yac ca yuṣmāsu pāpaṃ vai dhārtarāṣṭraḥ prayuktavān / sarvatrānṛjur aprājñaḥ karṇam āśritya vai purā / tatra sarvatra duṣṭātmā karṇaḥ pāpamatir mukham
„Den bösgesinnten Sohn Dhṛtarāṣṭras aufhetzend, brüllt der überaus übelgesinnte Karṇa in der Versammlung – ihn erschlage heute, Bhārata! Und was immer der Sohn Dhṛtarāṣṭras, der überall unaufrichtige, unkluge, gegen euch an Bösem vollbrachte, indem er sich stets auf Karṇa verließ – darin überall ist der bösgesinnte, übel gesonnene Karṇa die treibende Kraft.“
Wort für Wort
protsāhayan durātmānam dhārtarāṣṭram sudurmatiḥ
den bösgesinnten Sohn Dhṛtarāṣṭras aufhetzend, der überaus übelgesinnte Karṇa (Nom.Part. / Akk. / Akk. / Nom.)
samitau garjate karṇaḥ tam adya jahi bhārata
brüllt Karṇa in der Versammlung – ihn erschlage heute, Bhārata (Lok. / 3.Sg.Präs. / Nom. / Akk. / Adv. / Imp. / Vok.)
yat ca yuṣmāsu pāpam vai dhārtarāṣṭraḥ prayuktavān
und was immer der Sohn Dhṛtarāṣṭras gegen euch an Bösem vollbrachte (Nom. / Konj. / Lok. / Nom. / Partikel / Nom. / Nom.)
sarvatra anṛjuḥ aprājñaḥ karṇam āśritya vai purā
der überall unaufrichtige, unkluge, indem er sich stets auf Karṇa verließ (Adv. / Nom. / Nom. / Akk. / Ger. / Partikel / Adv.)
tatra sarvatra duṣṭātmā karṇaḥ pāpamatiḥ mukham
darin überall ist der bösgesinnte, übel gesonnene Karṇa die treibende Kraft (Adv. / Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / Nom.)
yac ca tad dhārtarāṣṭrāṇāṃ krūraiḥ ṣaḍbhir mahārathaiḥ / apaśyaṃ nihataṃ vīraṃ saubhadram ṛṣabhekṣaṇam / droṇadrauṇikṛpān vīrān kampayanto mahārathān / nirmanuṣyāṃś ca mātaṅgān virathāṃś ca mahārathān / prādravanti sma samare diśo bhītābhimanyave / vyaśvārohāṃś ca turagān pattīn vyāyudhajīvitān / kurvantam ṛṣabhaskandhaṃ kuruvṛṣṇiyaśaskaram
„Und das, was ich sah – den Helden, den Sohn der Subhadrā, den Stieräugigen, erschlagen von sechs grausamen Großkriegern der Anhänger Dhṛtarāṣṭras – die heldenhaften Großkrieger Droṇa, Drauṇi und Kṛpa erzittern lassend, Elefanten ihrer Reiter beraubend, und Großkrieger wagenlos machend, flohen sie im Kampf in alle Richtungen, in Furcht vor Abhimanyu; Reitpferde ihrer Reiter beraubend, und Fußsoldaten ihrer Waffen und ihres Lebens beraubend – er, dessen Schultern wie die eines Stieres waren, der den Kurus und Vṛṣṇis Ruhm brachte...“
Wort für Wort
yat ca tat dhārtarāṣṭrāṇām krūraiḥ ṣaḍbhiḥ mahārathaiḥ
und das, was von sechs grausamen Großkriegern der Anhänger Dhṛtarāṣṭras (Nom. / Konj. / Nom. / Gen.Pl. / Instr.Pl. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
apaśyam nihatam vīram saubhadram ṛṣabhekṣaṇam
ich sah – den Helden, den Sohn der Subhadrā, den Stieräugigen, erschlagen (1.Sg.Impf. / Akk. / Akk. / Akk. / Akk.)
droṇadrauṇikṛpān vīrān kampayantaḥ mahārathān
die heldenhaften Großkrieger Droṇa, Drauṇi und Kṛpa erzittern lassend (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Nom.Part. / Akk.Pl.)
nirmanuṣyān ca mātaṅgān virathān ca mahārathān
Elefanten ihrer Reiter beraubend, und Großkrieger wagenlos machend (Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl.)
prādravanti sma samare diśaḥ bhītāḥ abhimanyave
flohen sie im Kampf in alle Richtungen, in Furcht vor Abhimanyu (3.Pl.Präs. / Partikel / Lok. / Akk.Pl. / Nom.Pl. / Dat.)
vyaśvārohān ca turagān pattīn vyāyudhajīvitān
Reitpferde ihrer Reiter beraubend, und Fußsoldaten ihrer Waffen und ihres Lebens beraubend (Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl.)
kurvantam ṛṣabhaskandham kuruvṛṣṇiyaśaskaram
er, dessen Schultern wie die eines Stieres waren, der den Kurus und Vṛṣṇis Ruhm brachte (Akk.Part. / Akk. / Akk.)
vidhamantam anīkāni vyathayantaṃ mahārathān / manuṣyavājimātaṅgān prahiṇvantaṃ yamakṣayam / śaraiḥ saubhadram āyastaṃ dahantam iva vāhinīm / tan me dahati gātrāṇi sakhe satyena te śape
„...die Heeresreihen zerstreuend, die Großkrieger quälend, Menschen, Pferde und Elefanten zum Reich Yamas sendend; der Sohn der Subhadrā, mit Pfeilen bedrängt, das Heer wie mit Feuer verbrennend – dies verbrennt mir die Glieder, Freund; bei der Wahrheit schwöre ich es dir.“
Wort für Wort
vidhamantam anīkāni vyathayantam mahārathān
die Heeresreihen zerstreuend, die Großkrieger quälend (Akk.Part. / Akk.Pl. / Akk.Part. / Akk.Pl.)
manuṣyavājimātaṅgān prahiṇvantam yamakṣayam
Menschen, Pferde und Elefanten zum Reich Yamas sendend (Akk.Pl. / Akk.Part. / Akk.)
śaraiḥ saubhadram āyastam dahantam iva vāhinīm
der Sohn der Subhadrā, mit Pfeilen bedrängt, das Heer wie mit Feuer verbrennend (Instr.Pl. / Akk. / Akk. / Akk.Part. / Partikel / Akk.)
tat me dahati gātrāṇi sakhe satyena te śape
dies verbrennt mir die Glieder, Freund; bei der Wahrheit schwöre ich es dir (Nom. / Gen. / 3.Sg.Präs. / Akk.Pl. / Vok. / Instr. / Dat. / 1.Sg.Präs.)
„Und dass dort auch der bösgesinnte Karṇa sich hinterlistig verhielt, Herr – unfähig, vor Abhimanyu im Kampf standzuhalten, wurde Karṇa, von den Pfeilen des Sohnes der Subhadrā durchbohrt, besinnungslos, blutüberströmt, keuchend, von Zorn entflammt, abgewandt, von Pfeilen gequält, zur Flucht entschlossen und hatte sogar die Hoffnung auf sein Leben aufgegeben – doch als er Duryodhana in der Schlacht erblickte, immer wieder beschämt, floh jener Sohn der Pṛthā daraufhin nicht vor Abhimanyus großer Schlacht; als er dies sah, fragte er Droṇa nach einem Mittel, Abhimanyu zu töten.“
Wort für Wort
yat tatra api ca duṣṭātmā karṇaḥ abhyadruhyata prabho
und dass dort auch der bösgesinnte Karṇa sich hinterlistig verhielt, Herr (Nom. / Adv. / Partikel / Konj. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Impf. / Vok.)
aśaknuvan ca abhimanyoḥ karṇaḥ sthātum raṇe agrataḥ
unfähig, vor Abhimanyu im Kampf standzuhalten, Karṇa (Nom.Part. / Konj. / Gen. / Nom. / Inf. / Lok. / Adv.)
saubhadraśaranirbhinnaḥ visaṃjñaḥ śoṇitokṣitaḥ
von den Pfeilen des Sohnes der Subhadrā durchbohrt, besinnungslos, blutüberströmt (Nom. / Nom. / Nom.)
niḥśvasan krodhasaṃdīptaḥ vimukhaḥ sāyakārditaḥ
keuchend, von Zorn entflammt, abgewandt, von Pfeilen gequält (Nom.Part. / Nom. / Nom. / Nom.)
apayānakṛtotsāhaḥ nirāśaḥ ca api jīvite
zur Flucht entschlossen und hatte sogar die Hoffnung auf sein Leben aufgegeben (Nom. / Nom. / Konj. / Partikel / Lok.)
duryodhanam raṇe dṛṣṭvā lajjamānaḥ muhur muhuḥ
als er Duryodhana in der Schlacht erblickte, immer wieder beschämt (Akk. / Lok. / Ger. / Nom. / Adv. / Adv.)
na apayāsīt tataḥ pārthaḥ saḥ abhimanyoḥ mahāraṇe
floh jener Sohn der Pṛthā daraufhin nicht vor Abhimanyus großer Schlacht (Neg. / 3.Sg.Aor. / Adv. / Nom. / Nom. / Gen. / Lok.)
dṛṣṭvā droṇam vadhopāyam abhimanyoḥ tu pṛṣṭavān
als er dies sah, fragte er Droṇa nach einem Mittel, Abhimanyu zu töten (Ger. / Akk. / Akk. / Gen. / Partikel / Nom.)
Die Bezeichnung 'pārthaḥ' (Sohn der Pṛthā) bezieht sich hier auf Karṇa selbst, der – dem Leser des Epos bekannt, den handelnden Figuren an dieser Stelle jedoch verborgen – tatsächlich ebenfalls ein leiblicher Sohn der Kuntī (Pṛthā) ist; eine bewusste dramatische Ironie des Textes.
atha droṇasya samare tat kālasadṛśaṃ tadā / śrutvā karṇo vacaḥ krūraṃ tataś ciccheda kārmukam / tataś chinnāyudhaṃ tena raṇe pañca mahārathāḥ / sa caiva nikṛtiprajñaḥ prāvadhīc charavṛṣṭibhiḥ / tasmin vinihate vīre sarveṣāṃ duḥkham āviśat / prāhasat sa tu duṣṭātmā karṇaḥ sa ca suyodhanaḥ
„Da, nachdem Karṇa in der Schlacht Droṇas grausames, dem Todesurteil gleichendes Wort gehört hatte, zerschnitt er darauf den Bogen. Darauf, dessen Waffe zerschnitten war, erschlugen ihn im Kampf fünf Großkrieger, und er selbst, listenkundig, tötete ihn mit Pfeilregen. Als jener Held so niedergestreckt war, ergriff alle Trauer; doch der bösgesinnte Karṇa und Suyodhana lachten.“
Wort für Wort
atha droṇasya samare tat kālasadṛśam tadā
da in der Schlacht Droṇas grausames, dem Todesurteil gleichendes Wort (Adv. / Gen. / Lok. / Akk. / Akk. / Adv.)
„Und was Karṇa in der Versammlungshalle zu Kṛṣṇā sprach, ein hartes Wort, grausam, vor den Augen der Pāṇḍavas und der Kurus: ‚Die Pāṇḍavas sind vernichtet, Kṛṣṇā, in die ewige Hölle gegangen; wähle dir einen anderen Gatten, Breithüftige, Sanftsprechende! Tritt als Sklavin in das Haus des Dhṛtarāṣṭra ein, du mit den geschwungenen Wimpernbrauen – du hast keine Gatten mehr!‘“
Wort für Wort
yat ca karṇaḥ abravīt kṛṣṇām sabhāyām paruṣam vacaḥ
und was Karṇa in der Versammlungshalle zu Kṛṣṇā sprach, ein hartes Wort (Nom. / Konj. / Nom. / 3.Sg.Impf. / Akk. / Lok. / Akk. / Akk.)
pramukhe pāṇḍaveyānām kurūṇām ca nṛśaṃsavat
vor den Augen der Pāṇḍavas und der Kurus, grausam (Lok. / Gen.Pl. / Gen.Pl. / Konj. / Adv.)
vinaṣṭāḥ pāṇḍavāḥ kṛṣṇe śāśvatam narakam gatāḥ
die Pāṇḍavas sind vernichtet, Kṛṣṇā, in die ewige Hölle gegangen (Nom.Pl. / Nom.Pl. / Vok. / Akk. / Akk. / Nom.Pl.)
patim anyam pṛthuśroṇi vṛṇīṣva mitabhāṣiṇi
wähle dir einen anderen Gatten, Breithüftige, Sanftsprechende (Akk. / Akk. / Vok. / Imp. / Vok.)
dhṛtarāṣṭrasya dāsī bhūtvā niveśanam
tritt als Sklavin in das Haus des Dhṛtarāṣṭra ein (Gen. / Nom. / Ger. / Akk.)
praviśa arālapakṣmākṣi na santi patayaḥ tava
du mit den geschwungenen Wimpernbrauen – du hast keine Gatten mehr (Imp. / Vok. / Neg. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / Gen.)
„‚Die Pāṇḍavas haben keinerlei Macht über dich, Kṛṣṇā; du bist die Gattin eines Sklaven, Pāñcālī, und selbst eine Sklavin, Schöne. Heute allein wird Duryodhana als König auf Erden anerkannt, und alle erdbeherrschenden Könige sorgen sich um sein Wohlergehen. Sieh jetzt, Glückliche, wie die Pāṇḍavas, alle miteinander vernichtet, einander nur hilflos anblicken vor dem Glanz des Sohnes Dhṛtarāṣṭras. Offenbar sind diese hier nur wertlose Hülsen ohne Kern, und in die Hölle versunken; und wie Diener werden sie dem König der Kauravas aufwarten.‘“
Wort für Wort
na pāṇḍavāḥ prabhavanti tava kṛṣṇe kathaṃ cana
die Pāṇḍavas haben keinerlei Macht über dich, Kṛṣṇā (Neg. / Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Gen. / Vok. / Adv. / Partikel)
dāsabhāryā asi pāñcāli svayam dāsī ca śobhane
du bist die Gattin eines Sklaven, Pāñcālī, und selbst eine Sklavin, Schöne (Nom. / 2.Sg.Präs. / Vok. / Adv. / Nom. / Konj. / Vok.)
adya duryodhanaḥ hi ekaḥ pṛthivyām nṛpatiḥ smṛtaḥ
heute allein wird Duryodhana als König auf Erden anerkannt (Adv. / Nom. / Partikel / Nom. / Lok. / Nom. / Nom.)
sarve ca asya mahīpālāḥ yogakṣemam upāsate
und alle erdbeherrschenden Könige sorgen sich um sein Wohlergehen (Nom.Pl. / Konj. / Gen. / Nom.Pl. / Akk. / 3.Pl.Präs.)
paśya idānīm yathā bhadre vinaṣṭāḥ pāṇḍavāḥ samam
sieh jetzt, Glückliche, wie die Pāṇḍavas, alle miteinander vernichtet (Imp. / Adv. / Konj. / Vok. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Adv.)
anyonyam samudīkṣante dhārtarāṣṭrasya tejasā
einander nur hilflos anblicken vor dem Glanz des Sohnes Dhṛtarāṣṭras (Akk. / 3.Pl.Präs. / Gen. / Instr.)
vyaktam ṣaṇḍhatilāḥ hi ete narake ca nimajjitāḥ
offenbar sind diese hier nur wertlose Hülsen ohne Kern, und in die Hölle versunken (Adv. / Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Lok. / Konj. / Nom.Pl.)
preṣyavat ca api rājānam upasthāsyanti kauravam
und wie Diener werden sie dem König der Kauravas aufwarten (Adv. / Konj. / Partikel / Akk. / 3.Pl.Fut. / Akk.)
„So sprach damals der Unrechtskundige, der höchst übelgesinnte, sündige Karṇa dieses sündige Wort, während du zuhörtest, Bhārata. Jenes Wort des Sündigen sollen die goldverzierten, an Stein geschliffenen, lebenraubenden Pfeile, von dir entsandt, zum Schweigen bringen!“
Wort für Wort
iti uktavān adharmajñaḥ tadā paramadurmatiḥ
so sprach damals der Unrechtskundige, der höchst übelgesinnte (Partikel / Nom. / Nom. / Adv. / Nom.)
pāpaḥ pāpam vacaḥ karṇaḥ śṛṇvataḥ tava bhārata
sündige Karṇa dieses sündige Wort, während du zuhörtest, Bhārata (Nom. / Akk. / Akk. / Nom. / Gen.Part. / Gen. / Vok.)
tasya pāpasya tat vākyam suvarṇavikṛtāḥ śarāḥ
jenes Wort des Sündigen sollen die goldverzierten Pfeile (Gen. / Gen. / Akk. / Akk. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
śamayantu śilādhautāḥ tvayā āstāḥ jīvitacchidaḥ
zum Schweigen bringen, an Stein geschliffen, von dir entsandt, lebenraubend (3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Instr. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
„Heute mögen die Kurus Karṇa sehen, von dir im Kampf ergriffen, wie die glühende Sonne, wenn sie zum Tor des Himmels gelangt. Heute mögen die Kuru-Krieger deine Tapferkeit in der Schlacht sehen; wenn der Sohn des Wagenlenkers erschlagen ist, sollen sie dich als großen Krieger erkennen, Pārtha. Heute mögen Reiher, Geier, Raben und ebenso Schakale die Glieder des Sohnes des Wagenlenkers auseinanderzerren, Bhārata. Heute, wenn der Atiratha von dir im Kampf niedergeworfen und erschlagen ist, möge dies den Kurus Trauer bringen und ebenso den Pāṇḍavas Freude.“
Wort für Wort
adya karṇam raṇe grastam paśyantu kuravaḥ tvayā
heute mögen die Kurus Karṇa sehen, von dir im Kampf ergriffen (Adv. / Akk. / Lok. / Akk. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Instr.)
pratapantam iva ādityam svargadvāragatam yathā
wie die glühende Sonne, wenn sie zum Tor des Himmels gelangt (Akk.Part. / Partikel / Akk. / Akk. / Konj.)
adya te samare vīryam paśyantu kuruyodhinaḥ
heute mögen die Kuru-Krieger deine Tapferkeit in der Schlacht sehen (Adv. / Gen. / Lok. / Akk. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl.)
sūtaputre hate pārtha jānantu tvām mahāratham
wenn der Sohn des Wagenlenkers erschlagen ist, sollen sie dich als großen Krieger erkennen, Pārtha (Lok. / Lok.Abs. / Vok. / 3.Pl.Imp. / Akk. / Akk.)
adya kaṅkāḥ valāḥ gṛdhrāḥ vāyasāḥ jambukāḥ tathā
heute mögen Reiher, Geier, Raben und ebenso Schakale (Adv. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Adv.)
viprakarṣantu gātrāṇi sūtaputrasya bhārata
die Glieder des Sohnes des Wagenlenkers auseinanderzerren, Bhārata (3.Pl.Imp. / Akk.Pl. / Gen. / Vok.)
adya atirathiḥ ākṣiptaḥ nihataḥ ca tvayā raṇe
heute, wenn der Atiratha von dir im Kampf niedergeworfen und erschlagen ist (Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / Konj. / Instr. / Lok.)
kurūṇām śokam ādhattām pāṇḍavānām mudam tathā
möge dies den Kurus Trauer bringen und ebenso den Pāṇḍavas Freude (Gen.Pl. / Akk. / 3.Sg.Imp. / Gen.Pl. / Akk. / Adv.)
„Heute mögen dich die Pāñcālas beglückwünschen, zusammen mit den Pāṇḍavas, so wie, als Vṛtra erschlagen war, alle Götter den Hunderdopferer beglückwünschten. Heute, nachdem du Karṇa im Kampf erschlagen und höchsten Ruhm erlangt hast, sei, Pārtha, frei von Kummer und Fieber, von deinen Verwandten an die Spitze gestellt. Wie einst der Dānava Hiraṇyakaśipu, nachdem der mächtige Viṣṇu die Gestalt des Mann-Löwen angenommen hatte, erschlagen wurde, so nimm auch du eine furchtbare, gewaltige Gestalt an gegenüber dem Sohn der Rādhā; erschlage ihn in der Schlacht, Starkarmiger, und rette die Deinen vor der Furcht.“
Wort für Wort
adya tvām pratinandantu pāñcālāḥ pāṇḍavaiḥ saha
heute mögen dich die Pāñcālas beglückwünschen, zusammen mit den Pāṇḍavas (Adv. / Akk. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Instr.Pl. / Postp.)
yathā vṛtravadhe vṛtte devāḥ sarve śatakratum
so wie, als Vṛtra erschlagen war, alle Götter den Hunderdopferer [beglückwünschten] (Konj. / Lok. / Lok.Abs. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Akk.)
adya karṇam raṇe hatvā prāpya ca eva uttamam yaśaḥ
heute, nachdem du Karṇa im Kampf erschlagen und höchsten Ruhm erlangt hast (Adv. / Akk. / Lok. / Ger. / Ger. / Konj. / Partikel / Akk. / Akk.)
viśokaḥ vijvaraḥ pārtha bhava bandhupuraskṛtaḥ
sei, Pārtha, frei von Kummer und Fieber, von deinen Verwandten an die Spitze gestellt (Nom. / Nom. / Vok. / Imp. / Nom.)
nārasiṃhavapuḥ kṛtvā yathā śastaḥ mahāsuraḥ
wie einst, nachdem [Viṣṇu] die Gestalt des Mann-Löwen angenommen hatte, der große Dānava erschlagen wurde (Akk. / Ger. / Konj. / Nom. / Nom.)
hiraṇyakaśipuḥ daityaḥ viṣṇunā prabhaviṣṇunā
der Dānava Hiraṇyakaśipu, durch den mächtigen Viṣṇu (Nom. / Nom. / Instr. / Instr.)
tathā tvam api rādheyam ghoram kṛtvā mahat vapuḥ
so nimm auch du eine furchtbare, gewaltige Gestalt an gegenüber dem Sohn der Rādhā (Adv. / Nom. / Partikel / Akk. / Akk. / Ger. / Akk. / Akk.)
jahi yuddhe mahābāho trāyasva ca bhayāt svakān
erschlage ihn in der Schlacht, Starkarmiger, und rette die Deinen vor der Furcht (Imp. / Lok. / Vok. / Imp. / Konj. / Abl. / Akk.Pl.)
„Und welche anderen bösen Taten der Bösgesinnte gegen dich verübt hat – die sollen heute, zusammen mit seinem Leben, deine Pfeile zum Schweigen bringen. Bring das Leid der Kṛṣṇā zum Ende, Feindebezwinger, indem du den ehrlosen Feind, der übermäßig stolz brüllt, in der Schlacht erschlägst. Und heute möge, von deinen Pfeilen überall durchbohrt, der Sohn des Adhiratha dich, Tiger unter den Männern, als den Vorzüglichsten aller Bogenschützen erkennen.“
Wort für Wort
yāni ca anyāni duṣṭātmā pāpāni kṛtavān tvayi
und welche anderen bösen Taten der Bösgesinnte gegen dich verübt hat (Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl. / Nom. / Akk.Pl. / Nom. / Lok.)
tāni adya jīvitam ca asya śamayantu śarāḥ tava
die sollen heute, zusammen mit seinem Leben, deine Pfeile zum Schweigen bringen (Akk.Pl. / Adv. / Akk. / Konj. / Gen. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Gen.)
śāntam kuru parikleśam kṛṣṇāyāḥ śatrutāpana
bring das Leid der Kṛṣṇā zum Ende, Feindebezwinger (Akk. / Imp. / Akk. / Gen. / Vok.)
hatvā śatrum raṇe aślāghyam garjantam atipauruṣam
indem du den ehrlosen Feind, der übermäßig stolz brüllt, in der Schlacht erschlägst (Ger. / Akk. / Lok. / Akk. / Akk.Part. / Akk.)
adya ca ādhirathiḥ viddhaḥ tava bāṇaiḥ samantataḥ
und heute möge, von deinen Pfeilen überall durchbohrt, der Sohn des Adhiratha (Adv. / Konj. / Nom. / Nom. / Gen. / Instr.Pl. / Adv.)
manyatām tvām naravyāghra pravaram sarvadhanvinām
dich, Tiger unter den Männern, als den Vorzüglichsten aller Bogenschützen erkennen (3.Sg.Imp. / Akk. / Vok. / Akk. / Gen.Pl.)
„Heute, die vom Gāṇḍīva entsandten, furchtbaren Pfeile an seinen Gliedern spürend, möge der bösgesinnte Karṇa sich der Worte Droṇas und Bhīṣmas erinnern. Die goldgefiederten, feindevernichtenden, blitzgleich glänzenden eisernen Pfeile, von dir entsandt, sollen seine Lebenspunkte durchbohren und sein Blut trinken.“
Wort für Wort
gāṇḍīvaprahitān ghorān adya gātraiḥ spṛśan śarān
heute, die vom Gāṇḍīva entsandten, furchtbaren Pfeile an seinen Gliedern spürend (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Adv. / Instr.Pl. / Nom.Part. / Akk.Pl.)
karṇaḥ smaratu duṣṭātmā vacanam droṇabhīṣmayoḥ
möge der bösgesinnte Karṇa sich der Worte Droṇas und Bhīṣmas erinnern (Nom. / 3.Sg.Imp. / Nom. / Akk. / Gen.Dual)
„Mögen die von deinen Armen entsandten, scharfen, furchtbaren Pfeile, seine Lebenspunkte durchbohrend, Karṇa heute mit gewaltiger Geschwindigkeit zum Reich Yamas senden.“
mögen die von deinen Armen entsandten, scharfen, furchtbaren Pfeile, seine Lebenspunkte durchbohrend (Nom.Pl. / Nom.Pl. / Akk. / Ger. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
adya karṇam mahāvegāḥ preṣayantu yamakṣayam
Karṇa heute mit gewaltiger Geschwindigkeit zum Reich Yamas senden (Adv. / Akk. / Nom.Pl. / 3.Pl.Imp. / Akk.)
Die Apparatuszeile *0775 (sechs Halbverse) wiederholt in negierter Bedingungsform ('sollte Karṇa sich der Worte Droṇas und Bhīṣmas nicht erinnern...') im Wesentlichen denselben Inhalt wie die Verse 083-085 und wurde hier zu einer kohärenten Übersetzung zusammengefasst, statt doppelt wiedergegeben.
„Heute mögen die Herren der Erde jenen Karṇa sehen, 'Weh, weh' rufend, wretched, niedergeschlagen, von deinen Pfeilen gequält, von seinem Wagen fallend.“
„Heute mögen seine eigenen lieben Freunde Karṇa sehen, in sein eigenes Blut versunken, liegend, zu Boden gefallen, die Waffen fortgeworfen. Und heute möge auch seine große Rüstung, von den vom Gāṇḍīva entsandten Pfeilen getroffen, auf dem Boden des Wagens zerbersten, wie ein Netz von Sternen vom Himmel fallend.“
Wort für Wort
adya svaśoṇite magnam śayānam patitam bhuvi
heute, in sein eigenes Blut versunken, liegend, zu Boden gefallen (Adv. / Lok. / Akk. / Akk. / Akk. / Lok.)
apaviddhāyudham karṇam paśyantu suhṛdaḥ nijāḥ
mögen seine eigenen lieben Freunde Karṇa sehen, die Waffen fortgeworfen (Akk. / Akk. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
tat ca eva adya mahat varma gāṇḍīvapreṣitaiḥ śaraiḥ
und heute möge auch seine große Rüstung, von den vom Gāṇḍīva entsandten Pfeilen getroffen (Nom. / Konj. / Partikel / Adv. / Nom. / Nom. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
rathopasthe viśīryeta tārājālam iva ambarāt
auf dem Boden des Wagens zerbersten, wie ein Netz von Sternen vom Himmel fallend (Lok. / 3.Sg.Opt. / Akk. / Partikel / Abl.)
„Und mögen heute rasch seine Pfeile, im großen Kampf fliegend, ihre Spitzen von deinen Pfeilen abgeschnitten, auf der Erde zerstreut niederfallen. Und wenn heute seine Kampfkraft von dir vernichtet ist, Stier der Bhāratas, mögen sich alle Könige abwenden, wie ihres Lebens beraubt.“
Wort für Wort
āśu ca adya śarāḥ tasya saṃpatantaḥ mahāhave
und mögen heute rasch seine Pfeile, im großen Kampf fliegend (Adv. / Konj. / Adv. / Nom.Pl. / Gen. / Nom.Pl. / Lok.)
tvaccharaiḥ saṃnikṛttāgrāḥ viśīryantām mahītale
ihre Spitzen von deinen Pfeilen abgeschnitten, auf der Erde zerstreut niederfallen (Instr.Pl. / Nom.Pl. / 3.Pl.Imp. / Lok.)
tvayā ca adya hate tasya vikrame bharatarṣabha
und wenn heute seine Kampfkraft von dir vernichtet ist, Stier der Bhāratas (Instr. / Konj. / Adv. / Lok.Abs. / Gen. / Lok. / Vok.)
vimukhāḥ sarvarājānaḥ bhavantu gatajīvitāḥ
mögen sich alle Könige abwenden, wie ihres Lebens beraubt (Nom.Pl. / Nom.Pl. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl.)
„Und wenn der Sohn des Adhiratha dahingegangen ist, mögen die Kurus in alle Richtungen fliehen, dich als den besten Wagenkämpfer und Bogenschützen in allen Welten erkennend. Und er, der Sohn Dhṛtarāṣṭras, Duryodhana, möge heute, aus Furcht sein großes Heer verlassend, von Angst erschüttert, zu seiner eigenen Stadt fliehen.“
Wort für Wort
tathā ca ādhirathau yāte prayāntu kuravaḥ diśaḥ
und wenn der Sohn des Adhiratha dahingegangen ist, mögen die Kurus in alle Richtungen fliehen (Adv. / Konj. / Lok. / Lok.Abs. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Akk.Pl.)
manvānāḥ tvām rathaśreṣṭham sarvalokeṣu dhanvinam
dich als den besten Wagenkämpfer und Bogenschützen in allen Welten erkennend (Nom.Pl.Part. / Akk. / Akk. / Lok.Pl. / Akk.)
saḥ ca eva adya bhayāt tyaktvā dhārtarāṣṭraḥ mahācamūm
und er, der Sohn Dhṛtarāṣṭras, möge heute, aus Furcht sein großes Heer verlassend (Nom. / Konj. / Partikel / Adv. / Abl. / Ger. / Nom. / Akk.)
duryodhanaḥ bhayodvignaḥ dravatu svapuram prati
Duryodhana, von Angst erschüttert, zu seiner eigenen Stadt fliehen (Nom. / Nom. / 3.Sg.Imp. / Akk. / Postp.)
„Und ebenso möge heute, wenn er von seinem Tod hört, Dhṛtarāṣṭra, der Herr der Menschen, ohnmächtig zu Boden fallen, besinnungslos, der König. Heute mögen alle Bogenschützen deine Kampfkraft erkennen, Pārtha – jene, die harte Worte gegen dich inmitten der Versammlung sprachen, Bhārata.“
Wort für Wort
tathā adya tam hatam śrutvā dhārtarāṣṭraḥ janeśvaraḥ
und ebenso möge heute, wenn er von seinem Tod hört, Dhṛtarāṣṭra, der Herr der Menschen (Adv. / Adv. / Akk. / Akk. / Ger. / Nom. / Nom.)
mohena nipatet bhūmau niḥsaṃjñaḥ vai mahīpatiḥ
ohnmächtig zu Boden fallen, besinnungslos, der König (Instr. / 3.Sg.Opt. / Lok. / Nom. / Partikel / Nom.)
adya jānantu te pārtha vikramam sarvadhanvinaḥ
heute mögen alle Bogenschützen deine Kampfkraft erkennen, Pārtha (Adv. / 3.Pl.Imp. / Gen. / Vok. / Akk. / Nom.Pl.)
yān avocat sabhāmadhye paruṣān bhārata tvayi
jene, die harte Worte gegen dich inmitten der Versammlung sprachen, Bhārata (Akk.Pl. / 3.Sg.Aor. / Lok. / Akk.Pl. / Vok. / Lok.)
„Möge das große Elefantengurt-Banner des Sohnes des Adhiratha, von deinem breitköpfigen Pfeil zerschlagen, zitternd zu Boden fallen. Möge Śalya, erschrocken, den mit deinen hundert Pfeilen zerschlagenen, goldgeschmückten Wagen mit seinem erschlagenen Krieger verlassen und fliehen. Wenn nicht, Pārtha, dann wirst du, vor den Augen des Sohnes des Wagenlenkers, zur Erfüllung deines Gelübdes, Karṇas Sohn mit Pfeilen erschlagen.“
Wort für Wort
hastikakṣyaḥ mahān asya bhallena unmathitaḥ tvayā
möge das große Elefantengurt-Banner des Sohnes des Adhiratha, von deinem breitköpfigen Pfeil zerschlagen (Nom. / Nom. / Gen. / Instr. / Nom. / Instr.)
prakampamānaḥ patatu bhūmau ādhirathoḥ dhvajaḥ
zitternd zu Boden fallen, das Banner des Sohnes des Adhiratha (Nom. / 3.Sg.Imp. / Lok. / Gen. / Nom.)
tvayā śaraśataiḥ chinnam ratham hemavibhūṣitam
möge Śalya den mit deinen hundert Pfeilen zerschlagenen, goldgeschmückten Wagen (Instr. / Instr.Pl. / Akk. / Akk. / Akk.)
hatayodham samutsṛjya bhītaḥ śalyaḥ palāyatām
mit seinem erschlagenen Krieger verlassen und fliehen, erschrocken, Śalya (Akk. / Ger. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Imp.)
na cet karṇasutam pārtha sūtaputrasya paśyataḥ
wenn nicht, Pārtha, dann [wirst du] vor den Augen des Sohnes des Wagenlenkers Karṇas Sohn (Neg. / Konj. / Akk. / Vok. / Gen. / Gen.Part.)
pratijñāpālanārthāya nihaniṣyasi sāyakaiḥ
zur Erfüllung deines Gelübdes mit Pfeilen erschlagen (Dat. / 2.Sg.Fut. / Instr.Pl.)
„Wenn er seinen Sohn erschlagen sieht, seinen geliebten Sohn, möge der bösgesinnte Karṇa sich der Worte Droṇas, Bhīṣmas und des Kṣattṛ erinnern, Ehrenspender. Darauf möge Suyodhana, wenn er den Sohn des Adhiratha von dir erschlagen sieht, heute die Hoffnung auf Leben und Königreich verlieren, Dhanañjaya. Denn dieser Karṇa erschlägt deine Männer im Kampf, Pārtha, an Kraft dem Śakra gleich, oder an Tapferkeit sogar dem Śaṃkara ähnlich.“
ete dravanti pāñcālā vadhyamānāḥ śitaiḥ śaraiḥ / karṇena bharataśreṣṭha pāṇḍavān ujjihīrṣavaḥ / pāñcālān draupadeyāṃś ca dhṛṣṭadyumnaśikhaṇḍinau / dhṛṣṭadyumnatanūjāṃś ca śatānīkaṃ ca nākulim / nakulaṃ sahadevaṃ ca durmukhaṃ janamejayam / suvarmāṇaṃ sātyakiṃ ca viddhi karṇavaśaṃ gatān
„Hier fliehen die Pāñcālas, von Karṇas scharfen Pfeilen erschlagen, best der Bhāratas, obwohl sie die Pāṇḍavas retten wollen. Wisse, dass die Pāñcālas, und die Söhne der Draupadī, und Dhṛṣṭadyumna und Śikhaṇḍin, und die Söhne des Dhṛṣṭadyumna, und Śatānīka und der Sohn des Nakula, und Nakula und Sahadeva, und Durmukha, Janamejaya, Suvarman und Sātyaki in Karṇas Gewalt geraten sind.“
Wort für Wort
ete dravanti pāñcālāḥ vadhyamānāḥ śitaiḥ śaraiḥ
hier fliehen die Pāñcālas, von scharfen Pfeilen erschlagen (Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
karṇena bharataśreṣṭha pāṇḍavān ujjihīrṣavaḥ
von Karṇa, best der Bhāratas, obwohl sie die Pāṇḍavas retten wollen (Instr. / Vok. / Akk.Pl. / Nom.Pl.)
pāñcālān draupadeyān ca dhṛṣṭadyumnaśikhaṇḍinau
die Pāñcālas, und die Söhne der Draupadī, und Dhṛṣṭadyumna und Śikhaṇḍin (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Dual)
dhṛṣṭadyumnatanūjān ca śatānīkam ca nākulim
und die Söhne des Dhṛṣṭadyumna, und Śatānīka und den Sohn des Nakula (Akk.Pl. / Konj. / Akk. / Konj. / Akk.)
nakulam sahadevam ca durmukham janamejayam
und Nakula und Sahadeva, und Durmukha, Janamejaya (Akk. / Akk. / Konj. / Akk. / Akk.)
suvarmāṇam sātyakim ca viddhi karṇavaśam gatān
und Suvarman und Sātyaki – wisse, dass sie in Karṇas Gewalt geraten sind (Akk. / Akk. / Konj. / Imp. / Akk. / Akk.Pl.)
abhyāhatānāṃ karṇena pāñcālānāṃ mahāraṇe / śrūyate ninado ghoras tvadbandhūnāṃ paraṃtapa / na tv eva bhītāḥ pāñcālāḥ kathaṃ cit syuḥ parāṅmukhāḥ / na hi mṛtyuṃ maheṣvāsā gaṇayanti mahārathāḥ / ya ekaḥ pāṇḍavīṃ senāṃ śaraughaiḥ samaveṣṭayat / taṃ samāsādya pāñcālā bhīṣmaṃ nāsan parāṅmukhāḥ
„Der furchtbare Lärm deiner Verwandten, der Pāñcālas, die von Karṇa in der großen Schlacht niedergeschlagen werden, ist zu hören, Feindebezwinger. Doch die Pāñcālas, wenn auch erschrocken, würden sich in keiner Weise abwenden; denn Großkrieger, große Bogenschützen, achten den Tod nicht. Selbst als sie auf jenen trafen, der allein das Pāṇḍava-Heer mit Pfeilfluten umschlossen hatte – Bhīṣma –, wandten sich die Pāñcālas nicht ab.“
Wort für Wort
abhyāhatānām karṇena pāñcālānām mahāraṇe
der von Karṇa in der großen Schlacht niedergeschlagenen Pāñcālas (Gen.Pl. / Instr. / Gen.Pl. / Lok.)
śrūyate ninadaḥ ghoraḥ tvadbandhūnām paraṃtapa
ist der furchtbare Lärm deiner Verwandten zu hören, Feindebezwinger (3.Sg.Präs.Pass. / Nom. / Nom. / Gen.Pl. / Vok.)
na tu eva bhītāḥ pāñcālāḥ katham cit syuḥ parāṅmukhāḥ
doch die Pāñcālas, wenn auch erschrocken, würden sich in keiner Weise abwenden (Neg. / Partikel / Partikel / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Adv. / Partikel / 3.Pl.Opt. / Nom.Pl.)
na hi mṛtyum maheṣvāsāḥ gaṇayanti mahārathāḥ
denn Großkrieger, große Bogenschützen, achten den Tod nicht (Neg. / Partikel / Akk. / Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl.)
yaḥ ekaḥ pāṇḍavīm senām śaraughaiḥ samaveṣṭayat
der allein das Pāṇḍava-Heer mit Pfeilfluten umschlossen hatte (Nom. / Nom. / Akk. / Akk. / Instr.Pl. / 3.Sg.Impf.)
tam samāsādya pāñcālāḥ bhīṣmam na āsan parāṅmukhāḥ
selbst als sie auf jenen, Bhīṣma, trafen, wandten sich die Pāñcālas nicht ab (Akk. / Ger. / Nom.Pl. / Akk. / Neg. / 3.Pl.Impf. / Nom.Pl.)
„Wie könnten also jene Mächtigen, wenn sie auf Karṇa treffen, in die Flucht geraten? Er, der allein, Tag für Tag alle Pāñcālas vernichtend, wie der Tod selbst durch die Reihen der Pāñcāla-Wagen zieht, der Held – selbst ihm begegneten sie im Kampf, um des Freundes willen, dem Freund ergeben, und ebenso griffen sie den lodernden Waffenbrand an, den Lehrer aller Bogenschützen, den unnahbaren Droṇa, der mit seiner Kraft alles niederbrannte.“
Wort für Wort
te katham karṇam āsādya vidraveyuḥ mahābalāḥ
wie könnten also jene Mächtigen, wenn sie auf Karṇa treffen, in die Flucht geraten (Nom.Pl. / Adv. / Akk. / Ger. / 3.Pl.Opt. / Nom.Pl.)
yaḥ tu ekaḥ sarvapāñcālān ahani ahani nāśayan
er, der allein, Tag für Tag alle Pāñcālas vernichtend (Nom. / Partikel / Nom. / Akk.Pl. / Lok. / Lok. / Nom.Part.)
kālavat carate vīraḥ pāñcālānām rathavraje
wie der Tod selbst durch die Reihen der Pāñcāla-Wagen zieht, der Held (Adv. / 3.Sg.Präs. / Nom. / Gen.Pl. / Lok.)
tam api āsādya samare mitrārthe mitravatsalāḥ
selbst ihm begegneten sie im Kampf, um des Freundes willen, dem Freund ergeben (Akk. / Partikel / Ger. / Lok. / Lok. / Nom.Pl.)
tathā jvalantam astrāgnim gurum sarvadhanuṣmatām
und ebenso griffen sie den lodernden Waffenbrand an, den Lehrer aller Bogenschützen (Adv. / Akk.Part. / Akk. / Akk. / Gen.Pl.)
nirdahantam samārohan durdharṣam droṇam ojasā
den unnahbaren Droṇa, der mit seiner Kraft alles niederbrannte (Akk.Part. / 3.Pl.Impf. / Akk. / Akk. / Instr.)
„Sie, stets erhoben, um im Kampf die Feinde zu besiegen, Bezwinger der Feinde – niemals würden die Pāñcālas, aus Furcht vor dem Sohn des Adhiratha, sich abwenden. Wenn jene raschen Pāñcālas auf ihn stürmen, nimmt ihnen der Held Karṇa mit Pfeilen das Leben, wie Feuer den Motten.“
Wort für Wort
te nityam uditāḥ jetum yuddhe śatrūn ariṃdamāḥ
sie, stets erhoben, um im Kampf die Feinde zu besiegen, Bezwinger der Feinde (Nom.Pl. / Adv. / Nom.Pl. / Inf. / Lok. / Akk.Pl. / Nom.Pl.)
na jātu ādhirathoḥ bhītāḥ pāñcālāḥ syuḥ parāṅmukhāḥ
niemals würden die Pāñcālas, aus Furcht vor dem Sohn des Adhiratha, sich abwenden (Neg. / Adv. / Gen. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / 3.Pl.Opt. / Nom.Pl.)
teṣām āpatatām śūraḥ pāñcālānām tarasvinām
wenn jene raschen Pāñcālas auf ihn stürmen, [nimmt] der Held (Gen.Pl. / Gen.Pl.Part. / Nom. / Gen.Pl. / Gen.Pl.)
ādatte asūn śaraiḥ karṇaḥ pataṃgānām iva analaḥ
Karṇa mit Pfeilen das Leben, wie Feuer den Motten (3.Sg.Präs. / Akk.Pl. / Instr.Pl. / Nom. / Gen.Pl. / Partikel / Nom.)
„Hier fliehen die Pāñcālas, rasch von Karṇas Kriegern in die Flucht getrieben, best der Bhāratas – sieh, sieh sie so zugerichtet! Jene Helden, die ihm entgegentraten, um des Freundes willen ihr Leben aufgegeben, führt der Sohn der Rādhā zu Hunderten in der Schlacht ins Verderben, die Pāñcālas. Rette sie, Starkarmiger, vor Karṇas Waffe, die dem Feuer gleicht! Deshalb, Bhārata, da die großen Bogenschützen ohne Rettung in der bodenlosen Tiefe versinken, solltest du, ein Floß werdend, die Pāñcālas aus dem Ozean Karṇas retten.“
Wort für Wort
ete dravanti pāñcālāḥ drāvyante yodhibhiḥ drutam
hier fliehen die Pāñcālas, rasch von Kriegern in die Flucht getrieben (Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / 3.Pl.Präs.Pass. / Instr.Pl. / Adv.)
karṇena bharataśreṣṭha paśya paśya tathākṛtān
von Karṇas Kriegern, best der Bhāratas – sieh, sieh sie so zugerichtet (Instr. / Vok. / Imp. / Imp. / Akk.Pl.)
„Denn die furchtbare Waffe, die Karṇa einst von Rāma Bhārgava, dem vorzüglichsten der Seher, erhalten hat – ihre Gestalt zeigt sich jetzt; alle Heere versengend, von furchtbarer, überaus schrecklicher Gestalt, umhüllt sie das große Heer und lodert mit ihrem eigenen Glanz.“
Wort für Wort
astram hi rāmāt karṇena bhārgavāt ṛṣisattamāt
denn die Waffe, die Karṇa von Rāma Bhārgava, dem vorzüglichsten der Seher (Akk. / Partikel / Abl. / Instr. / Abl. / Abl.)
yat upāttam purā ghoram tasya rūpam udīryate
die er einst furchtbar erhalten hat – ihre Gestalt zeigt sich jetzt (Nom. / Nom. / Adv. / Akk. / Gen. / Nom. / 3.Sg.Präs.Pass.)
tāpanam sarvasainyānām ghorarūpam sudāruṇam
alle Heere versengend, von furchtbarer, überaus schrecklicher Gestalt (Akk. / Gen.Pl. / Nom. / Nom.)
samāvṛtya mahāsenām jvalati svena tejasā
umhüllt sie das große Heer und lodert mit ihrem eigenen Glanz (Ger. / Akk. / 3.Sg.Präs. / Instr. / Instr.)
„Hier bewegen sich in der Schlacht die von Karṇas Bogen entsandten Pfeile, wie Schwärme von Bienen, deine Männer quälend, Herr – wie Bienen, die Feinde niederstreckend. Hier ziehen die Pāñcālas in alle Richtungen umher, Bhārata, nachdem sie im Kampf auf Karṇas Waffe getroffen sind, unaufhaltsam für jene ohne Selbstbeherrschung.“
Wort für Wort
ete caranti saṃgrāme karṇacāpacyutāḥ śarāḥ
hier bewegen sich in der Schlacht die von Karṇas Bogen entsandten Pfeile (Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Lok. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
bhramarāṇām iva vrātāḥ tāpayantaḥ sma tāvakān
wie Schwärme von Bienen, deine Männer quälend (Gen.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Nom.Pl.Part. / Partikel / Akk.Pl.)
bhramarāḥ iva śatrūṇām pātayānāḥ janān prabho
wie Bienen, die Feinde niederstreckend, Herr (Nom.Pl. / Partikel / Gen.Pl. / Nom.Pl. / Akk.Pl. / Vok.)
ete caranti pāñcālāḥ dikṣu sarvāsu bhārata
hier ziehen die Pāñcālas in alle Richtungen umher, Bhārata (Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / Lok.Pl. / Lok.Pl. / Vok.)
karṇāstram samare prāpya durnivāram anātmabhiḥ
nachdem sie im Kampf auf Karṇas Waffe getroffen sind, unaufhaltsam für jene ohne Selbstbeherrschung (Akk. / Lok. / Ger. / Akk. / Instr.Pl.)
„Dieser Bhīma, von festem Zorn, umringt, Pārtha, von allen Seiten, kämpfend mit Karṇa zusammen mit den Sṛñjayas, wird von scharfen Pfeilen gequält. Die Pāṇḍavas, und die Sṛñjayas, und ebenso die Pāñcālas, Bhārata – würde Karṇa vernichten, ließe man ihn unbeachtet, wie eine Krankheit, die sich unaufhaltsam im Körper ausbreitet.“
Wort für Wort
eṣaḥ bhīmaḥ dṛḍhakrodhaḥ vṛtaḥ pārtha samantataḥ
dieser Bhīma, von festem Zorn, umringt, Pārtha, von allen Seiten (Nom. / Nom. / Nom. / Nom. / Vok. / Adv.)
sṛñjayaiḥ yodhayan karṇam pīḍyate sma śitaiḥ śaraiḥ
kämpfend mit Karṇa zusammen mit den Sṛñjayas, wird von scharfen Pfeilen gequält (Instr.Pl. / Nom.Part. / Akk. / 3.Sg.Präs.Pass. / Partikel / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
pāṇḍavān sṛñjayān ca eva pāñcālān ca eva bhārata
die Pāṇḍavas, und die Sṛñjayas, und ebenso die Pāñcālas, Bhārata (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Partikel / Akk.Pl. / Konj. / Partikel / Vok.)
hanyāt upekṣitaḥ karṇaḥ rogaḥ deham iva ātataḥ
würde Karṇa vernichten, ließe man ihn unbeachtet, wie eine Krankheit, die sich unaufhaltsam im Körper ausbreitet (3.Sg.Opt. / Nom. / Nom. / Nom. / Akk. / Partikel / Nom.)
„Ich sehe keinen anderen Krieger im Heer Yudhiṣṭhiras als dich, der, nachdem er auf den Sohn der Rādhā getroffen ist, unversehrt nach Hause zurückkehren könnte. Ihn heute mit scharfen Pfeilen erschlagend, Stier der Bhāratas, und so dein Gelübde erfüllend, Pārtha, erlange Ruhm.“
Wort für Wort
na anyam tvattaḥ abhipaśyāmi yodham yaudhiṣṭhire bale
ich sehe keinen anderen Krieger im Heer Yudhiṣṭhiras als dich (Neg. / Akk. / Abl. / 1.Sg.Präs. / Akk. / Lok. / Lok.)
yaḥ samāsādya rādheyam svastimān āvrajet gṛham
der, nachdem er auf den Sohn der Rādhā getroffen ist, unversehrt nach Hause zurückkehren könnte (Nom. / Ger. / Akk. / Nom. / 3.Sg.Opt. / Akk.)
tam adya niśitaiḥ bāṇaiḥ nihatya bharatarṣabha
ihn heute mit scharfen Pfeilen erschlagend, Stier der Bhāratas (Akk. / Adv. / Instr.Pl. / Instr.Pl. / Ger. / Vok.)
yathāpratijñam pārtha tvam kṛtvā kīrtim avāpnuhi
und so dein Gelübde erfüllend, Pārtha, erlange Ruhm (Adv. / Vok. / Nom. / Ger. / Akk. / Imp.)
„Denn du allein bist fähig, im Kampf die Kauravas selbst mit Karṇa zu besiegen; kein anderer, Bester der Krieger – dies spreche ich dir als Wahrheit. Nachdem du diese große Tat vollbracht, Karṇa, den Großkrieger, erschlagen hast, sei, Pārtha, erfüllt, erfolgreich und glücklich, Bester der Männer.“
Wort für Wort
tvam hi śaktaḥ raṇe jetum sakarṇān api kauravān
denn du allein bist fähig, im Kampf die Kauravas selbst mit Karṇa zu besiegen (Nom. / Partikel / Nom. / Lok. / Inf. / Akk.Pl. / Partikel / Akk.Pl.)
na anyaḥ yudhi yudhām śreṣṭha satyam etat bravīmi te
kein anderer, Bester der Krieger – dies spreche ich dir als Wahrheit (Neg. / Nom. / Lok. / Gen.Pl. / Vok. / Akk. / Akk. / 1.Sg.Präs. / Dat.)
etat kṛtvā mahat karma hatvā karṇam mahāratham
nachdem du diese große Tat vollbracht, Karṇa, den Großkrieger, erschlagen hast (Akk. / Ger. / Akk. / Akk. / Ger. / Akk. / Akk.)
kṛtārthaḥ saphalaḥ pārtha sukhī bhava narottama
sei, Pārtha, erfüllt, erfolgreich und glücklich, Bester der Männer (Nom. / Nom. / Vok. / Nom. / Imp. / Vok.)