Kapitel 63: karṇārjunayor dvairathayuddhārambhaḥ, devānāṃ pakṣagrahaṇam
Der Beginn des Zweikampfs zwischen Karṇa und Arjuna und die Parteinahme der Götter
Saṃjaya sprach: Als er Vṛṣasena erschlagen sah, von Kummer und Zorn erfüllt, ließ der Stiergleiche plötzlich das aus Kummer entstandene Wasser aus beiden Augen strömen,
Wort für Wort
śokāmarṣasamanvitaḥ
von Kummer und Zorn erfüllt (Nom.)
śokodbhavam vāri
das aus Kummer entstandene Wasser, die Tränen (Akk.)
Die beiden weißpferdigen, den Sonnen unter den Männern gleichenden, die beiden Feindebezwinger, auf ihren Wagen stehend, wie zwei mit vier Wolken [begleitete] Freunde der Sonne am Himmel - die beiden Hochgesinnten erglänzten wie Mond und Sonne am Himmel.
Als sie die beiden sahen, gerieten alle Wesen in Staunen, o Verehrungswürdiger, wie beim Anblick von Indra und Vairocana, die sich um den Sieg über die drei Welten bemühen.
Wort für Wort
vismayam jagmuḥ
sie gerieten in Staunen (Aor.)
trailokyavijaye yattau
sich um den Sieg über die drei Welten bemühend (Nom.Dual)
rathajyātalanirhrādair bāṇaśaṅkharavair api / tau rathāv abhidhāvantau samālokya mahīkṣitām
Durch das Dröhnen der Bogensehnen-Handflächen-Schläge und den Klang von Pfeilen und Muschelhörnern, als man die beiden heranstürmenden Wagen erblickte, vor den Augen der Erdenherrscher,
Wort für Wort
rathajyātalanirhrādaiḥ
durch das Dröhnen der Bogensehne-Handflächen-Schläge (Instr.)
śrutvā tu dvairathaṃ tābhyāṃ tatra yodhāḥ samantataḥ / cakrur bāhuvalaṃ caiva tathā celavalaṃ mahat
Als sie von dem Zweikampf der beiden hörten, erzeugten dort die Krieger ringsum ein großes Geräusch mit ihren Armen und ebenso ein großes Geräusch mit ihren wehenden Gewändern.
ājagmuḥ kuravas tatra vāditrānugatās tadā / karṇaṃ praharṣayantaś ca śaṅkhān dadhmuś ca puṣkalān / rādheyam abhito dadhmuḥ śaṅkhāñ śatasahasraśaḥ
Da kamen die Kurus dort heran, von Musikinstrumenten begleitet, Karṇa erfreuend, und bliesen laute Muschelhörner; ringsum bliesen sie für den Rādheya hunderttausendfach die Muschelhörner.
Ebenso erfüllten alle Pāṇḍavas, Dhanañjaya erfreuend, mit dem Dröhnen von Pauken und Muschelhörnern alle Himmelsrichtungen; durch Kampfrufe, Handklatschen und Aufschreie entstand von allen Seiten ein Getümmel, und das Armgeräusch der Helden bei der Begegnung von Karṇa und Arjuna.
Wort für Wort
harṣayantaḥ
erfreuend (Part.Pl.)
vyanādayan
sie erfüllten mit Klang (Impf.)
kṣveḍitāsphoṭitotkruṣṭaiḥ
durch Kampfrufe, Handklatschen und Aufschreie (Instr.)
tau dṛṣṭvā puruṣavyāghrau rathasthau rathināṃ varau / pragṛhītamahācāpau śaraśaktigadāyudhau
Als man die beiden Tiger unter den Männern sah, auf ihren Wagen stehend, die besten der Wagenkämpfer, mit ergriffenen großen Bögen, mit Pfeil, Speer und Keule bewaffnet,
gepanzert, mit umgeschnallten Schwertern, weißpferdig, mit Muschelschmuck geziert, von Kṛṣṇa und Śalya als Wagenlenkern begleitet, von gleicher Gestalt, die beiden großen Wagenkämpfer, löwenschultrig, löwenarmig, rotäugig, mit goldenen Kränzen geschmückt, mit blitzbogen-gleichen Bannern versehen, durch die Pracht ihrer Waffen glänzend, mit Yakschwänzen und Fächern versehen, durch weiße Schirme erstrahlend,
Wort für Wort
baddhanistriṃśau
mit umgeschnallten Schwertern (Nom.Dual)
siṃhaskandhau siṃhabhujau
löwenschultrig, löwenarmig (Nom.Dual)
cāpavidyuddhvajopetau
mit blitzbogen-gleichen Bannern versehen (Nom.Dual)
löwenschultergleich, breitbrüstig, überaus stark, einander rivalisierend, o König, nach des anderen Tod trachtend, aufeinander losstürmend wie zwei mächtige Stiere in den Kuhhürden, wie zwei brünstige Elefanten, wie zwei erzürnte Berge,
wie zwei grausame große Planeten, die am Ende eines Weltzeitalters erscheinen, göttlichen Ursprungs, göttergleich und der Gestalt nach den Göttern ebenbürtig,
Wort für Wort
mahāgrahau iva krūrau
wie zwei grausame große Planeten (Vergleich)
yugānte samupasthitau
am Ende eines Weltzeitalters erscheinend (Nom.Dual)
durch Zufall zusammengekommen, wie Sonne und Mond, kraftvoll im Kampf, stolz, mit mancherlei Waffen im Kampf bewaffnet - als man diese beiden Tiger unter den Männern sah, wie zwei Panther in Bewegung, entstand höchste Freude bei deinen Leuten, Herr der Völker; und bei allen Wesen entstand Zweifel über den Sieg.
Als man die beiden vereinten Tiger unter den Männern erblickte, Karṇa und Dhanañjaya - beide mit vorzüglichen Waffen bewaffnet, beide in der Schlacht ermüdet, beide die besten der Waffenträger, beide von Löwenmut, und beide, die mit dem Geräusch ihrer Arme das Himmelsgewölbe erfüllten,
beide durch Mannestapferkeit und Kraft von berühmten Taten, beide im Kampf dem Śambara und dem König der Unsterblichen [Indra] gleich, Kārtavīrya im Kampf gleich, ebenso dem Sohn des Daśaratha gleich, in der Tapferkeit Viṣṇus Kraft gleich, ebenso Bhava [Śiva] im Kampf gleich,
Wort für Wort
viśrutakarmāṇau
von berühmten Taten (Nom.Dual)
śambarāmararājayoḥ samau
dem Śambara und dem König der Unsterblichen gleich (Nom.Dual+Gen.)
dāśaratheḥ samau
dem Sohn des Daśaratha (Rāma) gleich (Nom.Dual+Gen.)
tathaiva pāṇḍavā hṛṣṭā dhṛṣṭadyumnapurogamāḥ / yamau ca cekitānaś ca prahṛṣṭāś ca prabhadrakāḥ / nānādeśyāś ca ye śūrāḥ śiṣṭā yuddhābhinandinaḥ / te sarve sahitā hṛṣṭāḥ parivavrur dhanaṃjayam / rirakṣiṣantaḥ śatrughnāḥ patyaśvarathakuñjaraiḥ / dhanaṃjayasya vijaye dhṛtāḥ karṇavadhe 'pi ca / tathaiva tāvakāḥ sarve yattāḥ senāprahāriṇaḥ / duryodhanamukhā rājan karṇaṃ jugupur āhave
Ebenso umringten die erfreuten Pāṇḍavas, mit Dhṛṣṭadyumna an der Spitze, die Zwillinge, Cekitāna und die hocherfreuten Prabhadrakas, und die aus verschiedenen Ländern übriggebliebenen, am Kampf sich erfreuenden Helden - sie alle, vereint, erfreut, umringten Dhanañjaya, ihn zu schützen entschlossen, die Feindevernichter, mit Fußvolk, Pferden, Wagen und Elefanten, auf Dhanañjayas Sieg und auch auf Karṇas Tod bedacht; ebenso bewachten alle deine Leute, bereit, die Heerschläger, mit Duryodhana an der Spitze, o König, Karṇa in der Schlacht.
sie umringten den hochgesinnten, im Kampf unvergleichlichen Pārtha. Für deine Leute war Karṇa der Einsatz in der Schlacht, Herr der Völker; ebenso war für die Söhne des Pāṇḍu Pārtha der Einsatz im Kampf.
Durch die beiden [Karṇa und Arjuna] war das Würfelspiel entschieden, sei es zum Sieg oder zum Gegenteil, für uns und die Pāṇḍavas, die an der Spitze der Schlacht standen.
Wort für Wort
dyūtam samāyattam
das Würfelspiel war entschieden (Nom.)
vijayāya itarāya vā
zum Sieg oder zum Gegenteil (Dat.)
raṇamūrdhani sthitānām
die an der Spitze der Schlacht standen (Gen.Pl.+Lok.)
tato 'ntarikṣe sākṣepā vivādā bharatarṣabha / mitho bhedāś ca bhūtānām āsan karṇārjunāntare / vyāśrayanta diśo bhinnāḥ sarvalokāś ca māriṣa
Da entstanden in der Luft vorwurfsvolle Streitigkeiten, o Stier der Bharatas, und gegenseitige Zwietracht unter den Wesen wegen Karṇa und Arjuna; geteilt, wandten sich alle Welten den [verschiedenen] Himmelsrichtungen zu, o Verehrungswürdiger.
Wort für Wort
sākṣepāḥ vivādāḥ
vorwurfsvolle Streitigkeiten (Nom.Pl.)
mithaḥ bhedāḥ
gegenseitige Zwietracht (Nom.Pl.)
vyāśrayanta diśaḥ bhinnāḥ
geteilt wandten sie sich den Himmelsrichtungen zu (Impf.)
saritaḥ sāgarāś caiva girayaś ca narottama / vṛkṣāś cauṣadhayas tatra vyāśrayanta kirīṭinam / asurā yātudhānāś ca guhyakāś ca paraṃtapa / karṇataḥ samapadyanta khecarāṇi vayāṃsi ca
Flüsse, Meere und Berge, bester der Männer, und Bäume und Heilkräuter neigten sich dort dem Diademträger zu; Asuras, Yātudhānas und Guhyakas, Feindebezwinger, hielten sich zu Karṇa, ebenso die durch die Luft fliegenden Vögel.
[Lücke im Quelltext] ... freudig gestimmt, ringsum, die Weisen, Cāraṇas und Siddhas; alle Juwelen und Schätze, sowie die Veden mit den Erzählungen als fünftem, samt den Upavedas und Upaniṣaden, mit ihren Geheimlehren und Zusammenfassungen [neigten sich Arjuna zu].
Wort für Wort
hṛṣṭarūpāḥ
freudig gestimmt (Nom.Pl.)
ākhyānapañcamāḥ vedāḥ
die Veden mit den Erzählungen als fünftem (Nom.Pl.)
sarahasyāḥ sasaṃgrahāḥ
mit ihren Geheimlehren und Zusammenfassungen (Nom.Pl.)
Der Quelltext weist an dieser Stelle (*0984_01) eine Textlücke auf, markiert durch die Zeichenfolge '**** ****'; die Übersetzung folgt dem erkennbaren Rest des Verses, ohne die fehlenden Wörter zu ergänzen.
vāsukiś citrasenaś ca takṣakaś copatakṣakaḥ / parvatāś ca tathā sarve kādraveyāś ca sānvayāḥ / viṣavanto mahāroṣā nāgāś cārjunato 'bhavan
Vāsuki, Citrasena, Takṣaka und Upatakṣaka, und ebenso alle Berge, und die Kadraveyas mit ihrer Sippe, die giftigen, überaus zornigen Schlangen, hielten sich zu Arjuna.
Wort für Wort
kādraveyāḥ sānvayāḥ
die Kadraveyas mit ihrer Sippe (Nom.Pl.)
viṣavantaḥ mahāroṣāḥ nāgāḥ
die giftigen, überaus zornigen Schlangen (Nom.Pl.)
īhāmṛgā vyāḍamṛgā maṅgalyāś ca mṛgadvijāḥ / maṅgaḷyāḥ paśavaś caiva siṃhavyāghrās tathaiva ca / pārthasya vijayaṃ rājan sarva evābhisaṃśritāḥ
Wildkatzen, Raubtiere, und die als Glücksboten geltenden Tier-Vögel, und das Vieh der Glücksboten, ebenso Löwen und Tiger - alle setzten auf Pārthas Sieg, o König.
Wort für Wort
īhāmṛgāḥ vyāḍamṛgāḥ
Wildkatzen, Raubtiere (Nom.Pl.)
maṅgalyāḥ mṛgadvijāḥ
die als Glücksboten geltenden Tier-Vögel (Nom.Pl.)
vasavo marutaḥ sādhyā rudrā viśve 'śvinau tathā / arjunasya jaye cāstām aśvināv api sapriyau / agnir indraś ca somaś ca pavanaś ca diśo daśa
Die Vasus, Maruts, Sādhyas, Rudras, die Viśvedevas und ebenso die beiden Aśvins, und die beiden befreundeten Aśvins waren für Arjunas Sieg; Agni, Indra, Soma, der Wind und die zehn Himmelsrichtungen,
karṇataḥ samapadyanta śvasṛgālavayāṃsi ca / mṛgāś ca paśavaś caiva siṃhavyāghrās tathaiva ca / vasavaś ca mahendreṇa marutaś ca sahāgninā / agni(gnī ?) rudraś ca somaś ca yamo vaiśravaṇas tadā / dhanaṃjayam upājagmur ādityāḥ karṇato 'bhavan
hielten sich zu Karṇa - Hunde, Schakale und Vögel, Wildtiere und Vieh, Löwen und Tiger ebenso, sowie die Vasus mit Mahendra und die Maruts samt Agni, Agni, Rudra und Soma, und Yama, Vaiśravaṇa da - während die Ādityas zu Dhanañjaya kamen; [andere Ādityas jedoch] hielten sich zu Karṇa.
Wort für Wort
śvasṛgālavayāṃsi
Hunde, Schakale und Vögel (Nom.Pl.)
mahendreṇa
mit Mahendra (Instr.)
ādityāḥ
die Ādityas (Nom.Pl.)
Diese Aufzählung widerspricht sich an dieser Stelle offenkundig: Vasus, Maruts und Agni wurden bereits in den vorangehenden Versen (038-039a) ausdrücklich Arjuna zugeschrieben, werden hier jedoch erneut, in den Apparatszeilen *0987/*0988, Karṇa zugeordnet. Dies wird als Spur einer abweichenden oder doppelten Überlieferungsschicht gewertet und hier unharmonisiert wiedergegeben, statt die Widersprüche stillschweigend zu glätten.
devās tu pitṛbhiḥ sārdhaṃ sagaṇārjunato 'bhavan / yamo vaiśravaṇaś caiva varuṇaś ca yato 'rjunaḥ / brahma kṣatraṃ ca yajñāś ca dakṣiṇāś cārjunaṃ śritāḥ
Die Götter aber, zusammen mit den Ahnen und ihren Scharen, hielten sich zu Arjuna; Yama, Vaiśravaṇa und Varuṇa waren dort, wo Arjuna war; der Brahmanenstand, der Kriegerstand, die Opfer und die Opfergaben hielten sich zu Arjuna.
asurā yātudhānāś ca kravyādāś ca mṛgāṇḍajāḥ / rākṣasāḥ saha yādobhiḥ śvasṛgālāś ca karṇataḥ
Die Asuras, Yātudhānas, fleischfressenden und eierlegenden Geschöpfe, die Rākṣasas samt den Wassertieren, und Hunde und Schakale hielten sich zu Karṇa.
Wort für Wort
kravyādāḥ mṛgāṇḍajāḥ
die fleischfressenden und eierlegenden Geschöpfe (Nom.Pl.)
devabrahmanṛparṣīṇāṃ gaṇāḥ pāṇḍavato 'bhavan / devarṣibrahmarṣigaṇāḥ sarve ca khacarāś ca ye
Die Scharen der Götter, Brahmanen, Könige und Seher hielten sich zu dem Pāṇḍava; die Scharen der Götterseher und Brahmanenseher, und alle, die durch die Luft fahren,
tumburupramukhā rājan gandharvāś ca yato 'rjunaḥ / prāveyāḥ saha mauneyair gandharvāpsarasāṃ gaṇāḥ
die mit Tumburu an der Spitze stehenden Gandharvas, o König, waren dort, wo Arjuna war; die Prāveya-Gandharvas mit den Mauneya-Gandharvas, die Scharen der Gandharvas und Apsaras,
sahāpsarobhiḥ śubhrābhir devadūtāś ca guhyakāḥ / kirīṭinaṃ saṃśritāḥ sma puṇyagandhā manoramāḥ / amanojñāś ca ye gandhās te sarve karṇam āśritāḥ / viparītāny aniṣṭāni bhavanti vinaśiṣyatām / yāny antakāle puruṣaṃ viparītam upadrutam / praviśanti naraṃ kṣipraṃ mṛtyukāle 'bhyupāgate / te bhāvāḥ sahitāḥ karṇaṃ praviṣṭāḥ sūtanandanam
mit den strahlenden Apsaras, die Götterboten und Guhyakas, wohlriechend und liebreizend, hielten sich zu dem Diademträger; und alle unangenehmen Düfte hielten sich zu Karṇa. Die widrigen, unheilvollen Vorzeichen, die für die dem Untergang Geweihten eintreten, die zur Todesstunde plötzlich in einen bedrängten Menschen eindringen, wenn die Zeit des Todes naht - diese Erscheinungen, zusammen, drangen in Karṇa, den Sohn des Sūta, ein.
ojas tejaś ca siddhiś ca praharṣaḥ satyavikramau / manastuṣṭir jayaś cāpi tathānando nṛpottama / īdṛśāś ca naravyāghra tasmin saṃgrāmasāgare / nimittāni ca śubhrāṇi viviśur jiṣṇum āhave
Kraft, Glanz, Erfolg, Frohsinn, Wahrhaftigkeit und Tapferkeit, Zufriedenheit des Geistes und Sieg, sowie Wonne, bester der Könige - solcherart, Tiger unter den Männern, drangen in jenem Ozean der Schlacht die strahlenden Vorzeichen in den Siegreichen [Arjuna] im Kampf ein.
Die Seher huldigten, zusammen mit den Brahmanen, dem Diademträger; da hielten sich, zusammen mit den Götterscharen, die Siddhas mit den Cāraṇas, in zwei Lager geteilt, Großkönig, zu den beiden besten Männern; auf wunderbare, allseits vorzügliche Himmelswagen steigend, kamen sie zum Zweikampf zwischen Karṇa und Pārtha; begierig zuzusehen, kamen sie zur Begegnung zwischen Karṇa und Arjuna zusammen - in der Luft, Großkönig, die Götter, Gandharvas und Rākṣasas. So, als alle Wesen sich in zwei Lager geteilt hatten, o Bhārata, dem Sieg Rādheyas beziehungsweise Arjunas entgegensehend, war der Himmel da von zehntausend Himmelswagen gedrängt voll.
īhāmṛgavyāḍamṛgair dvipāś ca rathapattibhiḥ / uhyamānās tathā meghair vāyunā ca manīṣiṇaḥ / didṛkṣavaḥ samājagmuḥ karṇārjunasamāgamam / devadānavagandharvā nāgā yakṣāḥ patatriṇaḥ / maharṣayo vedavidaḥ pitaraś ca svadhābhujaḥ / tapo vidyās tathauṣadhyo nānārūpāmbaratviṣaḥ / antarikṣe mahārāja vinadanto 'vatasthire
Auf Wildkatzen und wilden Tieren, Elefanten, Wagen und Fußtruppen, sowie von Wolken und vom Wind getragen, kamen die Weisen, begierig zuzusehen, zur Begegnung zwischen Karṇa und Arjuna zusammen: Götter, Dānavas, Gandharvas, Nāgas, Yakṣas, Vögel, große Seher, Vedakundige und die von Opferspeise lebenden Ahnen, sowie Askese, Wissenschaften und Heilkräuter, von vielfältiger Gestalt und himmlischem Glanz - sie standen, Großkönig, laut tönend, in der Luft.
Wort für Wort
manīṣiṇaḥ
die Weisen (Nom.Pl.)
svadhābhujaḥ
die von Opferspeise lebenden (Ahnen, Nom.Pl.)
nānārūpāmbaratviṣaḥ
von vielfältiger Gestalt und himmlischem Glanz (Nom.Pl.)
Als er die beiden hochgesinnten, vereinten Karṇa und Dhanañjaya sah, sprach Śakra selbst: „Möge Arjuna Karṇa besiegen!“ Und Sūrya sprach: „Möge Karṇa Arjuna besiegen! Nachdem er Arjuna erschlagen hat, möge mein Sohn Karṇa im Kampf siegen!“ Und Indra: „Nachdem er Karṇa erschlagen hat, möge heute mein Sohn Dhanañjaya siegen!“ So entstand ein Streit zwischen Sūrya und Vāsava.
pakṣasaṃsthitayos tatra tayoḥ puruṣasiṃhayoḥ / dvaipakṣam āsīd devānām asurāṇāṃ tathaiva ca / sametau tau mahātmānau dṛṣṭvā karṇadhanaṃjayau / akampanta trayo lokāḥ sahadevarṣicāraṇāḥ / sarve devagaṇāś caiva sarvabhūtāni yāni ca / yataḥ pārthas tato devā yataḥ karṇas tato 'surāḥ / rathayūthapayoḥ pakṣau kurupāṇḍavavīrayoḥ
Für die beiden Löwen unter den Männern, die dort parteiisch feststanden, entstand eine Zweiteilung sowohl der Götter als auch der Asuras; als sie die beiden vereinten hochgesinnten Karṇa und Dhanañjaya sahen, erbebten die drei Welten samt Göttern, Sehern und Cāraṇas, alle Götterscharen und alle Wesen, die es gibt; wo Pārtha war, dort die Götter, wo Karṇa, dort die Asuras - dies waren die Parteien der beiden Wagenführer-Helden von Kuru und Pāṇḍu.
Wort für Wort
dvaipakṣam
eine Zweiteilung (Akk.)
akampanta
sie erbebten (Impf.)
rathayūthapayoḥ pakṣau
die Parteien der beiden Wagenführer-Helden (Nom.Dual)
Da kam Prajāpati rasch herbei, Erdenherr, um jenen Zweikampf im Kampf zwischen Karṇa und dem Pāṇḍava zu sehen: 'Wird wohl Karṇa siegen und diese Erde erobern, oder wird Arjuna sie ganz erlangen?' - so entstand auch beim Herrn selbst Zweifel.
prajāpateḥ prekṣya tayor mahad balam / prajāpatis tu taṃ dṛṣṭvā devabhāgaṃ samāgatam / abravīt tu tato rājan paśyato vai svayaṃbhuvaḥ / ubhāv atirathau śūrāv ubhau dṛḍhaparākramau / ubhau sadṛśakarmāṇau vajricakrāyudhopamau / aho bata mahad yuddhaṃ karṇārjunasamāgame / bhaviṣyati mahāghoraṃ vṛtravāsavayor iva
Prajāpati betrachtete deren große Kraft; als er sah, wie dieser Anteil der Götter dort zusammengekommen war, sprach Prajāpati sodann, o König, während der Selbstentstandene [Brahmā] selbst zusah: „Beide sind vorzügliche Wagenkämpfer, Helden, beide von fester Tapferkeit, beide von gleichartigen Taten, dem Donnerkeil und dem Diskus als Waffen vergleichbar - ach, welch gewaltiger Kampf wird bei der Begegnung von Karṇa und Arjuna entstehen, überaus furchtbar, wie der zwischen Vṛtra und Vāsava!“
Wort für Wort
atirathau
vorzügliche Wagenkämpfer (Nom.Dual)
vajricakrāyudhopamau
dem Donnerkeil und Diskus als Waffen vergleichbar (Nom.Dual)
mahāghoram
überaus furchtbar (Nom.)
Die Sprecherangabe 'saṃjayaḥ' erscheint im Quelltext unmittelbar vor diesem Halbvers, offenbar zur Kennzeichnung der Rückkehr zur Erzählerstimme innerhalb der Apparatszeilen; sie wird hier nicht gesondert übersetzt.
dṛṣṭvā prajāpatiṃ devāḥ svayaṃbhuvam upāgaman / ko 'nayor vijayī deva kurupāṇḍavayodhayoḥ / samo 'stu deva vijaya etayor narasiṃhayoḥ
Als sie Prajāpati sahen, den Selbstentstandenen, näherten sich ihm die Götter: „Wer von diesen beiden wird siegen, Gott, den Kämpfern der Kurus und Pāṇḍavas? Gleich möge, Gott, der Sieg dieser beiden Löwen unter den Männern sein!“
tad upaśrutya maghavā praṇipatya pitāmaham / karṇārjunavināśena mā naśyatv akhilaṃ jagat / svayaṃbho brūhi nas tathyam etayor vijayaṃ prabho
Als er dies gehört hatte, sprach Maghavan, sich vor dem Großvater verneigend: „Durch den Untergang von Karṇa und Arjuna möge nicht die ganze Welt untergehen! Selbstentstandener, sag uns die Wahrheit über den Sieg dieser beiden, Herr!“
„Selbstentstandener, sag jenes Wort - gleich möge der Sieg dieser beiden sein!“ So machte der Beste der Weisen dem Herrn der Götter dies kund: „Zuvor wurde vom Erhabenen verkündet: der Sieg der beiden Kṛṣṇas [Kṛṣṇa und Arjuna] ist gewiss.“
Wort für Wort
matimatāṃ varaḥ
der Beste der Weisen (Nom.)
kṛṣṇayoḥ
der beiden Kṛṣṇas, d.h. Kṛṣṇa und Arjuna (Gen.Dual)
evam uktas tu bhagavāñ jaye tābhyām aniścite / ity abravīn mahārāja mahān brahmā prajāpatiḥ / dvāv apy etau hi kṛtinau dvāv apy atibalotkaṭau / bhaviṣyaty anayor yuddhaṃ trailokyasya bhayāvaham / tataḥ prajāpatiṃ tatra sahasrākṣo 'bhyacodayat / tat tathāstu namas te 'stu prasīda bhagavan mama
So angesprochen, da der Sieg der beiden ungewiss war, sprach der Erhabene, der große Brahmā Prajāpati, so, Großkönig: „Beide sind vollendet, beide von übermäßig gewaltiger Kraft; ein Kampf zwischen ihnen wird entstehen, der den drei Welten Furcht einflößt.“ Da drängte der Tausendäugige [Indra] dort Prajāpati: „So sei es - Verehrung sei dir! Sei mir gnädig, Erhabener!“
Da sprachen Brahmā und Īśāna zum Herrn der dreißig Götter: „Der Sieg sei gewiss beim hochgesinnten Vijaya [Arjuna], durch den einst im Khāṇḍava-Wald der Feueresser [Agni] von Savyasācin gesättigt wurde, und der, nachdem er den Himmel erlangt hatte, dir, Śakra, Hilfe leistete; und Karṇa ist ein Dānava-Anhänger, darum muss seine Niederlage herbeigeführt werden.“
„So getan, wäre dies wahrlich die entschiedene Sache der Götter selbst; und die eigene Sache ist für alle die wichtigste, Herr der dreißig Götter. Auch der hochgesinnte Phalguna ist stets der Wahrheit und dem Dharma zugetan; sein Sieg entsteht mit Sicherheit, daran ist kein Zweifel - er, durch den der Erhabene, der hochgesinnte, mit dem Stier-Banner [Śiva], zufriedengestellt wurde. Wie sollte ihm denn kein Sieg zuteilwerden, Hundertäugiger, für den Viṣṇu selbst, der Herr der Welt, das Amt des Wagenlenkers übernommen hat?“
„Weise, kraftvoll, heldenhaft, waffenkundig und reich an Askese, trägt der von großem Glanz die Wissenschaft des Bogens vollständig in sich; Pārtha ist mit allen Tugenden ausgestattet - da dies die Sache der Götter ist, und die Pāṇḍavas stets, durch das Leben im Wald und Ähnliches, heftig gequält werden - er, mit Askese ausgestattet, ist der Bulle unter den Männern, dem völlig genügt ist.“
Wort für Wort
dhanurvedam aśeṣataḥ
die Wissenschaft des Bogens vollständig (Akk.+Adv.)
atikramec ca māhātmyād diṣṭam etasya paryayāt / atikrānte ca lokānām abhāvo niyato bhavet / na vidyate vyavasthānaṃ kṛṣṇayoḥ kruddhayoḥ kva cit / sraṣṭārau hy asataś cobhau sataś ca puruṣarṣabhau
„Durch seine Größe könnte er das Verhängnis, dessen Wendung betreffend, überschreiten; und wenn dies überschritten wäre, wäre der Untergang der Welten gewiss. Es gibt für die beiden Kṛṣṇas, wenn sie erzürnt sind, nirgends eine Grenze; denn beide Bullen unter den Männern sind Schöpfer sowohl des Nichtseienden als auch des Seienden.“
naranārāyaṇāv etau purāṇāv ṛṣisattamau / aniyattau niyantārāv abhītau sma paraṃtapau / naitayos tu samaḥ kaś cid divi vā mānuṣeṣu vā / anugamya trayo lokāḥ saha devarṣicāraṇaiḥ / sarvadevagaṇāś cāpi sarvabhūtāni yāni ca / anayos tu prabhāvena vartate nikhilaṃ jagat
„Diese beiden sind Nara und Nārāyaṇa, die uralten, besten der Seher, selbst ungebändigte Bändiger, furchtlose Feindebezwinger; es gibt für diese beiden keinesgleichen, weder im Himmel noch unter den Menschen; die drei Welten, den Göttern, Sehern und Cāraṇas folgend, alle Götterscharen und alle Wesen, die es gibt - durch die Macht dieser beiden besteht die gesamte Welt.“
„Dieser Karṇa, der Bulle unter den Männern, der Held, der Sohn des Vikartana, der Tapfere, möge die vornehmsten Welten erlangen - der Sieg aber gehöre den beiden Kṛṣṇas! Und er möge die Mitwelt der Vasus oder der Maruts erlangen; zusammen mit Droṇa und Bhīṣma möge er in der Himmelswelt geehrt werden.“
Wort für Wort
vaikartanaḥ
der Sohn des Vikartana (der Sonne), Karṇa (Nom.)
salokatvam
die Mitwelt, Gemeinschaft (Akk.)
nākaloke mahīyatām
möge er in der Himmelswelt geehrt werden (Opt.Pass.)
„Denn Pārtha wurde lange Zeit im Wald gequält, Großvater; darum möge dieser Arjuna, durch Askese überlegen, im Kampf siegen; zuvor wurde vom Erhabenen verkündet: der Sieg der beiden Kṛṣṇas ist gewiss. So sei es - Verehrung sei dir, Herr! Sprich, Großvater!“
Nachdem er jenes Wort des Tausendäugigen vernommen hatte, sprach der erhabene Herr jenen gleichen Sieg für Karṇa und den Diademträger nicht aus; darum schöpfte Śakra Hoffnung, als der Großvater schwieg, auf den Sieg des Pāṇḍava-Sohnes und den Tod Karṇas im Kampf.
So von den beiden Göttern der Götter angesprochen, sprach der Tausendäugige die Worte, alle Wesen anredend, auf Geheiß von Brahmā und Īśāna: „Was von euch gehört wurde, was von den beiden Erhabenen zum Wohl der Welt verkündet wurde - so ist es, nicht anders; steht daher fest, euren Zorn abgelegt!“
iti śrutvendravacanaṃ sarvabhūtāni māriṣa / vismitāny abhavan rājan pūjayāṃ cakrire ca tat / nocus tadā jayaṃ tulyaṃ tayoḥ puruṣasiṃhayoḥ
Als sie diese Worte Indras gehört hatten, o Verehrungswürdiger, gerieten alle Wesen in Staunen, o König, und erwiesen dem Ehrerbietung; sie sprachen dann nicht von gleichem Sieg für diese beiden Löwen unter den Männern.
Und die Weisen ließen wohlriechende Blütenregen von mancherlei Gestalt vom Himmel niederfallen und ließen die Götterpauken erklingen; begierig, den unvergleichlichen Zweikampf der beiden Löwen unter den Männern zu sehen, verharrten alle - Götter, Dānavas und Gandharvas; mit vor Staunen weitaufgerissenen Augen nahmen sie keine andere Tätigkeit mehr wahr.
rathau ca tau śvetahayau yuktaketū mahāsvanau / yau tau karṇārjunau rājan prahṛṣṭāv abhyatiṣṭhatām / samāgatā lokavīrāḥ śaṅkhān dadhmuḥ pṛthak pṛthak / vāsudevārjunau vīrau karṇaśalyau ca bhārata
Und jene beiden weißpferdigen, bannerbespannten, dröhnenden Wagen, auf denen Karṇa und Arjuna, o König, hocherfreut standen; die versammelten Helden der Welt bliesen, jeder für sich, die Muschelhörner - die Helden Vāsudeva und Arjuna, sowie Karṇa und Śalya, o Bhārata.
Ihre beiden Banner, mit Kränzen geschmückt, erglänzten, auf den Wagen stehend, wie Rāhu und Ketu, die bei der Vernichtung der Welt am Himmel aufgehen, von unterschiedlicher Gestalt, im Kampf einander gegenseitig Zorn entgegenschleudernd.
karṇasyāśīviṣanibhā ratnasāravatī dṛḍhā / puraṃdaradhanuḥprakhyā hastikakṣyā vyarājata / kapiśreṣṭhas tu pārthasya vyāditāsyo bhayaṃkaraḥ / bhīṣayann eva daṃṣṭrābhir durnirīkṣyo ravir yathā
Karṇas Elefantengurt-Banner, einer Giftschlange gleich, voll kostbarer Juwelen, fest, Puraṃdaras [Indras] Bogen gleichend, erstrahlte; der vorzüglichste Affe aber, Pārthas Banner, mit aufgesperrtem Rachen, furchterregend, mit seinen Fangzähnen Schrecken verbreitend, schwer anzusehen wie die Sonne.
yuddhābhilāṣuko bhūtvā dhvajo gāṇḍīvadhanvanaḥ / karṇadhvajam upātiṣṭhat so 'vadīd abhinardayan / utpatya ca mahāvegaḥ kakṣyām abhyahanat kapiḥ / nakhaiś ca daśanaiś caiva garuḍaḥ pannagaṃ yathā
Kampfbegierig geworden, näherte sich das Banner des Gāṇḍīva-Bogenträgers Karṇas Banner und ließ, laut brüllend, seine Stimme erschallen; und aufspringend, von großer Geschwindigkeit, schlug der Affe mit Krallen und Zähnen auf das Elefantengurt-Banner ein, wie Garuḍa auf eine Schlange.
Mit hübschen Glöckchen geschmückt, dem Fangstrick des Todes gleichend, eisern, stürmte, überaus erzürnt, das Schlangengurt-Banner auf den großen Affen los.
Bei dem erhabenen Kampf der beiden, dem Zweikampf, in dem der Wetteinsatz eingebracht worden war, führten auch die beiden Banner ihren eigenen Kampf; die Pferde wieherten den Pferden entgegen, die Pferde wieherten die Pferde an, einander gegenseitig rivalisierend.
Wort für Wort
dyūta āhṛte
als der Wetteinsatz eingebracht worden war (Lok.Abs.)
Der Lotusäugige [Kṛṣṇa] durchbohrte Śalya mit den Pfeilen seiner Augen; und auch dieser blickte ebenso den Lotusäugigen an. Dort besiegte Vāsudeva Śalya mit den Pfeilen seiner Augen; und auch Karṇa besiegte mit seinem Blick Dhanañjaya, der Sohn der Kuntī.
Wort für Wort
nayanasāyakaiḥ avidhyat
er durchbohrte mit den Pfeilen der Augen (Instr.+Impf.)
Da sprach der Sūta-Sohn, Śalya lächelnd ansprechend, aus Zuneigung, o König, diese freundlichen, versöhnlichen Worte: „Wenn Pārtha mich hier heute im Kampf, irgendwann, erschlagen sollte - was wäre dann deine Antwort darauf? Freund, sag mir die Wahrheit.“
Śalya sprach: „Wärst du erschlagen, so würde ich beide, Kṛṣṇa und Dhanañjaya, erschlagen! Wenn, Karṇa, der Weißpferdige dich heute im Kampf erschlagen sollte - so würde ich, mit einem einzigen Wagen, beide erschlagen, den Mādhava und den Pāṇḍava!“
„Die Sonne möge von ihrem Standort fallen, die Erde möge sich in viele Teile zerteilen, das Feuer möge Kälte annehmen - Karṇa wird dich, Dhanañjaya, nicht erschlagen! Sollte dies aber dennoch irgendwie geschehen, so wie es einer Umwälzung der Welt gliche, dann würde ich Karṇa und ebenso Śalya mit meinen eigenen Armen im Kampf erschlagen!“
Als er diese Worte Kṛṣṇas gehört hatte, erwiderte der affenbebannerte Arjuna, lachend, dem unermüdlich handelnden Kṛṣṇa dies: „Auch für mich sind diese beiden, Karṇa und Śalya, kein ausreichender Gegner, Janārdana!“
Wort für Wort
kapiketanaḥ
der Affenbebannerte, Arjuna (Nom.)
akliṣṭakāriṇam
den unermüdlich Handelnden (Akk.)
aparyāptau
kein ausreichender Gegner, unzureichend (Nom.Dual)
„Karṇa, mit Flagge und Banner, mit Śalya, Wagen und Rossen, mit Schirm und Panzer, mit Speer, Pfeil und Bogen - du wirst ihn heute sehen, von meinen Pfeilen im Kampf vielfach zerstückelt; ihn, heute, samt Wagen, Rossen, Speer, Panzer und Waffen,“
„sieh ihn wie einen im Kampfgetümmel von einem Elefanten zermalmten Baum! Heute steht den Frauen des Rādheya die Witwenschaft bevor; sicherlich haben sie in ihren Träumen Unheilvolles gesehen, Mādhava; sicherlich wirst du noch heute Karṇas Frauen als Witwen sehen.“
na hi me śāmyate vairaṃ kṛṣṇāṃ yat prāhasat purā / kṛṣṇāṃ sabhāgatāṃ dṛṣṭvā mūḍhenādīrghadarśinā / asmāṃs tathāvahasatā kṣipatā ca punaḥ punaḥ
„Denn meine Feindschaft ist nicht besänftigt - dass er einst Kṛṣṇā auslachte, als er die in die Ratsversammlung gebrachte Kṛṣṇā sah, er, der Törichte, Kurzsichtige, der uns so verhöhnte und immer wieder verspottete.“
„Heute wirst du jene süßen Worte hören, Madhusūdana: 'Zum Glück siegst du, Vārṣṇeya!' - wenn Karṇa gefallen ist. Heute wirst du, frei von Schuld, Abhimanyus Mutter trösten, und Kuntī, die Schwester deines Vaters, hocherfreut, Janārdana,“