Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Karṇaparva

Kapitel 26: karṇābhiṣecanaṃ rathayātrā ca Karṇas Aufbruch zum Kampf gegen Arjuna

ayaṃ te karṇa sārathyaṃ madrarājaḥ kariṣyati / kṛṣṇād abhyadhiko yantā devendrasyeva mātaliḥ

„Dieser Herr der Madras wird dein Wagenlenker sein, Karṇa - ein Lenker, überlegener als Kṛṣṇa, wie Mātali für den Herrn der Götter.

Wort für Wort
ayam te
dieser ... dein (Nom.)
karṇa
o Karṇa (Vok.)
sārathyam
das Wagenlenkeramt (Akk.)
madrarājaḥ
der Herr der Madras (Nom.)
kariṣyati
wird ausüben (3.Sg.Fut.)
kṛṣṇāt abhyadhikaḥ
überlegener als Kṛṣṇa (Nom.)
yantā
als Lenker (Nom.)
devendrasya iva
wie für den Herrn der Götter (Gen.)
mātaliḥ
Mātali (Nom.)

yathā harihayair yuktaṃ saṃgṛhṇāti sa mātaliḥ / śalyas tava tathādyāyaṃ saṃyantā rathavājinām

Wie jener Mātali das mit falben Rossen bespannte [Gefährt] lenkt, so wird dieser Śalya heute der Lenker deiner Wagenrosse sein.

Wort für Wort
yathā
wie (Adv.)
harihayaiḥ yuktam
das mit falben Rossen bespannte (Akk.)
saṃgṛhṇāti
lenkt (3.Sg.Präs.)
saḥ mātaliḥ
jener Mātali (Nom.)
śalyaḥ tava
dein Śalya (Nom.)
tathā adya ayam
so heute dieser (Nom.)
saṃyantā
der Lenker (Nom.)
rathavājinām
deiner Wagenrosse (Gen.)

yodhe tvayi rathasthe ca madrarāje ca sārathau / rathaśreṣṭho dhruvaṃ saṃkhye pārtho nābhibhaviṣyati

Mit dir als Kämpfer auf dem Wagen und dem Herrn der Madras als Wagenlenker wird gewiss auch Pārtha, der beste der Wagenkämpfer, dich im Kampf nicht überwältigen.“

Wort für Wort
yodhe tvayi rathasthe
während du als Kämpfer auf dem Wagen stehst (Lok.)
ca
und (Konj.)
madrarāje sārathau
während der Herr der Madras Wagenlenker ist (Lok.)
rathaśreṣṭhaḥ
der beste der Wagenkämpfer (Nom.)
dhruvam
gewiss (Adv.)
saṃkhye
im Kampf (Lok.)
pārthaḥ
Pārtha (Nom.)
na abhibhaviṣyati
wird nicht überwältigen (3.Sg.Fut.)

tato duryodhano bhūyo madrarājaṃ tarasvinam / uvāca rājan saṃgrāme saṃyacchantaṃ hayottamān

Dann sprach Duryodhana, o König, abermals zu dem schnellkräftigen Herrn der Madras, der die besten Rosse im Kampf lenkte:

Wort für Wort
tataḥ
dann (Adv.)
duryodhanaḥ
Duryodhana (Nom.)
bhūyaḥ
abermals (Adv.)
madrarājam tarasvinam
zum schnellkräftigen Herrn der Madras (Akk.)
uvāca
sprach (3.Sg.Impf.)
rājan
o König (Vok.)
saṃgrāme
im Kampf (Lok.)
saṃyacchantam hayottamān
der die besten Rosse lenkte (Akk.)

[Anm.: An dieser Stelle findet sich im Quelltext eine durch Textlücken (im Original durch **** markiert) beschädigte Einfügung, deren lesbarer Rest ('...als [eine Gelegenheit?] bevorstand, lenke [die Zügel] für Karṇa im Kampf') auf eine Wiederholung der Aufforderung an Śalya hindeutet, für Karṇa die Zügel zu führen; sie wird hier wegen der Unleserlichkeit nicht eigens übersetzt.]

tvayābhigupto rādheyo vijeṣyati dhanaṃjayam / ity ukto ratham āsthāya tatheti prāha bhārata

„Von dir beschützt, wird Rādheya den Dhanañjaya besiegen.“ So angesprochen, bestieg jener den Wagen und sagte: „So sei es.“, o Bhārata.

Wort für Wort
tvayā abhiguptaḥ
von dir beschützt (Nom.)
rādheyaḥ
Rādheya (Nom.)
vijeṣyati
wird besiegen (3.Sg.Fut.)
dhanaṃjayam
Dhanañjaya (Akk.)
iti uktaḥ
so angesprochen (Nom.)
ratham āsthāya
nachdem er den Wagen bestiegen hatte (Absol.)
tathā iti
so sei es (Ausruf)
prāha
sagte (3.Sg.Perf.)
bhārata
o Bhārata (Vok.)

śalye 'bhyupagate karṇaḥ sārathiṃ sumano 'bravīt / svaṃ sūta syandanaṃ mahyaṃ kalpayety asakṛt tvaran

Als Śalya sich bereit erklärt hatte, sprach Karṇa, frohen Sinnes, wiederholt drängend zu seinem [eigenen] Wagenlenker: „Bereite mir eigenhändig meinen Wagen, Wagenlenker!“

Wort für Wort
śalye abhyupagate
als Śalya sich bereit erklärt hatte (Lok. Absol.)
karṇaḥ
Karṇa (Nom.)
sārathim
zu seinem Wagenlenker (Akk.)
sumanāḥ
frohen Sinnes (Nom.)
abravīt
sprach (3.Sg.Impf.)
svam sūta syandanam mahyam
meinen eigenen Wagen für mich, Wagenlenker (Akk./Vok.)
kalpaya iti
bereite (2.Sg.Imp.)
asakṛt tvaran
wiederholt drängend (Adv./Part.)

tato jaitraṃ rathavaraṃ gandharvanagaropamam / vidhivat kalpitaṃ bhartre jayety uktvā nyavedayat

Da bereitete er den siegreichen, vortrefflichen Wagen, einer Gandharva-Stadt gleich, seinem Herrn vorschriftsmäßig und übergab ihn mit den Worten 'Sieg!'

Wort für Wort
tataḥ
da (Adv.)
jaitram rathavaram
den siegreichen vortrefflichen Wagen (Akk.)
gandharvanagaropamam
einer Gandharva-Stadt gleich (Akk.)
vidhivat
vorschriftsmäßig (Adv.)
kalpitam
bereitet (Akk.)
bhartre
seinem Herrn (Dat.)
jaya iti uktvā
nachdem er 'Sieg!' gesagt hatte (Absol.)
nyavedayat
übergab (3.Sg.Impf.)

taṃ rathaṃ rathināṃ śreṣṭhaḥ karṇo 'bhyarcya yathāvidhi / saṃpāditaṃ brahmavidā pūrvam eva purodhasā

Jenen Wagen - der schon zuvor von dem vedakundigen Hauspriester fertiggestellt worden war - verehrte Karṇa, der beste der Wagenkämpfer, vorschriftsmäßig,

Wort für Wort
tam ratham
jenen Wagen (Akk.)
rathinām śreṣṭhaḥ
der beste der Wagenkämpfer (Nom.)
karṇaḥ
Karṇa (Nom.)
abhyarcya
nachdem er verehrt hatte (Absol.)
yathāvidhi
vorschriftsmäßig (Adv.)
saṃpāditam
fertiggestellt (Akk.)
brahmavidā
vom Vedakundigen (Instr.)
pūrvam eva
schon zuvor (Adv.)
purodhasā
vom Hauspriester (Instr.)

kṛtvā pradakṣiṇaṃ yatnād upasthāya ca bhāskaram / samīpasthaṃ madrarājaṃ samāropayad agrataḥ

umschritt ihn sorgfältig von rechts, huldigte der Sonne und ließ den nahestehenden Herrn der Madras zuerst aufsteigen.

Wort für Wort
kṛtvā pradakṣiṇam
nachdem er von rechts umschritten hatte (Absol.)
yatnāt
sorgfältig (Adv.)
upasthāya
nachdem er gehuldigt hatte (Absol.)
ca bhāskaram
und der Sonne (Akk.)
samīpasthaṃ madrarājam
den nahestehenden Herrn der Madras (Akk.)
samāropayat
ließ aufsteigen (3.Sg.Impf.)
agrataḥ
zuerst (Adv.)

tataḥ karṇasya durdharṣaṃ syandanapravaraṃ mahat / āruroha mahātejāḥ śalyaḥ siṃha ivācalam

Dann bestieg der hochglänzende Śalya Karṇas unbezwingbaren, großen, vortrefflichen Wagen, wie ein Löwe einen Berg.

Wort für Wort
tataḥ
dann (Adv.)
karṇasya
Karṇas (Gen.)
durdharṣam
unbezwingbar (Akk.)
syandanapravaram mahat
den großen vortrefflichen Wagen (Akk.)
āruroha
bestieg (3.Sg.Perf.)
mahātejāḥ
der hochglänzende (Nom.)
śalyaḥ
Śalya (Nom.)
siṃhaḥ iva
wie ein Löwe (Nom.)
acalam
einen Berg (Akk.)

tataḥ śalyāsthitaṃ rājan karṇaḥ svaratham uttamam / adhyatiṣṭhad yathāmbhodaṃ vidyutvantaṃ divākaraḥ

Dann bestieg Karṇa, o König, seinen eigenen vortrefflichen Wagen, auf dem Śalya schon stand, wie die Sonne eine blitzdurchzuckte Wolke.

Wort für Wort
tataḥ
dann (Adv.)
śalyāsthitam
auf dem Śalya stand (Akk.)
rājan
o König (Vok.)
karṇaḥ
Karṇa (Nom.)
svaratham uttamam
seinen eigenen vortrefflichen Wagen (Akk.)
adhyatiṣṭhat
bestieg (3.Sg.Impf.)
yathā ambhodam
wie eine Wolke (Akk.)
vidyutvantam
blitzdurchzuckt (Akk.)
divākaraḥ
die Sonne (Nom.)

tāv ekaratham ārūḍhāv ādityāgnisamatviṣau / vyabhrājetāṃ yathā meghaṃ sūryāgnī sahitau divi

Jene beiden, auf den einen Wagen gestiegen, an Glanz der Sonne und dem Feuer gleich, erstrahlten, wie Sonne und Feuer vereint eine Wolke am Himmel [erstrahlen lassen].

Wort für Wort
tau
jene beiden (Nom.)
ekaratham ārūḍhau
auf den einen Wagen gestiegen (Nom.)
ādityāgnisamatviṣau
an Glanz Sonne und Feuer gleich (Nom.)
vyabhrājetām
erstrahlten (3.Du.Impf.)
yathā
wie (Adv.)
megham
eine Wolke (Akk.)
sūryāgnī
Sonne und Feuer (Nom. Du.)
sahitau
vereint (Nom.)
divi
am Himmel (Lok.)

saṃstūyamānau tau vīrau tadāstāṃ dyutimattarau / ṛtvik sadasyair indrāgnī hūyamānāv ivādhvare

Die beiden Helden, so gepriesen, wurden da noch glanzvoller, wie Indra und Agni, von den Priestern und der Opferversammlung beim Opfer angerufen.

Wort für Wort
saṃstūyamānau
gepriesen (Nom.)
tau vīrau
die beiden Helden (Nom.)
tadā āstām
wurden da (3.Du.Impf.)
dyutimattarau
noch glanzvoller (Nom.)
ṛtvik sadasyaiḥ
von Priestern und Opferversammlung (Instr.)
indrāgnī
Indra und Agni (Nom. Du.)
hūyamānau
angerufen (Nom.)
iva adhvare
wie beim Opfer (Lok.)

sa śalyasaṃgṛhītāśve rathe karṇaḥ sthito 'bhavat / dhanur visphārayan ghoraṃ pariveṣīva bhāskaraḥ

Karṇa stand auf dem Wagen, dessen Rosse von Śalya gehalten wurden, seinen furchtbaren Bogen spannend, wie die Sonne von einem Hof umgeben.

Wort für Wort
saḥ karṇaḥ
jener Karṇa (Nom.)
śalyasaṃgṛhītāśve rathe
auf dem Wagen, dessen Rosse von Śalya gehalten wurden (Lok.)
sthitaḥ abhavat
stand (3.Sg.Impf.)
dhanuḥ visphārayan
den Bogen spannend (Part.)
ghoram
furchtbar (Akk.)
pariveṣī iva
wie von einem Hof umgeben (Nom.)
bhāskaraḥ
die Sonne (Nom.)

āsthitaḥ sa rathaśreṣṭhaṃ karṇaḥ śaragabhastimān / prababhau puruṣavyāghro mandarastha ivāṃśumān

Karṇa, Tiger unter den Männern, auf dem vortrefflichen Wagen stehend, mit Pfeilen als Strahlen, erglänzte wie die auf dem Mandara ruhende Sonne.

Wort für Wort
āsthitaḥ
stehend (Nom.)
saḥ karṇaḥ
jener Karṇa (Nom.)
rathaśreṣṭham
auf dem vortrefflichen Wagen (Akk.)
śaragabhastimān
mit Pfeilen als Strahlen (Nom.)
prababhau
erglänzte (3.Sg.Perf.)
puruṣavyāghraḥ
Tiger unter den Männern (Nom.)
mandarastha iva
wie auf dem Mandara ruhend (Nom.)
aṃśumān
die Sonne (Nom.)

taṃ rathasthaṃ mahāvīraṃ yāntaṃ cāmitatejasam / duryodhanaḥ sma rādheyam idaṃ vacanam abravīt

Zu ihm, dem großen Helden auf dem Wagen, dem an Glanz unermesslichen, der eben aufbrach, sprach Duryodhana, zu Rādheya, dieses Wort:

Wort für Wort
tam rathastham mahāvīram
zu ihm, dem großen Helden auf dem Wagen (Akk.)
yāntam
der aufbrach (Akk.)
ca amitatejasam
und an Glanz unermesslich (Akk.)
duryodhanaḥ
Duryodhana (Nom.)
rādheyam
zu Rādheya (Akk.)
idam vacanam
dieses Wort (Akk.)
abravīt
sprach (3.Sg.Impf.)

akṛtaṃ droṇabhīṣmābhyāṃ duṣkaraṃ karma saṃyuge / kuruṣvādhirathe vīra miṣatāṃ sarvadhanvinām

„Die schwierige Tat, die von Droṇa und Bhīṣma im Kampf nicht vollbracht wurde - vollbringe sie, Held, Sohn des Adhiratha, vor den Augen aller Bogenschützen.

Wort für Wort
akṛtam
nicht vollbracht (Akk.)
droṇabhīṣmābhyām
von Droṇa und Bhīṣma (Instr. Du.)
duṣkaram karma
die schwierige Tat (Akk.)
saṃyuge
im Kampf (Lok.)
kuruṣva
vollbringe (2.Sg.Imp.)
adhirathe
Sohn des Adhiratha (Vok.)
vīra
o Held (Vok.)
miṣatām sarvadhanvinām
vor den Augen aller Bogenschützen (Gen.)

manogataṃ mama hy āsīd bhīṣmadroṇau mahārathau / arjunaṃ bhīmasenaṃ ca nihantārāv iti dhruvam

Denn in meinem Sinn stand fest, dass Bhīṣma und Droṇa, die beiden großen Wagenkämpfer, gewiss die Erschlager Arjunas und Bhīmasenas sein würden.

Wort für Wort
manogatam mama
in meinem Sinn (Nom.)
hi āsīt
denn stand fest (3.Sg.Impf.)
bhīṣmadroṇau mahārathau
Bhīṣma und Droṇa, die beiden großen Wagenkämpfer (Nom.)
arjunam bhīmasenam ca
Arjuna und Bhīmasena (Akk.)
nihantārau
die beiden Erschlager (Nom.)
iti dhruvam
gewiss so (Adv.)

tābhyāṃ yad akṛtaṃ vīra vīrakarma mahāmṛdhe / tat karma kuru rādheya vajrapāṇir ivāparaḥ

Die heldische Tat, die von jenen beiden, Held, in der großen Schlacht nicht vollbracht wurde - diese Tat vollbringe, Rādheya, wie ein zweiter Blitzträger.

Wort für Wort
tābhyām
von jenen beiden (Instr.)
yat akṛtam
was nicht vollbracht wurde (Nom.)
vīra
o Held (Vok.)
vīrakarma
die heldische Tat (Nom.)
mahāmṛdhe
in der großen Schlacht (Lok.)
tat karma
diese Tat (Akk.)
kuru
vollbringe (2.Sg.Imp.)
rādheya
o Rādheya (Vok.)
vajrapāṇiḥ iva aparaḥ
wie ein zweiter Blitzträger (Nom.)

gṛhāṇa dharmarājaṃ vā jahi vā tvaṃ dhanaṃjayam / bhīmasenaṃ ca rādheya mādrīputrau yamāv api

Ergreife den König des Dharma, oder erschlage du Dhanañjaya und Bhīmasena, Rādheya, und auch die beiden Zwillingssöhne der Mādrī.

Wort für Wort
gṛhāṇa
ergreife (2.Sg.Imp.)
dharmarājam vā
den König des Dharma, oder (Akk.)
jahi vā
oder erschlage (2.Sg.Imp.)
tvam
du (Nom.)
dhanaṃjayam
Dhanañjaya (Akk.)
bhīmasenam ca
und Bhīmasena (Akk.)
rādheya
o Rādheya (Vok.)
mādrīputrau yamau api
und auch die beiden Zwillinge, Söhne der Mādrī (Akk.)

jayaś ca te 'stu bhadraṃ ca prayāhi puruṣarṣabha / pāṇḍuputrasya sainyāni kuru sarvāṇi bhasmasāt

Sieg und Heil seien dir; zieh aus, Stier unter den Männern; verwandle alle Heere des Sohnes des Pāṇḍu zu Asche.“

Wort für Wort
jayaḥ ca te astu
Sieg sei dir (Nom.)
bhadram ca
und Heil (Nom.)
prayāhi
zieh aus (2.Sg.Imp.)
puruṣarṣabha
Stier unter den Männern (Vok.)
pāṇḍuputrasya sainyāni
die Heere des Sohnes des Pāṇḍu (Akk.)
kuru sarvāṇi bhasmasāt
verwandle alle zu Asche (2.Sg.Imp.)

tatas tūryasahasrāṇi bherīṇām ayutāni ca / vādyamānāny arocanta meghaśabdā yathā divi

Da erklangen tausend Trompeten und zehntausend Kesselpauken, geschlagen, herrlich, wie Wolkendonner am Himmel.

Wort für Wort
tataḥ
da (Adv.)
tūryasahasrāṇi
tausend Trompeten (Nom.)
bherīṇām ayutāni ca
und zehntausend Kesselpauken (Nom.)
vādyamānāni
geschlagen (Nom.)
arocanta
erklangen herrlich (3.Pl.Impf.)
meghaśabdāḥ yathā
wie Wolkendonner (Nom.)
divi
am Himmel (Lok.)

pratigṛhya tu tad vākyaṃ rathastho rathasattamaḥ / abhyabhāṣata rādheyaḥ śalyaṃ yuddhaviśāradam

Nachdem er jenes Wort aufgenommen hatte, sprach Rādheya, auf dem Wagen stehend, der beste der Wagenkämpfer, zu Śalya, dem Kampferfahrenen:

Wort für Wort
pratigṛhya
nachdem er aufgenommen hatte (Absol.)
tu tat vākyam
jenes Wort (Akk.)
rathasthaḥ
auf dem Wagen stehend (Nom.)
rathasattamaḥ
der beste der Wagenkämpfer (Nom.)
abhyabhāṣata
sprach (3.Sg.Impf.)
rādheyaḥ
Rādheya (Nom.)
śalyam
zu Śalya (Akk.)
yuddhaviśāradam
den Kampferfahrenen (Akk.)

codayāśvān mahābāho yāvad dhanmi dhanaṃjayam / bhīmasenaṃ yamau cobhau rājānaṃ ca yudhiṣṭhiram

„Treibe die Rosse an, Starkarmiger, damit ich Dhanañjaya erschlage, Bhīmasena, beide Zwillinge und den König Yudhiṣṭhira.

Wort für Wort
codaya aśvān
treibe die Rosse an (2.Sg.Imp.)
mahābāho
Starkarmiger (Vok.)
yāvat
damit (Konj.)
hanmi
ich erschlage (1.Sg.Präs.)
dhanaṃjayam
Dhanañjaya (Akk.)
bhīmasenam
Bhīmasena (Akk.)
yamau ca ubhau
und beide Zwillinge (Akk.)
rājānam ca yudhiṣṭhiram
und den König Yudhiṣṭhira (Akk.)

adya paśyatu me śalya bāhuvīryaṃ dhanaṃjayaḥ / asyataḥ kaṅkapatrāṇāṃ sahasrāṇi śatāni ca

Heute soll Dhanañjaya meine Armkraft sehen, Śalya, wenn ich Hunderte und Tausende reiherbefiederter Pfeile schieße.

Wort für Wort
adya paśyatu
heute soll sehen (3.Sg.Imp.)
me bāhuvīryam
meine Armkraft (Akk.)
śalya
o Śalya (Vok.)
dhanaṃjayaḥ
Dhanañjaya (Nom.)
asyataḥ
während ich schieße (Gen. Part.)
kaṅkapatrāṇām
reiherbefiederter [Pfeile] (Gen.)
sahasrāṇi śatāni ca
Tausende und Hunderte (Akk.)

adya kṣepsyāmy ahaṃ śalya śarān paramatejanān / pāṇḍavānāṃ vināśāya duryodhanajayāya ca

Heute werde ich, Śalya, Pfeile von höchster Schärfe schleudern - zum Untergang der Pāṇḍavas und zu Duryodhanas Sieg.“

Wort für Wort
adya kṣepsyāmi aham
heute werde ich schleudern (1.Sg.Fut.)
śalya
o Śalya (Vok.)
śarān paramatejanān
Pfeile von höchster Schärfe (Akk.)
pāṇḍavānām vināśāya
zum Untergang der Pāṇḍavas (Dat.)
duryodhanajayāya ca
und zu Duryodhanas Sieg (Dat.)

[Anm.: Zwischen diesen beiden Halbversen steht im Quelltext eine durch Textlücken beschädigte Einfügung, deren lesbarer Rest ('...die Pāṇḍavas samt Janārdana [Kṛṣṇa] ... werde ich im Kampf angreifen, Śalya') denselben Gedanken variiert; sie wird wegen der Unleserlichkeit nicht eigens übersetzt.]

etac chrutvā vacas tasya śalyaḥ karṇaṃ vaco 'bravīt / sūtaputra kathaṃ nu tvaṃ pāṇḍavān avamanyase / sarvāstrajñān maheṣvāsān sarvān eva mahārathān

Nachdem er dieses Wort von ihm gehört hatte, sprach Śalya zu Karṇa dieses Wort: „Sohn eines Sūta, wie kannst du nur die Pāṇḍavas geringschätzen - alle kundig jeder Waffe, große Bogenschützen, allesamt große Wagenkämpfer,

Wort für Wort
etat vacaḥ śrutvā
nachdem er dieses Wort gehört hatte (Absol.)
tasya
von ihm (Gen.)
śalyaḥ
Śalya (Nom.)
karṇam vacaḥ abravīt
sprach zu Karṇa das Wort (3.Sg.Impf.)
sūtaputra
o Sohn eines Sūta (Vok.)
katham nu
wie nur (Adv.)
tvam
du (Nom.)
pāṇḍavān avamanyase
die Pāṇḍavas geringschätzt (2.Sg.Präs.)
sarvāstrajñān
kundig jeder Waffe (Akk.)
maheṣvāsān
große Bogenschützen (Akk.)
sarvān eva mahārathān
allesamt große Wagenkämpfer (Akk.)

anivartino mahābhāgān ajeyān satyavikramān / api saṃjanayeyur ye bhayaṃ sākṣāc chatakratoḥ

nie zurückweichend, hochgeehrt, unbesiegbar, von wahrhaftiger Kraft - die selbst dem leibhaftigen Śatakratu [Indra] Furcht einflößen könnten?

Wort für Wort
anivartinaḥ
nie zurückweichend (Akk.)
mahābhāgān
hochgeehrt (Akk.)
ajeyān
unbesiegbar (Akk.)
satyavikramān
von wahrhaftiger Kraft (Akk.)
api saṃjanayeyuḥ
könnten wohl einflößen (3.Pl.Opt.)
ye bhayam
die Furcht, welche (Akk.)
sākṣāt śatakratoḥ
dem leibhaftigen Śatakratu (Gen.)

yadā śroṣyasi nirghoṣaṃ visphūrjitam ivāśaneḥ / rādheya gāṇḍivasyājau tadā naivaṃ vadiṣyasi / yadā drakṣyasi bhīmena kuñjarānīkam āhave / viśīrṇadantaṃ nihataṃ tadā naivaṃ vadiṣyasi / yadā drakṣyasi saṃgrāme dharmaputraṃ yamau tathā / śitaiḥ pṛṣatkaiḥ kurvāṇān abhracchāyām ivāmbare / asyataḥ kṣiṇvataś cārīn laghuhastān durāsadān / pārthivān api cānyāṃs tvaṃ tadā naivaṃ vadiṣyasi

Wenn du im Kampf das Dröhnen der Gāṇḍīva hörst, dem Krachen eines Donnerkeils gleich, Rādheya, dann wirst du nicht mehr so reden. Wenn du im Kampf das von Bhīma niedergestreckte Elefantenheer siehst, mit zersplitterten Stoßzähnen, dann wirst du nicht mehr so reden. Wenn du im Kampf den Sohn des Dharma [Yudhiṣṭhira] siehst, und ebenso die beiden Zwillinge, wie sie mit scharfen Pfeilen die Feinde - leichthändig, unnahbar - gleich Wolkenschatten am Himmel dahinschwinden lassen und niedermähen, und auch andere Fürsten, dann wirst du nicht mehr so reden.“

Wort für Wort
yadā śroṣyasi
wenn du hören wirst (2.Sg.Fut.)
nirghoṣam
das Dröhnen (Akk.)
visphūrjitam iva aśaneḥ
dem Krachen eines Donnerkeils gleich (Akk.)
rādheya
o Rādheya (Vok.)
gāṇḍivasya
der Gāṇḍīva (Gen.)
ājau
im Kampf (Lok.)
tadā na evam vadiṣyasi
dann wirst du nicht so reden (2.Sg.Fut.)
yadā drakṣyasi
wenn du sehen wirst (2.Sg.Fut.)
bhīmena
von Bhīma (Instr.)
kuñjarānīkam āhave
das Elefantenheer im Kampf (Akk.)
viśīrṇadantam nihatam
niedergestreckt, mit zersplitterten Stoßzähnen (Akk.)
saṃgrāme dharmaputram
im Kampf den Sohn des Dharma (Akk.)
yamau tathā
und ebenso die Zwillinge (Akk.)
śitaiḥ pṛṣatkaiḥ
mit scharfen Pfeilen (Instr.)
kurvāṇān
machend (Akk.)
abhracchāyām iva ambare
gleich Wolkenschatten am Himmel (Akk.)
asyataḥ kṣiṇvataḥ ca arīn
die schießend und vernichtend die Feinde (Akk.)
laghuhastān durāsadān
leichthändig, unnahbar (Akk.)
pārthivān api ca anyān
und auch andere Fürsten (Akk.)

anādṛtya tu tad vākyaṃ madrarājena bhāṣitam / drakṣyasy adyety avocad vai śalyaṃ karṇo nareśvara

Doch ohne jenes von dem Herrn der Madras gesprochene Wort zu beachten, sagte Karṇa zu Śalya nur: „Du wirst es heute sehen.“, o Herrscher der Männer.

Wort für Wort
anādṛtya
ohne zu beachten (Absol.)
tu tat vākyam
jenes Wort (Akk.)
madrarājena bhāṣitam
vom Herrn der Madras gesprochen (Akk.)
drakṣyasi adya iti
'du wirst es heute sehen' (Ausruf)
avocat vai
sagte fürwahr (3.Sg.Impf.)
śalyam
zu Śalya (Akk.)
karṇaḥ
Karṇa (Nom.)
nareśvara
o Herrscher der Männer (Vok.)

dṛṣṭvā karṇaṃ maheṣvāsaṃ yuyutsuṃ samavasthitam / cukruśuḥ kuravaḥ sarve hṛṣṭarūpāḥ paraṃtapa

Als sie den großen Bogenschützen Karṇa kampfbereit dastehen sahen, erhoben alle Kurus, freudig gestimmt, ein lautes Jubelgeschrei, Feindebezwinger.

Wort für Wort
dṛṣṭvā
als sie sahen (Absol.)
karṇam maheṣvāsam
Karṇa, den großen Bogenschützen (Akk.)
yuyutsum samavasthitam
kampfbereit dastehend (Akk.)
cukruśuḥ
erhoben ein Geschrei (3.Pl.Perf.)
kuravaḥ sarve
alle Kurus (Nom.)
hṛṣṭarūpāḥ
freudig gestimmt (Nom.)
paraṃtapa
o Feindebezwinger (Vok.)

tato dundubhighoṣeṇa bherīṇāṃ ninadena ca / bāṇaśabdaiś ca vividhair garjitaiś ca tarasvinām / niryayus tāvakā yuddhe mṛtyuṃ kṛtvā nivartanam

Dann, unter dem Dröhnen der Kriegstrommeln und dem Getöse der Kesselpauken, mit vielfachem Pfeilklirren und dem Gebrüll der Schnellkräftigen, zogen deine [Krieger] in die Schlacht, den Tod zu ihrer einzigen Umkehr gemacht habend.

Wort für Wort
tataḥ
dann (Adv.)
dundubhighoṣeṇa
unter dem Dröhnen der Kriegstrommeln (Instr.)
bherīṇām ninadena ca
und dem Getöse der Kesselpauken (Instr.)
bāṇaśabdaiḥ ca vividhaiḥ
und mit vielfachem Pfeilklirren (Instr.)
garjitaiḥ ca tarasvinām
und dem Gebrüll der Schnellkräftigen (Instr.)
niryayuḥ tāvakāḥ
zogen deine [Krieger] aus (3.Pl.Impf.)
yuddhe
in die Schlacht (Lok.)
mṛtyum kṛtvā nivartanam
den Tod zur Umkehr gemacht habend (Absol.)

prayāte tu tataḥ karṇe yodheṣu muditeṣu ca / cacāla pṛthivī rājan rarāsa ca suvisvaram

Als aber Karṇa aufgebrochen war und die Krieger frohlockten, erbebte die Erde, o König, und dröhnte mit gewaltigem Ton.

Wort für Wort
prayāte tu tataḥ karṇe
als aber Karṇa aufgebrochen war (Lok. Absol.)
yodheṣu muditeṣu ca
und die Krieger frohlockten (Lok. Absol.)
cacāla pṛthivī
erbebte die Erde (3.Sg.Perf.)
rājan
o König (Vok.)
rarāsa ca suvisvaram
und dröhnte mit gewaltigem Ton (3.Sg.Perf.)

niścaranto vyadṛśyanta sūryāt sapta mahāgrahāḥ / ulkāpātaś ca saṃjajñe diśāṃ dāhas tathaiva ca / tathāśanyaś ca saṃpetur vavur vātāś ca dāruṇāḥ

Sieben große Planeten wurden sichtbar, wie sie aus der Sonne heraustraten; Meteore fielen, und ebenso brannten die Himmelsrichtungen; Donnerkeile schlugen nieder, und schreckliche Winde wehten.

Wort für Wort
niścarantaḥ vyadṛśyanta
wurden sichtbar, heraustretend (3.Pl.Impf.)
sūryāt
aus der Sonne (Abl.)
sapta mahāgrahāḥ
sieben große Planeten (Nom.)
ulkāpātaḥ ca saṃjajñe
und Meteorfall entstand (3.Sg.Perf.)
diśāṃ dāhaḥ tathā eva ca
und ebenso das Brennen der Himmelsrichtungen (Nom.)
tathā aśanyaḥ ca saṃpetuḥ
und ebenso Donnerkeile schlugen nieder (3.Pl.Perf.)
vavuḥ vātāḥ ca dāruṇāḥ
und schreckliche Winde wehten (3.Pl.Impf.)

mṛgapakṣigaṇāś caiva bahuśaḥ pṛtanāṃ tava / apasavyaṃ tadā cakrur vedayanto mahad bhayam

Und wiederholt umkreisten Scharen von Wild und Vögeln dein Heer von links [entgegen dem Uhrzeigersinn], große Gefahr ankündigend.

Wort für Wort
mṛgapakṣigaṇāḥ ca eva
und die Scharen von Wild und Vögeln (Nom.)
bahuśaḥ
wiederholt (Adv.)
pṛtanām tava
dein Heer (Akk.)
apasavyam tadā cakruḥ
umkreisten da von links (3.Pl.Perf.)
vedayantaḥ mahat bhayam
große Gefahr ankündigend (Part.)

prasthitasya ca karṇasya nipetus turagā bhuvi / asthivarṣaṃ ca patitam antarikṣād bhayānakam

Und während Karṇa aufbrach, stürzten Rosse zu Boden, und ein schrecklicher Regen von Knochen fiel vom Himmel herab.

Wort für Wort
prasthitasya ca karṇasya
während Karṇa aufbrach (Gen. Absol.)
nipetuḥ turagāḥ bhuvi
stürzten Rosse zu Boden (3.Pl.Perf.)
asthivarṣam ca patitam
und ein Regen von Knochen fiel (Nom.)
antarikṣāt bhayānakam
vom Himmel herab, schrecklich (Abl.)

jajvaluś caiva śastrāṇi dhvajāś caiva cakampire / aśrūṇi ca vyamuñcanta vāhanāni viśāṃ pate

Waffen flammten auf, und Banner erzitterten, und die Zugtiere vergossen Tränen, Herr der Völker.

Wort für Wort
jajvaluḥ ca eva śastrāṇi
und Waffen flammten auf (3.Pl.Perf.)
dhvajāḥ ca eva cakampire
und Banner erzitterten (3.Pl.Perf.)
aśrūṇi ca vyamuñcanta
und vergossen Tränen (3.Pl.Impf.)
vāhanāni
die Zugtiere (Nom.)
viśām pate
o Herr der Völker (Vok.)

ete cānye ca bahava utpātās tatra māriṣa / samutpetur vināśāya kauravāṇāṃ sudāruṇāḥ

Diese und viele andere höchst schreckliche Vorzeichen erhoben sich dort, Verehrter, den Untergang der Kauravas ankündigend.

Wort für Wort
ete ca anye ca bahavaḥ
diese und viele andere (Nom.)
utpātāḥ tatra
Vorzeichen dort (Nom.)
māriṣa
o Verehrter (Vok.)
samutpetuḥ
erhoben sich (3.Pl.Perf.)
vināśāya kauravāṇām
für den Untergang der Kauravas (Dat.)
sudāruṇāḥ
höchst schrecklich (Nom.)

na ca tān gaṇayām āsuḥ sarve te daivamohitāḥ / prasthitaṃ sūtaputraṃ ca jayety ūcur narā bhuvi / śalyena sahitaṃ dṛṣṭvā karṇam āhavaśobhinam / nirjitān pāṇḍavāṃś caiva menire tava kauravāḥ

Doch alle jene, vom Schicksal verblendet, beachteten sie nicht; und die Menschen auf Erden riefen dem aufbrechenden Sohn des Sūta 'Sieg!' zu. Und als sie Karṇa, mit Śalya vereint, kampfesglänzend, sahen, hielten deine Kauravas die Pāṇḍavas schon für besiegt.

Wort für Wort
na ca tān gaṇayām āsuḥ
beachteten sie jene nicht (3.Pl.Perf.)
sarve te
alle jene (Nom.)
daivamohitāḥ
vom Schicksal verblendet (Nom.)
prasthitam sūtaputram ca
dem aufbrechenden Sohn des Sūta (Akk.)
jaya iti ūcuḥ
riefen 'Sieg!' zu (3.Pl.Perf.)
narāḥ bhuvi
die Menschen auf Erden (Nom.)
śalyena sahitam dṛṣṭvā
als sie mit Śalya vereint sahen (Absol.)
karṇam āhavaśobhinam
Karṇa, kampfesglänzend (Akk.)
nirjitān pāṇḍavān ca eva
die schon besiegten Pāṇḍavas (Akk.)
menire tava kauravāḥ
hielten deine Kauravas (3.Pl.Impf.)

tato rathasthaḥ paravīrahantā bhīṣmadroṇāv āttavīryau nirīkṣya / samajvalad bhārata pāvakābho vaikartano 'sau rathakuñjaro vṛṣaḥ

Da, auf dem Wagen stehend, entbrannte der Erschlager feindlicher Helden, der Stier unter den Wagenkämpfern, jener Vaikartana, feuergleich, o Bhārata, als er Bhīṣma und Droṇa - die ihre Kraft [im Kampf gezeigt hatten und gefallen waren] - betrachtete.

Wort für Wort
tataḥ rathasthaḥ
da, auf dem Wagen stehend (Nom.)
paravīrahantā
der Erschlager feindlicher Helden (Nom.)
bhīṣmadroṇau āttavīryau
Bhīṣma und Droṇa, die ihre Kraft gezeigt hatten (Akk.)
nirīkṣya
als er betrachtete (Absol.)
samajvalat
entbrannte (3.Sg.Impf.)
bhārata
o Bhārata (Vok.)
pāvakābhaḥ
feuergleich (Nom.)
vaikartanaḥ asau
jener Vaikartana (Nom.)
rathakuñjaraḥ vṛṣaḥ
der Stier unter den Wagenkämpfern (Nom.)

sa śalyam ābhāṣya jagāda vākyaṃ pārthasya karmāpratimaṃ ca dṛṣṭvā / mānena darpeṇa ca dahyamānaḥ krodhena dīpyann iva niḥśvasitvā

Er wandte sich an Śalya und sprach ein Wort, nachdem er Pārthas unvergleichliche Taten betrachtet hatte, von Stolz und Hochmut verzehrt, wie von Zorn entflammt, schwer aufseufzend:

Wort für Wort
saḥ śalyam ābhāṣya
er, nachdem er sich an Śalya gewandt hatte (Absol.)
jagāda vākyam
sprach ein Wort (3.Sg.Perf.)
pārthasya karma apratimam
Pārthas unvergleichliche Tat (Akk.)
ca dṛṣṭvā
nachdem er betrachtet hatte (Absol.)
mānena darpeṇa ca dahyamānaḥ
von Stolz und Hochmut verzehrt (Nom.)
krodhena dīpyan iva
wie von Zorn entflammt (Nom.)
niḥśvasitvā
schwer aufseufzend (Absol.)

nāhaṃ mahendrād api vajrapāṇeḥ kruddhād bibhemy āttadhanū rathasthaḥ / dṛṣṭvā tu bhīṣmapramukhāñ śayānān na tv eva māṃ sthiratā saṃjahāti

„Nicht einmal vor dem zornigen großen Indra, dem Blitzträger, fürchte ich mich, mit gespanntem Bogen auf dem Wagen stehend; doch seit ich Bhīṣma und die anderen Ersten [tot] liegen sah, verlässt mich meine Standhaftigkeit dennoch nicht.

Wort für Wort
na aham
nicht ich (Nom.)
mahendrāt api vajrapāṇeḥ
nicht einmal vor dem großen Indra, dem Blitzträger (Abl.)
kruddhāt
vor dem zornigen (Abl.)
bibhemi
fürchte ich mich (1.Sg.Präs.)
āttadhanuḥ rathasthaḥ
mit gespanntem Bogen, auf dem Wagen stehend (Nom.)
dṛṣṭvā tu
doch nachdem ich gesehen hatte (Absol.)
bhīṣmapramukhān śayānān
Bhīṣma und die Ersten liegend (Akk.)
na tu eva mām
mich aber dennoch nicht (Akk.)
sthiratā saṃjahāti
verlässt die Standhaftigkeit (3.Sg.Präs.)

mahendraviṣṇupratimāv aninditau rathāśvanāgapravarapramāthinau / avadhyakalpau nihatau yadā parais tato mamādyāpi raṇe 'sti sādhvasam

Als jene beiden Untadeligen, dem großen Indra und Viṣṇu gleich, Zermalmer der vortrefflichsten Wagen, Rosse und Elefanten, scheinbar Unbezwingbaren, vom Feind erschlagen wurden - seither ist auch heute noch Bangen in mir im Kampf.

Wort für Wort
mahendraviṣṇupratimau aninditau
dem großen Indra und Viṣṇu gleich, untadelig (Akk.)
rathāśvanāgapravarapramāthinau
Zermalmer der vortrefflichsten Wagen, Rosse und Elefanten (Akk.)
avadhyakalpau
scheinbar unbezwingbar (Akk.)
nihatau yadā paraiḥ
als sie vom Feind erschlagen wurden (Akk./Instr.)
tataḥ mama adya api
seither ist auch heute noch in mir (Adv.)
raṇe asti sādhvasam
ist im Kampf Bangen (3.Sg.Präs.)

samīkṣya saṃkhye 'tibalān narādhipair narāśvamātaṅgarathāñ śarair hatān / kathaṃ na sarvān ahitān raṇe 'vadhīn mahāstravid brāhmaṇapuṃgavo guruḥ

Wenn ich sehe, wie im Kampf Männer, Rosse, Elefanten und Wagen überaus mächtiger Fürsten von Pfeilen erschlagen wurden - wie konnte der Lehrer, der Waffenkundige, der Stier unter den Brahmanen, nicht alle Feinde im Kampf erschlagen?

Wort für Wort
samīkṣya saṃkhye
wenn ich im Kampf sehe (Absol.)
atibalān narādhipaiḥ
durch überaus mächtige Fürsten (Instr.)
narāśvamātaṅgarathān
Männer, Rosse, Elefanten, Wagen (Akk.)
śaraiḥ hatān
von Pfeilen erschlagen (Akk.)
katham na sarvān ahitān
wie nicht alle Feinde (Akk.)
raṇe avadhīt
erschlug er im Kampf (3.Sg.Impf.)
mahāstravit
der Waffenkundige (Nom.)
brāhmaṇapuṃgavaḥ guruḥ
der Stier unter den Brahmanen, der Lehrer (Nom.)

sa saṃsmaran droṇahavaṃ mahāhave bravīmi satyaṃ kuravo nibodhata / na vo mad anyaḥ prasahed raṇe 'rjunaṃ kramāgataṃ mṛtyum ivograrūpiṇam

Mich an Droṇas Ruf/Schicksal in jener großen Schlacht erinnernd, spreche ich die Wahrheit - Kurus, vernehmt sie: Keiner unter euch außer mir könnte im Kampf Arjuna standhalten, der heranrückt wie der Tod in schrecklicher Gestalt.

Wort für Wort
saḥ saṃsmaran
mich erinnernd (Nom.)
droṇahavam mahāhave
an Droṇas Ruf/Schicksal in jener großen Schlacht (Akk.)
bravīmi satyam
spreche ich die Wahrheit (1.Sg.Präs.)
kuravaḥ nibodhata
Kurus, vernehmt (2.Pl.Imp.)
na vaḥ mat anyaḥ
keiner von euch außer mir (Nom.)
prasahet raṇe arjunam
könnte im Kampf Arjuna standhalten (3.Sg.Opt.)
kramāgatam
heranrückend (Akk.)
mṛtyum iva ugrarūpiṇam
wie der Tod in schrecklicher Gestalt (Akk.)

śikṣā prasādaś ca balaṃ dhṛtiś ca droṇe mahāstrāṇi ca saṃnatiś ca / sa ced agān mṛtyuvaśaṃ mahātmā sarvān anyān āturān adya manye

Ausbildung, Gnade, Kraft und Standhaftigkeit, große Waffen und Demut - all das war in Droṇa; wenn jene große Seele in die Gewalt des Todes geriet, so halte ich heute alle anderen für hinfällig.

Wort für Wort
śikṣā prasādaḥ ca balam
Ausbildung, Gnade und Kraft (Nom.)
dhṛtiḥ ca droṇe mahāstrāṇi ca saṃnatiḥ ca
und Standhaftigkeit, große Waffen und Demut waren in Droṇa (Nom.)
saḥ cet agāt mṛtyuvaśam mahātmā
wenn jene große Seele in die Gewalt des Todes geriet (3.Sg.Impf.)
sarvān anyān āturān adya manye
halte ich heute alle anderen für hinfällig (1.Sg.Präs.)

neha dhruvaṃ kiṃ cid api pracintyaṃ vidur loke karmaṇo 'nityayogāt / sūryodaye ko hi vimuktasaṃśayo garvaṃ kurvītādya gurau nipātite

Hier auf Erden gilt nichts als gewiss zu erachten - dies wissen die Weisen, wegen der Unbeständigkeit alles Handelns; denn wer, frei von Zweifel, dürfte bei Sonnenaufgang noch stolz sein, jetzt, da der Lehrer gefallen ist?

Wort für Wort
na iha dhruvam kiṃ cit api pracintyam
nichts hier gilt als gewiss zu erachten (Nom.)
viduḥ loke
wissen [die Weisen] auf Erden (3.Pl.Perf.)
karmaṇaḥ anityayogāt
wegen der Unbeständigkeit des Handelns (Abl.)
sūryodaye
bei Sonnenaufgang (Lok.)
kaḥ hi vimuktasaṃśayaḥ
wer denn, frei von Zweifel (Nom.)
garvam kurvīta adya
dürfte heute stolz sein (3.Sg.Opt.)
gurau nipātite
da der Lehrer gefallen ist (Lok. Absol.)

na nūnam astrāṇi balaṃ parākramaḥ kriyā sunītaṃ paramāyudhāni vā / alaṃ manuṣyasya sukhāya vartituṃ tathā hi yuddhe nihataḥ parair guruḥ

Fürwahr, weder Waffen noch Kraft, Tapferkeit, rechtes Handeln, kluge Führung oder die besten Waffen genügen, um einem Menschen dauerhaftes Glück zu sichern - denn so ward auch der Lehrer im Kampf vom Feind erschlagen.

Wort für Wort
na nūnam astrāṇi balam
nicht fürwahr Waffen, Kraft (Nom.)
parākramaḥ kriyā sunītam
Tapferkeit, Handeln, kluge Führung (Nom.)
paramāyudhāni vā
oder die besten Waffen (Nom.)
alam manuṣyasya sukhāya vartitum
genügen, um eines Menschen Glück zu sichern (Inf.)
tathā hi yuddhe
denn so im Kampf (Lok.)
nihataḥ paraiḥ guruḥ
ward der Lehrer vom Feind erschlagen (Nom.)

hutāśanādityasamānatejasaṃ parākrame viṣṇupuraṃdaropamam / naye bṛhaspatyuśanaḥsamaṃ sadā na cainam astraṃ tad apāt suduḥsaham

Ihn, an Glanz dem Feuer und der Sonne gleich, an Tapferkeit Viṣṇu und Puraṃdara [Indra] vergleichbar, an Klugheit stets Bṛhaspati und Uśanas gleich - auch ihn konnte jene kaum abzuwehrende Waffe nicht bewahren.

Wort für Wort
hutāśanādityasamānatejasam
an Glanz dem Feuer und der Sonne gleich (Akk.)
parākrame viṣṇupuraṃdaropamam
an Tapferkeit Viṣṇu und Puraṃdara vergleichbar (Akk.)
naye bṛhaspatyuśanaḥsamam sadā
an Klugheit stets Bṛhaspati und Uśanas gleich (Akk.)
na ca enam astram tat
auch ihn nicht jene Waffe (Akk.)
apāt suduḥsaham
bewahrte, die kaum abzuwehren war (3.Sg.Impf.)

saṃprakruṣṭe ruditastrīkumāre parābhūte pauruṣe dhārtarāṣṭre / mayā kṛtyam iti jānāmi śalya prayāhi tasmād dviṣatām anīkam

Nun, da lautes Wehklagen erschallt, Frauen und Kinder weinen, und die Manneskraft des Sohnes des Dhṛtarāṣṭra überwältigt ist, weiß ich, Śalya, was von mir zu tun ist - darum treibe an, hin zum Heer der Feinde.

Wort für Wort
saṃprakruṣṭe
da lautes Wehklagen erschallt (Lok. Absol.)
ruditastrīkumāre
Frauen und Kinder weinen (Lok. Absol.)
parābhūte pauruṣe dhārtarāṣṭre
die Manneskraft des Sohnes des Dhṛtarāṣṭra überwältigt (Lok. Absol.)
mayā kṛtyam iti jānāmi
ich weiß, was von mir zu tun ist (1.Sg.Präs.)
śalya
o Śalya (Vok.)
prayāhi tasmāt
darum treibe an (2.Sg.Imp.)
dviṣatām anīkam
hin zum Heer der Feinde (Akk.)

yatra rājā pāṇḍavaḥ satyasaṃdho vyavasthito bhīmasenārjunau ca / vāsudevaḥ sṛñjayāḥ sātyakiś ca yamau ca kas tau viṣahen mad anyaḥ

Dorthin, wo der wahrheitsgetreue Pāṇḍava-König steht, samt Bhīmasena und Arjuna, Vāsudeva, den Sṛñjayas, Sātyaki und den beiden Zwillingen - wer außer mir könnte jenen beiden standhalten?

Wort für Wort
yatra rājā pāṇḍavaḥ satyasaṃdhaḥ
dort, wo der wahrheitsgetreue Pāṇḍava-König (Nom.)
vyavasthitaḥ
steht (Nom.)
bhīmasenārjunau ca
samt Bhīmasena und Arjuna (Nom.)
vāsudevaḥ sṛñjayāḥ
Vāsudeva, die Sṛñjayas (Nom.)
sātyakiḥ ca yamau ca
und Sātyaki und die beiden Zwillinge (Nom.)
kaḥ tau viṣahet
wer könnte jenen beiden standhalten (3.Sg.Opt.)
mat anyaḥ
außer mir (Nom.)

tasmāt kṣipraṃ madrapate prayāhi raṇe pāñcālān pāṇḍavān sṛñjayāṃś ca / tān vā haniṣyāmi sametya saṃkhye yāsyāmi vā droṇamukhāya manye

Darum, Herr der Madras, treibe schnell im Kampf gegen die Pāñcālas, Pāṇḍavas und Sṛñjayas - entweder werde ich sie im Zusammentreffen erschlagen, oder ich denke, ich werde Droṇa nachfolgen.

Wort für Wort
tasmāt kṣipram madrapate
darum schnell, Herr der Madras (Vok.)
prayāhi raṇe
treibe im Kampf (2.Sg.Imp.)
pāñcālān pāṇḍavān sṛñjayān ca
gegen die Pāñcālas, Pāṇḍavas und Sṛñjayas (Akk.)
tān vā haniṣyāmi sametya saṃkhye
entweder werde ich sie im Zusammentreffen erschlagen (1.Sg.Fut.)
yāsyāmi vā droṇamukhāya manye
oder ich denke, ich werde Droṇa nachfolgen (1.Sg.Fut.)

na tv evāhaṃ na gamiṣyāmi madhyaṃ teṣāṃ śūrāṇām iti mā śalya viddhi / mitradroho marṣaṇīyo na me 'yaṃ tyaktvā prāṇān anuyāsyāmi droṇam

Doch dass ich nicht in die Mitte jener Helden gehen würde - das, Śalya, glaube nicht von mir; Verrat am Freund ist mir nicht zu verzeihen - eher gebe ich mein Leben und folge Droṇa nach.

Wort für Wort
na tu eva aham na gamiṣyāmi
dass ich nicht gehen würde (1.Sg.Fut.)
madhyam teṣām śūrāṇām
in die Mitte jener Helden (Akk.)
iti mā śalya viddhi
das glaube nicht, Śalya (2.Sg.Imp.)
mitradrohaḥ marṣaṇīyaḥ na me ayam
Verrat am Freund ist mir nicht zu verzeihen (Nom.)
tyaktvā prāṇān
nachdem ich das Leben aufgegeben habe (Absol.)
anuyāsyāmi droṇam
werde ich Droṇa nachfolgen (1.Sg.Fut.)

prājñasya mūḍhasya ca jīvitānte prāṇapramokṣo 'ntakavaktragasya / ato vidvann abhiyāsyāmi pārthaṃ diṣṭaṃ na śakyaṃ vyativartituṃ vai

Am Ende des Lebens ist, für den Weisen wie für den Toren, das Entweichen des Atems [das Los] dessen, der in den Rachen des Todes eingegangen ist; darum, Kundiger, werde ich gegen Pārtha ziehen - das Bestimmte lässt sich fürwahr nicht überschreiten.

Wort für Wort
prājñasya mūḍhasya ca
für den Weisen und für den Toren (Gen.)
jīvitānte
am Ende des Lebens (Lok.)
prāṇapramokṣaḥ
das Entweichen des Atems (Nom.)
antakavaktragasya
dessen, der in den Rachen des Todes eingegangen ist (Gen.)
ataḥ vidvan
darum, Kundiger (Vok.)
abhiyāsyāmi pārtham
werde ich gegen Pārtha ziehen (1.Sg.Fut.)
diṣṭam na śakyam vyativartitum vai
das Bestimmte lässt sich fürwahr nicht überschreiten (Inf.)

kalyāṇavṛttaḥ satataṃ hi rājan vaicitravīryasya suto mamāsīt / tasyārthasiddhyartham ahaṃ tyajāmi priyān bhogān dustyajaṃ jīvitaṃ ca

Denn stets, o König, war der Sohn des Vaicitravīrya [Duryodhana] mir gegenüber von edlem Verhalten; zur Erfüllung seines Anliegens gebe ich meine geliebten Genüsse auf, und auch das nur schwer aufzugebende Leben.

Wort für Wort
kalyāṇavṛttaḥ satatam hi rājan
denn stets von edlem Verhalten, o König (Nom.)
vaicitravīryasya sutaḥ mama āsīt
war der Sohn des Vaicitravīrya mir gegenüber (3.Sg.Impf.)
tasya arthasiddhyartham
zur Erfüllung seines Anliegens (Dat.)
aham tyajāmi
gebe ich auf (1.Sg.Präs.)
priyān bhogān
geliebte Genüsse (Akk.)
dustyajam jīvitam ca
und das schwer aufzugebende Leben (Akk.)

vaiyāghracarmāṇam akūjanākṣaṃ haimatrikośaṃ rajatatriveṇum / rathaprabarhaṃ turagaprabarhair yuktaṃ prādān mahyam idaṃ hi rāmaḥ

Diesen mit Tigerfell [überzogenen], mit lautlosen Achsen, mit goldener Dreifachhülle und silbernem Dreifachschaft [versehenen] vortrefflichen Wagen, mit erlesenen Rossen bespannt - diesen gab mir fürwahr Rāma [Paraśurāma].

Wort für Wort
vaiyāghracarmāṇam
mit Tigerfell überzogen [?] (Akk.)
akūjanākṣam
mit lautlosen Achsen [?] (Akk.)
haimatrikośam
mit goldener Dreifachhülle [?] (Akk.)
rajatatriveṇum
mit silbernem Dreifachschaft [?] (Akk.)
rathaprabarham
den vortrefflichen Wagen (Akk.)
turagaprabarhaiḥ yuktam
mit erlesenen Rossen bespannt (Akk.)
prādāt mahyam idam hi rāmaḥ
gab mir dieses fürwahr Rāma (3.Sg.Impf.)

[Anm.: Die genaue Bedeutung der Wagenbeschreibung ('akūjanākṣa', 'haimatrikośa', 'rajatatriveṇu') ist unsicher; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Deutung der Einzelglieder. Gemeint ist offenbar der von Paraśurāma an Karṇa verliehene Wagen, vgl. Kap.24.]

dhanūṃṣi citrāṇi nirīkṣya śalya dhvajaṃ gadāṃ sāyakāṃś cograrūpān / asiṃ ca dīptaṃ paramāyudhaṃ ca śaṅkhaṃ ca śubhraṃ svanavantam ugram / astrāṇi divyāny adadān mahātmā

Betrachte, Śalya, die wundersamen Bögen, das Banner, die Keule und die Pfeile schrecklicher Gestalt, das flammende Schwert und die höchste Waffe, und die reine, tönende, gewaltige Muschel - göttliche Waffen gab mir jener Großmütige.

Wort für Wort
dhanūṃṣi citrāṇi nirīkṣya
betrachte die wundersamen Bögen (Absol./Imp.)
śalya
o Śalya (Vok.)
dhvajam gadām sāyakān ca ugrarūpān
das Banner, die Keule und die Pfeile schrecklicher Gestalt (Akk.)
asim ca dīptam paramāyudham ca
und das flammende Schwert und die höchste Waffe (Akk.)
śaṅkham ca śubhram svanavantam ugram
und die reine, tönende, gewaltige Muschel (Akk.)
astrāṇi divyāni adadāt mahātmā
göttliche Waffen gab der Großmütige (3.Sg.Impf.)

patākinaṃ vajranipātanisvanaṃ sitāśvayuktaṃ śubhatūṇaśobhitam / imaṃ samāsthāya rathaṃ ratharṣabhaṃ raṇe haniṣyāmy aham arjunaṃ balāt

Diesen banner-geschmückten, wie der Fall des Donnerkeils dröhnenden, mit weißen Rossen bespannten, mit schönen Köchern geschmückten vortrefflichen Wagen besteigend, werde ich im Kampf Arjuna mit Gewalt erschlagen.

Wort für Wort
patākinam
banner-geschmückt (Akk.)
vajranipātanisvanam
wie der Fall des Donnerkeils dröhnend (Akk.)
sitāśvayuktam
mit weißen Rossen bespannt (Akk.)
śubhatūṇaśobhitam
mit schönen Köchern geschmückt (Akk.)
imam samāsthāya ratham ratharṣabham
diesen vortrefflichen Wagen besteigend (Absol.)
raṇe haniṣyāmi aham arjunam balāt
werde ich im Kampf Arjuna mit Gewalt erschlagen (1.Sg.Fut.)

[Anm.: Vor diesem Vers steht im Quelltext eine durch Textlücken beschädigte Einfügung ('... die Vortrefflichkeit des Wagens, [gegeben von?] dem Besten der Männer'), die wegen Unleserlichkeit nicht eigens übersetzt wird.]

taṃ cen mṛtyuḥ sarvaharo 'bhirakṣate sadāpramattaḥ samare pāṇḍuputram / taṃ vā haniṣyāmi sametya yuddhe yāsyāmi vā bhīṣmamukho yamāya

Wenn der Tod, der alles hinwegrafft, immer wachsam, jenen Sohn des Pāṇḍu im Kampf beschützt, so werde ich ihn entweder im Zusammentreffen erschlagen, oder ich werde, wie Bhīṣma zuvor, zu Yama gehen.

Wort für Wort
tam cet mṛtyuḥ sarvaharaḥ abhirakṣate
wenn der alles hinwegraffende Tod jenen beschützt (3.Sg.Präs.)
sadāpramattaḥ samare pāṇḍuputram
immer wachsam im Kampf den Sohn des Pāṇḍu (Akk.)
tam vā haniṣyāmi sametya yuddhe
so werde ich ihn im Zusammentreffen erschlagen (1.Sg.Fut.)
yāsyāmi vā bhīṣmamukhaḥ yamāya
oder ich werde, wie Bhīṣma zuvor, zu Yama gehen (1.Sg.Fut.)

yamavaruṇakuberavāsavā vā yadi yugapat sagaṇā mahāhave / jugupiṣava ihaitya pāṇḍavaṃ kim u bahunā saha tair jayāmi tam

Und selbst wenn Yama, Varuṇa, Kubera und Vāsava zusammen mit ihren Scharen alle zugleich in dieser großen Schlacht hierherkämen, um den Pāṇḍava zu beschützen - was braucht es viele Worte, ich würde ihn zusammen mit ihnen bezwingen.“

Wort für Wort
yamavaruṇakuberavāsavāḥ vā
Yama, Varuṇa, Kubera und Vāsava (Nom.)
yadi yugapat sagaṇāḥ mahāhave
wenn zugleich mit ihren Scharen in dieser großen Schlacht (Nom.)
jugupiṣavaḥ iha etya pāṇḍavam
hierherkämen, um den Pāṇḍava zu beschützen (Nom.)
kim u bahunā
was [braucht es] viel [Worte] (Instr.)
saha taiḥ jayāmi tam
würde ich ihn zusammen mit ihnen bezwingen (1.Sg.Präs.)

iti raṇarabhasasya katthatas tad upaniśamya vacaḥ sa madrarāṭ / avahasad avamanya vīryavān pratiṣiṣidhe ca jagāda cottaram

Nachdem er diese prahlerische Rede des nach Kampf Ungestümen vernommen hatte, verlachte jener mächtige Herr der Madras ihn verächtlich, widersprach ihm und sprach folgende Antwort:

Wort für Wort
iti raṇarabhasasya katthataḥ
diese Rede des nach Kampf Ungestümen, prahlend (Gen.)
tat vacaḥ upaniśamya
nachdem er dieses Wort vernommen hatte (Absol.)
saḥ madrarāṭ
jener Herr der Madras (Nom.)
avahasat avamanya
verlachte ihn verächtlich (3.Sg.Impf.)
vīryavān
der mächtige (Nom.)
pratiṣiṣidhe ca
und widersprach (3.Sg.Perf.)
jagāda ca uttaram
und sprach die Antwort (3.Sg.Perf.)

virama virama karṇa katthanād atirabhaso 'syati cāpy ayuktavāk / kva ca hi naravaro dhanaṃjayaḥ kva punar iha tvam upāramābudha

„Lass ab, lass ab, Karṇa, vom Prahlen - allzu ungestüm sprichst du unschickliche Worte. Denn wo ist Dhanañjaya, der beste der Männer, und wo bist wiederum du hier, Unverständiger - hör auf!

Wort für Wort
virama virama karṇa katthanāt
lass ab, lass ab, Karṇa, vom Prahlen (2.Sg.Imp.)
atirabhasaḥ asyati
allzu ungestüm sprichst du (2.Sg.Präs.)
ca api ayuktavāk
und auch unschickliche Worte (Nom.)
kva ca hi naravaraḥ dhanaṃjayaḥ
denn wo ist Dhanañjaya, der beste der Männer (Nom.)
kva punaḥ iha tvam
und wo wiederum du hier (Nom.)
upārama abudha
hör auf, Unverständiger (2.Sg.Imp./Vok.)

yadusadanam upendrapālitaṃ tridivam ivāmararājarakṣitam / prasabham iha vilokya ko haret puruṣavarāvarajām ṛte 'rjunāt

Wer könnte, nachdem er das Haus der Yadus - von Upendra [Kṛṣṇa] beschützt wie der dritte Himmel vom König der Unsterblichen bewacht - mit eigenen Augen erblickt hätte, außer Arjuna gewaltsam die jüngere Schwester jenes besten der Männer [Kṛṣṇas] rauben?

Wort für Wort
yadusadanam
das Haus der Yadus (Akk.)
upendrapālitam
von Upendra beschützt (Akk.)
tridivam iva amararājarakṣitam
wie der dritte Himmel vom König der Unsterblichen bewacht (Akk.)
prasabham iha vilokya
nachdem er es hier gewaltsam erblickt hätte (Absol.)
kaḥ haret
wer könnte rauben (3.Sg.Opt.)
puruṣavarāvarajām
die jüngere Schwester jenes besten der Männer (Akk.)
ṛte arjunāt
außer Arjuna (Abl.)

tribhuvanasṛjam īśvareśvaraṃ ka iha pumān bhavam āhvayed yudhi / mṛgavadhakalahe ṛte 'rjunāt surapativīryasamaprabhāvataḥ

Welcher Mann hier würde, außer Arjuna, der an Kraft und Macht dem Herrn der Götter gleichkommt, den Schöpfer der drei Welten, den Herrn der Herren [Śiva], in einem Streit um die Erlegung eines Wildes zum Kampf herausfordern?

Wort für Wort
tribhuvanasṛjam īśvareśvaram
den Schöpfer der drei Welten, den Herrn der Herren (Akk.)
kaḥ iha pumān
welcher Mann hier (Nom.)
bhavam āhvayet yudhi
würde zum Kampf herausfordern (3.Sg.Opt.)
mṛgavadhakalahe
in einem Streit um die Erlegung eines Wildes (Lok.)
ṛte arjunāt
außer Arjuna (Abl.)
surapativīryasamaprabhāvataḥ
der an Kraft und Macht dem Herrn der Götter gleichkommt (Abl./Nom.)

asurasuramahoragān narān garuḍapiśācasayakṣarākṣasān / iṣubhir ajayad agnigauravāt svabhilaṣitaṃ ca havir dadau jayaḥ

Asuras, Götter, große Schlangen, Menschen, Garuḍas, Piśācas samt Yakṣas und Rākṣasas besiegte er mit seinen Pfeilen, aus Ehrerbietung für Agni, und der Sieg brachte ihm die selbst erwünschte Opfergabe dar.

Wort für Wort
asurasuramahoragān narān
Asuras, Götter, große Schlangen, Menschen (Akk.)
garuḍapiśācasayakṣarākṣasān
Garuḍas, Piśācas samt Yakṣas und Rākṣasas (Akk.)
iṣubhiḥ ajayat
besiegte er mit Pfeilen (3.Sg.Impf.)
agnigauravāt
aus Ehrerbietung für Agni (Abl.)
svabhilaṣitam ca havi
und die selbst erwünschte Opfergabe (Akk.)
dadau jayaḥ
brachte der Sieg dar (3.Sg.Perf.)

smarasi nanu yadā parair hṛtaḥ sa ca dhṛtarāṣṭrasuto vimokṣitaḥ / dinakaraja narottamair yadā maruṣu bahūn vinihatya tān arīn

Erinnerst du dich nicht, Sohn der Sonne, wie jener Sohn des Dhṛtarāṣṭra [Duryodhana], vom Feind geraubt, von den besten der Männer befreit wurde, als sie in der Wüste viele jener Feinde niedergestreckt hatten,

Wort für Wort
smarasi nanu
erinnerst du dich nicht (2.Sg.Präs.)
yadā paraiḥ hṛtaḥ
als vom Feind geraubt (Nom.)
saḥ ca dhṛtarāṣṭrasutaḥ vimokṣitaḥ
jener Sohn des Dhṛtarāṣṭra befreit wurde (Nom.)
dinakaraja
o Sohn der Sonne (Vok.)
narottamaiḥ
von den besten der Männer (Instr.)
yadā maruṣu bahūn vinihatya tān arīn
als sie in der Wüste viele jener Feinde niedergestreckt hatten (Absol.)

prathamam api palāyite tvayi priyakalahā dhṛtarāṣṭrasūnavaḥ / smarasi nanu yadā pramocitāḥ khacaragaṇān avajitya pāṇḍavaiḥ

obwohl du selbst als Erster geflohen warst - erinnerst du dich nicht, wie die streitliebenden Söhne des Dhṛtarāṣṭra befreit wurden, als die Pāṇḍavas die Scharen der Himmelswandler [Gandharvas] besiegt hatten?

Wort für Wort
prathamam api palāyite tvayi
obwohl du selbst als Erster geflohen warst (Lok. Absol.)
priyakalahāḥ dhṛtarāṣṭrasūnavaḥ
die streitliebenden Söhne des Dhṛtarāṣṭra (Nom.)
smarasi nanu
erinnerst du dich nicht (2.Sg.Präs.)
yadā pramocitāḥ
als sie befreit wurden (Nom.)
khacaragaṇān avajitya pāṇḍavaiḥ
als die Pāṇḍavas die Scharen der Himmelswandler besiegt hatten (Instr./Absol.)

samuditabalavāhanāḥ punaḥ puruṣavareṇa jitāḥ stha gograhe / sagurugurusutāḥ sabhīṣmakāḥ kim u na jitaḥ sa tadā tvayārjunaḥ

Wiederum wurdet ihr, mit vereinten Truppen und Reittieren, samt dem Lehrer, dem Sohn des Lehrers und Bhīṣma, beim Rinderraub von jenem besten der Männer besiegt - wurde er, jener Arjuna, damals nicht auch von dir besiegt?

Wort für Wort
samuditabalavāhanāḥ punaḥ
wiederum mit vereinten Truppen und Reittieren (Nom.)
puruṣavareṇa jitāḥ stha gograhe
wurdet ihr beim Rinderraub von jenem besten der Männer besiegt (2.Pl.Perf.)
sagurugurusutāḥ sabhīṣmakāḥ
samt dem Lehrer, dem Sohn des Lehrers und Bhīṣma (Nom.)
kim u na jitaḥ saḥ tadā tvayā arjunaḥ
wurde er, jener Arjuna, damals nicht von dir besiegt (Nom.)

idam aparam upasthitaṃ punas tava nidhanāya suyuddham adya vai / yadi na ripubhayāt palāyase samaragato 'dya hato 'si sūtaja

Hier steht dir nun wiederum, zu deinem Verderben, heute fürwahr ein rechtes Gefecht bevor; wenn du nicht aus Furcht vor dem Feind fliehst, bist du, in den Kampf gezogen, heute schon so gut wie tot, Sohn eines Sūta.“

Wort für Wort
idam aparam upasthitam punaḥ
dies steht dir wiederum bevor (Nom.)
tava nidhanāya
zu deinem Verderben (Dat.)
suyuddham adya vai
ein rechtes Gefecht heute fürwahr (Nom.)
yadi na ripubhayāt palāyase
wenn du nicht aus Furcht vor dem Feind fliehst (2.Sg.Präs.)
samaragataḥ adya hataḥ asi sūtaja
bist du, in den Kampf gezogen, heute so gut wie tot, Sohn eines Sūta (2.Sg.Präs.)

iti bahuparuṣaṃ prabhāṣati pramanasi madrapatau ripustavam / bhṛśam atiruṣitaḥ paraṃ vṛṣaḥ kurupṛtanāpatir āha madrapam

Während so der übellaunige Herr der Madras dieses überaus harte Lob des Feindes [Arjunas] aussprach, sprach der heftig erzürnte Stier, der Führer des Kaurava-Heeres, weiter zu dem Herrn der Madras:

Wort für Wort
iti bahuparuṣam prabhāṣati
während er dies überaus Harte aussprach (Lok. Absol.)
pramanasi madrapatau
während der übellaunige Herr der Madras (Lok. Absol.)
ripustavam
das Lob des Feindes (Akk.)
bhṛśam atiruṣitaḥ
heftig erzürnt (Nom.)
param vṛṣaḥ
der überaus [erzürnte] Stier (Nom.)
kurupṛtanāpatiḥ āha madrapam
der Führer des Kaurava-Heeres sprach zum Herrn der Madras (3.Sg.Perf.)

bhavatu bhavatu kiṃ vikatthase nanu mama tasya ca yuddham udyatam / yadi sa jayati māṃ mahāhave tata idam astu sukatthitaṃ tava

„Genug, genug! Was prahlst du so? Steht nicht der Kampf zwischen ihm und mir bereits bevor? Wenn er mich in jener großen Schlacht besiegt, dann sei dieses dein schönes Prahlen gerechtfertigt.“

Wort für Wort
bhavatu bhavatu
genug, genug (Ausruf)
kim vikatthase
was prahlst du (2.Sg.Präs.)
nanu mama tasya ca yuddham udyatam
steht nicht der Kampf zwischen mir und ihm bevor (Nom.)
yadi saḥ jayati mām mahāhave
wenn er mich in jener großen Schlacht besiegt (3.Sg.Präs.)
tataḥ idam astu sukatthitam tava
dann sei dieses dein schönes Prahlen [gerechtfertigt] (3.Sg.Imp.)

evam astv iti madreśa uktvā nottaram uktavān / yāhi madreśa cāpy enaṃ karṇaḥ prāha yuyutsayā

„So sei es.“, sprach der Herr der Madras und sagte nichts weiter. „Treibe an, Herr der Madras, gegen ihn.“, sagte Karṇa, kampfbegierig.

Wort für Wort
evam astu iti
'so sei es' (Ausruf)
madreśaḥ uktvā
der Herr der Madras, nachdem er gesagt hatte (Absol.)
na uttaram uktavān
sagte nichts weiter (Nom.)
yāhi madreśa
treibe an, Herr der Madras (2.Sg.Imp./Vok.)
ca api enam
und auch gegen ihn (Akk.)
karṇaḥ prāha yuyutsayā
sagte Karṇa, kampfbegierig (3.Sg.Perf.)

sa rathaḥ prayayau śatrūñ śvetāśvaḥ śalyasārathiḥ / nighnann amitrān samare tamo ghnan savitā yathā

Jener Wagen, mit weißen Rossen bespannt, Śalya als Wagenlenker, fuhr auf die Feinde zu, die Gegner im Kampf niederschlagend, wie die Sonne die Finsternis vertreibt.

Wort für Wort
saḥ rathaḥ prayayau śatrūn
jener Wagen fuhr auf die Feinde zu (3.Sg.Impf.)
śvetāśvaḥ
mit weißen Rossen bespannt (Nom.)
śalyasārathiḥ
mit Śalya als Wagenlenker (Nom.)
nighnan amitrān samare
die Gegner im Kampf niederschlagend (Part.)
tamaḥ ghnan savitā yathā
wie die Sonne die Finsternis vertreibt (Nom.)

tataḥ prāyāt prītimān vai rathena vaiyāghreṇa śvetayujātha karṇaḥ / sa cālokya dhvajinīṃ pāṇḍavānāṃ dhanaṃjayaṃ tvarayā paryapṛcchat

Dann fuhr Karṇa, hocherfreut, auf seinem mit Tigerfell [bedeckten], mit weißen Rossen bespannten Wagen davon; und als er das Heer der Pāṇḍavas erblickte, erkundigte er sich eilig nach Dhanañjaya.

Wort für Wort
tataḥ prāyāt prītimān vai
dann fuhr hocherfreut davon (3.Sg.Impf.)
rathena vaiyāghreṇa
auf dem mit Tigerfell bedeckten Wagen (Instr.)
śvetayujā atha karṇaḥ
mit weißen Rossen bespannt, Karṇa (Nom.)
saḥ ca ālokya dhvajinīm pāṇḍavānām
und als er das Heer der Pāṇḍavas erblickte (Absol.)
dhanaṃjayam tvarayā paryapṛcchat
erkundigte er sich eilig nach Dhanañjaya (3.Sg.Impf.)

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