Kapitel 60: karṇasya pāñcālavināśanaṃ bhīmaduḥśāsanayoḥ saṃvādaḥ sayuddhaṃ ca
Karṇas Vernichtung der Pāñcālas und der Wortwechsel samt Zweikampf zwischen Bhīma und Duḥśāsana
Saṃjaya sprach: Da, als die Kurus geflohen waren, o König, zerstreute Karṇa, der Sūta-Sohn, mit seinem gepanzerten, weißrossigen Wagen die Söhne der Pāñcālas mit seinen großen Pfeilen, wie der Wind Wolkenmassen.
Nachdem er den Wagenlenker mit einem Añjalika-Pfeil vom Wagen gestürzt hatte, tötete er auch die Rosse des Janamejaya; mit Bhalla-Pfeilen überschüttete er Śatānīka und Sutasoma und zerschnitt auch ihre beiden Bögen.
Da durchbohrte er Dhṛṣṭadyumna mit sechs Pfeilen und tötete im Kampf sein rechtes Zugross; nachdem er auch die Rosse Sātyakis getötet hatte, erschlug der Sūta-Sohn den Kaikeya-Sohn Viśoka.
Wort für Wort
nirbibhede
er durchbohrte (Impf.)
dakṣiṇam
das rechte (Zugross) (Akk.)
kaikeyaputram
den Kaikeya-Sohn (Akk.)
Dieser 'kaikeyaputraḥ Viśoka' ist offenbar eine andere Person als der gleichnamige Viśoka, der in Kap.54 als Bhīmasenas Wagenlenker eingeführt wurde; der Name wird hier, wie im Quelltext, ohne Vereinheitlichung für eine offenbar andere Figur verwendet.
tam abhyadhāvan nihate kumāre / kaikeyasenāpatir ugradhanvā / śarair vibhinnaṃ bhṛśam ugravegaiḥ / karṇātmajaṃ so 'bhyahanat suṣeṇam
Als der Prinz erschlagen war, stürmte der Heerführer der Kaikeyas, von furchtbarem Bogen, auf ihn zu; mit überaus heftigen, gewaltigen Pfeilen durchbohrte er Karṇas Sohn Suṣeṇa.
tasyārdhacandrais tribhir uccakarta / prasahya bāhū ca śiraś ca karṇaḥ / sa syandanād gām apatad gatāsuḥ / paraśvadhaiḥ śāla ivāvarugṇaḥ
Diesem schlug Karṇa mit drei Halbmond-Pfeilen gewaltsam die Arme und das Haupt ab; er fiel entseelt vom Wagen zu Boden, wie ein von Äxten gefällter Śāla-Baum.
Suṣeṇa, der Sohn des Sūta-Sohnes, bedeckte mit gerade fliegenden, scharfen Pfeilen den Helden von Śinis Geschlecht, dessen Rosse getötet waren, wie tanzend; doch von Śineyas Pfeil getroffen, fiel er.
putre hate krodhaparītacetāḥ / karṇaḥ śinīnām ṛṣabhaṃ jighāṃsuḥ / hato 'si śaineya iti bruvan sa / vyavāsṛjad bāṇam amitrasāham
Als sein Sohn erschlagen war, von Zorn übermannten Sinnes, sprach Karṇa, begierig, den Stier von Śinis Geschlecht zu töten: „Du bist tot, Śineya!“ und schleuderte einen feindeunerträglichen Pfeil.
sa tasya ciccheda śaraṃ śikhaṇḍī / tribhis tribhiś ca pratutoda karṇam / śikhaṇḍinaḥ kārmukaṃ sa dhvajaṃ ca / cchittvā śarābhyām ahanat sujātam
Śikhaṇḍin zerschnitt jenen Pfeil und durchbohrte Karṇa mit je drei Pfeilen; dieser zerschnitt Śikhaṇḍins Bogen und Banner mit zwei Pfeilen und traf den Wohlgeborenen.
śikhaṇḍinaṃ ṣaḍbhir avidhyad ugro / dānto dhārṣṭadyumnaśiraś cakarta / athābhinat sutasomaṃ śareṇa / sa saṃśitenādhirathir mahātmā / tato 'pare bhārata duṣprakampyāḥ / pāñcālānāṃ rathasaṃghāḥ sametāḥ / pratiśrutā hy antarikṣe gatābhā / dhanuḥpravīrās tu rathapravīrāḥ
Der Furchtbare, Selbstbeherrschte durchbohrte Śikhaṇḍin mit sechs Pfeilen und schlug das Haupt des Dhṛṣṭadyumna ab; dann durchbohrte der hochgesinnte Sohn des Adhiratha den Sutasoma mit einem scharfen Pfeil. Da kamen andere, unerschütterliche, o Bhārata, vereinte Scharen von Wagenkämpfern der Pāñcālas, deren Widerhall im Luftraum erscholl - die besten der Bogenschützen, die besten der Wagenkämpfer.
Wort für Wort
dhārṣṭadyumnaśiraḥ
das Haupt des Dhṛṣṭadyumna/Dhārṣṭadyumni (Akk.)
cakarta
er schlug ab (Perf.)
duṣprakampyāḥ
unerschütterlich (Nom. Pl.)
Die Formulierung 'dhārṣṭadyumnaśiraś cakarta' ('er schlug das Haupt des Dhṛṣṭadyumna ab') scheint den Tod Dhṛṣṭadyumnas zu berichten; dies widerspricht jedoch seinem bekannten Fortleben bis zum Kriegsende (er fällt erst im nächtlichen Massaker nach Kriegsschluss durch Aśvatthāman) und auch seinem eigenen weiteren Auftreten schon wenige Verse später in diesem Kapitel (v015: 'saha pārṣatena'). Möglicherweise bezieht sich die patronymische Form 'dhārṣṭadyumna' auf einen sonst nicht genannten Sohn Dhṛṣṭadyumnas, oder es liegt eine unklare bzw. verderbte Textstelle vor. Die Apparatszeilen *0923_01-04 sind zudem fragmentarisch und syntaktisch schwer zu konstruieren; sie werden hier vorsichtig sinngemäß, ohne Ergänzung fehlender Satzteile, wiedergegeben.
Als in dem tumultartigen Kampfgeschrei, während dort Dhārṣṭadyumni erschlagen wurde, sprach Kṛṣṇa, der Löwe unter den Königen: „Das Pāñcāla-Volk wird vernichtet - geh, Pārtha, erschlage Karṇa!“
Da lachte der Beste unter den Männern rasch und fuhr mit seinem Wagen zum Wagen des Sohnes des Adhiratha, begierig, in ihrer Gefahr den vom Wagenscharenführer Angegriffenen Schutz zu gewähren, der Starkarmige.
visphārya gāṇḍīvam athograghoṣaṃ / jyayā samāhatya tale bhṛśaṃ ca / bāṇāndhakāraṃ sahasaiva kṛtvā / jaghāna nāgāśvarathān narāṃś ca / prītāḥ śukāḥ prādravann antarikṣe / guhā girīṇām apatan vayāṃsi / yan maṇḍalajyena vijṛmbhamāṇo / raudre muhūrte 'bhyapatat kirīṭī
Nachdem er den furchtbar tönenden Gāṇḍīva-Bogen gespannt hatte, ihn heftig mit der Sehne gegen seine Handfläche schlagend, und sogleich eine Finsternis von Pfeilen erzeugend, tötete er Elefanten, Rosse, Wagen und Männer; erfreute Papageien flohen im Luftraum davon, Vögel fielen in die Berghöhlen, als Kirīṭin, mit im Kreis gespannter Bogensehne sich reckend, in jener furchtbaren Stunde losstürmte.
taṃ bhīmaseno 'nu yayau rathena / pṛṣṭhe rakṣan pāṇḍavam ekavīram / tau rājaputrau tvaritau rathābhyāṃ / karṇāya yātāv aribhir vimuktau
Bhīmasena folgte ihm mit seinem Wagen, den einzigartigen Pāṇḍava-Helden von hinten beschützend; die beiden Königssöhne fuhren eilends mit ihren Wagen, von Feinden unbehelligt, gegen Karṇa.
Inzwischen führte der Sūta-Sohn einen gewaltigen Kampf, die Somakas zermalmend; er tötete Scharen von Wagen, Rossen und Elefanten und bedeckte die Himmelsrichtungen mit seinen Pfeilen.
tam uttamaujā janamejayaś ca / kruddhau yudhāmanyuśikhaṇḍinau ca / karṇaṃ vineduḥ sahitāḥ pṛṣatkaiḥ / saṃmardamānāḥ saha pārṣatena
Uttamaujas und Janamejaya, sowie die erzürnten Yudhāmanyu und Śikhaṇḍin, zusammen mit dem Sohn des Pṛṣata, brüllten gegen Karṇa mit ihren Pfeilen, ihn bedrängend.
te pañca pāñcālarathāḥ surūpair / vaikartanaṃ karṇam abhidravantaḥ / tasmād rathāc cyāvayituṃ na śekur / dhairyāt kṛtātmānam ivendriyāṇi
Jene fünf schöngestaltigen Pāñcāla-Wagenkämpfer, die auf Vaikartana Karṇa losstürmten, vermochten ihn nicht von seinem Wagen zu vertreiben, wie die Sinne einen standhaften, selbstbeherrschten Menschen nicht von seiner Festigkeit abzubringen vermögen.
teṣāṃ dhanūṃṣi dhvajavājisūtāṃs / tūṇaṃ patākāś ca nikṛtya bāṇaiḥ / tān pañcabhiḥ sa tv ahanat pṛṣatkaiḥ / karṇas tataḥ siṃha ivonnanāda
Deren Bögen, Banner, Rosse und Wagenlenker, deren Köcher und Standarten zerschnitt er mit Pfeilen; sie selbst traf er mit fünf Pfeilen, und Karṇa brüllte darauf wie ein Löwe.
Wort für Wort
nikṛtya
zerschneidend (Abs.)
pṛṣatkaiḥ
mit Pfeilen (Instr.)
unnanāda
er brüllte (Perf.)
Die Apparatszeile *0925_01/02 wiederholt dieselbe Aufzählung (Banner, Rosse, Wagenlenker, Standarten, Köcher, Bögen) in nur leicht veränderter Reihenfolge und wird hier nicht gesondert übersetzt.
tasyāsyatas tān abhinighnataś ca / jyābāṇahastasya dhanuḥsvanena / sādridrumā syāt pṛthivī viśīrṇā / ity eva matvā janatā vyaṣīdat
Während er so, die Sehne und Pfeile in der Hand, schoss und sie niederschlug, glaubten die Leute, beim Klang seines Bogens, die Erde samt ihren Bergen und Bäumen würde zerbersten, und verzagten.
Er, der Sohn des Adhiratha, mit seinem dem Bogen Śakras gleichenden, heftig gespannten Bogen Pfeile entsendend, erstrahlte im Kampf, mit leuchtendem Strahlenkranz, wie die Sonne, von einem Halo umgeben.
Er traf Śikhaṇḍin mit zwölf scharfen Pfeilen, dann Uttamaujas mit sechs; mit drei schnellen Pfeilen durchbohrte er Yudhāmanyu, und mit je drei die beiden Söhne des Somaka und des Pārṣata.
parājitāḥ pañca mahārathās tu te / mahāhave sūtasutena māriṣa / nirudyamās tasthur amitramardanā / yathendriyārthātmavatā parājitāḥ
Besiegt wurden jene fünf großen Wagenkämpfer im gewaltigen Kampf vom Sohn des Sūta, o Verehrter; kraftlos standen sie da, die Feindezermalmer, wie von einem Selbstbeherrschten die Sinnesobjekte besiegt dastehen.
Sie, die in Karṇas Ozean versanken wie Kaufleute mit havariertem Schiff im Meer, zogen die Söhne Draupadīs mit ihren wohlgerüsteten Wagen, wie mit Schiffen aus dem Ozean, ihre mütterlichen Onkel heraus.
Da zerschnitt der Stier von Śinis Geschlecht mit scharfen Pfeilen die vielen von Karṇa entsandten Pfeile, durchbohrte Karṇa mit scharfen, aus Eisen gefertigten Pfeilen und traf deinen ältesten Sohn mit acht Pfeilen.
kṛpo 'tha bhojaś ca tavātmajas tathā / svayaṃ ca karṇo niśitair atāḍayat / sa taiś caturbhir yuyudhe yadūttamo / digīśvarair daityapatir yathā tathā
Da schlugen Kṛpa, Bhoja, dein Sohn und Karṇa selbst ihn mit scharfen Pfeilen; er, der Beste der Yadus, kämpfte mit jenen vieren, wie der Herr der Daityas mit den Herren der Weltrichtungen.
Mit seinem gleichmäßig gespannten, tönenden, heftig angezogenen Bogen, unermessliche Pfeilregen entsendend, wurde Sātyaki überaus schwer zu bezwingen, wie die Sonne, wenn sie mitten am Himmel steht.
Da kamen die wohlgepanzerten Feindebedränger wiederum mit ihren Wagen heran und schützten den Helden von Śinis Geschlecht; die Pāñcāla-Wagenkämpfer versammelten sich in der großen Schlacht, wie die Marut-Scharen um Śakra bei der Bezwingung eines Feindes.
tato 'bhavad yuddham atīva dāruṇaṃ / tavāhitānāṃ tava sainikaiḥ saha / rathāśvamātaṅgavināśanaṃ tathā / yathā surāṇām asuraiḥ purābhavat
Da entbrannte ein überaus grausiger Kampf zwischen deinen Feinden und deinen Soldaten, mit der Vernichtung von Wagen, Rossen und Elefanten, wie er einst zwischen den Göttern und den Asuras stattfand.
Wort für Wort
tavāhitānām
deiner Feinde (Gen. Pl.)
rathāśvamātaṅgavināśanam
die Vernichtung von Wagen, Rossen und Elefanten (Nom.)
Während dies so vor sich ging, stürmte dein furchtloser Sohn, der jüngere Bruder des Königs, Pfeile verschießend, auf Bhīma los; eilends stürmte ihm Vṛkodara entgegen, wie ein Löwe, der auf einen großen Ruru-Hirsch losgeht.
Da entbrannte zwischen ihnen beiden, die um den Einsatz ihres Lebens würfelten, ein übermenschlicher Kampf, wie zwischen dem zornerfüllten, übermütigen Śambara und Śakra.
Mit körperbeendenden, scharf gespitzten Pfeilen schlugen sie einander heftig, wie zwei einmal in Brunft geratene große Elefanten, deren Sinn an einer Elefantenkuh hängt, zwischen sich kämpfen.
Ihre beiden Wagen, von den Wagenlenkern angetrieben, kamen gleichzeitig plötzlich zusammen, mit mancherlei Waffen, mit bunten Bannern und Standarten, wie einst im Himmel Bala und Śakra im Kampf.
Wort für Wort
pracoditau
angetrieben (Nom. Du.)
citrapatākinadhvajau
mit bunten Bannern und Standarten (Nom. Du.)
An dieser Stelle setzt der Quelltext (Apparatsnummer *028_0008) mitten im Vers die Sprecherangabe 'bhīmaḥ' ('Bhīma [spricht]:'), die hier als Ankündigung der unmittelbar folgenden Bhīma-Rede aufgefasst und nicht gesondert übersetzt wird.
diṣṭyāsi duḥśāsana adya dṛṣṭa / ṛṇaṃ pratīccheḥ sahavṛddhimūlam / ciroditaṃ taṃ yan mayā te sabhāyāṃ / kṛṣṇābhimarśena gṛhāṇa mattaḥ
Bhīma sprach: „Zum Glück sehe ich dich heute, Duḥśāsana! Empfange die Schuld samt Zins und Kapital zurück, die dir von mir längst in der Versammlungshalle angesagt wurde - für die Kränkung Kṛṣṇās empfange sie von mir!“
Wort für Wort
diṣṭyā
zum Glück, glücklicherweise (Adv.)
ṛṇam
die Schuld (Akk.)
sahavṛddhimūlam
samt Zins und Kapital (Akk.)
Die Anspielung bezieht sich auf Bhīmas berühmten Schwur in der Würfelspiel-Versammlungshalle (Sabhāparva), Duḥśāsana für die Kränkung Draupadīs (Kṛṣṇās) zu töten und sein Blut zu trinken.
„Ich erinnere mich an alles und vergesse nichts; höre, was ich dir sage, Bhīmasena. Und ich erinnere mich seit langem an das, was durch euch selbst verursacht wurde: wie ihr im Lackhaus, Nacht und Tag, vertrauenslos, auf der Jagd umherziehend, überall lebtet, verstoßen, aus großer Furcht Tag und Nacht euch erinnernd, und so des Genusses und des Glücks beraubt, in den Wäldern und Bergschluchten umherstreifend, in die Stadt des Pāñcāla-Königs eintratet -“
māyāṃ yūyaṃ kām api saṃpraviṣṭā / yato vṛtaḥ kṛṣṇayā phalguno vaḥ / saṃbhūya pāpais tad anāryavṛttaṃ / kṛtaṃ tadā mātṛkṛtānurūpam / eko vṛtaḥ pañcabhiḥ sābhipannā / hy alajjamānaiś ca parasparasya / smare sabhāyāṃ subalātmajena / dāsīkṛtāḥ stha saha kṛṣṇayā tu
„- in irgendeine Verkleidung wart ihr eingegangen, als Phalguna von Kṛṣṇā für euch erwählt wurde; da wurde jenes unedle Verhalten, zusammen mit den Sündhaften begangen, gemäß dem von der Mutter Veranlassten: die von einem Erwählte wurde von den fünfen in Besitz genommen, schamlos voneinander. Ich erinnere mich, wie ihr in der Versammlungshalle, durch den Sohn Subalas, zusammen mit Kṛṣṇā zu Sklaven gemacht wurdet.“
Wort für Wort
anāryavṛttam
unedles Verhalten (Akk.)
mātṛkṛtānurūpam
gemäß dem von der Mutter Veranlassten (Akk.)
dāsīkṛtāḥ
zu Sklaven/Dienerinnen gemacht (Nom. Pl.)
An der Stelle der Apparatsnummer *028_0032 steht im Quelltext isoliert die Sprecherangabe 'saṃjayaḥ' inmitten von Duḥśāsanas wörtlicher Rede - vermutlich ein versehentlich stehengebliebener Verweis auf den Erzähler Saṃjaya, ohne erkennbare inhaltliche Funktion an dieser Stelle; er wird hier nicht gesondert übersetzt.
tenaivam uktas tu tavātmajena / subālacittena vṛkodaro 'pi / pragṛhya cāpaṃ bhṛkuṭīṃ lalāṭe / kṛtvā tu roṣojjvalatāmranetraḥ
So von deinem kindisch gesinnten Sohn angesprochen, ergriff auch Vṛkodara seinen Bogen, zog die Stirn in Falten und, seine Augen vor Zorn aufflammend, kupferrot,
Wort für Wort
subālacittena
von kindischem Sinn (Instr.)
bhṛkuṭīṃ kṛtvā
die Stirn runzelnd (Abs.)
roṣojjvalatāmranetraḥ
mit vor Zorn aufflammenden kupferroten Augen (Nom.)
tavātmajasyātha vṛkodaras tvaran / dhanuḥ kṣurābhyāṃ dhvajam eva cācchinat / lalāṭam apy asya bibheda patriṇā / śiraś ca kāyāt prajahāra sāratheḥ
- zerschnitt Vṛkodara eilends mit zwei Rasiermesser-Pfeilen den Bogen und das Banner deines Sohnes; auch seine Stirn durchbohrte er mit einem gefiederten Pfeil, und er schlug das Haupt vom Rumpf seines Wagenlenkers.
sa rājaputro 'nyad avāpya kārmukaṃ / vṛkodaraṃ dvādaśabhiḥ parābhinat / svayaṃ niyacchaṃs turagān ajihmagaiḥ / śaraiś ca bhīmaṃ punar abhyavīvṛṣat
Jener Königssohn ergriff einen anderen Bogen und traf Vṛkodara mit zwölf Pfeilen; selbst die Rosse lenkend, überschüttete er Bhīma mit geradefliegenden Pfeilen erneut.
Da entsandte er einen Pfeil, dem Sonnenstrahl gleich an Glanz, mit Gold, Diamanten und den besten Edelsteinen geschmückt, dem Sturz von Mahendras Donnerkeilblitz an Unerträglichkeit gleich, fähig, Bhīmas Glieder zu zerreißen.
Wort für Wort
sūryamarīcisaprabham
dem Sonnenstrahl gleich an Glanz (Akk.)
mahendravajrāśanipātaduḥsaham
dem Sturz von Mahendras Donnerkeilblitz an Unerträglichkeit gleich (Akk.)
sa tena nirbhinnatanur vṛkodaro / nipātitaḥ srastatanur gatāsuvat / prasārya bāhū rathavaryam āśritaḥ / punaś ca saṃjñām upalabhya cānadat
Von diesem am Körper durchbohrt, stürzte Vṛkodara nieder, mit erschlafftem Körper, wie leblos; die Arme ausgestreckt, sank er an seinem vortrefflichen Wagen zusammen, doch als er das Bewusstsein wiedererlangte, brüllte er erneut auf.