tvayā nāthena govinda dhruva eṣa jayo mama / prasanno yasya me 'dya tvaṃ bhūtabhavyabhavatprabhuḥ
„Mit dir als Beschützer, Govinda, ist dieser Sieg mir gewiss; denn du, der Herr des Gewesenen, Künftigen und Gegenwärtigen, bist mir heute gnädig gesonnen.“
Wort für Wort
tvayā nāthena govinda dhruvaḥ eṣaḥ jayaḥ mama
mit dir als Beschützer, Govinda, ist dieser Sieg mir gewiss (Instr. / Instr. / Vok. / Nom. / Nom. / Nom. / Gen.)
prasannaḥ yasya me adya tvam bhūtabhavyabhavatprabhuḥ
denn du, der Herr des Gewesenen, Künftigen und Gegenwärtigen, bist mir heute gnädig gesonnen (Nom. / Gen. / Gen. / Adv. / Nom. / Nom.)
tvatsahāyo hy ahaṃ kṛṣṇa trīṃl lokān vai samāgatān / prāpayeyaṃ paraṃ lokaṃ kim u karṇaṃ mahāraṇe
„Denn mit dir als Gefährten, Kṛṣṇa, könnte ich selbst die drei Welten, vereint zusammengekommen, in die andere Welt senden – wie viel mehr dann Karṇa in der großen Schlacht!“
Wort für Wort
tvatsahāyaḥ hi aham kṛṣṇa trīn lokān vai samāgatān
denn mit dir als Gefährten, Kṛṣṇa, könnte ich die drei Welten, vereint (Nom. / Partikel / Nom. / Vok. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Partikel / Akk.Pl.)
prāpayeyam param lokam kim u karṇam mahāraṇe
zusammengekommen, in die andere Welt senden – wie viel mehr dann Karṇa in der großen Schlacht (1.Sg.Opt. / Akk. / Akk. / Partikel / Partikel / Akk. / Lok.)
„Dies wahrhaftig ist jene Schlacht, Kṛṣṇa, in welcher – die Krieger, so oft von mir besiegt, der Flucht zugewandt – die Wesen erzählen werden, solange die Erde bestehen wird.“
Wort für Wort
ayam khalu saḥ saṃgrāmaḥ yatra kṛṣṇa mayā kṛtam
dies wahrhaftig ist jene Schlacht, Kṛṣṇa, in welcher von mir vollbracht (Nom. / Partikel / Nom. / Nom. / Adv. / Vok. / Instr. / Nom.)
nirjitāḥ bahuśaḥ yodhāḥ palāyanaparāyaṇāḥ
die Krieger, so oft besiegt, der Flucht zugewandt (Nom.Pl. / Adv. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
kathayiṣyanti bhūtāni yāvat bhūmiḥ dhariṣyati
werden die Wesen erzählen, solange die Erde bestehen wird (3.Pl.Fut. / Nom.Pl. / Konj. / Nom. / 3.Sg.Fut.)
„Heute wird König Dhṛtarāṣṭra sein eigenes Urteil verurteilen, mit dem er Duryodhana, des Königtums unwürdig, zum König geweiht hat. Denn wer, einen Tugendhaften verlassend, einen Untauglichen zum Herrn macht, der trauert, König, Kṛṣṇa, wenn das Verderben rasch hereinbricht. Wie ein gewisser Mann, der einen großen Mangohain gefällt hat und seinen Sinn darauf gerichtet hat, stattdessen einen Palāśa-Baum zu bewässern, von trüber Einsicht, trauert – gierig nach Frucht beim Anblick der Blüte, und beim Anblick der Frucht danach wehklagend – so wird auch dieses Verlangen des Dhṛtarāṣṭra nach der Blüte, Ehrenspender, beim Anblick der Frucht tiefen Schmerz bringen, Janārdana. Sobald heute der Sohn des Wagenlenkers erschlagen ist, wird der Herr hoffnungslos werden.“
Wort für Wort
adya rājā dhṛtarāṣṭraḥ svām buddhim avamaṃsyate
heute wird König Dhṛtarāṣṭra sein eigenes Urteil verurteilen (Adv. / Nom. / Nom. / Akk. / Akk. / 3.Sg.Fut.)
duryodhanam arājyārham yayā rājye abhyaṣecayat
mit dem er Duryodhana, des Königtums unwürdig, zum König geweiht hat (Akk. / Akk. / Instr. / Lok. / 3.Sg.Impf.)
guṇavantam hi yaḥ hitvā nirguṇam kurute prabhum
denn wer, einen Tugendhaften verlassend, einen Untauglichen zum Herrn macht (Akk. / Partikel / Nom. / Ger. / Akk. / 3.Sg.Präs. / Akk.)
saḥ śocati nṛpaḥ kṛṣṇa kṣipram eva āgate kṣaye
der trauert, König, Kṛṣṇa, wenn das Verderben rasch hereinbricht (Nom. / 3.Sg.Präs. / Nom. / Vok. / Adv. / Partikel / Lok.Abs. / Lok.)
yathā hi puruṣaḥ kaścit chittvā cāmravaṇam mahat
wie ein gewisser Mann, der einen großen Mangohain gefällt hat (Konj. / Partikel / Nom. / Nom. / Ger. / Akk. / Akk.)
palāśasecane buddhim kṛtvā śocati mandadhīḥ
und seinen Sinn darauf gerichtet hat, stattdessen einen Palāśa-Baum zu bewässern, von trüber Einsicht, trauert (Lok. / Akk. / Ger. / 3.Sg.Präs. / Nom.)
adya rājyāt sukhāc caiva śriyo rāṣṭrāt tathā purāt / putrebhyaś ca mahābāho dhṛtarāṣṭro viyokṣyate / adya rājyāc ca putrāc ca śriyaś caiva nirāśavān / sukhāc ca vipulāt kṛṣṇa dhṛtarāṣṭro viyokṣyati
„Heute wird Dhṛtarāṣṭra von seinem Königreich, von seinem Glück, von seiner Herrlichkeit, von seinem Reich, ebenso von seiner Hauptstadt und von seinen Söhnen getrennt werden, Starkarmiger. Heute, hoffnungslos in Bezug auf Königreich, Söhne und Herrlichkeit, wird Dhṛtarāṣṭra auch von seinem reichlichen Glück getrennt werden, Kṛṣṇa.“
Wort für Wort
adya rājyāt sukhāt ca eva śriyaḥ rāṣṭrāt tathā purāt
heute von seinem Königreich, von seinem Glück, von seiner Herrlichkeit, von seinem Reich, ebenso von seiner Hauptstadt (Adv. / Abl. / Abl. / Konj. / Partikel / Abl. / Abl. / Adv. / Abl.)
putrebhyaḥ ca mahābāho dhṛtarāṣṭraḥ viyokṣyate
und von seinen Söhnen wird Dhṛtarāṣṭra getrennt werden, Starkarmiger (Abl.Pl. / Konj. / Vok. / Nom. / 3.Sg.Fut.)
adya rājyāt ca putrāt ca śriyaḥ ca eva nirāśavān
heute, hoffnungslos in Bezug auf Königreich, Söhne und Herrlichkeit (Adv. / Abl. / Konj. / Abl. / Konj. / Abl. / Konj. / Partikel / Nom.)
sukhāt ca vipulāt kṛṣṇa dhṛtarāṣṭraḥ viyokṣyati
wird Dhṛtarāṣṭra auch von seinem reichlichen Glück getrennt werden, Kṛṣṇa (Abl. / Konj. / Abl. / Vok. / Nom. / 3.Sg.Fut.)
„Heute, wenn er von mir sieht, wie Karṇa von Pfeilen in Stücke zerschlagen wird, so wie einst im Krieg zwischen Göttern und Dämonen Vṛtra vom Zerstörer der Festungen – möge der Herr der Menschen sich deiner Worte über den Frieden erinnern.“
Wort für Wort
adya dṛṣṭvā mayā karṇam śaraiḥ viśakalīkṛtam
heute, wenn er von mir sieht, wie Karṇa von Pfeilen in Stücke zerschlagen wird (Adv. / Ger. / Instr. / Akk. / Instr.Pl. / Akk.)
purā devāsure yuddhe vṛtram balabhidā yathā
so wie einst im Krieg zwischen Göttern und Dämonen Vṛtra vom Zerstörer der Festungen (Adv. / Lok. / Lok. / Akk. / Instr. / Konj.)
smaratām tava vākyāni śamam prati janeśvaraḥ
möge der Herr der Menschen sich deiner Worte über den Frieden erinnern (3.Sg.Imp. / Gen. / Akk.Pl. / Akk. / Postp. / Nom.)
„Heute möge jener Sohn des Subala, Kṛṣṇa, wissen, dass der Einsatz Pfeile sind, das falsche Würfelspiel der Gāṇḍīva-Bogen und das Spielfeld mein Wagen. Heute werde ich die feste, nächtliche Sorge des Königs, des Sohnes der Kuntī, vertreiben, Govinda, indem ich Karṇa mit scharfen Pfeilen erschlage. Heute wird der König, der Sohn der Kuntī, sobald der Sohn des Wagenlenkers von mir erschlagen ist, mit hocherfreutem, zufriedenem Sinn dauerhaftes Glück erlangen. Und heute werde ich einen unanfechtbaren, unvergleichlichen Pfeil entsenden, Keśava, der hier Karṇa des Lebens berauben wird. Und was das Gelübde betrifft, das ich in Bezug auf den Tod jenes Bösgesinnten abgelegt habe: dass ich mir die Füße nicht waschen werde, bis ich ihn zu Fall gebracht habe – indem ich das Gelübde jenes Sünders zunichtemache, Madhusūdana, werde ich seinen Leib mit glattgliedrigen Pfeilen vom Wagen stürzen.“
Wort für Wort
adya asau saubalaḥ kṛṣṇa glaham jānātu vai śarān
heute möge jener Sohn des Subala, Kṛṣṇa, wissen, dass der Einsatz Pfeile sind (Adv. / Nom. / Nom. / Vok. / Akk. / 3.Sg.Imp. / Partikel / Akk.Pl.)
durodaram ca gāṇḍīvam maṇḍalam ca ratham mama
das falsche Würfelspiel der Gāṇḍīva-Bogen und das Spielfeld mein Wagen (Akk. / Konj. / Akk. / Akk. / Konj. / Akk. / Gen.)
adya kuntīsutasya aham dṛḍham rājñaḥ prajāgaram
heute werde ich die feste, nächtliche Sorge des Königs, des Sohnes der Kuntī (Adv. / Gen. / Nom. / Akk. / Gen. / Akk.)
vyapaneṣyāmi govinda hatvā karṇam śitaiḥ śaraiḥ
vertreiben, Govinda, indem ich Karṇa mit scharfen Pfeilen erschlage (1.Sg.Fut. / Vok. / Ger. / Akk. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
adya kuntīsutaḥ rājā hate sūtasute mayā
heute wird der König, der Sohn der Kuntī, sobald der Sohn des Wagenlenkers von mir erschlagen ist (Adv. / Nom. / Nom. / Lok.Abs. / Lok. / Instr.)
suprahṛṣṭamanāḥ prītaḥ ciram sukham avāpsyati
mit hocherfreutem, zufriedenem Sinn dauerhaftes Glück erlangen (Nom. / Nom. / Adv. / Akk. / 3.Sg.Fut.)
adya ca aham anādhṛṣyam keśava apratimam śaram
und heute werde ich einen unanfechtbaren, unvergleichlichen Pfeil entsenden, Keśava (Adv. / Konj. / Nom. / Vok. / Akk. / Akk.)
utsrakṣyāmi iha yaḥ karṇam jīvitāt bhraṃśayiṣyati
der hier Karṇa des Lebens berauben wird (1.Sg.Fut. / Adv. / Nom. / Akk. / Abl. / 3.Sg.Fut.)
yasya ca etat vratam mahyam vadhe kila durātmanaḥ
und was das Gelübde betrifft, das ich in Bezug auf den Tod jenes Bösgesinnten abgelegt habe (Gen. / Konj. / Nom. / Dat. / Lok. / Partikel / Gen.)
pādau na dhāvaye tāvat yāvat dhanyām na phalgunam
dass ich mir die Füße nicht waschen werde, bis ich ihn zu Fall gebracht habe (Akk.Dual / Neg. / 1.Sg.Präs. / Adv. / Konj. / Akk. / Neg. / Akk.)
mṛṣā kṛtvā vratam tasya pāpasya madhusūdana
indem ich das Gelübde jenes Sünders zunichtemache, Madhusūdana (Adv. / Ger. / Akk. / Gen. / Gen. / Vok.)
pātayiṣye rathāt kāyam śaraiḥ saṃnataparvabhiḥ
werde ich seinen Leib mit glattgliedrigen Pfeilen vom Wagen stürzen (1.Sg.Fut. / Abl. / Akk. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
Der Halbvers 'pādau na dhāvaye tāvad yāvad dhanyāṃ na phalgunam' ist grammatisch und inhaltlich unsicher überliefert; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Deutung als Anspielung auf ein sonst nicht näher belegtes Gelübde Arjunas, sich die Füße nicht zu waschen, bevor Karṇa gefallen ist.
„Er, der im Kampf auf Erden keinen anderen Mann seinesgleichen achtet – heute wird die Erde das Blut jenes Sohnes des Wagenlenkers trinken. ‚Du bist gattenlos, Kṛṣṇā‘ – was der Sohn des Wagenlenkers sprach, mit Dhṛtarāṣṭras Billigung, seine eigenen Vorzüge rühmend – dieses Wort werden meine scharfen Pfeile zur Unwahrheit machen; wie erzürnte Giftschlangen werden sie sein Blut trinken. Von meiner geübten Hand entsandt, die eisernen, blitzgleich glänzenden Pfeile, vom Gāṇḍīva entsandt, werden Karṇa seinen letzten Gang bescheren.“
Wort für Wort
yaḥ asau raṇe naram na anyam pṛthivyām abhimanyate
er, der im Kampf auf Erden keinen anderen Mann seinesgleichen achtet (Nom. / Nom. / Lok. / Akk. / Neg. / Akk. / Lok. / 3.Sg.Präs.)
tasya adya sūtaputrasya bhūmiḥ pāsyati śoṇitam
heute wird die Erde das Blut jenes Sohnes des Wagenlenkers trinken (Gen. / Adv. / Gen. / Nom. / 3.Sg.Fut. / Akk.)
apatiḥ hi asi kṛṣṇā iti sūtaputraḥ yat abravīt
du bist gattenlos, Kṛṣṇā – was der Sohn des Wagenlenkers sprach (Nom. / Partikel / 2.Sg.Präs. / Vok. / Partikel / Nom. / Nom. / 3.Sg.Impf.)
dhṛtarāṣṭramate karṇaḥ ślāghamānaḥ svakān guṇān
mit Dhṛtarāṣṭras Billigung, seine eigenen Vorzüge rühmend (Lok. / Nom. / Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl.)
anṛtam tat kariṣyanti māmakāḥ niśitāḥ śarāḥ
dieses Wort werden meine scharfen Pfeile zur Unwahrheit machen (Akk. / Nom. / 3.Pl.Fut. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
āśīviṣāḥ iva kruddhāḥ tasya pāsyanti śoṇitam
wie erzürnte Giftschlangen werden sie sein Blut trinken (Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Gen. / 3.Pl.Fut. / Akk.)
mayā hastavatā muktāḥ nārācāḥ vaidyutatviṣaḥ
von meiner geübten Hand entsandt, die eisernen, blitzgleich glänzenden Pfeile (Instr. / Instr. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
gāṇḍīvasṛṣṭāḥ dāsyanti karṇasya paramām gatim
vom Gāṇḍīva entsandt, werden Karṇa seinen letzten Gang bescheren (Nom.Pl. / 3.Pl.Fut. / Gen. / Akk. / Akk.)
adya tapsyati rādheyaḥ pāñcālīṃ yat tadābravīt / sabhāmadhye vacaḥ krūraṃ kutsayan pāṇḍavān prati / ye vai ṣaṇḍhatilās tatra bhavitāro 'dya te tilāḥ / hate vaikartane karṇe sūtaputre durātmani
„Heute wird der Sohn der Rādhā für das büßen, was er damals zu Pāñcālī sprach, jenes grausame Wort inmitten der Versammlung, die Pāṇḍavas schmähend. Jene 'wertlosen Hülsen ohne Kern' – sie selbst werden heute zu solchen Hülsen werden, sobald Vaikartana Karṇa, der bösgesinnte Sohn des Wagenlenkers, erschlagen ist.“
Wort für Wort
adya tapsyati rādheyaḥ pāñcālīm yat tadā abravīt
heute wird der Sohn der Rādhā für das büßen, was er damals zu Pāñcālī sprach (Adv. / 3.Sg.Fut. / Nom. / Akk. / Akk. / Adv. / 3.Sg.Impf.)
sabhāmadhye vacaḥ krūram kutsayan pāṇḍavān prati
jenes grausame Wort inmitten der Versammlung, die Pāṇḍavas schmähend (Lok. / Akk. / Akk. / Nom.Part. / Akk.Pl. / Postp.)
ye vai ṣaṇḍhatilāḥ tatra bhavitāraḥ adya te tilāḥ
jene 'wertlosen Hülsen ohne Kern' – sie selbst werden heute zu solchen Hülsen werden (Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Adv. / Nom.Pl. / Adv. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
hate vaikartane karṇe sūtaputre durātmani
sobald Vaikartana Karṇa, der bösgesinnte Sohn des Wagenlenkers, erschlagen ist (Lok.Abs. / Lok. / Lok. / Lok. / Lok.)
„‚Ich werde euch vor den Söhnen des Pāṇḍu beschützen‘ – was Karṇa zu den Söhnen Dhṛtarāṣṭras sprach, seine eigenen Vorzüge rühmend –, dieses Wort werden meine scharfen Pfeile zur Unwahrheit machen; heute wird das den Söhnen des Pāṇḍu zugefügte Unrecht sein Ende finden.“
Wort für Wort
aham vaḥ pāṇḍuputrebhyaḥ trāsyāmi iti yat abravīt
ich werde euch vor den Söhnen des Pāṇḍu beschützen – was er sprach (Nom. / Akk.Pl. / Abl.Pl. / 1.Sg.Fut. / Partikel / Akk. / 3.Sg.Impf.)
dhṛtarāṣṭrasutān karṇaḥ ślāghamānaḥ ātmanaḥ guṇān
zu den Söhnen Dhṛtarāṣṭras, Karṇa, seine eigenen Vorzüge rühmend (Akk.Pl. / Nom. / Nom. / Gen. / Akk.Pl.)
anṛtam tat kariṣyanti māmakāḥ niśitāḥ śarāḥ
dieses Wort werden meine scharfen Pfeile zur Unwahrheit machen (Akk. / Nom. / 3.Pl.Fut. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
adya āgaḥ pāṇḍuputrāṇām samāptim upayāsyati
heute wird das den Söhnen des Pāṇḍu zugefügte Unrecht sein Ende finden (Adv. / Nom. / Gen.Pl. / Akk. / 3.Sg.Fut.)
ich werde alle Pāṇḍavas zusammen mit ihren Söhnen töten – der so sprach (1.Sg.Fut.Akt. / Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Partikel / Nom. / 3.Sg.Impf.)
tam adya karṇam hantā asmi miṣatām sarvadhanvinām
jenen Karṇa werde ich heute töten, während alle Bogenschützen zusehen (Akk. / Adv. / Akk. / 1.Sg.Fut.Akt. / Gen.Pl.Part. / Gen.Pl.)
„Indem ich Karṇa in der Schlacht erschlage, werde ich meinen Bruder erfreuen; indem ich vielerlei Pfeile entsende, werde ich die Feinde in Schrecken versetzen. Mit bis ans Ohr gezogenen Pfeilen, die Yamas Reich vermehren, werde ich die Erde mit gefallenen Wagen und Elefanten schmücken. Dort in jener großen, vereinten, von Kampfeswut erfüllten Schlacht werde ich sein Heer aus Wagen, Elefanten, Pferden und Fußvolk erschlagen. Jenen Karṇa, den Sohn der Rādhā, werde ich heute töten, Madhusūdana.“
Wort für Wort
hatvā aham karṇam ājau hi toṣayiṣyāmi bhrātaram
indem ich Karṇa in der Schlacht erschlage, werde ich meinen Bruder erfreuen (Ger. / Nom. / Akk. / Lok. / Partikel / 1.Sg.Fut. / Akk.)
śarān nānāvidhān muktvā trāsayiṣyāmi śātravān
indem ich vielerlei Pfeile entsende, werde ich die Feinde in Schrecken versetzen (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Ger. / 1.Sg.Fut. / Akk.Pl.)
ākarṇamuktaiḥ iṣubhiḥ yamarāṣṭravivardhanaiḥ
mit bis ans Ohr gezogenen Pfeilen, die Yamas Reich vermehren (Instr.Pl. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
bhūmiśobhām kariṣyāmi pātitaiḥ rathakuñjaraiḥ
werde ich die Erde mit gefallenen Wagen und Elefanten schmücken (Akk. / 1.Sg.Fut. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
tatra āhave mahatsaṃkhye saṃyate yuddhadurmade
dort in jener großen, vereinten, von Kampfeswut erfüllten Schlacht (Adv. / Lok. / Lok. / Lok. / Lok.)
haniṣye tasya sainyam tu rathebhāśvapadātimat
werde ich sein Heer aus Wagen, Elefanten, Pferden und Fußvolk erschlagen (1.Sg.Fut. / Gen. / Akk. / Partikel / Akk.)
tam adya karṇam rādheyam hantā asmi madhusūdana
jenen Karṇa, den Sohn der Rādhā, werde ich heute töten, Madhusūdana (Akk. / Adv. / Akk. / Akk. / 1.Sg.Fut.Akt. / Vok.)
„Heute, wenn Karṇa erschlagen ist, Kṛṣṇa, mögen die Söhne Dhṛtarāṣṭras samt ihrem König erschreckt in alle Richtungen fliehen, wie von einem Löwen aufgeschreckte Rehe.“
Wort für Wort
adya karṇe hate kṛṣṇa dhārtarāṣṭrāḥ sarājakāḥ
heute, wenn Karṇa erschlagen ist, Kṛṣṇa, die Söhne Dhṛtarāṣṭras samt ihrem König (Adv. / Lok.Abs. / Lok.Abs. / Vok. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
vidravantu diśaḥ bhītāḥ siṃhatrastāḥ mṛgāḥ iva
mögen sie erschreckt in alle Richtungen fliehen, wie von einem Löwen aufgeschreckte Rehe (3.Pl.Imp. / Akk.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Partikel)
„Heute, wenn er Karṇa erschlagen sieht, möge der äußerst zornige Sohn Dhṛtarāṣṭras mich, Kṛṣṇa, als den Vorzüglichsten aller Bogenschützen erkennen – samt Söhnen und Enkeln, Ministern und Dienern der Hoffnung beraubt, und der Herr der Menschen, der Sohn Dhṛtarāṣṭras, der Hoffnung auf das väterliche Königreich beraubt.“
„Heute werde ich über das Königreich für Dhṛtarāṣṭra, den Herrn der Menschen, entscheiden. Heute werden vielerlei fleischfressende Geschöpfe über Karṇas von Pfeilen zerschnittene Glieder streifen, Keśava.“
Wort für Wort
adya rājye kariṣyāmi dhṛtarāṣṭram janeśvaram
heute werde ich über das Königreich für Dhṛtarāṣṭra, den Herrn der Menschen, entscheiden (Adv. / Lok. / 1.Sg.Fut. / Akk. / Akk.)
adya karṇasya cakrāṅgāḥ kravyādāḥ ca pṛthagvidhāḥ
heute werden vielerlei fleischfressende Geschöpfe um Karṇa (Adv. / Gen. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl.)
śaraiḥ chinnāni gātrāṇi vicariṣyanti keśava
über seine von Pfeilen zerschnittenen Glieder streifen, Keśava (Instr.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / 3.Pl.Fut. / Vok.)
Die genaue Bedeutung von 'cakrāṅgāḥ' in Bezug auf die aasfressenden Geschöpfe ist unsicher; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Deutung als Bezeichnung für Vögel oder ähnliche Tiere.
adya tīkṣṇair vipāṭhaiś ca kṣuraiś ca madhusūdana / raṇe chetsyāmi gātrāṇi rādheyasya durātmanaḥ
„Heute werde ich mit scharfen Vipātha-Pfeilen und Rasiermesser-Pfeilen, Madhusūdana, in der Schlacht die Glieder des bösgesinnten Sohnes der Rādhā zerschneiden.“
Wort für Wort
adya tīkṣṇaiḥ vipāṭhaiḥ ca kṣuraiḥ ca madhusūdana
heute mit scharfen Vipātha-Pfeilen und Rasiermesser-Pfeilen, Madhusūdana (Adv. / Instr.Pl. / Instr.Pl. / Konj. / Instr.Pl. / Konj. / Vok.)
raṇe chetsyāmi gātrāṇi rādheyasya durātmanaḥ
werde ich in der Schlacht die Glieder des bösgesinnten Sohnes der Rādhā zerschneiden (Lok. / 1.Sg.Fut. / Akk.Pl. / Gen. / Gen.)
„Heute, Keśava, werde ich, nachdem ich den Sohn der Rādhā samt seinen Verwandten erschlagen habe, den König Yudhiṣṭhira, den Sohn des Dharma, erfreuen.“
Wort für Wort
adya keśava rādheyam aham hatvā sabāndhavam
heute, Keśava, werde ich den Sohn der Rādhā samt seinen Verwandten erschlagen (Adv. / Vok. / Akk. / Nom. / Ger. / Akk.)
nandayiṣyāmi rājānam dharmaputram yudhiṣṭhiram
werde ich den König Yudhiṣṭhira, den Sohn des Dharma, erfreuen (1.Sg.Fut. / Akk. / Akk. / Akk.)
„Heute werde ich meinem Bruder die von den Söhnen Dhṛtarāṣṭras befreite Erde geben – oder aber, Keśava, du wirst der von Arjuna befreiten Erde folgen.“
Wort für Wort
adya nirdhārtarāṣṭrām ca bhrātre dāsyāmi medinīm
heute werde ich meinem Bruder die von den Söhnen Dhṛtarāṣṭras befreite Erde geben (Adv. / Akk. / Konj. / Dat. / 1.Sg.Fut. / Akk.)
nirarjunām vā pṛthivīm keśava anucariṣyasi
oder aber, Keśava, du wirst der Arjuna-losen Erde folgen (Akk. / Partikel / Akk. / Vok. / 2.Sg.Fut.)
Der zweite Halbvers ('nirarjunāṃ vā pṛthivīṃ keśavānucariṣyasi') deutet als Kehrseite des Gelübdes an, dass Arjuna im Falle seines eigenen Todes im Kampf gegen Karṇa mit dem Tod rechnet; die Formulierung ist bewusst zweideutig gehalten.
adya rājā dharmaputro hatāmitro bhaviṣyati / adya duryodhano dīptāṃ śriyaṃ rājyaṃ ca hāsyati / hate vaikartane karṇe bhīṣme droṇe ca saṃyuge / katarat tad balaṃ kṛṣṇa praviṣṭaṃ mokṣyate tu yat
„Heute wird König Dharmaputra einer sein, dessen Feinde erschlagen sind. Heute wird Duryodhana seinen strahlenden Glanz und sein Königreich verlieren, wenn Vaikartana Karṇa erschlagen ist – wie einst Bhīṣma und Droṇa in der Schlacht. Welcher Teil jenes Heeres, Kṛṣṇa, das in diesen Krieg eingetreten ist, wird da noch entkommen?“
Wort für Wort
adya rājā dharmaputraḥ hatāmitraḥ bhaviṣyati
heute wird König Dharmaputra einer sein, dessen Feinde erschlagen sind (Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Fut.)
adya duryodhanaḥ dīptām śriyam rājyam ca hāsyati
heute wird Duryodhana seinen strahlenden Glanz und sein Königreich verlieren (Adv. / Nom. / Akk. / Akk. / Akk. / Konj. / 3.Sg.Fut.)
hate vaikartane karṇe bhīṣme droṇe ca saṃyuge
wenn Vaikartana Karṇa erschlagen ist, wie Bhīṣma und Droṇa in der Schlacht (Lok.Abs. / Lok.Abs. / Lok.Abs. / Lok. / Lok. / Konj. / Lok.)
katarat tat balam kṛṣṇa praviṣṭam mokṣyate tu yat
welcher Teil jenes eingetretenen Heeres, Kṛṣṇa, wird da noch entkommen (Nom. / Nom. / Nom. / Vok. / Nom. / 3.Sg.Fut.Med. / Partikel / Nom.)
„Von heute an mögen die Freunde und die schon zuvor bekannten Brahmanen König Yudhiṣṭhira, den in Dharma Gefestigten, gutheißen. Heute, sobald er hört, dass jener Vaikartana Karṇa von mir erschlagen ist, möge er an den Heiligtümern der Götter, mit Trommelklang vermischt, Verehrung darbringen.“
Wort für Wort
adyaprabhṛti rājānam dharmaśīlam yudhiṣṭhiram
von heute an König Yudhiṣṭhira, den in Dharma Gefestigten (Adv. / Akk. / Akk. / Akk.)
anumodantu suhṛdaḥ jñātapūrvāḥ ca brāhmaṇāḥ
mögen die Freunde und die schon zuvor bekannten Brahmanen gutheißen (3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl.)
adya tam nihatam śrutvā karṇam vaikartanam mayā
heute, sobald er hört, dass jener Vaikartana Karṇa von mir erschlagen ist (Adv. / Akk. / Akk. / Ger. / Akk. / Akk. / Instr.)
karotu paṭahonmiśram devatāsthānapūjanam
möge er, mit Trommelklang vermischt, Verehrung an den Heiligtümern der Götter darbringen (3.Sg.Imp. / Akk. / Akk.)
adya kṛṣṇa hate karṇe kurutāṃ cirasaṃbhṛtam / yājanaṃ vai mahābāho devatānāṃ yathāvidhi / adya tv ambā ca kṛṣṇā ca tvaramāṇe parasparam / sasvajetāṃ hṛṣīkeśa saṃpūrṇe 'smin manorathe
„Heute, Kṛṣṇa, wenn Karṇa erschlagen ist, möge man das lang aufgeschobene Opfer für die Götter vorschriftsgemäß darbringen, Starkarmiger. Heute mögen Ambā und Kṛṣṇā, einander entgegeneilend, sich umarmen, Hṛṣīkeśa, da dieser Herzenswunsch nun erfüllt ist.“
Wort für Wort
adya kṛṣṇa hate karṇe kurutām cirasaṃbhṛtam
heute, Kṛṣṇa, wenn Karṇa erschlagen ist, möge man das lang aufgeschobene Opfer darbringen (Adv. / Vok. / Lok.Abs. / Lok.Abs. / 3.Sg.Imp. / Akk.)
yājanam vai mahābāho devatānām yathāvidhi
das Opfer für die Götter vorschriftsgemäß, Starkarmiger (Akk. / Partikel / Vok. / Gen.Pl. / Adv.)
adya tu ambā ca kṛṣṇā ca tvaramāṇe parasparam
heute mögen Ambā und Kṛṣṇā, einander entgegeneilend (Adv. / Partikel / Nom. / Konj. / Nom. / Konj. / Nom.Dual.Part. / Adv.)
sasvajetām hṛṣīkeśa saṃpūrṇe asmin manorathe
sich umarmen, Hṛṣīkeśa, da dieser Herzenswunsch erfüllt ist (3.Dual.Opt. / Vok. / Lok. / Lok. / Lok.)
adya tvāṃ pāṇḍavo jyeṣṭhas tathāryaś ca vṛkodaraḥ / udīkṣetāṃ hate karṇe kṛṣṇa saumyena cakṣuṣā / abhivādya gurūn adya kaniṣṭhaiś cābhivāditaḥ / sasvajāno hy ahaṃ dorbhyāṃ prāpsyāmi vipulaṃ yaśaḥ
„Heute mögen dich der älteste Pāṇḍava und der edle Vṛkodara, wenn Karṇa erschlagen ist, Kṛṣṇa, mit sanftem Blick betrachten. Heute, nachdem ich die Älteren verehrt und von den Jüngeren Verehrung empfangen habe, werde ich, sie mit meinen Armen umarmend, ausgedehnten Ruhm erlangen.“
Wort für Wort
adya tvām pāṇḍavaḥ jyeṣṭhaḥ tathā āryaḥ ca vṛkodaraḥ
heute dich der älteste Pāṇḍava und der edle Vṛkodara (Adv. / Akk. / Nom. / Nom. / Adv. / Nom. / Konj. / Nom.)
udīkṣetām hate karṇe kṛṣṇa saumyena cakṣuṣā
mögen betrachten, wenn Karṇa erschlagen ist, Kṛṣṇa, mit sanftem Blick (3.Dual.Opt. / Lok.Abs. / Lok.Abs. / Vok. / Instr. / Instr.)
abhivādya gurūn adya kaniṣṭhaiḥ ca abhivāditaḥ
nachdem ich heute die Älteren verehrt und von den Jüngeren Verehrung empfangen habe (Ger. / Akk.Pl. / Adv. / Instr.Pl. / Konj. / Nom.)
sasvajānaḥ hi aham dorbhyām prāpsyāmi vipulam yaśaḥ
sie mit meinen Armen umarmend werde ich ausgedehnten Ruhm erlangen (Nom.Part. / Partikel / Nom. / Instr.Dual / 1.Sg.Fut. / Akk. / Akk.)
adya karṇe hate kṛṣṇa praśaṃsanto 'rjunaṃ surāḥ / tridivaṃ yāntu saṃhṛṣṭāḥ saṃgatāś ca tapodhanāḥ / adya lokās trayaḥ kṛṣṇa jānantu mama pauruṣam / dṛṣṭvā karṇaṃ hataṃ yuddhe dvairathe savyasācinā
„Heute, wenn Karṇa erschlagen ist, mögen die Götter, Arjuna preisend, hocherfreut zum Himmel ziehen, und die versammelten Asketen ebenso. Heute mögen die drei Welten, Kṛṣṇa, meine Mannestat erkennen, wenn sie sehen, wie Karṇa im Zweikampf von Savyasācin erschlagen wird.“
Wort für Wort
adya karṇe hate kṛṣṇa praśaṃsantaḥ arjunam surāḥ
heute, wenn Karṇa erschlagen ist, Kṛṣṇa, die Götter, Arjuna preisend (Adv. / Lok.Abs. / Lok.Abs. / Vok. / Nom.Pl.Part. / Akk. / Nom.Pl.)
tridivam yāntu saṃhṛṣṭāḥ saṃgatāḥ ca tapodhanāḥ
mögen hocherfreut zum Himmel ziehen, und die versammelten Asketen ebenso (Akk. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl.)
adya lokāḥ trayaḥ kṛṣṇa jānantu mama pauruṣam
heute mögen die drei Welten, Kṛṣṇa, meine Mannestat erkennen (Adv. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Vok. / 3.Pl.Imp. / Gen. / Akk.)
dṛṣṭvā karṇam hatam yuddhe dvairathe savyasācinā
wenn sie sehen, wie Karṇa im Zweikampf im Kampf von Savyasācin erschlagen wird (Ger. / Akk. / Akk. / Lok. / Lok. / Instr.)
adyāham anṛṇaḥ kṛṣṇa bhaviṣyāmi dhanurbhṛtām / krodhasya ca kurūṇāṃ ca śarāṇāṃ gāṇḍivasya ca
„Heute werde ich, Kṛṣṇa, schuldenfrei sein gegenüber den Bogenträgern, gegenüber dem Zorn, gegenüber den Kurus, gegenüber den Pfeilen und gegenüber dem Gāṇḍīva.“
Wort für Wort
adya aham anṛṇaḥ kṛṣṇa bhaviṣyāmi dhanurbhṛtām
heute werde ich, Kṛṣṇa, schuldenfrei sein gegenüber den Bogenträgern (Adv. / Nom. / Nom. / Vok. / 1.Sg.Fut. / Gen.Pl.)
krodhasya ca kurūṇām ca śarāṇām gāṇḍivasya ca
gegenüber dem Zorn, den Kurus, den Pfeilen und dem Gāṇḍīva (Gen. / Konj. / Gen.Pl. / Konj. / Gen.Pl. / Konj. / Gen. / Konj.)
„Heute werde ich von dem über dreizehn Jahre angesammelten Kummer befreit sein, wenn ich Karṇa in der Schlacht erschlage, Kṛṣṇa, wie Maghavān den Śambara.“
Wort für Wort
adya duḥkham aham mokṣye trayodaśasamārjitam
heute werde ich von dem über dreizehn Jahre angesammelten Kummer befreit sein (Adv. / Akk. / Nom. / 1.Sg.Fut.Med. / Akk.)
hatvā karṇam raṇe kṛṣṇa śambaram maghavān iva
wenn ich Karṇa in der Schlacht erschlage, Kṛṣṇa, wie Maghavān den Śambara (Ger. / Akk. / Lok. / Vok. / Akk. / Nom. / Partikel)
adya karṇe hate yuddhe somakānāṃ mahārathāḥ / kṛtaṃ kāryaṃ ca manyantāṃ mitrakāryepsavo yudhi
„Heute, wenn Karṇa in der Schlacht erschlagen ist, mögen die Großwagenkämpfer der Somakas, die im Kampf das Anliegen ihrer Freunde erfüllen wollen, ihre Aufgabe als vollbracht betrachten.“
Wort für Wort
adya karṇe hate yuddhe somakānām mahārathāḥ
heute, wenn Karṇa in der Schlacht erschlagen ist, die Großwagenkämpfer der Somakas (Adv. / Lok.Abs. / Lok.Abs. / Lok. / Gen.Pl. / Nom.Pl.)
kṛtam kāryam ca manyantām mitrakāryepsavaḥ yudhi
mögen sie, die im Kampf das Anliegen ihrer Freunde erfüllen wollen, ihre Aufgabe als vollbracht betrachten (Akk. / Akk. / Konj. / 3.Pl.Imp. / Nom.Pl. / Lok.)
„Wenn ich in der Schlacht Karṇa und seinen großwagenkämpfenden Sohn erschlagen habe, werde ich Bhīma, den Zwillingen und auch Sātyaki Freude bereiten.“
Wort für Wort
aham hatvā raṇe karṇam putram ca asya mahāratham
wenn ich in der Schlacht Karṇa und seinen großwagenkämpfenden Sohn erschlagen habe (Nom. / Ger. / Lok. / Akk. / Akk. / Konj. / Gen. / Akk.)
prītim dāsyāmi bhīmasya yamayoḥ sātyakeḥ api
werde ich Bhīma, den Zwillingen und auch Sātyaki Freude bereiten (Akk. / 1.Sg.Fut. / Gen. / Gen.Dual / Gen. / Partikel)
„Gegenüber Dhṛṣṭadyumna und Śikhaṇḍin und den Pāñcālas, Mādhava – gegenüber dem Helden Dhṛṣṭadyumna und ebenso gegenüber Śikhaṇḍin – werde ich schuldenfrei werden, wenn ich Karṇa in der großen Schlacht erschlage, Vārṣṇeya, nachdem ich dem Dharma-König gegenseitig einen Eid geschworen habe.“
Wort für Wort
dhṛṣṭadyumnaśikhaṇḍibhyām pāñcālānām ca mādhava
gegenüber Dhṛṣṭadyumna und Śikhaṇḍin und den Pāñcālas, Mādhava (Dat.Dual / Gen.Pl. / Konj. / Vok.)
dhṛṣṭadyumnasya vīrasya tathā eva ca śikhaṇḍinaḥ
gegenüber dem Helden Dhṛṣṭadyumna und ebenso gegenüber Śikhaṇḍin (Gen. / Gen. / Adv. / Partikel / Konj. / Gen.)
adhi ānṛṇyam gamiṣyāmi hatvā karṇam mahāraṇe
werde ich schuldenfrei werden, wenn ich Karṇa in der großen Schlacht erschlage (Präv. / Akk. / 1.Sg.Fut. / Ger. / Akk. / Lok.)
dharmarājasya vārṣṇeya saṃśrutya śapatham mithaḥ
nachdem ich dem Dharma-König gegenseitig einen Eid geschworen habe, Vārṣṇeya (Gen. / Vok. / Ger. / Akk. / Adv.)
„Heute mögen sie den zornigen Dhanaṃjaya sehen, wie er im Kampf gegen die Kauravas ficht und den Sohn des Wagenlenkers zu Fall bringt. Und in deiner Gegenwart werde ich wieder von meinem eigenen Lob sprechen: So werde ich heute den Vorzüglichsten der Feinde, den Sohn des Wagenlenkers, töten.“
Wort für Wort
adya paśyantu saṃgrāme dhanaṃjayam amarṣaṇam
heute mögen sie den zornigen Dhanaṃjaya im Kampf sehen (Adv. / 3.Pl.Imp. / Lok. / Akk. / Akk.)
yudhyantam kauravān saṃkhye pātayantam ca sūtajam
wie er gegen die Kauravas ficht und den Sohn des Wagenlenkers zu Fall bringt (Akk.Part. / Akk.Pl. / Lok. / Akk.Part. / Konj. / Akk.)
bhavatsakāśe vakṣye ca punar eva ātmasaṃstavam
und in deiner Gegenwart werde ich wieder von meinem eigenen Lob sprechen (Lok. / 1.Sg.Fut. / Konj. / Adv. / Partikel / Akk.)
iti api amitrapravaram adya aham hanmi sūtajam
so werde ich heute den Vorzüglichsten der Feinde, den Sohn des Wagenlenkers, töten (Partikel / Partikel / Akk. / Adv. / Nom. / 1.Sg.Präs. / Akk.)
dhanurvede matsamo nāsti loke; parākrame vā mama ko 'sti tulyaḥ / ko vāpy anyo matsamo 'sti kṣamāyāṃ; tathā krodhe sadṛśo 'nyo na me 'sti
„In der Wissenschaft des Bogens gibt es meinesgleichen nicht auf der Welt; oder wer ist mir in der Tapferkeit gleich? Oder wer sonst ist mir in der Geduld gleich? Und ebenso im Zorn gibt es keinen anderen, der mir gleicht.“
Wort für Wort
dhanurvede matsamaḥ na asti loke
in der Wissenschaft des Bogens gibt es meinesgleichen nicht auf der Welt (Lok. / Nom. / Neg. / 3.Sg.Präs. / Lok.)
parākrame vā mama kaḥ asti tulyaḥ
oder wer ist mir in der Tapferkeit gleich (Lok. / Partikel / Gen. / Nom. / 3.Sg.Präs. / Nom.)
kaḥ vā api anyaḥ matsamaḥ asti kṣamāyām
oder wer sonst ist mir in der Geduld gleich (Nom. / Partikel / Partikel / Nom. / Nom. / 3.Sg.Präs. / Lok.)
tathā krodhe sadṛśaḥ anyaḥ na me asti
und ebenso im Zorn gibt es keinen anderen, der mir gleicht (Adv. / Lok. / Nom. / Nom. / Neg. / Gen. / 3.Sg.Präs.)
„Ich, den Bogen in der Hand, könnte die Dämonen und Götter und alle versammelten Wesen durch die Kraft meiner eigenen Arme in die Niederlage treiben – wisse, meine Mannestat übertrifft selbst die Höchsten.“
Wort für Wort
aham dhanuṣmān asurān surān ca sarvāṇi bhūtāni ca saṃgatāni
ich, den Bogen in der Hand, die Dämonen und Götter und alle versammelten Wesen (Nom. / Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl.)
durch die Kraft meiner eigenen Arme in die Niederlage treiben – wisse, meine Mannestat übertrifft selbst die Höchsten (Abl. / 1.Sg.Präs.Med. / Akk. / Akk. / 2.Sg.Imp. / Nom. / Abl.Pl.)
„Mit Pfeilflammen, mit dem Gāṇḍīva, würde ich allein, nachdem ich über alle Kurus und Bāhlikas hergefallen bin, sie samt ihren Scharen mit Gewalt verbrennen – wie das Feuer, das am Ende des Winters in trockenes Dickicht gerät.“
Wort für Wort
śarārciṣā gāṇḍivena aham ekaḥ sarvān kurūn bāhlikān ca abhipatya
mit Pfeilflammen, mit dem Gāṇḍīva, würde ich allein, nachdem ich über alle Kurus und Bāhlikas hergefallen bin (Instr. / Instr. / Nom. / Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Ger.)
wie das Feuer, das am Ende des Winters in trockenes Dickicht gerät, so würde ich sie samt ihren Scharen mit Gewalt verbrennen (Lok. / Nom. / Partikel / Nom. / Adv. / 1.Sg.Opt. / Akk.Pl. / Ger.)
pāṇau pṛṣatkā likhitā mamaite; dhanuś ca savye nihitaṃ sabāṇam / pādau ca me sarathau sadhvajau ca; na mādṛśaṃ yuddhagataṃ jayanti
„In der Hand sind diese meine geschärften Pfeile bereit, und der Bogen samt Pfeil liegt in der linken Hand; meine Füße sind bereit, und mein Wagen samt Banner – keiner, der in die Schlacht zieht, besiegt einen wie mich.“
Wort für Wort
pāṇau pṛṣatkāḥ likhitāḥ mama ete
in der Hand sind diese meine geschärften Pfeile bereit (Lok. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Gen. / Nom.Pl.)
dhanuḥ ca savye nihitam sabāṇam
und der Bogen samt Pfeil liegt in der linken Hand (Nom. / Konj. / Lok. / Nom. / Nom.)
pādau ca me sarathau sadhvajau ca
meine Füße sind bereit, und mein Wagen samt Banner (Nom.Dual / Konj. / Gen. / Nom.Dual / Nom.Dual / Konj.)
na mādṛśam yuddhagatam jayanti
keiner, der in die Schlacht zieht, besiegt einen wie mich (Neg. / Akk. / Akk. / 3.Pl.Präs.)
Nachdem der einzigartige Held so zu Acyuta gesprochen hatte, schritt der Feindevernichter, dessen Augen blutrot glänzten, rasch in die furchtbare Schlacht, begierig, Karṇas Haupt von seinem Leib zu trennen.
Wort für Wort
iti evam uktvā acyutam ekavīraḥ
nachdem der einzigartige Held so zu Acyuta gesprochen hatte (Partikel / Adv. / Ger. / Akk. / Nom.)
kṣipram ripukṣit kṣatajopamākṣaḥ
rasch, der Feindevernichter, dessen Augen blutrot glänzten (Adv. / Nom. / Nom.)
bhīmam mumukṣuḥ samare prayātaḥ
begierig zu kämpfen schritt er in die furchtbare Schlacht (Akk. / Nom. / Lok. / Nom.)
karṇasya kāyāt ca śiraḥ jihīrṣuḥ
begierig, Karṇas Haupt von seinem Leib zu trennen (Gen. / Abl. / Konj. / Akk. / Nom.)