Saṃjaya sprach: Da nun, in jenem Getümmel des Zusammenpralls, von vielen Feinden allein umringt, in großer Gefahr, sprach Bhīma, das Heer Dhṛtarāṣṭras zurückdrängend, zu seinem Wagenlenker: „Du, Wagenlenker, fahre mit deinen Rossen in vollem Lauf; ich werde diese Söhne Dhṛtarāṣṭras dem Yama zuführen.“
Wort für Wort
saṃjayaḥ uvāca
Saṃjaya sprach (Nom. / 3.Sg.Perf.)
atha tu idānīm tumule vimarde dviṣadbhiḥ ekaḥ bahubhiḥ samāvṛtaḥ
da nun, in jenem Getümmel des Zusammenpralls, von vielen Feinden allein umringt (Adv. / Partikel / Adv. / Lok. / Lok. / Instr.Pl. / Nom. / Instr.Pl. / Nom.)
in großer Gefahr sprach Bhīma so zu seinem Wagenlenker, das Heer Dhṛtarāṣṭras zurückdrängend (Lok. / Akk. / Partikel / 3.Sg.Perf. / Nom. / Akk. / Nom.Part. / Akk.)
saṃcodito bhīmasenena caivaṃ sa sārathiḥ putrabalaṃ tvadīyam / prāyāt tataḥ sārathir ugravego yato bhīmas tad balaṃ gantum aicchat
So von Bhīmasena angetrieben, fuhr jener Wagenlenker, von gewaltiger Geschwindigkeit, geradewegs auf dein Söhne-Heer zu, dorthin, wohin Bhīma zu jenem Heer zu gelangen wünschte.
Wort für Wort
saṃcoditaḥ bhīmasenena ca evam saḥ sārathiḥ putrabalam tvadīyam
so von Bhīmasena angetrieben, jener Wagenlenker, dein Söhne-Heer (Nom. / Instr. / Konj. / Adv. / Nom. / Nom. / Akk. / Akk.)
prāyāt tataḥ sārathiḥ ugravegaḥ yataḥ bhīmaḥ tat balam gantum aicchat
Da rückten andere Kurus mit Elefanten, Wagen, Pferden und Fußvolk von allen Seiten gegen ihn vor; Bhīmas vorderste, von edler Geschwindigkeit getragene Rosse schlugen sie ringsum mit Pfeilscharen.
Wort für Wort
tataḥ apare nāgarathāśvapattibhiḥ pratyudyayuḥ kuravaḥ tam samantāt
da rückten andere Kurus mit Elefanten, Wagen, Pferden und Fußvolk von allen Seiten gegen ihn vor (Adv. / Nom.Pl. / Instr.Pl. / 3.Pl.Perf. / Nom.Pl. / Akk. / Adv.)
tataḥ śarān āpatato mahātmā ciccheda bāṇais tapanīyapuṅkhaiḥ / te vai nipetus tapanīyapuṅkhā dvidhā tridhā bhīmaśarair nikṛttāḥ
Da zerschnitt der Hochgesinnte die heranfliegenden Pfeile mit eigenen, goldbefiederten Pfeilen; jene fielen, goldbefiedert, zweifach, dreifach von Bhīmas Pfeilen zerteilt, zu Boden.
Da erhob sich, o König, inmitten deiner Fürsten, ein schreckliches Getöse von den durch Bhīma geschlagenen Elefanten, Wagen und Pferdescharen, wie von Bergen, die vom Blitz getroffen werden, Herr der Menschen.
da, o König, von den durch Bhīma geschlagenen Elefanten, Wagen und Pferdescharen, inmitten deiner Fürsten (Adv. / Vok. / Gen.Pl. / Gen.Pl. / Gen. / Lok.)
erhob sich ein schreckliches Getöse, Herr der Menschen, wie von Bergen, die vom Blitz getroffen werden (Nom. / Nom. / 3.Sg.Perf. / Vok. / Gen.Pl. / Partikel / Gen.Pl.)
te vadhyamānāś ca narendramukhyā nirbhinnā vai bhīmasenapravekaiḥ / bhīmaṃ samantāt samare 'dhyarohan vṛkṣaṃ śakuntā iva puṣpahetoḥ
Und jene vornehmsten Fürsten, geschlagen, ja von Bhīmasenas ausgesuchten Pfeilen durchbohrt, stürmten im Kampf von allen Seiten auf Bhīma los, wie Vögel um eines blühenden Baumes willen.
Wort für Wort
te vadhyamānāḥ ca narendramukhyāḥ nirbhinnāḥ vai bhīmasenapravekaiḥ
und jene vornehmsten Fürsten, geschlagen, ja durchbohrt von Bhīmasenas ausgesuchten Pfeilen (Nom.Pl. / Nom.Pl.Part. / Konj. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Partikel / Instr.Pl.)
stürmten im Kampf von allen Seiten auf Bhīma los, wie Vögel um eines blühenden Baumes willen (Akk. / Adv. / Lok. / 3.Pl.Impf. / Akk. / Nom.Pl. / Partikel / Abl.)
Da entfaltete er, von aufgenommener Wucht, seinen Ansturm inmitten deines Heeres, wie die Zeit des Weltendes, die zur Zeit des Weltuntergangs, den Stab erhoben, die Geschöpfe zu verbrennen wünscht, um sie zu vernichten.
wie die Zeit des Weltendes, die zur Zeit des Weltuntergangs die Geschöpfe zu vernichten wünscht, den Stab erhoben (Partikel / Lok. / Nom.Part. / Nom. / Nom. / Partikel / Nom.)
Seinen überaus gewaltigen Ansturm im Kampf konnten die Deinen nicht aushalten, gleichwie wenn der mit aufgerissenem Rachen heranstürmende Kāla zur bestimmten Zeit die Geschöpfe hinwegrafft.
Wort für Wort
tasya ativegasya raṇe ativegam na aśaknuvan dhārayitum tvadīyāḥ
seinen überaus gewaltigen Ansturm im Kampf konnten die Deinen nicht aushalten (Gen. / Gen. / Lok. / Akk. / Neg. / 3.Pl.Impf. / Inf. / Nom.Pl.)
vyāttānanasya āpatataḥ yathā eva kālasya kāle harataḥ prajāḥ vai
gleichwie wenn der mit aufgerissenem Rachen heranstürmende Kāla zur bestimmten Zeit die Geschöpfe hinwegrafft (Gen. / Gen.Part. / Partikel / Partikel / Gen. / Lok. / Gen.Part. / Akk.Pl. / Partikel)
tato balaṃ bhārata bhāratānāṃ pradahyamānaṃ samare mahātman / bhītaṃ diśo 'kīryata bhīmanunnaṃ mahānilenābhragaṇo yathaiva / tad viprakīrṇaṃ tv atha bhārataṃ balaṃ punaś ca bhīmaṃ parivārayad raṇe
Da wurde das Heer der Bhāratas, Bhārata, im Kampf verbrannt, Hochgesinnter; erschreckt, von Bhīma fortgetrieben, zerstreute es sich in alle Richtungen, gleichwie eine Wolkenmasse vom starken Wind. Und jenes zerstreute Heer der Bhāratas umringte dann Bhīma dennoch wieder im Kampf.
da wurde das Heer der Bhāratas, Bhārata, im Kampf verbrannt, Hochgesinnter (Adv. / Nom. / Vok. / Gen.Pl. / Nom.Part. / Lok. / Vok.)
bhītam diśaḥ akīryata bhīmanunnam mahānilena abhragaṇaḥ yathā eva
erschreckt, von Bhīma fortgetrieben, zerstreute es sich in alle Richtungen, gleichwie eine Wolkenmasse vom starken Wind (Nom. / Akk.Pl. / 3.Sg.Impf.Med. / Nom. / Instr. / Nom. / Partikel / Partikel)
tat viprakīrṇam tu atha bhāratam balam punaḥ ca bhīmam parivārayat raṇe
und jenes zerstreute Heer der Bhāratas umringte dann Bhīma dennoch wieder im Kampf (Nom. / Nom. / Partikel / Adv. / Nom. / Nom. / Adv. / Konj. / Akk. / 3.Sg.Impf. / Lok.)
tato dhīmān sārathim abravīd balī sa bhīmasenaḥ punar eva hṛṣṭaḥ / tvara tvara hy adya viśoka śīghram etān dhvajāgrāṃś ca rathāṃś ca paśya / sūtābhijānīhi parān svakān vā rathān dhvajāṃś cāpatataḥ sametān / yudhyann ahaṃ nābhijānāmi kiṃ cin mā sainyaṃ svaṃ chādayiṣye pṛṣatkaiḥ
Da sprach der kluge, mächtige Bhīmasena, wieder erfreut, zu seinem Wagenlenker: „Eile, eile, jetzt gleich, Viśoka, rasch! Sieh diese Bannerspitzen und Wagen! Erkenne, Wagenlenker, ob diese heranstürmenden, versammelten Wagen und Banner den Feinden oder den Unsrigen gehören; ich, im Kampf befangen, erkenne nichts mehr - damit ich nicht etwa unser eigenes Heer mit meinen Pfeilen bedecke!“
Wort für Wort
tataḥ dhīmān sārathim abravīt balī saḥ bhīmasenaḥ punaḥ eva hṛṣṭaḥ
da sprach der kluge, mächtige Bhīmasena, wieder erfreut, zu seinem Wagenlenker (Adv. / Nom. / Akk. / 3.Sg.Impf. / Nom. / Nom. / Nom. / Adv. / Partikel / Nom.)
tvara tvara hi adya viśoka śīghram etān dhvajāgrān ca rathān ca paśya
eile, eile, jetzt gleich, Viśoka, rasch! Sieh diese Bannerspitzen und Wagen (2.Sg.Imp. / 2.Sg.Imp. / Partikel / Adv. / Vok. / Adv. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl. / Konj. / 2.Sg.Imp.)
sūta abhijānīhi parān svakān vā rathān dhvajān ca āpatataḥ sametān
erkenne, Wagenlenker, ob diese heranstürmenden, versammelten Wagen und Banner den Feinden oder den Unsrigen gehören (Vok. / 2.Sg.Imp. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Partikel / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl.Part. / Akk.Pl.)
yudhyan aham na abhijānāmi kim cit mā sainyam svam chādayiṣye pṛṣatkaiḥ
ich, im Kampf befangen, erkenne nichts mehr - damit ich nicht unser eigenes Heer mit meinen Pfeilen bedecke (Nom.Part. / Nom. / Neg. / 1.Sg.Präs. / Akk. / Akk. / Neg. / Akk. / Akk. / 1.Sg.Fut. / Instr.Pl.)
arīn viśokābhinirīkṣya sarvato manas tu cintā pradunoti me bhṛśam / rājāturo nāgamad yat kirīṭī bahūni duḥkhāny abhijāto 'smi sūta
„Viśoka, obwohl ich die Feinde von allen Seiten erblicke, quält doch heftige Sorge meinen Sinn: dass der Diademträger nicht gekommen ist - der König ist bekümmert; vielfaches Leid ist mir zuteil geworden, Wagenlenker.“
Wort für Wort
arīn viśoka abhinirīkṣya sarvataḥ manaḥ tu cintā pradunoti me bhṛśam
Viśoka, obwohl ich die Feinde von allen Seiten erblicke, quält doch heftige Sorge meinen Sinn (Akk.Pl. / Vok. / Ger. / Adv. / Akk. / Partikel / Nom. / 3.Sg.Präs. / Gen. / Adv.)
rājāturaḥ na agamat yat kirīṭī bahūni duḥkhāni abhijātaḥ asmi sūta
der König ist bekümmert, dass der Diademträger nicht gekommen ist; vielfaches Leid ist mir zuteil geworden, Wagenlenker (Nom. / Neg. / 3.Sg.Impf. / Konj. / Nom. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Nom. / 1.Sg.Präs. / Vok.)
etad duḥkhaṃ sārathe dharmarājo yan māṃ hitvā yātavāñ śatrumadhye / nainaṃ jīvan nāpi jānāmy ajīvan bībhatsuṃ vā tan mamādyātiduḥkham
„Dies ist mein Leid, Wagenlenker: dass der Dharma-König, mich verlassend, mitten unter die Feinde gezogen ist; ich weiß nicht, ob er lebt oder nicht mehr lebt, noch weiß ich es von Bībhatsu - das ist heute mein überaus großer Schmerz.“
dies ist mein Leid, Wagenlenker: dass der Dharma-König, mich verlassend, mitten unter die Feinde gezogen ist (Nom. / Nom. / Vok. / Nom. / Konj. / Akk. / Ger. / Nom. / Lok.)
na enam jīvan na api jānāmi ajīvan bībhatsum vā tat mama adya atiduḥkham
ich weiß nicht, ob er lebt oder nicht mehr lebt, noch weiß ich es von Bībhatsu - das ist heute mein überaus großer Schmerz (Neg. / Akk. / Nom.Part. / Neg. / Partikel / 1.Sg.Präs. / Nom.Part. / Akk. / Partikel / Nom. / Gen. / Adv. / Nom.)
so 'haṃ dviṣatsainyam udagrakalpaṃ vināśayiṣye paramapratītaḥ / etān nihatyājimadhye sametān prīto bhaviṣyāmi saha tvayādya
„So werde ich, höchst zuversichtlich, das gewaltig aufragende Heer der Feinde vernichten; nachdem ich diese hier, im Kampf versammelten, erschlagen habe, werde ich heute zusammen mit dir erfreut sein.“
so werde ich, höchst zuversichtlich, das gewaltig aufragende Heer der Feinde vernichten (Nom. / Nom. / Akk. / Akk. / 1.Sg.Fut. / Nom.)
etān nihatya ājimadhye sametān prītaḥ bhaviṣyāmi saha tvayā adya
nachdem ich diese hier, im Kampf versammelten, erschlagen habe, werde ich heute zusammen mit dir erfreut sein (Akk.Pl. / Ger. / Lok. / Akk.Pl. / Nom. / 1.Sg.Fut. / Postp. / Instr. / Adv.)
sarvāṃs tūṇīrān mārgaṇān vānvavekṣya kiṃ śiṣṭaṃ syāt sāyakānāṃ rathe me / kiyanto me iṣavaḥ sadya eva / avekṣasva me iṣudhī viśoka kiyanto vā iṣavo me 'vaśiṣṭāḥ / kā vā jātiḥ kiṃ pramāṇaṃ ca teṣāṃ jñātvā vyaktaṃ tan mamācakṣva sūta
„Nun sieh nach allen Köchern und Geschossen, wie viel Pfeile mir noch auf dem Wagen übrig sind; wie viele meiner Pfeile eben jetzt - schau meine beiden Köcher an, Viśoka, wie viele Pfeile mir noch übrig sind, und welcher Art sie sind und welches ihre Zahl - habe es genau erkannt und sag es mir klar, Wagenlenker.“
Wort für Wort
sarvān tūṇīrān mārgaṇān vā anvavekṣya kim śiṣṭam syāt sāyakānām rathe me
nun sieh nach allen Köchern und Geschossen, wie viel Pfeile mir noch auf dem Wagen übrig sind (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Partikel / Ger. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Opt. / Gen.Pl. / Lok. / Gen.)
kiyantaḥ me iṣavaḥ sadyaḥ eva
wie viele meiner Pfeile eben jetzt (Nom.Pl. / Gen. / Nom.Pl. / Adv. / Partikel)
avekṣasva me iṣudhī viśoka kiyantaḥ vā iṣavaḥ me avaśiṣṭāḥ
schau meine beiden Köcher an, Viśoka, wie viele Pfeile mir noch übrig sind (2.Sg.Imp. / Gen. / Akk.Dual / Vok. / Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Gen. / Nom.Pl.)
kā vā jātiḥ kim pramāṇam ca teṣām jñātvā vyaktam tat mama ācakṣva sūta
und welcher Art sie sind und welches ihre Zahl - habe es genau erkannt und sag es mir klar, Wagenlenker (Nom. / Partikel / Nom. / Nom. / Nom. / Konj. / Gen.Pl. / Ger. / Akk. / Akk. / Gen. / 2.Sg.Imp. / Vok.)
kati vā sahasrāṇi kati vā śatāni hy ācakṣva me sārathe kṣipram eva / sarvaṃ viditvaivam ahaṃ vadāmi tavārthasiddhipradam adya vīra / kaikeyakāmbhojasurāṣṭrabāhlikā mlecchāś ca suhmāḥ parataṅkaṇāś ca / madrāś ca vaṅgā magadhāḥ kuṇindā ānartakāvartakāḥ pārvatīyāḥ / sarve gṛhītapravarāyudhās tvāṃ saṃveṣṭya saṃveṣṭya tato vineduḥ / rathe tavāsmin niśitāḥ supītās tato bhallā dvādaśa vai sahasrāḥ
„Wie viele Tausend oder wie viele Hundert - sag es mir doch, Wagenlenker, sogleich! Nachdem ich alles erkannt habe, will ich es dir so sagen, was dir heute zum Gelingen deines Vorhabens verhilft, Held. Die Kaikeyas, Kambojas, Surāṣṭras und Bāhlikas, und die Mlecchas, Suhmas und Parataṅkaṇas, und die Madras, Vaṅgas, Magadhas, Kuṇindas, die Ānartakas, Āvartakas und die Bergbewohner - alle diese, nachdem sie ihre vorzüglichsten Waffen ergriffen hatten, dich immer wieder umringend, schrien sie auf; auf diesem deinem Wagen wurden bereits scharfe, blutgetränkte - zwölftausend Bhalla-Pfeile [verschossen].“
Wort für Wort
kati vā sahasrāṇi kati vā śatāni hi ācakṣva me sārathe kṣipram eva
wie viele Tausend oder wie viele Hundert - sag es mir doch, Wagenlenker, sogleich (Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Partikel / 2.Sg.Imp. / Gen. / Vok. / Adv. / Partikel)
nachdem ich alles erkannt habe, will ich es dir so sagen, was dir heute zum Gelingen deines Vorhabens verhilft, Held (Akk. / Ger. / Adv. / Nom. / 1.Sg.Präs. / Gen. / Akk. / Adv. / Vok.)
kaikeyakāmbhojasurāṣṭrabāhlikāḥ mlecchāḥ ca suhmāḥ parataṅkaṇāḥ ca
die Kaikeyas, Kambojas, Surāṣṭras und Bāhlikas, und die Mlecchas, Suhmas und Parataṅkaṇas (Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj.)
madrāḥ ca vaṅgāḥ magadhāḥ kuṇindāḥ ānartakāvartakāḥ pārvatīyāḥ
und die Madras, Vaṅgas, Magadhas, Kuṇindas, die Ānartakas, Āvartakas und die Bergbewohner (Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
alle diese, nachdem sie ihre vorzüglichsten Waffen ergriffen hatten, dich immer wieder umringend, schrien sie auf (Nom.Pl. / Nom.Pl. / Akk. / Ger. / Ger. / Adv. / 3.Pl.Perf.)
rathe tava asmin niśitāḥ supītāḥ tataḥ bhallāḥ dvādaśa vai sahasrāḥ
auf diesem deinem Wagen wurden bereits scharfe, blutgetränkte - zwölftausend Bhalla-Pfeile [verschossen] (Lok. / Gen. / Lok. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Adv. / Nom.Pl. / Nom. / Partikel / Nom.Pl.)
Im Quelltext erscheint an dieser Stelle (Apparatuszeile *0817_02) zweifach dieselbe Verszählung mit zwei einander widersprechenden Lesarten - einmal mit der Sprecherangabe 'viśoka uvāca', einmal mit der Zeile 'hy ācakṣva me sārathe kṣipram eva'. Da der Inhalt ab 'sarvaṃ viditvaivam ahaṃ vadāmi' eindeutig aus Viśokas Perspektive formuliert ist, wird hier die Sprecherangabe 'viśoka uvāca' als maßgeblich übernommen und die Dublette in der Übersetzung nicht wiederholt.
viśoka uvāca / ṣaṇmārgaṇānām ayutāni vīra kṣurāś ca bhallāś ca tathāyutākhyāḥ / nārācānāṃ dve sahasre tu vīra trīṇy eva ca pradarāṇāṃ ca pārtha / vatsadantānāṃ daśa karṇināṃ ca ardhacandrā dvādaśa ṣaṭśataṃ ca / vipāṭhānāṃ pravarāṇāṃ ca sapta śilīmukhānāṃ daśa ca triṃśataṃ ca / ayomukhānāṃ kṣudrakāṇāṃ ca triṃśat
Viśoka sprach: „Zehntausend Ṣaṇmārgaṇa-Pfeile, Held, und ebenso zehntausend an Kṣura- und Bhalla-Pfeilen; zweitausend Nārāca-Pfeile aber, Held, und lediglich drei an Pradara-Pfeilen, Pārtha; zehn Vatsadanta- und ebenso Karṇin-Pfeile; sechshundertzwölf Ardhacandra-Pfeile; sieben vorzügliche Vipātha-Pfeile; vierzig Śilīmukha-Pfeile; und dreißig Ayomukha-Kṣudraka-Pfeile.“
Wort für Wort
viśokaḥ uvāca
Viśoka sprach (Nom. / 3.Sg.Perf.)
ṣaṇmārgaṇānām ayutāni vīra kṣurāḥ ca bhallāḥ ca tathā ayutākhyāḥ
zehntausend Ṣaṇmārgaṇa-Pfeile, Held, und ebenso zehntausend an Kṣura- und Bhalla-Pfeilen (Gen.Pl. / Nom.Pl. / Vok. / Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Konj. / Adv. / Nom.Pl.)
nārācānām dve sahasre tu vīra trīṇi eva ca pradarāṇām ca pārtha
zweitausend Nārāca-Pfeile aber, Held, und lediglich drei an Pradara-Pfeilen, Pārtha (Gen.Pl. / Nom.Dual / Nom.Dual / Partikel / Vok. / Nom.Pl. / Partikel / Konj. / Gen.Pl. / Konj. / Vok.)
vatsadantānām daśa karṇinām ca ardhacandrāḥ dvādaśa ṣaṭśatam ca
zehn Vatsadanta- und ebenso Karṇin-Pfeile; sechshundertzwölf Ardhacandra-Pfeile (Gen.Pl. / Nom. / Gen.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Nom. / Nom. / Konj.)
vipāṭhānām pravarāṇām ca sapta śilīmukhānām daśa ca triṃśatam ca
und dreißig Ayomukha-Kṣudraka-Pfeile (Gen.Pl. / Gen.Pl. / Konj. / Nom.)
Die genaue Auflösung der Zahlwort-Komposita (z.B. 'dvādaśa ṣaṭśatam' und 'daśa ca triṃśataṃ ca') folgt der wahrscheinlichsten Lesart; letzte Sicherheit über die exakten Summen ist bei diesen knappen Aufzählungsversen nicht zu erzielen.
asty āyudhaṃ pāṇḍaveyāvaśiṣṭaṃ na yad vahec chakaṭaṃ ṣaḍgavīyam / astrāyutaṃ pāṇḍava te 'vaśiṣṭam etad vahec chakaṭaṃ ṣaḍgavaṃ yat / prāsāś ca mudgarāḥ śaktayas tomarāś ca mā bhaiṣīs tvaṃ saṃkṣayād āyudhānām / etad vidvan muñca sahasraśo 'pi gadāsibāhudraviṇaṃ ca te 'sti / śatrūñ jayasvāśusahasravīra
„Es gibt noch, Sohn des Pāṇḍu, übrig gebliebene Waffen, die ein Sechs-Ochsen-Wagen nicht tragen könnte; zehntausend Waffen sind dir übrig, Sohn des Pāṇḍu - so viel könnte ein Sechs-Ochsen-Wagen tragen. Auch Lanzen, Keulen, Speere und Wurfspieße sind noch da - fürchte dich nicht wegen eines Mangels an Waffen! Dies wissend, verschieße nur, auch zu Tausenden; und du besitzt ja den Reichtum an Keule, Schwert und Armkraft. Besiege die Feinde, du Held von tausendfacher Schnelligkeit!“
Wort für Wort
asti āyudham pāṇḍaveya avaśiṣṭam na yat vahet śakaṭam ṣaḍgavīyam
es gibt noch, Sohn des Pāṇḍu, übrig gebliebene Waffen, die ein Sechs-Ochsen-Wagen nicht tragen könnte (3.Sg.Präs. / Nom. / Vok. / Nom. / Neg. / Nom. / 3.Sg.Opt. / Nom. / Nom.)
astrāyutam pāṇḍava te avaśiṣṭam etat vahet śakaṭam ṣaḍgavam yat
zehntausend Waffen sind dir übrig, Sohn des Pāṇḍu - so viel könnte ein Sechs-Ochsen-Wagen tragen (Nom. / Vok. / Gen. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Opt. / Nom. / Nom. / Nom.)
prāsāḥ ca mudgarāḥ śaktayaḥ tomarāḥ ca mā bhaiṣīḥ tvam saṃkṣayāt āyudhānām
auch Lanzen, Keulen, Speere und Wurfspieße sind noch da - fürchte dich nicht wegen eines Mangels an Waffen (Nom.Pl. / Konj. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Konj. / Neg. / 2.Sg.Inj. / Nom. / Abl. / Gen.Pl.)
etat vidvan muñca sahasraśaḥ api gadāsibāhudraviṇam ca te asti
dies wissend, verschieße nur, auch zu Tausenden; und du besitzt den Reichtum an Keule, Schwert und Armkraft (Akk. / Vok. / 2.Sg.Imp. / Adv. / Partikel / Akk. / Konj. / Gen. / 3.Sg.Präs.)
śatrūn jaya asvāśusahasravīra
besiege die Feinde, du Held von tausendfacher Schnelligkeit (Akk.Pl. / 2.Sg.Imp. / Vok.)
Die Apparatszeile *0819 überliefert eine dem Haupttext scheinbar widersprechende Lesart (der Wagen könne die Waffen fassen statt sie - wie im Haupttext - gerade nicht fassen zu können); beide Lesarten sind hier der Vollständigkeit halber sinngemäß nacheinander wiedergegeben.
bhīma uvāca / adyaiva nūnaṃ kathayantu siddhāṃ mama pratijñāṃ sarvaloke viśoka / na mokṣyate vā samare bhīmasena ekaḥ śatrūn samare vāpy ajaiṣīt / āśaṃsitānām idam ekam astu tan me devāḥ sakalaṃ sādhayantu / sūtādyemaṃ paśya bhīmapramuktaiḥ saṃbhindadbhiḥ pārthivān āśuvegaiḥ / ugrair bāṇair āhavaṃ ghorarūpaṃ naṣṭādityaṃ mṛtyulokena tulyam
Bhīma sprach: „Gerade heute mögen sie in aller Welt sagen, dass mein Gelübde erfüllt ist, Viśoka: ‚Entweder wird Bhīmasena im Kampf nicht entkommen, oder er hat die Feinde im Kampf allein besiegt.‘ Dies eine sei von dem, was ich mir erhofft habe; das mögen die Götter mir vollständig erfüllen. Sieh, Wagenlenker, heute dieses Schlachtfeld, von den durch mich entsandten, die Fürsten durchbohrenden, blitzschnellen, grimmigen Pfeilen gezeichnet: einen Kampf von schrecklicher Gestalt, in dem die Sonne verschwunden ist, der dem Totenreich gleicht.“
Wort für Wort
bhīmaḥ uvāca
Bhīma sprach (Nom. / 3.Sg.Perf.)
adya eva nūnam kathayantu siddhām mama pratijñām sarvaloke viśoka
gerade heute mögen sie in aller Welt sagen, dass mein Gelübde erfüllt ist, Viśoka (Adv. / Partikel / Adv. / 3.Pl.Imp. / Akk. / Gen. / Akk. / Lok. / Vok.)
na mokṣyate vā samare bhīmasenaḥ ekaḥ śatrūn samare vā api ajaiṣīt
entweder wird Bhīmasena im Kampf nicht entkommen, oder er hat die Feinde im Kampf allein besiegt (Neg. / 3.Sg.Fut.Med. / Partikel / Lok. / Nom. / Nom. / Akk.Pl. / Lok. / Partikel / Partikel / 3.Sg.Aor.)
āśaṃsitānām idam ekam astu tat me devāḥ sakalam sādhayantu
dies eine sei von dem, was ich mir erhofft habe; das mögen die Götter mir vollständig erfüllen (Gen.Pl. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Imp. / Akk. / Gen. / Nom.Pl. / Akk. / 3.Pl.Imp.)
mit grimmigen Pfeilen, einen Kampf von schrecklicher Gestalt, in dem die Sonne verschwunden ist, der dem Totenreich gleicht (Instr.Pl. / Instr.Pl. / Akk. / Akk. / Akk. / Instr. / Akk.)
adyaiva tad viditaṃ pārthivānāṃ bhaviṣyati ākumāraṃ ca sūta / nimagno vā samare bhīmasena ekaḥ kurūn vā samare vijetā
„Gerade heute wird jenes den Fürsten bekannt werden, bis hin zu den Kindern, Wagenlenker: ob Bhīmasena im Kampf untergegangen ist, oder ob er allein die Kurus im Kampf besiegt hat.“
Wort für Wort
adya eva tat viditam pārthivānām bhaviṣyati ākumāram ca sūta
gerade heute wird jenes den Fürsten bekannt werden, bis hin zu den Kindern, Wagenlenker (Adv. / Partikel / Nom. / Nom. / Gen.Pl. / 3.Sg.Fut. / Adv. / Konj. / Vok.)
ob Bhīmasena im Kampf untergegangen ist, oder ob er allein die Kurus im Kampf besiegt hat (Nom. / Partikel / Lok. / Nom. / Nom. / Akk.Pl. / Partikel / Lok. / Nom.)
„Entweder mögen alle Kurus im Kampf gemeinsam gegen mich anstürmen, oder die Welten mögen mich preisen, bis hin zu den Kindern; entweder werde ich sie alle allein zu Fall bringen, oder sie alle mögen Bhīmasena quälen.“
entweder mögen alle Kurus im Kampf gemeinsam gegen mich anstürmen, oder die Welten mögen mich preisen, bis hin zu den Kindern (Nom.Pl. / Lok. / Nom.Pl. / 3.Pl.Imp. / Akk. / Partikel / Nom.Pl. / 3.Pl.Imp. / Adv.)
sarvān ekaḥ tān aham pātayiṣye te vā sarve bhīmasenam tudantu
entweder werde ich sie alle allein zu Fall bringen, oder sie alle mögen Bhīmasena quälen (Akk.Pl. / Nom. / Akk.Pl. / Nom. / 1.Sg.Fut. / Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl. / Akk. / 3.Pl.Imp.)
„Diejenigen, die Gutes verheißen, mögen recht behalten, oder auch die höchste Tat möge geschehen - das mögen mir die Götter allein zuwege bringen! Möge heute hier Arjuna, der Feindevernichter, kommen, eilig, wie Śakra, zum Opfer herbeigerufen; hier kommt der Wagen mit Keśava als Wagenlenker, wie Indra, plötzlich zum Opfer herbeigerufen! Sieh, sieh nur, Viśoka, meine Streitmacht, und die Streitmacht der Feinde ringsum zerschlagen! Sieh, wie sie mit vielfachem Geschrei alle davonstürzen, wie die starken Söhne Dhṛtarāṣṭras fliehen!“
Wort für Wort
āśāstāraḥ karma ca api uttamam vā tat me devāḥ kevalam sādhayantu
diejenigen, die Gutes verheißen, mögen recht behalten, oder auch die höchste Tat möge geschehen - das mögen mir die Götter allein zuwege bringen (Nom.Pl. / Nom. / Konj. / Partikel / Nom. / Partikel / Akk. / Gen. / Nom.Pl. / Akk. / 3.Pl.Imp.)
möge heute hier Arjuna, der Feindevernichter, kommen, eilig, wie Śakra, zum Opfer herbeigerufen (3.Sg.Imp. / Adv. / Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / Adv. / Lok. / Partikel / Nom.)
āyāti iha keśavasārathiḥ rathaḥ indraḥ yajñe sahasā eva upahūtaḥ
hier kommt der Wagen mit Keśava als Wagenlenker, wie Indra, plötzlich zum Opfer herbeigerufen (3.Sg.Präs. / Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / Lok. / Adv. / Partikel / Nom.)
paśyasva paśyasva viśoka me balam balam pareṣām abhitaḥ ca bhinnam
sieh, sieh nur, Viśoka, meine Streitmacht, und die Streitmacht der Feinde ringsum zerschlagen (2.Sg.Imp. / 2.Sg.Imp. / Vok. / Gen. / Akk. / Akk. / Gen.Pl. / Adv. / Konj. / Akk.)
sieh, wie sie mit vielfachem Geschrei alle davonstürzen, wie die starken Söhne Dhṛtarāṣṭras fliehen (Akk.Pl. / 2.Sg.Imp. / Ger. / Nom.Pl. / Adv. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / Nom.Pl.)
„Blicke auf dieses zerreißende Bhārata-Heer! Warum fliehen diese Fürsten? Offenbar bedeckt der kluge Savyasācin, der Erste der Männer, dieses Heer rasch mit Pfeilen; gewiss kommt Dhanaṃjaya heran, Wagenlenker - deshalb zerreißt dieses Bhārata-Heer.“
blicke auf dieses zerreißende Bhārata-Heer! Warum fliehen diese Fürsten (2.Sg.Imp. / Akk. / Akk. / Akk. / Nom.Pl. / Abl. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl.)
vyaktam dhīmān savyasācī narāgryaḥ sainyam hi etat chādayati āśu bāṇaiḥ
offenbar bedeckt der kluge Savyasācin, der Erste der Männer, dieses Heer rasch mit Pfeilen (Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / Akk. / Partikel / Akk. / 3.Sg.Präs. / Adv. / Instr.Pl.)
paśya dhvajāṃś ca dravato viśoka nāgān hayān pattisaṃghāṃś ca saṃkhye / rathān viśīrṇāñ śaraśaktitāḍitān paśyasvaitān rathinaś caiva sūta
„Sieh die Banner der fliehenden Truppen, Viśoka, die Elefanten, Pferde und Scharen von Fußsoldaten im Kampf; sieh diese zerschmetterten, von Pfeilen und Speeren getroffenen Wagen, und auch die Wagenkämpfer, Wagenlenker.“
Wort für Wort
paśya dhvajān ca dravataḥ viśoka nāgān hayān pattisaṃghān ca saṃkhye
sieh die Banner der fliehenden Truppen, Viśoka, die Elefanten, Pferde und Scharen von Fußsoldaten im Kampf (2.Sg.Imp. / Akk.Pl. / Konj. / Gen.Pl.Part. / Vok. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Lok.)
rathān viśīrṇān śaraśaktitāḍitān paśyasva etān rathinaḥ ca eva sūta
sieh diese zerschmetterten, von Pfeilen und Speeren getroffenen Wagen, und auch die Wagenkämpfer, Wagenlenker (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / 2.Sg.Imp. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Partikel / Vok.)
„Und immer wieder wird das Kaurava-Heer erfüllt von Klage, da es heftig geschlagen wird, von Dhanaṃjayas Pfeilen erfasst, die dem Blitz an Geschwindigkeit gleichen, mit Pfauenfedern und Gold befiedert.“
Wort für Wort
āpūryate kauravī ca api abhīkṣṇam senā hi asau subhṛśam hanyamānā
und immer wieder wird das Kaurava-Heer erfüllt von Klage, da es heftig geschlagen wird (3.Sg.Präs.Med. / Nom. / Konj. / Partikel / Adv. / Nom. / Partikel / Nom. / Adv. / Nom.Part.)
von Dhanaṃjayas Pfeilen erfasst, die dem Blitz an Geschwindigkeit gleichen, mit Pfauenfedern und Gold befiedert (Gen. / Instr.Pl. / Nom. / Instr.Pl. / Instr.Pl.)
„Diese Wagen, Pferde und Elefanten fliehen und zertreten dabei die Scharen der Fußsoldaten; alle Kauravas, verwirrt, fliehen wie von einem Waldbrand erschreckte Elefanten; und, Wehrufe ausstoßend, im Kampf, Viśoka, stoßen die Elefantenfürsten gewaltiges Gebrüll aus.“
Wort für Wort
ete dravanti sma rathāśvanāgāḥ padātisaṃghān avamardayantaḥ
diese Wagen, Pferde und Elefanten fliehen und zertreten dabei die Scharen der Fußsoldaten (Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Partikel / Nom.Pl. / Akk.Pl. / Nom.Pl.Part.)
saṃmuhyamānāḥ kauravāḥ sarve eva dravanti nāgāḥ iva dāvabhītāḥ
alle Kauravas, verwirrt, fliehen wie von einem Waldbrand erschreckte Elefanten (Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Partikel / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / Partikel / Nom.Pl.)
hāhākṛtāḥ ca eva raṇe viśoka muñcanti nādān vipulān gajendrāḥ
und, Wehrufe ausstoßend, im Kampf, Viśoka, stoßen die Elefantenfürsten gewaltiges Gebrüll aus (Nom.Pl. / Konj. / Partikel / Lok. / Vok. / 3.Pl.Präs. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Nom.Pl.)
Viśoka sprach: „Wie, Bhīma, hörst du denn hier nicht jenen überaus schrecklichen Bogensehnenklang des Gāṇḍīva, den der zornige Pārtha heute erschallen lässt, während er ihn spannt? Sind wohl deine beiden Ohren etwa taub geworden?“
Wort für Wort
viśokaḥ uvāca
Viśoka sprach (Nom. / 3.Sg.Perf.)
kim bhīma na enam tvam iha aśṛṇoṣi visphāritam gāṇḍivasya atighoram
wie, Bhīma, hörst du denn hier nicht jenen überaus schrecklichen Bogensehnenklang des Gāṇḍīva (Partikel / Vok. / Neg. / Akk. / Nom. / Adv. / 2.Sg.Präs. / Akk. / Gen. / Akk.)
kruddhena pārthena vikṛṣyataḥ adya kaccit na imau tava karṇau vinaṣṭau
den der zornige Pārtha heute erschallen lässt, während er ihn spannt? Sind wohl deine beiden Ohren etwa taub geworden (Instr. / Instr. / Gen.Part. / Adv. / Partikel / Neg. / Nom.Dual / Gen. / Nom.Dual / Nom.Dual)
sarve kāmāḥ pāṇḍava te samṛddhāḥ kapidhvajo dṛśyate hastisainye / nīlād dhanād vidyutam uccarantīṃ tathāpaśyaṃ visphurad vai dhanus tat dodhūyamānasya dhanaṃjayena
„Alle deine Wünsche, Sohn des Pāṇḍu, sind erfüllt: Der Affenbanner-Träger ist inmitten des Elefantenheeres zu sehen! Und ich sah jenen Bogen erzittern, wie einen Blitz, der aus einer dunklen Wolke hervorbricht, von Dhanaṃjaya geschwungen.“
Wort für Wort
sarve kāmāḥ pāṇḍava te samṛddhāḥ kapidhvajaḥ dṛśyate hastisainye
alle deine Wünsche, Sohn des Pāṇḍu, sind erfüllt: der Affenbanner-Träger ist inmitten des Elefantenheeres zu sehen (Nom.Pl. / Nom.Pl. / Vok. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom. / 3.Sg.Präs.Med. / Lok.)
nīlāt dhanāt vidyutam uccarantīm tathā apaśyam visphurat vai dhanuḥ tat
und ich sah jenen Bogen erzittern, wie einen Blitz, der aus einer dunklen Wolke hervorbricht (Abl. / Abl. / Akk. / Akk. / Adv. / 1.Sg.Impf. / Akk.Part. / Partikel / Akk. / Akk.)
„Jener Affe wird ja von allen Seiten gesehen, auf die Bannerspitze Dhanaṃjayas gestiegen, die Elefantenscharen im Getümmel in Schrecken versetzend - ich selbst erschrecke, wenn ich ihn erblicke! Und über die Maßen glänzt dieses wunderbare Diadem Dhanaṃjayas; sonnengleich strahlt dieser himmlische Edelstein, der auf dem Diadem sitzt.“
Wort für Wort
kapiḥ hi asau vīkṣyate sarvataḥ vai dhvajāgram āruhya dhanaṃjayasya
jener Affe wird ja von allen Seiten gesehen, auf die Bannerspitze Dhanaṃjayas gestiegen (Nom. / Partikel / Nom. / 3.Sg.Präs.Med. / Adv. / Partikel / Akk. / Ger. / Gen.)
vitrāsayan dvipasaṃghān vimarde bibhemi asmāt ātmanā eva abhivīkṣya
die Elefantenscharen im Getümmel in Schrecken versetzend - ich selbst erschrecke, wenn ich ihn erblicke (Nom.Part. / Akk.Pl. / Lok. / 1.Sg.Präs. / Abl. / Instr. / Partikel / Ger.)
vibhrājate ca atimātram kirīṭam vicitram etat ca dhanaṃjayasya
und über die Maßen glänzt dieses wunderbare Diadem Dhanaṃjayas (3.Sg.Präs. / Konj. / Adv. / Nom. / Nom. / Nom. / Konj. / Gen.)
divākarābhaḥ maṇiḥ eṣaḥ divyaḥ vibhrājate ca eva kirīṭasaṃsthaḥ
sonnengleich strahlt dieser himmlische Edelstein, der auf dem Diadem sitzt (Nom. / Nom. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Präs. / Konj. / Partikel / Nom.)
„An der Seite sieh dieses furchtbare, wie eine weiße Wolke glänzende Muschelhorn Devadatta, mit gewaltigem Klang; sieh es, mächtig, glänzend, des Vernichters der Feinde im Kampf, an der Seite Pārthas, des Dhanaṃjaya! Und sieh das himmlische Muschelhorn Pāñcajanya des Janārdana, der mit den Zügeln in der Hand in das Heer der Feinde eindringt.“
an der Seite sieh dieses furchtbare, wie eine weiße Wolke glänzende Muschelhorn Devadatta, mit gewaltigem Klang (Lok. / Akk. / Akk. / 2.Sg.Imp. / Akk. / Nom. / Akk. / Akk.)
sieh es, mächtig, glänzend, des Vernichters der Feinde im Kampf (Akk. / Vok. / Akk. / 2.Sg.Imp. / Lok. / Gen.Pl. / Gen.)
pārśve sthitam pārtha dhanaṃjayasya divyam śaṅkham pāñcajanyam ca paśya
an der Seite Pārthas, des Dhanaṃjaya! Und sieh das himmlische Muschelhorn Pāñcajanya (Lok. / Akk. / Vok. / Gen. / Akk. / Akk. / Akk. / Konj. / 2.Sg.Imp.)
„Sieh das sonnengleich strahlende, mit blitzartiger Nabe, mit scharfer Schneide versehene Rad, das an der Seite Janārdanas steht; und sieh den Diskus, feuerhell leuchtend, an der Seite Pārthas, des Dhanaṃjaya; den Diskus, der Keśavas Ruhm mehrt, stets von den Yadus verehrt, sieh ihn, Held!“
sieh das sonnengleich strahlende, mit blitzartiger Nabe, mit scharfer Schneide versehene Rad, das an der Seite Janārdanas steht (Akk. / Akk. / Akk. / Lok. / Akk. / 2.Sg.Imp. / Gen.)
cakram ca paśya jvalanaprakāśam pārśve sthitam pārtha dhanaṃjayasya
und sieh den Diskus, feuerhell leuchtend, an der Seite Pārthas, des Dhanaṃjaya (Akk. / Konj. / 2.Sg.Imp. / Akk. / Lok. / Akk. / Vok. / Gen.)
tathaiva kṛṣṇasya ca pāñcajanyaṃ mahārham etad vijamājavarṇam (?) kaunteya paśyorasi kaustubhaṃ ca jājvalyamānāṃ vijayasrajaṃ ca kṛṣṇasyemāṃ paśya ca bhīmasena
„Und ebenso sieh, Bhīmasena, dieses kostbare Muschelhorn Pāñcajanya Kṛṣṇas, von unsicherer Färbung; sieh, Sohn der Kuntī, auf seiner Brust den Kaustubha-Edelstein, und den lodernden Siegeskranz Kṛṣṇas - sieh ihn, Bhīmasena.“
Wort für Wort
tathā eva kṛṣṇasya ca pāñcajanyam mahārham etat vijamājavarṇam
und ebenso dieses kostbare Muschelhorn Pāñcajanya Kṛṣṇas, von unsicherer Färbung (Adv. / Partikel / Gen. / Akk. / Akk. / Akk. / Akk.)
kaunteya paśya urasi kaustubham ca jājvalyamānām vijayasrajam ca
sieh, Sohn der Kuntī, auf seiner Brust den Kaustubha-Edelstein, und den lodernden Siegeskranz (Vok. / 2.Sg.Imp. / Lok. / Akk. / Konj. / Akk. / Akk. / Konj.)
Die Quelle selbst markiert 'vijamājavarṇam' mit einem Fragezeichen (?) als unsicher überliefert; die genaue Bedeutung dieses Kompositums bleibt unklar. Die weiter unten überlieferte Parallelfassung (Apparatuszeile @026_0006-0008) bietet an dieser Stelle die klarere Lesart 'dvijarājavarṇam' ('mondfarben', wörtlich 'von der Farbe des Königs der Zweimalgeborenen') - vermutlich die textkritisch vorzuziehende Variante.
„Und den Klang der blitzdurchzuckten Gewitterwolke gleich, das Erdröhnen des von Dhanaṃjaya zur rechten Zeit angegriffenen, gespannten Gāṇḍīva-Bogens - jener schreckliche Klang ist zu hören - hörst du ihn hier nicht? Bist du etwa taub geworden, Sohn der Pṛthā? Der großen Elefanten, den Pinienbäumen gleichenden Rüssel fallen hier, von jenem Diademträger mit Rasiermesserpfeilen abgeschnitten; und die Berittenen ebenso, von Pfeilen zerschnitten, wie Berge, von Donnerkeilen gespalten.“
Wort für Wort
savidyutaḥ ca eva ghanasya śabdam viṣphāryataḥ dhanuṣaḥ gāṇḍivasya
und den Klang der blitzdurchzuckten Gewitterwolke gleich, des angegriffenen, gespannten Gāṇḍīva-Bogens (Gen. / Konj. / Partikel / Gen. / Akk. / Gen.Part. / Gen. / Gen.)
dhanaṃjayena abhipannasya kāle śabdaḥ ghoraḥ śrūyate tasya na asmin
des von Dhanaṃjaya zur rechten Zeit angegriffenen - jener schreckliche Klang ist zu hören - hörst du ihn hier nicht (Instr. / Gen. / Lok. / Nom. / Nom. / 3.Sg.Präs.Med. / Gen. / Neg. / Lok.)
kaccit śrotā ahaḥ badhiraḥ asi pārtha
bist du etwa taub geworden, Sohn der Pṛthā (Partikel / Nom. / Nom. / Nom. / 2.Sg.Präs. / Vok.)
der großen Elefanten, den Pinienbäumen gleichenden Rüssel fallen hier, mit Rasiermesserpfeilen abgeschnitten (Gen.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / Nom.Pl. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / Instr.Pl.)
kirīṭinā tena punaḥ sasādinaḥ śaraiḥ nikṛttāḥ kuliśaiḥ iva adrayaḥ
von jenem Diademträger, und die Berittenen ebenso, von Pfeilen zerschnitten, wie Berge, von Donnerkeilen gespalten (Instr. / Instr. / Adv. / Nom.Pl. / Instr.Pl. / Nom.Pl. / Instr.Pl. / Partikel / Nom.Pl.)
Die anschließenden Apparatuszeilen @026_0006-0009 wiederholen inhaltlich fast wörtlich die bereits übersetzte Passage über Pāñcajanya und Kaustubha (siehe Anmerkung zu Vers *0832 oben) und werden hier, um Doppelung zu vermeiden, nicht erneut übersetzt.
„Gewiss naht der vorzüglichste der Wagenkämpfer, Pārtha, heran, dieses Heer der Feinde in die Flucht schlagend; mit seinen weißwolkenfarbenen, von dem Dunklen gelenkten, kostbaren Rossen, der Vorzüglichste der Wagenkämpfer - sieh, wie diese Wagen, Pferde und Scharen von Fußsoldaten, von Pfeilen zerrissen, zu Boden fallen, durch deinen jüngeren Bruder, mit der Kraft des Götterkönigs, wie große Wälder durch den Windstoß des Garuḍa.“
Wort für Wort
dhruvam rathāgryaḥ samupaiti pārthaḥ vidrāvayan sainyam idam pareṣām
gewiss naht der vorzüglichste der Wagenkämpfer, Pārtha, heran, dieses Heer der Feinde in die Flucht schlagend (Adv. / Nom. / 3.Sg.Präs. / Nom. / Nom.Part. / Akk. / Akk. / Gen.Pl.)
mit seinen weißwolkenfarbenen, von dem Dunklen gelenkten, kostbaren Rossen, der Vorzüglichste der Wagenkämpfer (Instr.Pl. / Instr.Pl. / Instr.Pl. / Instr.Pl. / Gen.Pl. / Nom.)
rathān hayān pattigaṇān ca sāyakaiḥ vidāritān paśya patanti amī yathā
sieh, wie diese Wagen, Pferde und Scharen von Fußsoldaten, von Pfeilen zerrissen, zu Boden fallen (Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Instr.Pl. / Akk.Pl. / 2.Sg.Imp. / 3.Pl.Präs. / Nom.Pl. / Partikel)
durch deinen jüngeren Bruder, mit der Kraft des Götterkönigs, wie große Wälder durch den Windstoß des Garuḍa (Gen. / Instr. / Instr. / Nom.Pl. / Partikel / Instr.)
„Sieh diese vierhundert Wagen, samt Rossen und Wagenlenkern, im Kampf vom Diademträger mit gewaltigen Pfeilen erschlagen, und siebenhundert Elefanten, und Fußsoldaten und Reiter und Wagen in vielfacher Zahl. Dieser mächtige Arjuna naht sich dir, die Kurus erschlagend, wie ein wundersames Gestirn; deine Wünsche sind erfüllt, deine Feinde sind erschlagen - mögen deine Kraft und dein Leben auf lange Zeit gedeihen!“
sieh diese vierhundert Wagen, samt Rossen und Wagenlenkern, im Kampf vom Diademträger erschlagen (Akk.Pl. / 2.Sg.Imp. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Akk.Pl. / Lok. / Instr.)
maheṣubhiḥ sapta śatāni dantinām padātisādīn ca rathān anekaśaḥ
mit gewaltigen Pfeilen, und siebenhundert Elefanten, und Fußsoldaten und Reiter und Wagen in vielfacher Zahl (Instr.Pl. / Nom. / Nom.Pl. / Gen.Pl. / Akk.Pl. / Konj. / Akk.Pl. / Adv.)
dieser mächtige Arjuna naht sich dir, die Kurus erschlagend, wie ein wundersames Gestirn (Nom. / 3.Sg.Präs. / Gen. / Akk. / Nom. / Nom.Part. / Akk.Pl. / Nom. / Partikel / Nom. / Nom.)
samṛddhakāmaḥ asi hatāḥ tava ahitāḥ balam tava āyuḥ ca cirāya vardhatām
deine Wünsche sind erfüllt, deine Feinde sind erschlagen - mögen deine Kraft und dein Leben auf lange Zeit gedeihen (Nom. / 2.Sg.Präs. / Nom.Pl. / Gen. / Nom.Pl. / Nom. / Gen. / Nom. / Konj. / Dat. / 3.Sg.Imp.)
bhīma uvāca / dadāmi te grāmavarāṃś caturdaśa priyākhyāne sārathe suprasannaḥ / dasīśataṃ cāpi rathāṃś ca viṃśatiṃ yad arjunaṃ vedayase viśoka
Bhīma sprach: „Ich gebe dir vierzehn vorzügliche Dörfer, Wagenlenker, hocherfreut über die angenehme Nachricht, und auch hundert Dienerinnen und zwanzig Wagen, weil du mir, Viśoka, von Arjuna Kunde gegeben hast.“
Wort für Wort
bhīmaḥ uvāca
Bhīma sprach (Nom. / 3.Sg.Perf.)
dadāmi te grāmavarān caturdaśa priyākhyāne sārathe suprasannaḥ
ich gebe dir vierzehn vorzügliche Dörfer, Wagenlenker, hocherfreut über die angenehme Nachricht (1.Sg.Präs. / Dat. / Akk.Pl. / Akk. / Lok. / Vok. / Nom.)
dasīśatam ca api rathān ca viṃśatim yat arjunam vedayase viśoka
und auch hundert Dienerinnen und zwanzig Wagen, weil du mir von Arjuna Kunde gegeben hast, Viśoka (Akk. / Konj. / Partikel / Akk.Pl. / Konj. / Akk. / Konj. / Akk. / 2.Sg.Präs.Med. / Vok.)