prācyāś ca dākṣiṇātyāś ca pravīrā gajayodhinaḥ / aṅgā vaṅgāś ca puṇḍrāś ca māgadhās tāmraliptakāḥ / mekalāḥ kośalā madrā daśārṇā niṣadhās tathā / gajayuddheṣu kuśalāḥ kaliṅgaiḥ saha bhārata / śaratomaranārācair vṛṣṭimanta ivāmbudāḥ / siṣicus te tataḥ sarve pāñcālācalam āhave
Die Östlichen und die Südlichen, die tapferen Elefantenkämpfer, die Aṅgas, Vaṅgas, Puṇḍras, Māgadhas, Tāmraliptakas, die Mekalas, Kośalas, Madras, Daśārṇas und ebenso die Niṣadhas, kundig im Elefantenkampf, zusammen mit den Kaliṅgas, o Bhārata, sie alle übergossen da im Kampf den Pāñcāla-Berg mit Pfeilen, Lanzen und eisernen Wurfgeschossen, wie regenspendende Wolken.
Wort für Wort
prācyāḥ ca dākṣiṇātyāḥ ca
die Östlichen und die Südlichen (Nom.)
pravīrāḥ gajayodhinaḥ
die tapferen Elefantenkämpfer (Nom.)
aṅgāḥ vaṅgāḥ ca puṇḍrāḥ ca
die Aṅgas, Vaṅgas und Puṇḍras (Nom.)
māgadhāḥ tāmraliptakāḥ
die Māgadhas, die Tāmraliptakas (Nom.)
mekalāḥ kośalāḥ madrāḥ
die Mekalas, Kośalas, Madras (Nom.)
daśārṇāḥ niṣadhāḥ tathā
die Daśārṇas und ebenso die Niṣadhas (Nom.+Adv.)
gajayuddheṣu kuśalāḥ
kundig im Elefantenkampf (Lok.+Nom.)
kaliṅgaiḥ saha bhārata
zusammen mit den Kaliṅgas, o Bhārata (Instr.+Adv.+Vok.)
śaratomaranārācaiḥ
mit Pfeilen, Lanzen und eisernen Wurfgeschossen (Instr.)
vṛṣṭimantaḥ iva ambudāḥ
wie regenspendende Wolken (Nom.+Adv.+Nom.)
siṣicuḥ te tataḥ sarve
sie alle übergossen da (Perf.+Nom.+Adv.+Nom.)
pāñcālācalam āhave
den Pāñcāla-Berg im Kampf (Akk.+Lok.)
[Anm.: Die Verse 002-004 bilden syntaktisch einen Satz (das Verb „siṣicuḥ“ in Vers 004 gehört zu der in den Versen 002-003 aufgezählten Völkerliste) und wurden daher zu einer Einheit zusammengefasst.]
Der Sohn des Pṛṣata (Dhṛṣṭadyumna) wollte jene Elefanten mit Ferse, Zehe und Elefantenstachel heftig zermalmen; die Zermalmten überschüttete er mit Pfeilen und eisernen Wurfgeschossen.
Einen jeden mit zehn, sechs oder auch acht (Pfeilen), o Bhārata, durchbohrte er die bergesgleichen Elefanten mit geschleuderten Pfeilen, während er selbst von den Elefanten verhüllt wurde, wie die Sonne von Wolken.
Wort für Wort
ekaikam daśabhiḥ ṣaḍbhiḥ
einen jeden mit zehn, mit sechs (Akk.+Instr.+Instr.)
aṣṭābhiḥ api bhārata
auch mit acht, o Bhārata (Instr.+Part.+Vok.)
dviradān abhivivyādha
durchbohrte die Elefanten (Akk.+Perf.)
kṣiptaiḥ girinibhān śaraiḥ
mit geschleuderten, bergesgleichen Pfeilen (Instr.+Akk.+Instr.)
Die Pāṇḍus und Pāñcālas, brüllend, mit scharfen Waffen, umringten jene Elefanten, sie mit Pfeilen überschüttend, deren Geräusch von Bogensehne und Schnur begleitet war, den Heldentanz tanzend, angetrieben vom Rhythmus der Helden.
Wort für Wort
paryāsuḥ pāṇḍupāñcālāḥ
die Pāṇḍus und Pāñcālas umringten (Perf.+Nom.)
nadantaḥ niśitāyudhāḥ
brüllend, mit scharfen Waffen (Ptz.+Nom.)
tān nāgān abhivarṣantaḥ
jene Elefanten überschüttend (Akk.+Akk.+Ptz.)
jyātantrīśaranāditaiḥ
mit dem von Bogensehne und Pfeil erklingenden Geräusch (Instr.)
vīranṛtyam pranṛtyantaḥ
den Heldentanz tanzend (Akk.+Ptz.)
śūratālapracoditaiḥ
angetrieben vom Rhythmus der Helden (Instr.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (007d*0125_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
nakulaḥ sahadevaś ca draupadeyāḥ prabhadrakāḥ / sātyakiś ca śikhaṇḍī ca cekitānaś ca vīryavān / samantāt siṣicur vīrā meghās toyair ivācalān
Nakula und Sahadeva, die Söhne Draupadīs, die Prabhadrakas, Sātyaki, Śikhaṇḍin und der kraftvolle Cekitāna, diese Helden übergossen sie von allen Seiten, wie Wolken die Berge mit Wasser.
Wort für Wort
nakulaḥ sahadevaḥ ca
Nakula und Sahadeva (Nom.)
draupadeyāḥ prabhadrakāḥ
die Söhne Draupadīs, die Prabhadrakas (Nom.)
sātyakiḥ ca śikhaṇḍī ca
Sātyaki und Śikhaṇḍin (Nom.)
cekitānaḥ ca vīryavān
und der kraftvolle Cekitāna (Nom.)
samantāt siṣicuḥ vīrāḥ
von allen Seiten übergossen die Helden (Adv.+Perf.+Nom.)
meghāḥ toyaiḥ iva acalān
wie Wolken die Berge mit Wasser (Nom.+Instr.+Adv.+Akk.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (008d*0126_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
te mlecchaiḥ preṣitā nāgā narān aśvān rathān api / hastair ākṣipya mamṛduḥ padbhiś cāpy atimanyavaḥ
Jene von den Mlecchas angetriebenen Elefanten, überaus zornig, packten mit ihren Rüsseln Männer, Pferde und auch Wagen und zermalmten sie mit den Füßen.
Wort für Wort
te mlecchaiḥ preṣitāḥ nāgāḥ
jene von den Mlecchas angetriebenen Elefanten (Nom.+Instr.+Nom.+Nom.)
narān aśvān rathān api
Männer, Pferde und auch Wagen (Akk.)
hastaiḥ ākṣipya mamṛduḥ
mit den Rüsseln gepackt habend, zermalmten sie (Instr.+Abs.+Perf.)
padbhiḥ ca api atimanyavaḥ
und auch mit den Füßen, überaus zornig (Instr.+Nom.)
Den an vorderster Front befindlichen Elefanten des Vaṅga-Fürsten aber durchbohrte Sātyaki mit einem heftig-schnellen eisernen Wurfgeschoss an einer verwundbaren Stelle und brachte ihn zu Fall.
Wort für Wort
pramukhe vartamānam tu
den an vorderster Front befindlichen aber (Lok.+Akk.+Part.)
dvipam vaṅgasya sātyakiḥ
den Elefanten des Vaṅga-Fürsten, Sātyaki (Akk.+Gen.+Nom.)
nārācena ugravegena
mit einem heftig-schnellen eisernen Wurfgeschoss (Instr.+Instr.)
bhittvā marmaṇi apātayat
an einer verwundbaren Stelle durchbohrt habend, brachte er zu Fall (Abs.+Lok.+Impf.)
tasyāvarjitanāgasya dviradād utpatiṣyataḥ / nārācenābhinad vakṣaḥ so 'patad bhuvi sātyakeḥ
Dessen (Reiter), dessen Elefant zu Fall gebracht war, der vom Elefanten herabspringen wollte, dessen Brust durchbohrte er mit einem eisernen Wurfgeschoss; er fiel vor Sātyaki zu Boden.
Wort für Wort
tasya avarjitanāgasya
von dem, dessen Elefant zu Fall gebracht war (Gen.+Gen.)
dviradāt utpatiṣyataḥ
der vom Elefanten herabspringen wollte (Abl.+Gen.)
nārācena abhinat vakṣaḥ
mit einem eisernen Wurfgeschoss durchbohrte er die Brust (Instr.+Impf.+Akk.)
saḥ apatat bhuvi sātyakeḥ
er fiel zu Boden, vor Sātyaki (Nom.+Impf.+Lok.+Gen.)
sahadevaṃ tu nakulo vārayitvāṅgam ārdayat / nārācair yamadaṇḍābhais tribhir nāgaṃ śatena ca
Nakula aber hielt Sahadeva zurück und bedrängte den Aṅga-Fürsten mit drei eisernen Wurfgeschossen, gleich Yamas Stab, und den Elefanten mit hundert (weiteren).
Wort für Wort
sahadevam tu nakulaḥ
Sahadeva aber, Nakula (Akk.+Nom.)
vārayitvā aṅgam ārdayat
zurückgehalten habend, bedrängte er den Aṅga-Fürsten (Abs.+Akk.+Impf.)
nārācaiḥ yamadaṇḍābhaiḥ tribhiḥ
mit drei eisernen Wurfgeschossen, gleich Yamas Stab (Instr.+Instr.+Instr.)
nāgānāṃ prasphuṭuḥ kumbhā marmāṇi vividhāni ca / dantāś caivātividdhānāṃ nārācair bhūṣaṇāni ca
Der Elefanten Stirnwölbungen barsten, und mannigfache verwundbare Stellen, und die Stoßzähne der von eisernen Wurfgeschossen überaus durchbohrten (Elefanten), und ihre Schmuckstücke.
Wort für Wort
nāgānām prasphuṭuḥ kumbhāḥ
der Elefanten Stirnwölbungen barsten (Gen.+Perf.+Nom.)
marmāṇi vividhāni ca
und mannigfache verwundbare Stellen (Akk.+Akk.)
dantāḥ ca eva atividdhānām
und die Stoßzähne der überaus durchbohrten (Nom.+Gen.)
nārācaiḥ bhūṣaṇāni ca
von eisernen Wurfgeschossen, und die Schmuckstücke (Instr.+Akk.)
Nachdem er mit Anstrengung seinen vorzüglichen Bogen bis zum Äußersten gespannt hatte, erschlug Nakula, o Freude der Kurus, mit geradeflugigen eisernen Wurfgeschossen die Elefanten.
Wort für Wort
añjogatibhiḥ āyamya
bis zum Äußersten gespannt habend (Instr.+Abs.)
prayatnāt dhanuḥ uttamam
mit Anstrengung seinen vorzüglichen Bogen (Abl.+Akk.+Akk.)
nārācaiḥ ahanan nāgān
mit eisernen Wurfgeschossen erschlug er die Elefanten (Instr.+Impf.+Akk.)
tataḥ śaineyapāñcālyau draupadeyāḥ prabhadrakāḥ / śikhaṇḍī ca mahānāgān siṣicuḥ śaravṛṣṭibhiḥ
Da übergossen der Śaineya (Sātyaki) und der Pāñcālya (Dhṛṣṭadyumna), die Söhne Draupadīs, die Prabhadrakas und Śikhaṇḍin die großen Elefanten mit Pfeilregen.
Nachdem sie so deine Elefanten erschlagen hatten, betrachteten jene Elefanten unter den Pāṇḍu-Männern rasch das (feindliche) Heer, wie einen Fluss mit durchbrochenem Ufer.
Wort für Wort
evam hatvā tava gajān
so deine Elefanten erschlagen habend (Adv.+Abs.+Gen.+Akk.)
te pāṇḍunarakuñjarāḥ
jene Elefanten unter den Pāṇḍu-Männern (Nom.)
drutam senām avaikṣanta
betrachteten rasch das Heer (Adv.+Akk.+Impf.)
bhinnakūlām iva āpagām
wie einen Fluss mit durchbrochenem Ufer (Akk.+Adv.+Akk.)
te tāṃ senām avālokya pāṇḍuputrasya sainikāḥ / vikṣobhayitvā ca punaḥ karṇam evābhidudruvuḥ
Die Krieger des Pāṇḍu-Sohnes (Karṇas Truppen), nachdem sie jenes Heer erblickt hatten, brachten es abermals in Aufruhr und stürmten dann wiederum eben auf Karṇa zu.
in Aufruhr gebracht habend, und wiederum (Abs.+Adv.)
karṇam eva abhidudruvuḥ
eben auf Karṇa stürmten sie zu (Akk.+Adv.+Perf.)
[Anm.: Der Sanskrit-Vers ist hier verkürzt-elliptisch; die Krieger sind die auf Karṇas Seite stehenden, die zunächst das feindliche Heer betrachten und dann erneut zu Karṇa zurückeilen.]
tau sametau mahāyuddhe dṛṣṭvā tatra narādhipāḥ / siṃhanādaravāṃś cakrur vāsāṃsy ādudhuvuś ca ha
Als sie die beiden im großen Kampf zusammengetroffen sahen, stießen die dort versammelten Herrscher der Menschen Löwengebrüll aus und schwenkten ihre Gewänder.
Wort für Wort
tau sametau mahāyuddhe
die beiden im großen Kampf zusammengetroffen (Akk.+Akk.+Lok.)
dṛṣṭvā tatra narādhipāḥ
gesehen habend, dort die Herrscher der Menschen (Abs.+Adv.+Nom.)
sahadevas tato rājan nārācena tavātmajam / viddhvā vivyādha saptatyā sārathiṃ ca tribhis tribhiḥ
Sahadeva aber, o König, durchbohrte deinen Sohn mit einem eisernen Wurfgeschoss, dann durchbohrte er ihn mit siebzig (weiteren) und seinen Wagenlenker mit je drei.
Wort für Wort
sahadevaḥ tataḥ rājan
Sahadeva aber, da, o König (Nom.+Adv.+Vok.)
nārācena tava ātmajam
mit einem eisernen Wurfgeschoss deinen Sohn (Instr.+Gen.+Akk.)
viddhvā vivyādha saptatyā
durchbohrt habend, durchbohrte er mit siebzig (Abs.+Perf.+Instr.)
sārathim ca tribhiḥ tribhiḥ
und den Wagenlenker mit je drei (Akk.+Instr.+Instr.)
Duḥśāsana aber, o König, nachdem er im großen Kampf den Bogen zerschlagen hatte, bedrängte Sahadeva mit dreiundsiebzig (Pfeilen) an den Armen und an der Brust.
Wort für Wort
duḥśāsanaḥ tadā rājan
Duḥśāsana aber da, o König (Nom.+Adv.+Vok.)
chittvā cāpam mahāhave
den Bogen zerschlagen habend, im großen Kampf (Abs.+Akk.+Lok.)
sahadevam trisaptatyā
Sahadeva mit dreiundsiebzig (Akk.+Instr.)
bāhvoḥ urasi ca ārdayat
an den Armen und an der Brust bedrängte er (Lok.+Lok.+Impf.)
Sein (Duḥśāsanas) Bogen samt der Menge seiner Pfeile wurde von jenem großen Schwert zerschlagen; er fiel da zu Boden, wie eine vom Himmel herabgestürzte Schlange.
Wort für Wort
samārgaṇagaṇam cāpam
der Bogen samt der Menge der Pfeile (Akk.)
chittvā tasya mahān asiḥ
zerschlagen von jenem großen Schwert (Abs.+Gen.+Nom.+Nom.)
nipapāta tataḥ bhūmau
fiel da zu Boden (Perf.+Adv.+Lok.)
cyutaḥ sarpaḥ iva ambarāt
wie eine vom Himmel herabgestürzte Schlange (Nom.+Nom.+Adv.+Abl.)
Jenen herannahenden Pfeil, an Glanz Yamas Stab gleichend, zerschlug der Kaurava (Duḥśāsana) mit scharfschneidigem Schwert in zwei Teile; da schwang er, rasch, jenes scharfe Schwert im Kampf, ergriff einen anderen Bogen und, der Kraftvolle, einen Pfeil.
Wort für Wort
tam āpatantam viśikham
jenen herannahenden Pfeil (Akk.+Akk.)
yamadaṇḍopamatviṣam
an Glanz Yamas Stab gleichend (Akk.)
khaḍgena śitadhāreṇa
mit scharfschneidigem Schwert (Instr.+Instr.)
dvidhā ciccheda kauravaḥ
zerschlug in zwei Teile der Kaurava (Adv.+Perf.+Nom.)
tataḥ tam niśitam khaḍgam
da jenes scharfe Schwert (Adv.+Akk.+Akk.+Akk.)
āvidhya yudhi satvaraḥ
geschwungen habend im Kampf, rasch (Abs.+Lok.+Nom.)
dhanuḥ ca anyat samādāya
und einen anderen Bogen ergriffen habend (Akk.+Akk.+Abs.)
śaram jagrāha vīryavān
ergriff einen Pfeil, der Kraftvolle (Akk.+Perf.+Nom.)
[Anm.: Zwei Halbverse des textkritischen Apparats (038d*0127_01 und 038d*0127_02) wurden in diese Einheit eingefügt.]
... sandte sie im Kampf; auch dein Sohn zerschnitt jene Pfeile, einen jeden mit drei Pfeilen, und stieß ein gewaltiges Gebrüll aus, gleichsam die Erde zerreißend; da traf Duḥśāsana, o König, den Pāṇḍu-Sohn im Kampf, [Lücke] den Wagenlenker mit neun Pfeilen...
Wort für Wort
preṣayām āsa saṃyuge
sandte im Kampf (Perf.+Lok.)
tān bāṇān tava putraḥ api
auch dein Sohn jene Pfeile (Akk.+Gen.+Nom.+Part.)
chittvā ekaikam tribhiḥ śaraiḥ
zerschnitten habend, einen jeden mit drei Pfeilen (Abs.+Akk.+Instr.+Instr.)
nanāda sumahānādam
stieß ein gewaltiges Gebrüll aus (Perf.+Akk.)
dārayāṇaḥ vasuṃdharām
gleichsam die Erde zerreißend (Nom.+Akk.)
tataḥ duḥśāsanaḥ rājan
da Duḥśāsana, o König (Adv.+Nom.+Vok.)
viddhvā pāṇḍusutam raṇe
getroffen habend den Pāṇḍu-Sohn im Kampf (Abs.+Akk.+Lok.)
sārathim navabhiḥ bāṇaiḥ
den Wagenlenker mit neun Pfeilen (Akk.+Instr.)
[Anm.: Dieser Abschnitt des textkritischen Apparats (042c*0128_01 bis 042c*0128_05) ist im Quelltext fragmentarisch überliefert - Vers 0128_01 beginnt mit unlesbaren, durch Sternchen markierten Zeichen, Vers 0128_05 bricht unvollständig ab. Die Übersetzung folgt dem erhaltenen Wortlaut so weit wie möglich; Lücken sind mit [Lücke] gekennzeichnet.]
Da legte, o Großkönig, der zornige, machtvolle Sahadeva einen furchtbaren Pfeil an, gleich dem Antaka (Todesgott) zur Zeit des Todes; nachdem er den starken Bogen gespannt hatte, schoss er ihn gegen deinen Sohn ab.
Wort für Wort
tataḥ kruddhaḥ mahārāja
da der zornige, o Großkönig (Adv.+Nom.+Vok.)
sahadevaḥ pratāpavān
der machtvolle Sahadeva (Nom.+Nom.)
samādhatta śaram ghoram
legte einen furchtbaren Pfeil an (Impf.+Akk.+Akk.)
mṛtyukālāntakopamam
gleich dem Antaka zur Zeit des Todes (Akk.)
vikṛṣya balavat cāpam
den starken Bogen gespannt habend (Abs.+Akk.+Akk.)
tava putrāya saḥ asṛjat
gegen deinen Sohn schoss er ihn ab (Gen.+Dat.+Nom.+Impf.)
sa taṃ nirbhidya vegena bhittvā ca kavacaṃ mahat / prāviśad dharaṇīṃ rājan valmīkam iva pannagaḥ / tataḥ sa mumuhe rājaṃs tava putro mahārathaḥ
Er (der Pfeil) durchbohrte ihn mit Wucht, durchschlug auch den großen Panzer und drang in die Erde ein, o König, wie eine Schlange in einen Ameisenhügel; da wurde, o König, dein Sohn, der große Wagenkämpfer, ohnmächtig.
Wort für Wort
saḥ tam nirbhidya vegena
er (der Pfeil) ihn durchbohrt habend mit Wucht (Nom.+Akk.+Abs.+Instr.)
bhittvā ca kavacam mahat
und den großen Panzer durchschlagen habend (Abs.+Akk.+Akk.)
prāviśat dharaṇīm rājan
drang in die Erde ein, o König (Impf.+Akk.+Vok.)
valmīkam iva pannagaḥ
wie eine Schlange in einen Ameisenhügel (Akk.+Adv.+Nom.)
tataḥ saḥ mumuhe rājan
da wurde er ohnmächtig, o König (Adv.+Nom.+Perf.+Vok.)
tava putraḥ mahārathaḥ
dein Sohn, der große Wagenkämpfer (Gen.+Nom.+Nom.)
Als der Wagenlenker ihn betäubt bemerkte, fuhr er, eilig und heftig erschrocken, den von scharfen Pfeilen getroffenen Wagen davon.
Wort für Wort
mūḍham ca enam samālakṣya
ihn, den Betäubten, bemerkt habend (Akk.+Akk.+Abs.)
sārathiḥ tvaritaḥ ratham
der Wagenlenker, eilig, den Wagen (Nom.+Nom.+Akk.)
apovāha bhṛśam trastaḥ
fuhr davon, heftig erschrocken (Impf.+Adv.+Nom.)
vadhyamānam śitaiḥ śaraiḥ
den von scharfen Pfeilen getroffenen (Akk.+Instr.+Instr.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (045d*0129_01) wurde in diese Einheit eingefügt: Ein gewaltiges Gebrüll erhob sich, das die Erde erdröhnen ließ.]
cirasya bata dṛṣṭo 'haṃ daivataiḥ saumyacakṣuṣā / yasya me tvaṃ raṇe pāpa cakṣurviṣayam āgataḥ
„Nach langer Zeit fürwahr bin ich von den Göttern mit mildem Auge angesehen worden, da du, Sünder, mir im Kampf in den Bereich meiner Augen gekommen bist,
Wort für Wort
cirasya bata dṛṣṭaḥ aham
nach langer Zeit fürwahr bin ich angesehen worden (Gen.+Part.+Nom.+Nom.)
daivataiḥ saumyacakṣuṣā
von den Göttern mit mildem Auge (Instr.+Instr.)
yasya me tvam raṇe pāpa
da du mir im Kampf, Sünder (Gen.+Gen.+Nom.+Lok.+Vok.)
durch deine Schuld sind die Kurus, aneinandergeraten, aufgerieben worden; dich heute im Kampf erschlagen habend, werde ich mein Ziel erreicht haben und fiebertrei sein.“
Wort für Wort
tvaddoṣāt kuravaḥ kṣīṇāḥ
durch deine Schuld sind die Kurus aufgerieben (Abl.+Nom.+Nom.)
samāsādya parasparam
aneinandergeraten (Abs.+Akk.)
tvām adya samare hatvā
dich heute im Kampf erschlagen habend (Akk.+Adv.+Lok.+Abs.)
kṛtakṛtyaḥ asmi vijvaraḥ
werde ich mein Ziel erreicht und fiebertrei sein (Nom.+Präs.+Nom.)
Karṇa aber zerschlug dessen (Nakulas) Bogen mit goldbefiederten, an Stein geschärften Pfeilen; der vorzügliche Bogenschütze bedrängte den Pāṇḍava dann mit dreißig Pfeilen.
Wort für Wort
tasya karṇaḥ dhanuḥ chittvā
dessen Bogen Karṇa zerschlagen habend (Gen.+Nom.+Akk.+Abs.)
svarṇapuṅkhaiḥ śilāśitaiḥ
mit goldbefiederten, an Stein geschärften (Instr.+Instr.)
triṃśatā parameṣvāsaḥ
mit dreißig, der vorzügliche Bogenschütze (Instr.+Nom.)
śaraiḥ pāṇḍavam ārdayat
mit Pfeilen bedrängte er den Pāṇḍava (Instr.+Akk.+Impf.)
Von jenen, in seiner Brust steckenden Pfeilen erstrahlte der Sohn der Mādrī, wie die Sonne, die mit ihren eigenen Strahlen Licht über die Welt verbreitet.
Wort für Wort
uraḥsthaiḥ atha taiḥ bāṇaiḥ
von jenen, in der Brust steckenden Pfeilen (Instr.+Adv.+Instr.+Instr.)
mādrīputraḥ vyarocata
erstrahlte der Sohn der Mādrī (Nom.+Impf.)
svaraśmibhiḥ iva ādityaḥ
wie die Sonne mit ihren eigenen Strahlen (Instr.+Adv.+Nom.)
niruddhe tatra mārge tu śarasaṃghaiḥ samantataḥ / vyarocatāṃ mahābhāgau bālasūryāv ivoditau
Als der Weg dort aber von Pfeilmassen von allen Seiten versperrt war, erstrahlten die beiden hochherrlichen (Kämpfer) wie zwei aufgehende junge Sonnen.
Wort für Wort
niruddhe tatra mārge tu
als der Weg dort aber versperrt war (Lok.+Adv.+Lok.+Part.)
śarasaṃghaiḥ samantataḥ
von Pfeilmassen von allen Seiten (Instr.+Adv.)
vyarocatām mahābhāgau
erstrahlten die beiden hochherrlichen (Impf.+Nom.)
karṇacāpacyutair bāṇair vadhyamānās tu somakāḥ / avālīyanta rājendra vedanārtāḥ śarārditāḥ
Von den aus Karṇas Bogen entlassenen Pfeilen geschlagen, aber wichen die Somakas zurück, o Herrscher der Könige, von Schmerz gequält, von Pfeilen gepeinigt.
Wort für Wort
karṇacāpacyutaiḥ bāṇaiḥ
von den aus Karṇas Bogen entlassenen Pfeilen (Instr.+Instr.)
vadhyamānāḥ tu somakāḥ
geschlagen aber die Somakas (Nom.+Part.+Nom.)
avālīyanta rājendra
wichen zurück, o Herrscher der Könige (Impf.+Vok.)
vedanārtāḥ śarārditāḥ
von Schmerz gequält, von Pfeilen gepeinigt (Nom.+Nom.)
te sene vadhyamāne tu tābhyāṃ divyair mahāśaraiḥ / śarapātam apakramya tataḥ prekṣakavat sthite
Als die beiden Heere aber von den beiden mit göttlichen großen Pfeilen geschlagen wurden, zogen sie sich aus dem Pfeilhagel zurück und standen da wie Zuschauer.
Wort für Wort
te sene vadhyamāne tu
die beiden Heere aber geschlagen (Nom.+Nom.+Nom.+Part.)
tābhyām divyaiḥ mahāśaraiḥ
von den beiden mit göttlichen großen Pfeilen (Instr.+Instr.+Instr.)
śarapātam apakramya
aus dem Pfeilhagel zurückgezogen habend (Akk.+Abs.)
protsārite jane tasmin karṇapāṇḍavayoḥ śaraiḥ / vivyādhāte mahātmānāv anyonyaṃ śaravṛṣṭibhiḥ
Als jenes Volk sich, von Karṇas und des Pāṇḍavas Pfeilen, zurückgezogen hatte, durchbohrten sich die beiden hochgesinnten (Kämpfer) gegenseitig mit Pfeilregen.
Wort für Wort
protsārite jane tasmin
als jenes Volk sich zurückgezogen hatte (Lok.+Lok.+Lok.)
karṇapāṇḍavayoḥ śaraiḥ
von Karṇas und des Pāṇḍavas Pfeilen (Gen.+Instr.)
vivyādhāte mahātmānau
durchbohrten sich die beiden hochgesinnten (Impf.+Nom.)
nakulena śarā muktāḥ kaṅkabarhiṇavāsasaḥ / te tu karṇam avacchādya vyatiṣṭhanta yathā pare / tathaiva sūtaputreṇa preṣitāḥ paramāhave / pāṇḍuputram avacchādya vyatiṣṭhantāmbare śarāḥ
Von Nakula wurden Pfeile mit Reiher- und Pfauenfedern entsandt; jene aber standen, Karṇa verhüllend, wie die anderen; ebenso standen die vom Sohn des Sūta im heftigsten Kampf entsandten Pfeile, den Sohn des Pāṇḍu verhüllend, im Luftraum.
śaraveśmapraviṣṭau tau dadṛśāte na kaiś cana / candrasūryau yathā rājaṃś chādyamānau jalāgame
Die beiden, in ein Haus aus Pfeilen eingetreten, wurden von niemandem mehr gesehen, wie Mond und Sonne, o König, wenn sie bei Regenbeginn verhüllt werden.
Wort für Wort
śaraveśmapraviṣṭau tau
die beiden, in ein Haus aus Pfeilen eingetreten (Nom.+Nom.)
dadṛśāte na kaiḥ cana
wurden von niemandem gesehen (Perf.+Neg.+Instr.+Part.)
candrasūryau yathā rājan
wie Mond und Sonne, o König (Nom.+Adv.+Vok.)
chādyamānau jalāgame
wenn sie verhüllt werden, bei Regenbeginn (Nom.+Lok.)
Alles wurde von den Pfeilen jenes Hochgesinnten von einem einzigen Schatten überzogen; es entstand gleichsam ein Wolkenschatten, durch die zusammenfliegenden vorzüglichen Pfeile.
Wort für Wort
ekacchāyam abhūt sarvam
von einem einzigen Schatten überzogen wurde alles (Nom.+Impf.+Nom.)
tasya bāṇaiḥ mahātmanaḥ
von den Pfeilen jenes Hochgesinnten (Gen.+Instr.+Gen.)
abhracchāyā iva saṃjajñe
gleichsam ein Wolkenschatten entstand (Nom.+Adv.+Perf.)
saṃpatadbhiḥ śarottamaiḥ
durch die zusammenfliegenden vorzüglichen Pfeile (Instr.+Instr.)
athāsya taṃ rathaṃ tūrṇaṃ tilaśo vyadhamac charaiḥ / patākāṃ cakrarakṣau ca dhvajaṃ khaḍgaṃ ca māriṣa / śatacandraṃ tataś carma sarvopakaraṇāni ca / suvarṇavikṛtaṃ tac ca dhanuḥ saśaram āhave
Da zerblies er rasch dessen Wagen mit Pfeilen zu Sesamkörnern, die Standarte, die beiden Radwächter, das Banner, das Schwert, o Verehrungswürdiger, den mit hundert Monden verzierten Schild, dann das Leder und alle Ausrüstungsstücke, und jenen goldverzierten Bogen samt Pfeilen, im Kampf.
Wort für Wort
atha asya tam ratham tūrṇam
da dessen Wagen rasch (Adv.+Gen.+Akk.+Akk.+Adv.)
tilaśaḥ vyadhamat śaraiḥ
zu Sesamkörnern zerblies er mit Pfeilen (Adv.+Impf.+Instr.)
patākām cakrarakṣau ca
die Standarte, die beiden Radwächter (Akk.+Akk.)
dhvajam khaḍgam ca māriṣa
das Banner, das Schwert, o Verehrungswürdiger (Akk.+Akk.+Vok.)
śatacandram tataḥ carma
den mit hundert Monden verzierten Schild, dann (Akk.+Adv.+Akk.)
sarvopakaraṇāni ca
und alle Ausrüstungsstücke (Akk.)
suvarṇavikṛtam tat ca
und jenen goldverzierten (Akk.+Akk.)
dhanuḥ saśaram āhave
Bogen samt Pfeilen, im Kampf (Akk.+Akk.+Lok.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (086f*0131_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
Da erstrahlte er, o König, mit dem an den Hals gebundenen großen Bogen, wie der Mond am Himmel, der einen Hof erlangt hätte; und wie eine weiße Wolke, von Indras Bogen (dem Regenbogen) geschmückt, erstrahlt, so erstrahlte, o Großkönig, der Sohn des Pāṇḍu ebenso im Kampf.
Wort für Wort
tataḥ sa śuśubhe rājan
da erstrahlte er, o König (Adv.+Nom.+Impf.+Vok.)
kaṇṭhāsaktamahādhanuḥ
mit dem an den Hals gebundenen großen Bogen (Nom.)
pariveṣam anuprāptaḥ
einen Hof erlangt habend (Akk.+Nom.)
yathā syāt vyomni candramāḥ
wie der Mond am Himmel wäre (Adv.+Opt.+Lok.+Nom.)
yathā eva ca sitaḥ meghaḥ
und wie eine weiße Wolke (Adv.+Adv.+Adv.+Nom.+Nom.)
śakracāpena śobhitaḥ
von Indras Bogen geschmückt (Instr.+Nom.)
aśobhata mahārāja
erstrahlte, o Großkönig (Impf.+Vok.)
pāṇḍuputraḥ tathā raṇe
der Sohn des Pāṇḍu ebenso im Kampf (Nom.+Adv.+Lok.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (092f*0132_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
kämpfe nicht mit Älteren zusammen und mit den Mächtigen, Pāṇḍava; kämpfe mit deinesgleichen, Teurer; mache dir keine Schande, Pāṇḍava; geh nach Hause, Sohn der Mādrī, oder dorthin, wo Kṛṣṇa und Phalguna (Arjuna) sind.“
Wort für Wort
mā yotsīḥ gurubhiḥ sārdham
kämpfe nicht mit Älteren zusammen (Neg.+Inj.+Instr.+Adv.)
balavadbhiḥ ca pāṇḍava
und mit den Mächtigen, Pāṇḍava (Instr.+Adv.+Vok.)
sadṛśaiḥ tāta yudhyasva
mit deinesgleichen, Teurer, kämpfe (Instr.+Vok.+Imp.)
vrīḍām mā kuru pāṇḍava
mache dir keine Schande, Pāṇḍava (Akk.+Neg.+Imp.+Vok.)
gṛham vā gaccha mādreya
geh nach Hause oder, Sohn der Mādrī (Akk.+Adv.+Imp.+Vok.)
yatra vā kṛṣṇaphalgunau
oder dorthin, wo Kṛṣṇa und Phalguna sind (Adv.+Adv.+Nom.)
Nachdem er dies gesagt hatte, o Großkönig, ließ er ihn da frei; obwohl er den Tod verdient hatte, o König, tötete ihn der Sohn des Sūta nicht; sich an Kuntīs Wort erinnernd, o König, ließ er ihn da frei.
Wort für Wort
evam uktvā mahārāja
dies gesagt habend, o Großkönig (Adv.+Abs.+Vok.)
vyasarjayata tam tataḥ
ließ er ihn da frei (Impf.+Akk.+Adv.)
vadhaprāptam tu tam rājan
obwohl er den Tod verdient hatte, o König (Akk.+Part.+Akk.+Vok.)
na avadhīt sūtanandanaḥ
tötete nicht der Sohn des Sūta (Neg.+Impf.+Nom.)
smṛtvā kuntyā vacaḥ rājan
sich an Kuntīs Wort erinnernd, o König (Abs.+Gen.+Akk.+Vok.)
Dort erhob sich ein gewaltiger Klageschrei der Pāṇḍavas, o Herrscher der Menschen, als sie den Heerführer gegen die Reihen der Pāñcāla-Wagen ziehen sahen.
Wort für Wort
tatra ākrandaḥ mahān āsīt
dort erhob sich ein gewaltiger Klageschrei (Adv.+Nom.+Nom.+Impf.)
pāṇḍavānām viśām pate
der Pāṇḍavas, o Herrscher der Menschen (Gen.+Gen.+Vok.)
dṛṣṭvā senāpatim yāntam
gesehen habend den Heerführer ziehen (Abs.+Akk.+Akk.)
bhagnacakrai rathaiḥ ke cic chinnadhvajapatākibhiḥ / sasūtair hatasūtaiś ca bhagnākṣaiś caiva māriṣa / hriyamāṇān apaśyāma pāñcālānāṃ rathavrajān
Mit gebrochenen Rädern manche Wagen, mit abgeschlagenen Bannern und Standarten, mit (lebenden) Wagenlenkern und mit erschlagenen Wagenlenkern, und mit gebrochenen Achsen, o Verehrungswürdiger — wir sahen die Reihen der Pāñcāla-Wagen fortgetragen werden.
Wort für Wort
bhagnacakraiḥ rathaiḥ ke cit
mit gebrochenen Rädern, manche Wagen (Instr.+Instr.+Nom.)
chinnadhvajapatākibhiḥ
mit abgeschlagenen Bannern und Standarten (Instr.)
sasūtaiḥ hatasūtaiḥ ca
mit Wagenlenkern und mit erschlagenen Wagenlenkern (Instr.+Instr.)
bhagnākṣaiḥ ca eva māriṣa
und mit gebrochenen Achsen, o Verehrungswürdiger (Instr.+Adv.+Vok.)
bhinnakumbhā virudhirāś chinnahastāś ca vāraṇāḥ / bhinnagātravarāś caiva cchinnavālāś ca māriṣa / chinnābhrāṇīva saṃpetur vadhyamānā mahātmanā
Elefanten mit gespaltenen Stirnwölbungen, blutig, mit abgetrennten Rüsseln, mit zerrissenen edlen Gliedern und mit abgeschnittenen Schwänzen, o Verehrungswürdiger, fielen, von jenem Hochgesinnten geschlagen, wie zerrissene Wolken.
Wort für Wort
bhinnakumbhāḥ virudhirāḥ
mit gespaltenen Stirnwölbungen, blutig (Nom.+Nom.)
chinnahastāḥ ca vāraṇāḥ
und Elefanten mit abgetrennten Rüsseln (Nom.+Nom.)
bhinnagātravarāḥ ca eva
mit zerrissenen edlen Gliedern (Nom.+Adv.)
chinnavālāḥ ca māriṣa
und mit abgeschnittenen Schwänzen, o Verehrungswürdiger (Nom.+Vok.)
uraśchadair vimuktāś ca vālabandhaiś ca vājinaḥ / rājataiś ca tathā kāṃsyaiḥ sauvarṇaiś caiva bhūṣaṇaiḥ / hīnā āstaraṇaiś caiva khalīnaiś ca vivarjitāḥ / cāmaraiś ca kuthābhiś ca tūṇīraiḥ patitair api / nihataiḥ sādibhiś caiva śūrair āhavaśobhibhiḥ / vātāyamānān sahasā prapaśyāma hayottamān / apaśyāma raṇe tatra bhrāmyamāṇān hayottamān
Und Pferde, ihrer Brustdecken und Schweifbindungen beraubt, ihrer silbernen, bronzenen und goldenen Zierden beraubt, ohne Satteldecken und ohne Zügel, mit abgefallenen Fliegenwedeln, Sattelschabracken und Köchern, mit ihren gefallenen, heldenhaften, im Kampf glänzenden Reitern — plötzlich sahen wir die vorzüglichsten Pferde wild im Wind dahinstürmen; wir sahen dort im Kampf die vorzüglichsten Pferde umherirren.
Wort für Wort
uraśchadaiḥ vimuktāḥ ca
und ihrer Brustdecken beraubt (Instr.+Nom.)
vālabandhaiḥ ca vājinaḥ
und ihrer Schweifbindungen, Pferde (Instr.+Nom.)
rājataiḥ ca tathā kāṃsyaiḥ
ihrer silbernen und bronzenen (Instr.+Instr.)
sauvarṇaiḥ ca eva bhūṣaṇaiḥ
und goldenen Zierden (Instr.)
hīnāḥ āstaraṇaiḥ ca eva
beraubt der Satteldecken (Nom.+Instr.)
khalīnaiḥ ca vivarjitāḥ
und der Zügel entledigt (Instr.+Nom.)
cāmaraiḥ ca kuthābhiḥ ca
mit Fliegenwedeln und Sattelschabracken (Instr.+Instr.)
tūṇīraiḥ patitaiḥ api
und mit abgefallenen Köchern (Instr.+Instr.+Part.)
nihataiḥ sādibhiḥ ca eva
mit ihren gefallenen Reitern (Instr.+Instr.)
śūraiḥ āhavaśobhibhiḥ
heldenhaft, im Kampf glänzend (Instr.+Instr.)
vātāyamānān sahasā
wild im Wind dahinstürmend, plötzlich (Akk.+Adv.)
prapaśyāma hayottamān
sahen wir die vorzüglichsten Pferde (Impf.+Akk.)
apaśyāma raṇe tatra
wir sahen dort im Kampf (Impf.+Lok.+Adv.)
bhrāmyamāṇān hayottamān
die vorzüglichsten Pferde umherirren (Akk.+Akk.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (108b*0133_01) wurde in diese Einheit eingefügt; die Verse 106-108 bilden syntaktisch einen Satz und wurden zu einer Einheit zusammengefasst.]
prāsaiḥ khaḍgaiś ca saṃsyūtān ṛṣṭibhiś ca narādhipa / hayayodhān apaśyāma kañcukoṣṇīṣadhāriṇaḥ / nihatān vadhyamānāṃś ca vepamānāṃś ca bhārata / nānāṅgāvayavair hīnāṃs tatra tatraiva bhārata / vihayān sahayāṃś cāpi veṣṭamānāṃs tatas tataḥ
Von Speeren, Schwertern und Lanzen durchbohrt, o Herrscher der Menschen, sahen wir Reiterkämpfer, die Panzerhemden und Turbane trugen, erschlagen, geschlagen werdend und zitternd, o Bhārata, verschiedener Glieder beraubt, hier und dort, o Bhārata, manche ohne Pferde und manche noch mit ihnen, sich hierhin und dorthin windend.
Wort für Wort
prāsaiḥ khaḍgaiḥ ca saṃsyūtān
von Speeren und Schwertern durchbohrt (Instr.+Instr.+Akk.)
ṛṣṭibhiḥ ca narādhipa
und von Lanzen, o Herrscher der Menschen (Instr.+Vok.)
hayayodhān apaśyāma
sahen wir Reiterkämpfer (Akk.+Impf.)
kañcukoṣṇīṣadhāriṇaḥ
die Panzerhemden und Turbane trugen (Akk.)
nihatān vadhyamānān ca
erschlagen und geschlagen werdend (Akk.+Akk.)
vepamānān ca bhārata
und zitternd, o Bhārata (Akk.+Vok.)
nānāṅgāvayavaiḥ hīnān
verschiedener Glieder beraubt (Instr.+Akk.)
tatra tatra eva bhārata
hier und dort, o Bhārata (Adv.+Adv.+Vok.)
vihayān sahayān ca api
manche ohne Pferde, manche noch mit ihnen (Akk.+Akk.+Adv.)
veṣṭamānān tatas tataḥ
sich hierhin und dorthin windend (Akk.+Adv.+Adv.)
[Anm.: Drei Halbverse des textkritischen Apparats (109d*0134_01, 109d*0135_01 und 109d*0136_01) wurden in diese Einheit eingefügt.]
bhagnākṣakūbarān kāṃś cic chinnacakrāṃś ca māriṣa / vipatākādhvajāṃś cānyāñ chinneṣāyugabandhurān / vihīnān rathinas tatra dhāvamānān samantataḥ / rathāṃs tu tatra vicchinnāṃs tilaśaḥ karṇavikramaiḥ / sūryaputraśarais trastān apaśyāma viśāṃ pate
Manche mit gebrochenen Achsen und Deichseln, mit zerschlagenen Rädern, o Verehrungswürdiger, andere mit abgeschlagenen Bannern und Standarten, mit zerschnittenem Pfeilgeschirr und Sitzbrett, von ihren Wagenkämpfern verlassen, dort von allen Seiten umherlaufend — die Wagen dort, durch Karṇas Heldentaten zu Sesamkörnern zerschmettert, von den Pfeilen des Sonnensohnes verängstigt, sahen wir, o Herrscher der Menschen.
Wort für Wort
bhagnākṣakūbarān kān cit
manche mit gebrochenen Achsen und Deichseln (Akk.+Akk.)
chinnacakrān ca māriṣa
und mit zerschlagenen Rädern, o Verehrungswürdiger (Akk.+Vok.)
vipatākādhvajān ca anyān
andere mit abgeschlagenen Bannern und Standarten (Akk.+Akk.)
chinneṣāyugabandhurān
mit zerschnittenem Pfeilgeschirr und Sitzbrett (Akk.)
vihīnān rathinaḥ tatra
von ihren Wagenkämpfern verlassen, dort (Akk.+Akk.+Adv.)
dhāvamānān samantataḥ
umherlaufend von allen Seiten (Akk.+Adv.)
rathān tu tatra vicchinnān
die Wagen dort aber zerschmettert (Akk.+Adv.+Adv.+Akk.)
tilaśaḥ karṇavikramaiḥ
zu Sesamkörnern, durch Karṇas Heldentaten (Adv.+Instr.)
sūryaputraśaraiḥ trastān
von den Pfeilen des Sonnensohnes verängstigt (Instr.+Akk.)
apaśyāma viśām pate
sahen wir, o Herrscher der Menschen (Impf.+Gen.+Vok.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (112b*0137_01) wurde in diese Einheit eingefügt; die Verse 111-112 bilden syntaktisch einen Satz und wurden zu einer Einheit zusammengefasst.]
viśastrāṃś ca tathaivānyān saśastrāṃś ca bahūn hatān / tāvakāñ jālasaṃchannān uroghaṇṭāvibhūṣitān / nānāvarṇavicitrābhiḥ patākābhir alaṃkṛtān / padātīn anvapaśyāma dhāvamānān samantataḥ
Und waffenlose sowie andere bewaffnete, viele erschlagene, deine eigenen (Krieger), mit Kettenpanzern bedeckt, mit Brustglöckchen geschmückt, mit Bannern in mannigfachen, bunten Farben verziert — wir sahen die Fußsoldaten von allen Seiten umherlaufen.
Wort für Wort
viśastrān ca tathā eva anyān
und waffenlose sowie andere (Akk.+Adv.+Adv.+Akk.)
saśastrān ca bahūn hatān
bewaffnete, viele erschlagene (Akk.+Akk.+Akk.)
tāvakān jālasaṃchannān
deine eigenen, mit Kettenpanzern bedeckt (Akk.+Akk.)
śirāṃsi bāhūn ūrūṃś ca chinnān anyāṃs tathā yudhi / chinnāñ śarais tathā bāhūn ūrūś cāpāñ janādhipa / śirobhir bāhubhiś chinnaiś citrair ūrubhir eva ca / karṇacāpacyutair bāṇair apaśyāma vinākṛtān
Köpfe, Arme und Schenkel abgetrennt, andere ebenso im Kampf; und ebenso von Pfeilen abgetrennte Arme und Schenkel, o Herrscher der Menschen; mit abgetrennten Köpfen und Armen, und mit bunt zerrissenen Schenkeln — durch die aus Karṇas Bogen entlassenen Pfeile sahen wir sie beraubt (ihrer Glieder).
Wort für Wort
śirāṃsi bāhūn ūrūn ca
Köpfe, Arme und Schenkel (Akk.)
chinnān anyān tathā yudhi
abgetrennt, andere ebenso im Kampf (Akk.+Akk.+Adv.+Lok.)
chinnān śaraiḥ tathā bāhūn
ebenso von Pfeilen abgetrennte Arme (Akk.+Instr.+Adv.+Akk.)
ūrūn ca api janādhipa
und Schenkel, o Herrscher der Menschen (Akk.+Adv.+Vok.)
śirobhiḥ bāhubhiḥ chinnaiḥ
mit abgetrennten Köpfen und Armen (Instr.+Instr.+Instr.)
citraiḥ ūrubhiḥ eva ca
und mit bunt zerrissenen Schenkeln (Instr.+Instr.+Adv.)
karṇacāpacyutaiḥ bāṇaiḥ
durch die aus Karṇas Bogen entlassenen Pfeile (Instr.+Instr.)
apaśyāma vinākṛtān
sahen wir sie beraubt (ihrer Glieder) (Impf.+Akk.)
[Anm.: Zwei Halbverse des textkritischen Apparats (115b*0138_01 und 115b*0139_01) wurden in diese Einheit eingefügt.]
hataśeṣās tu ye vīrāḥ pāñcālānāṃ mahārathāḥ / tān prabhagnān drutān karṇaḥ pṛṣṭhato vikirañ śaraiḥ / abhyadhāvata tejasvī viśīrṇakavacadhvajān
Die heldenhaften großen Wagenkämpfer der Pāñcālas aber, die nach dem Gemetzel übrig geblieben waren, sie, gebrochen und fliehend, ihre Panzer und Banner zerfetzt, verfolgte der glanzvolle Karṇa, ihnen von hinten Pfeile nachstreuend.
Wort für Wort
hataśeṣāḥ tu ye vīrāḥ
die aber, die nach dem Gemetzel übrig geblieben waren, Helden (Nom.+Adv.+Nom.+Nom.)
pāñcālānām mahārathāḥ
die großen Wagenkämpfer der Pāñcālas (Gen.+Nom.)
tān prabhagnān drutān karṇaḥ
sie, gebrochen und fliehend, Karṇa (Akk.+Akk.+Akk.+Nom.)