droṇabhīṣmakṛpadrauṇikarṇārjunajanārdanān / samāptavidyān dhanuṣi śreṣṭhān yān manyase yudhi / yo hy ākṣipati vīryeṇa sarvān etān mahārathān / na mene cātmanā tulyaṃ kaṃ cid eva nareśvaram
Droṇa, Bhīṣma, Kṛpa, Droṇas Sohn, Karṇa, Arjuna und Janārdana – jene, die du für im Bogenschießen ausgebildet und im Kampf für die Vorzüglichsten hältst: Wer an Tapferkeit alle diese großen Wagenkämpfer übertrifft, der hielt keinen einzigen Fürsten für sich ebenbürtig.
Wort für Wort
droṇabhīṣmakṛpadrauṇikarṇārjunajanārdanān
Droṇa, Bhīṣma, Kṛpa, Droṇas Sohn, Karṇa, Arjuna und Janārdana (Akk.)
samāptavidyān dhanuṣi śreṣṭhān
im Bogenschießen ausgebildet, die Vorzüglichsten (Akk.)
yān manyase yudhi
die du im Kampf hältst (Akk.+Präs.+Lok.)
yaḥ hi ākṣipati vīryeṇa
wer an Tapferkeit übertrifft (Nom.+Adv.+Präs.+Instr.)
sarvān etān mahārathān
alle diese großen Wagenkämpfer (Akk.)
na mene ca ātmanā tulyam
und hielt nicht für sich ebenbürtig (Neg.+Perf.+Instr.+Akk.)
kam cit eva nareśvaram
irgendeinen Fürsten (Akk.+Adv.+Adv.+Akk.)
[Anm.: Die Sprecherkennzeichnung „saṃjaya uvāca“ (Saṃjaya sprach) wurde ausgelassen. Zwei Halbverse des textkritischen Apparats (003d*0114_01 und 003d*0114_02) wurden in diese Einheit eingefügt.]
tulyatā karṇabhīṣmābhyām ātmano yena dṛśyate / vāsudevārjunābhyāṃ ca nyūnatāṃ nātmanīcchati
Er, für den eine Gleichheit seiner selbst mit Karṇa und Bhīṣma ersichtlich ist, und der sich gegenüber Vāsudeva und Arjuna keine Unterlegenheit wünscht –
Wort für Wort
tulyatā karṇabhīṣmābhyām ātmanaḥ
eine Gleichheit seiner selbst mit Karṇa und Bhīṣma (Nom.+Instr.+Gen.)
yena dṛśyate
für den ersichtlich ist (Instr.+Präs. Pass.)
vāsudevārjunābhyām ca
und gegenüber Vāsudeva und Arjuna (Instr.)
nyūnatām na ātmani icchati
wünscht sich keine Unterlegenheit (Akk.+Neg.+Lok.+Präs.)
Die Feinde, ihrer Pferde, Wagenlenker, Banner und Wagen beraubt, ihre Waffen weggeschleudert, zerstreute der Pāṇḍya mit treffsicher abgeschossenen Pfeilen, wie der Wind die Wolken.
Wort für Wort
vyaśvasūtadhvajarathān
ihrer Pferde, Wagenlenker, Banner und Wagen beraubt (Akk.)
vipraviddhāyudhān ripūn
die Feinde, ihre Waffen weggeschleudert (Akk.+Akk.)
samyak astaiḥ śaraiḥ
mit treffsicher abgeschossenen Pfeilen (Adv.+Nom.+Instr.)
pāṇḍyaḥ vāyuḥ meghān iva akṣipat
zerstreute der Pāṇḍya, wie der Wind die Wolken (Nom.+Nom.+Akk.+Part.+Impf.)
Die Elefanten, ihre Rüssel getroffen, ihre Standarten, Banner und Waffen zerstreut, erschlug er samt ihren Fußwächtern, wie der Feindevernichter mit dem Blitzkeil die Feinde.
Wort für Wort
dviradān prahataprothān
die Elefanten, ihre Rüssel getroffen (Akk.)
vipatākadhvajāyudhān
ihre Standarten, Banner und Waffen zerstreut (Akk.)
sapādarakṣān avadhīt
erschlug samt ihren Fußwächtern (Akk.+Impf.)
vajreṇa arīn iva arihā
wie der Feindevernichter mit dem Blitzkeil die Feinde (Instr.+Akk.+Part.+Nom.)
saśaktiprāsatūṇīrān aśvārohān hayān api / pulindakhaśabāhlīkān niṣādān dhrakataṅgaṇān / dākṣiṇātyāṃś ca bhojāṃś ca krūrān saṃgrāmakarkaśān / viśastrakavacān bāṇaiḥ kṛtvā pāṇḍyo 'karod vyasūn
Die Reiter mit Wurfspießen, Speeren und Köchern, und auch die Pferde, die Pulindas, Khaśas, Bāhlīkas, Niṣādas und Dhrakataṅgaṇas, und die Leute aus dem Süden und die Bhojas, grausam, kampferprobt – nachdem er sie mit Pfeilen ihrer Waffen und Rüstungen beraubt hatte, machte der Pāṇḍya sie leblos.
Wort für Wort
saśaktiprāsatūṇīrān aśvārohān
die Reiter mit Wurfspießen, Speeren und Köchern (Akk.)
hayān api
und auch die Pferde (Akk.)
pulindakhaśabāhlīkān niṣādān dhrakataṅgaṇān
die Pulindas, Khaśas, Bāhlīkas, Niṣādas und Dhrakataṅgaṇas (Akk.)
dākṣiṇātyān ca bhojān ca krūrān saṃgrāmakarkaśān
und die Leute aus dem Süden und die Bhojas, grausam, kampferprobt (Akk.)
viśastrakavacān bāṇaiḥ kṛtvā
mit Pfeilen ihrer Waffen und Rüstungen beraubt habend (Akk.+Instr.+Abs.)
Als Drauṇi (Aśvatthāman) den Pāṇḍya sah, unerschüttert, wie er mit Pfeilen das vierteilige Heer im Kampf niederschlug, näherte er sich ihm, noch unerschütterter.
Wort für Wort
caturaṅgam balam bāṇaiḥ
das vierteilige Heer mit Pfeilen (Akk.+Akk.+Instr.)
nighnantam pāṇḍyam āhave
den Pāṇḍya, wie er niederschlug, im Kampf (Akk.+Akk.+Lok.)
dṛṣṭvā drauṇiḥ asaṃbhrāntam
als Drauṇi sah, den unerschütterten (Abs.+Nom.+Akk.)
asaṃbhrāntataraḥ abhyayāt
näherte er sich, noch unerschütterter (Nom.+Impf.)
Du allein zermalmst viele Wagen, Elefanten, Fußsoldaten und Pferde, wie ein furchtloser, von gewaltiger Kraft, ein Löwe im Wald Scharen von Wildtieren.
Wort für Wort
rathadviradapattyaśvān ekaḥ pramathase bahūn
du allein zermalmst viele Wagen, Elefanten, Fußsoldaten und Pferde (Akk.+Nom.+Präs.+Akk.)
mṛgasaṃghān iva araṇye
wie Scharen von Wildtieren im Wald (Akk.+Part.+Lok.)
vibhīḥ bhīmabalaḥ hariḥ
furchtlos, von gewaltiger Kraft, ein Löwe (Nom.+Nom.+Nom.)
Mit dem gewaltigen Dröhnen deines Wagens lässt du Himmel und Erde erdröhnen, wie eine am Ende der Regenzeit die Saat zerstörende [Wolke; Lesart unsicher], die alles mit ihrem Glanz zu erfüllen scheint.
Wort für Wort
mahatā rathaghoṣeṇa
mit dem gewaltigen Dröhnen deines Wagens (Instr.)
divam bhūmim ca nādayan
Himmel und Erde erdröhnen lassend (Akk.+Akk.+Ptz.)
varṣānte sasyahā
am Ende der Regenzeit, die Saat zerstörende (Lok.+Nom.)
pīthaḥ bhābhiḥ āpūrayan iva
[unsichere Lesart], die alles mit ihrem Glanz zu erfüllen scheint (Nom.+Instr.+Ptz.+Part.)
[Anm.: Die Lesart „pītho“ ist unsicher; als saatzerstörende Erscheinung am Ende der Regenzeit übersetzt.]
So angesprochen, sagte er „So sei es“ und, durch den Zuruf „Schlag zu!“ gestachelt, durchbohrte der Malaya-Bannerträger mit einem Widerhakenpfeil den Sohn Droṇas.
Wort für Wort
evam uktaḥ
so angesprochen (Adv.+Nom.)
tathā iti uktvā
„So sei es“ gesagt habend (Adv.+Part.+Abs.)
prahara iti ca tāḍitaḥ
und durch [den Zuruf] „Schlag zu!“ gestachelt (Imp.+Part.+Nom.)
karṇinā droṇatanayam vivyādha
durchbohrte mit einem Widerhakenpfeil den Sohn Droṇas (Instr.+Akk.+Perf.)
Da, nachdem er jene Pfeile Droṇas Sohnes mit scharfen Pfeilen zerschnitten hatte, durchtrennte der sonnengleich strahlende Pāṇḍya die gespannte Bogensehne.
Wort für Wort
atha droṇasutasya iṣūn tān chittvā
da, jene Pfeile Droṇas Sohnes zerschnitten habend (Adv.+Gen.+Akk.+Akk.+Abs.)
niśitaiḥ śaraiḥ
mit scharfen Pfeilen (Instr.)
dhanurjyām vitatām
die gespannte Bogensehne (Akk.+Akk.)
pāṇḍyaḥ ciccheda ādityavarcasaḥ
durchtrennte der sonnengleich strahlende Pāṇḍya (Nom.+Perf.+Nom.)
Nachdem der Feindevernichter Drauṇi den entspannten Bogen sogleich wieder bespannt hatte, und rasch andere vorzügliche, von Männern an den Wagen gespannte Pferde erblickt hatte, sandte er darauf Tausende von Pfeilen gegen den Pāṇḍya; er erfüllte den Himmel und die Himmelsrichtungen mit einer Dichte von Pfeilen.
Wort für Wort
vijyam dhanuḥ atha adhijyam kṛtvā
den entspannten Bogen sogleich wieder bespannt habend (Akk.+Akk.+Adv.+Akk.+Abs.)
drauṇiḥ amitrahā
der Feindevernichter Drauṇi (Nom.+Nom.)
prekṣya ca āśu rathe yuktān
und rasch erblickt habend, an den Wagen gespannte (Abs.+Adv.+Lok.+Akk.)
naraiḥ anyān hayottamān
von Männern, andere vorzügliche Pferde (Instr.+Akk.+Akk.)
tataḥ śarasahasrāṇi preṣayām āsa pāṇḍyataḥ
sandte er darauf Tausende von Pfeilen gegen den Pāṇḍya (Adv.+Akk.+Perf.+Abl.)
iṣusaṃbādham ākāśam akarot diśaḥ eva ca
er erfüllte Himmel und Himmelsrichtungen mit Pfeildichte (Akk.+Akk.+Impf.+Akk.+Adv.)
[Anm.: Ein Halbvers des textkritischen Apparats (024b*0115_01) wurde in diese Einheit eingefügt.]
Da schwächte der Pāṇḍya, der Stier unter den Männern, obwohl er wusste, dass all jene von dem hochgesinnten Drauṇi abgeschossenen Pfeile unerschöpflich waren, dennoch deren Wirkung ab.
Wort für Wort
tataḥ tān asyataḥ sarvān
da all jene abgeschossenen (Adv.+Akk.+Gen. Ptz.+Akk.)
drauṇeḥ bāṇān mahātmanaḥ
die Pfeile des hochgesinnten Drauṇi (Gen.+Akk.+Gen.)
jānānaḥ api akṣayān
obwohl wissend, unerschöpflich (Nom.+Adv.+Akk.)
pāṇḍyaḥ aśātayat puruṣarṣabhaḥ
schwächte der Pāṇḍya ab, der Stier unter den Männern (Nom.+Impf.+Nom.)
Nachdem der Feind (Pāṇḍya) jene mit Anstrengung abgeschossenen Pfeile Drauṇis zerschnitten hatte, vertrieb er darauf dessen beide Radwächter mit scharfen Pfeilen.
Wort für Wort
prahitān tān prayatnena chittvā
jene mit Anstrengung abgeschossenen zerschnitten habend (Akk.+Akk.+Instr.+Abs.)
drauṇeḥ iṣūn ariḥ
die Pfeile Drauṇis, der Feind (Gen.+Akk.+Nom.)
cakrarakṣau tataḥ tasya
dessen beide Radwächter darauf (Akk. Dual+Adv.+Gen.)
Als er die Behändigkeit des Feindes sah, schleuderte Droṇas Sohn, seinen Bogen kreisförmig schwingend, Pfeile, wie der jüngere Bruder Pūṣans (Vāyu) einen Regenguss.
Wort für Wort
atha areḥ lāghavam dṛṣṭvā
als er die Behändigkeit des Feindes sah (Adv.+Gen.+Akk.+Abs.)
maṇḍalīkṛtakārmukaḥ
seinen Bogen kreisförmig schwingend (Nom.)
prāsyat droṇasutaḥ bāṇān
schleuderte Droṇas Sohn Pfeile (Impf.+Nom.+Akk.)
vṛṣṭim pūṣānujaḥ yathā
wie der jüngere Bruder Pūṣans einen Regenguss (Akk.+Nom.+Part.)
Wie die Regenwolke am Ende der heißen Jahreszeit die Erde samt ihren Bergen und Bäumen mit Regen überschüttet, so überschüttete der Sohn des Lehrers jenes Heer mit einem Pfeilregen.
Wort für Wort
parjanyaḥ iva gharmānte vṛṣṭyā
wie die Regenwolke am Ende der heißen Jahreszeit mit Regen (Nom.+Part.+Lok.+Instr.)
sādridrumām mahīm
die Erde samt ihren Bergen und Bäumen (Akk.)
ācāryaputraḥ tām senām
der Sohn des Lehrers jenes Heer (Nom.+Akk.+Akk.)
bāṇavṛṣṭyā abhyavīvṛṣat
überschüttete er mit einem Pfeilregen (Instr.+Perf.)
Jenen von der Drauṇi-Regenwolke entsandten, kaum erträglichen Pfeilregen abwehrend mit der Wind-Astra-Waffe, brüllte der Pāṇḍya-Sturmwind sogleich auf.
Wort für Wort
drauṇiparjanyamuktām tām
jenen von der Drauṇi-Regenwolke entsandten (Akk.+Akk.)
bāṇavṛṣṭim suduḥsahām
kaum erträglichen Pfeilregen (Akk.+Akk.)
vāyavyāstreṇa sa kṣipram ruddhvā
mit der Wind-Astra-Waffe sogleich abgewehrt habend (Instr.+Nom.+Adv.+Abs.)
Dessen mit Sandel und Aguru-Holz geschmücktes, dem Malaya-Berg gleichendes Banner zerschnitt Drauṇi, während er aufbrüllte, und erschlug seine vier Pferde.
Wort für Wort
tasya nānadataḥ ketum
dessen, während er aufbrüllte, Banner (Gen.+Gen. Ptz.+Akk.)
candanāgurubhūṣitam
mit Sandel und Aguru-Holz geschmückt (Akk.)
malayapratimam drauṇiḥ chittvā
dem Malaya-Berg gleichend, Drauṇi, zerschnitten habend (Akk.+Nom.+Abs.)
Nachdem er den Wagenlenker, dessen Stimme wie das Dröhnen einer großen Regenwolke war, mit einem einzigen Pfeil getötet und den Bogen mit einem Halbmondpfeil zerschnitten hatte, zerstreute er den Wagen in Stücke wie Sesamkörner.
Wort für Wort
sūtam ekeṣuṇā hatvā
den Wagenlenker mit einem einzigen Pfeil getötet habend (Akk.+Instr.+Abs.)
mahājaladanisvanam
dessen Stimme wie das Dröhnen einer großen Regenwolke war (Akk.)
dhanuḥ chittvā ardhacandreṇa
den Bogen mit einem Halbmondpfeil zerschnitten habend (Akk.+Abs.+Instr.)
vyadhamat tilaśaḥ ratham
zerstreute er den Wagen in Sesamkorn-Stücke (Impf.+Adv.+Akk.)
astrair astrāṇi saṃvārya chittvā sarvāyudhāni ca / prāptam apy ahitaṃ drauṇir na jaghāna raṇepsayā
Nachdem er die Waffen des Gegners mit eigenen Waffen abgewehrt und all seine Waffen zerschnitten hatte, tötete Drauṇi den Feind, obwohl er in Reichweite war, dennoch nicht, aus Verlangen nach weiterem Kampf.
Wort für Wort
astraiḥ astrāṇi saṃvārya
die Waffen mit eigenen Waffen abgewehrt habend (Instr.+Akk.+Abs.)
chittvā sarvāyudhāni ca
und all seine Waffen zerschnitten habend (Abs.+Akk.)
prāptam api ahitam
obwohl in Reichweite, den Feind (Akk.+Adv.+Akk.)
drauṇiḥ na jaghāna raṇepsayā
tötete Drauṇi nicht, aus Verlangen nach weiterem Kampf (Nom.+Neg.+Perf.+Instr.)
In diesem Augenblick griff Karṇa die Elefantentruppe an; er brachte damals das gewaltige Heer der Pāṇḍavas zum Fliehen, machte Wagenkämpfer wagenlos, griff Elefanten und Pferde an, o Bhārata, und traf die Elefanten mit vielen gebogenen Pfeilen. Da aber erschlug der große Bogenschütze Drauṇi den Pāṇḍya, den Feindevernichter, den Besten der Wagenkämpfer, obwohl er wagenlos war, dennoch nicht, aus Verlangen nach fortgesetztem Kampf.
Wort für Wort
etasmin antare karṇaḥ gajānīkam upādravat
in diesem Augenblick griff Karṇa die Elefantentruppe an (Lok.+Nom.+Akk.+Impf.)
drāvayām āsa sa tadā pāṇḍavānām mahat balam
er brachte damals das gewaltige Heer der Pāṇḍavas zum Fliehen (Perf.+Nom.+Adv.+Gen.+Akk.+Akk.)
virathān rathinaḥ cakre
machte Wagenkämpfer wagenlos (Akk.+Akk.+Perf.)
gajān aśvān ca bhārata
Elefanten und Pferde, o Bhārata (Akk.+Akk.+Vok.)
gajān bahubhiḥ ānarchat śaraiḥ saṃnataparvabhiḥ
traf die Elefanten mit vielen gebogenen Pfeilen (Akk.+Instr.+Impf.+Instr.+Instr.)
atha drauṇiḥ maheṣvāsaḥ pāṇḍyam śatrunibarhaṇam
da aber der große Bogenschütze Drauṇi den Pāṇḍya, den Feindevernichter (Adv.+Nom.+Nom.+Akk.+Akk.)
viratham rathinām śreṣṭham
obwohl wagenlos, den Besten der Wagenkämpfer (Akk.+Gen.+Akk.)
na ahanat yuddhakāṅkṣayā
erschlug nicht, aus Verlangen nach fortgesetztem Kampf (Neg.+Impf.+Instr.)
[Anm.: Sechs Halbverse des textkritischen Apparats (034d*0116_01 bis 06) wurden als eigene Einheit eingefügt; sie berichten von einem gleichzeitigen Angriff Karṇas auf die Elefantentruppe.]
Der treffliche Elefant, dessen Lenker erschlagen war, wohlgerüstet, eilig losgeschickt, kraftvoll, dem Kampf entgegenstrebend – ihn, von Drauṇis Pfeil getroffen, eilend, mit Geschwindigkeit ein Gebrüll als Antwort auf einen anderen Elefanten hervorbringend, jenen Elefanten, den besten der Elefanten, einem Berggipfel gleichend, bestieg der im Elefantenkampf erfahrene, große Herr von Malaya, brüllend, wie ein Löwe einen Berggipfel besteigt.
Wort für Wort
hateśvaraḥ dantivaraḥ sukalpitaḥ
der treffliche Elefant, dessen Lenker erschlagen war, wohlgerüstet (Nom.)
tvarābhisṛṣṭaḥ pratiśarmago balī
eilig losgeschickt, kraftvoll, dem Kampf entgegenstrebend (Nom.)
tam ādravat drauṇiśarāhataḥ tvaran
ihn ritt an, von Drauṇis Pfeil getroffen, eilend (Akk.+Impf.+Nom.+Ptz.)
javena kṛtvā pratihastigarjitam
mit Geschwindigkeit ein Gebrüll als Antwort hervorbringend (Instr.+Abs.+Akk.)
taṃ vāraṇam vāraṇayuddhakovidaḥ
jenen Elefanten, der im Elefantenkampf Erfahrene (Akk.+Nom.)
dvipottamam parvatasānusaṃnibham
den besten der Elefanten, einem Berggipfel gleichend (Akk.)
tam adhyatiṣṭhat malayeśvaraḥ mahān
bestieg der große Herr von Malaya (Akk.+Impf.+Nom.+Nom.)
yathā adriśṛṅgam hariḥ unnadan tathā
wie ein Löwe einen Berggipfel besteigt, brüllend (Part.+Akk.+Nom.+Ptz.+Adv.)
[Anm.: Vier Halbverse des textkritischen Apparats (035b*0117_01 bis 04) wurden in diese Einheit eingefügt; die Passage ist in Aufbau und Wortfolge unsicher überliefert und sinngemäß übersetzt.]
Er, den Elefanten bedrängend, schleuderte rasch, brüllend, mit höchster Anstrengung, Kraft und Zorn beim Abschuss der Waffe, eine sonnenstrahlgleiche Lanze gegen den Sohn des Lehrers, der Herr von Malaya.
Wort für Wort
sa tomaram bhāskararaśmisaṃnibham
er eine sonnenstrahlgleiche Lanze (Nom.+Akk.+Akk.)
balāstrasargottamayatnamanyubhiḥ
mit höchster Anstrengung, Kraft und Zorn beim Abschuss der Waffe (Instr.)
sasarja śīghram pratipīḍayan gajam
schleuderte rasch, den Elefanten bedrängend (Perf.+Adv.+Ptz.+Akk.)
guroḥ sutāya adripatīśvaraḥ nadan
gegen den Sohn des Lehrers, der Herr von Malaya, brüllend (Gen.+Dat.+Nom.+Ptz.)
Mit Freude wiederholt brüllend: „Du bist getroffen!“ – zerschmetterte er den mit Juwelenreihen, vorzüglichem Blitzkeil-Gold, Gewändern, Kränzen und Perlen geschmückten, vorzüglichen Kopfschmuck Drauṇis.
Wort für Wort
maṇipratānottamavajrahāṭakaiḥ
mit Juwelenreihen, vorzüglichem Blitzkeil-Gold (Instr.)
alaṃkṛtam ca aṃśukamālyamauktikaiḥ
geschmückt mit Gewändern, Kränzen und Perlen (Akk.+Instr.)
hataḥ asi asau iti asakṛt mudā nadan
„Du bist getroffen!“ wiederholt mit Freude brüllend (Nom.+Präs.+Nom.+Part.+Adv.+Instr.+Ptz.)
parābhinat drauṇivarāṅgabhūṣaṇam
zerschmetterte er den vorzüglichen Kopfschmuck Drauṇis (Impf.+Akk.)
Jener Kopfschmuck, sonnen-, mond-, planeten- und feuergleich glänzend, fiel, durch den heftigen Schlag zermalmt, zu Boden, wie ein von Mahendras Blitzkeil getroffener großer Wald oder ein Berggipfel auf die Erdoberfläche fällt.
Wort für Wort
tat arkacandragrahapāvakatviṣam
jener, sonnen-, mond-, planeten- und feuergleich glänzend (Nom.+Nom.)
bhṛśābhighātāt patitam vicūrṇitam
durch den heftigen Schlag gefallen, zermalmt (Abl.+Nom.+Nom.)
mahendravajrābhihatam mahāvanam
wie ein von Mahendras Blitzkeil getroffener großer Wald (Nom.+Nom.)
yathā adriśṛṅgam dharaṇītale tathā
wie ein Berggipfel auf die Erdoberfläche (Part.+Nom.+Lok.+Adv.)
Da entbrannte er in höchstem Zorn, wie ein mit dem Fuß getretener Schlangenkönig; und er legte vierzehn dem Todesstab gleichende, feindevernichtende Pfeile an.
Wort für Wort
tataḥ prajajvāla pareṇa manyunā
da entbrannte er in höchstem Zorn (Adv.+Perf.+Instr.+Instr.)
padāhataḥ nāgapatiḥ yathā tathā
wie ein mit dem Fuß getretener Schlangenkönig (Nom.+Nom.+Part.+Adv.)
samādadhe ca antakadaṇḍasaṃnibhān
und er legte dem Todesstab gleichende an (Perf.+Akk.)
dvipasya pādāgrakarān sa pañcabhir nṛpasya bāhū ca śiro 'tha ca tribhiḥ / jaghāna ṣaḍbhiḥ ṣaḍ ṛtūttamatviṣaḥ sa pāṇḍyarājānucarān mahārathān
Mit fünf Pfeilen traf er die Fußspitzen und den Rüssel des Elefanten, mit drei die beiden Arme und das Haupt des Königs, und mit sechs erschlug er sechs, an Glanz den besten Jahreszeiten gleichende große Wagenkämpfer, die Gefolgsleute des Pāṇḍya-Königs.
Wort für Wort
dvipasya pādāgrakarān sa pañcabhiḥ
die Fußspitzen und den Rüssel des Elefanten mit fünf (Gen.+Akk.+Nom.+Instr.)
nṛpasya bāhū ca śiraḥ atha ca tribhiḥ
die beiden Arme und das Haupt des Königs, mit drei (Gen.+Akk. Dual+Nom.+Adv.+Instr.)
jaghāna ṣaḍbhiḥ ṣaṭ ṛtūttamatviṣaḥ
erschlug mit sechs, sechs, an Glanz den besten Jahreszeiten gleiche (Perf.+Instr.+Akk.+Akk.)
sa pāṇḍyarājānucarān mahārathān
er, die Gefolgsleute des Pāṇḍya-Königs, große Wagenkämpfer (Nom.+Akk.+Akk.)
Jene beiden sehr langen, runden, mit vorzüglichem Sandel bestrichenen, mit Gold, Perlen, Juwelen und Diamanten geschmückten Arme des Königs, zur Erde gefallen, wanden sich wie zwei von Garuḍa geschlagene Schlangen.
Wort für Wort
sudīrghavṛttau varacandanokṣitau
die beiden sehr langen, runden, mit vorzüglichem Sandel bestrichenen (Nom. Dual)
suvarṇamuktāmaṇivajrabhūṣitau
mit Gold, Perlen, Juwelen und Diamanten geschmückt (Nom. Dual)
bhujau dharāyām patitau nṛpasya tau
die Arme des Königs, zur Erde gefallen, jene (Nom. Dual+Lok.+Nom. Dual+Gen.+Nom. Dual)
viveṣṭatuḥ tārkṣyahatau iva uragau
wanden sich wie zwei von Garuḍa geschlagene Schlangen (Perf.+Nom. Dual+Part.+Nom. Dual)
śiraś ca tat pūrṇaśaśiprabhānanaṃ saroṣatāmrāyatanetram unnasam / kṣitau vibabhrāja patat sakuṇḍalaṃ viśākhayor madhyagataḥ śaśī yathā / sa tu dvipaḥ pañcabhir uttameṣubhiḥ kṛtaḥ ṣaḍaṃśaś caturo nṛpas tribhiḥ kṛto daśāṃśaḥ kuśalena yudhyatā yathā havis tad daśadaivataṃ tathā / sa pādaśo rākṣasabhojanān bahūn pradāya pāṇḍyo 'śvamanuṣyakuñjarān svadhām ivāpya jvalanaḥ pitṛpriyas tataḥ praśāntaḥ salilapravāhataḥ
Und jenes Haupt, sein Antlitz wie der Glanz des Vollmonds, mit zornig-kupferroten, länglichen Augen, mit gerader Nase, erglänzte, zur Erde fallend, samt Ohrringen, wie der Mond zwischen den beiden Viśākhā-Sternen stehend. Jener Elefant nun wurde durch fünf vorzügliche Pfeile in sechs Teile zerlegt, der König durch vier und drei weitere Pfeile in zehn Teile zerlegt von dem geschickt Kämpfenden, so wie jene Opfergabe für die zehn Gottheiten. Nachdem der Pāṇḍya so den vielen, Pferde, Menschen und Elefanten verzehrenden Rākṣasas stückweise Nahrung dargeboten hatte, wie das den Ahnen liebe Feuer die Svadhā-Opfergabe erlangt, wurde er darauf besänftigt wie durch einen Wasserstrom.
Wort für Wort
śiraḥ ca tat pūrṇaśaśiprabhānanam
und jenes Haupt, sein Antlitz wie der Glanz des Vollmonds (Nom.+Nom.+Nom.)
saroṣatāmrāyatanetram unnasam
mit zornig-kupferroten, länglichen Augen, mit gerader Nase (Nom.+Nom.)
kṣitau vibabhrāja patat sakuṇḍalam
erglänzte auf der Erde, fallend, samt Ohrringen (Lok.+Perf.+Ptz.+Nom.)
viśākhayoḥ madhyagataḥ śaśī yathā
wie der Mond zwischen den beiden Viśākhā-Sternen stehend (Gen. Dual+Nom.+Nom.+Part.)
sa tu dvipaḥ pañcabhiḥ uttameṣubhiḥ kṛtaḥ ṣaḍaṃśaḥ
jener Elefant wurde durch fünf vorzügliche Pfeile in sechs Teile zerlegt (Nom.+Adv.+Nom.+Instr.+Instr.+Nom.+Nom.)
caturaḥ nṛpaḥ tribhiḥ kṛtaḥ daśāṃśaḥ
der König durch vier und drei in zehn Teile zerlegt (Akk.+Nom.+Instr.+Nom.+Nom.)
kuśalena yudhyatā
von dem geschickt Kämpfenden (Instr.+Instr. Ptz.)
yathā haviḥ tat daśadaivatam tathā
so wie jene Opfergabe für die zehn Gottheiten (Part.+Nom.+Nom.+Nom.+Adv.)
sa pādaśaḥ rākṣasabhojanān bahūn pradāya
nachdem er den vielen Rākṣasas stückweise Nahrung dargeboten hatte (Nom.+Adv.+Akk.+Akk.+Abs.)
pāṇḍyaḥ aśvamanuṣyakuñjarān
der Pāṇḍya, [den] Pferde-, Menschen- und Elefanten[-Fresser] (Nom.+Akk.)
svadhām iva āpya jvalanaḥ pitṛpriyaḥ
wie das den Ahnen liebe Feuer die Svadhā-Opfergabe erlangend (Akk.+Part.+Abs.+Nom.+Nom.)
tataḥ praśāntaḥ salilapravāhataḥ
wurde er darauf besänftigt wie durch einen Wasserstrom (Adv.+Nom.+Abl.)
[Anm.: Acht Halbverse des textkritischen Apparats (042d*0118_01 bis 08) wurden als eigene Einheit eingefügt; sie schildern die Zerteilung von Elefant und König in einem dunklen, opferrituellen Gleichnis (Vergleich mit einer in zehn Teile für zehn Gottheiten geteilten Opfergabe und der Svadhā-Darbringung), dessen genaue Bildlogik unsicher bleibt.]
samāptavidyaṃ tu guroḥ sutaṃ nṛpaḥ samāptakarmāṇam upetya te sutaḥ / suhṛdvṛto 'tyartham apūjayan mudā jite balau viṣṇum ivāmareśvaraḥ
Dein Sohn aber, von Freunden umgeben, ehrte freudig, überaus, den Sohn des Lehrers, dessen Ausbildung nun endgültig vollendet war, der sein Werk vollbracht hatte, nachdem er sich ihm genähert hatte, wie der Herr der Unsterblichen den Viṣṇu, als Bali besiegt war.
Wort für Wort
samāptavidyam tu guroḥ sutam
den Sohn des Lehrers, dessen Ausbildung vollendet war (Akk.+Adv.+Gen.+Akk.)
nṛpaḥ samāptakarmāṇam upetya
der König, sich dem genähert habend, der sein Werk vollbracht hatte (Nom.+Akk.+Abs.)
te sutaḥ suhṛdvṛtaḥ atyartham apūjayan mudā
dein Sohn, von Freunden umgeben, ehrte überaus freudig (Gen.+Nom.+Nom.+Adv.+Impf.+Instr.)
jite balau viṣṇum iva amareśvaraḥ
wie der Herr der Unsterblichen den Viṣṇu, als Bali besiegt war (Lok. abs.+Akk.+Part.+Nom.)