Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Bālakāṇḍa

Sarga 16: Pāyasa-Dānam Das göttliche Wesen bringt die Milchspeise, die Gattinnen empfangen

tato nārāyaṇo devo viṣṇur niyuktaḥ surasattamaiḥ | jānann api surān evaṃ ślakṣṇaṃ vacanam abravīt ||

Da sprach Nārāyaṇa, der Gott Viṣṇu, von den besten Göttern beauftragt, obwohl er es wusste, dennoch zu den Göttern dieses sanfte Wort:

Wort für Wort
nārāyaṇaḥ devaḥ viṣṇuḥ
der Gott Nārāyaṇa-Viṣṇu
niyuktaḥ surasattamaiḥ
von den besten Göttern beauftragt
jānan api
obwohl er es wusste
ślakṣṇam vacanam abravīt
er sprach ein sanftes Wort

upāyaḥ ko vadhe tasya rākṣasādhipateḥ surāḥ | yam ahaṃ tam samāsthāya nihanyām ṛṣikaṇṭakam ||

„Welches Mittel gibt es, ihr Götter, zur Tötung jenes Herrn der Rākṣasas, mit dessen Hilfe ich den Dorn der Seher vernichten könnte?“

Wort für Wort
upāyaḥ kaḥ vadhe
welches Mittel gibt es zur Tötung
rākṣasādhipateḥ
des Herrn der Rākṣasas
tam samāsthāya nihanyām
mit dessen Hilfe ich vernichten könnte
ṛṣikaṇṭakam
den Dorn der Seher

evam uktāḥ surāḥ sarve pratyūcur viṣṇum avyayam | mānuṣaṃ rūpam āsthāya rāvaṇaṃ jahi saṃyuge ||

So angesprochen, erwiderten alle Götter dem unvergänglichen Viṣṇu: „Nimm menschliche Gestalt an und erschlage Rāvaṇa im Kampf.

Wort für Wort
evam uktāḥ surāḥ
so angesprochen, die Götter
pratyūcuḥ viṣṇum avyayam
sie erwiderten dem unvergänglichen Viṣṇu
mānuṣam rūpam āsthāya
menschliche Gestalt annehmend
jahi saṃyuge
erschlage im Kampf! (Imp.)

sa hi tepe tapas tīvraṃ dīrghakālam ariṃdama | yena tuṣṭo.abhavad brahmā lokakṛllokapūrvajaḥ ||

Denn er übte strenge Askese lange Zeit hindurch, o Bezwinger der Feinde, wodurch Brahmā, der Schöpfer der Welt, der vor der Welt Entstandene, zufrieden wurde.

Wort für Wort
tepe tapaḥ tīvram
er übte strenge Askese
dīrghakālam
lange Zeit
ariṃdama
o Bezwinger der Feinde (Anrede)
tuṣṭaḥ abhavat brahmā
Brahmā wurde zufrieden
lokakṛt lokapūrvajaḥ
der Schöpfer der Welt, vor der Welt entstanden

santuṣṭaḥ pradadau tasmai rākṣasāya varaṃ prabhuḥ | nānāvidhebhyo bhūtebhyo bhayaṃ na anyatra mānuṣāt ||

Zufrieden gewährte der Herr jenem Rākṣasa eine Gabe: Furcht vor keinerlei Wesen, außer von einem Menschen.

Wort für Wort
santuṣṭaḥ pradadau varam
zufrieden gewährte er die Gabe
rākṣasāya
dem Rākṣasa
bhayam na anyatra mānuṣāt
keine Furcht außer von einem Menschen

avajñātāḥ purā tena varadāne hi mānavāḥ | evaṃ pitāmahāt tasmād varadānena garvitaḥ ||

Von ihm wurden bei der Gabengewährung einst die Menschen geringgeschätzt; so ist er, durch die Gabe jenes Großvaters, hochmütig geworden.

Wort für Wort
avajñātāḥ tena mānavāḥ
von ihm wurden die Menschen geringgeschätzt
varadāne
bei der Gabengewährung
pitāmahāt varadānena garvitaḥ
durch die Gabe des Großvaters hochmütig geworden

utsādayati lokāṃs trīn striyaś ca api apakarṣati | tasmāt tasya vadho dṛṣṭo mānuṣebhyaḥ parantapa ||

Er verheert die drei Welten und entführt sogar Frauen; darum ist seine Tötung, o Bezwinger der Feinde, durch Menschen ersehen worden.

Wort für Wort
utsādayati lokān trīn
er verheert die drei Welten
striyaḥ apakarṣati
er entführt Frauen
tasya vadhaḥ dṛṣṭaḥ mānuṣebhyaḥ
seine Tötung ist durch Menschen ersehen worden

iti etad vacanaṃ śrutvā surāṇāṃ viṣṇur ātmavān | pitaraṃ rocayāmāsa tadā daśarathaṃ nṛpam ||

Nachdem er dieses Wort der Götter gehört hatte, erwählte der selbstbeherrschte Viṣṇu sich da König Daśaratha zum Vater.

Wort für Wort
etat vacanam śrutvā surāṇām
nachdem er dieses Wort der Götter gehört hatte
viṣṇuḥ ātmavān
der selbstbeherrschte Viṣṇu
pitaram rocayāmāsa
er erwählte sich zum Vater

sa ca api aputro nṛpatis tasmin kāle mahādyutiḥ | ayajat putrīyām iṣṭiṃ putrepsur ariṣūdanaḥ ||

Und eben zu jener Zeit vollzog der kinderlose, hochglänzende König, im Verlangen nach einem Sohn, der Bezwinger der Feinde, das Sohnesopfer.

Wort für Wort
aputraḥ nṛpatiḥ
der kinderlose König
tasmin kāle
zu jener Zeit
ayajat putrīyām iṣṭim
er vollzog das Sohnesopfer
putrepsuḥ ariṣūdanaḥ
im Verlangen nach einem Sohn, der Bezwinger der Feinde

sa kṛtvā niścayaṃ viṣṇur āmantrya ca pitāmaham | antardhānaṃ gato devaiḥ pūjyamāno maharṣibhiḥ ||

Nachdem Viṣṇu diesen Entschluss gefasst und sich vom Großvater verabschiedet hatte, entschwand er, von den Göttern und großen Sehern verehrt.

Wort für Wort
kṛtvā niścayam
nachdem er den Entschluss gefasst hatte
āmantrya pitāmaham
sich vom Großvater verabschiedend
antardhānam gataḥ
er entschwand
pūjyamānaḥ devaiḥ maharṣibhiḥ
verehrt von den Göttern und großen Sehern

tato vai yajamānasya pāvakād atulaprabham | prādurbhūtaṃ mahad bhūtaṃ mahāvīryaṃ mahābalam ||

Da erschien, aus dem Feuer des Opfernden, ein unvergleichlich strahlendes, großes Wesen, von großer Kraft und Stärke,

Wort für Wort
yajamānasya pāvakāt
aus dem Feuer des Opfernden
prādurbhūtam mahat bhūtam
es erschien ein großes Wesen
atulaprabham
unvergleichlich strahlend
mahāvīryam mahābalam
von großer Kraft und Stärke

kṛṣṇaṃ raktāmbaradharaṃ raktāsyaṃ dundubhisvanam | snigdhaharyakṣatanujaśmaśrupravaram ūrdhvajam ||

schwarz, in rotes Gewand gekleidet, mit rotem Antlitz, mit einer Stimme wie eine Pauke, mit glänzendem, feinem, löwenähnlichem Bart und aufwärts stehendem Haar,

Wort für Wort
kṛṣṇam raktāmbaradharam
schwarz, in rotes Gewand gekleidet
raktāsyam
mit rotem Antlitz
dundubhisvanam
mit einer Stimme wie eine Pauke
ūrdhvajam
mit aufwärts stehendem Haar

śubhalakṣaṇasaṃpannaṃ divyābharaṇabhūṣitam | śailaśṛṅgasamutsedhaṃ dṛptaśārdūlavikramam ||

mit glückverheißenden Zeichen versehen, mit himmlischem Schmuck geziert, an Höhe einem Berggipfel gleich, mit dem Gang eines stolzen Tigers,

Wort für Wort
śubhalakṣaṇasaṃpannam
mit glückverheißenden Zeichen versehen
divyābharaṇabhūṣitam
mit himmlischem Schmuck geziert
śailaśṛṅgasamutsedham
an Höhe einem Berggipfel gleich
dṛptaśārdūlavikramam
mit dem Gang eines stolzen Tigers

divākarasamākāraṃ dīptānalaśikhopamam | taptajāmbūnadamayīṃ rājatāntaparicchadām ||

gleich der Sonne in Gestalt, wie eine lodernde Feuerflamme, mit einer aus geglühtem Jāmbūnada-Gold gefertigten, mit silbernem Rand versehenen

Wort für Wort
divākarasamākāram
gleich der Sonne in Gestalt
dīptānalaśikhopamam
wie eine lodernde Feuerflamme
taptajāmbūnadamayīm
aus geglühtem Jāmbūnada-Gold gefertigt
rājatāntaparicchadām
mit silbernem Rand

divyapāyasasaṃpūrṇāṃ pātrīṃ patnīm iva priyām | pragṛhya vipulāṃ dorbhyāṃ svayaṃ māyāmayīm iva ||

Schale voll himmlischer Milchspeise, wie eine geliebte Gattin, mit beiden mächtigen Armen sie umfassend, wie selbst aus Zauberkraft geschaffen –

Wort für Wort
divyapāyasasaṃpūrṇām pātrīm
die mit himmlischer Milchspeise gefüllte Schale
patnīm iva priyām
wie eine geliebte Gattin
pragṛhya vipulām dorbhyām
mit beiden mächtigen Armen umfassend
māyāmayīm iva
wie aus Zauberkraft geschaffen

samavekṣya abravīd vākyam idaṃ daśarathaṃ nṛpam | prājāpatyaṃ naraṃ viddhi mām iha abhyāgatam nṛpa ||

nachdem es den König erblickt hatte, sprach es dieses Wort zu König Daśaratha: „Wisse, dass ich ein von Prajāpati gesandter Mensch bin, der hier zu dir gekommen ist, o König.“

Wort für Wort
samavekṣya abravīt vākyam
nachdem es erblickt hatte, sprach es das Wort
prājāpatyam naram viddhi mām
wisse, ich bin ein Mensch [gesandt] von Prajāpati
iha abhyāgatam
hier angekommen

tataḥ paraṃ tadā rājā pratyuvāca kṛtāñjaliḥ | bhagavan svāgataṃ te.astu kim ahaṃ karavāṇi te ||

Darauf erwiderte da der König, mit gefalteten Händen: „Ehrwürdiger, sei mir willkommen! Was soll ich für dich tun?“

Wort für Wort
rājā pratyuvāca kṛtāñjaliḥ
der König erwiderte mit gefalteten Händen
svāgatam te astu
sei mir willkommen
kim aham karavāṇi te
was soll ich für dich tun

atho punar idaṃ vākyaṃ prājāpatyo naro.abravīt | rājann arcayatā devān adya prāptam idaṃ tvayā ||

Da sprach der Mensch von Prajāpati wiederum dieses Wort: „O König, indem du die Götter verehrt hast, hast du heute dieses erlangt.

Wort für Wort
prājāpatyaḥ naraḥ abravīt
der von Prajāpati [gesandte] Mensch sprach
arcayatā devān
indem du die Götter verehrt hast
adya prāptam idam tvayā
heute hast du dieses erlangt

idaṃ tu nṛpaśārdūla pāyasaṃ devanirmitam | prajākaraṃ gṛhāṇa tvaṃ dhanyam ārogyavardhanam ||

Dies aber, Tiger unter den Königen, ist die von den Göttern bereitete Milchspeise; nimm sie, sie bewirkt Nachkommenschaft, ist heilvoll und mehrt die Gesundheit.

Wort für Wort
nṛpaśārdūla
o Tiger unter den Königen (Anrede)
pāyasam devanirmitam
die von den Göttern bereitete Milchspeise
prajākaram
Nachkommenschaft bewirkend
ārogyavardhanam
die Gesundheit mehrend

bhāryāṇām anurūpāṇām aśnīta iti prayaccha vai | tāsu tvaṃ lapsyase putrān yadartham yajase nṛpa ||

Gib sie deinen würdigen Gattinnen zu essen; bei ihnen wirst du die Söhne erlangen, um derentwillen du opferst, o König.“

Wort für Wort
bhāryāṇām anurūpāṇām
den würdigen Gattinnen
aśnītu iti prayaccha
gib, damit sie [sie] essen
tāsu lapsyase putrān
bei ihnen wirst du Söhne erlangen

tathā iti nṛpatiḥ prītaḥ śirasā pratigṛhya tām | pātrīṃ devānnasaṃpūrṇāṃ devadattāṃ hiraṇmayīm ||

„So sei es“, der erfreute König, und empfing mit dem Haupt jene goldene, von den Göttern gegebene, mit göttlicher Speise gefüllte Schale,

Wort für Wort
tathā iti nṛpatiḥ prītaḥ
'so sei es', der erfreute König
śirasā pratigṛhya
mit dem Haupt empfangend
devānnasaṃpūrṇām devadattām hiraṇmayīm
die goldene, mit göttlicher Speise gefüllte, von Göttern gegebene [Schale]

abhivādya ca tad bhūtam adbhutaṃ priyadarśanam | mudā paramayā yuktaś cakāra abhipradakṣiṇam ||

und nachdem er jenes wunderbare, lieblich anzuschauende Wesen gegrüßt hatte, umschritt er es, von höchster Freude erfüllt, von rechts nach links.

Wort für Wort
abhivādya tat bhūtam adbhutam
nachdem er jenes wunderbare Wesen gegrüßt hatte
priyadarśanam
lieblich anzuschauen
mudā paramayā yuktaḥ
von höchster Freude erfüllt
cakāra abhipradakṣiṇam
er umschritt es [in Verehrung]

tato daśarathaḥ prāpya pāyasaṃ devanirmitam | babhūva paramaprītaḥ prāpya vittam iva adhanaḥ ||

Dann, nachdem er die von den Göttern bereitete Milchspeise erlangt hatte, wurde Daśaratha höchst erfreut, wie ein Armer, der Reichtum erlangt hat.

Wort für Wort
prāpya pāyasam devanirmitam
nachdem er die von Göttern bereitete Milchspeise erlangt hatte
paramaprītaḥ babhūva
er wurde höchst erfreut
vittam iva adhanaḥ
wie ein Armer [der] Reichtum [erlangt]

tataḥ tad adbhutaprakhyaṃ bhūtaṃ paramabhāsvaram | saṃvartayitvā tat karma tatraiva antaradhīyata ||

Dann, nachdem es jene wunderbare Handlung vollbracht hatte, verschwand jenes höchst glänzende, wundersam erscheinende Wesen sogleich an derselben Stelle.

Wort für Wort
tat adbhutaprakhyam bhūtam
jenes wunderbar erscheinende Wesen
paramabhāsvaram
höchst glänzend
saṃvartayitvā tat karma
nachdem es jene Handlung vollbracht hatte
tatra eva antaradhīyata
es verschwand ebendort

harṣaraśmibhir uddyotaṃ tasya antaḥpuram ābabhau | śāradasya abhirāmasya candrasya iva nabho.aṃśubhiḥ ||

Sein inneres Frauengemach erstrahlte, von den Strahlen der Freude erleuchtet, wie der Himmel von den Strahlen des lieblichen Herbstmondes.

Wort für Wort
harṣaraśmibhiḥ uddyotam
von den Strahlen der Freude erleuchtet
antaḥpuram ābabhau
das innere Gemach erstrahlte
śāradasya candrasya aṃśubhiḥ
von den Strahlen des Herbstmondes

sa antaḥpuraṃ praviśya eva kausalyām idam abravīt | pāyasaṃ pratigṛhṇīṣva putrīyaṃ tu idam ātmanaḥ ||

Er, sogleich das innere Gemach betretend, sprach dieses zu Kausalyā: „Nimm diese Milchspeise entgegen, die dir Söhne bringt.“

Wort für Wort
antaḥpuram praviśya
das innere Gemach betretend
kausalyām idam abravīt
er sprach dies zu Kausalyā
pāyasam pratigṛhṇīṣva
nimm die Milchspeise entgegen! (Imp.)
putrīyam ātmanaḥ
die dir Söhne bringt

kausalyāyai narapatiḥ pāyasārdhaṃ dadau tadā | ardhād ardhaṃ dadau ca api sumitrāyai narādhipaḥ ||

Der Herrscher der Menschen gab da Kausalyā die Hälfte der Milchspeise; und von der verbleibenden Hälfte gab der Herrscher der Menschen die Hälfte Sumitrā.

Wort für Wort
kausalyāyai pāyasārdham dadau
er gab Kausalyā die Hälfte der Milchspeise
ardhāt ardham
von der Hälfte die Hälfte
sumitrāyai dadau
er gab Sumitrā

kaikeyyai ca avaśiṣṭārdhaṃ dadau putrārthakāraṇāt | pradadau ca avaśiṣṭārdhaṃ pāyasasya amṛtopamam ||

Und Kaikeyī gab er die verbleibende Hälfte, um des Sohnes willen; und die wiederum verbleibende Hälfte der ambrosiagleichen Milchspeise gab er

Wort für Wort
kaikeyyai avaśiṣṭārdham dadau
Kaikeyī gab er die verbleibende Hälfte
putrārthakāraṇāt
um des Sohnes willen
pāyasasya amṛtopamam
der ambrosiagleichen Milchspeise

anucintya sumitrāyai punar eva mahīpatiḥ | evaṃ tāsāṃ dadau rājā bhāryāṇāṃ pāyasaṃ pṛthak ||

nach nochmaligem Bedenken wieder Sumitrā, der Herrscher der Erde; so gab der König jenen Gattinnen die Milchspeise, jeder ihren Teil.

Wort für Wort
anucintya
nach [nochmaligem] Bedenken
sumitrāyai punaḥ eva
wiederum Sumitrā
dadau pāyasam pṛthak
er gab die Milchspeise, jeder [ihren] Teil

tāś ca evaṃ pāyasaṃ prāpya narendrasya uttamāḥ striyaḥ | sammānaṃ menire sarvāḥ praharṣoditacetasaḥ ||

Und diese vortrefflichen Frauen des Königs, die so die Milchspeise erhalten hatten, alle empfanden es als Ehrung, ihr Herz von Freude erhoben.

Wort für Wort
pāyasam prāpya
nachdem sie die Milchspeise erhalten hatten
narendrasya uttamāḥ striyaḥ
die vortrefflichen Frauen des Königs
sammānam menire
sie empfanden es als Ehrung
praharṣoditacetasaḥ
ihr Herz von Freude erhoben

tatastu tāḥ prāśya tad uttamāḥ striyo | mahīpateḥ uttamapāyasaṃ pṛthak | hutāśanādityasamānatejasaḥ | acireṇa garbhān pratipedire tadā ||

Nachdem dann jene vortrefflichen Frauen, jede die vortreffliche Milchspeise des Herrschers der Erde gekostet hatten, empfingen sie, an Glanz dem Feuer und der Sonne gleich, alsbald da Leibesfrucht.

Wort für Wort
prāśya tat pāyasam pṛthak
nachdem sie jeweils die Milchspeise gekostet hatten
hutāśanādityasamānatejasaḥ
an Glanz dem Feuer und der Sonne gleich
acireṇa garbhān pratipedire
alsbald empfingen sie Leibesfrucht

tatastu rājā prativīkṣya tāḥ striyaḥ | prarūḍhagarbhāḥ pratilabdhamānasaḥ | babhūva hṛṣṭaḥ tridive yathā hariḥ | surendrasiddharṣigaṇābhipūjitaḥ ||

Da wurde der König, als er jene Frauen mit fortgeschrittener Schwangerschaft erblickte, seines Sinnes wieder froh, wie Indra im dritten Himmel, geehrt von den Scharen der Götterfürsten, Siddhas und Seher.

Wort für Wort
prativīkṣya tāḥ striyaḥ prarūḍhagarbhāḥ
als er jene Frauen mit fortgeschrittener Schwangerschaft erblickte
pratilabdhamānasaḥ hṛṣṭaḥ babhūva
seines Sinnes wieder froh, wurde er froh
tridive yathā hariḥ
wie Indra im dritten Himmel
surendrasiddharṣigaṇābhipūjitaḥ
geehrt von den Scharen der Götterfürsten, Siddhas, Seher

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