tasya amātyāḥ guṇaiḥ āsan ikṣvākoḥ tu mahātmanaḥ|mantrajñāḥ ca iṅgitajñāḥ ca nityaṃ priyahite ratāḥ||
Diesem hochherzigen Ikṣvāku-Sprossen aber standen Minister von vielen Vorzügen zur Seite: kundig des Rates, kundig seiner Gebärden, stets dem Erfreulichen und Zuträglichen zugetan.
Wort für Wort
tasya amātyāḥ guṇaiḥ āsan
diesem waren die Minister an Vorzügen (Gen.Sg./Nom.Pl./Instr.Pl./3.Pl.Impf.)
ikṣvākoḥ mahātmanaḥ
dem hochherzigen Ikṣvāku-Sprossen (Gen.Sg.)
mantrajñāḥ iṅgitajñāḥ
kundig des Rates, kundig der Gebärden (Nom.Pl.)
nityaṃ priyahite ratāḥ
stets dem Erfreulichen und Zuträglichen zugetan (Lok.Sg./Nom.Pl.)
tejaḥkṣamāyaśaḥprāptāḥ smitapūrvābhibhāṣiṇaḥ|krodhāt kāmārthahetoḥ vā na brūyuḥ anṛtaṃ vacaḥ||
Glanz, Geduld und Ruhm erlangt habend, mit einem Lächeln beginnend zu sprechen; weder aus Zorn noch aus Begierde oder Gewinnsucht sprachen sie ein unwahres Wort.
Wort für Wort
tejaḥkṣamāyaśaḥprāptāḥ
die Glanz, Geduld, Ruhm erlangt hatten (Nom.Pl.)
smitapūrvābhibhāṣiṇaḥ
mit einem Lächeln zuvor sprechend (Nom.Pl.)
krodhāt kāmārthahetoḥ vā
aus Zorn oder aus Begierde/Gewinnsucht (Abl.Sg.)
na brūyuḥ anṛtaṃ vacaḥ
sie würden kein unwahres Wort sprechen (3.Pl.Opt./Akk.Sg.)
teṣām aviditaṃ kiṃcit sveṣu na asti pareṣu vā|kriyamāṇaṃ kṛtaṃ vā api cāreṇa api cikīrṣitam||
Ihnen war nichts unbekannt, weder bei den Eigenen noch bei den Fremden — nichts Geschehendes oder Geschehenes, nichts, was man auch nur beabsichtigte, durch Kundschafter.
Wort für Wort
teṣām aviditaṃ kiṃcit na asti
ihnen ist nichts unbekannt (Gen.Pl./Nom.Sg./3.Sg.Präs.)
sveṣu pareṣu vā
bei den Eigenen oder den Fremden (Lok.Pl.)
kriyamāṇaṃ kṛtaṃ vā api
Geschehendes oder Geschehenes (Nom.Sg.)
cāreṇa cikīrṣitam
durch Kundschafter, Beabsichtigtes (Instr.Sg./Nom.Sg.)
Geschickt in Rechtsangelegenheiten, in Freundschaft erprobt, würden sie die zur rechten Zeit fällige Strafe selbst gegenüber ihren eigenen Söhnen verhängen.
Wort für Wort
kuśalāḥ vyavahāreṣu
geschickt in Rechtsangelegenheiten (Nom.Pl./Lok.Pl.)
sauhṛdeṣu parīkṣitāḥ
in Freundschaft erprobt (Lok.Pl./Nom.Pl.)
prāptakālaṃ yathā daṇḍam
die zur rechten Zeit fällige Strafe (Akk.Sg.)
dhārayeyuḥ suteṣu api
sie würden verhängen, selbst gegenüber Söhnen (3.Pl.Opt./Lok.Pl.)
brahmakṣatram ahiṃsantaḥ te kośaṃ samapūrayan|sutīkṣṇadaṇḍāḥ saṃprekṣya puruṣasya balābalam||
Ohne Brahmanen und Kriegerstand zu schädigen, füllten sie die Schatzkammer; mit scharfer Strafe, aber erst nachdem sie die Stärke oder Schwäche eines Mannes geprüft hatten.
Wort für Wort
brahmakṣatram ahiṃsantaḥ
Brahmanen und Kriegerstand nicht schädigend (Akk.Sg./Part.Präs.)
te kośaṃ samapūrayan
sie füllten die Schatzkammer (Nom.Pl./3.Pl.Impf.)
sutīkṣṇadaṇḍāḥ
von scharfer Strafe (Nom.Pl.)
saṃprekṣya puruṣasya balābalam
nachdem sie die Stärke/Schwäche eines Mannes geprüft hatten (Abs./Gen.Sg./Akk.Sg.)
na adhyagacchat viśiṣṭaṃ vā tulyaṃ vā śatrum ātmanaḥ|mitravān natasāmantaḥ pratāpahatakaṇṭakaḥ||
ohne einen überlegenen oder gleichrangigen Feind für sich zu finden, reich an Freunden, mit unterworfenen Vasallenfürsten, dessen Feinds-Dornen durch seine Macht vernichtet waren.
Wort für Wort
na adhyagacchat viśiṣṭaṃ vā tulyaṃ vā
er fand keinen überlegenen oder gleichrangigen (3.Sg.Impf./Akk.Sg.)
śatrum ātmanaḥ
Feind für sich (Akk.Sg./Gen.Sg.)
mitravān natasāmantaḥ
reich an Freunden, mit unterworfenen Vasallen (Nom.Sg.)
pratāpahatakaṇṭakaḥ
dessen (Feindes-)Dornen durch Macht vernichtet waren (Nom.Sg.)
sa śaśāsa jagat rājā divi devapatiḥ yathā|taiḥ mantribhiḥ mantrahitaiḥ niviṣṭaiḥ vṛtaḥ anuraktaiḥ kuśalaiḥ samarthaiḥ||
So regierte der König die Welt, wie im Himmel der Herr der Götter, umgeben von jenen Ministern, die im Rat erprobt, ergeben, geschickt und fähig waren.
Wort für Wort
sa śaśāsa jagat rājā
der König regierte die Welt (Nom.Sg./3.Sg.Perf./Akk.Sg.)
divi devapatiḥ yathā
wie im Himmel der Herr der Götter (Lok.Sg./Nom.Sg.)
taiḥ mantribhiḥ mantrahitaiḥ niviṣṭaiḥ
von jenen im Rat erfahrenen, erprobten Ministern (Instr.Pl.)
vṛtaḥ anuraktaiḥ kuśalaiḥ samarthaiḥ
umgeben von den ergebenen, geschickten, fähigen (Nom.Sg./Instr.Pl.)