Rāmāyaṇa · Bālakāṇḍa
Sarga 26: Tāṭakā-Vadhaḥ
Die Tötung Tāṭakās
muner vacanam aklībam śrutvā naravarātmajaḥ |
rāghavaḥ prāñjaliḥ bhūtvā pratyuvāca dṛḍhavrataḥ ||
Als er die unerschrockenen Worte des Weisen gehört hatte, erwiderte der Sohn des besten der Männer, Rāghava, mit gefalteten Händen, fest in seinem Gelübde:
Wort für Wort muner vacanam aklībam die unerschrockenen Worte des Weisen śrutvā naravarātmajaḥ gehört habend, der Sohn des besten der Männer rāghavaḥ prāñjaliḥ bhūtvā Rāghava, mit gefalteten Händen pratyuvāca dṛḍhavrataḥ erwiderte, fest in seinem Gelübde pitur vacana nirdeśāt pitur vacana gauravāt |
vacanam kauśikasya iti kartavyam aviśaṅkayā ||
„Auf Anweisung meines Vaters, aus Ehrfurcht vor dem Wort meines Vaters, ist auch das Wort Kauśikas ohne Zögern zu erfüllen.
Wort für Wort pitur vacana-nirdeśāt auf Anweisung des Wortes meines Vaters pitur vacana-gauravāt aus Ehrfurcht vor dem Wort meines Vaters vacanam kauśikasya iti so auch das Wort Kauśikas kartavyam aviśaṅkayā ist ohne Zögern zu erfüllen anuśiṣṭo asmi ayodhyāyām guru madhye mahātmanā |
pitrā daśarathena aham na avajñeyam ca tad vacaḥ ||
In Ayodhyā, inmitten der Ältesten, wurde ich vom hochgesinnten Vater Daśaratha unterwiesen; jenes Wort darf nicht missachtet werden.
Wort für Wort anuśiṣṭo asmi ayodhyāyām ich wurde in Ayodhyā unterwiesen guru-madhye mahātmanā inmitten der Ältesten, vom Hochgesinnten pitrā daśarathena aham von meinem Vater Daśaratha na avajñeyam ca tad vacaḥ und jenes Wort darf nicht missachtet werden so.aham piturvacaḥ śrutvā śāsanād brahma vādinaḥ |
kariṣyāmi na saṃdehaḥ tāṭakā vadham uttamam ||
So werde ich, meines Vaters Wort gehorchend und auf das Geheiß des Verkünders des Brahman hin, ohne Zweifel die vortreffliche Tötung Tāṭakās vollbringen,
Wort für Wort so aham pitur-vacaḥ śrutvā so werde ich, meines Vaters Wort gehorchend śāsanād brahma-vādinaḥ auf das Geheiß des Verkünders des Brahman kariṣyāmi na saṃdehaḥ ich werde vollbringen, ohne Zweifel tāṭakā vadham uttamam die vortreffliche Tötung Tāṭakās go brāhmaṇa hitārthāya deśasya ca hitāya ca |
tava caiva aprameyasya vacanam kartum udyataḥ ||
zum Wohl der Kühe und Brahmanen und zum Wohl des Landes, und um dein, des Unermesslichen, Wort auszuführen, bin ich bereit.“
Wort für Wort go-brāhmaṇa-hitārthāya zum Wohl der Kühe und Brahmanen deśasya ca hitāya ca und zum Wohl des Landes tava ca eva aprameyasya und auch dein, des Unermesslichen vacanam kartum udyataḥ Wort zu vollbringen bin ich bereit evam uktvā dhanurmadhye badhvā muṣṭim arindamaḥ |
jyā ghoṣam akarot tīvram diśaḥ śabdena nādayan ||
So sprechend, legte der Feindbezwinger die Faust um die Mitte des Bogens und erzeugte einen scharfen Sehnenklang, der die Himmelsrichtungen mit seinem Ton erschallen ließ.
Wort für Wort evam uktvā dhanurmadhye so sprechend, in der Mitte des Bogens badhvā muṣṭim arindamaḥ die Faust legend, der Feindbezwinger jyā ghoṣam akarot tīvram erzeugte er einen scharfen Sehnenklang diśaḥ śabdena nādayan die Richtungen mit dem Ton erschallen lassend tena śabdena vitrastāḥ tāṭakā vana vāsinaḥ |
tāṭakā ca susaṃkruddhā tena śabdena mohitā ||
Durch jenen Klang wurden die Bewohner von Tāṭakās Wald erschreckt, und Tāṭakā selbst, heftig erzürnt, war von jenem Klang verwirrt.
Wort für Wort tena śabdena vitrastāḥ durch jenen Klang erschreckt tāṭakā vana-vāsinaḥ die Bewohner von Tāṭakās Wald tāṭakā ca susaṃkruddhā und Tāṭakā, heftig erzürnt tena śabdena mohitā durch jenen Klang verwirrt tam śabdam abhinidhyāya rākṣasī krodha mūrcitā |
śrutvā ca abhyadravat kruddhā yatra śabdo vinissṛtaḥ ||
Über jenen Klang nachsinnend, von Zorn übermannt, stürmte die Rākṣasī, als sie ihn gehört hatte, wütend dorthin, woher der Klang erschollen war.
Wort für Wort tam śabdam abhinidhyāya über jenen Klang nachsinnend rākṣasī krodha-mūrcitā die Rākṣasī, von Zorn übermannt śrutvā ca abhyadravat kruddhā und als sie ihn gehört hatte, stürmte sie wütend yatra śabdo vinissṛtaḥ dorthin, woher der Klang erschollen war tām dṛṣṭvā rāghavaḥ kruddhām vikṛtām vikṛta ānanām |
pramāṇena ati vṛddhām ca lakṣmaṇam so.abhyabhāṣata ||
Als Rāghava sie sah, zornig, entstellt, mit verzerrtem Antlitz und von übergroßer Gestalt, sprach er zu Lakṣmaṇa:
Wort für Wort tām dṛṣṭvā rāghavaḥ kruddhām sie sehend, Rāghava, zornig vikṛtām vikṛta-ānanām entstellt, mit verzerrtem Antlitz pramāṇena ati-vṛddhām ca und von übergroßer Gestalt lakṣmaṇam so abhyabhāṣata er sprach zu Lakṣmaṇa paśya lakṣmaṇa yakṣiṇyā bhairavam dāruṇam vapuḥ |
bhidyeran darśanāt asyā bhīrūṇām hṛdayāni ca ||
„Sieh, Lakṣmaṇa, die furchterregende, schreckliche Gestalt der Yakṣī; allein von ihrem Anblick würden den Furchtsamen die Herzen bersten.
Wort für Wort paśya lakṣmaṇa yakṣiṇyā sieh, Lakṣmaṇa, der Yakṣī bhairavam dāruṇam vapuḥ furchterregende, schreckliche Gestalt bhidyeran darśanāt asyā vom Anblick ihrer würden bersten bhīrūṇām hṛdayāni ca die Herzen der Furchtsamen etām paśya durādharṣām māyā bala samanvitām |
vinivṛttām karomi adya hṛta karṇāgra nāsikām ||
Sieh diese Schwerbezwingbare, mit Zauberkraft Begabte; ich werde sie heute, ihr die Spitzen von Ohren und Nase abschneidend, zur Umkehr zwingen.
Wort für Wort etām paśya durādharṣām sieh diese Schwerbezwingbare māyā-bala-samanvitām mit Zauberkraft begabt vinivṛttām karomi adya ich werde sie heute zur Umkehr zwingen hṛta-karṇāgra-nāsikām die Spitzen von Ohren und Nase abschneidend na hi enām utsahe hantum strī svabhāvena rakṣitām |
vīryam ca asyā gatim ca eva hanyatām iti me matiḥ ||
Denn ich mag sie nicht töten, da sie durch ihre Natur als Frau geschützt ist; ihre Kraft und ihre Bewegungsfähigkeit sollen vielmehr vernichtet werden — das ist meine Absicht.
Wort für Wort na hi enām utsahe hantum denn ich mag sie nicht töten strī svabhāvena rakṣitām die durch ihre Natur als Frau geschützt ist vīryam ca asyā gatim ca eva ihre Kraft und ebenso ihre Bewegungsfähigkeit hanyatām iti me matiḥ sollen vernichtet werden, das ist meine Absicht evam bruvāṇe rāme tu tāṭakā krodha mūrchitā |
udyaṃya bāhūm garjantī rāmam eva abhyadhāvata ||
Während Rāma so sprach, stürmte Tāṭakā, von Zorn übermannt, den Arm erhoben und brüllend, geradewegs auf Rāma zu.
Wort für Wort evam bruvāṇe rāme tu während Rāma aber so sprach tāṭakā krodha-mūrchitā Tāṭakā, von Zorn übermannt udyaṃya bāhūm garjantī den Arm erhebend, brüllend rāmam eva abhyadhāvata stürmte sie geradewegs auf Rāma zu viśvāmitrastu brahmarṣiḥ huṃkāreṇā abhibhartsya tām |
svasti rāghavayoḥ astu jayam ca eva abhyabhāṣata ||
Doch der Brahmarṣi Viśvāmitra bedrohte sie mit einem „Hum!“ und sprach: „Heil sei den beiden Rāghavas, und Sieg!“
Wort für Wort viśvāmitraḥ tu brahmarṣiḥ der Brahmarṣi Viśvāmitra aber huṃkāreṇa abhibhartsya tām bedrohte sie mit einem 'Hum!' svasti rāghavayoḥ astu Heil sei den beiden Rāghavas jayam ca eva abhyabhāṣata und er sprach zugleich 'Sieg!' ud dhunvānā rajo ghoram tāṭakā rāghavau ubhau |
rajo meghena mahatā muhūrtam sā vyamohayat ||
Fürchterlichen Staub aufwirbelnd, verwirrte Tāṭakā die beiden Rāghavas für einen Augenblick mit einer gewaltigen Staubwolke.
Wort für Wort ud dhunvānā rajo ghoram fürchterlichen Staub aufwirbelnd tāṭakā rāghavau ubhau Tāṭakā, die beiden Rāghavas rajo meghena mahatā mit einer gewaltigen Staubwolke muhūrtam sā vyamohayat verwirrte sie für einen Augenblick tato māyām samāsthāya śilā varṣeṇa rāghavau |
avākirat sumahatā tataḥ cukrodha rāghavaḥ ||
Dann, zu ihrer Zauberkraft greifend, überschüttete sie die beiden Rāghavas mit einem gewaltigen Steinregen; da wurde Rāghava zornig.
Wort für Wort tato māyām samāsthāya dann zu ihrer Zauberkraft greifend śilā-varṣeṇa rāghavau die beiden Rāghavas mit einem Steinregen avākirat sumahatā überschüttete sie mit einem gewaltigen (Regen) tataḥ cukrodha rāghavaḥ da wurde Rāghava zornig śilā varṣam mahat tasyāḥ śara varṣeṇa rāghavaḥ |
prativāryo apadhāvantyāḥ karau ciccheda patribhiḥ ||
Ihren gewaltigen Steinregen wehrte Rāghava mit einem Pfeilregen ab, und der davonlaufenden schlug er mit gefiederten Pfeilen beide Hände ab.
Wort für Wort śilā-varṣam mahat tasyāḥ ihren gewaltigen Steinregen śara-varṣeṇa rāghavaḥ mit einem Pfeilregen Rāghava prativāryo apadhāvantyāḥ abwehrend, der davonlaufenden karau ciccheda patribhiḥ schlug er mit gefiederten Pfeilen die beiden Hände ab tataḥ cchinna bhujām śrāntām abhyāśe parigarjatīm |
saumitriḥ akarot krodhāt hṛta karṇāgra nāsikām ||
Da schlug der Sohn der Sumitrā ihr, der mit abgeschlagenen Armen erschöpft in der Nähe Brüllenden, im Zorn die Spitzen von Ohren und Nase ab.
Wort für Wort tataḥ cchinna-bhujām śrāntām da der mit abgeschlagenen Armen erschöpften abhyāśe parigarjatīm der in der Nähe Brüllenden saumitriḥ akarot krodhāt der Sohn der Sumitrā tat im Zorn hṛta-karṇāgra-nāsikām die Spitzen von Ohren und Nase entfernend kāma rūpadharā sā tu kṛtvā rūpāṇi anekaśaḥ |
antardhānam gatā yakṣī mohayanti sva māyayā ||
Sie aber, von wandelbarer Gestalt, nahm vielerlei Formen an und verschwand, die Yakṣī, sie mit ihrer eigenen Zauberkraft verwirrend.
Wort für Wort kāma-rūpadharā sā tu sie aber, von wandelbarer Gestalt kṛtvā rūpāṇi anekaśaḥ vielerlei Formen annehmend antardhānam gatā yakṣī verschwand die Yakṣī mohayanti sva-māyayā sie verwirrend mit ihrer eigenen Zauberkraft aśma varṣam vimuṃcantī bhairavam vicacāra sā |
tataḥ tau aśma varṣeṇa kīryamāṇau samantataḥ ||
Einen Steinregen entfesselnd, streifte sie furchterregend umher; da wurden die beiden von jenem Steinregen von allen Seiten überschüttet.
Wort für Wort aśma-varṣam vimuṃcantī einen Steinregen entfesselnd bhairavam vicacāra sā streifte sie furchterregend umher tataḥ tau aśma-varṣeṇa da wurden die beiden durch den Steinregen kīryamāṇau samantataḥ von allen Seiten überschüttet dṛṣṭvā gādhi sutaḥ śrīīmān idam vacanam abravīt |
alam te ghṛṇayā rāma pāpā eṣā duṣṭa cāriṇī ||
Als der glanzvolle Sohn des Gādhi (Viśvāmitra) dies sah, sprach er diese Worte: „Genug des Mitleids, Rāma; diese Sündige, von bösem Wandel,
Wort für Wort dṛṣṭvā gādhi-sutaḥ śrīmān sehend, der glanzvolle Sohn des Gādhi idam vacanam abravīt sprach diese Worte alam te ghṛṇayā rāma genug des Mitleids, Rāma pāpā eṣā duṣṭa-cāriṇī diese Sündige, von bösem Wandel yajña vighna karī yakṣī purā vardheta māyayā |
vadhyatām tāvat eva eṣā purā saṃdhyā prava^^rtate ||
diese opferstörende Yakṣī, möge nicht durch ihre Zauberkraft weiter erstarken — sie soll noch jetzt getötet werden, ehe die Dämmerung anbricht.
Wort für Wort yajña-vighna-karī yakṣī die opferstörende Yakṣī purā vardheta māyayā möge nicht durch Zauberkraft erstarken vadhyatām tāvat eva eṣā sie soll noch jetzt getötet werden purā saṃdhyā pravartate ehe die Dämmerung anbricht rakṣāṃsi saṃdhyā kāle tu du^^rdharṣāṇi bhavanti hi |
iti uktaḥ sa tu tām yakṣīm aśma vṛṣṭyā abhivarṣaṇīm ||
Denn zur Zeit der Dämmerung werden die Rākṣasas unbezwingbar.“ So angesprochen, hielt er jene Yakṣī, die mit einem Steinregen niederging,
Wort für Wort rakṣāṃsi saṃdhyā-kāle tu denn zur Zeit der Dämmerung durdharṣāṇi bhavanti hi werden die Rākṣasas unbezwingbar iti uktaḥ sa tu so angesprochen, er aber tām yakṣīm aśma-vṛṣṭyā abhivarṣaṇīm jene Yakṣī, die mit einem Steinregen niederging darśayan śabda vedhitvam tām rurodha sa sāyakaiḥ |
sā ruddhā bāṇa jālena māyā bala samanvitā ||
seine Kunst, nach dem Klang allein zu treffen, zeigend, mit Pfeilen auf; sie, vom Netz der Pfeile aufgehalten, obgleich mit Zauberkraft begabt,
Wort für Wort darśayan śabda-vedhitvam seine Fähigkeit, nach dem Klang zu treffen, zeigend tām rurodha sa sāyakaiḥ hielt er sie mit Pfeilen auf sā ruddhā bāṇa-jālena sie, aufgehalten durch das Netz der Pfeile māyā-bala-samanvitā obgleich mit Zauberkraft begabt abhi dudrāva kākutstham lakṣamaṇam ca vineṣudī |
tām āpatantīm vegena vikrāntām aśanīm iva ||
stürmte brüllend auf Kākutstha und Lakṣmaṇa zu; sie, die mit Wucht heranstürzte, gewaltig wie ein Blitzstrahl,
Wort für Wort abhi dudrāva kākutstham stürmte auf Kākutstha zu lakṣmaṇam ca vineṣudī und, brüllend, auf Lakṣmaṇa tām āpatantīm vegena sie, mit Wucht heranstürzend vikrāntām aśanīm iva gewaltig, wie ein Blitzstrahl śareṇa urasi vivyādha sā papāta mamāra ca |
tām hatām bhīma saṃkāśām dṛṣṭvā surapatiḥ tadā ||
durchbohrte er mit einem Pfeil an der Brust; sie fiel nieder und starb. Als der Herr der Götter (Indra) sie, die von furchtbarem Aussehen erschlagen war, sah,
Wort für Wort śareṇa urasi vivyādha er durchbohrte sie mit einem Pfeil an der Brust sā papāta mamāra ca sie fiel nieder und starb tām hatām bhīma-saṃkāśām sie, die erschlagene, von furchtbarem Aussehen dṛṣṭvā surapatiḥ tadā als der Herr der Götter sie da sah sādhu sādhviti kākutstham surāḥ ca api abhipūjayan |
uvāca parama prītaḥ sahasrākṣaḥ purandaraḥ ||
„Wohlgetan, wohlgetan!“ — so ehrten auch die Götter Kākutstha; und der tausendäugige Purandara (Indra) sprach höchst erfreut:
Wort für Wort sādhu sādhu iti kākutstham 'wohlgetan, wohlgetan', so Kākutstha surāḥ ca api abhipūjayan ehrten auch die Götter uvāca parama-prītaḥ sprach, höchst erfreut sahasrākṣaḥ purandaraḥ der tausendäugige Purandara (Indra) surāḥ ca sarve saṃhṛṣṭā viśvāmitram atha abruvan |
mune kauśika bhadram te saha indrāḥ sarve marud gaṇāḥ ||
Und alle Götter, hocherfreut, sprachen sodann zu Viśvāmitra: „Weiser Kauśika, Heil dir; zusammen mit Indra alle Scharen der Maruts
Wort für Wort surāḥ ca sarve saṃhṛṣṭā und alle Götter, hocherfreut viśvāmitram atha abruvan sprachen sodann zu Viśvāmitra mune kauśika bhadram te weiser Kauśika, Heil dir saha indrāḥ sarve marud-gaṇāḥ zusammen mit Indra, alle Scharen der Maruts toṣitāḥ karmaṇā anena sneham darśaya rāghave |
prajāpateḥ kṛśāśvasya putrān satya parākramān ||
sind durch diese Tat zufriedengestellt; erweise dem Rāghava deine Zuneigung: die Söhne des Prajāpati Kṛśāśva, von wahrhaftiger Tapferkeit,
Wort für Wort toṣitāḥ karmaṇā anena zufriedengestellt durch diese Tat sneham darśaya rāghave erweise dem Rāghava (deine) Zuneigung prajāpateḥ kṛśāśvasya putrān die Söhne des Prajāpati Kṛśāśva satya-parākramān von wahrhaftiger Tapferkeit tapo bala bhṛto brahman rāghavāya nivedaya |
pātrabhūtaḥ ca te brahman tava anugamane rataḥ ||
die von der Kraft der Askese getragenen, o Brahmane, übergib sie dem Rāghava; denn er, o Brahmane, ist ein würdiges Gefäß, deiner Gefolgschaft ergeben,
Wort für Wort tapo-bala-bhṛto brahman die von der Kraft der Askese getragenen, o Brahmane rāghavāya nivedaya übergib sie dem Rāghava pātrabhūtaḥ ca te brahman denn er ist ein würdiges Gefäß für dich, o Brahmane tava anugamane rataḥ deiner Gefolgschaft ergeben kartavyam sumahat karma surāṇām rāja sūnunā |
evam uktvā surāḥ sarve jagmur hṛṣṭā vihāyasam ||
denn eine sehr große Aufgabe ist von dem Königssohn für die Götter noch zu vollbringen.“ So sprechend, zogen alle Götter erfreut durch den Himmel davon,
Wort für Wort kartavyam sumahat karma eine sehr große Aufgabe ist zu vollbringen surāṇām rāja-sūnunā für die Götter, durch den Königssohn evam uktvā surāḥ sarve so sprechend, alle Götter jagmur hṛṣṭā vihāyasam zogen erfreut durch den Himmel davon viśvāmitram pūjayan tataḥ saṃdhyā prava^^rtate |
tato munivaraḥ prītaḥ tāṭakā vadha toṣitaḥ ||
Viśvāmitra ehrend. Da brach die Dämmerung an; da sprach der beste der Weisen, erfreut und zufrieden über Tāṭakās Tötung,
Wort für Wort viśvāmitram pūjayan Viśvāmitra ehrend tataḥ saṃdhyā pravartate da brach die Dämmerung an tato munivaraḥ prītaḥ da der beste der Weisen, erfreut tāṭakā-vadha-toṣitaḥ zufrieden über Tāṭakās Tötung mūrdhni rāmam upāghrāya idam vacanam abravīt |
iha adya rajanīm rāma vasāma śubha darśana ||
küsste Rāma auf den Scheitel und sprach diese Worte: „Hier wollen wir heute Nacht verweilen, Rāma, du mit dem schönen Anblick;
Wort für Wort mūrdhni rāmam upāghrāya Rāma auf den Scheitel küssend idam vacanam abravīt sprach diese Worte iha adya rajanīm rāma hier heute Nacht, Rāma vasāma śubha darśana wollen wir verweilen, du mit schönem Anblick śvaḥ prabhāte gamiṣyāmaḥ tad āśrama padam mama |
viśvāmitraḥ vacaḥ śrutvā hṛṣṭo daśaradhātmajaḥ ||
morgen früh werden wir zu jener meiner Einsiedelei aufbrechen.“ Als er Viśvāmitras Worte gehört hatte, war der Sohn Daśarathas erfreut
Wort für Wort śvaḥ prabhāte gamiṣyāmaḥ morgen früh werden wir aufbrechen tad āśrama-padam mama zu jener meiner Einsiedelei viśvāmitraḥ vacaḥ śrutvā Viśvāmitras Worte gehört habend hṛṣṭo daśaradhātmajaḥ erfreut, der Sohn Daśarathas uvāsa rajanīm tatra tāṭakāyā vane sukham |
mukta śāpam vanam tat ca tasmin eva tat āhani ||
und verbrachte die Nacht dort glücklich in Tāṭakās Wald; und jener Wald, von seinem Fluch befreit, erstrahlte an eben jenem Tage
Wort für Wort uvāsa rajanīm tatra er verbrachte die Nacht dort tāṭakāyā vane sukham glücklich in Tāṭakās Wald mukta-śāpam vanam tat ca und jener Wald, von seinem Fluch befreit tasmin eva tat āhani an eben jenem Tage ramaṇīyam vibabhrāja yathā caitra ratham vanam |
nihatya tām yakṣa sutām sa rāmaḥ praśasyamānaḥ sura siddha sanghaiḥ |
uvāsa tasmin muninā saha eva prabhāta velām prati bodhyamānaḥ ||
lieblich, wie der Caitraratha-Garten (des Kubera). Nachdem Rāma jene Tochter des Yakṣa erschlagen hatte, von den Scharen der Götter und Siddhas gepriesen, verweilte er dort zusammen mit dem Weisen, bis er zur Stunde der Morgendämmerung geweckt wurde.
Wort für Wort ramaṇīyam vibabhrāja lieblich erstrahlte er yathā caitra-ratham vanam wie der Caitraratha-Wald(-Garten, des Kubera) nihatya tām yakṣa-sutām nachdem er jene Tochter des Yakṣa erschlagen hatte sa rāmaḥ praśasyamānaḥ er, Rāma, gepriesen sura-siddha-sanghaiḥ von den Scharen der Götter und Siddhas uvāsa tasmin muninā saha eva verweilte dort zusammen mit dem Weisen prabhāta-velām prati bodhyamānaḥ bis er zur Stunde der Morgendämmerung geweckt wurde
Interaktive Leseansicht des ganzen Werks
← Sarga 25 Sarga 27 →