na anyaṃ jānāti viprendraḥ nityaṃ pitraḥ anuvartanāt|dvaividhyaṃ brahmacaryasya bhaviṣyati mahātmanaḥ||
kennt nichts anderes, der Fürst der Brahmanen, stets dem Vater gehorchend; die Vielfalt der Welt wird jenem hochherzigen (in Bezug auf) Keuschheit unbekannt sein.
Wort für Wort
na anyaṃ jānāti viprendraḥ
der Fürst der Brahmanen kennt nichts anderes (Akk.Sg./3.Sg.Präs./Nom.Sg.)
nityaṃ pitraḥ anuvartanāt
stets aus Gehorsam gegenüber dem Vater (Abl.Sg.)
dvaividhyaṃ brahmacaryasya
die Zweiheit der Keuschheit/des Weltwissens (Nom.Sg./Gen.Sg.)
samādiśantu niyamaṃ prāyaścittaṃ yathā bhavet|iti uktāḥ te tato rājñā sarve brāhmaṇasattamāḥ||
möget ihr eine Buße vorschreiben, wie eine Sühnehandlung stattfinden möge.“ So von dem König angesprochen, werden dann alle jene vortrefflichen Brahmanen
Wort für Wort
samādiśantu niyamam
möget ihr eine Vorschrift geben (3.Pl.Impv./Akk.Sg.)
prāyaścittaṃ yathā bhavet
wie eine Sühne stattfinden möge (Nom.Sg./3.Sg.Opt.)
ānāyya tu mahīpāla ṛṣyaśṛṅgaṃ susatkṛtam|vibhāṇḍakasutaṃ rājan brāhmaṇaṃ vedapāragam|prayaccha kanyāṃ śāntāṃ vai vidhinā susamāhitaḥ||
und nachdem du, o Herrscher der Erde, Ṛṣyaśṛṅga, wohl geehrt, den Sohn des Vibhāṇḍaka, den in den Veden bewanderten Brahmanen, hergeführt hast, o König, gib ihm die Prinzessin Śāntā vorschriftsgemäß, wohlgesammelten Sinnes, zur Frau.“
Wort für Wort
ānāyya mahīpāla
nachdem du hergeführt hast, o Herrscher der Erde (Abs./Vok.Sg.)
ṛṣyaśṛṅgaṃ susatkṛtam
Ṛṣyaśṛṅga, wohl geehrt (Akk.Sg.)
vibhāṇḍakasutaṃ brāhmaṇaṃ vedapāragam
den Sohn Vibhāṇḍakas, den vedenkundigen Brahmanen (Akk.Sg.)
te tu rājñaḥ vacaḥ śrutvā vyathitāḥ vinatānanāḥ|na gacchema ṛṣeḥ bhītāḥ anuneṣyanti tam nṛpam||
diese aber, nachdem sie das Wort des Königs gehört haben, werden bestürzt, mit gesenktem Antlitz sagen: „Wir wollen nicht gehen“, aus Furcht vor dem Seher, und werden jenen König zu überreden versuchen.
Wort für Wort
te rājñaḥ vacaḥ śrutvā
sie, nachdem sie das Wort des Königs gehört haben (Nom.Pl./Gen.Sg./Akk.Sg./Abs.)
vyathitāḥ vinatānanāḥ
bestürzt, mit gesenktem Antlitz (Nom.Pl.)
na gacchema ṛṣeḥ bhītāḥ
wir wollen nicht gehen, aus Furcht vor dem Seher (1.Pl.Opt./Gen.Sg./Nom.Pl.)
anuneṣyanti tam nṛpam
sie werden jenen König zu besänftigen suchen (3.Pl.Fut./Akk.Sg.)
vakṣyanti cintayitvā te tasya upāyāṃś ca tān kṣamān|āneṣyāmaḥ vayaṃ vipraṃ na ca doṣaḥ bhaviṣyati||
Nachdem sie nachgedacht haben, werden sie jene geeigneten Mittel zu seiner Herbeiführung sprechen: „Wir werden den Brahmanen herbeibringen, und es wird kein Fehler entstehen.“
Wort für Wort
vakṣyanti cintayitvā te
sie werden, nachdem sie nachgedacht haben, sprechen (3.Pl.Fut./Abs./Nom.Pl.)
tasya upāyāṃś ca tān kṣamān
jene geeigneten Mittel zu ihm (Gen.Sg./Akk.Pl.)
āneṣyāmaḥ vayaṃ vipram
wir werden den Brahmanen herbeibringen (1.Pl.Fut./Akk.Sg.)
na ca doṣaḥ bhaviṣyati
und es wird kein Fehler entstehen (Nom.Sg./3.Sg.Fut.)
evam aṅgādhipena eva gaṇikābhiḥ ṛṣeḥ sutaḥ|ānītaḥ avarṣayat deva śāntā ca asmai pradīyate||
So wird, eben vom Herrscher der Aṅgas, durch Kurtisanen, der Sohn des Sehers hergebracht — und darauf wird der Gott regnen lassen, und Śāntā wird ihm gegeben.
Wort für Wort
evam aṅgādhipena eva
so, eben vom Herrscher der Aṅgas (Instr.Sg.)
gaṇikābhiḥ ṛṣeḥ sutaḥ
durch Kurtisanen, der Sohn des Sehers (Instr.Pl./Nom.Sg.)
ānītaḥ avarṣayat deva
hergebracht, der Gott ließ regnen (Nom.Sg./3.Sg.Impf.)
śāntā ca asmai pradīyate
und Śāntā wird ihm gegeben (Nom.Sg./3.Sg.Präs.Pass.)