Rāmāyaṇa · Bālakāṇḍa
Sarga 29: Siddhāśrama-Vṛttāntaḥ Vāmana-Avatāra-Kathā ca
Die Geschichte von Siddha-Āśrama und dem Vāmana-Avatāra
atha tasya aprameyasya vacanam paripṛcchataḥ |
viśvāmitro mahātejā vyākhyātum upacakrame ||
Auf die Frage des Unermesslichen begann der gewaltige Viśvāmitra zu erklären:
Wort für Wort atha tasya aprameyasya auf die Frage des Unermesslichen vacanam paripṛcchataḥ der da fragte viśvāmitro mahātejā der gewaltige Viśvāmitra vyākhyātum upacakrame begann zu erklären iha rāma mahābāho viṣṇur deva namaskṛta |
varṣāṇi subahūni iha tathā yuga śatāni ca ||
„Hier, Rāma, o Starkarmiger, weilte Viṣṇu, von den Göttern verehrt, sehr viele Jahre lang, und ebenso hunderte von Zeitaltern.
Wort für Wort iha rāma mahābāho hier, Rāma, o Starkarmiger viṣṇur deva-namaskṛta Viṣṇu, von den Göttern verehrt varṣāṇi subahūni iha hier sehr viele Jahre tathā yuga-śatāni ca und ebenso hunderte von Zeitaltern eṣa pūrva āśramo rāma vāmanasya mahātmanaḥ |
siddha āśrama iti khyātaḥ siddho hi atra mahātapāḥ |
Dies ist die frühere Einsiedelei des hochgesinnten Vāmana, Rāma; sie ist als Siddha-Āśrama (Einsiedelei der Vollendung) bekannt, denn hier erlangte der große Asket die Vollendung.
Wort für Wort eṣa pūrva āśramo rāma dies ist die frühere Einsiedelei, Rāma vāmanasya mahātmanaḥ des hochgesinnten Vāmana siddha-āśrama iti khyātaḥ als Siddha-Āśrama bekannt siddho hi atra mahātapāḥ denn hier erlangte der große Asket Vollendung etasmin eva kāle tu rājā vairocanir baliḥ |
Zu eben dieser Zeit war König Bali, der Sohn Virocanas,
Wort für Wort etasmin eva kāle tu zu eben dieser Zeit rājā vairocanir baliḥ König Bali, der Sohn Virocanas nirjitya daivata gaṇān sa indrān sa marud gaṇān |
kārayāmāsa tad rājyam triṣu lokeṣu viśrutaḥ ||
nachdem er die Scharen der Götter samt Indra und den Marut-Scharen besiegt hatte, in den Besitz jener Herrschaft gelangt, berühmt in den drei Welten.
Wort für Wort nirjitya daivata-gaṇān nachdem er die Scharen der Götter besiegt hatte sa indrān sa marud-gaṇān samt Indra, samt den Marut-Scharen kārayāmāsa tad rājyam brachte er jene Herrschaft in seinen Besitz triṣu lokeṣu viśrutaḥ berühmt in den drei Welten yajñam cakāra sumahān asurendro mahābalaḥ |
baleḥ tu yajamānasya devāḥ sāgni purogamāḥ |
samāgaṃya svayam caiva viṣṇum ūcuḥ iha āśrame ||
Der überaus mächtige Herr der Asuras vollzog ein gewaltiges Opfer; und während Bali opferte, versammelten sich die Götter, mit Agni an der Spitze, selbst hier in dieser Einsiedelei und sprachen zu Viṣṇu:
Wort für Wort yajñam cakāra sumahān vollzog ein gewaltiges Opfer asurendro mahābalaḥ der überaus mächtige Herr der Asuras baleḥ tu yajamānasya während Bali aber opferte devāḥ sāgni-purogamāḥ die Götter, mit Agni an der Spitze samāgaṃya svayam caiva sich selbst versammelnd viṣṇum ūcuḥ iha āśrame sprachen sie zu Viṣṇu hier in der Einsiedelei baliḥ vairocaniḥ viṣṇo yajate yajñam uttamam |
asamāpta vrate tasmin sva kāryam abhipadyatām ||
„Bali, der Sohn Virocanas, o Viṣṇu, vollzieht ein vortreffliches Opfer; solange sein Gelübde noch unvollendet ist, möge (dein) eigenes Werk in Angriff genommen werden.
Wort für Wort baliḥ vairocaniḥ viṣṇo Bali, der Sohn Virocanas, o Viṣṇu yajate yajñam uttamam vollzieht ein vortreffliches Opfer asamāpta-vrate tasmin solange jenes Gelübde unvollendet ist sva-kāryam abhipadyatām möge das eigene Werk in Angriff genommen werden ye ca enam abhivartante yācitāra itaḥ tataḥ |
yat ca yatra yathāvat ca sarvam tebhyaḥ prayacchati ||
Und wer immer sich ihm nähert, von hier und dort bittend — was auch immer, wo auch immer, dem gemäß gibt er ihnen alles.
Wort für Wort ye ca enam abhivartante und wer sich ihm nähert yācitāra itaḥ tataḥ als Bittsteller von hier und dort yat ca yatra yathāvat ca was auch, wo auch, wie es sich gehört sarvam tebhyaḥ prayacchati gibt er ihnen alles sa tvam sura hitārthāya māyā yogam upāśritaḥ |
vāmanatvam gato viṣṇo kuru kalyāṇam uttamam ||
So nimm du, zum Wohl der Götter, deine Zuflucht zur Anwendung der Zauberkraft; als Zwerg (Vāmana) auftretend, Viṣṇu, vollbringe ein höchst heilsames Werk.“
Wort für Wort sa tvam sura-hitārthāya so du, zum Wohl der Götter māyā-yogam upāśritaḥ deine Zuflucht zur Anwendung der Zauberkraft nehmend vāmanatvam gato viṣṇo als Zwerg auftretend, Viṣṇu kuru kalyāṇam uttamam vollbringe ein höchst heilsames Werk etasmin anantare rāma kāśyapo agni sama prabhaḥ |
adityā sahitaḥ rāma dīpyamāna iva ojasā ||
Unterdessen, Rāma, war Kaśyapa, dem Feuer gleich an Glanz, zusammen mit Aditi, Rāma, wie von Kraft erstrahlend,
Wort für Wort etasmin anantare rāma unterdessen, Rāma kāśyapo agni-sama-prabhaḥ Kaśyapa, dem Feuer gleich an Glanz adityā sahitaḥ rāma zusammen mit Aditi, Rāma dīpyamāna iva ojasā wie von Kraft erstrahlend devī sahāyo bhagavan divyam varṣa sahasrakam |
vratam samāpya varadam tuṣṭāva madhusūdanam ||
der Ehrwürdige, mit der Göttin (Aditi) als Gefährtin, nachdem er ein tausend göttliche Jahre währendes Gelübde vollendet hatte, pries er den Gabenspender Madhusūdana (Viṣṇu):
Wort für Wort devī-sahāyo bhagavan der Ehrwürdige, mit der Göttin als Gefährtin divyam varṣa-sahasrakam ein tausend göttliche Jahre (währendes) vratam samāpya varadam das Gelübde vollendend, den Gabenspender tuṣṭāva madhusūdanam pries er, Madhusūdana tapomayam taporāśim tapomūrtim tapātmakam |
tapasā tvām sutaptena paśyāmi puroṣottamam ||
„Der du aus Askese bestehst, ein Haufen von Askese, Askese in Gestalt, von der Natur der Askese — durch meine eigene, streng geübte Askese erblicke ich dich, den höchsten unter den uralten Wesen.
Wort für Wort tapomayam taporāśim der aus Askese bestehende, ein Haufen von Askese tapomūrtim tapātmakam Askese in Gestalt, von der Natur der Askese tapasā tvām sutaptena durch meine streng geübte Askese dich paśyāmi puroṣottamam erblicke ich, den höchsten der uralten Wesen śarīre tava paśyāmi jagat sarvam idam prabho |
tvam anādiḥ anirdeśyaḥ tvām aham śaraṇam gataḥ ||
In deinem Leib erblicke ich dieses ganze Universum, o Herr; du bist ohne Anfang, unbestimmbar; zu dir bin ich als Zuflucht gekommen.“
Wort für Wort śarīre tava paśyāmi in deinem Leib erblicke ich jagat sarvam idam prabho dieses ganze Universum, o Herr tvam anādiḥ anirdeśyaḥ du bist ohne Anfang, unbestimmbar tvām aham śaraṇam gataḥ zu dir bin ich als Zuflucht gekommen tam uvāca hariḥ prītaḥ kaśyapam dhūta kalmaṣam |
varam varaya bhadram te vara arhaḥ asi mato mama ||
Zu ihm, Kaśyapa, dessen Makel abgewaschen war, sprach Hari (Viṣṇu), erfreut: „Wähle einen Wunsch, Heil dir; würdig einer Gabe bist du in meiner Ansicht.“
Wort für Wort tam uvāca hariḥ prītaḥ zu ihm sprach Hari, erfreut kaśyapam dhūta-kalmaṣam zu Kaśyapa, dessen Makel abgewaschen war varam varaya bhadram te wähle einen Wunsch, Heil dir vara-arhaḥ asi mato mama würdig einer Gabe bist du nach meiner Ansicht tat śrutvā vacanam tasya mārīcaḥ kaśyapo abravīt |
adityā devatānām ca mama ca eva anuyācitam ||
Als er diese seine Worte gehört hatte, sprach der Kaśyapa Mārīca (Sohn des Marīci): „Von Aditi, von den Göttern und auch von mir wurde dies erbeten:
Wort für Wort tat śrutvā vacanam tasya diese seine Worte gehört habend mārīcaḥ kaśyapo abravīt sprach der Kaśyapa Mārīca adityā devatānām ca von Aditi und von den Göttern mama ca eva anuyācitam und auch von mir wurde dies erbeten varam varada suprīto dātum arhasi suvrata |
putratvam gaccha bhagavan adityā mama ca anagha ||
Diesen Wunsch, o Gabenspender, sollst du, hocherfreut, mir gewähren, o du fest im Gelübde: werde, Ehrwürdiger, Makelloser, der Sohn Aditis und auch mein Sohn,
Wort für Wort varam varada suprīto diesen Wunsch, o Gabenspender, hocherfreut dātum arhasi suvrata solltest du gewähren, du fest im Gelübde putratvam gaccha bhagavan werde Sohn, Ehrwürdiger adityā mama ca anagha Aditis und auch mein, Makelloser bhrātā bhava yavīyān tvam śakrasya asurasūdana |
śoka ārtānām tu devānām sāhāyyam kartum arhasi ||
sei der jüngere Bruder Śakras, o Vernichter der Asuras; den von Kummer geplagten Göttern sollst du Beistand leisten.“
Wort für Wort bhrātā bhava yavīyān tvam sei der jüngere Bruder, du śakrasya asurasūdana Śakras, o Vernichter der Asuras śoka-ārtānām tu devānām den von Kummer geplagten Göttern aber sāhāyyam kartum arhasi sollst du Beistand leisten ayam siddha āśramo nāma prasādāt te bhaviṣyati |
siddhe karmaṇi deveśa uttiṣṭha bhagavan itaḥ ||
Durch deine Gnade wird dieser Ort den Namen Siddha-Āśrama (Einsiedelei der Vollendung) tragen. Wenn das Werk vollbracht ist, erhebe dich, Herr der Götter, Ehrwürdiger, von hier.“
Wort für Wort ayam siddha-āśramo nāma dieser (Ort wird) mit Namen Siddha-Āśrama prasādāt te bhaviṣyati durch deine Gnade werden siddhe karmaṇi deveśa wenn das Werk vollbracht ist, Herr der Götter uttiṣṭha bhagavan itaḥ erhebe dich, Ehrwürdiger, von hier atha viṣṇur mahātejāa ādityām samajāyata |
vāmanam rūpam āsthāya vairocanim upāgamat ||
Da wurde der gewaltige Viṣṇu von Aditi geboren; die Gestalt eines Zwerges (Vāmana) annehmend, trat er vor den Sohn Virocanas (Bali).
Wort für Wort atha viṣṇur mahātejāa da wurde der gewaltige Viṣṇu ādityām samajāyata von Aditi geboren vāmanam rūpam āsthāya die Gestalt eines Zwerges annehmend vairocanim upāgamat trat er vor den Sohn Virocanas trīn pādān atha bhikṣitvā pratigṛhya ca medinīm |
ākraṃya lokān lokārtho sarva loka hite rataḥ ||
Nachdem er drei Schritte erbeten und die Erde empfangen hatte, durchmaß er, um der Welten willen, dem Wohl aller Welten ergeben, die Welten,
Wort für Wort trīn pādān atha bhikṣitvā nachdem er drei Schritte erbeten hatte pratigṛhya ca medinīm und die Erde empfangen hatte ākraṃya lokān lokārtho durchmaß er die Welten, um der Welten willen sarva-loka-hite rataḥ dem Wohl aller Welten ergeben mahendrāya punaḥ prādāt niyaṃya balim ojasā |
trailokyam sa mahātejāḥ cakre śakra vaśam punaḥ ||
und gab sie dem großen Indra zurück, nachdem er Bali mit seiner Kraft bezwungen hatte; so brachte der Gewaltige die drei Welten wieder unter Śakras Herrschaft.
Wort für Wort mahendrāya punaḥ prādāt gab er dem großen Indra wieder niyaṃya balim ojasā nachdem er Bali mit Kraft bezwungen hatte trailokyam sa mahātejāḥ die drei Welten, der Gewaltige cakre śakra-vaśam punaḥ brachte er wieder unter Śakras Herrschaft tena eva pūrvam ākrānta āśramaḥ śrama nāśanaḥ |
mayā api bhaktyā tasya eva vāmanasya upabhujyate ||
Von eben ihm wurde diese Einsiedelei, die alle Ermüdung vertreibt, zuerst bewohnt; auch von mir wird sie, aus Hingabe an eben diesen Vāmana, genutzt.
Wort für Wort tena eva pūrvam ākrānta von eben ihm zuerst bewohnt āśramaḥ śrama-nāśanaḥ die Einsiedelei, die Ermüdung vertreibt mayā api bhaktyā auch von mir, aus Hingabe tasya eva vāmanasya upabhujyate wird sie eben diesem Vāmana zuliebe genutzt enam āśramam āyānti rākṣasā vighna kāriṇaḥ |
atra te puruṣavyāghra hantavyā duṣṭa cāriṇaḥ ||
Zu dieser Einsiedelei kommen die störenden Rākṣasas; hier, Tiger unter den Männern, sollen sie, die übel Handelnden, von dir getötet werden.
Wort für Wort enam āśramam āyānti zu dieser Einsiedelei kommen rākṣasā vighna-kāriṇaḥ die störenden Rākṣasas atra te puruṣavyāghra hier, Tiger unter den Männern hantavyā duṣṭa-cāriṇaḥ sollen die übel Handelnden getötet werden adya gacchāmahe rāma siddhāśramam anuttamam |
tat āśrama padam tāta tava api etad yathā mama ||
Heute wollen wir zum unübertrefflichen Siddha-Āśrama gehen, Rāma; jene Einsiedelei, mein Kind, ist ebenso die deine wie die meine.“
Wort für Wort adya gacchāmahe rāma heute wollen wir gehen, Rāma siddhāśramam anuttamam zum unübertrefflichen Siddha-Āśrama tat āśrama-padam tāta jene Einsiedelei, mein Kind tava api etad yathā mama (ist) ebenso die deine wie die meine iti uktvā parama prīto gṛhya rāmam sa lakṣmaṇam |
praviśan āśrama padam vyarocata mahāmuniḥ |
śaśī iva gata nīhāraḥ punarvasu samanvitaḥ ||
So sprechend, höchst erfreut, Rāma samt Lakṣmaṇa führend, erstrahlte der große Weise, als er die Einsiedelei betrat, wie der Mond, wenn der Nebel gewichen ist, begleitet von den Punarvasu-Sternen.
Wort für Wort iti uktvā parama prīto so sprechend, höchst erfreut gṛhya rāmam sa lakṣmaṇam Rāma samt Lakṣmaṇa führend praviśan āśrama-padam die Einsiedelei betretend vyarocata mahāmuniḥ erstrahlte der große Weise śaśī iva gata-nīhāraḥ wie der Mond, wenn der Nebel gewichen ist punarvasu samanvitaḥ begleitet von den Punarvasu-Sternen tam dṛṣṭvā munayaḥ sarve siddhāśrama nivāsinaḥ |
utpatyotpatya sahasā viśvāmitram apūjayan ||
Als sie ihn sahen, erhoben sich alle Weisen, die Bewohner von Siddha-Āśrama, hastig und ehrten Viśvāmitra.
Wort für Wort tam dṛṣṭvā munayaḥ sarve ihn sehend, alle Weisen siddhāśrama-nivāsinaḥ die Bewohner von Siddha-Āśrama utpatyotpatya sahasā sich hastig erhebend viśvāmitram apūjayan ehrten sie Viśvāmitra yathā arham cakrire pūjām viśvāmitrāya dhīmate |
tathaiva rāja putrābhyām akurvan atithi kriyām ||
Wie es sich geziemte, erwiesen sie dem weisen Viśvāmitra Ehre; ebenso erwiesen sie den beiden Königssöhnen die Gastfreundschaftsriten.
Wort für Wort yathā arham cakrire pūjām wie es sich geziemte, erwiesen sie Ehre viśvāmitrāya dhīmate dem weisen Viśvāmitra tathaiva rāja-putrābhyām ebenso den beiden Königssöhnen akurvan atithi-kriyām erwiesen sie die Gastfreundschaftsriten muhūrtam atha viśrāntau rāja putrau arindamau |
prāṃjalī muni śārdūlam ūcatū raghunaṃdanau ||
Nachdem sie einen Augenblick geruht hatten, sprachen die beiden Königssöhne, die Feindbezwinger, die beiden Freuden der Raghus, mit gefalteten Händen zum Tiger unter den Weisen:
Wort für Wort muhūrtam atha viśrāntau nachdem sie einen Augenblick geruht hatten rāja-putrau arindamau die beiden Königssöhne, Feindbezwinger prāṃjalī muni-śārdūlam mit gefalteten Händen zum Weisen-Tiger ūcatū raghunaṃdanau sprachen die beiden Freuden der Raghus adya eva dīkṣām praviśa bhadram te munipuṃgava |
siddhāśramo ayam siddhaḥ syāt satyam astu vacaḥ tava ||
„Tritt noch heute in die Weihe (Dīkṣā) ein, Heil dir, o Stier unter den Weisen; möge dieser Siddha-Āśrama sich als vollendet erweisen — wahr werde dein Wort!“
Wort für Wort adya eva dīkṣām praviśa tritt noch heute in die Weihe ein bhadram te munipuṃgava Heil dir, o Stier unter den Weisen siddhāśramo ayam siddhaḥ syāt möge dieser Siddha-Āśrama vollendet sein satyam astu vacaḥ tava wahr werde dein Wort evam ukto mahātejā viśvāmitro mahānṛṣiḥ |
praviveśa tadā dīkṣām niyato niyatendriyaḥ ||
So angesprochen, trat der gewaltige, große Weise Viśvāmitra da in die Weihe ein, gezügelt und mit gebändigten Sinnen.
Wort für Wort evam ukto mahātejā so angesprochen, der Gewaltige viśvāmitro mahānṛṣiḥ Viśvāmitra, der große Weise praviveśa tadā dīkṣām trat da in die Weihe ein niyato niyatendriyaḥ gezügelt, mit gebändigten Sinnen kumārau eva tām rātrim uṣitvā susamāhitau |
prabhāta kāle ca utthāya pūrvām saṃdhyām upāsya ca ||
Die beiden Prinzen, tief gesammelt, verbrachten jene Nacht; und zur Stunde der Morgendämmerung erhoben sie sich, verehrten die Morgendämmerung
Wort für Wort kumārau eva tām rātrim die beiden Prinzen jene Nacht uṣitvā susamāhitau verbringend, tief gesammelt prabhāta-kāle ca utthāya und zur Stunde der Morgendämmerung sich erhebend pūrvām saṃdhyām upāsya ca und die Morgendämmerung verehrend praśucī param jāpyam samāpya niyamena ca |
huta agnihotram āsīnam viśvamitram avandatām ||
und, gereinigt, nach Vollendung des höchsten Gebetsmurmelns gemäß der Vorschrift und nach Darbringung des Feueropfers, grüßten sie den dasitzenden Viśvāmitra ehrfurchtsvoll.
Wort für Wort praśucī param jāpyam gereinigt, das höchste Gebetsmurmeln samāpya niyamena ca vollendend, gemäß der Vorschrift huta-agnihotram āsīnam das Feueropfer dargebracht habend, den dasitzenden viśvamitram avandatām grüßten sie Viśvāmitra ehrfurchtsvoll
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