Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Bālakāṇḍa

Sarga 20: Daśarathasya Vilāpaḥ Viśvāmitrasya Krodhaḥ ca Daśarathas Weigerung und Viśvāmitras Zorn

tat śrutvā rāja śārdūlo viśvāmitrasya bhāṣitam | muhūrtam iva nissajñaḥ sajñāvān idam abravīt ||

Als der Tiger unter den Königen die Worte Viśvāmitras gehört hatte, war er für einen Augenblick wie besinnungslos; dann, wieder bei Bewusstsein, sprach er Folgendes.

Wort für Wort
tat śrutvā
dies gehört habend
rāja-śārdūlaḥ
der Königs-Tiger (Daśaratha)
viśvāmitrasya bhāṣitam
Viśvāmitras Rede
muhūrtam iva nissajñaḥ
für einen Augenblick wie besinnungslos
sajñāvān
wieder bei Bewusstsein
idam abravīt
sprach dies

ūna ṣoḍaśa varṣo me rāmo rājīva locanaḥ | na yuddha yogyatām asya paśyāmi saha rākṣasaiḥ ||

„Mein lotusäugiger Rāma ist noch nicht sechzehn Jahre alt; ich sehe bei ihm keine Tauglichkeit zum Kampf mit den Rākṣasas.

Wort für Wort
ūna-ṣoḍaśa varṣaḥ
unter sechzehn Jahre alt
me rāmaḥ rājīva-locanaḥ
mein lotusäugiger Rāma
na yuddha-yogyatām paśyāmi
ich sehe keine Kampftauglichkeit
asya saha rākṣasaiḥ
bei ihm, mit den Rākṣasas

iyam akṣauhiṇī senā yasya aham patiḥ īśvaraḥ | anayā sahito gatvā yoddha aham tair niśācaraiḥ ||

Dies hier ist ein vollständiges Heer, dessen Herr und Gebieter ich bin; mit diesem will ich ausziehen und selbst gegen jene Nachtwandler kämpfen.

Wort für Wort
iyam akṣauhiṇī senā
dies ist ein (vollständiges) Heer (Akṣauhiṇī)
yasya aham patiḥ īśvaraḥ
dessen Herr und Gebieter ich bin
anayā sahitaḥ gatvā
mit diesem ausgezogen
aham yoddhā tais niśācaraiḥ
ich werde mit jenen Nachtwandlern kämpfen

ime śūrāḥ ca vikrāntā bhṛtyāḥ me astra viśāradāḥ | yogyā rakṣogaṇaiḥ yoddhum na rāmam netum arhasi ||

Diese meine Krieger sind tapfer und heldenhaft, kundig in den Waffen und geeignet, gegen die Scharen der Rākṣasas zu kämpfen; du solltest nicht Rāma mitnehmen.

Wort für Wort
ime śūrāḥ ca vikrāntāḥ
diese sind tapfer und heldenhaft
bhṛtyāḥ me astra-viśāradāḥ
meine Krieger, kundig in den Waffen
yogyāḥ rakṣogaṇaiḥ yoddhum
geeignet, mit den Rākṣasa-Scharen zu kämpfen
na rāmam netum arhasi
du solltest Rāma nicht mitnehmen

aham eva dhanuṣpāṇiḥ goptā samara mūrdhani | yāvat prāṇān dhariṣyāmi tāvat yotsye niśācaraiḥ ||

Ich selbst, den Bogen in der Hand, werde an der Spitze der Schlacht der Beschützer sein; solange ich noch Lebensatem in mir trage, werde ich gegen die Nachtwandler kämpfen.

Wort für Wort
aham eva dhanuṣpāṇiḥ
ich allein, den Bogen in der Hand
goptā samara-mūrdhani
Beschützer an der Spitze der Schlacht
yāvat prāṇān dhariṣyāmi
solange ich (meinen) Lebensatem halte
tāvat yotsye niśācaraiḥ
so lange werde ich mit den Nachtwandlern kämpfen

nirvighnā vrata caryā sā bhaviṣyati surakṣitā | aham tatra āgamiṣyāmi na rāmam netum arhasi ||

Ungehindert und wohlbeschützt wird jene Ausübung des Gelübdes sein; ich selbst werde dorthin kommen — du solltest nicht Rāma mitnehmen.

Wort für Wort
nirvighnā vrata-caryā
ungehinderte Ausübung des Gelübdes
sā bhaviṣyati surakṣitā
sie wird wohlbeschützt sein
aham tatra āgamiṣyāmi
ich werde dorthin kommen
na rāmam netum arhasi
du solltest Rāma nicht mitnehmen

bālo hi akṛta vidyaḥ ca na ca vetti balābalam | na ca astra bala saṃyukto na ca yuddha viśāradaḥ ||

Denn er ist noch ein Kind, seine Ausbildung ist unvollendet, und er kennt weder die Stärke noch die Schwäche der Feinde; auch ist er nicht mit Waffenkraft ausgestattet und nicht kampferfahren.

Wort für Wort
bālaḥ hi akṛta-vidyaḥ ca
denn er ist ein Kind mit unvollendeter Ausbildung
na ca vetti balābalam
und er kennt nicht Stärke und Schwäche
na ca astra-bala-saṃyuktaḥ
und nicht mit Waffenkraft ausgestattet
na ca yuddha-viśāradaḥ
und nicht kampferfahren

na ca asau rakṣasā yogyaḥ kūṭa yuddhā hi rākṣasā | viprayukto hi rāmeṇa muhūrtam api na utsahe ||

Auch ist er den Rākṣasas nicht gewachsen, denn die Rākṣasas kämpfen mit hinterlistigen Mitteln; und von Rāma getrennt zu sein, das ertrage ich nicht einmal für einen Augenblick,

Wort für Wort
na ca asau rakṣasā yogyaḥ
auch ist er den Rākṣasas nicht gewachsen
kūṭa-yuddhāḥ hi rākṣasāḥ
denn die Rākṣasas kämpfen mit Hinterlist
viprayuktaḥ hi rāmeṇa
von Rāma getrennt
muhūrtam api na utsahe
ertrage ich nicht einmal einen Augenblick

jīvitum muni śārdūla na rāmam netum arhasi | yadi vā rāghavam brahman netum icchasi suvrata ||

— um überhaupt zu leben, o Tiger unter den Weisen; du solltest nicht Rāma mitnehmen. Wenn du aber, o Brahmane von festem Gelübde, den Rāghava mitnehmen willst,

Wort für Wort
jīvitum muni-śārdūla
um zu leben, o Weisen-Tiger
na rāmam netum arhasi
du solltest Rāma nicht mitnehmen
yadi vā rāghavam netum icchasi
wenn du aber wünschst, den Rāghava mitzunehmen
brahman suvrata
o Brahmane von gutem Gelübde

caturaṃga samāyuktam mayā saha ca tam naya | ṣaṣṭiḥ varṣa sahasrāṇi jātasya mama kauśika ||

dann nimm ihn zusammen mit mir und dem aus vier Truppengattungen bestehenden Heer mit. Sechzigtausend Jahre sind es, Kauśika, seit meiner Geburt —

Wort für Wort
caturaṃga-samāyuktam
mit dem aus vier Truppengattungen bestehenden (Heer) versehen
mayā saha ca tam naya
und nimm ihn zusammen mit mir mit
ṣaṣṭiḥ varṣa-sahasrāṇi
sechzigtausend Jahre
jātasya mama kauśika
seit meiner Geburt, o Kauśika

kṛcchreṇa utpāditaḥ ca ayam na rāmam netum arhasi | caturṇām ātmajānām hi prītiḥ paramikā mama ||

— und dieser Sohn ist mir nur mit größter Mühe geboren worden; du solltest nicht Rāma mitnehmen. Denn unter meinen vier Söhnen ist er mir der Liebste,

Wort für Wort
kṛcchreṇa utpāditaḥ ca ayam
und dieser ist mit Mühe hervorgebracht
na rāmam netum arhasi
du solltest Rāma nicht mitnehmen
caturṇām ātmajānām hi
denn von (meinen) vier Söhnen
prītiḥ paramikā mama
ist meine höchste Zuneigung (bei ihm)

jyeṣṭhe dharma pradhāne ca na rāmam netum arhasi | kim vīryāḥ rākṣasāḥ te ca kasya putrāḥ ca ke ca te ||

dem Erstgeborenen, der die Rechtschaffenheit voranstellt; du solltest nicht Rāma mitnehmen. Von welcher Kraft sind jene Rākṣasas, wessen Söhne sind sie, und wer sind sie überhaupt?

Wort für Wort
jyeṣṭhe dharma-pradhāne ca
und dem ältesten, der Rechtschaffenheit voranstellt
na rāmam netum arhasi
du solltest Rāma nicht mitnehmen
kim vīryāḥ rākṣasāḥ te
von welcher Kraft sind jene Rākṣasas
kasya putrāḥ ca ke ca te
wessen Söhne, und wer sind sie

katham pramāṇāḥ ke ca etān rakṣanti munipuṃgava | katham ca prati kartavyam teṣām rāmeṇa rakṣasām ||

Von welchem Ausmaß sind sie, und wer beschützt sie, o Stier unter den Weisen? Und wie soll gegen jene Rākṣasas mittels Rāma vorgegangen werden,

Wort für Wort
katham pramāṇāḥ
von welchem Ausmaß
ke ca etān rakṣanti munipuṃgava
und wer beschützt diese, o Weisen-Stier
katham ca prati kartavyam
und wie soll entgegengewirkt werden
teṣām rakṣasām rāmeṇa
gegen jene Rākṣasas mittels Rāma

māmakaiḥ vā balaiḥ brahman mayā vā kūṭa yodhinām | sarvam me śaṃsa bhagavan katham teṣām mayā raṇe ||

sei es mit meinen Streitkräften, o Brahmane, oder durch mich selbst gegen jene, die mit Hinterlist kämpfen? Erzähle mir alles, ehrwürdiger Herr — wie soll ich im Kampf gegen sie vorgehen,

Wort für Wort
māmakaiḥ vā balaiḥ brahman
sei es mit meinen Streitkräften, o Brahmane
mayā vā kūṭa-yodhinām
oder durch mich, gegen die mit Hinterlist Kämpfenden
sarvam me śaṃsa bhagavan
sag mir alles, ehrwürdiger Herr
katham teṣām mayā raṇe
wie im Kampf mit ihnen durch mich

sthātavyam duṣṭa bhāvānām vīryotsiktā hi rākṣasāḥ | tasya tad vacanam śrutvā viśvāmitro abhyabhāṣata ||

wie soll man jenen Bösgesinnten standhalten, denn die Rākṣasas sind aufgeblasen vor Kraft?“ Nachdem Viśvāmitra diese seine Worte gehört hatte, sprach er Folgendes.

Wort für Wort
sthātavyam duṣṭa-bhāvānām
wie soll man den Bösgesinnten standhalten
vīrya-utsiktāḥ hi rākṣasāḥ
denn die Rākṣasas sind aufgeblasen vor Kraft
tasya tad vacanam śrutvā
nachdem er dessen Worte gehört hatte
viśvāmitraḥ abhyabhāṣata
sprach Viśvāmitra

paulastya vaṃśa prabhavo rāvaṇo nāma rākṣasaḥ | sa brahmaṇā datta varaḥ trailokyam bādhate bhṛśam ||

„Es gibt einen Rākṣasa namens Rāvaṇa, entsprossen dem Geschlecht des Pulastya; er, dem Brahmā eine Gabe verliehen hat, bedrängt die drei Welten aufs Heftigste.

Wort für Wort
paulastya-vaṃśa-prabhavaḥ
entsprossen dem Geschlecht des Pulastya
rāvaṇaḥ nāma rākṣasaḥ
ein Rākṣasa namens Rāvaṇa
sa brahmaṇā datta-varaḥ
er, dem von Brahmā eine Gabe gegeben wurde
trailokyam bādhate bhṛśam
bedrängt die drei Welten heftig

mahābalo mahāvīryo rākṣasaiḥ bahubhiḥ vṛtaḥ | śrūyate ca mahārājā rāvaṇo rākṣasa adhipaḥ ||

Von großer Kraft und großer Heldenkraft, umgeben von zahlreichen Rākṣasas — so wird berichtet, o Großkönig, von Rāvaṇa, dem Herrscher der Rākṣasas.

Wort für Wort
mahābalaḥ mahāvīryaḥ
von großer Kraft und großer Heldenkraft
rākṣasaiḥ bahubhiḥ vṛtaḥ
von vielen Rākṣasas umgeben
śrūyate ca mahārājā
und man hört, o Großkönig
rāvaṇaḥ rākṣasa-adhipaḥ
von Rāvaṇa, dem Herrscher der Rākṣasas

sākṣāt vaiśravaṇa bhrātā putro viśravaso muneḥ | yadā na khalu yajñasya vighna kartā mahābalaḥ ||

Er ist leibhaftig der Bruder Vaiśravaṇas, der Sohn des Weisen Viśravas; doch nicht er selbst ist es, der das Opfer stört, der überaus Mächtige —

Wort für Wort
sākṣāt vaiśravaṇa-bhrātā
leibhaftig der Bruder Vaiśravaṇas (Kuberas)
putraḥ viśravasaḥ muneḥ
der Sohn des Weisen Viśravas
yadā na khalu
wenn/da er aber nicht
yajñasya vighna-kartā mahābalaḥ
der Störer des Opfers ist, der Mächtige

tena saṃcoditau tau tu rākṣasau ca mahābalau | mārīcaḥ ca subāhuḥ ca yajña vighnam kariṣyataḥ ||

— vielmehr sind es die beiden von ihm angestifteten, mächtigen Rākṣasas, Mārīca und Subāhu, die das Opfer stören werden.

Wort für Wort
tena saṃcoditau tau tu
von ihm aber jene beiden angestiftet
rākṣasau ca mahābalau
die beiden mächtigen Rākṣasas
mārīcaḥ ca subāhuḥ ca
Mārīca und Subāhu
yajña-vighnam kariṣyataḥ
werden das Opfer stören

iti ukto muninā tena rājā uvāca munim tadā | na hi śakto asmi saṃgrāme sthātum tasya durātmanaḥ ||

Als der König dies von dem Weisen gehört hatte, sprach er da zu dem Weisen: „Ich bin nicht fähig, in der Schlacht jenem Bösgesinnten standzuhalten;

Wort für Wort
iti uktaḥ muninā tena
so von jenem Weisen angesprochen
rājā uvāca munim tadā
sprach der König da zum Weisen
na hi śaktaḥ asmi
denn ich bin nicht fähig
saṃgrāme sthātum tasya durātmanaḥ
in der Schlacht jenem Bösgesinnten standzuhalten

sa tvam prasādam dharmajña kuruṣva mama putrake | mama ca eva alpa bhāgyasya daivatam hi bhavān guruḥ ||

so erweise du, Kenner des Rechts, meinem Sohn Gnade; denn du, Ehrwürdiger, bist die Gottheit und der Lehrer für mich, den vom Glück wenig Begünstigten.

Wort für Wort
sa tvam prasādam dharmajña kuruṣva
so erweise du, Kenner des Dharma, Gnade
mama putrake
meinem kleinen Sohn
mama ca eva alpa-bhāgyasya
und mir, dem an Glück Geringen
daivatam hi bhavān guruḥ
denn du, Ehrwürdiger, bist Gottheit und Lehrer

deva dānava gaṃdharvā yakṣāḥ pataga pannagāḥ | na śaktā rāvaṇam soḍhum kim punar mānavā yudhi ||

Götter, Dānavas, Gandharvas, Yakṣas, Vögel und Schlangenwesen — sie alle vermögen Rāvaṇa im Kampf nicht zu ertragen; wieviel weniger dann Menschen?

Wort für Wort
deva-dānava-gaṃdharvāḥ
Götter, Dānavas, Gandharvas
yakṣāḥ pataga pannagāḥ
Yakṣas, Vögel, Schlangenwesen
na śaktāḥ rāvaṇam soḍhum
sind nicht fähig, Rāvaṇa zu ertragen
kim punar mānavāḥ yudhi
wieviel weniger Menschen im Kampf

sa tu vīryavatām vīryam ādatte yudhi rāvaṇaḥ | tena ca aham na śakto.asmi saṃyoddhum tasya vā balaiḥ ||

Denn Rāvaṇa raubt im Kampf sogar den Kraftvollen ihre Kraft; und deshalb bin ich nicht fähig, gegen ihn oder seine Streitkräfte zu kämpfen —

Wort für Wort
sa tu vīryavatām vīryam ādatte
er aber raubt den Kraftvollen ihre Kraft
yudhi rāvaṇaḥ
im Kampf, Rāvaṇa
tena ca aham na śaktaḥ asmi
und deshalb bin ich nicht fähig
saṃyoddhum tasya vā balaiḥ
zu kämpfen mit ihm oder seinen Streitkräften

sabalo vā muniśreṣṭha sahito vā mama ātmajaiḥ | katham api amara prakhyam saṃgrāmāṇām akovidam ||

sei es mit meinem Heer, o Bester der Weisen, sei es begleitet von meinen Söhnen — wie könnte ich ihn, der den Unsterblichen gleicht, aber der Schlachten unkundig ist, irgendwie in den Kampf schicken?

Wort für Wort
sabalaḥ vā muni-śreṣṭha
sei es mit meinem Heer, o Bester der Weisen
sahitaḥ vā mama ātmajaiḥ
oder begleitet von meinen Söhnen
katham api amara-prakhyam
wie auch immer, den Unsterblichen gleichend
saṃgrāmāṇām akovidam
der Schlachten unkundig

bālam me tanayam brahman naiva dāsyāmi putrakam | atha kāla upamau yuddhe sutau sundopasundayoḥ ||

Meinen kindlichen Sohn, o Brahmane, werde ich gewiss nicht hergeben. Doch jene beiden Söhne des Rākṣasa sind im Kampf dem Todesgott gleich, wie einst Sunda und Upasunda,

Wort für Wort
bālam me tanayam brahman
meinen kindlichen Sohn, o Brahmane
na eva dāsyāmi putrakam
ich werde das Kind gewiss nicht hergeben
atha kāla-upamau yuddhe
und im Kampf dem Todesgott gleichend
sutau sundopasundayoḥ
die zwei Söhne, wie Sunda und Upasunda

yajña vighna karau tau te na eva dāsyāmi putrakam | mārīcaḥ ca subāhuḥ ca vīryavantau suśikṣitau ||

jene beiden, die Störer des Opfers — ich werde mein Kind nicht hergeben! Mārīca und Subāhu, beide voller Heldenkraft und wohlgeschult in den Waffen —

Wort für Wort
yajña-vighna-karau tau te
jene beiden, die Störer des Opfers
na eva dāsyāmi putrakam
ich werde das Kind gewiss nicht hergeben
mārīcaḥ ca subāhuḥ ca
Mārīca und Subāhu
vīryavantau suśikṣitau
beide kraftvoll und wohlgeschult

tayoḥ anyataram yoddhum yāsyāmi sa suhṛt gaṇaḥ | anyathā tvanuneṣyāmi bhavantam saha bāndhava ||

— gegen einen von diesen beiden werde ich selbst ziehen, um zu kämpfen, zusammen mit der Schar meiner Getreuen; andernfalls werde ich dich mitsamt deinen Verwandten hier besänftigen.

Wort für Wort
tayoḥ anyataram yoddhum yāsyāmi
gegen einen von beiden werde ich ziehen, um zu kämpfen
sa suhṛt-gaṇaḥ
zusammen mit der Schar der Freunde
anyathā tu anuneṣyāmi
andernfalls aber werde ich (dich) besänftigen
bhavantam saha bāndhava
dich, samt den Verwandten

iti narapati jalpanāt dvijendram kuśika sutam sumahān viveśa manyuḥ | su huta iva makhe agniḥ ājya siktaḥ samabhavat ujvalito maharṣi vahniḥ ||

Während der Herr der Menschen so redete, ergriff den Sohn Kuśikas, den Fürsten der Zweifachgeborenen, gewaltiger Zorn; wie das Opferfeuer, wenn Ghee hineingegossen wird, aufflammt, so entbrannte das Feuer im großen Weisen.

Wort für Wort
iti narapati-jalpanāt
während so der Herr der Menschen redete
dvijendram kuśika-sutam
in den Fürsten der Zweifachgeborenen, den Sohn Kuśikas (Viśvāmitra)
sumahān viveśa manyuḥ
gewaltiger Zorn zog ein
su-hutaḥ iva makhe agniḥ
wie das im Opfer wohlgespeiste Feuer
ājya-siktaḥ samabhavat ujvalitaḥ
mit Ghee besprengt entflammte
maharṣi vahniḥ
das Feuer im großen Weisen

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