tat śrutvā rāja śārdūlo viśvāmitrasya bhāṣitam |
muhūrtam iva nissajñaḥ sajñāvān idam abravīt ||
Als der Tiger unter den Königen die Worte Viśvāmitras gehört hatte, war er für einen Augenblick wie besinnungslos; dann, wieder bei Bewusstsein, sprach er Folgendes.
ime śūrāḥ ca vikrāntā bhṛtyāḥ me astra viśāradāḥ |
yogyā rakṣogaṇaiḥ yoddhum na rāmam netum arhasi ||
Diese meine Krieger sind tapfer und heldenhaft, kundig in den Waffen und geeignet, gegen die Scharen der Rākṣasas zu kämpfen; du solltest nicht Rāma mitnehmen.
Ich selbst, den Bogen in der Hand, werde an der Spitze der Schlacht der Beschützer sein; solange ich noch Lebensatem in mir trage, werde ich gegen die Nachtwandler kämpfen.
bālo hi akṛta vidyaḥ ca na ca vetti balābalam |
na ca astra bala saṃyukto na ca yuddha viśāradaḥ ||
Denn er ist noch ein Kind, seine Ausbildung ist unvollendet, und er kennt weder die Stärke noch die Schwäche der Feinde; auch ist er nicht mit Waffenkraft ausgestattet und nicht kampferfahren.
na ca asau rakṣasā yogyaḥ kūṭa yuddhā hi rākṣasā |
viprayukto hi rāmeṇa muhūrtam api na utsahe ||
Auch ist er den Rākṣasas nicht gewachsen, denn die Rākṣasas kämpfen mit hinterlistigen Mitteln; und von Rāma getrennt zu sein, das ertrage ich nicht einmal für einen Augenblick,
— um überhaupt zu leben, o Tiger unter den Weisen; du solltest nicht Rāma mitnehmen. Wenn du aber, o Brahmane von festem Gelübde, den Rāghava mitnehmen willst,
jyeṣṭhe dharma pradhāne ca na rāmam netum arhasi |
kim vīryāḥ rākṣasāḥ te ca kasya putrāḥ ca ke ca te ||
dem Erstgeborenen, der die Rechtschaffenheit voranstellt; du solltest nicht Rāma mitnehmen. Von welcher Kraft sind jene Rākṣasas, wessen Söhne sind sie, und wer sind sie überhaupt?
Wort für Wort
jyeṣṭhe dharma-pradhāne ca
und dem ältesten, der Rechtschaffenheit voranstellt
sei es mit meinen Streitkräften, o Brahmane, oder durch mich selbst gegen jene, die mit Hinterlist kämpfen? Erzähle mir alles, ehrwürdiger Herr — wie soll ich im Kampf gegen sie vorgehen,
Wort für Wort
māmakaiḥ vā balaiḥ brahman
sei es mit meinen Streitkräften, o Brahmane
mayā vā kūṭa-yodhinām
oder durch mich, gegen die mit Hinterlist Kämpfenden
sthātavyam duṣṭa bhāvānām vīryotsiktā hi rākṣasāḥ |
tasya tad vacanam śrutvā viśvāmitro abhyabhāṣata ||
wie soll man jenen Bösgesinnten standhalten, denn die Rākṣasas sind aufgeblasen vor Kraft?“ Nachdem Viśvāmitra diese seine Worte gehört hatte, sprach er Folgendes.
„Es gibt einen Rākṣasa namens Rāvaṇa, entsprossen dem Geschlecht des Pulastya; er, dem Brahmā eine Gabe verliehen hat, bedrängt die drei Welten aufs Heftigste.
sa tvam prasādam dharmajña kuruṣva mama putrake |
mama ca eva alpa bhāgyasya daivatam hi bhavān guruḥ ||
so erweise du, Kenner des Rechts, meinem Sohn Gnade; denn du, Ehrwürdiger, bist die Gottheit und der Lehrer für mich, den vom Glück wenig Begünstigten.
sabalo vā muniśreṣṭha sahito vā mama ātmajaiḥ |
katham api amara prakhyam saṃgrāmāṇām akovidam ||
sei es mit meinem Heer, o Bester der Weisen, sei es begleitet von meinen Söhnen — wie könnte ich ihn, der den Unsterblichen gleicht, aber der Schlachten unkundig ist, irgendwie in den Kampf schicken?
Meinen kindlichen Sohn, o Brahmane, werde ich gewiss nicht hergeben. Doch jene beiden Söhne des Rākṣasa sind im Kampf dem Todesgott gleich, wie einst Sunda und Upasunda,
tayoḥ anyataram yoddhum yāsyāmi sa suhṛt gaṇaḥ |
anyathā tvanuneṣyāmi bhavantam saha bāndhava ||
— gegen einen von diesen beiden werde ich selbst ziehen, um zu kämpfen, zusammen mit der Schar meiner Getreuen; andernfalls werde ich dich mitsamt deinen Verwandten hier besänftigen.
Wort für Wort
tayoḥ anyataram yoddhum yāsyāmi
gegen einen von beiden werde ich ziehen, um zu kämpfen
Während der Herr der Menschen so redete, ergriff den Sohn Kuśikas, den Fürsten der Zweifachgeborenen, gewaltiger Zorn; wie das Opferfeuer, wenn Ghee hineingegossen wird, aufflammt, so entbrannte das Feuer im großen Weisen.
Wort für Wort
iti narapati-jalpanāt
während so der Herr der Menschen redete
dvijendram kuśika-sutam
in den Fürsten der Zweifachgeborenen, den Sohn Kuśikas (Viśvāmitra)