Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Bālakāṇḍa

Sarga 48: Ahalyā Śāpa Kathanam Die Erzählung vom Fluch der Ahalyā

pṛṣṭvā tu kuśalam tatra paraspara samāgame | kathāante sumatiḥ vākyam vyājahāra mahāmunim

Nachdem sie sich dort bei der gegenseitigen Begegnung nach dem Wohlergehen erkundigt hatten, sprach Sumati am Ende des Gesprächs zu dem großen Weisen diese Worte.

Wort für Wort
pṛṣṭvā tu kuśalam tatra
nachdem sie sich dort nach dem Wohlergehen erkundigt hatten
paraspara-samāgame
bei der gegenseitigen Begegnung
kathā-ante sumatiḥ vākyam
am Ende des Gesprächs sprach Sumati diese Worte
vyājahāra mahāmunim
zu dem großen Weisen

imau kumārau bhadram te deva tulya parākramau | gaja siṃha gatī vīrau śārdūla vṛṣabha upamau

'Diese beiden Prinzen, Heil dir, den Göttern gleich an Tapferkeit, mit dem Gang von Elefant und Löwe, heldenhaft, dem Tiger und Stier gleichend,'

Wort für Wort
imau kumārau bhadram te
diese beiden Prinzen, Heil dir
deva-tulya-parākramau
den Göttern gleich an Tapferkeit
gaja-siṃha-gatī vīrau
mit dem Gang von Elefant und Löwe, heldenhaft
śārdūla-vṛṣabha-upamau
dem Tiger und Stier gleichend

padma patra viśālākṣau khaḍga tūṇī dhanur dharau | aśvinau iva rūpeṇa samupasthita yauvanau

'mit weit geöffneten, lotosblattgleichen Augen, Schwert, Köcher und Bogen tragend, den Aśvin-Zwillingen an Schönheit gleich, ins Jugendalter eingetreten,'

Wort für Wort
padma-patra-viśālākṣau
mit weiten, lotosblattgleichen Augen
khaḍga-tūṇī-dhanur-dharau
Schwert, Köcher und Bogen tragend
aśvinau iva rūpeṇa
den Aśvin-Zwillingen gleich an Schönheit
samupasthita-yauvanau
ins Jugendalter eingetreten

yadṛcchayā eva gām prāptau devalokāt iva amarau | katham padbhyām iha prāptau kim artham kasya vā mune

'wie durch Zufall zur Erde gelangt, wie Unsterbliche aus der Götterwelt - wie sind sie zu Fuß hierher gelangt, zu welchem Zweck, und wessen Söhne, o Weiser?'

Wort für Wort
yadṛcchayā eva gām prāptau
wie durch Zufall zur Erde gelangt
devalokāt iva amarau
wie Unsterbliche aus der Götterwelt
katham padbhyām iha prāptau
wie sind sie zu Fuß hierher gelangt
kim artham kasya vā mune
zu welchem Zweck, und wessen, o Weiser

bhūṣayantau imam deśam candra sūryau iva aṃbaram | paraspareṇa sadṛśau pramāṇa ingita ceṣṭitaiḥ

'diesen Ort schmückend wie Mond und Sonne den Himmel, einander gleich an Größe, Gebärde und Verhalten -'

Wort für Wort
bhūṣayantau imam deśam
diesen Ort schmückend
candra-sūryau iva ambaram
wie Mond und Sonne den Himmel
paraspareṇa sadṛśau
einander gleich
pramāṇa-iṅgita-ceṣṭitaiḥ
an Größe, Gebärde und Verhalten

kim artham ca nara śreṣṭhau saṃprāptau durgame pathi | vara āyudha dharau vīrau śrotum icchāmi tattvataḥ

'zu welchem Zweck sind diese besten der Männer auf diesem schwierigen Pfad angekommen, die Helden, treffliche Waffen tragend? Ich möchte es der Wahrheit gemäß hören.'

Wort für Wort
kim artham ca nara-śreṣṭhau
zu welchem Zweck die besten der Männer
saṃprāptau durgame pathi
auf diesem schwierigen Pfad angekommen
vara-āyudha-dharau vīrau
die Helden, treffliche Waffen tragend
śrotum icchāmi tattvataḥ
ich möchte es der Wahrheit gemäß hören

siddha āśrama nivāsam ca rākṣasānām vadham tathā | viśvāmitra vacaḥ śrutvā rājā parama vismitaḥ

Den Aufenthalt am Siddha-Āśrama und die Tötung der Rākṣasas - dies erzählte Viśvāmitra; nachdem er Viśvāmitras Worte gehört hatte, war der König höchst erstaunt.

Wort für Wort
siddha-āśrama-nivāsam ca
und den Aufenthalt am Siddha-Āśrama
rākṣasānām vadham tathā
und ebenso die Tötung der Rākṣasas
viśvāmitra vacaḥ śrutvā
Viśvāmitras Worte gehört habend
rājā parama-vismitaḥ
der König, höchst erstaunt

atithī paramau prāptam putrau daśarathasya tau | pūjayāmāsa vidhivat satkāra arhau mahābalau

Er erwies den beiden angekommenen, höchsten Gästen, den Söhnen Daśarathas, den beiden Mächtigen, die der Ehrung würdig waren, vorschriftsgemäß Verehrung.

Wort für Wort
atithī paramau prāptam
die beiden angekommenen höchsten Gäste
putrau daśarathasya tau
die beiden Söhne Daśarathas
pūjayāmāsa vidhivat
erwies vorschriftsgemäß Verehrung
satkāra-arhau mahābalau
die der Ehrung würdigen, Mächtigen

tataḥ parama satkāram sumateḥ prāpya rāghavau | uṣya tatra niśām ekām jagmatuḥ mithilām tataḥ

Dann, nachdem sie von Sumati höchste Bewirtung erhalten hatten, verbrachten die Rāghava-Sprosse dort eine Nacht und gingen dann nach Mithilā.

Wort für Wort
tataḥ parama-satkāram
dann die höchste Bewirtung
sumateḥ prāpya rāghavau
von Sumati erhaltend, die Rāghava-Sprosse
uṣya tatra niśām ekām
dort eine Nacht verbringend
jagmatuḥ mithilām tataḥ
gingen dann nach Mithilā

tām dṛṣṭvā munayaḥ sarve janakasya purīm śubhām | sādhu sādhu iti śaṃsanto mithilām samapūjayan

Als sie diese heilvolle Stadt Janakas erblickten, priesen alle Weisen, 'wohlgetan, wohlgetan' rufend, Mithilā.

Wort für Wort
tām dṛṣṭvā munayaḥ sarve
als sie diese erblickten, alle Weisen
janakasya purīm śubhām
die heilvolle Stadt Janakas
sādhu sādhu iti śaṃsantaḥ
'wohlgetan, wohlgetan' rufend
mithilām samapūjayan
priesen sie Mithilā

mithila upavane tatra āśramam dṛśya rāghavaḥ | purāṇam nirjanam raṃyam papraccha muni puṃgavam

Als der Rāghava-Sproß dort in einem Hain bei Mithilā einen alten, menschenleeren, lieblichen Āśrama erblickte, fragte er den Stier unter den Weisen.

Wort für Wort
mithila-upavane tatra
dort in einem Hain bei Mithilā
āśramam dṛśya rāghavaḥ
einen Āśrama erblickend, der Rāghava-Sproß
purāṇam nirjanam ramyam
alten, menschenleeren, lieblichen
papraccha muni-puṃgavam
fragte er den Stier unter den Weisen

idam āśrama saṃkāśam kim nu idam muni varjitam | śrotum icchāmi bhagavan kasya ayam pūrva āśramaḥ

'Was ist dies, das einem Āśrama gleicht, doch von Weisen verlassen ist? Ich möchte hören, o Erhabener, wessen früherer Āśrama dies war.'

Wort für Wort
idam āśrama-saṃkāśam
dies, das einem Āśrama gleicht
kim nu idam muni-varjitam
was ist dies, von Weisen verlassen
śrotum icchāmi bhagavan
ich möchte hören, o Erhabener
kasya ayam pūrva-āśramaḥ
wessen früherer Āśrama dies war

tat śrutā rāghaveṇa uktam vākyam vākya viśāradaḥ | prati uvāca mahātejā viśvamitro mahāmuniḥ

Nachdem er dieses vom Rāghava-Sproß gesprochene Wort gehört hatte, antwortete der hochenergetische, in der Rede erfahrene große Weise Viśvāmitra.

Wort für Wort
tat śrutvā rāghaveṇa uktam
dieses vom Rāghava-Sproß gesprochene gehört habend
vākyam vākya-viśāradaḥ
das Wort, der in der Rede Erfahrene
prati uvāca mahātejāḥ
antwortete der Hochenergetische
viśvāmitraḥ mahāmuniḥ
der große Weise Viśvāmitra

hanta te kathayiṣyāmi śṛṇu tattvena rāghava | yasya etat āśrama padam śaptam kopān mahātmanā

'Wohlan, ich werde es dir erzählen; höre der Wahrheit gemäß, o Rāghava, wessen Āśrama-Stätte dies war, das von einem Hochherzigen im Zorn verflucht wurde.'

Wort für Wort
hanta te kathayiṣyāmi
wohlan, ich werde es dir erzählen
śṛṇu tattvena rāghava
höre der Wahrheit gemäß, o Rāghava
yasya etat āśrama-padam
wessen Āśrama-Stätte dies war
śaptam kopāt mahātmanā
verflucht im Zorn von einem Hochherzigen

gautamasya naraśreṣṭha pūrvam āsīt mahātmanaḥ | āśramo divya saṃkāśaḥ suraiḥ api supūjitaḥ

'Des hochherzigen Gautama, o Bester der Männer, war einst dieser Āśrama, göttlich anzuschauen, auch von den Göttern hoch verehrt.'

Wort für Wort
gautamasya naraśreṣṭha
des Gautama, o Bester der Männer
pūrvam āsīt mahātmanaḥ
war einst des Hochherzigen
āśramaḥ divya-saṃkāśaḥ
der Āśrama, göttlich anzuschauen
suraiḥ api supūjitaḥ
auch von den Göttern hoch verehrt

sa ca atra tapa ātiṣṭhat ahalyā sahitaḥ purā | varṣa pūgāni anekāni rājaputra mahāyaśaḥ

'Und er übte hier, zusammen mit Ahalyā, einst Askese, viele Jahresreihen lang, o hochberühmter Königssohn.'

Wort für Wort
sa ca atra tapaḥ ātiṣṭhat
und er übte hier Askese
ahalyā sahitaḥ purā
einst, zusammen mit Ahalyā
varṣa-pūgāni anekāni
viele Jahresreihen
rājaputra mahāyaśaḥ
o hochberühmter Königssohn

tasya antaram viditvā tu sahasrākṣaḥ śacī patiḥ | muni veṣa dharo bhūtvā ahalyām idam abravīt

Als der Tausendäugige, Śacīs Gemahl, dessen Abwesenheit erkannt hatte, sprach er, die Gestalt des Weisen annehmend, zu Ahalyā diese Worte.

Wort für Wort
tasya antaram viditvā tu
dessen Abwesenheit erkennend
sahasrākṣaḥ śacī-patiḥ
der Tausendäugige, Śacīs Gemahl
muni-veṣa-dharaḥ bhūtvā
die Gestalt des Weisen annehmend
ahalyām idam abravīt
sprach zu Ahalyā dies

ṛtu kālam pratīkṣante na arthinaḥ susamāhite | saṃgamam tu aham icchāmi tvayā saha sumadhyame

'Die Begehrenden warten nicht auf die fruchtbare Zeit, o Wohlgesammelte; die Vereinigung mit dir wünsche ich, o Schlanktaillige.'

Wort für Wort
ṛtu-kālam pratīkṣante na
warten nicht auf die fruchtbare Zeit
arthinaḥ susamāhite
die Begehrenden, o Wohlgesammelte
saṃgamam tu aham icchāmi
die Vereinigung aber wünsche ich
tvayā saha sumadhyame
mit dir, o Schlanktaillige

muni veṣam sahasrākṣam vijñāya raghunaṃdana | matim cakāra durmedhā deva rāja kutūhalāt

Obwohl sie den Tausendäugigen in der Gestalt des Weisen erkannte, o Freude Raghus, fasste die Törichte, aus Neugier auf den Götterkönig, ihren Entschluss.

Wort für Wort
muni-veṣam sahasrākṣam
den Tausendäugigen in der Gestalt des Weisen
vijñāya raghunandana
erkennend, o Freude Raghus
matim cakāra durmedhā
fasste ihren Entschluss, die Törichte
deva-rāja-kutūhalāt
aus Neugier auf den Götterkönig

atha abravīt suraśreṣṭham kṛtārthena aṃtarātmanā | kṛtārthā asmi suraśreṣṭha gaccha śīghram itaḥ prabho

Da sprach sie, mit befriedigtem innerem Selbst, zu dem Besten der Götter: 'Befriedigt bin ich, o Bester der Götter; geh rasch von hier, o Herr.'

Wort für Wort
atha abravīt sura-śreṣṭham
da sprach sie zu dem Besten der Götter
kṛtārthena antarātmanā
mit befriedigtem inneren Selbst
kṛtārthā asmi sura-śreṣṭha
befriedigt bin ich, o Bester der Götter
gaccha śīghram itaḥ prabho
geh rasch von hier, o Herr

ātmānam mām ca deveśa sarvadā rakṣa gautamāt | indraḥ tu prahasan vākyam ahalyām idam abravīt

'Dich selbst und mich, o Herr der Götter, beschütze stets vor Gautama.' Indra aber sprach lachend zu Ahalyā diese Worte.

Wort für Wort
ātmānam mām ca deveśa
dich selbst und mich, o Herr der Götter
sarvadā rakṣa gautamāt
beschütze stets vor Gautama
indraḥ tu prahasan vākyam
Indra aber lachend, diese Worte
ahalyām idam abravīt
sprach zu Ahalyā dies

suśroṇi parituṣṭo asmi gamiṣyāmi yathā āgatam | evam saṃgaṃya tu tayā niścakrāma uṭajāt tataḥ

'O Schönhüftige, sehr zufrieden bin ich; ich werde gehen, wie ich gekommen bin.' So mit ihr vereint, verließ er dann die Hütte.

Wort für Wort
suśroṇi parituṣṭaḥ asmi
o Schönhüftige, sehr zufrieden bin ich
gamiṣyāmi yathā āgatam
ich werde gehen, wie ich gekommen bin
evam saṃgamya tu tayā
so mit ihr vereint
niścakrāma uṭajāt tataḥ
verließ er dann die Hütte

sa saṃbhramāt tvaran rāma śankito gautamam prati | gautamam sa dadarśa atha praviśaṃtam mahāmunim

Er, hastig aus Bestürzung, besorgt hinsichtlich Gautama, o Rāma, erblickte da den großen Weisen Gautama, wie er eintrat,

Wort für Wort
sa saṃbhramāt tvaran rāma
er, hastig aus Bestürzung, o Rāma
śaṅkitaḥ gautamam prati
besorgt hinsichtlich Gautama
gautamam sa dadarśa atha
er erblickte da Gautama
praviśantam mahāmunim
den großen Weisen, wie er eintrat

deva dānava durdharṣam tapo bala samanvitam | tīrtha udaka pariklinnam dīpyamānam iva analam

den von Göttern und Dānavas Unangreifbaren, mit der Kraft der Askese Ausgestatteten, vom heiligen Badewasser noch feuchten, wie loderndes Feuer strahlenden,

Wort für Wort
deva-dānava-durdharṣam
den von Göttern und Dānavas Unangreifbaren
tapo-bala-samanvitam
mit der Kraft der Askese ausgestattet
tīrtha-udaka-pariklinnam
vom heiligen Badewasser feucht
dīpyamānam iva analam
wie loderndes Feuer strahlend

gṛhīta samidham tatra sa kuśam muni puṃgavam | dṛṣṭvā sura patiḥ trasto viṣaṇṇa vadano abhavat

der dort Brennholz und Kuśagras trug, den Stier unter den Weisen; als er ihn sah, wurde der Herr der Götter erschrocken und niedergeschlagenen Gesichts.

Wort für Wort
gṛhīta-samidham tatra
der dort Brennholz trug
sa kuśam muni-puṃgavam
und Kuśagras, der Stier unter den Weisen
dṛṣṭvā sura-patiḥ trastaḥ
ihn sehend, wurde der Herr der Götter erschrocken
viṣaṇṇa-vadanaḥ abhavat
niedergeschlagenen Gesichts

atha dṛṣṭvā sahasrākṣam muni veṣa dharam muniḥ | durvṛttam vṛtta saṃpanno roṣāt vacanam abravīt

Da, den Tausendäugigen in der Gestalt des Weisen erblickend, sprach der Weise, von guten Sitten erfüllt, zu dem Übeltäter zornig diese Worte.

Wort für Wort
atha dṛṣṭvā sahasrākṣam
da, den Tausendäugigen erblickend
muni-veṣa-dharam muniḥ
in der Gestalt des Weisen, der Weise
durvṛttam vṛtta-saṃpannaḥ
zu dem Übeltäter, von guten Sitten erfüllt
roṣāt vacanam abravīt
sprach zornig diese Worte

mama rūpam samāsthāya kṛtavān asi durmate | akartavyam idam yasmāt viphalaḥ tvam bhaviṣyati

'Nachdem du meine Gestalt angenommen hast, hast du dies getan, o Übelgesinnter; weil dies nicht getan werden durfte, wirst du unfruchtbar werden.'

Wort für Wort
mama rūpam samāsthāya
meine Gestalt annehmend
kṛtavān asi durmate
hast du dies getan, o Übelgesinnter
akartavyam idam yasmāt
weil dies nicht getan werden durfte
viphalaḥ tvam bhaviṣyati
wirst du fruchtlos werden

gautamena evam uktasya sa roṣeṇa mahātmanā | petatuḥ vṛṣaṇau bhūmau sahasrākṣasya tat kṣaṇāt

Als Gautama, der Hochherzige, so im Zorn zu ihm gesprochen hatte, fielen die beiden Hoden des Tausendäugigen sogleich zu Boden.

Wort für Wort
gautamena evam uktasya
als Gautama so zu ihm gesprochen hatte
sa roṣeṇa mahātmanā
er, der Hochherzige, im Zorn
petatuḥ vṛṣaṇau bhūmau
fielen die beiden Hoden zu Boden
sahasrākṣasya tat kṣaṇāt
des Tausendäugigen sogleich

tathā śaptvā ca vai śakram bhāryām api ca śaptavān | iha varṣa sahasrāṇi bahūni nivaṣisyasi

So Śakra verflucht habend, verfluchte er auch fürwahr die Gattin: 'Hier wirst du viele tausend Jahre verweilen,'

Wort für Wort
tathā śaptvā ca vai śakram
so Śakra verflucht habend, fürwahr
bhāryām api ca śaptavān
verfluchte er auch die Gattin
iha varṣa-sahasrāṇi bahūni
hier viele tausend Jahre
nivatsyasi
wirst du verweilen

vāyu bhakṣā nirāhārā tapyantī bhasma śāyinī | adṛśyā sarva bhūtānām āśrame asmin vaṣisyasi

'von Luft lebend, ohne Speise, Askese übend, in Asche liegend; unsichtbar für alle Wesen wirst du in diesem Āśrama verweilen.'

Wort für Wort
vāyu-bhakṣā nirāhārā
von Luft lebend, ohne Speise
tapyantī bhasma-śāyinī
Askese übend, in Asche liegend
adṛśyā sarva-bhūtānām
unsichtbar für alle Wesen
āśrame asmin vatsyasi
wirst du in diesem Āśrama verweilen

yadā tu etat vanam ghoram rāmo daśaratha ātmajaḥ | āgamiṣyati durdharṣaḥ tadā pūtā bhaviṣyasi

'Wenn aber Rāma, der Sohn Daśarathas, der Unangreifbare, in diesen schrecklichen Wald kommen wird, dann wirst du geläutert sein.'

Wort für Wort
yadā tu etat vanam ghoram
wenn aber in diesen schrecklichen Wald
rāmaḥ daśaratha-ātmajaḥ
Rāma, der Sohn Daśarathas
āgamiṣyati durdharṣaḥ
kommen wird, der Unangreifbare
tadā pūtā bhaviṣyasi
dann wirst du geläutert sein

tasya ātithyena durvṛtte lobha moha vivarjitā | mat sakāśe mudā yuktā svam vapuḥ dhārayiṣyasi

'Durch die Gastfreundschaft ihm gegenüber, o Übelverhaltene, frei von Gier und Verblendung, wirst du, von Freude erfüllt, in meiner Gegenwart deine eigene Gestalt wieder annehmen.'

Wort für Wort
tasya ātithyena durvṛtte
durch die Gastfreundschaft ihm gegenüber, o Übelverhaltene
lobha-moha-vivarjitā
frei von Gier und Verblendung
mat-sakāśe mudā yuktā
in meiner Gegenwart, von Freude erfüllt
svam vapuḥ dhārayiṣyasi
wirst du deine eigene Gestalt wieder annehmen

evam uktvā mahātejā gautamo duṣṭa cāriṇīm | imam āśramam utsṛjya siddha cāraṇa sevite | himavat śikhare raṃye tapaḥ tepe mahātapāḥ

So gesprochen habend, verließ der hochenergetische Gautama, samt der übel Handelnden, diesen von Siddhas und Cāraṇas besuchten Āśrama und übte, der große Asket, auf dem lieblichen Gipfel des Himavat Askese.

Wort für Wort
evam uktvā mahātejāḥ
so gesprochen habend, der Hochenergetische
gautamaḥ duṣṭa-cāriṇīm
Gautama, die übel Handelnde
imam āśramam utsṛjya
diesen Āśrama verlassend
siddha-cāraṇa-sevite
den von Siddhas und Cāraṇas besuchten
himavat-śikhare ramye
auf dem lieblichen Gipfel des Himavat
tapaḥ tepe mahātapāḥ
übte Askese, der große Asket

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