pūrvam artham prati śrutya pratijñām hātum icchasi |
rāghavāṇām ayukto.ayam kulasya asya viparyayaḥ ||
„Nachdem du zuerst der Sache zugestimmt hast, willst du nun dein Versprechen brechen; dies ist dem Geschlecht der Rāghavas nicht angemessen — es wäre der Untergang dieses Hauses.
yad idam te kṣamam rājan gamiṣyāmi yathā āgatam |
mithyā pratijñaḥ kākutstha sukhī bhava suhṛd vṛtaḥ ||
Wenn dir dies genehm ist, o König, so werde ich gehen, wie ich gekommen bin; sei glücklich, o Kākutstha, treulos in deinem Versprechen, umgeben von deinen Freunden.
Als der große Weise Vasiṣṭha, fest in seinem Gelübde und besonnen, erkannte, dass die ganze Welt in Schrecken geraten war, sprach er zum König folgende Worte:
Wort für Wort
trasta-rūpam tu vijñāya
erkennend, dass (sie) in einen erschreckten Zustand geraten war
„Im Geschlecht der Ikṣvākus geboren, gleichsam ein zweiter, leibhaftiger Dharma, standhaft, fest im Gelübde und glanzvoll — du solltest nicht den Dharma preisgeben.
Wenn du, nachdem du zugesagt hast „Ich werde es tun,“ das gegebene Wort nicht erfüllst, so wird die Frucht deiner Opfer und frommen Werke zunichte; darum entlasse Rāma.
Wort für Wort
prati śrutya kariṣye iti uktam vākyam
nachdem du zugestimmt und 'ich werde es tun' gesagt hast
akurvataḥ
wenn du es nicht ausführst
iṣṭāpūrta-vadhaḥ bhūyāt
würde die Vernichtung der Opfer- und Wohltatsverdienste eintreten
Ob mit Waffen versehen oder ohne Waffen — die Rākṣasas werden ihm, der vom Sohn Kuśikas beschützt wird, nichts anhaben können, so wie das Feuer den Amṛta beschützt.
Wort für Wort
kṛtāstram akṛtāstram vā
ob mit Waffen versehen oder ohne Waffen
na evam śakṣyanti rākṣasāḥ
so werden die Rākṣasas nicht vermögen (zu schaden)
eṣo astrān vividhān vetti trailokye sa carācare |
na enam anyaḥ pumān vetti na ca vetsyanti kecana ||
Er kennt die mannigfaltigen Waffen in den drei Welten mit allem Beweglichen und Unbeweglichen; kein anderer Mensch kennt ihn in seiner Fülle, und niemand wird ihn je ganz kennen.
Wort für Wort
eṣaḥ astrān vividhān vetti
er kennt die mannigfaltigen Waffen
trailokye sa carācare
in den drei Welten mit dem Beweglichen und Unbeweglichen
na devā na ṛṣayaḥ ke cit na amarā na ca rākṣasāḥ |
gandharva yakṣa pravarāḥ sa kinnara mahoragāḥ ||
Weder Götter noch irgendwelche Weisen, weder Unsterbliche noch Rākṣasas, noch die Besten der Gandharvas und Yakṣas, samt den Kinnaras und großen Schlangenwesen —
te api putrā kṛśāśvasya prajāpati sutā sutāḥ |
na eka rūpā mahāvīryā dīptimaṃto jayāvahāḥ ||
Auch diese Söhne Kṛśāśvas, Söhne der Töchter des Prajāpati, waren nicht von einer einzigen Gestalt, sondern von großer Heldenkraft, strahlend und siegbringend.
tāni ca astrāṇi vetti eṣa yathāvat kuśika ātmajaḥ |
apūrvāṇām ca janane śakto bhūyaḥ ca dharmavit ||
Diese Waffen kennt dieser Sohn Kuśikas genau, wie sie wirklich sind; und er ist fähig, sogar neue, noch nie dagewesene zu erschaffen, und ist zudem ein Kenner des Dharma.
Wort für Wort
tāni ca astrāṇi vetti eṣa yathāvat
und diese Waffen kennt er, wie sie wirklich sind
kuśika-ātmajaḥ
der Sohn Kuśikas
apūrvāṇām ca janane śaktaḥ
und fähig zur Erschaffung noch nie dagewesener (Waffen)
tena asya muni mukhyasya dharmajñasya mahātmanaḥ |
na kiṃcid asti aviditam bhūtam bhavyam ca rāghava ||
Darum gibt es für diesen erhabenen Weisen, den Kenner des Dharma, den Großmütigen, nichts, was ihm unbekannt wäre, weder Vergangenes noch Zukünftiges, o Rāghava.
Durch die Worte des Weisen mit heiterem Sinn erfreut, freute sich der Stier der Raghus, der erste unter den Königen; und mit Bedacht stimmte er, dessen Ruhm weithin bekannt ist, dem Aufbruch des Rāghava mit dem Sohn Kuśikas zu.