Kapitel 18: Māgadhaprayāṇam
Der Aufbruch nach Magadha
Kṛṣṇa erklärt, dass Jarāsandha nur im Zweikampf, nicht in offener Schlacht, besiegt werden kann, und bittet Yudhiṣṭhira, ihm Bhīma und Arjuna anzuvertrauen. Yudhiṣṭhira stimmt zu und betont die wechselseitige Abhängigkeit der drei Helden ('ohne diese beiden Kṛṣṇas ist niemand unbesiegbar'). Kṛṣṇa, Bhīma und Arjuna brechen, als badegereinigte Brahmanen verkleidet, von Indraprastha auf und durchqueren auf ihrem Weg nach Magadha zahlreiche Länder und Flüsse, bis sie schließlich den Berg Gorathā erreichen und von dort die Stadt der Magadhas erblicken.
na sa śakyo raṇe jetuṃ sarvair api surāsuraiḥ prāṇayuddhena jetavyaḥ sa ity upalabhāmahe
Er kann in offener Schlacht nicht besiegt werden, nicht einmal von allen Göttern und Dämonen zusammen; im Zweikampf Mann gegen Mann, so erkennen wir, muss er besiegt werden.
Wort für Wort
na sa śakyo raṇe jetuṃ sarvair api surāsuraiḥ prāṇayuddhena jetavyaḥ sa ity upalabhāmahe
Er kann in offener Schlacht nicht besiegt werden, nicht einmal von allen Göttern und Dämonen zusammen; im Zweikampf Mann gegen Mann, so erkennen wir, muss er besiegt werden.
In mir ist die kluge Politik, in Bhīma die Kraft, und Arjuna ist unser beider Beschützer; wir werden ihn bezwingen, o König, wir drei, wie die drei heiligen Feuer.
In mir ist die kluge Politik, in Bhīma die Kraft, und Arjuna ist unser beider Beschützer; wir werden ihn bezwingen, o König, wir drei, wie die drei heiligen Feuer.
Vaiśampāyana sprach: So vom Erhabenen angesprochen, antwortete Yudhiṣṭhira, nachdem er Bhīma und Pārtha angeblickt hatte, die mit erfreuten Gesichtern dastanden:
Vaiśampāyana sprach: So vom Erhabenen angesprochen, antwortete Yudhiṣṭhira, nachdem er Bhīma und Pārtha angeblickt hatte, die mit erfreuten Gesichtern dastanden:
na śauriṇā vinā pārtho na śauriḥ pāṇḍavaṃ vinā nājeyo 'sty anayor loke kṛṣṇayor iti me matiḥ
'Nicht ohne den Śauri ist der Pārtha vollständig, noch der Śauri ohne den Pāṇḍava; unbesiegbar in der Welt ist keiner ohne diese beiden Kṛṣṇas - das ist meine Meinung.'
Wort für Wort
na śauriṇā vinā pārtho na śauriḥ pāṇḍavaṃ vinā nājeyo 'sty anayor loke kṛṣṇayor iti me matiḥ
'Nicht ohne den Śauri ist der Pārtha vollständig, noch der Śauri ohne den Pāṇḍava; unbesiegbar in der Welt ist keiner ohne diese beiden Kṛṣṇas - das ist meine Meinung.'
[Anm.: 'Beide Kṛṣṇas' meint Vāsudeva-Kṛṣṇa und Arjuna, der ebenfalls den Beinamen Kṛṣṇa trägt.]
'Eine wohlgeleitete Streitmacht vollbringt das höchste Werk; blind und stumpf, sagt man, ist Macht ohne Führung - sie muss von Klugen geleitet werden.'
'Eine wohlgeleitete Streitmacht vollbringt das höchste Werk; blind und stumpf, sagt man, ist Macht ohne Führung - sie muss von Klugen geleitet werden.'
'Deshalb wollen wir, uns auf den in der Welt berühmten, der Regeln kluger Politik kundigen Mann Govinda stützend, um das Gelingen der Sache bemüht sein.'
'Deshalb wollen wir, uns auf den in der Welt berühmten, der Regeln kluger Politik kundigen Mann Govinda stützend, um das Gelingen der Sache bemüht sein.'
'So möge man in Angelegenheiten die Verbindung von Einsicht, Politik und Kraft, verbunden mit den rechten Mitteln der Ausführung, voranstellen, Kṛṣṇa, um des Erfolgs willen.'
'So möge man in Angelegenheiten die Verbindung von Einsicht, Politik und Kraft, verbunden mit den rechten Mitteln der Ausführung, voranstellen, Kṛṣṇa, um des Erfolgs willen.'
'So möge denn, um des Erfolgs willen, der Pārtha Arjuna dem Besten der Yadus, Kṛṣṇa, folgen, und Bhīma folge dem Dhanaṃjaya; Politik, Sieg und Kraft werden im kühnen Handeln zum Erfolg gelangen.'
'So möge denn, um des Erfolgs willen, der Pārtha Arjuna dem Besten der Yadus, Kṛṣṇa, folgen, und Bhīma folge dem Dhanaṃjaya; Politik, Sieg und Kraft werden im kühnen Handeln zum Erfolg gelangen.'
Vor Ungeduld erhitzt, um der Verwandten willen, in vornehmer Kleidung, mit Gestalten wie Sonne, Mond und Feuer - furchterregend war damals ihre Erscheinung.
Vor Ungeduld erhitzt, um der Verwandten willen, in vornehmer Kleidung, mit Gestalten wie Sonne, Mond und Feuer - furchterregend war damals ihre Erscheinung.
Nachdem sie die liebliche Sarayū überquert und die östlichen Kosalas gesehen hatten, zogen sie weiter und gelangten nach Mithilā, nach Mālā und zum Fluss Carmaṇvatī.
Nachdem sie die liebliche Sarayū überquert und die östlichen Kosalas gesehen hatten, zogen sie weiter und gelangten nach Mithilā, nach Mālā und zum Fluss Carmaṇvatī.
[?: Die geographische Abfolge dieser Reiseroute ist im überlieferten Text nicht durchgehend widerspruchsfrei rekonstruierbar.]
Sie erreichten den Berg Gorathā, allzeit reich an Rinderherden, wasserreich, mit schönen Bäumen bestanden, und erblickten von dort die Stadt der Magadhas.
Sie erreichten den Berg Gorathā, allzeit reich an Rinderherden, wasserreich, mit schönen Bäumen bestanden, und erblickten von dort die Stadt der Magadhas.