Mahābhārata · Sabhāparva
Kapitel 43: Māyāsabhāpraveśaḥ
Duryodhanas Verwirrung in der Zauberhalle
Duryodhana durchwandert die von den Dānava-Baumeistern erbaute Wunderhalle Yudhiṣṭhiras und wird mehrfach von ihren Illusionen getäuscht - er hält kristallenen Boden für Wasser, fällt in ein Wasserbecken, weil er es für festen Boden hält, und stößt sich an einer scheinbar offenen Tür - zum großen Gelächter der Anwesenden. Von Neid und Scham überwältigt, kehrt er verbittert nach Hāstinapura zurück und offenbart Śakuni seine Verzweiflung über den Glanz und die Macht der Pāṇḍavas, insbesondere über Śiśupālas Tod, den niemand zu rächen wagte, und erwägt angesichts seiner Ohnmacht sogar den eigenen Tod.
vaiśaṃpāyana uvāca vasan duryodhanas tasyāṃ sabhāyāṃ bharatarṣabha śanair dadarśa tāṃ sarvāṃ sabhāṃ śakuninā saha
Vaiśampāyana sprach: Während Duryodhana in jener Halle verweilte, Stier der Bharatas, betrachtete er langsam, zusammen mit Śakuni, die gesamte Halle.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca vasan duryodhanas tasyāṃ sabhāyāṃ bharatarṣabha śanair dadarśa tāṃ sarvāṃ sabhāṃ śakuninā saha Vaiśampāyana sprach: Während Duryodhana in jener Halle verweilte, Stier der Bharatas, betrachtete er langsam, zusammen mit Śakuni, die gesamte Halle. tasyāṃ divyān abhiprāyān dadarśa kurunandanaḥ na dṛṣṭapūrvā ye tena nagare nāgasāhvaye
In ihr erblickte der Spross der Kurus göttliche Kunstwerke, die er zuvor nie in der Stadt Nāgasāhvaya (Hāstinapura) gesehen hatte.
Wort für Wort tasyāṃ divyān abhiprāyān dadarśa kurunandanaḥ na dṛṣṭapūrvā ye tena nagare nāgasāhvaye In ihr erblickte der Spross der Kurus göttliche Kunstwerke, die er zuvor nie in der Stadt Nāgasāhvaya (Hāstinapura) gesehen hatte. sa kadā cit sabhāmadhye dhārtarāṣṭro mahīpatiḥ sphāṭikaṃ talam āsādya jalam ity abhiśaṅkayā
Einmal, mitten in der Halle, hielt der Herrscher der Erde, der Sohn des Dhṛtarāṣṭra, einen kristallenen Boden für Wasser, in trügerischem Verdacht,
Wort für Wort sa kadā cit sabhāmadhye dhārtarāṣṭro mahīpatiḥ sphāṭikaṃ talam āsādya jalam ity abhiśaṅkayā Einmal, mitten in der Halle, hielt der Herrscher der Erde, der Sohn des Dhṛtarāṣṭra, einen kristallenen Boden für Wasser, in trügerischem Verdacht, svavastrotkarṣaṇaṃ rājā kṛtavān buddhimohitaḥ durmanā vimukhaś caiva paricakrāma tāṃ sabhām
und der König, in seinem Verstand getäuscht, raffte seine eigenen Gewänder hoch; verdrossen und mit abgewandtem Gesicht durchwanderte er jene Halle.
Wort für Wort svavastrotkarṣaṇaṃ rājā kṛtavān buddhimohitaḥ durmanā vimukhaś caiva paricakrāma tāṃ sabhām und der König, in seinem Verstand getäuscht, raffte seine eigenen Gewänder hoch; verdrossen und mit abgewandtem Gesicht durchwanderte er jene Halle. tataḥ sphāṭikatoyāṃ vai sphāṭikāmbujaśobhitām vāpīṃ matvā sthalam iti savāsāḥ prāpataj jale
Dann, ein mit kristallklarem Wasser gefülltes, mit kristallenen Lotosblumen geschmücktes Wasserbecken für festen Boden haltend, fiel er, samt seinen Gewändern, ins Wasser.
Wort für Wort tataḥ sphāṭikatoyāṃ vai sphāṭikāmbujaśobhitām vāpīṃ matvā sthalam iti savāsāḥ prāpataj jale Dann, ein mit kristallklarem Wasser gefülltes, mit kristallenen Lotosblumen geschmücktes Wasserbecken für festen Boden haltend, fiel er, samt seinen Gewändern, ins Wasser. jale nipatitaṃ dṛṣṭvā kiṃkarā jahasur bhṛśam vāsāṃsi ca śubhāny asmai pradadū rājaśāsanāt
Als sie ihn ins Wasser fallen sahen, lachten die Diener heftig; und auf Befehl des Königs (Yudhiṣṭhira) gaben sie ihm prächtige Gewänder.
Wort für Wort jale nipatitaṃ dṛṣṭvā kiṃkarā jahasur bhṛśam vāsāṃsi ca śubhāny asmai pradadū rājaśāsanāt Als sie ihn ins Wasser fallen sahen, lachten die Diener heftig; und auf Befehl des Königs (Yudhiṣṭhira) gaben sie ihm prächtige Gewänder. tathāgataṃ tu taṃ dṛṣṭvā bhīmaseno mahābalaḥ arjunaś ca yamau cobhau sarve te prāhasaṃs tadā
Als sie ihn in diesem Zustand sahen, lachten der hochgewaltige Bhīmasena, Arjuna und beide Zwillinge, sie alle, laut auf.
Wort für Wort tathāgataṃ tu taṃ dṛṣṭvā bhīmaseno mahābalaḥ arjunaś ca yamau cobhau sarve te prāhasaṃs tadā Als sie ihn in diesem Zustand sahen, lachten der hochgewaltige Bhīmasena, Arjuna und beide Zwillinge, sie alle, laut auf. nāmarṣayat tatas teṣām avahāsam amarṣaṇaḥ ākāraṃ rakṣamāṇas tu na sa tān samudaikṣata
Der Unduldsame ertrug ihr Gelächter nicht; doch, seine äußere Haltung bewahrend, blickte er sie nicht an.
Wort für Wort nāmarṣayat tatas teṣām avahāsam amarṣaṇaḥ ākāraṃ rakṣamāṇas tu na sa tān samudaikṣata Der Unduldsame ertrug ihr Gelächter nicht; doch, seine äußere Haltung bewahrend, blickte er sie nicht an. punar vasanam utkṣipya pratariṣyann iva sthalam āruroha tataḥ sarve jahasus te punar janāḥ
Wiederum, seine Gewänder hochhebend, als wolle er festen Boden überqueren, stieg er hinauf; da lachten alle jene Menschen erneut.
Wort für Wort punar vasanam utkṣipya pratariṣyann iva sthalam āruroha tataḥ sarve jahasus te punar janāḥ Wiederum, seine Gewänder hochhebend, als wolle er festen Boden überqueren, stieg er hinauf; da lachten alle jene Menschen erneut. dvāraṃ ca vivṛtākāraṃ lalāṭena samāhanat saṃvṛtaṃ ceti manvāno dvāradeśād upāramat
Und eine offen erscheinende Tür stieß er mit der Stirn an, weil er sie für geschlossen hielt, und blieb an der Türöffnung stehen.
Wort für Wort dvāraṃ ca vivṛtākāraṃ lalāṭena samāhanat saṃvṛtaṃ ceti manvāno dvāradeśād upāramat Und eine offen erscheinende Tür stieß er mit der Stirn an, weil er sie für geschlossen hielt, und blieb an der Türöffnung stehen. evaṃ pralambhān vividhān prāpya tatra viśāṃ pate pāṇḍaveyābhyanujñātas tato duryodhano nṛpaḥ
Nachdem er dort auf diese Weise mancherlei Täuschungen erfahren hatte, o Herr der Untertanen, wurde König Duryodhana schließlich von den Söhnen der Pāṇḍu verabschiedet.
Wort für Wort evaṃ pralambhān vividhān prāpya tatra viśāṃ pate pāṇḍaveyābhyanujñātas tato duryodhano nṛpaḥ Nachdem er dort auf diese Weise mancherlei Täuschungen erfahren hatte, o Herr der Untertanen, wurde König Duryodhana schließlich von den Söhnen der Pāṇḍu verabschiedet. aprahṛṣṭena manasā rājasūye mahākratau prekṣya tām adbhutām ṛddhiṃ jagāma gajasāhvayam
Mit unerfreutem Herzen, nachdem er bei dem großen Rājasūya-Opfer diese wunderbare Pracht mit angesehen hatte, zog er zur Stadt Gajasāhvaya (Hāstinapura).
Wort für Wort aprahṛṣṭena manasā rājasūye mahākratau prekṣya tām adbhutām ṛddhiṃ jagāma gajasāhvayam Mit unerfreutem Herzen, nachdem er bei dem großen Rājasūya-Opfer diese wunderbare Pracht mit angesehen hatte, zog er zur Stadt Gajasāhvaya (Hāstinapura). pāṇḍavaśrīprataptasya dhyānaglānasya gacchataḥ duryodhanasya nṛpateḥ pāpā matir ajāyata
Während König Duryodhana, von dem Glanz der Pāṇḍavas verbrannt, in düsteres Grübeln verfallen, dahinzog, entstand in ihm eine böse Gesinnung.
Wort für Wort pāṇḍavaśrīprataptasya dhyānaglānasya gacchataḥ duryodhanasya nṛpateḥ pāpā matir ajāyata Während König Duryodhana, von dem Glanz der Pāṇḍavas verbrannt, in düsteres Grübeln verfallen, dahinzog, entstand in ihm eine böse Gesinnung. pārthān sumanaso dṛṣṭvā pārthivāṃś ca vaśānugān kṛtsnaṃ cāpi hitaṃ lokam ākumāraṃ kurūdvaha
Beim Anblick der wohlgesinnten Pārthas, der ihnen unterworfenen Fürsten und der gesamten Welt, ihnen wohlgesinnt bis hinunter zu den Kindern, Spross der Kurus,
Wort für Wort pārthān sumanaso dṛṣṭvā pārthivāṃś ca vaśānugān kṛtsnaṃ cāpi hitaṃ lokam ākumāraṃ kurūdvaha Beim Anblick der wohlgesinnten Pārthas, der ihnen unterworfenen Fürsten und der gesamten Welt, ihnen wohlgesinnt bis hinunter zu den Kindern, Spross der Kurus, mahimānaṃ paraṃ cāpi pāṇḍavānāṃ mahātmanām duryodhano dhārtarāṣṭro vivarṇaḥ samapadyata
und angesichts der überragenden Größe der hochherzigen Pāṇḍavas erblasste Duryodhana, der Sohn des Dhṛtarāṣṭra.
Wort für Wort mahimānaṃ paraṃ cāpi pāṇḍavānāṃ mahātmanām duryodhano dhārtarāṣṭro vivarṇaḥ samapadyata und angesichts der überragenden Größe der hochherzigen Pāṇḍavas erblasste Duryodhana, der Sohn des Dhṛtarāṣṭra. sa tu gacchann anekāgraḥ sabhām evānucintayan śriyaṃ ca tām anupamāṃ dharmarājasya dhīmataḥ
Während er dahinzog, mit unruhigem, zerstreutem Sinn, stets an jene Halle denkend und an jenen unvergleichlichen Glanz des klugen Dharmakönigs,
Wort für Wort sa tu gacchann anekāgraḥ sabhām evānucintayan śriyaṃ ca tām anupamāṃ dharmarājasya dhīmataḥ Während er dahinzog, mit unruhigem, zerstreutem Sinn, stets an jene Halle denkend und an jenen unvergleichlichen Glanz des klugen Dharmakönigs, pramatto dhṛtarāṣṭrasya putro duryodhanas tadā nābhyabhāṣat subalajaṃ bhāṣamāṇaṃ punaḥ punaḥ
antwortete der Sohn des Dhṛtarāṣṭra, Duryodhana, in seiner Verwirrung, dem immer wieder sprechenden Sohn des Subala (Śakuni) nicht.
Wort für Wort pramatto dhṛtarāṣṭrasya putro duryodhanas tadā nābhyabhāṣat subalajaṃ bhāṣamāṇaṃ punaḥ punaḥ antwortete der Sohn des Dhṛtarāṣṭra, Duryodhana, in seiner Verwirrung, dem immer wieder sprechenden Sohn des Subala (Śakuni) nicht. anekāgraṃ tu taṃ dṛṣṭvā śakuniḥ pratyabhāṣata duryodhana kutomūlaṃ niḥśvasann iva gacchasi
Als er ihn so zerstreut sah, sprach Śakuni: 'Duryodhana, woher kommt es, dass du wie seufzend dahinziehst?'
Wort für Wort anekāgraṃ tu taṃ dṛṣṭvā śakuniḥ pratyabhāṣata duryodhana kutomūlaṃ niḥśvasann iva gacchasi Als er ihn so zerstreut sah, sprach Śakuni: 'Duryodhana, woher kommt es, dass du wie seufzend dahinziehst?' duryodhana uvāca dṛṣṭvemāṃ pṛthivīṃ kṛtsnāṃ yudhiṣṭhiravaśānugām jitām astrapratāpena śvetāśvasya mahātmanaḥ
Duryodhana sprach: 'Da ich diese ganze Erde gesehen habe, Yudhiṣṭhira unterworfen, erobert durch die Waffenmacht des hochherzigen Weißpferdigen (Arjuna),
Wort für Wort duryodhana uvāca dṛṣṭvemāṃ pṛthivīṃ kṛtsnāṃ yudhiṣṭhiravaśānugām jitām astrapratāpena śvetāśvasya mahātmanaḥ Duryodhana sprach: 'Da ich diese ganze Erde gesehen habe, Yudhiṣṭhira unterworfen, erobert durch die Waffenmacht des hochherzigen Weißpferdigen (Arjuna), taṃ ca yajñaṃ tathābhūtaṃ dṛṣṭvā pārthasya mātula yathā śakrasya deveṣu tathābhūtaṃ mahādyute
und da ich jenes Opfer des Pārtha gesehen habe, so beschaffen wie das Śakras unter den Göttern, Onkel, du von großem Glanz,
Wort für Wort taṃ ca yajñaṃ tathābhūtaṃ dṛṣṭvā pārthasya mātula yathā śakrasya deveṣu tathābhūtaṃ mahādyute und da ich jenes Opfer des Pārtha gesehen habe, so beschaffen wie das Śakras unter den Göttern, Onkel, du von großem Glanz, amarṣeṇa susaṃpūrṇo dahyamāno divāniśam śuciśukrāgame kāle śuṣye toyam ivālpakam
erfüllt von Unduldsamkeit, verzehre ich mich Tag und Nacht, wie geringes Wasser in der heißen Jahreszeit versiegt.
Wort für Wort amarṣeṇa susaṃpūrṇo dahyamāno divāniśam śuciśukrāgame kāle śuṣye toyam ivālpakam erfüllt von Unduldsamkeit, verzehre ich mich Tag und Nacht, wie geringes Wasser in der heißen Jahreszeit versiegt. paśya sātvatamukhyena śiśupālaṃ nipātitam na ca tatra pumān āsīt kaś cit tasya padānugaḥ
Sieh, wie Śiśupāla von dem Ersten der Sātvatas gefällt wurde, und kein einziger Mann dort war, der ihm zur Seite trat.
Wort für Wort paśya sātvatamukhyena śiśupālaṃ nipātitam na ca tatra pumān āsīt kaś cit tasya padānugaḥ Sieh, wie Śiśupāla von dem Ersten der Sātvatas gefällt wurde, und kein einziger Mann dort war, der ihm zur Seite trat. dahyamānā hi rājānaḥ pāṇḍavotthena vahninā kṣāntavanto 'parādhaṃ taṃ ko hi taṃ kṣantum arhati
Von dem durch die Pāṇḍavas entfachten Feuer verzehrt, ertrugen die Könige jenes Vergehen - wer aber sollte dies ertragen können?
Wort für Wort dahyamānā hi rājānaḥ pāṇḍavotthena vahninā kṣāntavanto 'parādhaṃ taṃ ko hi taṃ kṣantum arhati Von dem durch die Pāṇḍavas entfachten Feuer verzehrt, ertrugen die Könige jenes Vergehen - wer aber sollte dies ertragen können? vāsudevena tat karma tathāyuktaṃ mahat kṛtam siddhaṃ ca pāṇḍaveyānāṃ pratāpena mahātmanām
Diese so verwerfliche, gewaltige Tat wurde von Vāsudeva vollbracht, und sie gelang durch die Macht der hochherzigen Söhne der Pāṇḍu.
Wort für Wort vāsudevena tat karma tathāyuktaṃ mahat kṛtam siddhaṃ ca pāṇḍaveyānāṃ pratāpena mahātmanām Diese so verwerfliche, gewaltige Tat wurde von Vāsudeva vollbracht, und sie gelang durch die Macht der hochherzigen Söhne der Pāṇḍu. tathā hi ratnāny ādāya vividhāni nṛpā nṛpam upatiṣṭhanti kaunteyaṃ vaiśyā iva karapradāḥ
So bringen denn die Könige, mannigfaltige Kleinodien mitführend, dem König, dem Sohn der Kuntī, Tribut dar, wie Vaiśyas, die Abgaben entrichten.
Wort für Wort tathā hi ratnāny ādāya vividhāni nṛpā nṛpam upatiṣṭhanti kaunteyaṃ vaiśyā iva karapradāḥ So bringen denn die Könige, mannigfaltige Kleinodien mitführend, dem König, dem Sohn der Kuntī, Tribut dar, wie Vaiśyas, die Abgaben entrichten. śriyaṃ tathāvidhāṃ dṛṣṭvā jvalantīm iva pāṇḍave amarṣavaśam āpanno dahye 'ham atathocitaḥ
Beim Anblick solcher Pracht, gleichsam lodernd im Pāṇḍava, von Unduldsamkeit überwältigt, verzehre ich mich, obwohl mir dies nicht gebührt.
Wort für Wort śriyaṃ tathāvidhāṃ dṛṣṭvā jvalantīm iva pāṇḍave amarṣavaśam āpanno dahye 'ham atathocitaḥ Beim Anblick solcher Pracht, gleichsam lodernd im Pāṇḍava, von Unduldsamkeit überwältigt, verzehre ich mich, obwohl mir dies nicht gebührt. vahnim eva pravekṣyāmi bhakṣayiṣyāmi vā viṣam apo vāpi pravekṣyāmi na hi śakṣyāmi jīvitum
Ich werde ins Feuer gehen, oder Gift verzehren, oder ins Wasser gehen - denn leben kann ich so nicht mehr.
Wort für Wort vahnim eva pravekṣyāmi bhakṣayiṣyāmi vā viṣam apo vāpi pravekṣyāmi na hi śakṣyāmi jīvitum Ich werde ins Feuer gehen, oder Gift verzehren, oder ins Wasser gehen - denn leben kann ich so nicht mehr. ko hi nāma pumāṃl loke marṣayiṣyati sattvavān sapatnān ṛdhyato dṛṣṭvā hānim ātmana eva ca
Denn welcher tugendhafte Mann in der Welt würde es ertragen, das Gedeihen seiner Rivalen mitanzusehen, und den eigenen Niedergang dazu?
Wort für Wort ko hi nāma pumāṃl loke marṣayiṣyati sattvavān sapatnān ṛdhyato dṛṣṭvā hānim ātmana eva ca Denn welcher tugendhafte Mann in der Welt würde es ertragen, das Gedeihen seiner Rivalen mitanzusehen, und den eigenen Niedergang dazu? so 'haṃ na strī na cāpy astrī na pumān nāpumān api yo 'haṃ tāṃ marṣayāmy adya tādṛśīṃ śriyam āgatām
Ich, der ich weder Frau noch Nicht-Frau, weder Mann noch Nicht-Mann bin, wenn ich diese so erlangte Pracht heute ertrage,
Wort für Wort so 'haṃ na strī na cāpy astrī na pumān nāpumān api yo 'haṃ tāṃ marṣayāmy adya tādṛśīṃ śriyam āgatām Ich, der ich weder Frau noch Nicht-Frau, weder Mann noch Nicht-Mann bin, wenn ich diese so erlangte Pracht heute ertrage, īśvaratvaṃ pṛthivyāś ca vasumattāṃ ca tādṛśīm yajñaṃ ca tādṛśaṃ dṛṣṭvā mādṛśaḥ ko na saṃjvaret
wer meinesgleichen würde nicht in Flammen aufgehen, beim Anblick solcher Herrschaft über die Erde, solchen Reichtums und solch eines Opfers?
Wort für Wort īśvaratvaṃ pṛthivyāś ca vasumattāṃ ca tādṛśīm yajñaṃ ca tādṛśaṃ dṛṣṭvā mādṛśaḥ ko na saṃjvaret wer meinesgleichen würde nicht in Flammen aufgehen, beim Anblick solcher Herrschaft über die Erde, solchen Reichtums und solch eines Opfers? aśaktaś caika evāhaṃ tām āhartuṃ nṛpaśriyam sahāyāṃś ca na paśyāmi tena mṛtyuṃ vicintaye
Und ich, allein und machtlos, diese Königspracht an mich zu bringen, sehe auch keine Verbündeten - deshalb erwäge ich den Tod.
Wort für Wort aśaktaś caika evāhaṃ tām āhartuṃ nṛpaśriyam sahāyāṃś ca na paśyāmi tena mṛtyuṃ vicintaye Und ich, allein und machtlos, diese Königspracht an mich zu bringen, sehe auch keine Verbündeten - deshalb erwäge ich den Tod. daivam eva paraṃ manye pauruṣaṃ tu nirarthakam dṛṣṭvā kuntīsute śubhrāṃ śriyaṃ tām āhṛtāṃ tathā
Ich halte das Schicksal für das Höchste, menschliches Bemühen aber für nutzlos, da ich sehe, wie glänzende Pracht so dem Sohn der Kuntī zugefallen ist.
Wort für Wort daivam eva paraṃ manye pauruṣaṃ tu nirarthakam dṛṣṭvā kuntīsute śubhrāṃ śriyaṃ tām āhṛtāṃ tathā Ich halte das Schicksal für das Höchste, menschliches Bemühen aber für nutzlos, da ich sehe, wie glänzende Pracht so dem Sohn der Kuntī zugefallen ist. kṛto yatno mayā pūrvaṃ vināśe tasya saubala tac ca sarvam atikramya sa vṛddho 'psv iva paṅkajam
Eine Anstrengung habe ich zuvor unternommen, ihn zu vernichten, Sohn des Subala; doch all das überschreitend, wuchs er, wie eine Lotosblume im Wasser.
Wort für Wort kṛto yatno mayā pūrvaṃ vināśe tasya saubala tac ca sarvam atikramya sa vṛddho 'psv iva paṅkajam Eine Anstrengung habe ich zuvor unternommen, ihn zu vernichten, Sohn des Subala; doch all das überschreitend, wuchs er, wie eine Lotosblume im Wasser. tena daivaṃ paraṃ manye pauruṣaṃ tu nirarthakam dhārtarāṣṭrā hi hīyante pārthā vardhanti nityaśaḥ
Deshalb halte ich das Schicksal für das Höchste, menschliches Bemühen aber für nutzlos; denn die Söhne des Dhṛtarāṣṭra schwinden dahin, während die Pārthas beständig wachsen.
Wort für Wort tena daivaṃ paraṃ manye pauruṣaṃ tu nirarthakam dhārtarāṣṭrā hi hīyante pārthā vardhanti nityaśaḥ Deshalb halte ich das Schicksal für das Höchste, menschliches Bemühen aber für nutzlos; denn die Söhne des Dhṛtarāṣṭra schwinden dahin, während die Pārthas beständig wachsen. so 'haṃ śriyaṃ ca tāṃ dṛṣṭvā sabhāṃ tāṃ ca tathāvidhām rakṣibhiś cāvahāsaṃ taṃ paritapye yathāgninā
So verzehre ich mich, nachdem ich jene Pracht und jene Halle solcher Art gesehen habe, sowie jenes Gelächter der Wächter, wie durch Feuer.
Wort für Wort so 'haṃ śriyaṃ ca tāṃ dṛṣṭvā sabhāṃ tāṃ ca tathāvidhām rakṣibhiś cāvahāsaṃ taṃ paritapye yathāgninā So verzehre ich mich, nachdem ich jene Pracht und jene Halle solcher Art gesehen habe, sowie jenes Gelächter der Wächter, wie durch Feuer. sa mām abhyanujānīhi mātulādya suduḥkhitam amarṣaṃ ca samāviṣṭaṃ dhṛtarāṣṭre nivedaya
So gestatte mir denn, Onkel, heute, überaus betrübt und von Unduldsamkeit erfüllt - und melde dies Dhṛtarāṣṭra.'
Wort für Wort sa mām abhyanujānīhi mātulādya suduḥkhitam amarṣaṃ ca samāviṣṭaṃ dhṛtarāṣṭre nivedaya So gestatte mir denn, Onkel, heute, überaus betrübt und von Unduldsamkeit erfüllt - und melde dies Dhṛtarāṣṭra.'
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