Kapitel 37: Bhīṣmavākyam Dvitīyam
Bhīṣmas Gleichnis vom Löwen und den Hunden
Angesichts der aufgebrachten Könige fragt Yudhiṣṭhira Bhīṣma um Rat. Bhīṣma beruhigt ihn mit dem Gleichnis vom schlafenden Löwen (Kṛṣṇa) und den bellenden Hunden (den aufgebrachten Königen): Kṛṣṇa sei der wahre Ursprung und Untergang aller Wesen, und wessen Verstand er zu verwirren wünsche - wie den Śiśupālas -, dessen Verstand werde eben dadurch verwirrt. Śiśupāla erwidert darauf mit scharfen, schroffen Worten an Bhīṣma.
Er sprach zu Bhīṣma, dem Vortrefflichsten der Klugen, dem betagten Großvater der Kurus, wie Puruhūta (Indra), der Feindetöter von großem Glanz, zu Bṛhaspati sprach:
Er sprach zu Bhīṣma, dem Vortrefflichsten der Klugen, dem betagten Großvater der Kurus, wie Puruhūta (Indra), der Feindetöter von großem Glanz, zu Bṛhaspati sprach:
na hi saṃbudhyate tāvat suptaḥ siṃha ivācyutaḥ tena siṃhīkaroty etān nṛsiṃhaś cedipuṃgavaḥ
Denn der Unvergängliche erwacht noch nicht, wie ein schlafender Löwe; deshalb macht der Löwe-Mann, der Stier von Cedi, aus diesen (im übertragenen Sinne selbst) Löwen.
Wort für Wort
na hi saṃbudhyate tāvat suptaḥ siṃha ivācyutaḥ tena siṃhīkaroty etān nṛsiṃhaś cedipuṃgavaḥ
Denn der Unvergängliche erwacht noch nicht, wie ein schlafender Löwe; deshalb macht der Löwe-Mann, der Stier von Cedi, aus diesen (im übertragenen Sinne selbst) Löwen.
[?: Der Sinn dieses Verses ist unklar - möglicherweise ironisch gemeint, dass Śiśupāla die anderen Könige durch sein Auftreten fälschlich zu vermeintlichen 'Löwen' aufwiegelt, während Kṛṣṇa der wahre Löwe bleibt.]
Der geistig beschränkte Śiśupāla, Vortrefflichster der Fürsten, wünscht, mein Sohn, alle diese Fürsten mit ganzer Kraft in Yamas Reich des Untergangs zu führen.
Der geistig beschränkte Śiśupāla, Vortrefflichster der Fürsten, wünscht, mein Sohn, alle diese Fürsten mit ganzer Kraft in Yamas Reich des Untergangs zu führen.
Denn wen auch immer dieser Tiger unter den Männern (Kṛṣṇa) sich zu nehmen wünscht, dessen Verstand gerät ebenso in Verwirrung, wie der des Herrn von Cedi.
Denn wen auch immer dieser Tiger unter den Männern (Kṛṣṇa) sich zu nehmen wünscht, dessen Verstand gerät ebenso in Verwirrung, wie der des Herrn von Cedi.