Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Sabhāparva

Kapitel 71: Pāṇḍavavanapraveśaḥ Die symbolischen Gebärden der Pāṇḍavas beim Auszug, die Vorzeichen und Droṇas Warnung

Vidura deutet Dhṛtarāṣṭra die rätselhaften Gebärden, mit denen jeder Pāṇḍava beim Auszug seinen stillen Racheentschluss verkündet - Yudhiṣṭhiras verhülltes Gesicht, Bhīmas ausgestreckte Arme, Arjunas Sandstreuen als Bild künftiger Pfeilregen, Sahadevas und Nakulas verhüllte Gesichter. Draupadī kündigt prophetisch die künftige Trauer der Kuru-Frauen an. Zahlreiche Unheilszeichen (Erdbeben, eine unzeitige Sonnenfinsternis, klagende Aasvögel) begleiten den Auszug, und Nārada erscheint mit einer düsteren Prophezeiung vom Untergang der Kauravas im vierzehnten Jahr. Droṇa warnt Duryodhana eindringlich und schildert die Geburt Dhṛṣṭadyumnas und Draupadīs aus dem Opferfeuer als Vorzeichen seines eigenen, von Drupada geplanten Untergangs, worauf Dhṛtarāṣṭra Vidura anweist, die Pāṇḍavas zurückzuholen.

dhṛtarāṣṭra uvāca kathaṃ gacchati kaunteyo dharmarājo yudhiṣṭhiraḥ bhīmasenaḥ savyasācī mādrīputrau ca tāv ubhau

Dhṛtarāṣṭra sprach: Wie geht der Sohn der Kuntī, der Dharmarāja Yudhiṣṭhira, Bhīmasena, der Linkshändige und die beiden Söhne der Mādrī?

Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca kathaṃ gacchati kaunteyo dharmarājo yudhiṣṭhiraḥ bhīmasenaḥ savyasācī mādrīputrau ca tāv ubhau
Dhṛtarāṣṭra sprach: Wie geht der Sohn der Kuntī, der Dharmarāja Yudhiṣṭhira, Bhīmasena, der Linkshändige und die beiden Söhne der Mādrī?

dhaumyaś caiva kathaṃ kṣattar draupadī vā tapasvinī śrotum icchāmy ahaṃ sarvaṃ teṣām aṅgaviceṣṭitam

Und wie Dhaumya, o Kṣattṛ, und die leidgeprüfte Draupadī? Ich möchte alles über ihr Gebaren und ihre Gesten hören.

Wort für Wort
dhaumyaś caiva kathaṃ kṣattar draupadī vā tapasvinī śrotum icchāmy ahaṃ sarvaṃ teṣām aṅgaviceṣṭitam
Und wie Dhaumya, o Kṣattṛ, und die leidgeprüfte Draupadī? Ich möchte alles über ihr Gebaren und ihre Gesten hören.

vidura uvāca vastreṇa saṃvṛtya mukhaṃ kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ bāhū viśālau kṛtvā tu bhīmo gacchati pāṇḍavaḥ

Vidura sprach: Sein Gesicht mit einem Tuch verhüllend geht Yudhiṣṭhira, der Sohn der Kuntī; seine breiten Arme ausgestreckt haltend geht Bhīma, der Pāṇḍava.

Wort für Wort
vidura uvāca vastreṇa saṃvṛtya mukhaṃ kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ bāhū viśālau kṛtvā tu bhīmo gacchati pāṇḍavaḥ
Vidura sprach: Sein Gesicht mit einem Tuch verhüllend geht Yudhiṣṭhira, der Sohn der Kuntī; seine breiten Arme ausgestreckt haltend geht Bhīma, der Pāṇḍava.

sikatā vapan savyasācī rājānam anugacchati mādrīputraḥ sahadevo mukham ālipya gacchati

Sand streuend folgt der Linkshändige dem König; der Sohn der Mādrī, Sahadeva, geht mit bestrichenem Gesicht.

Wort für Wort
sikatā vapan savyasācī rājānam anugacchati mādrīputraḥ sahadevo mukham ālipya gacchati
Sand streuend folgt der Linkshändige dem König; der Sohn der Mādrī, Sahadeva, geht mit bestrichenem Gesicht.

pāṃsūpaliptasarvāṅgo nakulaś cittavihvalaḥ darśanīyatamo loke rājānam anugacchati

Nakula, am ganzen Körper mit Staub bedeckt, verwirrten Sinnes, der Ansehnlichste in der Welt, folgt dem König.

Wort für Wort
pāṃsūpaliptasarvāṅgo nakulaś cittavihvalaḥ darśanīyatamo loke rājānam anugacchati
Nakula, am ganzen Körper mit Staub bedeckt, verwirrten Sinnes, der Ansehnlichste in der Welt, folgt dem König.

kṛṣṇā keśaiḥ praticchādya mukham āyatalocanā darśanīyā prarudatī rājānam anugacchati

Kṛṣṇā, ihr Gesicht mit ihrem Haar verhüllend, die Großäugige, die Ansehnliche, weinend, folgt dem König.

Wort für Wort
kṛṣṇā keśaiḥ praticchādya mukham āyatalocanā darśanīyā prarudatī rājānam anugacchati
Kṛṣṇā, ihr Gesicht mit ihrem Haar verhüllend, die Großäugige, die Ansehnliche, weinend, folgt dem König.

dhaumyo yāmyāni sāmāni raudrāṇi ca viśāṃ pate gāyan gacchati mārgeṣu kuśān ādāya pāṇinā

Dhaumya, o Herrscher der Untertanen, singt auf dem Weg die dem Yama geweihten und die schrecklichen Sāma-Gesänge, Kuśa-Gras in der Hand haltend.

Wort für Wort
dhaumyo yāmyāni sāmāni raudrāṇi ca viśāṃ pate gāyan gacchati mārgeṣu kuśān ādāya pāṇinā
Dhaumya, o Herrscher der Untertanen, singt auf dem Weg die dem Yama geweihten und die schrecklichen Sāma-Gesänge, Kuśa-Gras in der Hand haltend.

dhṛtarāṣṭra uvāca vividhānīha rūpāṇi kṛtvā gacchanti pāṇḍavāḥ tan mamācakṣva vidura kasmād evaṃ vrajanti te

Dhṛtarāṣṭra sprach: In mancherlei Gestalten und Gebärden ziehen die Pāṇḍavas dahin; erkläre mir das, Vidura - warum ziehen sie so?

Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca vividhānīha rūpāṇi kṛtvā gacchanti pāṇḍavāḥ tan mamācakṣva vidura kasmād evaṃ vrajanti te
Dhṛtarāṣṭra sprach: In mancherlei Gestalten und Gebärden ziehen die Pāṇḍavas dahin; erkläre mir das, Vidura - warum ziehen sie so?

vidura uvāca nikṛtasyāpi te putrair hṛte rājye dhaneṣu ca na dharmāc calate buddhir dharmarājasya dhīmataḥ

Vidura sprach: Obwohl er von deinen Söhnen betrogen wurde und ihm Reich und Reichtum genommen wurden, weicht der Sinn des weisen Dharmarāja nicht vom Recht ab.

Wort für Wort
vidura uvāca nikṛtasyāpi te putrair hṛte rājye dhaneṣu ca na dharmāc calate buddhir dharmarājasya dhīmataḥ
Vidura sprach: Obwohl er von deinen Söhnen betrogen wurde und ihm Reich und Reichtum genommen wurden, weicht der Sinn des weisen Dharmarāja nicht vom Recht ab.

yo 'sau rājā ghṛṇī nityaṃ dhārtarāṣṭreṣu bhārata nikṛtyā krodhasaṃtapto nonmīlayati locane

Dieser König, der stets voll Mitleid gegenüber den Söhnen Dhṛtarāṣṭras ist, o Bhārata, hält, von Zorn über den Betrug erhitzt, seine Augen geschlossen,

Wort für Wort
yo 'sau rājā ghṛṇī nityaṃ dhārtarāṣṭreṣu bhārata nikṛtyā krodhasaṃtapto nonmīlayati locane
Dieser König, der stets voll Mitleid gegenüber den Söhnen Dhṛtarāṣṭras ist, o Bhārata, hält, von Zorn über den Betrug erhitzt, seine Augen geschlossen,

nāhaṃ janaṃ nirdaheyaṃ dṛṣṭvā ghoreṇa cakṣuṣā sa pidhāya mukhaṃ rājā tasmād gacchati pāṇḍavaḥ

denkend: 'Ich möchte nicht Menschen verbrennen, indem ich sie mit schrecklichem Blick anschaue.' Deshalb geht der König, der Pāṇḍava, mit verhülltem Gesicht.

Wort für Wort
nāhaṃ janaṃ nirdaheyaṃ dṛṣṭvā ghoreṇa cakṣuṣā sa pidhāya mukhaṃ rājā tasmād gacchati pāṇḍavaḥ
denkend: 'Ich möchte nicht Menschen verbrennen, indem ich sie mit schrecklichem Blick anschaue.' Deshalb geht der König, der Pāṇḍava, mit verhülltem Gesicht.

yathā ca bhīmo vrajati tan me nigadataḥ śṛṇu bāhvor bale nāsti samo mameti bharatarṣabha

Und wie Bhīma dahinzieht, das höre von mir, wie ich es dir erzähle: 'In der Kraft meiner Arme gibt es keinen mir Gleichen', o Stier der Bharatas -

Wort für Wort
yathā ca bhīmo vrajati tan me nigadataḥ śṛṇu bāhvor bale nāsti samo mameti bharatarṣabha
Und wie Bhīma dahinzieht, das höre von mir, wie ich es dir erzähle: 'In der Kraft meiner Arme gibt es keinen mir Gleichen', o Stier der Bharatas -

bāhū viśālau kṛtvā tu tena bhīmo 'pi gacchati bāhū darśayamāno hi bāhudraviṇadarpitaḥ cikīrṣan karma śatrubhyo bāhudravyānurūpataḥ

in diesem Gedanken geht auch Bhīma, seine breiten Arme ausgestreckt haltend; seine Arme zeigend, stolz auf den Reichtum seiner Arme, gewillt, den Feinden eine Tat zu vollbringen, die dem Reichtum seiner Arme entspricht.

Wort für Wort
bāhū viśālau kṛtvā tu tena bhīmo 'pi gacchati bāhū darśayamāno hi bāhudraviṇadarpitaḥ cikīrṣan karma śatrubhyo bāhudravyānurūpataḥ
in diesem Gedanken geht auch Bhīma, seine breiten Arme ausgestreckt haltend; seine Arme zeigend, stolz auf den Reichtum seiner Arme, gewillt, den Feinden eine Tat zu vollbringen, die dem Reichtum seiner Arme entspricht.

pradiśañ śarasaṃpātān kuntīputro 'rjunas tadā sikatā vapan savyasācī rājānam anugacchati

Die Reichweite seiner Pfeile andeutend, folgt Arjuna, der Sohn der Kuntī, der Linkshändige, Sand streuend, dem König,

Wort für Wort
pradiśañ śarasaṃpātān kuntīputro 'rjunas tadā sikatā vapan savyasācī rājānam anugacchati
Die Reichweite seiner Pfeile andeutend, folgt Arjuna, der Sohn der Kuntī, der Linkshändige, Sand streuend, dem König,

asaktāḥ sikatās tasya yathā saṃprati bhārata asaktaṃ śaravarṣāṇi tathā mokṣyati śatruṣu

als wollte er sagen: 'Wie dieser Sand jetzt unaufhaltsam fällt, o Bhārata, so wird er unaufhaltsame Pfeilregen auf die Feinde loslassen.'

Wort für Wort
asaktāḥ sikatās tasya yathā saṃprati bhārata asaktaṃ śaravarṣāṇi tathā mokṣyati śatruṣu
als wollte er sagen: 'Wie dieser Sand jetzt unaufhaltsam fällt, o Bhārata, so wird er unaufhaltsame Pfeilregen auf die Feinde loslassen.'

na me kaś cid vijānīyān mukham adyeti bhārata mukham ālipya tenāsau sahadevo 'pi gacchati

'Niemand soll heute mein Gesicht erkennen', o Bhārata - in diesem Gedanken geht auch Sahadeva, sein Gesicht bestrichen.

Wort für Wort
na me kaś cid vijānīyān mukham adyeti bhārata mukham ālipya tenāsau sahadevo 'pi gacchati
'Niemand soll heute mein Gesicht erkennen', o Bhārata - in diesem Gedanken geht auch Sahadeva, sein Gesicht bestrichen.

nāhaṃ manāṃsy ādadeyaṃ mārge strīṇām iti prabho pāṃsūpacitasarvāṅgo nakulas tena gacchati

'Ich möchte nicht die Herzen der Frauen auf dem Weg gefangen nehmen', o Herr - in diesem Gedanken geht Nakula, seinen ganzen Körper mit Staub bedeckt.

Wort für Wort
nāhaṃ manāṃsy ādadeyaṃ mārge strīṇām iti prabho pāṃsūpacitasarvāṅgo nakulas tena gacchati
'Ich möchte nicht die Herzen der Frauen auf dem Weg gefangen nehmen', o Herr - in diesem Gedanken geht Nakula, seinen ganzen Körper mit Staub bedeckt.

ekavastrā tu rudatī muktakeśī rajasvalā śoṇitāktārdravasanā draupadī vākyam abravīt

Draupadī aber, in einem einzigen Gewand, weinend, mit gelöstem Haar, in ihren monatlichen Reinigungstagen, ihr feuchtes Gewand blutbefleckt, sprach folgendes Wort:

Wort für Wort
ekavastrā tu rudatī muktakeśī rajasvalā śoṇitāktārdravasanā draupadī vākyam abravīt
Draupadī aber, in einem einzigen Gewand, weinend, mit gelöstem Haar, in ihren monatlichen Reinigungstagen, ihr feuchtes Gewand blutbefleckt, sprach folgendes Wort:

yatkṛte 'ham imāṃ prāptā teṣāṃ varṣe caturdaśe hatapatyo hatasutā hatabandhujanapriyāḥ

'Um derentwillen ich in diesen Zustand geraten bin - im vierzehnten Jahr von jetzt an werden deren Gattinnen, ihrer Gatten beraubt, ihrer Söhne beraubt, ihrer geliebten Verwandten beraubt,'

Wort für Wort
yatkṛte 'ham imāṃ prāptā teṣāṃ varṣe caturdaśe hatapatyo hatasutā hatabandhujanapriyāḥ
'Um derentwillen ich in diesen Zustand geraten bin - im vierzehnten Jahr von jetzt an werden deren Gattinnen, ihrer Gatten beraubt, ihrer Söhne beraubt, ihrer geliebten Verwandten beraubt,'

bandhuśoṇitadigdhāṅgyo muktakeśyo rajasvalāḥ evaṃ kṛtodakā nāryaḥ pravekṣyanti gajāhvayam

'ihre Glieder mit dem Blut ihrer Verwandten befleckt, mit gelöstem Haar, in ihren Reinigungstagen, nachdem sie so das Wasseropfer für die Toten dargebracht haben, in die Elefantenstadt einziehen.'

Wort für Wort
bandhuśoṇitadigdhāṅgyo muktakeśyo rajasvalāḥ evaṃ kṛtodakā nāryaḥ pravekṣyanti gajāhvayam
'ihre Glieder mit dem Blut ihrer Verwandten befleckt, mit gelöstem Haar, in ihren Reinigungstagen, nachdem sie so das Wasseropfer für die Toten dargebracht haben, in die Elefantenstadt einziehen.'

kṛtvā tu nairṛtān darbhān dhīro dhaumyaḥ purohitaḥ sāmāni gāyan yāmyāni purato yāti bhārata

Nachdem er Darbha-Gras südwärts gerichtet hergerichtet hatte, geht der besonnene Hauspriester Dhaumya, die dem Yama geweihten Sāma-Gesänge singend, voran, o Bhārata,

Wort für Wort
kṛtvā tu nairṛtān darbhān dhīro dhaumyaḥ purohitaḥ sāmāni gāyan yāmyāni purato yāti bhārata
Nachdem er Darbha-Gras südwärts gerichtet hergerichtet hatte, geht der besonnene Hauspriester Dhaumya, die dem Yama geweihten Sāma-Gesänge singend, voran, o Bhārata,

hateṣu bhārateṣv ājau kurūṇāṃ guravas tadā evaṃ sāmāni gāsyantīty uktvā dhaumyo 'pi gacchati

denkend: 'Wenn die Bharatas in der Schlacht gefallen sind, werden die Priester der Kurus dann solche Sāma-Gesänge singen' - so sprechend geht auch Dhaumya.

Wort für Wort
hateṣu bhārateṣv ājau kurūṇāṃ guravas tadā evaṃ sāmāni gāsyantīty uktvā dhaumyo 'pi gacchati
denkend: 'Wenn die Bharatas in der Schlacht gefallen sind, werden die Priester der Kurus dann solche Sāma-Gesänge singen' - so sprechend geht auch Dhaumya.

hā hā gacchanti no nāthāḥ samavekṣadhvam īdṛśam iti paurāḥ suduḥkhārtāḥ krośanti sma samantataḥ

'Ach, ach, unsere Beschützer gehen fort - seht nur, wie es um sie steht!' - so riefen die Bürger, von tiefem Schmerz gequält, von allen Seiten.

Wort für Wort
hā hā gacchanti no nāthāḥ samavekṣadhvam īdṛśam iti paurāḥ suduḥkhārtāḥ krośanti sma samantataḥ
'Ach, ach, unsere Beschützer gehen fort - seht nur, wie es um sie steht!' - so riefen die Bürger, von tiefem Schmerz gequält, von allen Seiten.

evam ākāraliṅgais te vyavasāyaṃ manogatam kathayantaḥ sma kaunteyā vanaṃ jagmur manasvinaḥ

So verkündeten die Söhne der Kuntī, die Hochgesinnten, durch diese Gebärden und Zeichen ihren im Herzen gefassten Entschluss und zogen in den Wald.

Wort für Wort
evam ākāraliṅgais te vyavasāyaṃ manogatam kathayantaḥ sma kaunteyā vanaṃ jagmur manasvinaḥ
So verkündeten die Söhne der Kuntī, die Hochgesinnten, durch diese Gebärden und Zeichen ihren im Herzen gefassten Entschluss und zogen in den Wald.

evaṃ teṣu narāgryeṣu niryatsu gajasāhvayāt anabhre vidyutaś cāsan bhūmiś ca samakampata

Als so diese vortrefflichsten Männer aus der Elefantenstadt hinauszogen, zuckten Blitze am wolkenlosen Himmel, und die Erde erbebte.

Wort für Wort
evaṃ teṣu narāgryeṣu niryatsu gajasāhvayāt anabhre vidyutaś cāsan bhūmiś ca samakampata
Als so diese vortrefflichsten Männer aus der Elefantenstadt hinauszogen, zuckten Blitze am wolkenlosen Himmel, und die Erde erbebte.

rāhur agrasad ādityam aparvaṇi viśāṃ pate ulkā cāpy apasavyaṃ tu puraṃ kṛtvā vyaśīryata

Rāhu verschlang die Sonne außerhalb der vorgesehenen Zeit, o Herrscher der Untertanen, und eine Sternschnuppe zerbarst, nachdem sie die Stadt von links nach rechts umkreist hatte.

Wort für Wort
rāhur agrasad ādityam aparvaṇi viśāṃ pate ulkā cāpy apasavyaṃ tu puraṃ kṛtvā vyaśīryata
Rāhu verschlang die Sonne außerhalb der vorgesehenen Zeit, o Herrscher der Untertanen, und eine Sternschnuppe zerbarst, nachdem sie die Stadt von links nach rechts umkreist hatte.

pravyāharanti kravyādā gṛdhragomāyuvāyasāḥ devāyatanacaityeṣu prākārāṭṭālakeṣu ca

Fleischfressende Geier, Schakale und Krähen erhoben laut ihre Stimmen in den Götterheiligtümern und Kultstätten, auf den Stadtmauern und Wachtürmen.

Wort für Wort
pravyāharanti kravyādā gṛdhragomāyuvāyasāḥ devāyatanacaityeṣu prākārāṭṭālakeṣu ca
Fleischfressende Geier, Schakale und Krähen erhoben laut ihre Stimmen in den Götterheiligtümern und Kultstätten, auf den Stadtmauern und Wachtürmen.

evam ete mahotpātā vanaṃ gacchati pāṇḍave bhāratānām abhāvāya rājan durmantrite tava

So erschienen diese großen Vorzeichen, als der Pāṇḍava in den Wald zog, zum Verderben der Bharatas, o König, infolge deines schlechten Ratschlusses.

Wort für Wort
evam ete mahotpātā vanaṃ gacchati pāṇḍave bhāratānām abhāvāya rājan durmantrite tava
So erschienen diese großen Vorzeichen, als der Pāṇḍava in den Wald zog, zum Verderben der Bharatas, o König, infolge deines schlechten Ratschlusses.

nāradaś ca sabhāmadhye kurūṇām agrataḥ sthitaḥ maharṣibhiḥ parivṛto raudraṃ vākyam uvāca ha

Und Nārada, inmitten der Versammlung, vor den Kurus stehend, von großen Sehern umgeben, sprach ein schreckliches Wort:

Wort für Wort
nāradaś ca sabhāmadhye kurūṇām agrataḥ sthitaḥ maharṣibhiḥ parivṛto raudraṃ vākyam uvāca ha
Und Nārada, inmitten der Versammlung, vor den Kurus stehend, von großen Sehern umgeben, sprach ein schreckliches Wort:

itaś caturdaśe varṣe vinaṅkṣyantīha kauravāḥ duryodhanāparādhena bhīmārjunabalena ca

'Im vierzehnten Jahr von jetzt an werden die Kauravas hier zugrunde gehen, durch Duryodhanas Vergehen und durch die Macht Bhīmas und Arjunas.'

Wort für Wort
itaś caturdaśe varṣe vinaṅkṣyantīha kauravāḥ duryodhanāparādhena bhīmārjunabalena ca
'Im vierzehnten Jahr von jetzt an werden die Kauravas hier zugrunde gehen, durch Duryodhanas Vergehen und durch die Macht Bhīmas und Arjunas.'

ity uktvā divam ākramya kṣipram antaradhīyata brāhmīṃ śriyaṃ suvipulāṃ bibhrad devarṣisattamaḥ

So sprechend, stieg der vortrefflichste der Götterseher, überaus großen brahmanischen Glanz tragend, zum Himmel empor und verschwand rasch.

Wort für Wort
ity uktvā divam ākramya kṣipram antaradhīyata brāhmīṃ śriyaṃ suvipulāṃ bibhrad devarṣisattamaḥ
So sprechend, stieg der vortrefflichste der Götterseher, überaus großen brahmanischen Glanz tragend, zum Himmel empor und verschwand rasch.

tato duryodhanaḥ karṇaḥ śakuniś cāpi saubalaḥ droṇaṃ dvīpam amanyanta rājyaṃ cāsmai nyavedayan

Da betrachteten Duryodhana, Karṇa und auch Śakuni, der Sohn Subalas, Droṇa als ihre 'Insel' der Zuflucht und übertrugen ihm die Angelegenheiten des Reiches.

Wort für Wort
tato duryodhanaḥ karṇaḥ śakuniś cāpi saubalaḥ droṇaṃ dvīpam amanyanta rājyaṃ cāsmai nyavedayan
Da betrachteten Duryodhana, Karṇa und auch Śakuni, der Sohn Subalas, Droṇa als ihre 'Insel' der Zuflucht und übertrugen ihm die Angelegenheiten des Reiches.

athābravīt tato droṇo duryodhanam amarṣaṇam duḥśāsanaṃ ca karṇaṃ ca sarvān eva ca bhāratān

Da sprach Droṇa zu dem ungeduldigen Duryodhana, zu Duḥśāsana und zu Karṇa und zu allen Bharatas:

Wort für Wort
athābravīt tato droṇo duryodhanam amarṣaṇam duḥśāsanaṃ ca karṇaṃ ca sarvān eva ca bhāratān
Da sprach Droṇa zu dem ungeduldigen Duryodhana, zu Duḥśāsana und zu Karṇa und zu allen Bharatas:

avadhyān pāṇḍavān āhur devaputrān dvijātayaḥ ahaṃ tu śaraṇaṃ prāptān vartamāno yathābalam

Die Zweifachgeborenen nennen die Pāṇḍavas, die Söhne der Götter, unbesiegbar; doch ich, solange ich nach meinem Vermögen handle, an die, die zu mir Zuflucht genommen haben,

Wort für Wort
avadhyān pāṇḍavān āhur devaputrān dvijātayaḥ ahaṃ tu śaraṇaṃ prāptān vartamāno yathābalam
Die Zweifachgeborenen nennen die Pāṇḍavas, die Söhne der Götter, unbesiegbar; doch ich, solange ich nach meinem Vermögen handle, an die, die zu mir Zuflucht genommen haben,

gatān sarvātmanā bhaktyā dhārtarāṣṭrān sarājakān notsahe samabhityaktuṃ daivamūlam ataḥ param

die mit ganzer Seele und Ergebenheit zu mir gekommen sind, die Söhne Dhṛtarāṣṭras samt ihrem König, vermag ich nicht gänzlich zu verlassen; im Übrigen liegt es in der Wurzel des Schicksals.

Wort für Wort
gatān sarvātmanā bhaktyā dhārtarāṣṭrān sarājakān notsahe samabhityaktuṃ daivamūlam ataḥ param
die mit ganzer Seele und Ergebenheit zu mir gekommen sind, die Söhne Dhṛtarāṣṭras samt ihrem König, vermag ich nicht gänzlich zu verlassen; im Übrigen liegt es in der Wurzel des Schicksals.

dharmataḥ pāṇḍuputrā vai vanaṃ gacchanti nirjitāḥ te ca dvādaśa varṣāṇi vane vatsyanti kauravāḥ

Rechtmäßig besiegt ziehen die Söhne des Pāṇḍu in den Wald; und diese werden zwölf Jahre im Wald verbringen.

Wort für Wort
dharmataḥ pāṇḍuputrā vai vanaṃ gacchanti nirjitāḥ te ca dvādaśa varṣāṇi vane vatsyanti kauravāḥ
Rechtmäßig besiegt ziehen die Söhne des Pāṇḍu in den Wald; und diese werden zwölf Jahre im Wald verbringen.

caritabrahmacaryāś ca krodhāmarṣavaśānugāḥ vairaṃ pratyānayiṣyanti mama duḥkhāya pāṇḍavāḥ

Nachdem sie das Gelübde der Enthaltsamkeit erfüllt haben, von Zorn und Ungeduld überwältigt, werden die Pāṇḍavas die Feindschaft zurückbringen, mir zum Leid.

Wort für Wort
caritabrahmacaryāś ca krodhāmarṣavaśānugāḥ vairaṃ pratyānayiṣyanti mama duḥkhāya pāṇḍavāḥ
Nachdem sie das Gelübde der Enthaltsamkeit erfüllt haben, von Zorn und Ungeduld überwältigt, werden die Pāṇḍavas die Feindschaft zurückbringen, mir zum Leid.

mayā tu bhraṃśito rājyād drupadaḥ sakhivigrahe putrārtham ayajat krodhād vadhāya mama bhārata

Von mir aber wurde Drupada, in unserem Freundschaftsstreit, seines Reiches beraubt; aus Zorn brachte er, um einen Sohn zu erlangen, ein Opfer dar, zu meinem Verderben, o Bhārata.

Wort für Wort
mayā tu bhraṃśito rājyād drupadaḥ sakhivigrahe putrārtham ayajat krodhād vadhāya mama bhārata
Von mir aber wurde Drupada, in unserem Freundschaftsstreit, seines Reiches beraubt; aus Zorn brachte er, um einen Sohn zu erlangen, ein Opfer dar, zu meinem Verderben, o Bhārata.

yājopayājatapasā putraṃ lebhe sa pāvakāt dhṛṣṭadyumnaṃ draupadīṃ ca vedīmadhyāt sumadhyamām

Durch die Askese der Priester Yāja und Upayāja erlangte er aus dem Feuer einen Sohn, Dhṛṣṭadyumna, und Draupadī, die Schönhüftige, aus der Mitte des Opferaltars.

Wort für Wort
yājopayājatapasā putraṃ lebhe sa pāvakāt dhṛṣṭadyumnaṃ draupadīṃ ca vedīmadhyāt sumadhyamām
Durch die Askese der Priester Yāja und Upayāja erlangte er aus dem Feuer einen Sohn, Dhṛṣṭadyumna, und Draupadī, die Schönhüftige, aus der Mitte des Opferaltars.

jvālāvarṇo devadatto dhanuṣmān kavacī śarī martyadharmatayā tasmād iti māṃ bhayam āviśat

Flammenfarben, gottgegeben, mit Bogen, Rüstung und Pfeilen kam er zur Welt - doch der sterblichen Natur unterworfen; daher hat mich seinetwegen Furcht ergriffen.

Wort für Wort
jvālāvarṇo devadatto dhanuṣmān kavacī śarī martyadharmatayā tasmād iti māṃ bhayam āviśat
Flammenfarben, gottgegeben, mit Bogen, Rüstung und Pfeilen kam er zur Welt - doch der sterblichen Natur unterworfen; daher hat mich seinetwegen Furcht ergriffen.

gato hi pakṣatāṃ teṣāṃ pārṣataḥ puruṣarṣabhaḥ sṛṣṭaprāṇo bhṛśataraṃ tasmād yotsye tavāribhiḥ

Denn der Sohn des Pṛṣata, der Stier unter den Männern, ist auf ihre Seite übergegangen, sein Leben dem Zweck hingegeben - deshalb werde ich umso heftiger gegen deine Feinde kämpfen.

Wort für Wort
gato hi pakṣatāṃ teṣāṃ pārṣataḥ puruṣarṣabhaḥ sṛṣṭaprāṇo bhṛśataraṃ tasmād yotsye tavāribhiḥ
Denn der Sohn des Pṛṣata, der Stier unter den Männern, ist auf ihre Seite übergegangen, sein Leben dem Zweck hingegeben - deshalb werde ich umso heftiger gegen deine Feinde kämpfen.

madvadhāya śruto hy eṣa loke cāpy ativiśrutaḥ nūnaṃ so 'yam anuprāptas tvatkṛte kālaparyayaḥ

Denn er ist bekannt, zu meinem Verderben bestimmt zu sein, und ist in der Welt weithin berühmt; gewiss ist nun jener Umschwung der Zeit deinetwegen eingetreten.

Wort für Wort
madvadhāya śruto hy eṣa loke cāpy ativiśrutaḥ nūnaṃ so 'yam anuprāptas tvatkṛte kālaparyayaḥ
Denn er ist bekannt, zu meinem Verderben bestimmt zu sein, und ist in der Welt weithin berühmt; gewiss ist nun jener Umschwung der Zeit deinetwegen eingetreten.

tvaritāḥ kuruta śreyo naitad etāvatā kṛtam muhūrtaṃ sukham evaitat tālacchāyeva haimanī

Eilt, tut, was heilsam ist; damit allein ist es nicht getan. Nur für einen Augenblick ist dies angenehm, wie der Schatten einer Palme im Winter.

Wort für Wort
tvaritāḥ kuruta śreyo naitad etāvatā kṛtam muhūrtaṃ sukham evaitat tālacchāyeva haimanī
Eilt, tut, was heilsam ist; damit allein ist es nicht getan. Nur für einen Augenblick ist dies angenehm, wie der Schatten einer Palme im Winter.

yajadhvaṃ ca mahāyajñair bhogān aśnīta datta ca itaś caturdaśe varṣe mahat prāpsyatha vaiśasam

Opfert mit großen Opfern, genießt eure Güter und gebt Gaben; denn im vierzehnten Jahr von jetzt an werdet ihr großes Verderben erleiden.

Wort für Wort
yajadhvaṃ ca mahāyajñair bhogān aśnīta datta ca itaś caturdaśe varṣe mahat prāpsyatha vaiśasam
Opfert mit großen Opfern, genießt eure Güter und gebt Gaben; denn im vierzehnten Jahr von jetzt an werdet ihr großes Verderben erleiden.

duryodhana niśamyaitat pratipadya yathecchasi sāma vā pāṇḍaveyeṣu prayuṅkṣva yadi manyase

Höre dies, Duryodhana, und handle danach, wie du willst; wende, wenn du es für gut hältst, Versöhnung gegenüber den Söhnen des Pāṇḍu an.

Wort für Wort
duryodhana niśamyaitat pratipadya yathecchasi sāma vā pāṇḍaveyeṣu prayuṅkṣva yadi manyase
Höre dies, Duryodhana, und handle danach, wie du willst; wende, wenn du es für gut hältst, Versöhnung gegenüber den Söhnen des Pāṇḍu an.

vaiśaṃpāyana uvāca droṇasya vacanaṃ śrutvā dhṛtarāṣṭro 'bravīd idam samyag āha guruḥ kṣattar upāvartaya pāṇḍavān

Vaiśaṃpāyana sprach: Als er die Worte Droṇas gehört hatte, sprach Dhṛtarāṣṭra folgendes: 'Recht spricht der Lehrer. Kṣattṛ, bringe die Pāṇḍavas zurück!'

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca droṇasya vacanaṃ śrutvā dhṛtarāṣṭro 'bravīd idam samyag āha guruḥ kṣattar upāvartaya pāṇḍavān
Vaiśaṃpāyana sprach: Als er die Worte Droṇas gehört hatte, sprach Dhṛtarāṣṭra folgendes: 'Recht spricht der Lehrer. Kṣattṛ, bringe die Pāṇḍavas zurück!'

yadi vā na nivartante satkṛtā yāntu pāṇḍavāḥ saśastrarathapādātā bhogavantaś ca putrakāḥ

Oder, wenn sie nicht umkehren wollen, so sollen die Pāṇḍavas, meine Söhne, wohlversehen mit Waffen, Wagen, Fußvolk und Gütern, ehrenvoll ziehen.

Wort für Wort
yadi vā na nivartante satkṛtā yāntu pāṇḍavāḥ saśastrarathapādātā bhogavantaś ca putrakāḥ
Oder, wenn sie nicht umkehren wollen, so sollen die Pāṇḍavas, meine Söhne, wohlversehen mit Waffen, Wagen, Fußvolk und Gütern, ehrenvoll ziehen.

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