Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.10 Brautnacht, Abwehr des Gandharva, Segen zur Zeugung

ā roha talpaṃ sumanasyamānā- / -iha prajāṃ janaya patye asmai | / indrāṇīva subudhā budhyamānā / jyotirugrā uṣasaḥ prati jāgaraḥ ||

Steig auf das Lager, wohlgesinnt; / hier zeuge Nachkommen für diesen Gatten. / Wie Indrāṇī gut erwacht, erwachend, / glanzgewaltig, sei wach vor den Morgenröten.

devā agre ny apadyanta patnīṃ / sam aspṛśanta tanvas tanūbhiḥ | / sūryeva nāri viśvarūpā mahitvā / prajāvatī patye śaṃ bhavāsi ||

Die Götter legten sich zuerst hin / und berührten die Gattin, Leiber mit Leibern. / Wie Sūryā, Frau, vielgestaltig in Größe, / kinderreich, sei dem Gatten Heil.

ud īrṣvātaḥ pativatnī hy eṣā / viśvāvasuṃ namasā gīrbhir īḍe | / jāmim iccha pitṛṣadaṃ nyaktāṃ / sa te bhāgo januṣā tasya viddhi ||

Steh auf von hier: diese hat einen Gatten; / Viśvāvasu rufe ich mit Verneigung und Liedern an. / Suche eine Schwester, die im Vaterhaus sitzt, gesalbt; / das ist dein Anteil von Geburt, erkenne ihn.

yā apsarasaḥ sadhamādaṃ madanty / antarā havirdhānaṃ sūryaṃ ca | / tās te janitram abhi tāḥ parehi / namas te gandharva rtunā kṛṇomi ||

Die Apsarasen, die im gemeinsamen Sitz sich freuen, / zwischen dem Opfergefäß-Wagen (havirdhāna) und der Sonne: / zu ihnen [gehört] deine Geburtsstätte, zu ihnen geh fort. / Verneigung dir, Gandharva, mache ich zur [rechten] Zeit.

namo ghandharvasya manase / namo bhāmāya cakṣuṣe ca kṛṇmaḥ | / viśvāvaso namo brahmaṇā te kṛṇomy / abhi jāyā apsarasaḥ parehi ||

Verneigung dem Sinn des Gandharva, / Verneigung machen wir dem funkelnden Auge; / Viśvāvasu, Verneigung mache ich dir mit Gebet; / geh fort zu den Apsarasen, den Gattinnen.

rāyā vayaṃ sumanasaḥ syāma- / -ud ito gandharvam āvīvṛtāma | / agan sa devaḥ paramaṃ sadhastham Bhatt. agaṃ sa / aganma vayaṃ pratiranta āyuḥ ||

Mit Reichtum möchten wir wohlgesinnt sein; / von hier haben wir den Gandharva weggewendet. / Er ging zu seinem höchsten Sitz; / wir gingen fort, das Leben verlängernd.

saṃ pitarāv ṛtviye sṛjethāṃ / pitā mātā ca retaso bhavāthaḥ | / maryo yoṣām adhi rohayaitāṃ / prajāṃ kṛṇvāthām iha modamānau ||

Vereint euch, ihr Eltern, zur rechten Zeit; / Vater und Mutter werdet zum Samen. / Mann, lass diese Frau [das Lager] besteigen; / erzeugt Nachkommen, hier euch erfreuend.

ā vāṃ prajāṃ janayatu prajāpatir / ahorātrābhyāṃ sam anaktv aryamā | / adurmaṅgalī patilokam ā viśemaṃ / śaṃ no bhava dvipade śaṃ catuṣpade ||

Euch beiden soll Prajāpati Nachkommen erzeugen; / Tag und Nacht soll Aryaman [euch] salben. / Ohne Unheil, glückverheißend mögen wir in die Gattenwelt eintreten; / sei uns Heil, dem Zweifüßer, Heil dem Vierfüßer.

tāṃ pūṣañ chivatamām erayasva / yasyāṃ bījaṃ manuṣyā vapanti | / yā na ūrū uśatī viśrayāti / yasyām uśantaḥ praharema śepaḥ ||

Sie, die Heilvollste, Pūṣan, rege an, / in die die Menschen den Samen streuen, / die uns verlangend die Schenkel auseinanderlegt, / in die wir verlangend den Penis stoßen.

ā rohorum upa dhatsva hastaṃ / pari ṣvajasva jāyāṃ sumanasyamānaḥ | / prajāṃ kṛṇvāthām iha puṣyataṃ rayiṃ / dīrghaṃ vām āyuḥ savitā kṛṇotu ||

Steig auf, lege die Hand an den Schenkel, / umarme die Gattin, wohlgesinnt. / Erzeugt Nachkommen, gedeiht hier, [mehrt] Reichtum; / langes Leben soll Savitar euch machen.