Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.8 Abwehr von Yakṣma und Nirṛti beim Einzug der Braut

ye vadhvaś candraṃ vahatuṃ / yakṣmā yanti janām̐ anu | / punas tān yajñiyā devā / nayantu yata āgatāḥ ||

Die Yakṣma-Krankheiten, die dem glänzenden Brautzug der Braut / zu den Leuten nachgehen: / die sollen die opferwürdigen Götter / wieder dorthin zurückführen, woher sie gekommen sind.

mā vidan paryāyiṇo / ya āsīdanti dampatī | / sugena durgam atītām / apa drāntv arātayaḥ ||

Nicht sollen die Umherschleichenden die beiden finden, / die sich als Ehepaar niedersetzen. / Auf gutem Weg sollen sie das Schwierige überwinden; / die Geizigen mögen weglaufen.

saṃ kāśayāmi vahatuṃ brahmaṇā gṛhair / aghoreṇa cakṣuṣā mitryeṇa | Bhatt. mitrye(⟨ triye*)ṇa / paryāṇaddhaṃ viśvarūpaṃ yad asmin / syonaṃ patibhyaḥ savitā kṛṇotu tat ||

Ich lasse den Brautzug zusammen erstrahlen, durch Brahman, durch die Häuser, / mit nicht furchtbarem, freundschaftlichem Blick. / Was darin umhüllt ist, vielgestaltig: / das soll Savitar für die Gatten angenehm machen.

śivā nārīyam astam āgann / imaṃ dhātā lokam asyai viveda | / tām aryamā bhago aśvinobhā / prajāpatiḥ prajayā vardhayantu ||

Heilvoll ist diese Frau nach Hause gekommen; / diese Welt hat Dhātar für sie gefunden. / Sie sollen Aryaman, Bhaga, beide Aśvins, / Prajāpati mit Nachkommen mehren.

ātmanvaty urvarā narīyam āgan / tasyāṃ naro vapata bījam asyām | / sā vaḥ prajāṃ janayād vakṣaṇābhyo / bibhratī dudhram ṛṣabhasya retaḥ ||

Als beseelte, fruchtbare Furche ist diese Frau gekommen; / in sie, ihr Männer, streut den Samen. / Sie soll euch Nachkommen gebären aus den Weichen, / den ungestümen Samen des Stiers tragend.

prati tiṣṭha virāḍ iva / viṣṇur iveha sarasvati | / dūrvevendra pra jāyatāṃ / bhagasya sumatāv asat ||

Stelle dich fest hin, wie eine Herrscherin, / wie Viṣṇu hier, Sarasvatī. / Wie Dūrvā-Gras, Indra, soll sie sich vermehren; / in Bhagas Gunst soll sie sein.

ud vām ūrmiḥ śamye hantv / āpo yoktrāṇi muñcantu | / māduṣkṛtau vyenasā- / -aghnyau śūnam āratām ||

Die Welle soll euch beide an den Jochpflöcken treffen; / die Wasser sollen die Jochriemen lösen. / Nicht sollen die beiden [Kühe], unantastbar, / durch Übeltat und Sünde Schwellung/Leere erfahren.

aghoracakṣur apatighnī syonā / śagmā suśevā suyamā gṛheṣu | / prajāvatī vīrasūr devṛkāmā- / -imam agniṃ gārhapatyaṃ sarpaya || Bhatt. saparya

Mit nicht furchtbarem Blick, keine Gattentöterin, freundlich, / heilvoll, gütig, gut zügelnd in den Häusern, / kinderreich, Helden gebärend, den Schwager liebend: / verehre dieses Hausherrn-Feuer.

adevṛghny apatighnīhaidhi / syonā paśubhyaḥ sumanāḥ suvīrā | / vīrasūr devṛkāmā syonā / saṃ tvaidhiṣīmahi sumanasyamānā ||

Nicht Schwager-Tötende, nicht Gatten-Tötende sei hier, / freundlich für das Vieh, wohlgesinnt, heldenreich; / Helden gebärend, den Schwager liebend, freundlich: / mit dir zusammen mögen wir gedeihen, wohlgesinnt.

ut tiṣṭhātaḥ kim icchantīdam āgā / ahaṃ tveḍe abhibhūḥ svād gṛhāt | / śūnyaiśī nirṛte yājagantha- / -uttiṣṭhārāte pra pata māti raṃsthāḥ ||

Steh auf von hier! Was wünschend bist du hierher gekommen? / Ich aber, die Überlegene, [rufe/vertreibe] aus dem [eigenen] Haus. / Leeres suchende Nirṛti, die du gekommen bist: / steh auf, Arāti, flieg fort, ruhe hier nicht.